Vom Fachmann für Kenner | Oktober 2012


So, wie man’s spricht

Zwei als dickliche, geistig minderbemittelte Gangsta-Rapper verkleidete dickliche, geistig minderbemittelte Deutschland-sucht-die-Superakne-Kandidaten am Süßkramregal. Nr. 1: »Alda, willste… (hier folgte der Markenname einer bekannten, mit Pfefferminzcreme gefüllten Schokoladenplätzchensorte) …?« – Nr. 2: »Alda, fick dich! Dei Mudda hat vielleicht After-AIDS!«

Theobald Fuchs

Arbeitsmoral

Über meine Pünktlichkeit kann sich mein Chef nun wirklich nicht beschweren. Morgens bin ich immer die erste im Büro, zu einem Meeting kam ich seit zehn Jahren nicht mehr zu spät, und meine Deadlines halte ich ebenfalls hundertprozentig ein. Ja, selbst meine ärztlichen Atteste gebe ich inzwischen meist schon im voraus ab.

Tanja Schmid

Gefunden

Eines gemütlichen Fernsehabends saßen wir familiär beisammen, um uns »Findet Nemo« anzuschauen. Mutter lugte aus der Durchreiche zwischen Küche und Wohnzimmer und rief: »Süß!« Worauf die überraschende Idee folgte: »Ich glaube, heute abend mach’ ich euch Fischstäbchen.« Da hat sich die Fischhatz ja wenigstens für uns gelohnt.

Hatun Doğan

Fröhliche Hundegeschichten (XV)

Im Gegensatz zu Katzenfrauen, Wellensittich-Witwen und anderen Tier-Messies sind verwahrloste Hundesammler ein durchaus seltenes Phänomen. Dies liegt darin begründet, daß Hunde in großen Mengen nicht lauter und schmutziger werden, sondern vielmehr intelligenter, reinlicher, wohlerzogener und lustiger, und zwar um so mehr, je mehr Hunde sich auf einem Quadratmeter aufhalten. Diesen sogenannten Tulkarem-Effekt beschrieb 1981 der palästinensische Wissenschaftler Dr. Hassan ibn-Ibn. Zufällig stellte er fest, daß eine mit Welpen gefüllte Badewanne nicht wie erwartet ein grauenhaftes Schauspiel von Winseln und scharfem Urin ist, sondern ein prickelndes Wohlfühlerlebnis, das gute Laune für Tage garantiert. Ibn-Ibn experimentierte mit immer dichter gepackten Hundebündeln, entwickelte eigens Instrumente wie den Wedelbeschleuniger oder den Schnauzhaarsplitter. Für Saddam Hussein erzeugte er schließlich einen hochangereicherten Dickmops namens Struppi, eine bizarre Kreatur, die aus unzähligen quantenverschränkten Mopswelpen bestand. Dieser Subraum-Mops war so niedlich, daß er sich rückwärts in der Zeit bewegte und sogar das Licht krümmte: In einem Abstand von etwa zwei Meilen erschien Struppi als glosende, etwa scheunengroße, von einer feurigen Korona umgebene Kugel opaleszierender Finsternis, die noch hinter zwanzig Zentimeter Blei spontane Knuddelanfälle und »Guck, wie süß«-Rufe auslösen konnte. Leider war Struppi für die Kriegsführung nicht zu gebrauchen, weil er dafür viel zu artig war. Gerüchten zufolge wurde er beim amerikanischen Sturm auf Bagdad von einem Streifschuß getötet, anderen Gerüchten zufolge ist er nun in der Hand von Al-Qaida, die allerdings auch nichts mit ihm anzufangen weiß.

Leo Fischer

Prophezeiung

Der Kartoffelteller wird früher oder später die Käseplatte ersetzen: Bratkartoffeln, Pommes, Stampfkartoffeln (alternativ Kartoffelpüree), Kartoffelpuffer, Kumpir, Kroketten garniert mit einer Pellkartoffel. Fertig. Macht nicht schöner, aber dafür satt.

Julia Wehnemann

P.C.

»Hast du schon gehört? Man darf zu Kaffee nicht mehr Negerbrühe sagen.«

»Aber das hat man doch noch nie gesagt!«

»Verbieten werden sie es trotzdem.«

Aleksandar Jožvaj

Kleine Freude

Beim Aussteigen aus dem Stadtbus spricht mich eine Dame leicht fortgeschrittenen Alters an; gut gekleidet, lila Bluse, dunkelblauer Rock, sauber frisierte silbergraue Haare. Kein Anzeichen von Wahnsinn in ihren Gesichtszügen. Ob mir auch aufgefallen sei, daß im Bus praktisch nur Türken und Schwarze gesessen hätten? Wo wir eigentlich lebten, in Deutschland? In Wiesbaden oder wo? Ich möchte das Gespräch so schnell wie möglich beenden und erwidere: »Die sollte man alle ins Gas schicken.« Ihre Augen weiten sich merklich, deutliche Anzeichen von Verzückung machen sich bemerkbar: »Ja, das wäre schön.« Wie nur raus aus dieser Kiste? »Und überhaupt«, fahre ich fort, »einen Ariernachweis sollte man wieder einführen, bis in die fünfte Generation. Wer irgendwo von einem Luxemburger abstammt oder von einem Bayern – sofort vergasen.« Ihre Augen leuchten hell auf. »Und sowieso: Der Hitler hat alles richtig gemacht mit dem Ausmerzen, das wird man ja wohl heutzutage noch sagen dürfen!« Da kommt endlich ein Einwand: Hitler war nicht gründlich genug. Die übriggelassenen Juden, die beherrschen uns von Amerika aus und von Israel. Ja, mit den Deutschen kann man’s ja machen! Aber wir lassen uns nicht unterkriegen, nicht wahr, wir nicht. Und was ich von dem Euro halte, mit diesen miesen, stinkenden Griechen, die auf unsere Kosten leben? »Alle vernichten. Und die ganzen Politiker auch, alle an die Wand!« Meine Stimme wird lauter, bestimmter. Ich hoffe, sie beginnt, den ganzen Irrsinn zu erahnen, der sich da vor ihr abspielt. Aber: Fehlanzeige. Schließlich weiß ich nur noch eines: Ich verabschiede mich mit Deutschem Gruß. Sie lächelt selig und schwebt davon. Ich bin mir sicher, sie geht ins Staatstheater, auf Lesungen, in die städtische Bücherei und in Orgelkonzerte. Benommen gehe ich von dannen. Wie leicht man doch älteren Damen eine Nachmittagsfreude machen kann.

Georg Schmitt

Alte Musikerweisheit

Die letzte Hammond hat keine Tasten.

Tim Wolff

Pixelterror

Neue Kamera (zwanzig Megapixel) gekauft. In Ermangelung anderer Motive eigene Wohnung fotografiert. Ergebnis: Bude sieht scheiße aus. Seitdem Angst vor Porträtfoto.

Guido Schmitz

Inflation

Die Tankstelle, an der ein Freund von mir jobbt, wird regelmäßig von »Zehnachtzig« aufgesucht. So nennen die Angestellten jenen Kunden, der dort jeden Tag mit in Münzgeld exakt abgezählten zehn Euro und achtzig Cent erscheint und damit zwei kleine Flaschen Cognac und eine Schachtel Zigaretten ersteht. Mein Freund kannte ihn schon, da hieß er noch »Achtvierzig«.

Volker Schwarz

Kurzgebäck

Alle meckern und klagen über die ach so böse und korrupte Pharmaindustrie. Aber: Wir brauchen sie! Sicher, es gibt immer wieder diese unschönen Prozesse, in denen kranke Menschen den Konzernen vorwerfen, nur wegen ihres Medikaments ginge es ihnen schlecht, seien sie verstümmelt, zu früh gestorben etc. Aber was wäre der Kinderkanal, was wären die Kinder, was wären Millionen bekiffte Erwachsene ohne die von Contergan inspirierte Figur »Bernd das Brot«?

Katrin Bolbeth

Theorie

David Lynch ist schon vor fünf Jahren gestorben, aber das hat wie immer kein Mensch verstanden.

Torsten Gaitzsch

Produktempfehlung (II)

Ich habe mir gestern, verführt von Werbung und einem grotesk niedrigen Preis, eine Siebenerpackung »Snickers«-Eis gekauft und sogleich entsetzliche Angst um meine Figur bekommen. Zu Hause war ich dann aber prompt beruhigt, ja sogar einigermaßen begeistert, als ich merkte: Das Zeug ist so unfaßbar süß, brennt sich so schokokaramelerdnußschwer in Zunge, Gaumen und Hals, daß man gar nicht mehr als drei Stück hintereinander runterkriegt.

Mark-Stefan Tietze

Lebende Statue

Ein alter Mann steht, auf seinen Rollator gestützt, an einer Straßenecke auf dem Bürgersteig. Reglos. Ich gehe vorbei, nach einigen Schritten rumst es. Ich drehe mich um, der alte Mann ist gestürzt und liegt nun, genauso reglos wie er vorher stand, neben seinem umgekippten Rollator auf der Straße. Als ich näher rangehe, stelle ich aber doch eine Bewegung fest: die des unaufhörlich aus seinem Hinterkopf auf die Straße tropfenden Blutes. Da muß er aber noch üben.

Markus Riexinger

Überdefiniert

Wirklich verarscht fühlt man sich, wenn einen dort, wo zuvor jahrelang ein Pissoir hing, nicht nur zwei klaffende Löcher in der Klowand erwarten, sondern auch noch ein Schild mit der Aufschrift »Defekt«.

Hauke Oelschlägel

Hab ich oder hab ich nicht?

Ich träumte, ich wäre in einer Bar und unterhielte mich am Tresen mit einem mir unbekannten Mädel, das – zugegeben – wesentlich jünger war als ich. Nach einer Weile sagte sie, sie finde es klasse, daß ich sie »ganz normal« behandele, was ich nicht verstand. Was sie damit meine, fragte ich, worauf sie erwiderte, sie sei Miley Cyrus – ob ich sie denn nicht erkannt hätte? Wie der Traum weiterging, weiß ich nicht mehr. Was mich seitdem jedoch beschäftigt, ist die Frage: Habe ich denn nun von Miley Cyrus geträumt – oder doch nicht?

Thomas Neubauer

Alles klar

»Wie meinst du das, sie ist ›kein Kind von Traurigkeit‹?«

»Na, sie kriegt einfach den Gebärmutterhals nicht voll.«

Jürgen Kohns

Eselsbrücke

Um mich daran zu erinnern, vor dem Überschreiten meiner Mahagonidielen die Schuhe auszuziehen, mache ich mir einen Knoten in die Schnürsenkel.

Michael Höfler

Kaufempfehlung

Beim Einkauf im Supermarkt lasse ich mich hinsichtlich der Auswahl von Waren immer von der Hintergrundbeschallung inspirieren. Lachen Sie nicht: Da stand ich vor dem Regal mit den verstaubten Rotweinflaschen, als über Lautsprecher plötzlich Aaliyahs Smash-Hit »Try Again« mit den wunderschönen Zeilen »You can dust it off and try again« an mein Ohr drang. Was soll ich sagen: Die Entscheidung war keine falsche.

Tina Manske

Entwarnung

Heute brachte ich das Kleingeld zur Bank, das sich auf dem Boden meiner Handtasche gesammelt hatte. Es stellte sich heraus, daß ich völlig ohne fremde Hilfe, nur durch das Zurückhalten meiner Finanzkraft, Europa in die Krise gestürzt hatte. Hiermit möchte ich mich aufrichtig und offiziell für die Umstände entschuldigen. Es müßte jetzt wieder passen.

Manuela Kaindl

Ästhetische Chirurgie

Eine dickliche Dreizehnjährige zur anderen: »Total geil wäre ja, wenn Moskitos nicht Blut, sondern Fett saugen würden!«

Marcel Vega

Auf engstem Raum

Gebrauchtes Handy ersteigert: Zu meiner Überraschung hatte die vorherige Besitzerin es für überflüssig gehalten, ihre Daten zu löschen. Natürlich wühlte ich mich gleich durch ihre umfangreiche Korrespondenz. Außer langweiligen Statusmeldungen, wie lange man noch in der Bahn sitze und wie schön der gestrige Grillabend gewesen sei, gab es aber nichts Spannendes zu entdecken. Doch dann fand ich noch eine SMS, die mich bis heute mit ihrer geballten, lapidar vorgetragenen Informationswucht fasziniert: »Freu mich auf dich, gibt bestimmt viel zu erzählen. Jule kommt heute wieder. Moni hat nen netten Freund, waren schon hier. Petra war auf Entzug. Udo hat einen überfahren. Lg Tini«

Simon Brüggemann

Generation Beziehungsstatus

Nur wenigen ist noch bekannt, daß das alte Sprichwort »Wo Süßholz geraspelt wird, fallen Späne« gleichbedeutend ist mit »Wo die Liebe hinfällt, wächst kein Gras mehr.«

Svenna Triebler

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Huhu, Frank Thelen!

Huhu, Frank Thelen!

Sie sind ein teiggesichtiger deutscher Unternehmer, Investor bei der strunzdummen Show »Höhle der Löwen« und außerdem noch Autor von Büchern, in denen ehrlich das Allerdämlichste steht, was man aus eh schon schwachsinnigen Wörtern wie »Mindset« im Jahr 2020 noch machen kann. Ihr neustes Schundwerk heißt »10xDNA«, und darin erklären Sie u.a., dass bald Flugtaxis durch unsere Städte sausen werden. Aber das wissen Sie ja alles selbst!

Warum wir Ihnen schreiben? Weil Sie der behämmerten Münchner »Abendzeitung« im Interview steckten, dass ein Start-up aus Ihrem »Portfolio« sich das »retronasale Riechen zunutze gemacht« habe und daher naturgemäß eine Flasche entwickeln musste, aus »der man pures Wasser trinkt und dennoch Geschmack über Geruch wahrnimmt«. Das habe es »bislang so noch nicht gegeben«.

Und hier möchten wir entschieden widersprechen! In unserer Gestaltungsabteilung sitzt nämlich ein Herr namens Thomas Hintner, und dieser hat das retronasale Riechen schon vor vielen Jahren so weit auf die Spitze getrieben, dass er herbes Pilsbier trinken kann – und dabei nichts als Wasser schmeckt. Dafür braucht er nicht mal Flaschen wie Sie! Und wenn Ihnen, Esel Thelen, dieser Brief zu frech ist, dann schickt Kollege Hintner Ihrem idiotischen Start-up eine Patentklage.

Gluck, gluck! Titanic

 »Spiegel«!

»Schwimmen im Freibad ist wie ein Besuch bei McDonald’s«, heißt es im Teaser einer Deiner Artikel. Weil man nie hundertprozentig weiß, ob nicht vielleicht irgendwo jemand reingespuckt hat, aber zumindest auf die Pommes immer Verlass ist?

Fragen Deine Freunde in Fett schwimmender Nahrungsmittel aus der Redaktion von Titanic

 Entlarvend, lieber Kapitalismus,

ist ausgerechnet die Arte-Doku »An den Ufern des Nil: Zwischen Assuan und Luxor«. Darin erklärt der Sprecher mit gewohnt sonorer Stimme: »Die losgesprengten Felsbrocken werden zum Nil geschleppt und auf Frachtkähne verladen. Eine Szene wie vor Jahrtausenden. Heute schultern keine Fronsklaven die zentnerschwere Last für die Tempel der Pharaonen. Die Männer arbeiten freiwillig und schuften für einen kargen Lohn.«

Einfach toll, was Du, Kapitalismus, in 4000 Jahren so geschafft hast. Nächste Revision dann in weiteren 4000 Jahren, vielleicht sogar zum Mindestlohn?

Glaubt aber eher nicht: Titanic

 Roland Tichy, alter Einblicker!

Auch in zweiter Instanz haben Sie Ihre Klage gegen Claudia Roth verloren, die Ihnen zugeschrieben hatte, dass Ihr »Geschäftsmodell«, das in der Herausgabe des rechten Blogs »Tichys Einblick« besteht, »auf Hetze und Falschbehauptungen beruht«, was Sie als falsche Tatsachenbehauptung gewertet und untersagt wissen wollten.

Und ob Sie es glauben oder nicht, Tichy: Wir können Ihren Ärger verstehen. Wozu macht man sich schließlich die ganze Mühe? Weshalb wir also gegen Roths dreiste Ehrabschneiderei ein für alle Mal klarstellen wollen: Selbstverständlich beruht Ihr Geschäftsmodell nicht nur auf Hetze und Falschbehauptungen, sondern mindestens ebenso sehr auf Dummheit, Infamie, bewussten Lügen, Perfidie, Täuschung und nicht zu vergessen einem ordentlichen Schuss Narzissmus.

Mit ganz tiefem Einblick: Titanic

 Otto Schenk! Otto Schenk!

Als 91jähriges Urgestein der deutschsprachigen Theaterlandschaft plauderten Sie in der TV-Sendung »Willkommen Österreich« über Ihre Tierliebe im Allgemeinen und zu Papageien im Besonderen. Einem von Ihnen so genannten »Leihpapagei« wollen Sie den Satz »Heut red’ i nix« beigebracht haben. Und wie nebenbei konstatierten Sie: »Nicht sprechende Papageien sind für mich keine Papageien.«

Aber aber, Herr Schenk, gehen Sie doch nicht so hart ins Gericht mit unseren kunterbunt gefiederten Freunden. Selbst der beredteste aller Papageien ist von Zeit zu Zeit unpässlich oder schlecht aufgelegt oder womöglich im Alter taub geworden. Denken Sie bitte noch mal darüber nach!

Will ’nen Keks: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Revolte

Schon seit Jahrtausenden lassen sich die Bienen vom Menschen nach Strich und Faden ausbeuten und hinters Licht führen. Wilde Instinkte und Resistenz gegen Milben und Krankheiten wurden zugunsten von Zahmheit und ungesundem Fleiß weggezüchtet, hochwertiger Honig wurde immer wieder entwendet, im Tausch gegen billige Glukoselösung. Doch damit ist jetzt Schluss. Widerstand regt sich in den Bienenstöcken, zumindest bei meiner Nachbarin, deren Bienen dazu übergegangen sind, den Honig lieber gleich zu verputzen und die Waben mit dem lauen Zuckerwasser vollzupumpen.

Miriam Wurster

 Metaphysik

Wahre Physiker sterben nicht, es reorganisieren sich nur ihre Teilchen.

Jürgen Miedl

 Ohne Worte

Man kann das Wesen eines Menschen ja in vielem erkennen. Zum Beispiel darin, wie er über seine Badezimmertürschwelle stolpert. Oder darin, wie er ein Glas Wasser fallen lässt. Vielleicht auch darin, wie er auf sein Bett springt und wie er sich abrollt, wenn er hinunterfällt. Aber was für ein Wesen hat einer, frage ich mich, der, wie mein neuer Nachbar, all dies im selben Moment tut?

Teja Fischer

 Schlechter Werbeslogan

Mit Sagrotan läuft Sack rot an

Elias Hauck

 Genusspunkte

Dass Umlautzeichen appetitanregend wirken können, wird einem so richtig bewusst, wenn man beim Lesen einer Speisekarte zum ersten Mal mit »Raucherlachs« konfrontiert wird.

Julia Mateus

Vermischtes

Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHeiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 07.07.:

    Hans Zippert schreibt in der FAZ über 80 Jahre Ringo Starr.

  • 03.07.:

    Das Online-Magazin Bookster unterhält sich mit Pit Knorr über sein Alter Ego "Opa Corona".

     

  • 23.06.:

    Stefan Gärtner schreibt in der "Jungen Welt" über den Film "Übers Reck", der Clemens Meyers Rede zu den ausgefallenen Ruhrfestspielen 2020 zeigt. 

  • 15.06.:

    Christian Y. Schmidt erinnert im "Neuen Deutschland" an den Verleger und Autor Jörg Schröder.

  • 02.06.:

    Culturmag.de bespricht Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod".

Titanic unterwegs
15.07.2020 Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus Oliver Maria Schmitt, Michael Sowa u.a.
17.07.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella, Gartenlesung
19.07.2020 Schwarzenbach a. d. Saale, Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst Katharina Greve: »Die dicke Prinzessin Petronia«
27.07.2020 Leipzig, Werk 2 Martin Sonneborn