Vom Fachmann für Kenner | Juni 2014


Unnütz

Neulich habe ich zum ersten Mal versucht, meine Einschlafschwierigkeiten mit einem von einer Bekannten empfohlenen »Einschlaftee« zu bekämpfen. Dieser schmeckte zu meiner Überraschung sogar recht gut, und er machte mich tatsächlich müde, also nichts wie ab ins Bett! Der Haken: Wie zum Teufel soll man bitte schlafen können, wenn man vom Teegenuß dann ständig aufs Klo muß?

Thomas Neubauer

Die Wände haben Ohren

Die Räume in meiner neuen Wohnung sind so schlecht isoliert, daß ich, ob ich will oder nicht, immer weiß, welchen Radiosender die Nachbarn gerade hören, wann sie Sex haben, wer zu Besuch ist und so weiter. Ich schätze, ich hätte nicht ins Horchparterre ziehen dürfen.

Frederik Moche

Mein größter Wunsch

Ich wär so gern ein Gsella-Vers,
den du, mein Liebling, liest.
Der Gsella-Vers, der wär ich gern,
vor dem du niederkniest.

Ach, wär ich doch ein Gsella-Vers,
der dich betört, entzückt,
dem du gleich tausend Küsse schenkst,
weil er dich so beglückt.

Ein Gsella-Vers, nur einmal sein,
was würd ich dafür tun!
Nackt läsest du mich jede Nacht,
ich dürfte bei dir ruh’n.

Moritz Hürtgen

Lebensabschnitt

Mein Kumpel Bernd ist von Bier auf Wein umgestiegen. Er meint, er sei jetzt in den Stoffwechseljahren.

Uwe Geishendorf

Lang und schmutzig

Zugegeben, das Bäuerchen »Minsk« entlockte mir ein Schmunzeln, aber sonst fand ich die Idee, spät nachts in der Kneipe »Hauptstädterülpsen« zu spielen extrem nervig und bescheuert, denn ein langgezogenes »Rooom« konnte mich genausowenig amüsieren wie ein baßlastig aufgestoßenes »Ulan Bator«. Weil mich auch ein recht wohl artikulierter »Antananarivo«-Rülpser nicht überzeugte, wollte ich den Kreis der Bekannten gerade verlassen, als ein altgedienter Asienkenner an unseren Tisch kam und, nachdem er eingeweiht worden war, begann, fünfzehn Minuten lang Luft zu schlucken, um dann mit ungeheuerlichem Lungenvolumen in einem Zug den thailändischen Originalnamen von Bangkok in den Schankraum zu röhren: Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit. Nachhaltig beeindruckt blieb ich doch noch ein Weilchen.

Karsten Wollny

Geschmackssache

Manche Menschen essen, weil es ihnen schmeckt, manche, um ihre Körperfunktionen zu erhalten. Für letztere gibt es den Vital-Salat, für erstere müßte es eigentlich auch einen Letal-Salat geben: Etwas, das so gut schmeckt, daß man dafür zu sterben bereit ist.

Tibor Rácskai

Liegt denen in den Genen

Mich erstaunt immer wieder, daß es stets und ausnahmslos die allerdümmsten Menschen sind, die die These von der hauptsächlich angeborenen Intelligenz unterstützen und sogar lauthals bejubeln. Ob die das wohl von ihren Eltern geerbt haben?

Mark-Stefan Tietze

Der Top-Hit vom Trachtenfest

»Und immer wieder / sind es dieselben Mieder, / die sich anfühlen, / als würde die Zeit stillstehen.«

Valentin Witt

Verloren im Synonymdschungel Afghanistans

Bei einem Afghanen handelt es sich um einen Menschen aus Afghanistan oder um einen Hund mit langem Fell. Schwarzer Afghane wiederum bezeichnet entweder einen Menschen aus Afghanistan mit schwarzer Hautfarbe, einen Hund mit langem schwarzen Fell oder ein berühmt- berüchtigtes Cannabisprodukt. Zu erklären, was die Schlagzeile »Schwarzer Afghane von schwarzem Afghanen verspeist« alles bedeuten könnte, sprengte jedoch den Rahmen dieser Rubrik.

Benjamin Bäder

Loyal mit dem schwachen Geschlecht

Um das männliche Geschlecht dabei zu unterstützen, aus seiner Identitätskrise herauszukommen, weil es ja Männer heutzutage nicht mehr so leicht haben und überhaupt schwer unterdrückt werden von der Gesellschaft, habe ich mir heute wieder besonders Mühe gegeben: Ich habe extra viel gequatscht (über Nagellack, Frauenfernsehen, Latte macchiato), meine mütterlich-warmherzige Seite ausgelebt, süße Karten mit Häschen drauf geschrieben, Verständnis für die Probleme des Postboten gezeigt, dann aber bei meinem Mann eine Runde vom Feinsten rumgezickt und zum krönenden Abschluß noch versucht einzuparken. Und so schlecht war ich noch nie: Vier Versuche in Parklücke eins, dann nochmal drei in Parklücke zwei, in der mein Wagen jetzt steht, aber lächerlich schief, und das bei mehr als ausreichendem Platz. Ich hoffe, die Herrschaften wissen meine Bemühungen zu würdigen.

Christina Hahn

#Dystopie

Wenn unsere jungen Menschen, deren Hirne ja jetzt schon kaum mehr zu gebrauchen sind, dem verderblichen Einfluß der neuen Medien trotz Schirrmachers Warnschreien weiterhin ausgesetzt bleiben, all dem langzeitgedächtniszerstörenden Wisch und Weg auf Winzbildschirmchen, dem Teufelswerk namens Spotify, Tumblr, YouSpace, Myporn und »Tweed« (Schirrmacher), dann gehen – hallo! Aufpassen, Kids! Jetzt mal kurz keine Freundschaftsanfragen beantworten, sondern konzentriert weiterlesen! Also: …dann gehen die Pointen in den beliebten Klassenzimmer-»Kindermund«-Büchern ab ca. 2050 ca. so: »… komponierte Alban Berg nach dem berühmten Stück von Georg Büchner seine Zwölftonoper ›Whatsapp‹!«, »Und dann Cäsar so: Auch du, mein Sohn Bluetooth?«, »… begann der unaufhaltsame Siegeszug der Navis unter Adolf Twitter…«. Wobei mir grad einfällt, daß es 2050 natürlich keine Bücher mehr gibt. Die Zitate der Schüler werden per Siri-Spracherkennung aufgezeichnet, verschriftlicht und direkt aufs Kindle geladen. Was rauskommt, ist ein Kindermund-Kindle. Aber das ist mir selbst im Witz zu, äh: kindisch. So, ich versenke mich jetzt wieder in meinen Ohrenbackensessel und in meine seriöse FAZ!

Michael Ziegelwagner

Es gibt keine Zeugen

Daß vor jedem »Tatort« darauf hingewiesen wird, daß die nun folgende Sendung für Blinde und Sehbehinderte im Zweikanalton ausgestrahlt wird, finde ich äußerst lobenswert und im Sinne einer angestrebten Minderung von Verständnisbarrieren wirklich gut! Sind aber – andererseits – nicht sowieso alle Seher des »Tatort« entweder blind oder sehbehindert?

Sebastian Klug

Positive Psychologie

Jahrelang hatte ich am Morgen nach einem Rausch bei schlechter Stimmung alle Fröhlichkeit und Frivolitäten vom Vorabend vergessen. Dann habe ich von Psychologen gelernt, was »affektives Priming« ist: nämlich, daß Erinnerungen wiederkommen, sobald man in die gleiche Stimmung gelangt. Sogleich ausprobiert und siehe da: beim nächsten Rausch waren Fröhlichkeit und Frivolitäten wieder da.

Michael Höfler

Undenklich

Bis hierher und keinen Zentimeter weiter: Das dachte ich, als ich durch den Drogeriemarkt schlenderte und mir vorstellte, die Vorhaut des männlichen Menschenpenis würde permanent nach- und weiterwachsen wie Haare, Fuß- und Fingernägel. Deshalb müßten hier im Geschäft für Deo, Schminke und mehr dann junge Männer verlegen und verschämt um die Körperpflegeecke schleichen, auf der Suche nach speziellen Vorhaut-Scheren und Knipsern – genau an dieser Stelle verbot ich meiner Phantasie, noch einen einzigen Schritt weiter zu gehen. Keinen Millimeter sozusagen… Mist! Schon ist’s passiert!

Theobald Fuchs

Nachtunruhe

Manchmal träume ich, ich stünde nackt auf einer Blumenwiese in einem idyllischen Bob Ross-Bild. Und das letzte, was ich höre, ist: »Oh, he’s just a happy little accident!«

Teja Fischer

Der nächste Schritt

Immer jüngere Mädchen achten heutzutage bereits stark auf ihr äußeres Erscheinungsbild, schießen unzählige Bilder von sich und bearbeiten diese dann nach, um Unvollkommenheiten auszumerzen. Meine Tochter wollte kürzlich sogar alte, aber bereits digitale Kinderfotos am Computer optimieren, um sie dann ohne Makel auf Facebook zu veröffentlichen. Da ein Trend erst stirbt, wenn er bis zum Maximum ausgereizt wurde, muß der nächste logische Schritt eigentlich die Retusche von Ultraschallbildern Ungeborener im Mutterleib sein. Auch wenn ich hoffe, daß es nicht soweit kommt, einen Namen habe ich dafür schon: Fötoshop.

Ernst Jordan

Tomaten auf den Ohren

Wir warten an einer Straßenecke auf den Dritten im Bunde und beobachten einen dieser hier üblichen Geschäftstypen, der artgerecht geschäftig, laut und ungeniert in sein Mobiltelefon spricht. »… hahahaaaa, frische Tomaten!« hören wir noch, dann ist der Mann um die Ecke verschwunden. Fragend blicken wir uns an: Was könnte diese Kombination aus amüsiertem Ausruf und den Wörtern »frische« und »Tomaten« ausgelöst haben? Was mag die Person am anderen Apparat gesagt haben? War es Spott über die kulinarischen Künste eines Verwandten? »Opa macht mal wieder seine berühmte Bolognese, mit frischen Tomaten.« – »… hahahaaaa, frische Tomaten!« War es ein Fehlkauf? »Weißt du, wonach mein neues Raumspray duftet? Frische Tomaten!« Ein Erinnerungsunfall? »Kennst du noch den Frühneunziger-Frauenfilm mit Kathy Bates, ›Frische Tomaten‹?« Ein Mißverständnis? »Ich fragte: Habt ihr Tische im Garten? Was hast du verstanden?« – »… hahahaaaa, frische Tomaten!« Oder war es am Ende schlicht die Antwort auf die Frage: »Weißt du, was man neugierig ins Gespräch Lauschenden ins Gesicht werfen sollte?«

Tim Wolff

Entscheidungshilfe

Ihre ganze Clique, erzählt die Großmutter, wäre damals sicher im Gefängnis gelandet, wenn sie der Polizei nicht die reine Wahrheit über den Jungen erzählt hätte, der über das Brückengeländer balanciert sei. Immer wieder habe sie ihn mit den Worten »Du traust dich ja doch nicht!« davon abzuhalten versucht, bevor er es dann doch getan habe und in die Tiefe gestürzt sei. Manchmal, resigniert die Großmutter, helfe auch kein gutes Zureden.

Ludger Fischer

Arzt-Knigge

Fast ebenso unhöflich, wie eine Frau nach dem Alter zu fragen, ist es doch wohl, sich vor dem Röntgen nicht mal mehr nach einer eventuellen Schwangerschaft zu erkundigen!

Tina Manske

Harte Hand

Jahrzehnte der Feldforschung in öffentlichen Bädern haben gezeigt, daß Männer mit zunehmendem Alter beginnen, ihren Körper beim Einseifen mit äußerster Härte zu behandeln. Da klatscht das erschlaffte Fleisch, da spritzt die Kernseife und es röten sich die Hände und Schenkel. Warum nur tun sie das? Ist es der Kick der masochistischen, autoerotischen Handlung in der Öffentlichkeit? Verachtung für den alternden Körper? Und vor allem: Wann beginne auch ich damit, mich in Männerduschen zu züchtigen?

Simon Brüggemann

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ganz ruhig, Heckler & Koch,

denn unser erster Gedanke, als wir im Redaktionsnetzwerk Deutschland die Schlagzeile »Patentstreit um neues Sturmgewehr: Heckler & Koch zieht vor Gericht« lasen, war: Hoffentlich nicht besagtes Sturmgewehr! Vor allem, weil es im Text weiter hieß: »Die US-Firma Magpul und Heckler & Koch treffen sich … im Düsseldorfer Landgericht.«

Findet so was zum Schießen: das mit krachenden Pointen geladene Magazin Titanic

 Und dass Sie, Ernst Paul Dörfler,

meinen, ein Buch auf den Markt bringen zu müssen, das da betitelt ist »Aufs Land«, finden Sie das nicht, unter uns gesagt, ein wenig: platt?

Fragen die Städter von Titanic

 Universitätsstadt Göttingen,

Universitätsstadt Göttingen,

natürlich: Deine wissenschaftlichen Errungenschaften sind unbestritten, die Liste Deiner Nobelpreisträger ist lang. Planck und Gauß liegen auf Deinen Friedhöfen. Wir kennen die Geschichten. Aber mal ehrlich: So viel Aufmerksamkeit wie letztens, als der an einer Riesenschildkröte erstickte Wels im Kiessee entdeckt wurde, hast Du seit einer halben Ewigkeit nicht bekommen. Deshalb solltest Du die Umbenennung in »Welsstadt Göttingen« zumindest in Erwägung ziehen. Alles andere wäre doch ziemlich undankbar.

Meinen die Welsbürger von Titanic

 Wirtschaftsjournalist Philipp Krohn!

Es sei, dozieren Sie in einem FAZ-Kommentar, »von Vorteil, wenn der Wähler in einer Wahl ein breites Angebot hat. Stehen alle Parteien für dieselben Ideen, fehlt der Wettbewerb, sie zu schärfen.«

Das ist hübsch neoliberal überlegt. Allerdings trifft genau das Gegenteil zu: Erst wenn alle Parteien für dasselbe wären, müssten sie ihre Ideen »schärfen«, um sich voneinander abzuheben. So reicht ein Blick aufs nächstbeste Plakat, um sie alle für unwählbar zu halten.

Eh konkurrenzlos: Titanic

 Scheidender Innenminister Seehofer!

Angesichts der trotz Pandemie gut besuchten Stadien während der Fußball-EM haben Sie die Uefa kritisiert und schlussfolgerten: »Ich habe da ein bisschen den Verdacht, dass es um Kommerz geht.« Am selben Tag lasen wir in einem Tweet Ihres Innenministeriums: »BM Seehofer hat vereinsrechtliche Ermittlungsmaßnahmen gegen die Rockergruppierung ›Bandidos MC Federation West Central‹ angeordnet. Es besteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufen.«

Sind Sie angesichts dieser mutigen Verdächtigungen sicher, dass ein Mann mit Ihrem Scharfsinn sich aus der Politik zurückziehen sollte, Sherlock Horst?

Fragen die Verdachtsfälle von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Hat der

eigene Zynismus schon eine pathologische Stufe erreicht, wenn man im Tagesschau-Corona-Liveblog erst die Meldung liest: »UN: Zahl der Hungernden ist in der Pandemie gestiegen«, dann direkt darunter: »Gastgewerbe leidet nach Lockdown unter Personalmangel« und als Reaktion auf beides denkt: »Kein Wunder«?

Andreas Braune

 Geladen

Während eines nächtlichen Sommergewitters gerieten meine Freundin und ich unlängst in der Fensterfrage aneinander. Sie habe Angst vor Kugelblitzen, sagte sie, hätte es daher gerne geschlossen, ich hingegen, entgegnete ich, hätte zwar generell Verständnis für irrationale Ängste, aber doch nicht bei Treibhaustemperaturen im Zimmer. Nach einigem Hin und Her war sie dann schließlich doch von der Unsinnigkeit ihrer Angst überzeugt. Bei all der negativen Energie, die ich ausstrahlte, sagte sie, sei es schon sehr unwahrscheinlich, dass sich ein Blitz ausgerechnet in meiner Nähe entladen würde. Geht doch.

Fabian Lichter

 G’schichtsstund’n

Ja mei, hört’s halt zu, ihr Hundskrüppel! D’ Junge Union wurd’ bereits 1947 gegründet, auch hier bei uns in Bayern. Die Sach’n ist aber die – des wissen heutzutag’ nur die wenigsten! –, dass die »JU« im Freistaat zwischenzeitlich einmal anders hieß, und zwar von Anfang der 60er bis in die frühen 70er Jahre. Als Franz Josef Strauß selig nämlich 1961 endlich zum Vorsitzenden der Christsozialen g’wählt war, nannten sich die jungen CSUler fortan nur noch »Franz Josef Boys«. Erst ein Jahrzehnt später wurde diese Umbenennung wieder z’rückg’nommen, nämlich aus diesen beiden Gründen: Erstens wollt’ man nicht in Verbindung g’setzt werden mit dem damals aufstrebenden Düsseldorfer Kunstverbrecher Joseph Beuys. Und zwoatens sahen sich d’ »Franz Josef Boys« durch die umstrittene Einführung des bayerischen Frauenwahlrechts im Jahr 1968 gezwungen, auch Weiber, also quasi »Girls« mitmachen zu lassen. So endete auch dieses rühmliche Kapitel bayerischer Geschichte, gell?

Moritz Hürtgen

 Logisch

Wie nennt man es, wenn die am häufigsten gestellten Fragen zu einem Sachverhalt an zentraler Stelle beantwortet sind? – Das Themengebiet wurde weitgehend FAQiert.

Tina Manske

 Wir Kinder vom Bahnhof ZOB

Im Rahmen der Bundesinitiative für gleichwertige Lebensverhältnisse soll auch in Filmförderung in strukturschwachen Regionen investiert werden. Erstes Projekt: ein weiteres Remake des Klassikers »Wir Kinder vom Bahnhof Zoo«, das diesmal jedoch die Jugend-Drogenszene in ländlichen Gebieten thematisieren soll. Titel siehe oben.

Julia Mateus

Vermischtes

Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURGerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.
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Das schreiben die anderen

  • 22.07.:

    In der Taz nimmt Stefan Gärtner Abschied von Mitte.

  • 16.07.:

    Moritz Hürtgen schreibt in der Taz über Entpolitisierung durch Hypnose.

  • 02.07.:

    Die Volksstimme fasst zusammen, was ein TITANIC-Titel in Michael Wendlers Kopf auslöste.

  • 30.06.:

    Im Spiegel-Interview (hinter der Bezahlschranke) lobt Otto Waalkes die TITANIC.

  • 29.06.:

    Zum 15. Todestag Robert Gernhardts widmet NDR Kultur dem TITANIC-Mitbegründer ein Audio-Feature.

Titanic unterwegs
30.07.2021 Potsdam, Freiland Thomas Gsella
30.07.2021 Heilbronn, Literaturhaus Oliver Maria Schmitt
31.07.2021 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella und Pit Knorr
01.08.2021 Frankfurt, Jahrhunderthalle Sommerwiese Das große TITANIC-Sommerfest