Vom Fachmann für Kenner | Oktober 2015


Arme Frauen

Ich bin ein moderner Mann. Gender-Mainstreaming und so – ich weiß Bescheid! Deswegen ärgert es mich auch maßlos, wenn Frauen in gleicher Anstellung noch immer schlechter entlohnt werden als ihre männlichen Arbeitskollegen. Doppelt ungerecht, wo doch ein jeder weiß, daß die Dame an sich für Schuhe, Friseur, Boulevardzeitschriften, Süßkram, Schminke und Schmuck viel mehr Geld benötigt als der von Grund auf genügsamere Herr.

Calippo Schmutz

Neu in der Hofkonditorei

Hegemonchéri – die Praline für die herrschende Klasse.

Valentin Witt

Gag-Gag

Seit ich einen Zungenschaber benutze, ist mir klar, daß ich eine ganz schlechte Pornodarstellerin abgeben würde.

Torsten Gaitzsch

Lebensmittelskandal

Biodrinks in Plastikflaschen abzufüllen erscheint mir angesichts des Glaubenskrieges, der hierzulande um die richtige Form der Nahrungsmittelproduktion ausgefochten wird, geradezu PETätlos!

Burkhard Niehues

Kunstgeschichtliche Anekdoten (4)

Otto Dix als Kriegsgewinnler zu bezeichnen ist nicht allzu abwegig. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts surfte er auf der posttraumatischen Belastungswelle, die sich durchs Land zog, und machte mit entsprechenden Gemälden ein gutes Geschäft. Die Staffage für seine hastig dahingeworfenen Tableaux requirierte er gerne im eleganten Anzug beim Schlendern durch die Elendsviertel der Großstadt. Dix rief etwa beinamputierten Versehrten auf dem Rollbrett unter hämischem Gelächter zu: »He Krüppel, willst du mir Modell SITZEN?« Die Notleidenden sahen in der Aussicht auf eine warme Mahlzeit und ein Bier meistens über Dixens speziellen Sinn für Humor hinweg und folgten dieser unverschämten Einladung in sein Atelier.

Helge Möhn

Falsch verknüpft

Als ich unlängst am TV-Gerät vorüberschritt und aus einem Spot den Satz »Denn diese Kinder werden mit Windows 10 groß!« vernahm, dachte ich augenblicklich an die moralisch verzwickte Situation, in der sich Hilfsorganisationen seit jeher befinden, mit dem Elend der Menschen hausieren gehen zu müssen. Um jenen armen Teufeln dann durch die Unterstützung derjenigen helfen zu können, denen durch die drastische Schilderung solch schrecklicher Schicksale das Herz dann immerhin so weit erweicht wurde, daß diese sich zum kleinen, solidarischen Akt des Spendens berufen fühlen. War ja aber doch nur eine Microsoft-Werbung.

Fabian Lichter

Im Oktober

Beantwortung der Frage, für wen die »witzigen« Radio- und Fernsehbeiträge zum Thema Zeitumstellung eigentlich gemacht werden: für Jura-Studentinnen aus Köln. Eine solche muß sich nämlich von ihrem Kommilitonen erklären lassen, daß sie in der kommenden Nacht eine Stunde gewinnt. Weiteres Gesprächsthema: Das männliche Drittel der studentischen Reisegruppe im Regionalexpreß auf dem Weg nach Münster gibt bekannt, daß er, wenn er seine derzeitige Freundin heirate, nicht ihren Namen – Schneider – annehmen werde. Eine der Frauen bestätigt ihn in seiner Entscheidung, denn: »Damit kann man sich nicht von der Masse abheben.« Apropos Masse: Bei diesen jungen Vertretern unserer Elite wird für den Verwalter der geistigen Insolvenzmasse nicht viel zu holen sein, denkt ein in Hörweite sitzender, in Momenten der Weltmüdigkeit zum flauen Wortspiel neigender Fahrgast.

Eduard Harfst

Gleichberechtigungsdialektik

Frohgemut nahm ich die Kunde zur Kenntnis, daß der Trendkleidermacher »Abercrombie & Fitch« fortan nicht mehr ausschließlich braungebrannte, bauchmuskulöse Mitarbeiter im Surferlook beschäftige, sondern auch durchschnittlichen, weniger coolen Typen eine Jobchance biete. Ärgerlich stimmte mich indes, daß eine Filialmanagerin besagten Hauses mich kurz darauf beim Shoppen ansprach und mir eine Stelle anbot.

Cornelius Oettle

Gefangen im Netz

Manchmal verbringe ich mehrere schlaflose Nächte mit dem manischen Austausch von Nachrichten in diversen sozialen Netzwerken. Das ist ganz schön kräftezehrend, so daß ich teilweise nur ein Chatten meiner selbst bin.

Moses Wolff

Diebesgut:

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Sebastian Klug

Lifehack

Kürzlich zwang mich eine schmerzhafte Entzündung am Steißbein in die Hände meines Hausarztes. Obwohl er mich nur zu einem chirurgischen Kollegen überweisen konnte, hatte der Praxisbesuch doch ein Gutes: Ich fing mir im Wartezimmer einen Magen-Darm-Virus ein und machte die nützliche Erfahrung, daß es statt eines medizinischen Kissens notfalls auch die Klobrille tut.

Sebastian Sobota

Geile Scheiße

Der Junge liegt bäuchlings auf der Schaukel, gönnt sich mal eine halbe, mal eine ganze der Drehungen, die ihm die vier- oder fünfmal ineinandergeschwungenen Ketten gewähren. Die Mutter sitzt unweit auf einer Bank, kerzengerade wie eine mustergültige Benimmschülerin, die Hände auf den geschlossenen Knien, die vom Saum ihres blauen Kleides anständig verdeckt werden. Sie vereinigt drei Generationen in sich, wie es scheint: der Blick schwelgerisch-leer gleich einem frühpubertären Mädchen, das auf einen Prinzen wartet, der sie aus dieser leidigen Spielplatzwelt pflückt und mit ihr in ein noch näher zu bestimmendes Glück reitet; der Körper, trotz juveniler Zierlichkeit und einer Frisur, die in einer Zeit noch vor ihrer Jugend wohl mal »keß« genannt worden wäre, erkennbar der einer Enddreißigerin; das Verhalten aber das einer senilen Seniorin. »Ja«, sagt sie; »toll«, sagt sie; »schaukeln«, sagt sie – teilweise sogar passend zu dem, was ihr Sohn gerade macht oder als Reaktion fordert. Dieser wiederum, noch nicht im Grundschulalter, scheint daran gewöhnt und wirkt so, als fordere er die mütterlichen Aufmerksamkeitssimulationen nur an, weil es irgendwie auch seine Pflicht als Kind diesen Alters ist. An beiden vorbei läuft eine vierköpfige Familie, wie geschaffen für plumpe Unterschichtsverspottung. Eltern wie Kinder sind offensichtlich gleichgültig gegenüber ihrem Erscheinen (oder ist es eine Form von Geschmack, die sich nur ihnen erschließt?), ohne dabei sympathisch zu wirken. Quietschbunte Oberteile betonen unvorteilhaft genährte Leiber, kurze Hosen geben Beine frei, die in Sportschuhen enden, welche in wiederum anderen Farben schreien. Die beiden Söhne, im Hauptschulalter (um der blödsinnigen Spottlust endgültig zu erliegen), stürzen sich auf ein kleines dreisitziges Karussell, das man dreht, indem man sich an der runden Mittelplatte entlangzieht. »Geil!« ruft der eine Junge; »ja, geil!« ruft der andere; »der hat geil gesagt«, freut sich der Junge auf der Schaukel, desinteressiert an dem wilden Spielgerät, das sich vor ihm geräuschvoll aufzwirbelt, da er das Schauspiel im Stehen verfolgen muß. »Ja, geil«, sagt seine Mutter, die weiterhin höchstens mal ihren Kopf bewegt, um den Blick kurz aus der Leere zu holen und auf ihren Sohn zu justieren. Beide lachen sie. Die Mutter kürzer, sie muß zurück in die Lethargie. Derweil drehen sich die beiden großen Jungs immer schneller, grapschen nach der Platte, bis einer unter dem Hohngelächter des anderen fällt und laut »Scheiße« brüllt. »Scheiße«, wiederholt der kleine Junge nun außer sich vor Entzücken. »Scheiße«, wiederholt die Mutter lächelnd und ohne den Kopf zu drehen. Einige Momente begeistert sich der Kleine noch über das unerhörte Ereignis, dann ist die vulgäre Familie um die Ecke verschwunden. Bedächtig dreht er wieder die Schaukel auf. »Toll«, sagt seine Mutter, so leise, daß ich Zweifel habe, ob ihr Sohn sie hört.

Tim Wolff

Verschiedene Blickwinkel

Einerseits kann ich die von »Schande!« bis »Enterbung!« reichende Reaktion meiner Eltern nach meinem Geständnis, das Studium der Filmwissenschaft geschmissen zu haben und mich seitdem als Kameramann bei privaten Pornoproduktionen zu verdingen, verstehen. Andererseits ist meine jetzige Arbeit genau das, wozu sie mir zeitlebens geraten haben: ein Job mit Perspektiven.

Daniel Sibbe

Einladung

Im Ostseebad Prerow werde ich immer von einer geheimnisvollen Hochstimmung befallen. Sie entspringt dem Fahrradfahren auf holprigen, kilometerlangen Betonplattenwegen durch den märchenhaften Wald. Die leichten Gehirnerschütterungen im Takt der Plattenspalten führen zu euphorischer Naturbetrachtung und zwingen mich zu fotografieren. Ich habe deshalb im Laufe der Jahre eine ansehnliche Diasammlung von Baumstämmen in flirrendem Sonnenlicht angelegt. Auf Anfrage präsentiere ich sie Ihnen gerne.

Miriam Wurster

Fahrradventilkappen-Mafia!

Damit ist eigentlich alles gesagt.

Teja Fischer

Geständnis eines Werbemannes

Die Headline »Geniale Ideen sind oft sehr einfach« habe ich allein in den letzten vier Jahren an mindestens 14 verschiedene Kunden verkauft. Man sieht daran: Geniale Ideen sind oft sehr einfach.

Andreas Maier

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Waber, waber, Alard von Kittlitz!

Waber, waber, Alard von Kittlitz!

Eine geschlagene Seite plus Aufmacher spendierte Ihnen die »Zeit«, damit Sie in der Rubrik »Entdecken« die spannende Welt der Astrologie entdecken. »Wer glaubt denn so was?« hieß Ihr Texttrumm, für dessen Herstellung Sie sich erst von einer berufsmäßigen Gaunerin in die Sterne blicken ließen und danach als Ausgleich – wir sind ja schließlich bei der »Zeit« – einen Mann der Wissenschaft (»ein in Harvard studierter, ultragebildeter Hippie«) konsultierten.

Weil Sie mit Ihren geschätzt 25 Jahren zwar schon das Selbstverständnis eines abgeklärten Journalistendarstellers entwickelt, aber scheint’s noch nie vom Forer/Barnum-Effekt gehört haben, brachte Ihr persönliches Horoskop Sie an einigen Stellen dann doch zum Bauklötze Staunen. »Da stand also, in mir bestehe einerseits ein ›grenzauflösender Zug‹, der eine ›Auseinandersetzung möchte mit dem, was jenseits der Realität liegt‹. Gleichzeitig sei da aber auch ein Hang zum Skeptizismus … O ja.«

Ja, scheiß rein, Simsalard von Kittlitz! Einerseits, andererseits. Einerseits können wir uns so einiges vorstellen, andererseits nicht das, was Sie in den Oberzeilen zu Ihrer investigativen Sternstunde insinuierten: »Ich kann die Sorge nicht leugnen, künftig als der verspulte Eso-Trottel der Redaktion dazustehen.« Denn als Trottel dürften Sie dort schon seit langem dastehen.

Leider nicht jenseits von Ihrer Realität: Titanic

 Birgit Herden (»Welt online«),

Sie haben es wirklich gewagt, einen Text mit »Liegt doch Hoffnung in der Herdenimmunität?« zu titulieren? Stark. Aber: die haben wir schon. Titanic

 Schau bzw. hör an, »Radio Wuppertal«!

Vor dem Wuppertaler Landgericht stand im August eine Dealerin, die Heroin von einer Bande aus den Niederlanden bezogen hatte. Und jetzt kommt’s: »Sie soll das Heroin dann in Wuppertal mit größerem Profit weiterverkauft haben.«

Es ist wirklich schlimm, wie sich heutzutage alles nur noch ums Geld dreht. Wo bleibt das Menschliche?

Für mehr Ehrenamt im Drogenhandel: Titanic

 Wow, Womanizer Friedrich Merz!

Im Taz-Interview auf Ihre fehlende Beliebtheit angesprochen, parierten Sie großartig: »Schauen Sie sich mal an, wie viel Zustimmung ich von Frauen jeden Alters über die sozialen Netzwerke bekomme. Da gibt es zum Beispiel ›Wir Frauen für Friedrich Merz‹, eine von mir nicht beeinflusste, breit angelegte Initiative. Für keinen der beiden anderen Bewerber gibt es etwas Vergleichbares. Und ich freue mich natürlich sehr darüber.«

Klar, welcher Belami wäre da nicht sackstolz? Gemeint war jene Fotoaktion auf Facebook, bei der knapp 200 Frauen (nicht wenige davon Ortsvorsitzende Ihrer Partei) mit Dackel unterm Arm, im Dirndl oder mit irrem Lächeln abgelichtet sind, im je beigefügten Lobhudel-Zitat Sie als »starken Mann« – nicht des 20. Jahrhunderts, sondern »der Stunde« – preisen, Ihr, prust, »Charisma« rühmen und beteuern, Sie seien derjenige Kandidat, der die CDU ins »nächste Jahrzehnt führen« könne – und das, bei aller Kritik und Antipathie, das schaffen rein kalendarisch sogar Sie.

Ihre Frauen und Männer für Norbert Röttgen (gerechterweise) von Titanic

 Schokierend, Schokoladenfabrik Lindt & Sprüngli,

was wir auf »Focus online« über Dich lasen: »Die Bewohner von Olten zwischen Zürich und Basel dürften nicht schlecht gestaunt haben, als es vergangenen Freitag begann, Kakaopulver zu schneien. Grund dafür war das Versagen eines Lüftungssystems der örtlichen Schokoladenfabrik von Lindt & Sprüngli.«

Man hört derzeit ja allerorts von seltsamen Wetterkapriolen, aber Kakao-Schauer sind selbst in unserer Klimakrisen-Welt ungewöhnlich. Die aufgetischte Erklärung vom defekten Lüftungssytem schlucken wir allerdings nicht. Sei ehrlich, Lindt & Sprüngli: War das nicht ein verzweifelter Versuch Deiner Oompa Loompas, irgendwie auf ihre Gefangenschaft als Arbeitssklaven aufmerksam zu machen? Oder war es einfach ein ausgeklügelter Werbegag? Sollte Letzteres der Fall sein, hier ein kleiner Tipp: Gratis Schokolade auf eine ganze Stadt schneien zu lassen ist prinzipiell eine süße Idee, nur halt nicht im Hochsommer …

Wissen Deine Werbe-Willy-Wonkas auf der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Ein Gleichnis

Vier Blinde stehen um einen Elefanten herum und untersuchen ihn, um herauszufinden, worum es sich handelt. Derjenige, der den Rüssel zu greifen bekommt, erklärt: »Es muss ein lebendiger Gartenschlauch sein.« Ein anderer – er streicht über die Flanke des Dickhäuters – spricht: »Nee, das ist ein Elefant«, tastet sich nach oben und ergänzt: »Jepp, hier ist das charakteristische Ohr. Ganz klar, ein Elefant.« Der Dritte befühlt einen Stoßzahn und schlussfolgert: »Elfenbein. Der Fall ist gelöst. Man muss schon sehr dumm sein, um an einen Gartenschlauch oder etwas anderes zu denken …« Der Vierte meldet sich zu Wort: »Moment! Um ganz sicher zu gehen, sollten wir noch den Penis des Tieres anfassen. Los, macht alle mit!« Die vier Blinden nähern sich dem gigantischen Glied und vollführen daran rhythmische Auf- und Abbewegungen.

Da öffnet sich die Stalltür, und der Besitzer des Elefanten kommt herein: »Was geht hier vor? Bei Ganesha, was MACHEN Sie denn da?!«

Werbeeinblendung: »Schützen Sie Ihre Arbeitselefanten! Mit Mahut Security Systems. Für alle Stallarten. Denn die Welt ist voller Perverser.«

Torsten Gaitzsch

 Das Beste kommt zum Schluss

Die gesamte Tragik der Endlichkeit des Lebens wurde wohl selten so schön zusammengefasst wie in diesem Satz, den ich zufällig bei einem Friedhofsbesuch aufschnappte: »Es ist so schade, dass Opa nicht erleben konnte, wie schön sein Grab geworden ist.«

Jürgen Miedl

 Tipp für Tierfreunde

Merke: Wer ein Herz für Spinnen hat, sauge nach dem Achtbeiner auch noch einen Sechsbeiner als Proviant mit dem Staubsauger auf.

Katharina Greve

 Kompatibilitätsprobleme

Kritik am Schweinesystem ist richtig und wichtig. Ebenso wichtig ist die #metoo-Debatte. Ich habe aber Probleme, beide unter einen Hut zu bekommen. Alles hängt doch an dieser Frage: Darf man das System ficken, wenn das System Nein gesagt hat?

Tilman Birr

 Hoppla

Dass sich vieles mit dem Alter ändert, damit habe ich gerechnet. Aber wie vieles sich nicht ändert, das war eine Überraschung.

Teja Fischer

Vermischtes

Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURTorsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHeiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 09.09.:

    Die "Abendzeitung" interviewt Rudi Hurzlmeier.

     

  • 04.09.:

    Ella Carina Werner klärt in der "Taz" über den Alterskult im westlichen Sumatra auf.

  • 03.09.:

    Moritz Hürtgen spricht mit ZDFheute über Satire nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo".

  • 02.09.:

    Über eine Regenlesung der TITANIC BoyGroup berichtet die FAZ.

     

  • 19.08.:

    Oliver Maria Schmitt war für die FAZ auf großer Büßer-, Pilger- und Fürbittfahrt für alle Pest- und Seuchenopfer.

Titanic unterwegs
01.10.2020 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hauck & Bauer: Cartoons« Eröffnung mit A. Engelke
01.11.2020 Fürstenfeldbruck, Kunsthaus Rudi Hurzlmeier: »Malerei«
08.11.2020 Kassel, Caricatura-Galerie »Unkraut vergeht nicht – Garten-Cartoons«
07.03.2021 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hauck & Bauer: Cartoons«