Vom Fachmann für Kenner | Juni 2018


Seines Wetterglückes Schmied

Wenn man lang genug im Internet sucht, findet man immer eine Vorhersage, die das Wetter prognostiziert, das zur eignen Planung paßt.

Jürgen Miedl

Nichts Ernstes

Wegen diffuser Herzprobleme mußte ich neulich einen Arzt aufsuchen. Mit modernsten diagnostischen Methoden wurde dort erfreulicherweise festgestellt, daß mit Endokard, Myokard und Epikard alles in Ordnung sei, möglicherweise hätten Darmgase auf den Herzbeutel gedrückt. Modernst steht im medizinischen Bereich aber leider auch für IGeL-Leistungen, und so leide ich seit dem Verlassen der Praxis unter einem Visacard-Infarkt.

Helge Möhn

Friedhofsstaat

Als einziges Lebewesen beansprucht der Mensch selbst dann noch Platz, wenn er schon gegangen ist.

Dominik Wachsmann

Neues Museum

Während der letzten »Langen Nacht der Museen« in Frankfurt wurde in trauter Runde die Frage erörtert, ob denn nun das Lackmuseum in Münster das langweiligste Museum der Welt sei oder nicht doch das Ledermuseum in Offenbach. Am Ende war man sich zumindest einig, daß eine Fusion der beiden für ungeahnten Publikumszuspruch sorgen könnte, dann aber auch bitte gleich in Amsterdam.

Mark-Stefan Tietze

Zumindest eines

kann man der Smartphone-süchtigen Jugend von heute nicht vorwerfen: daß sie keinen Finger krumm machen würde.

Fabio Kühnemuth

Illusion

Daß meine neue Digital-Waage immerzu 56,3 kg anzeigte, war beruhigend bis zu dem Augenblick, als ich merkte, daß auf dem Display ein Aufkleber mit ebenjener Anzeige klebte. Danach hätte ich sie am liebsten aus dem Fenster geschmissen.

Robert Rescue

Bedeutungswandel

In der Linie 45 mußte ich einmal mit anhören, wie zwei ältere Damen sich eine Viertelstunde lang aufs angeregteste über ihre rheumatischen Beschwerden unterhielten. Seither habe ich meine ganz eigene Auffassung von dem Wort »Gelenkbus«.

Andreas Maier

Gesellschaftsanalyse

Wer über 40 ist und nicht in Psychotherapie, der muß verrückt sein.

Dorthe Landschulz

Wenn ich mich nicht

totalstens irre, wäre das einzige Leben, das ich zur völligen Zufriedenheit meiner Mutter hätte führen können, eines gewesen, in dem ich an einem Samstagabend, wie stets mit einem dunklen Anzug aus feinster Kaschmirwolle bekleidet, vom Krankenhaus, in dem ich als berühmter Chefarzt arbeite, zur »Ring der Nibelungen«-Premiere im Opernhaus mit dem öffentlichen Bus fahre, in welchem ich, ehe ich mich hinsetze, ein blütenweißes Taschentuch auf den Sitz lege, beim Aussteigen zum Busfahrer »Danke, guter Mann!« sage und ihm verschmitzt zwinkernd einen Zwanzig-Euro-Schein als Trinkgeld in die Hand drücke.

Theobald Fuchs

Frage

Würden wir uns Sisyphos auch als glücklichen Menschen vorstellen, wenn seine tägliche Arbeit nicht das Rollen eines großen Felsens wäre, sondern Hausarbeit? Darauf einen Schluck »Frauengold«!

Katharina Greve

Liebe

Ein turtelndes Paar sitzt in der U-Bahn. Sie ist recht hübsch, er hat andere Stärken. »Stuttgart ist nicht schön, aber es gefällt mir«, sagt der Mann. Am schelmischen Blick seiner Freundin erkenne ich, daß auch ihr die naheliegende Pointe in den Sinn kommt, doch sie schweigt.

Cornelius W.M. Oettle

Kulinarik

Ich gehe in letzter Zeit öfter mal ins Nobelfischrestaurant, für den kleinen Hummer zwischendurch.

Ingo Merten

Kreislauf des Lebens

Manchmal werde ich so depressiv, daß ich mich töten möchte. Doch bin ich dafür zu feige. Beim Mut antrinken werde ich dann so feucht-fröhlich, daß die Suizidgedanken verfliegen. Der Kater am nächsten Tag macht mich so depressiv…

Tim Wolff

Reines Gewissen

Seit ich neulich las, daß die Teilnahmslosigkeit der Passanten für Bettler viel schlimmer ist als die Armut, nicke ich ihnen im Vorübergehen freundlich zu. Das gibt mir ein gutes Gefühl und spart Geld.

Chris Scholz

Mann, Mann, Mann …

Golo Mann litt bekanntlich zeitlebens darunter, im Schatten seines Vaters gestanden zu haben. Unverständlich, warum er nicht irgendwann einfach seinen Namen geändert hat, um nicht weiter mit einem Haufen drittklassiger Literatur in Verbindung gebracht zu werden. In Horst Mann zum Beispiel.

Fabian Lichter

Leider

Als Engländerin in Berlin bemerke ich, daß deutsche Kinder andauernd falsche Wörter benutzen. Ein Beispiel: Viele deutsche Kinder sagen, daß Kaninchen Hasis sind. Die deutschen Kinder laufen über den Bauernhof mit ihren deutschen Eltern, schauen sich Kaninchen an und rufen: »Ei gucke, Mama, ein süßer Hasi!« Die Eltern sagen dann leider nie: »Nein, du Idiot, das ist kein Hase, das ist ein Kaninchen, das ist eigentlich eine total andere Spezies von Tier! Hasen haben viel längere Ohren und leben über der Erde! Mach nie wieder diesen Fehler! Du Idiot!« Statt dessen sagen sie: »Ja, mein Schneckerchen, so ein süßer Hasie, mit süßen Hasenohren! So süß! Laß uns mal die Schweine anschauen …«

Jacinta Nandi

Portion Mut

Wenn ich schon frühmorgens, unmittelbar nach dem Aufstehen, am Aufreißen des Espresso-Portionstütchens scheitere, mich der für diesen Vorgang eigentlich gar nicht notwendigen Schere bedienen muß, dann fühle ich mich den Anforderungen des Lebens an sich nicht mehr gewachsen. Eine couragiertere Persönlichkeit hätte dieses Scheitern vielleicht in einen Triumph gewendet, wäre zum weltweiten Vorkämpfer gegen den Verpackungswahn und die Reinhaltung der Meere aufgestiegen. Aber wenn ich darüber nachdenke, fühle ich mich noch elender.

Burkhard Niehues

Kochtip eines Studenten

Es schmeckt gleich doppelt so gut, wenn es von Pfand bezahlt ist.

Karl Franz

Neulich in der U-Bahn

Einigermaßen verwundert ein paar Grundschüler das Wort »Paranoia« sagen hören. Dann panischer Gedanke: Sprechen die über mich?

Adrian Schulz

Mantras und Mudras

Beim Yoga geht es nicht um Vergleiche oder Leistung, es fördert Achtsamkeit, Demut und Hingabe. Also gut, durch die geschlossenen Augenlider wird schon geprüft, wie weit die Nachbarin bei der Vorwärtsbeuge kommt, wie lange die Streberin ganz vorne den Pflug halten kann. Am Ende der Stunde kann ich dann endlich punkten, bei der Tiefenentspannung ziehe ich sie alle ab.

Miriam Wurster

Von Wirtschaftsfachleuten

und Ökonomen vollkommen unbemerkt, scheiterte unlängst der Versuch eines mitteleuropäischen Staates, auf dem Weltmarkt für Textilien und Bekleidung Fuß zu fassen, mehr als kläglich. Es war Ungarn.

Achim Zweifel

Frühjahrsputz

Kürzlich machte ich mich daran, endlich mal meine ganzen Tabs zu schließen. Zu meiner Verwunderung stellte ich fest, daß ein Großteil der geöffneten Seiten gar nicht mehr existiert.

Teja Fischer

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Aber, »Bild«,

wo bleibt denn Deine Liebe zum blutrünstigen Detail? Bei Deiner Schlagzeile »Deutsche Fleischindustrie hackt auf Bill Gates rum«: da will man doch wissen, was schließlich draus geworden ist! Koteletts? Nackensteaks? Halb und halb?

Leg Dich gehackt! Titanic

 Als Sie, Tom Bartels,

Als Sie, Tom Bartels,

im Rahmen der Übertragung des Fußballspiels Mönchengladbach gegen Dortmund an den noch nicht lange zurückliegenden Winter erinnerten und die Worte aussprachen: »Witterungsbedingt lag auch hier Schnee«, haben wir diese Aussage zunächst reflexhaft als Bartels-gängiges gedankenloses Wortgestöber beiseitegefegt, dann aber, bei vorurteilsfreiem Nachdenken, erkannt, dass Sie natürlich nachgedacht hatten: Schließlich ist es angesichts von Kunstschnee, Kunsteis, Kunstrasen und anderen Erscheinungen des künstlichen Gegenwartssports durchaus richtig, dem Publikum zu erklären, dieses Mal habe es ausnahmsweise witterungsbedingt geschneit. Schnee von gestern? Na dann.

Guten Rutsch: Titanic

 Sie hingegen, Thomas de Maizière,

haben der FAS ein sehr, sehr langes Interview gegeben. Zusammen mit einem alten Spezi aus der Wirtschaft (»mächtigster Aufsichtsrat der Republik«) bramarbasierten Sie über »kluge Führung und die Einsamkeit der Macht«.

Erwartbar bullshittig ging es um »Teamfähigkeit«, »flache Hierarchien« und »sein volles Potential« nutzen. Aber auch darum, »sich nicht zu wichtig zu nehmen«, um »Selbstreflexion« und ein beachtliches »Der Chef ist immer der Chef. Da beißt die Maus keinen Faden ab« aus Ihrem Munde.

Die interessantesten Sätze in diesem mit interessanten Sätzen wahrlich nicht gesegneten Gespräch waren die, als Sie zu selbstreflexiver Hochform aufliefen. Bei der Frage nach Auswahlmechanismen für höhere Ämter fiel Ihnen ein: »Es kommt auf die Konstellation an: Man muss im richtigen Moment verfügbar sein, aus dem richtigen Landesverband kommen, die richtige Härte haben, die eigene Partei muss obendrein in einer Koalition das passende Ressort ergattern. Andererseits wird kein kluger Kanzler, keine kluge Kanzlerin irgendeinen Esel zum Minister machen.«

Sind Sie sich da ganz sicher?! Und warum ist Ihnen das gleich dreimal passiert?

In jeder Hinsicht ministrabel: Team Titanic

 Kurze Frage, »Taz«!

»Als er im Juli 2014 ankommt, spricht der Syrer Tarek Saad kaum Deutsch«, lesen wir in Deiner Online-Ausgabe. Und weiter: »Heute ist er deutscher Staatsangehöriger und überzeugter Sozialdemokrat.«

Sollte man, Taz, nicht vielleicht auch mal über Beispiele geglückter statt immer nur missglückter Integrationsbemühungen berichten?

Nur soʼn Gedanke von Titanic

 Je nun, Markus Feldenkirchen (»Spiegel«),

in einem als »Kolumne« bezeichneten Beitrag versichern Sie, dass Sie in den Siebzigerjahren »größtenteils noch nicht geboren« gewesen seien. Wir drücken Ihnen die Daumen, dass es Ihr Kopf wenigstens noch im Laufe unseres Jahrzehnts auf die Welt schafft.

Mit Mitgefühl für Ihre Mutter: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Klar getrennt

Anlässlich einer kulinarischen Facebook-Debatte über sog. »Weiße Nieren« bzw. »Prairie Oysters« bemerkt: Stierhoden, die es auf den Teller geschafft haben, sind nicht nur keineswegs »Innereien« – denk mal nach, Wikipedia! –, der Begriff ist insgesamt irreführend. »Ochsenhoden« muss es heißen. Ausnahme: Es hängt beim Essen noch der Stier dran.

Michael Ziegelwagner

 Gebongt

Mein Plan ist es, einen Roman zu schreiben, den man auch mit Kassenbons nachstellen könnte. Inspiriert wurde ich von meinem letzten Einkauf, und der Anfang steht auch schon:

Hass
DuDa
Gemüse-Auf
Dent
Ohren-?

Nun brüte ich zwischen Avocados und Ohrstöpseln nach Dusch-Das duftend bei einem Gemüse-Auflauf über dem zweiten Satz. Fortsetzung folgt nach dem Zähneputzen!

Tina (Arno Schmidt) Manske

 Die Zukunft der Arbeit

In der Schlange beim Bäcker schweifen die Augen zum lauten Schild: »Unser Service! Wir schneiden Ihr Brot für Sie!« In der Trägheit der verwarteten Zeit zerstreute Anagrammarbeit: Wir schneiden Sie für Ihr Brot – albern. Allerdings: Ihr Service für uns! Sie schneiden unser Brot – das wird noch kommen, auf jeden Fall.

Nis Jasper Nicolaisen

 Es war nicht alles gut

Als kleine Gruppe Enddreißiger mit DDR-Hintergrund diskutierten wir über die im Vergleich zu heute wahnwitzig scheinende Sorglosigkeit, mit der Eltern in dem untergegangenen Staat ihre Kinder großzogen. Beispielsweise sei es völlig normal gewesen, dass unsere Mütter, wenn sie kurz in die Fleischerei gingen, uns Babys samt Kinderwagen unbeaufsichtigt vor dem Laden stehen ließen – und hat’s uns geschadet?! Nun gut, wandte jemand in der Runde ein, er erinnere sich an die Geschichte eines bei solcher Gelegenheit gekidnappten Säuglings; worauf eine Freundin erzählte, dass auch sie und ihr Zwillingsbruder einmal Opfer einer versuchten Entführung geworden seien und die verwirrte Täterin erst Hunderte Meter vom Geschäft entfernt aufgegriffen wurde. Nach kurzem Schweigen waren wir uns dann aber doch einig, dass man es mit dem ständigen Behüten auch übertreiben könne!

Torsten Gaitzsch

 Bleaching Lounge

Professionelle Zahnreinigung frischt nebenbei auch das Gehirn auf. Durchhängende lange Leitungen straffen sich durch die Vibrationen, Kratzgeräusche schleifen die Synapsen blank. Ich kann anschließend schwierige mathematische Aufgaben lösen, Quittungen den Kontoauszügen zuordnen etc. Deshalb erwäge ich, mir ein kleines Dentallabor mit verstellbarem Sessel und einigen Geräten anzuschaffen, inklusive automatischem Desinfektionmittelzerstäuber. Dorthin begebe ich mich morgens nach dem Kaffee etwa für fünfzehn Minuten und lasse die Geräte walten. Danach bewältige ich den Alltag mit Verve. Ich denke, nach einem Jahr dürfte ich die Investition wieder raushaben.

Miriam Wurster

Vermischtes

Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURTorsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Thomas Gsella: "Von Aachen bis Zzwickau: Ihre Stadt im Schmähgedicht"
Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Max Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURStephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
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Das schreiben die anderen

  • 29.03.:

    Das Neue Deutschland befragt Ella Carina Werner u.a. zu ihrer neuen TITANIC-Kolumne.

  • 24.03.:

    Christian Y. Schmidt erinnert in Junge Welt an Hans Kantereit.

  • 08.03.:

    Die Frankfurter Rundschau hat in Frankfurt eine Open-Air-Performance der "Volksbühne Berlin" gesehen – alle Details zur Theater-Kooperation mit TITANIC in der bald erscheinenden Aprilausgabe.

     

  • 25.02.:

    Die Junge Welt bespricht Christian Y. Schmidts "Corona Updates Bejing".

  • 23.02.:

    Spiegel und Faz berichten über das Comeback von TITANIC im Google Play Store. Mit netzpolitik.org hat Moritz Hürtgen darüber gesprochen.

Titanic unterwegs
23.04.2021 Hannover, Pavillon Max Goldt
24.04.2021 Leer, Kulturspeicher Max Goldt
25.04.2021 Norden, VHS Max Goldt
26.04.2021 Oldenburg, Theater Laboratorium Max Goldt