Vom Fachmann für Kenner | März 2013


Traurig, aber wahr

Rollstuhlfahrer fallen immer am lautesten die Treppe runter.

Aleksandar Jožvaj

Heiratswillig

An einem Freitagmorgen – ich hatte gerade einen feinen Prosecco geöffnet und zählte die Wocheneinnahmen – rief eine Dame der »Süddeutschen Klassenlotterie« an. Als ich nach einer Minute ihren Redeschwall unterbrach und mich nach dem Grund ihres Anrufs erkundigte, sagte sie erstaunt: »Süddeutsche Klassenlotterie! Wollen Sie denn keine Million gewinnen?« – »Nö«, antwortete ich, »ich habe genug Geld.« – »Haha, das glaube ich Ihnen gern. Nur so aus Neugier: Was für ein Doktor sind Sie denn?« Inzwischen bin ich sicher, daß sie mich heiraten wollte: Doktor, genug Geld, dabei charmant und gewandt. Ihren Namen habe ich vergessen – aber eine Frau, die bei der »Süddeutschen Klassenlotterie« arbeitet, findet sicher bald einen noch Reicheren als mich.

Christof Goddemeier

It can be so easy!

Von nun an gehe ich jeglichem ungesunden Konkurrenzdenken aus dem Weg, indem ich mich einfach immer vorab als der Beste erweise.

Sebastian Klug

Stehendes Recht

Ich vertrete die Ansicht, daß eine Pflicht, die man anderen gegenüber nur widerwillig erfüllt, eigenmächtig durch ein Recht kompensiert werden darf: Seit ich in unserer WG im Sitzen pinkeln muß, kacke ich daher im Stehen.

Thorsten Mausehund

Benedikt & ich

Alles begann mit einer Lappalie: dem Papst-Rücktritt. Weltweites Interesse weckte diese Angelegenheit erst durch meine exakte Voraussage der Geschehnisse, die ich im »Karicartoon«-Kalender des Jahres 2013 auf dem Blatt für den 10. Februar getroffen hatte. Mein Cartoon zeigt den Papst mit einem Lotto-Sechser (plus Superzahl) und der Denkblase: »Heiliger Strohsack! Morgen kündige ich!« Was er dann am nächsten Tag auch tat. Tausendfach getwittert, gepostet und von der Journaille verwurstet, breitete sich die Weissagung über ganz Deutschland aus. Die Geschichte schlich sich auch auf Internetangebote wie »Seniorentreff im Internet« und »Loop! – Astrologie + Zeitung«. In der hiesigen Presselandschaft ist Die Welt kompakt herauszuheben, die die Zeichnung noch mal schön in Farbe abdrucken wollte. Ein Lümmel der Axel-Springer-Akademie antwortete mir auf meine Frage, ob ich ein Belegexemplar bekommen werde, gönnerhaft: Er könne mir ja 80 Cent für die Ausgabe am Kiosk überweisen. Dann schwappte die Welle über die Grenzen, nach Österreich, nach Ungarn, schließlich bis in die USA. Inzwischen wurde mein englischer Sprachschatz um den Ausruf »Holy straw sack!« erweitert, Christen bescheinigen mir, ein Werkzeug göttlichen Humors zu sein, und fremde Menschen schicken per Mail Fotos von Gott, auf denen hauptsächlich blauer Himmel zu sehen ist. Die für Journalisten offenbar witzigste Frage ist übrigens, was ich noch alles prophezeien könnte. Alles, Leute, alles! Das ist nur eine Frage des Honorars – und des Belegexemplars.

Katharina Greve

Investigativ

Seit ich es nicht mehr »Leben«, sondern »Recherche in eigener Sache« nenne, fühle ich mich schon sehr viel besser.

Svenna Triebler

Unschlauer Bauer

An einem Ostermontag, erinnert sich die Großmutter ganz genau, sei der Ertl Josef auf seinem eigenen Hof von einem Stier angefallen worden und dabei lebensgefährlich an der Brust und an der Lunge verletzt worden. Trotzdem habe er gerettet werden können. Sieben Jahre später aber habe er sich auf dem Hof seines Sohnes Christoph schwere Brandverletzungen zugezogen. Im Krankenhaus sei dann festgestellt worden, daß man ihn nicht mehr retten konnte. Man habe ihn deshalb auf dem Bergfriedhof beigesetzt. Vierzehn Jahre lang sei der Ertl Josef Landwirtschaftsminister gewesen, aber den richtigen Umgang mit Tieren und Feuer habe er dabei wahrscheinlich genauso vergessen wie seine Mitgliedschaft in der Nazipartei.

Ludger Fischer

Aus der Lebensmitteldebatte

Bin ich eigentlich ein Rassist, wenn ich weiße Mohrenköpfe lieber esse als schwarze?

Timur Beber

Fröhliche Hundegeschichten (XX)

In den dunklen Merkeljahren war es, da insbesondere Fernsehleute und -macher elend zu leiden hatten allüberall: Die Gebührenzahler muckten, das Feuilleton schrie nach HBO und BBC, und die Jugend blickte nur mehr ins Youtube hinein statt in die Schirme ihrer Väter. Unerträglich aber wurde es, als Anne Will, ohnehin gar nicht wohlgelitten und der Schrecken von Produzenten landauf, landab, sich zu allem Überfluß noch ein Hundstier anschaffte. Denn wo die Moderatorin schon mit ihrer Hosenmode provozierte und ihren weiblichen Gästen bei Kameraschwenks unverhohlen frech entgegenzüngelte, da war ihr Terrier Lovis ein wahrer Teufelsbraten, der in der Sendung den Talkern auf den Schoß sprang und die Tontechnikerin anfiel. »Ja sehen Sie, der wurde nämlich für die Saujagd gezüchtet!« lachte Will die arme Frau dann aus, während sich nadelspitze Zähnchen in die Kabel bohrten. Das Wehgeschrei des Fernsehvolks drang bald ans Ohr auch des steinernen ARD-Vorsitzenden Lutz Marmor, der in einer Höhle unweit von Hamburg-Lokstedt sein Grabmal hatte. In einer Rauhnacht löste er sich von seinem Sockel, und mit dumpfen Schritten drang Marmor ins Venusschloß der Anne Will ein, die sich gerade mit zwei Mulattinnen vergnügte und ihres Hündleins nicht achtete. Nichts half da alles Kläffen und Keifen: Marmor packte das Hündlein am Schlafittchen und trug es hinaus in die Nacht – die Lustschreie seiner eigenen Herrin übertönten sein Gejammer! Sieben Tage und Nächte trug er das Hündlein, bis er Berlin und den Sender Phoenix erreichte. Die verjüngende Macht des Phoenix aber verwandelte das Hündlein in eine politische Kommentatorin des SWR, die seither tagaus, tagein Berlin zum Handeln nötigt und den Tarifpartnern Kompromisse abfordert. So war die Macht des Hündleins gebannt auf immerdar; Anne Will indes lebte ungestört in ihrem verzauberten Venusberg, bis sie gestorben war und Asche.

Leo Fischer

Mieser Zug

Mitarbeiter der Deutschen Bahn neigen ja generell zu Hartherzigkeit und Brutalität. Aber nur die skrupellosesten unter ihnen gehen über Weichen.

Tanja Schmid

Bei Tisch

»Ach, wär mir doch der Faschi-
smus gleich wie einem Teenie!«

»Red’ nicht so’n Vichy-Vachy,
nimm noch was Mousse au Lini.«

Mark-Stefan Tietze

Selbstverteidigung für Möbelbesitzer

Immer wenn mein Schädel beim Aufstehen derart gegen die Kante eines Tisches oder eine offene Schranktür knallt, daß sich Blut und Wut im Hirn vermengen, verspüre ich den Impuls, genauso hart zurückzuschlagen. So ein Revanchefoul im Affekt baut zwar den Zorn ab, kann aber weitere Schmerzen nach sich ziehen. Neuerdings schlage ich zuerst und mit Schutzhandschuhen zu.

Michael Höfler

Verwechselt

Nachdem ich Mundspülung und Kontaktlinsenflüssigkeit verwechselt hatte, konnte ich angenehm frisch sehen und hatte einen gestochen scharfen Atem.

Benedikt Fait

Profilneurose

Das Buch »Narziß Goebbels« zählt zu den Standardwerken meiner Toilettenlektüre. In diesem Buch wird dem ehemaligen Propagandaminister u.a. Selbstverliebtheit seit früher Jugend attestiert. Ich würde sogar kühn behaupten: Goebbels hat nie einen Hehl aus seiner Narzißvergangenheit gemacht.

Moses Wolff

ROFL

Ich bin so wenig multitaskingfähig, ich muß abwechselnd auf dem Boden rollen und lachen.

Martin Larisch

Schmerzgrenze

In der Bäckerei. Auftritt: ein Herr im Blaumann.

»Guten Tag. Ein Schnitzelbrötchen, bitte.«
»Gern. Mit Salat und Gurke drauf?«
»Nee, das muß nicht sein. Nur ein Schnitzelbrötchen.«
»Mit Butter? Oder Remoulade?«
»Nee, ohne bitte. Nur ein Brötchen mit Schnitzel.«
»Oh, ich sehe grad… die Brötchen brauchen noch ein paar Minuten. Wollen Sie warten?«
»Ach so… nee, dann einfach nur das Schnitzel, bitte. Ist okay.«
»Gut. Ach, entschuldigen Sie: Schnitzel sind aus. Darf’s auch ’ne Frikadelle sein?«
»Ja, klar. Dann nehm’ ich die Frikadelle.«
»Ist aber nur noch ’ne vegetarische da.«
»Nee, dann nicht.«

Peter P. Neuhaus

Alterswahn

Erst kürzlich habe ich es wieder irgendwo gelesen: »Die Zukunft gehört den Kindern.« Solange ich denken kann, verfolgt mich dieser Satz, und jedes Mal denke ich mir: Was für eine dreiste Lüge!

Die Zukunft gehört den Kindern – ach wirklich? Welche nennenswerten Verbesserungen haben Kinder unserer Welt denn bisher beschert? Keine, nicht eine einzige! Wo sind die Halbwüchsigen in Bundestag und Ethikrat? Wo die Bälger in den Chefetagen? Kinder treten weder für Menschenrechte noch für ökologisches Bewußtsein ein, planen nicht unsere Autobahnen, führen keine Kriege gegen den Terror, entwickeln keine Mittel gegen unheilbare Krankheiten wie Ejaculatio praecox oder Prokrastination. Statt dessen tun sie das, was sie schon vor dreißig Jahren getan haben: Seilhüpfen, niedlich dreinschauen, sich den Rotz runterrinnen lassen und mit dem Strohhalm Blasen in den Kakao blubbern. Nicht einmal für ihre eigenen Rechte machen sie sich stark – wir sollen das für sie tun! Ich sage: genug jetzt! Schluß mit dem Kinderhype! Die Zukunft gehört den Dreißig- bis Fünfundsechzigjährigen! Klingt nicht ganz so schwungvoll, ist aber so.

Leonard Riegel

Meteorolüge

Liebe Meteorologen, es bringt nichts, uns zur Beruhigung tagtäglich vorzumachen, der Dauerschneefall sei bald vorbei und sogar die Sonne würde sich kurz zeigen. Wir haben Fenster!

Tina Wirtz

Mediale Evolution

Meine These: daß Tablet-Geräte nur deswegen erfunden wurden, weil es ein paar IT-Nerds leid waren, beim Onanieren erwischt zu werden, hektisch den Laptop auf ihren Knien zuzuklappen und sich dabei den Lümmel einzuklemmen.

Frederik Moche

Schwer enttäuscht

Nach monatelangem Grübeln, Ratsuche bei den Freundinnen und Lesen sämtlicher Frauenmagazine rang ich mich schließlich durch und suchte eine »Beratungsstelle für Übergewichtige« auf. In der Hoffnung, endlich am richtigen Ort zu sein, wandte ich mich vertrauensvoll an eine füllige junge Dame, die mir auch gleich einen Termin in ihrer Selbsthilfegruppe organisierte. Dort sollte ich auf Gleichgesinnte treffen. Leider wurden meine Erwartungen, endlich Hilfe zu bekommen, nicht erfüllt – ich wurde sogar in der ersten Sitzung der Gruppe verwiesen. Es will einfach niemand für die Frage zuständig sein, ob mich mein neuer Blazer wirklich dick macht!

Christina Hahn

Moderne Gastlichkeit

Ungebetene Gäste wird man auf elegante Art sehr schnell los, indem man ihnen schon an der Haustür einen »Coffee to go« anbietet.

Nils Pooker

Verteidigung

Ich kann ja wohl kaum ein Sexist sein, schließlich bin ich mit einer Frau verheiratet. Und überhaupt: Einige meiner besten Freundinnen sind Frauen!

Karsten Wollny

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Dass Sie, Frau Dr. med. Irene Jung,

als praktische Ärztin im altehrwürdigen Städtchen Detmold neben »Naturheilverfahren« und »ästhetischer Dermatologie« als »besonderen Schwerpunkt« Ihrer Tätigkeitspalette »Altersprävention« anbieten, ist naheliegend, können Sie doch ganz überzeugend mit sich selbst als Vorbild werben: Sie zumindest bleiben ja forever Jung.

Kalauert heute etwas altbacken: Titanic

 Susanne Viernickel!

Sie sind Professorin für Pädagogik der frühen Kindheit an der Universität Leipzig. Die jetzt durchgeführte OECD-Befragung von Fachkräften in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung enthält zum ersten Mal internationale Vergleichsdaten zu deren Selbstverständnis und Arbeitsbedingungen.

Im Deutschlandfunk benannten Sie als ein wesentliches Ergebnis der Studie den Fachkräftemangel in Deutschland: »Personal, Personal, Personal.« Und: »Auch Leitungskräfte klagen, denn sie können nicht leiten.« Soweit klar; wenn niemand da ist, der sich führen lässt, können Führungskräfte nicht führen. Aber statt darüber zu klagen, könnten diese beispielsweise vorübergehend aufs Leiten und Führen verzichten und direkt in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung tätig werden. Die Kinder tät’s womöglich freuen.

Tipp von Ihrer Titanic

 »Soester Anzeiger«!

Wenn es laut Ausgabe vom 3.7. in Deinem Wirtschafts-Ressort heißt: »Edeka schluckt Netto komplett«, hätte es dann nicht genügt, der Einfachheit halber zu titeln: »Edeka schluckt Brutto«?

Fragen die Betriebswirtschaftsgelehrten von Titanic

 Philipp Amthor!

Um weiter an Ihrem konservativen Profil zu feilen, machten Sie – wie einfallsreich! – einen Jagdschein und ließen es sich nicht nehmen, sich auf der Jagd vom »Spiegel« begleiten zu lassen: »Wenn Philipp Amthor über die Jagd redet, spricht er gern in Jägerdeutsch.« Was unter anderem so klingt: »Natürlich ist .300 Winchester Magnum jagdlich ein relativ großes Kaliber.« Oder: »Ein Maisfeld, sagt Amthor, sei für einen Jungjäger keine einfache jagdliche Situation.« Einmal klagen Sie über das Fehlen von »jagdbarem Wild« und bezeichnen irgendeinen Stephan als Ihren »jagdlichen Mentor«.

Täuscht das, oder besteht Ihr Jägerdeutsch vor allem im Voranstellen des Wortes »jagdlich«?

Und wie kann es sein, dass ein ach so gewiefter Jägerjunge einen solchen Bock schießt wie Sie mit Ihrer Affäre um Augustus Intelligence? Ach, das Wortspiel machten Sie im Interview selbst? Dann lassen wir Sie dieses Mal noch davonkommen!

Bleibt Ihnen satirlich auf den Hufen: Titanic

 Mary Trump!

Mary Trump!

Sie sind die Nichte des amtierenden US-Präsidenten und haben ein Enthüllungsbuch veröffentlicht, das wir aus Sorge um unser Seelenheil leider nicht lesen können. Trotzdem nett, von Ihrer Existenz erfahren zu haben. Und die nächsten beiden Bücher über Onkel Donald schreiben dann Ihre Schwestern Miry und Mury, ja?

Quak-quak! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Ethische Frage

Gesetzt den Fall, der Bandwurm wäre vom Aussterben bedroht –, sollte man ihn dann retten? Und wenn ja: Wer meldet sich freiwillig?

Katharina Greve

 Wo das wahre Outdoor beginnt

Dass du dich in einer echten Wildnis aufhältst, merkst du spätestens dann, wenn du im lichtlosen Gestrüpp stolperst und dir während des Fallens in Sekundenbruchteilen überlegst, ob es sicherer wäre, den Sturz aufzufangen oder die Hände in den Hosentaschen stecken zu lassen. Brennnesseln, Nacktschnecken, Jauchepfützen, das sind alles extrem schwer einzuschätzende Landezonen. Profis fallen übrigens erst gar nicht hin.

Theobald Fuchs

 Beauty-Tipp

Jüngst wollte ich Wimperntusche im Schönheitssalon kaufen. Die Visagistin nahm sich viel Zeit, empfahl ein gutes Produkt, auch noch den passenden Lidschatten dazu und fragte dann: »Kennen Sie weißen Kajal? Nein? Probieren Sie den doch mal am unteren Lidrand.« Ich machte den Versuch, fand das Ergebnis aber irgendwie sonderbar: Der Blick wirkte starr, glubschig-wässrig, die Tränensäcke schwollen an, wurden durch breite Schattenringe untermalt, und als die Kosmetikerin erläuterte: »Horst Tappert, Sie wissen schon, der Derrick, der schwor auf weißen Kajal. Niemals stellte er sich ohne weißen Unterlidstrich vor die Kamera«, entschloss ich mich, fürs erste auf diesen Stift zu verzichten.

Miriam Wurster

 Fahrt in den Urlaub

Wer schon mal auf der Autoroute unterwegs war, dem ist es bestimmt aufgefallen: In Frankreich und nur in Frankreich überholt man alle paar Kilometer ein einsam auf der rechten Spur vor sich hin blinkendes Auto. Wo ist man mit seinen Gedanken, fragen wir Deutschen uns da entzückt, wenn man nach dem Spurwechsel nicht nur vergisst, den Blinker auszuschalten, sondern es sogar schafft, sein enervierendes Klacken dauerhaft aus der Wahrnehmung zu verdrängen? In jedem Fall nicht auf der Straße, das verdient schon mal Bewunderung. Vielleicht sogar überhaupt nicht unterwegs, sondern auf Seite 93 der buchstäblich fesselnden Ménage-à-trois, die zu Hause aufgeschlagen vor dem Kamin liegt und sich bereits darauf freut, am Abend wieder einen Tropfen Chardonnay abzubekommen? Oder bei den zwei kleinen Töchtern und ihrer bezaubernden Mutter, von der man in genau diesem Moment angerufen wird, aber nur, weil sie sich am Piano auf das Telefon gesetzt hat und einem jetzt unbemerkt ein Ständchen spielt? Es wird wohl immer ein süßes Geheimnis bleiben.

Teja Fischer

 Körpereigene Alarmanlage

Mittlerweile gibt es ja allerhand Smartwatches und Apps zur Überwachung und Optimierung des Schlafes auf dem Markt. Dass aber auch die natürliche Schlafregulation ganz gut funktioniert, merkt man, wenn man nach versehentlichem Wegdösen am Nachmittag vom eigenen Schnarchen prompt wieder geweckt wird.

Julia Mateus

Vermischtes

Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSerdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.
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Das schreiben die anderen

  • 10.08.:

    Martin Sonneborn gibt der "Berliner Zeitung" ein großes Sommerinterview.

     

Titanic unterwegs
14.08.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Christian Y. Schmidt
20.08.2020 Düsseldorf, Zakk Paula Irmschler
26.08.2020 Berlin, Pfefferberg Theater Max Goldt
26.08.2020 Hamburg, Kampnagel Paula Irmschler mit Linus Volkmann