Vom Fachmann für Kenner | Juli 2015


Akademikerlatein

Betreten meine Wissenschaftskollegen neues Forschungsterrain, sprechen sie von einer »Pilotstudie« oder gar vom »pilotieren« – das Wesentliche sollte bekanntlich im Verb ausgedrückt werden. So oft, wie sie jedoch ihre zu testenden Versuchsparadigmen gegen die Wand fahren, sollten sie lieber von »chauffieren« sprechen. Zumal sie anschließend gerne aus der Haut fahren, will sagen: sich echauffieren.

Michael Höfler

Nicht therapieren!

Neulich hat es sich zum ersten Mal gelohnt, daß ich beim Auspacken von Briefumschlägen immer dreimal nachschaue, ob ich auch wirklich alles rausgefischt habe. Da war ein Blatt Papier am Klebestreifen hängengeblieben und wäre fast übersehen worden. Nur weil du neurotisch bist, heißt das nämlich noch lange nicht, daß es keinen Grund zur Hysterie gibt!

Tina Manske

Soll ’n das?!

Um mir die Aufenthalte im heimischen Café halbwegs erträglich zu gestalten, stelle ich mir gern vor, alle anderen mir unbekannten Anwesenden seien hochintelligente Wissenschaftler, Mediziner, Nobelpreisträger, Literaten und Intellektuelle. An manchen Nachmittagen gelingt den Anwesenden diese Täuschung derart überzeugend, daß ich empört aufspringe und schimpfend das Café verlasse: Ja, haben die denn alle nichts Besseres zu tun?!

Peter P. Neuhaus

Lebensglückhilfe

Um essentielle Aufgaben nicht zu vergessen, lege ich ab und an in der Notiz-App meines Taschentelefons eine »To-Do-Liste« an. Wochen später, wenn ich jene Applikation erneut aufrufe, um weitere äußerst wichtige Vorhaben einzutragen, evoziert das Wiederentdecken der älteren, vergessenen und längst verstrichenen Termine ein wohliges Gefühl: Es ging also auch ohne. Es wird ohne weitergehen.

Cornelius Oettle

Kopflasten

Ständig diese unverschämten Vorurteile, die besagen, als Autor sei man automatisch verkopft und habe angeblich auch noch einen übertriebenen Hang zur Schwermut. Das zieht mich jedes Mal so runter, da muß ich dann immer erst mal in Ruhe darüber nachdenken.

Fabian Lichter

Spott und Hohn

Ich muß es mir wohl eingestehen. Der Kapitalismus hat gesiegt. Die Konzerne regieren die Welt, überwachen unser Leben. Das für sich ist schon keine schöne Nachricht, aber müssen sie es mir auch noch unter die Nase reiben? Muß mein Smartphone das berühmte Marx-Zitat wirklich zu »Proletarier aller Länder, verneigt euch« korrigieren?

Ernst Jordan

Stückwerk

Ich habe neulich einen stotternden Freund gefragt, ob in seiner Familie alle stottern. Er antwortete: »Sa…sage… gen w… wir ma… mal so, ich ko… komme a… aus ei… einer Patchwordfamilie.«

Uwe Geishendorf

… aber!

Vorweg: Ich bin nicht rassistisch! Jeder Zeitgenosse ist mir gleich lieb, unbesehen von Herkunft, Aussehen, Sprache oder noch so exotischen Gewohnheiten. Neulich im Bus zwängte sich zum Beispiel so ein Korpulenter auf den Sitzplatz neben mir, obwohl in den Reihen hinter uns alles frei war. Nun, dachte ich bei mir, schaut halt auch gern durch die große Scheibe oder ist das aus seiner Heimat so gewohnt. Allein Bus fahren in einer Metropole hat ja doch mitunter etwas Beängstigendes. Störte ja auch nicht weiter; der mehr Breite als Große bemühte sich auch, mich nicht mehr als nötig zu bedrängen. Und das, obschon er sich unablässig mit beiden Händen laut rasselnd über Stirn und Gesicht strich, hernach den Kopf heftig schüttelte, um dann erst seine Handflächen und anschließend die Finger eingehend zu betrachten. Einmal, dreimal, unablässig. In dieser Abfolge; schaben, schütteln, inspizieren. Wird wohl ein Tic sein, der ihn sicher mehr stört als mich, oder gar ein mir unbekanntes Gebetsritual. Ich bin ja so unwissend in dieser Richtung, kam daher nicht umhin, den Trumm von einem Kerl, der mir da auf die Pelle rückte, verstohlen und neugierig auf weitere Absonderlichkeiten hin zu erforschen. Alles, soweit sichtbar, erschien mir normal, nichts bot einen ungewöhnlichen oder gar verstörenden Anblick – bis auf die Fingernägel. Ich will ja nicht schlecht von meinen Mitmenschen denken, aber: die waren wirklich schwarz.

Maik Hölzel

Sternstunden des Irrens

Seitdem ich erfahren habe, daß es sich bei Morgenstern und Abendstern um denselben Himmelskörper handelt, verwechsle ich letzteren ständig mit Ringelnatz.

Isabelle Aimer

Kunstgeschichtliche Anekdoten

In seiner Eigenwerbung pries sich Girolamo Frescobaldi (1583 bis 1643) mit einem wirklich saublöden Wortspiel um seinen Nachnamen als Künstler an, der in der Lage sei, Wand- und Deckengemälde unverzüglich anzufertigen. Doch auch nach Online-Überweisung des geforderten Honorares erhielten die enttäuschten Kunden nach frühestens sechs Monaten lediglich eine Partitur eher mittelmäßiger Frühbarockmusik, mit der Aufforderung des Schelms, sich diese gegebenenfalls an die Wand zu tapezieren. Frescobaldi reüssierte daher nie richtig als Maler und ist bis zum heutigen Tage als Komponist verschrien.

Helge Möhn

Sucht und Ordnung

»Typisch deutsch!« schoß es mir durch den Kopf, als ich an der Bushaltestelle in den welken Fingern einer alten Frau eine blecherne »Fishermans Friend«-Dose erblickte, genutzt zur Aufbewahrung ihrer Zigaretten und folgsam beklebt mit dem ausgeschnittenen EU-Warnhinweis, wonach Rauchen die Gesundheit gefährdet.

Susanne Feldt

Metaphysisches, allzu Metaphysisches

Was mich mit zunehmenden Alter – und damit auch zunehmender Anzahl von Verstorbenen im Bekanntenkreis – an der Vorstellung eines Weiterlebens nach dem Tod am meisten stört, ist der Umstand, daß die Toten einen wahrscheinlich aus dem Jenseits beim Wichsen beobachten können.

Christian Y. Schmidt

Lebensziele

Die Möglichkeiten sind ungezählt. Sollte ich alles daran setzen, geringfügig älter zu werden als James Dean? Mich noch maßloser der Völlerei hingeben als Gandhi? Deutlich weniger Schaden anrichten als Hitler? Ehrgeiziger sein als der Typ, der neulich beim Kiosk vorne am Eck anfragte, ob die eine Aushilfe bräuchten, am besten an Samstagnachmittagen, damit er ausschlafen könne; der, als die Frau hinter der Ladentheke sagte, sie wisse nicht, aber erkundige sich bei Gelegenheit beim Inhaber, abwinkte und meinte, er wolle doch keine Umstände machen, so wichtig sei die Sache auch nicht – kurz: Das schaut mir doch nach einem recht vernünftigen Plan aus.

Theobald Fuchs

Nationalgedanke

Denk ich an Deutschland in der Nacht
muß ich einen wirklich seltsamen Abend verbracht haben.

Tim Wolff

Gedankengulasch

An einem sonnigen Tag im Spätsommer setzte ich mich an meinen Schreibtisch, um einen Witz für einen Cartoon-Wettbewerb zu zeichnen, dessen Einsendeschluß ein halbes Jahr vor Bekanntgabe der Gewinner lag. Als ich meine Idee skizzierte, in der ein junger Syrer bei »Wetten, daß…?« eine gute von einer bösen Bombe allein durch Betrachten der durch sie entstandenen Trümmer unterscheiden will, kam mir plötzlich dieser Gedanke: Hoffentlich ist dann da unten überhaupt noch Krieg, wenn die Jury den Cartoon sieht. Schockiert grübelte ich lange, wie mir nur so etwas Abartiges durch den Kopf gehen konnte. Nach ein paar Tagen entschied ich mich dann doch, den Cartoon noch schnell zu zeichnen. Und wie es der Zufall wollte: Als die Jury Anfang dieses Jahres schließlich tagte, gab es da unten tatsächlich noch Krieg. Nur hier kein »Wetten, daß…?« mehr.

Teja Fischer

Heisenberg am Tresen

Ich weiß zwar noch, wo ich getrunken habe, aber nicht mehr, wie schnell.

Karsten Wollny

Heitere Supermarktverleumdung

Bei Rewe gibt es einen Schokoaufstrich namens »Dunkles Geheimnis«. Das dunkle Geheimnis besteht darin, daß die dafür verwendeten Kakaobohnen besonders unfair gehandelt werden.

Torsten Gaitzsch

Smalltalk-Handwerk

Gelernt ist gelernt. Wie etwa, wenn meine Friseurmeisterin einer Kundin auf die Aussage »Daß es im Süden immer warm ist, ist auch nur ein Klischee!« dieses erwidert: »Stimmt, bei den heutigen Zeiten.«

Jan Küthe

Eine Frage des Stils

Lange habe ich zu ergründen versucht, warum es bisher noch keine Frau länger als bis zum nächsten Morgen bei mir ausgehalten hat. Nachdem ich – 1,88 m, durchtrainiert und gut situiert – als passionierter Hobbykoch, verständnisvoller Zuhörer und eloquenter Gesprächspartner mit vielseitigen kulturellen Interessen, als ebenso einfühlsamer wie ausdauernder Liebhaber und treuer Begleiter in allen Lebenslagen mittlerweile ausschließe, daß es an mir selbst liegt, kann als Ursache nur noch eines in Betracht kommen: die Abtörnfarbe an meinen Wänden.

Daniel Sibbe

Schockdiagnose

Von Minute zu Minute fiel mir das Atmen durch die Nase schwerer. War eine Erkältung im Anflug? Sollte ich das erste Mal in meinem Leben Heuschnupfen haben? Kurze Zeit später dann aber die Erleichterung: Meine Brille war lediglich nach unten gerutscht.

Vivien Tharun

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Und dass Sie, Ernst Paul Dörfler,

meinen, ein Buch auf den Markt bringen zu müssen, das da betitelt ist »Aufs Land«, finden Sie das nicht, unter uns gesagt, ein wenig: platt?

Fragen die Städter von Titanic

 Ganz ruhig, Heckler & Koch,

denn unser erster Gedanke, als wir im Redaktionsnetzwerk Deutschland die Schlagzeile »Patentstreit um neues Sturmgewehr: Heckler & Koch zieht vor Gericht« lasen, war: Hoffentlich nicht besagtes Sturmgewehr! Vor allem, weil es im Text weiter hieß: »Die US-Firma Magpul und Heckler & Koch treffen sich … im Düsseldorfer Landgericht.«

Findet so was zum Schießen: das mit krachenden Pointen geladene Magazin Titanic

 Wirtschaftsjournalist Philipp Krohn!

Es sei, dozieren Sie in einem FAZ-Kommentar, »von Vorteil, wenn der Wähler in einer Wahl ein breites Angebot hat. Stehen alle Parteien für dieselben Ideen, fehlt der Wettbewerb, sie zu schärfen.«

Das ist hübsch neoliberal überlegt. Allerdings trifft genau das Gegenteil zu: Erst wenn alle Parteien für dasselbe wären, müssten sie ihre Ideen »schärfen«, um sich voneinander abzuheben. So reicht ein Blick aufs nächstbeste Plakat, um sie alle für unwählbar zu halten.

Eh konkurrenzlos: Titanic

 Universitätsstadt Göttingen,

Universitätsstadt Göttingen,

natürlich: Deine wissenschaftlichen Errungenschaften sind unbestritten, die Liste Deiner Nobelpreisträger ist lang. Planck und Gauß liegen auf Deinen Friedhöfen. Wir kennen die Geschichten. Aber mal ehrlich: So viel Aufmerksamkeit wie letztens, als der an einer Riesenschildkröte erstickte Wels im Kiessee entdeckt wurde, hast Du seit einer halben Ewigkeit nicht bekommen. Deshalb solltest Du die Umbenennung in »Welsstadt Göttingen« zumindest in Erwägung ziehen. Alles andere wäre doch ziemlich undankbar.

Meinen die Welsbürger von Titanic

 Scheidender Innenminister Seehofer!

Angesichts der trotz Pandemie gut besuchten Stadien während der Fußball-EM haben Sie die Uefa kritisiert und schlussfolgerten: »Ich habe da ein bisschen den Verdacht, dass es um Kommerz geht.« Am selben Tag lasen wir in einem Tweet Ihres Innenministeriums: »BM Seehofer hat vereinsrechtliche Ermittlungsmaßnahmen gegen die Rockergruppierung ›Bandidos MC Federation West Central‹ angeordnet. Es besteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufen.«

Sind Sie angesichts dieser mutigen Verdächtigungen sicher, dass ein Mann mit Ihrem Scharfsinn sich aus der Politik zurückziehen sollte, Sherlock Horst?

Fragen die Verdachtsfälle von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Logisch

Wie nennt man es, wenn die am häufigsten gestellten Fragen zu einem Sachverhalt an zentraler Stelle beantwortet sind? – Das Themengebiet wurde weitgehend FAQiert.

Tina Manske

 G’schichtsstund’n

Ja mei, hört’s halt zu, ihr Hundskrüppel! D’ Junge Union wurd’ bereits 1947 gegründet, auch hier bei uns in Bayern. Die Sach’n ist aber die – des wissen heutzutag’ nur die wenigsten! –, dass die »JU« im Freistaat zwischenzeitlich einmal anders hieß, und zwar von Anfang der 60er bis in die frühen 70er Jahre. Als Franz Josef Strauß selig nämlich 1961 endlich zum Vorsitzenden der Christsozialen g’wählt war, nannten sich die jungen CSUler fortan nur noch »Franz Josef Boys«. Erst ein Jahrzehnt später wurde diese Umbenennung wieder z’rückg’nommen, nämlich aus diesen beiden Gründen: Erstens wollt’ man nicht in Verbindung g’setzt werden mit dem damals aufstrebenden Düsseldorfer Kunstverbrecher Joseph Beuys. Und zwoatens sahen sich d’ »Franz Josef Boys« durch die umstrittene Einführung des bayerischen Frauenwahlrechts im Jahr 1968 gezwungen, auch Weiber, also quasi »Girls« mitmachen zu lassen. So endete auch dieses rühmliche Kapitel bayerischer Geschichte, gell?

Moritz Hürtgen

 Hat der

eigene Zynismus schon eine pathologische Stufe erreicht, wenn man im Tagesschau-Corona-Liveblog erst die Meldung liest: »UN: Zahl der Hungernden ist in der Pandemie gestiegen«, dann direkt darunter: »Gastgewerbe leidet nach Lockdown unter Personalmangel« und als Reaktion auf beides denkt: »Kein Wunder«?

Andreas Braune

 Geladen

Während eines nächtlichen Sommergewitters gerieten meine Freundin und ich unlängst in der Fensterfrage aneinander. Sie habe Angst vor Kugelblitzen, sagte sie, hätte es daher gerne geschlossen, ich hingegen, entgegnete ich, hätte zwar generell Verständnis für irrationale Ängste, aber doch nicht bei Treibhaustemperaturen im Zimmer. Nach einigem Hin und Her war sie dann schließlich doch von der Unsinnigkeit ihrer Angst überzeugt. Bei all der negativen Energie, die ich ausstrahlte, sagte sie, sei es schon sehr unwahrscheinlich, dass sich ein Blitz ausgerechnet in meiner Nähe entladen würde. Geht doch.

Fabian Lichter

 Wir Kinder vom Bahnhof ZOB

Im Rahmen der Bundesinitiative für gleichwertige Lebensverhältnisse soll auch in Filmförderung in strukturschwachen Regionen investiert werden. Erstes Projekt: ein weiteres Remake des Klassikers »Wir Kinder vom Bahnhof Zoo«, das diesmal jedoch die Jugend-Drogenszene in ländlichen Gebieten thematisieren soll. Titel siehe oben.

Julia Mateus

Vermischtes

Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURGerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 22.07.:

    In der Taz nimmt Stefan Gärtner Abschied von Mitte.

  • 16.07.:

    Moritz Hürtgen schreibt in der Taz über Entpolitisierung durch Hypnose.

  • 02.07.:

    Die Volksstimme fasst zusammen, was ein TITANIC-Titel in Michael Wendlers Kopf auslöste.

  • 30.06.:

    Im Spiegel-Interview (hinter der Bezahlschranke) lobt Otto Waalkes die TITANIC.

  • 29.06.:

    Zum 15. Todestag Robert Gernhardts widmet NDR Kultur dem TITANIC-Mitbegründer ein Audio-Feature.

Titanic unterwegs
30.07.2021 Potsdam, Freiland Thomas Gsella
30.07.2021 Heilbronn, Literaturhaus Oliver Maria Schmitt
31.07.2021 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella und Pit Knorr
01.08.2021 Frankfurt, Jahrhunderthalle Sommerwiese Das große TITANIC-Sommerfest