Vom Fachmann für Kenner | März 2013


Traurig, aber wahr

Rollstuhlfahrer fallen immer am lautesten die Treppe runter.

Aleksandar Jožvaj

Heiratswillig

An einem Freitagmorgen – ich hatte gerade einen feinen Prosecco geöffnet und zählte die Wocheneinnahmen – rief eine Dame der »Süddeutschen Klassenlotterie« an. Als ich nach einer Minute ihren Redeschwall unterbrach und mich nach dem Grund ihres Anrufs erkundigte, sagte sie erstaunt: »Süddeutsche Klassenlotterie! Wollen Sie denn keine Million gewinnen?« – »Nö«, antwortete ich, »ich habe genug Geld.« – »Haha, das glaube ich Ihnen gern. Nur so aus Neugier: Was für ein Doktor sind Sie denn?« Inzwischen bin ich sicher, daß sie mich heiraten wollte: Doktor, genug Geld, dabei charmant und gewandt. Ihren Namen habe ich vergessen – aber eine Frau, die bei der »Süddeutschen Klassenlotterie« arbeitet, findet sicher bald einen noch Reicheren als mich.

Christof Goddemeier

It can be so easy!

Von nun an gehe ich jeglichem ungesunden Konkurrenzdenken aus dem Weg, indem ich mich einfach immer vorab als der Beste erweise.

Sebastian Klug

Stehendes Recht

Ich vertrete die Ansicht, daß eine Pflicht, die man anderen gegenüber nur widerwillig erfüllt, eigenmächtig durch ein Recht kompensiert werden darf: Seit ich in unserer WG im Sitzen pinkeln muß, kacke ich daher im Stehen.

Thorsten Mausehund

Benedikt & ich

Alles begann mit einer Lappalie: dem Papst-Rücktritt. Weltweites Interesse weckte diese Angelegenheit erst durch meine exakte Voraussage der Geschehnisse, die ich im »Karicartoon«-Kalender des Jahres 2013 auf dem Blatt für den 10. Februar getroffen hatte. Mein Cartoon zeigt den Papst mit einem Lotto-Sechser (plus Superzahl) und der Denkblase: »Heiliger Strohsack! Morgen kündige ich!« Was er dann am nächsten Tag auch tat. Tausendfach getwittert, gepostet und von der Journaille verwurstet, breitete sich die Weissagung über ganz Deutschland aus. Die Geschichte schlich sich auch auf Internetangebote wie »Seniorentreff im Internet« und »Loop! – Astrologie + Zeitung«. In der hiesigen Presselandschaft ist Die Welt kompakt herauszuheben, die die Zeichnung noch mal schön in Farbe abdrucken wollte. Ein Lümmel der Axel-Springer-Akademie antwortete mir auf meine Frage, ob ich ein Belegexemplar bekommen werde, gönnerhaft: Er könne mir ja 80 Cent für die Ausgabe am Kiosk überweisen. Dann schwappte die Welle über die Grenzen, nach Österreich, nach Ungarn, schließlich bis in die USA. Inzwischen wurde mein englischer Sprachschatz um den Ausruf »Holy straw sack!« erweitert, Christen bescheinigen mir, ein Werkzeug göttlichen Humors zu sein, und fremde Menschen schicken per Mail Fotos von Gott, auf denen hauptsächlich blauer Himmel zu sehen ist. Die für Journalisten offenbar witzigste Frage ist übrigens, was ich noch alles prophezeien könnte. Alles, Leute, alles! Das ist nur eine Frage des Honorars – und des Belegexemplars.

Katharina Greve

Investigativ

Seit ich es nicht mehr »Leben«, sondern »Recherche in eigener Sache« nenne, fühle ich mich schon sehr viel besser.

Svenna Triebler

Unschlauer Bauer

An einem Ostermontag, erinnert sich die Großmutter ganz genau, sei der Ertl Josef auf seinem eigenen Hof von einem Stier angefallen worden und dabei lebensgefährlich an der Brust und an der Lunge verletzt worden. Trotzdem habe er gerettet werden können. Sieben Jahre später aber habe er sich auf dem Hof seines Sohnes Christoph schwere Brandverletzungen zugezogen. Im Krankenhaus sei dann festgestellt worden, daß man ihn nicht mehr retten konnte. Man habe ihn deshalb auf dem Bergfriedhof beigesetzt. Vierzehn Jahre lang sei der Ertl Josef Landwirtschaftsminister gewesen, aber den richtigen Umgang mit Tieren und Feuer habe er dabei wahrscheinlich genauso vergessen wie seine Mitgliedschaft in der Nazipartei.

Ludger Fischer

Aus der Lebensmitteldebatte

Bin ich eigentlich ein Rassist, wenn ich weiße Mohrenköpfe lieber esse als schwarze?

Timur Beber

Fröhliche Hundegeschichten (XX)

In den dunklen Merkeljahren war es, da insbesondere Fernsehleute und -macher elend zu leiden hatten allüberall: Die Gebührenzahler muckten, das Feuilleton schrie nach HBO und BBC, und die Jugend blickte nur mehr ins Youtube hinein statt in die Schirme ihrer Väter. Unerträglich aber wurde es, als Anne Will, ohnehin gar nicht wohlgelitten und der Schrecken von Produzenten landauf, landab, sich zu allem Überfluß noch ein Hundstier anschaffte. Denn wo die Moderatorin schon mit ihrer Hosenmode provozierte und ihren weiblichen Gästen bei Kameraschwenks unverhohlen frech entgegenzüngelte, da war ihr Terrier Lovis ein wahrer Teufelsbraten, der in der Sendung den Talkern auf den Schoß sprang und die Tontechnikerin anfiel. »Ja sehen Sie, der wurde nämlich für die Saujagd gezüchtet!« lachte Will die arme Frau dann aus, während sich nadelspitze Zähnchen in die Kabel bohrten. Das Wehgeschrei des Fernsehvolks drang bald ans Ohr auch des steinernen ARD-Vorsitzenden Lutz Marmor, der in einer Höhle unweit von Hamburg-Lokstedt sein Grabmal hatte. In einer Rauhnacht löste er sich von seinem Sockel, und mit dumpfen Schritten drang Marmor ins Venusschloß der Anne Will ein, die sich gerade mit zwei Mulattinnen vergnügte und ihres Hündleins nicht achtete. Nichts half da alles Kläffen und Keifen: Marmor packte das Hündlein am Schlafittchen und trug es hinaus in die Nacht – die Lustschreie seiner eigenen Herrin übertönten sein Gejammer! Sieben Tage und Nächte trug er das Hündlein, bis er Berlin und den Sender Phoenix erreichte. Die verjüngende Macht des Phoenix aber verwandelte das Hündlein in eine politische Kommentatorin des SWR, die seither tagaus, tagein Berlin zum Handeln nötigt und den Tarifpartnern Kompromisse abfordert. So war die Macht des Hündleins gebannt auf immerdar; Anne Will indes lebte ungestört in ihrem verzauberten Venusberg, bis sie gestorben war und Asche.

Leo Fischer

Mieser Zug

Mitarbeiter der Deutschen Bahn neigen ja generell zu Hartherzigkeit und Brutalität. Aber nur die skrupellosesten unter ihnen gehen über Weichen.

Tanja Schmid

Bei Tisch

»Ach, wär mir doch der Faschi-
smus gleich wie einem Teenie!«

»Red’ nicht so’n Vichy-Vachy,
nimm noch was Mousse au Lini.«

Mark-Stefan Tietze

Selbstverteidigung für Möbelbesitzer

Immer wenn mein Schädel beim Aufstehen derart gegen die Kante eines Tisches oder eine offene Schranktür knallt, daß sich Blut und Wut im Hirn vermengen, verspüre ich den Impuls, genauso hart zurückzuschlagen. So ein Revanchefoul im Affekt baut zwar den Zorn ab, kann aber weitere Schmerzen nach sich ziehen. Neuerdings schlage ich zuerst und mit Schutzhandschuhen zu.

Michael Höfler

Verwechselt

Nachdem ich Mundspülung und Kontaktlinsenflüssigkeit verwechselt hatte, konnte ich angenehm frisch sehen und hatte einen gestochen scharfen Atem.

Benedikt Fait

Profilneurose

Das Buch »Narziß Goebbels« zählt zu den Standardwerken meiner Toilettenlektüre. In diesem Buch wird dem ehemaligen Propagandaminister u.a. Selbstverliebtheit seit früher Jugend attestiert. Ich würde sogar kühn behaupten: Goebbels hat nie einen Hehl aus seiner Narzißvergangenheit gemacht.

Moses Wolff

ROFL

Ich bin so wenig multitaskingfähig, ich muß abwechselnd auf dem Boden rollen und lachen.

Martin Larisch

Schmerzgrenze

In der Bäckerei. Auftritt: ein Herr im Blaumann.

»Guten Tag. Ein Schnitzelbrötchen, bitte.«
»Gern. Mit Salat und Gurke drauf?«
»Nee, das muß nicht sein. Nur ein Schnitzelbrötchen.«
»Mit Butter? Oder Remoulade?«
»Nee, ohne bitte. Nur ein Brötchen mit Schnitzel.«
»Oh, ich sehe grad… die Brötchen brauchen noch ein paar Minuten. Wollen Sie warten?«
»Ach so… nee, dann einfach nur das Schnitzel, bitte. Ist okay.«
»Gut. Ach, entschuldigen Sie: Schnitzel sind aus. Darf’s auch ’ne Frikadelle sein?«
»Ja, klar. Dann nehm’ ich die Frikadelle.«
»Ist aber nur noch ’ne vegetarische da.«
»Nee, dann nicht.«

Peter P. Neuhaus

Alterswahn

Erst kürzlich habe ich es wieder irgendwo gelesen: »Die Zukunft gehört den Kindern.« Solange ich denken kann, verfolgt mich dieser Satz, und jedes Mal denke ich mir: Was für eine dreiste Lüge!

Die Zukunft gehört den Kindern – ach wirklich? Welche nennenswerten Verbesserungen haben Kinder unserer Welt denn bisher beschert? Keine, nicht eine einzige! Wo sind die Halbwüchsigen in Bundestag und Ethikrat? Wo die Bälger in den Chefetagen? Kinder treten weder für Menschenrechte noch für ökologisches Bewußtsein ein, planen nicht unsere Autobahnen, führen keine Kriege gegen den Terror, entwickeln keine Mittel gegen unheilbare Krankheiten wie Ejaculatio praecox oder Prokrastination. Statt dessen tun sie das, was sie schon vor dreißig Jahren getan haben: Seilhüpfen, niedlich dreinschauen, sich den Rotz runterrinnen lassen und mit dem Strohhalm Blasen in den Kakao blubbern. Nicht einmal für ihre eigenen Rechte machen sie sich stark – wir sollen das für sie tun! Ich sage: genug jetzt! Schluß mit dem Kinderhype! Die Zukunft gehört den Dreißig- bis Fünfundsechzigjährigen! Klingt nicht ganz so schwungvoll, ist aber so.

Leonard Riegel

Meteorolüge

Liebe Meteorologen, es bringt nichts, uns zur Beruhigung tagtäglich vorzumachen, der Dauerschneefall sei bald vorbei und sogar die Sonne würde sich kurz zeigen. Wir haben Fenster!

Tina Wirtz

Mediale Evolution

Meine These: daß Tablet-Geräte nur deswegen erfunden wurden, weil es ein paar IT-Nerds leid waren, beim Onanieren erwischt zu werden, hektisch den Laptop auf ihren Knien zuzuklappen und sich dabei den Lümmel einzuklemmen.

Frederik Moche

Schwer enttäuscht

Nach monatelangem Grübeln, Ratsuche bei den Freundinnen und Lesen sämtlicher Frauenmagazine rang ich mich schließlich durch und suchte eine »Beratungsstelle für Übergewichtige« auf. In der Hoffnung, endlich am richtigen Ort zu sein, wandte ich mich vertrauensvoll an eine füllige junge Dame, die mir auch gleich einen Termin in ihrer Selbsthilfegruppe organisierte. Dort sollte ich auf Gleichgesinnte treffen. Leider wurden meine Erwartungen, endlich Hilfe zu bekommen, nicht erfüllt – ich wurde sogar in der ersten Sitzung der Gruppe verwiesen. Es will einfach niemand für die Frage zuständig sein, ob mich mein neuer Blazer wirklich dick macht!

Christina Hahn

Moderne Gastlichkeit

Ungebetene Gäste wird man auf elegante Art sehr schnell los, indem man ihnen schon an der Haustür einen »Coffee to go« anbietet.

Nils Pooker

Verteidigung

Ich kann ja wohl kaum ein Sexist sein, schließlich bin ich mit einer Frau verheiratet. Und überhaupt: Einige meiner besten Freundinnen sind Frauen!

Karsten Wollny

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ganz ruhig, Heckler & Koch,

denn unser erster Gedanke, als wir im Redaktionsnetzwerk Deutschland die Schlagzeile »Patentstreit um neues Sturmgewehr: Heckler & Koch zieht vor Gericht« lasen, war: Hoffentlich nicht besagtes Sturmgewehr! Vor allem, weil es im Text weiter hieß: »Die US-Firma Magpul und Heckler & Koch treffen sich … im Düsseldorfer Landgericht.«

Findet so was zum Schießen: das mit krachenden Pointen geladene Magazin Titanic

 Scheidender Innenminister Seehofer!

Angesichts der trotz Pandemie gut besuchten Stadien während der Fußball-EM haben Sie die Uefa kritisiert und schlussfolgerten: »Ich habe da ein bisschen den Verdacht, dass es um Kommerz geht.« Am selben Tag lasen wir in einem Tweet Ihres Innenministeriums: »BM Seehofer hat vereinsrechtliche Ermittlungsmaßnahmen gegen die Rockergruppierung ›Bandidos MC Federation West Central‹ angeordnet. Es besteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufen.«

Sind Sie angesichts dieser mutigen Verdächtigungen sicher, dass ein Mann mit Ihrem Scharfsinn sich aus der Politik zurückziehen sollte, Sherlock Horst?

Fragen die Verdachtsfälle von Titanic

 Wirtschaftsjournalist Philipp Krohn!

Es sei, dozieren Sie in einem FAZ-Kommentar, »von Vorteil, wenn der Wähler in einer Wahl ein breites Angebot hat. Stehen alle Parteien für dieselben Ideen, fehlt der Wettbewerb, sie zu schärfen.«

Das ist hübsch neoliberal überlegt. Allerdings trifft genau das Gegenteil zu: Erst wenn alle Parteien für dasselbe wären, müssten sie ihre Ideen »schärfen«, um sich voneinander abzuheben. So reicht ein Blick aufs nächstbeste Plakat, um sie alle für unwählbar zu halten.

Eh konkurrenzlos: Titanic

 Und dass Sie, Ernst Paul Dörfler,

meinen, ein Buch auf den Markt bringen zu müssen, das da betitelt ist »Aufs Land«, finden Sie das nicht, unter uns gesagt, ein wenig: platt?

Fragen die Städter von Titanic

 Universitätsstadt Göttingen,

Universitätsstadt Göttingen,

natürlich: Deine wissenschaftlichen Errungenschaften sind unbestritten, die Liste Deiner Nobelpreisträger ist lang. Planck und Gauß liegen auf Deinen Friedhöfen. Wir kennen die Geschichten. Aber mal ehrlich: So viel Aufmerksamkeit wie letztens, als der an einer Riesenschildkröte erstickte Wels im Kiessee entdeckt wurde, hast Du seit einer halben Ewigkeit nicht bekommen. Deshalb solltest Du die Umbenennung in »Welsstadt Göttingen« zumindest in Erwägung ziehen. Alles andere wäre doch ziemlich undankbar.

Meinen die Welsbürger von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 G’schichtsstund’n

Ja mei, hört’s halt zu, ihr Hundskrüppel! D’ Junge Union wurd’ bereits 1947 gegründet, auch hier bei uns in Bayern. Die Sach’n ist aber die – des wissen heutzutag’ nur die wenigsten! –, dass die »JU« im Freistaat zwischenzeitlich einmal anders hieß, und zwar von Anfang der 60er bis in die frühen 70er Jahre. Als Franz Josef Strauß selig nämlich 1961 endlich zum Vorsitzenden der Christsozialen g’wählt war, nannten sich die jungen CSUler fortan nur noch »Franz Josef Boys«. Erst ein Jahrzehnt später wurde diese Umbenennung wieder z’rückg’nommen, nämlich aus diesen beiden Gründen: Erstens wollt’ man nicht in Verbindung g’setzt werden mit dem damals aufstrebenden Düsseldorfer Kunstverbrecher Joseph Beuys. Und zwoatens sahen sich d’ »Franz Josef Boys« durch die umstrittene Einführung des bayerischen Frauenwahlrechts im Jahr 1968 gezwungen, auch Weiber, also quasi »Girls« mitmachen zu lassen. So endete auch dieses rühmliche Kapitel bayerischer Geschichte, gell?

Moritz Hürtgen

 Hat der

eigene Zynismus schon eine pathologische Stufe erreicht, wenn man im Tagesschau-Corona-Liveblog erst die Meldung liest: »UN: Zahl der Hungernden ist in der Pandemie gestiegen«, dann direkt darunter: »Gastgewerbe leidet nach Lockdown unter Personalmangel« und als Reaktion auf beides denkt: »Kein Wunder«?

Andreas Braune

 Logisch

Wie nennt man es, wenn die am häufigsten gestellten Fragen zu einem Sachverhalt an zentraler Stelle beantwortet sind? – Das Themengebiet wurde weitgehend FAQiert.

Tina Manske

 Wir Kinder vom Bahnhof ZOB

Im Rahmen der Bundesinitiative für gleichwertige Lebensverhältnisse soll auch in Filmförderung in strukturschwachen Regionen investiert werden. Erstes Projekt: ein weiteres Remake des Klassikers »Wir Kinder vom Bahnhof Zoo«, das diesmal jedoch die Jugend-Drogenszene in ländlichen Gebieten thematisieren soll. Titel siehe oben.

Julia Mateus

 Geladen

Während eines nächtlichen Sommergewitters gerieten meine Freundin und ich unlängst in der Fensterfrage aneinander. Sie habe Angst vor Kugelblitzen, sagte sie, hätte es daher gerne geschlossen, ich hingegen, entgegnete ich, hätte zwar generell Verständnis für irrationale Ängste, aber doch nicht bei Treibhaustemperaturen im Zimmer. Nach einigem Hin und Her war sie dann schließlich doch von der Unsinnigkeit ihrer Angst überzeugt. Bei all der negativen Energie, die ich ausstrahlte, sagte sie, sei es schon sehr unwahrscheinlich, dass sich ein Blitz ausgerechnet in meiner Nähe entladen würde. Geht doch.

Fabian Lichter

Vermischtes

Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
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Das schreiben die anderen

  • 22.07.:

    In der Taz nimmt Stefan Gärtner Abschied von Mitte.

  • 16.07.:

    Moritz Hürtgen schreibt in der Taz über Entpolitisierung durch Hypnose.

  • 02.07.:

    Die Volksstimme fasst zusammen, was ein TITANIC-Titel in Michael Wendlers Kopf auslöste.

  • 30.06.:

    Im Spiegel-Interview (hinter der Bezahlschranke) lobt Otto Waalkes die TITANIC.

  • 29.06.:

    Zum 15. Todestag Robert Gernhardts widmet NDR Kultur dem TITANIC-Mitbegründer ein Audio-Feature.

Titanic unterwegs
30.07.2021 Potsdam, Freiland Thomas Gsella
30.07.2021 Heilbronn, Literaturhaus Oliver Maria Schmitt
31.07.2021 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella und Pit Knorr
01.08.2021 Frankfurt, Jahrhunderthalle Sommerwiese Das große TITANIC-Sommerfest