Vom Fachmann für Kenner | Juni 2013


Artenvielfalt

Kochen dient der Völkerverständigung. So erlebt, als unser neuer thailändischer Mitbewohner für die WG zum Einstand eine Fischsuppe kochte. Bei der Zubereitung gab er von Haiflossen, Seehecht und Thunfisch über Garnelen bis hin zu Calamari und Muscheln alles in den Topf, was an Kiemenatmern in den Ozeanen der Welt existiert. Unseren unausgesprochenen Vorbehalten begegnete er mit einem feinen asiatischen Lächeln und dem Hinweis, daß der köchelnde Sud in seiner Heimat unter dem Namen World Wildlife Fond firmiere.

Thorsten Mausehund

Draculogie

Rettung für wissensbrünstige Teenies auf Twilight-Entzug! Nachfahren Bram Stokers haben in einer sargförmigen Kiste ein unveröffentlichtes Manuskript des vermutlich untoten Dracula-Autors entdeckt. Keinen Roman, sondern ein dämonologisches Nachschlagewerk: »Brams Vampirleben«. Darin beschreibt Stoker bisher unbekannte Vampirsorten wie etwa den Fanpir, der in jungen Jahren nur Teddybären beißt, und beantwortet inhumanbiologische Fragen, z.B. ob Vampirzähne nach der Pubertät noch wachsen.

Jonny Rieder

Aus einer unveröffentlichten Reportage

»Sie sind die Ausgestoßenen der Gesellschaft: Treibhausgase.«

Valentin Witt

How to prepare Tapas

Für Fachmänner ist das Herstellen original spanischer Tapas ein Klacks. Anleitung dazu gibt in guten »All inclusive«-Hotels der Tapas-Tölpel. Der Tapas-Tölpel wird vom mühsam werbenden Animations-Schnösel als herausragender Küchenchef angekündigt. Der Animations-Schnösel wirbt damit, daß die Teilnehmer eine einzigartige Einführung in die Zubereitung der einzigartigen kulinarischen Spezialität Tapas erhalten, und alle Teilnehmer dürften sich anschließend als Tapas-Küchenchefs bezeichnen. Der Aufforderung folgen selten mehr als zwei Paare. Die beiden Paare stehen dann da und manschen marinierte Paprika aus der Dose und marinierte Zwiebeln aus der Dose und Thunfisch aus der Dose zusammen. Sie häufeln die Pampe auf kleine, salzlose Weißbrotscheibchen und dürfen sich vom Tapas-Tölpel ein begeistertes »Fantástico!« anhören. Dann lernen sie, wie man statt der Paprikapampe geschmacksarme Pfannkuchen-Stückchen, die Tortilla genannt werden, auf die salzlosen Weißbrotstückchen drauflegt und mit einem Zahnstocher durchpiekst: »Fantástico!« Dann lernen sie, wie man in Schinken gewickelte Garnelen durchpiekst und auf salzlose Weißbrotstückchen steckt. »Fantástico!« Dann lernen sie, wie man Käsestücke (Queso) auf salzlose Weißbrotstückchen legt und mit einer Lötlampe leicht erwärmt: »Fantástico!« Dann werden die ganzen fetten Häppchen noch mit Olivenöl übergossen und müssen gegessen werden, aber spätestens jetzt sollten Sie, so wie ich, den Ort des Geschehens verlassen.

Ludger Fischer

Tip

Der reiche Fuzzi, der den Briefkasten neben dem Markenautomaten mit einem halben Dutzend 1-Cent-Marken dekoriert hat, sollte sich unbedingt mal über die Vorzüge der Geldkartenfunktion aufklären lassen – oder größere Briefumschläge benutzen.

Burkhard Niehues

Beziehungsweise

Wenn ein Musiker sagt, er behandle sein Instrument wie eine Geliebte, dann hört sich das erst einmal recht poetisch an. Stellt man sich aber vor, wie sich eine Geliebte fühlen muß, der man, nachdem man genug auf ihr gedaddelt hat, den Saft abdreht, um sie in einem Koffer zu verstauen, wo sie dann, während der Geliebte mit seinen Mitmuckern noch mal auf ein Bier an die Ecke geht, warten muß, bis ihr der Künstler wieder Leben einhaucht, dann wirkt die Sache eher befremdlich.

Karsten Wollny

Karriere

Letzte Nacht schwer gefeiert. Morgens ein Blick in den Spiegel: Wenn ich beim nächsten Casting für »Körperwelten« mitmache, kriege ich dreimal »Ja« von der Jury und komme in den Recall.

Ulf Wentzien

Risiko, gut kalkuliert

Manchmal erlaube ich mir in der U-Bahn einen Spaß und setze mich in die breiten, verwaisten Sitze des Erste-Klasse-Abteils. Unangenehm wird es nur im Fall einer Kontrolle. Dann verliert die Aktion nämlich schlagartig ihren verruchten Charme, wenn ich mein gültiges Erste-Klasse-Ticket vorweise.

Christoph Maurer

So Fragen

Wenn, wie 2012 in Norwegen geschehen, eine Frau ihrer Tochter die Gebärmutter spendet – erkennt der Uterus dann, daß der Körper, in dem er steckt, vor vielen Jahren in ihm gesteckt hat? Und wenn die Tochter schwanger wird – gebiert sie dann ihre eigene Halbschwester? Und kann diese auch noch mal die Gebärmutter der Großmutter verwenden?

Patricia Weidinger

Belegexemplarisch

Wenn du das hier nicht liest, muß ich mir die TITANIC selber kaufen.

Harald Wurst

Steigerung

Schlecht: Zahnpastadeckel fällt ins Klo.

Schlechter: Man vergißt, daß der Zahnpastadeckel dort gelandet ist, und benutzt das Klo.

Fast schon wieder witzig: Deckellose Zahnpastatube entgleitet Richtung Klobürste.

Daniel Zürn

Aus dem Beruf

Es war übrigens doch kein Juxanruf, als vor kurzem der für seine exzentrische Art bekannte Reptilienfanatiker Markus L. unserem telefonischen Notdienst mitteilte, er habe den Verdacht, seine Königspython versuche ihn zu erpressen.

Felix Jentsch

Türkische Spezialität

In der Dönerbude bestelle ich normalerweise immer Lahmacun oder ganz klassisch Döner. Beim nächsten Besuch möchte ich aber auch mal so ’nen Halal probieren.

Tanja Hötzle

Neue Frauen?

Ein Freund sieht vor sich auf der Straße ein knutschendes Pärchen, um die achtzehn Jahre alt. Eine Hand des jungen Mannes ruht auf dem gutgebauten Gesäß der Dame. Der Freund schaut einen Augenblick wie gelähmt darauf, da ruft der junge Mann ihm zu: »Geiler Arsch, was?« Der Freund, überrascht und ein wenig beschämt, dann aber doch aufrichtig: »Das kann man wohl sagen.« Da löst die junge Frau sich aus der Umarmung ihres Gefährten, wendet sich dem Freund zu und sagt artig: »Dankeschön.« Zeigt sich da eine neue weibliche Aufgeschlossenheit gegenüber rustikaler Anerkennung?

Christof Goddemeier

Pollenfluch

Übersehenes Filzkraut (Filago neglecta), Pfriemenkresse (Subularia aquatica), Langläufigeres Habichtskraut (Hieracium longistolonosum), Silphion (Ferula historica): Auf diese ausgestorbenen Pflanzen reagiere ich laut meiner Allergologin mit vermehrter Histamin-Ausschüttung.

Georg Schmitt

Was gesagt werden muß

Oft kann ein Vergleich helfen, heiße Eisen etwas abzukühlen – wie etwa die knifflige politische Frage, ob ein Antizionist zugleich Antisemit ist: Ich lehne schließlich den Nationalstaat Deutschland auch ab und bin trotzdem leidenschaftlicher Germanist.

Aiko Kempen

Objektpermanenz

Nach dem Entwicklungspsychologen Piaget sind Kinder erst ab dem Alter von acht Monaten in der Lage zu begreifen, daß Objekte, die aus ihrem Blickfeld verschwinden, trotzdem weiterexistieren und sich nicht einfach in Luft auflösen. Dem muß ich allerdings widersprechen: In der achten Klasse versuchte ein Schulfreund, den Bikini einer hübschen Blondine in einem Reisekatalog wegzuradieren, wodurch jedoch – anders als erwartet – nur ein weißer Fleck entstand. Den Bikini haben wir danach, trotz intensiver Suche, nicht wiedergefunden.

Benjamin Bäder

Romananfang

Warum fällt einem… einer… nee… – Warum fällt es einem so schwer… Quatsch! Warum ist es eigentlich… ach, Scheiße! (Nach Zerknüllen verreist).

Nikolai Thom

Rehabilitation Bedauernswerter

All die Großkopferten, die nun mit dem Steuerrecht und der Moral in Konflikt geraten sind, brauchen sich keine Sorgen zu machen. Wenn sie zusammenlegen, können sie die neue Diagnose »Geldsucht« etablieren. Für ihr Opferleid entschädigt sie dann der vorher gemachte Gewinn.

Michael Höfler

Letzter Versuch

Da sich mein aktuelles Buch »Mißerfolg im Beruf« leider fast ebenso schlecht verkauft wie mein Erstling »Mißerfolg bei Männern«, ruhen meine ganzen Hoffnungen nun auf meinem nächsten Werk. Es erscheint in wenigen Wochen und trägt den Titel »Mißerfolg mit Ratgebern«.

Tanja Schmid

Angebot

Die Freundin droht, Sie zu verlassen? Das wollen Sie verhindern? Dann lassen Sie Blumen sprechen: Überraschen Sie sie einfach mit einem hübschen Strauß Verpißdeinnicht.

Frederik Moche

Doppelwiedergänger

Nach seinem Tod war mein Großvater öfter zu Hause als vorher. Plötzlich war er immer da. Natürlich wußte ich, daß er tot war und ich ihn nicht berühren konnte, aber körperliche Nähe war bis dahin eh nie ein großes Thema gewesen. Ich hatte einen Schulkameraden, dessen Vater arbeitslos war und den ganzen Tag im Wohnzimmer vor dem Fernseher saß. Wenn dieser Schulkamerad alleine sein wollte, ging er in sein Zimmer und machte die Tür hinter sich zu. Mein Großvater aber war immer da, auch wenn ich vor der schlechten Laune meiner Eltern in mein Zimmer flüchtete, und er begleitete mich überallhin. Es ist nicht gut, wenn Großeltern ihre Enkelkinder überallhin begleiten – aber was sollte ich tun, außer, ihn zu bitten, mich wenigstens auf dem Klo alleine zu lassen? Hat aber nicht geholfen, er hat sich nicht einmal umgedreht. Ich glaube, daß es meiner Großmutter ähnlich ging; das hat sie ein paar Mal auch so gesagt: »Er ist immer noch da.« Das kann aber nicht stimmen, denn er war immer bei mir. Entweder irrte sie sich oder sie log, oder mein Großvater hatte einen Doppelgänger.

Tibor Rácskai

Produktempfehlung (4)

Die »Freshona Premium Cornichons mit feiner Honignote«, die man bei Lidl erstehen kann, tragen zwar einen gewöhnungsbedürftigen Namen, gehören aber sonst zu meinen absoluten Lieblingsprodukten. Sie sind erstens so klein, wie Cornichons sein sollen – anders als bei der Konkurrenz, wo einem unter dieser Bezeichnung inzwischen jeder dicke Gurkentrumm untergejubelt werden soll. Zweitens verfügen sie über den praktischen Abtropflift, so daß man, wenn man einmal keine Gabel zur Hand hat, bedenkenlos Gürkchen naschen kann, ohne die Finger im Sud zu baden. Und drittens ziert sie natürlich die feine Honignote – ideal auf dem Frühstücksbrötchen oder nachmittags in einer schönen Tasse Tee.

Mark-Stefan Tietze

Fußgängerzonenzombies

Erlischt der Mensch bereits vor oder erst nach Erwerb eines Kleidungsstücks mit dem Wolfstatzenlogo?

Matthias Schreiber

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 So schloss sich der Kreis, Angela Merkel,

So schloss sich der Kreis, Angela Merkel,

als Sie bei einem Wahlkampfauftritt auf Rügen versprachen, nach Ihrer Kanzlerinnenschaft in Berlin und in der Uckermark wohnen zu bleiben. »Von dort ist es durch die schöne A20 nicht mehr weit in meinen ehemaligen Wahlkreis.«

Klar, irgendwas mit Autobahnen hören die Deutschen ja gern, um Ihren Vorgänger mit dem Schnauzbärtchen nicht ganz vergessen zu müssen. Allerdings haben wir nicht vergessen, dass auf einem Teilstück ebenjener Autobahn 20, kurz nachdem es 2005 durch Sie als frisch gewählte Bundeskanzlerin freigegeben worden war, die Fahrbahn einbrach und ein Loch hinterließ, das nicht nur symbolisch tief und breit klaffte. »Eine fürchterliche Schmach« nannten Sie das damals. Pff! Eine schändliche Niederlage auf hierzulande heiligem Schlachtfeld!

Aber vermutlich setzen Sie bei den Autobahn-Deutschen einfach auf das große Vergessen. Hat beim Führer schließlich auch geklappt. Und gewählt werden müssen Sie ja auch nicht mehr.

Sagt zum Abschied leise »Umleitung«: Titanic

 Weißt Du, Zahnarztpraxis Enciso,

was wir gerufen haben, als wir eine Werbepostkarte von Dir mit dem Aufdruck »So muss Zahnarzt« aus dem Briefkasten holten? Genau: »Das kann Papierkorb.«

Maul! Titanic

 Markus Lanz!

Sie sind im April von Ihrem Moderatorenkollegen Micky Beisenherz in einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung aufgrund Ihrer wie auch immer gearteten Interviewtechnik als »Deutschlands schönste Grillzange« bezeichnet worden. Auf die Frage, ob das nicht Sexismus in die andere Richtung sei, antworteten Sie beim Jahrestreffen des Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger in Berlin: »Absolut.« Sie hätten sich zwar darüber gefreut, aber gleichzeitig gedacht: »Schreib’ das mal 2021 über eine Frau. Dann gibt es aber richtig ein paar hinter die Ohren und auch zu Recht.«

Da stimmen wir Ihnen ausnahmsweise ausnahmslos zu, ziehen dem kleinen Würstchen Beisenherz einfach mal präventiv die Löffel lang und verleihen Ihnen stattdessen ganz unzweideutig den zu Ihrem Moderations- und Interviewstil ohnehin viel besser passenden Titel »Deutschlands eitelste Flachzange«.

Grillt alles und jeden und auch zu Recht: Titanic

 Michael Haberland, Organisator des Münchener Oktoberfests,

im Spiegel beschrieben Sie, wie man sich die digital stattfindende Wiesn vorzustellen hatte: »Alle Teilnehmer bekommen eine Wiesn-Box und einen Zoom-Link. Dann geht’s los. A Guadn!« Und weiter? »Sie klicken auf den Link zur verabredeten Uhrzeit, und dann stoßen wir gemeinsam an. O’zapft is’!«

Mal ehrlich, Haberland: Glauben Sie wirklich, dass Ihre ins Interview gejohlten Animationsrufe darüber hinwegtäuschen können, dass das alles ziemlich traurig klingt? Unser Tipp: Bei der nächsten Pandemie das Fest ganz absagen und einmal kräftig »Schaun’ mer mal!« brüllen.

A Guadn! Titanic

 Überrascht, Katja Kipping (Die Linke),

nahmen wir Ihren Tweet nach der Wahlschlappe zur Kenntnis: »In der Mittagspause gönne ich mir heute eine starke Dosis vom Känguru-Humor. Tut an Tagen wie diesen besonders gut«, versehen mit einem Bild von zwei Marc-Uwe-Kling-Hörbüchern. So viel Masochismus hätten wir Ihnen gar nicht zugetraut. Andererseits ergibt dann auch die Mitgliedschaft in einer Partei mit Sahra Wagenknecht Sinn.

Oder ist etwa alles nur ein geschickter Versuch, den Grünen & Co. die Stammwählerschaft mithilfe von deren Stammhumor abzugraben? In diesem Falle: Clever! Nach der Wahl ist bekanntlich vor der Wahl.

Extra starke Erkenntnisse von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Letztes Aufbäumen

Dass ein Smartphone beim Hochfahren mal – Gott zum Gruße! – vibriert, geschenkt. Die Geräte eines gewissen südkoreanischen Herstellers allerdings erbeben auch während des Herunterfahrens bei schon ausgeschaltetem Bildschirm noch mal kurz. Ganz so, als klopfte ein doch noch nicht Verstorbener von innen an den Sargdeckel.

Andreas Lugauer

 Bittgesuch

Ich liebe Online-Petitionen, ich unterzeichne jede. Hätte es sie früher gegeben, viel Leid wäre der Menschheit erspart geblieben. »Stopp Römer nach Germanien!« 200 000 Unterzeichner, und die alten Germanendörfer am Rhein stünden noch heute Stein auf Stein. »Für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, für Brot für alle, für das Volk als Souverän und noch ein paar andere Sachen. Sind Sie dabei? Hier können Sie unterschreiben!« 5 Millionen ratifizierende Franzosen, darunter der französische König, und der blutige Sturm auf die Bastille wäre nie geschehen. Dasselbe gilt für »Europa raus aus Afrika« oder »Herr Bismarck, erlauben Sie das Wahlrecht für alle!« Auch die Sponti-Bewegung hätte mit ihren Zielvorstellungen auf diesem Weg mehr Erfolg gehabt, von »Macht aus dem Staat – Gurkensalat!« bis »Miethaie zu Fischstäbchen!« Keine Ahnung, ob die rot-gelbe Staatsgewalt alle Anliegen wirklich erhört hätte, aber man hätte es versuchen können.

Ella Carina Werner

 Next-Level-Kosmopolit

Ständig trifft man jemanden und sowieso kennt man fast alle über zwei Ecken: Ja, China ist für mich so ein richtiges Milliardendorf!

Leo Riegel

 Emotionskontrolle

Schon ewig her, da fiel mir in einem Plattenladen in Sevilla auf, dass die Regalfächer A–K und M–Z relativ spärlich bestückt waren. Die Fächer L hingegen barsten fast schon vor Fülle. Eine nähere Überprüfung der L-Fächer brachte Klarheit: Los The Beatles, Los The Clash, Los The Doors, Los The Eagles, Los The Rolling Stones, um nur einige Beispiele zu nennen. Ich habe trotz rudimentär vorhandener Spanischkenntnisse davon abgesehen, das Personal darauf anzusprechen, denn diese mehr als amüsante Sortierung machte mir schlagartig klar, dass ich durchaus ein Typ bin, der etwas kann, was viele erst mühselig lernen müssen: loslassen.

Tom Breitenfeldt

 Gesundheitsfrage

Gibt es so was wie Fremdhypochondrie, also dass man immer Angst hat, andere Leute hätten irgendwas oder ihnen würde etwas zustoßen? Ich frage für eine Freundin, bei der ich befürchte, dass sie das hat.

Paula Irmschler

Vermischtes

Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EUROliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EUR
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Das schreiben die anderen

  • 28.09.:

    Oliver Maria Schmitt hat versucht, mit der Kraftradgruppe Frohsinn die Demokratie zu retten – zumindest in der FAS.

  • 28.09.:

    Das "Medienmagazin" vom BR hat mit Martina Werner (und anderen) über Satire, Journalismus und Politik gesprochen.

  • 25.09.:

    TITANIC-Herausgeber Martin Sonneborn spricht mit der Taz über Frauen in der Redaktion und erinnert sich an die beste Zeit für Satire.

  • 20.09.:

    In der Jungen Welt würdigt Stefan Gärtner den 80jährigen Eckhard Henscheid.

  • 14.09.:

    NDR Zeitzeichen zum 80. Geburtstag von Eckhard Henscheid.

Titanic unterwegs
26.10.2021 Hänigsen, Kunstspirale Thomas Gsella
27.10.2021 Braunschweig, Kult Thomas Gsella
28.10.2021 Hannover, Pavillon Thomas Gsella und Ella C. Werner mit M. Knepper
28.10.2021 Hamburg, Literaturhaus Gerhard Henschel