Vom Fachmann für Kenner | November 2012


Begriffsstutzig

Wann sollte man beginnen, sich Gedanken über sein Sexualleben zu machen? Bzw.: Ist es nicht eh schon zu spät, wenn die Freundin nach der Libido fragt, aber eigentlich die Prostata meint?

Björn Boch

Fröhliche Hundegeschichten (XVI)

Es waren mal zwei Hunde.

Als sie zwei Monate alt waren, schnappten sie nach Mutters Zitzen.

Als sie eins waren, bissen sie in die Hand, die sie fütterte.

Als sie zwei waren, knabberten sie an den Knochen vom Sonntagsbraten.

Als sie vier waren, zerfetzten sie eine Borchert-Gesamtausgabe.

Als sie sieben waren, zerrissen sie das Kabel vom Beatmungsgerät ihres Besitzers.

Als sie acht waren, fraßen sie den wichtigen Friedensvertrag.

Als sie neun waren, bissen sie in den Finger, der den Atomkrieg auslösen wollte.

Als sie zehn waren, bissen sie in die Hand, die ihnen dafür einen Orden anheften wollte.

Als sich nach hundert Jahren ein Regenwurm durch ihre beiden Gräber fraß, merkte er gar nicht, daß hier zwei Hunde mit ihren Lieblingsknochen beerdigt waren. Es waren dieselben Knochen. Alles dieselben Knochen.

Leo Fischer

Ein Abschied

Achtung, Achtung: Mohammed hatte Käsefüße, Spliß und Mundgeruch!

Ergänzung 1: Danke für alles, Mutter.

Ergänzung 2: Eric, das mit Deiner Freundin tut mir leid. Falls Du es weißt. Falls nicht: Es ist nichts passiert.

Ergänzung 3: Bitte zuerst Matussek angreifen. Danke.

Benjamin Baum

Gerecht

Wer als Mann in den fortgeschrittenen Vierzigern seine Freizeit gerne vor dem Tresen verbringt, für seine Standhaftigkeit nach einiger Zeit mit einem stattlichen Bauch belohnt wird und diesen Umstand ohne großes Murren akzeptiert, dem erscheint es doch etwas befremdlich, wenn die schlanke und sportliche Freundin ihm nonchalant vorschlägt: »Du gehst dann um drei Uhr in die Kneipe und ich gehe um drei Uhr ins Fitneß-Studio.«

Man reagiert verwundert: »So lautet also der Plan?«

»Na klar. Jeder tut etwas für seine Figur.«

Christoph Koblenz

Als Sammler

begnüge ich mich nicht mit dem Sammeln von Eindrücken, Kronkorken und Hautcremes aus Hotels, die meine Freundin in regelmäßigen Abständen in den Müll wirft. Als echter Sammler sammle ich etwas, das wirklich kein Mensch gebrauchen kann, nicht einmal ich: Plastikkugeln aus leeren Deorollern. Mittlerweile habe ich schon zwei Schuhkartons davon. Jede Überlegung zu einer praktischen Verwendung habe ich bisher verworfen, etwa die, sie dem Wuppertaler Tanztheater zu Übungszwecken auf die Bühne zu kippen, und auch die, sie zur Hauptverkehrszeit eine U-Bahn-Treppe hinabhüpfen zu lassen. Ich glaube, ich belasse es beim zweckfreien Sammeln, denn darum geht es doch, oder?

Ludger Fischer

Jugend von heute

Auf dem Weg zum Supermarkt liegt ein etwas heruntergekommener Spielplatz, auf dem sich des öfteren Jugendliche aufhalten. Nach einem versoffenen Abend bei mir zu Hause machte ich mich auf, um die geleerte Kiste Bier zum Supermarkt zurückzubringen. Auf Höhe des besagten Spielplatzes brüllten mich ein paar 14jährige an: »Yeah, geil, jetzt gibt‘s Bier!« Als ich ihnen klar machte, daß es sich hier nur noch um leere Flaschen handelte, wurden sie noch begeisterter: »Geil! Pfand!«

Michael Hahn

Geheim

Zwei Neuzugänge für meine Sammlung von Verschwörungstheorien, sie wurden mir im Brustton der Konspiration und sehr besorgt von zwei unterschiedlichen Personen eingeflüstert.

1. Die Kachelmann-Verschwörung: Kachelmann wurde mit den Vergewaltigungsvorwürfen »kaltgestellt«, weil er kurz davor war, durch sein landesweites Netzwerk von Wetterstationen mit Satellitenverbindung die BRD zu kontrollieren.

2. Die Dirk-Bach-Verschwörung: »Den haben sie weggemacht!« Er habe im Zusammenhang mit den NSU-Morden »zuviel gewußt«.

Bedenklich!

Nicolai Hagedorn

Nie gesagte Sätze

»Also diese Regentropfen, da muß irgendwo ein Nest sein.«

Markus Riexinger

Bürgerliches Trauerspiel

Urlaubsfahrt. Etappenpause in den Alpen. Bieder rustikales Hotel. Warmes Wetter. Fenster überall sperrangelweit offen. Nachbarn offenbar Rheinländer, Mann und Frau, beide etwa Mitte 50. Aus dem Zimmer Geräusche. Erst fröhliches Zechen. Dann lautes Gekeife. Schließlich unbotmäßiges Brüllen. Später Übergang in diffuses Gurgeln. Mein Gedanke: Ruhe ist die erste Würgerpflicht.

Harald Wurst

Wissensvorteil

Heiße Diskussion im Bus unter zwei Fünfjährigen.

Kind 1: »Wenn man ein Baby macht, muß man den Penis in die Scheide tun.«

Kind 2, entrüstet: »Meine Mama hat das nicht gemacht!«

»Hat sie bestimmt«

»Nee, ich hab sie gefragt!«

Ratlose Pause.

Kind 2, triumphierend: »Ich weiß, wie Menschen sterben!«

Katharina Voigt

Mit der Zeit stehen

Wer von der ewigen Mobilität und Hast die Nase voll hat, sollte sich unbedingt ein E-Skateboard zulegen. Den besten Kompromiß aus Geschwindigkeit und Gewicht bieten Modelle, die es bei 15 Kilogramm auf 15 km/h bringen: Cityräder überholen einen, Falträder lassen einen an der Ampel stehen, beim Überwinden von Schwellen und Treppen bewahrt einen das Gewicht vor Eile, und mancher Zug, auf den man besser nicht aufspringt, fährt vor einem ab.

Michael Höfler

Ansteckend

Als ich von einer Radlerin mit weitaus besserem Fahrgestell bergauf ständig ausgebremst, dafür bergab vom Weg gedrängt wurde, stellte ich mir gereizt die Frage, ob es eigentlich die Drahtesel sind, die einen mit dieser merkwürdigen Stutenbissigkeit infizieren.

Katrin Bolbeth

Im Reisebüro

»Könnten Sie mir eventuell auch noch den Katalog aus dem letzten Jahr mitgeben?«

»Gern. Aber warum denn?«

»Ich bin Historiker.«

Andreas Maier

Programmfehler

Wie oft habe ich im Internet bei verschiedenen Hilfe-Seiten unter FAQ meine Frage nicht gefunden! Deswegen schlage ich vor, eine zusätzliche Kategorie einzuführen, auch wenn sich das nicht so locker aussprechen läßt: QNA – questions never asked.

Jürgen Naumann

An Markus Lanz

Ich wette, daß ich sämtliche Moderatoren deutscher Polit-Talkshows mit verbundenen Augen an dem Geräusch unterscheiden kann, das entsteht, wenn meine Handfläche mit großer Geschwindigkeit auf eine Moderatorenbacke trifft. Das funktioniert übrigens auch mit Mitgliedern der Bundesregierung.

Tibor Rácskai

Das verlernt man nie

Hurra, hurra! Seit gestern spült meine Waschmaschine wieder. Jahrelang hat sie zwischen Waschgang und Spülen einfach abgebrochen, und ich mußte immer manuell weiterschalten, was natürlich total nervig ist, besonders wenn man nicht zu Hause ist. Und gestern auf einmal das: spontane Selbstheilung. »Rrrrrrrrrratschsch« – Weiterschaltung zum Spülen. Dabei hab’ ich gar nichts gemacht, nichts repariert, nicht mal draufgehauen… offenbar ein Fall von esoterischer Wunderheilung. Na, wenn das so weitergeht, besteht ja vielleicht auch Hoffnung für mich, und ich kann irgendwann plötzlich und überraschend wieder Fahrradfahren.

Peter P. Neuhaus

Ausgerechnet…

»Wollen wir uns die Sendung über Mathe, Primzahlen und Codes angucken?«

»Och ja. Wo läuft die denn?«

»Auf 3satz.«

Katharina Greve

Schön!

Zugegeben, manchmal glaube ich fast, ich könnte die Meinung anglizismenfeindlicher Sprachnörgler teilen, und dann warte ich nur darauf, daß mich jemand zur Begrüßung fragt: »Wie bist du?«, oder daß mir jemand über eine Sache, die mich nichts angeht, sagt: »Das ist nicht dein Konzern.« Doch dann wiederum gibt mir ein New Yorker Bekannter zum Abschied einen Rat, dem ich freudig folge und den ich in meiner bisweilen farblosen Muttersprache gerne fest verankert sehen möchte: »Genieß dich!«

Karsten Wollny

Avantgarde

Lange bevor Facebook gegründet wurde, gab es bereits Shitstorms in der SPD. Sie hießen damals allerdings noch Parteitage.

Tanja Hötzle

Clever gärtnern

Habe die unzähligen Eichenblätter, die in meinen Garten gefallen sind, mit meiner Laubsäge zu Lindenlaub umgestaltet. Das verrottet besser.

Uwe Geishendorf

Quo vadis, Sparkasse?

Köln, U-Bahn-Linie 5 Richtung Hauptbahnhof. Ein Ex-Jugoslawe telefoniert akzentfrei und zweisprachig mit einem Geschäftspartner. Der deutsch hervorgebrachte Satz »Den ganzen Tag in der Sparkasse arbeiten und dann abends im Swingerclub mit Kacke rumschmeißen… so Pappnasen sind das!« gehört zum Besten, was ich seit langem zur Finanzkrise gehört habe.

Nikolai Thom

Im Blumenladen

Verkäufer: »Geschenkpapier um den Strauß?«

Käuferin: »Keine Ahnung, ich bin kein Mann. Ich weiß nicht, wie man sich benimmt, wenn man Scheiße gebaut hat.«

Michael Zirlewagen

Hausflurhygiene

Massiver Wasserschaden im Bad; es mußte bereits seit längerer Zeit aus der Dusche in die Zwischendecke gelaufen sein. Einsturzgefahr! Die Hausverwaltung griff umgehend ein, die neu abgedichteten Fugen hatten zwölf Stunden lang zu trocknen. Nach eingehender Begutachtung seines Werkes gab der Hausmeister unsere Dusche am nächsten Tag wieder frei. Knapp zwei Wochen danach zwang mir seine Frau im Hausflur ein Gespräch auf und erkundigte sich, ob wir denn schon wieder geduscht hätten. Soll ich das als Unverschämtheit auffassen oder mich einfach vor ihr ekeln?

Simon Brüggemann

Spektrum

Als sich bei einer abendlichen Diskussion ein Bekannter, der Mitglied der Grünen ist, im Verlauf des Gesprächs immer mehr CSU-Positionen annäherte, wurde mir bewußt, daß die Kategorisierung der alkoholinduzierten Leistungsfähigkeit des Denkvermögens von »Alles im grünen Bereich« bis »Mir wird schwarz vor Augen« durchaus auch eine parteirhetorische Dimension hat.

Caspar Kolster

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Wow, Womanizer Friedrich Merz!

Im Taz-Interview auf Ihre fehlende Beliebtheit angesprochen, parierten Sie großartig: »Schauen Sie sich mal an, wie viel Zustimmung ich von Frauen jeden Alters über die sozialen Netzwerke bekomme. Da gibt es zum Beispiel ›Wir Frauen für Friedrich Merz‹, eine von mir nicht beeinflusste, breit angelegte Initiative. Für keinen der beiden anderen Bewerber gibt es etwas Vergleichbares. Und ich freue mich natürlich sehr darüber.«

Klar, welcher Belami wäre da nicht sackstolz? Gemeint war jene Fotoaktion auf Facebook, bei der knapp 200 Frauen (nicht wenige davon Ortsvorsitzende Ihrer Partei) mit Dackel unterm Arm, im Dirndl oder mit irrem Lächeln abgelichtet sind, im je beigefügten Lobhudel-Zitat Sie als »starken Mann« – nicht des 20. Jahrhunderts, sondern »der Stunde« – preisen, Ihr, prust, »Charisma« rühmen und beteuern, Sie seien derjenige Kandidat, der die CDU ins »nächste Jahrzehnt führen« könne – und das, bei aller Kritik und Antipathie, das schaffen rein kalendarisch sogar Sie.

Ihre Frauen und Männer für Norbert Röttgen (gerechterweise) von Titanic

 Birgit Herden (»Welt online«),

Sie haben es wirklich gewagt, einen Text mit »Liegt doch Hoffnung in der Herdenimmunität?« zu titulieren? Stark. Aber: die haben wir schon. Titanic

 Waber, waber, Alard von Kittlitz!

Waber, waber, Alard von Kittlitz!

Eine geschlagene Seite plus Aufmacher spendierte Ihnen die »Zeit«, damit Sie in der Rubrik »Entdecken« die spannende Welt der Astrologie entdecken. »Wer glaubt denn so was?« hieß Ihr Texttrumm, für dessen Herstellung Sie sich erst von einer berufsmäßigen Gaunerin in die Sterne blicken ließen und danach als Ausgleich – wir sind ja schließlich bei der »Zeit« – einen Mann der Wissenschaft (»ein in Harvard studierter, ultragebildeter Hippie«) konsultierten.

Weil Sie mit Ihren geschätzt 25 Jahren zwar schon das Selbstverständnis eines abgeklärten Journalistendarstellers entwickelt, aber scheint’s noch nie vom Forer/Barnum-Effekt gehört haben, brachte Ihr persönliches Horoskop Sie an einigen Stellen dann doch zum Bauklötze Staunen. »Da stand also, in mir bestehe einerseits ein ›grenzauflösender Zug‹, der eine ›Auseinandersetzung möchte mit dem, was jenseits der Realität liegt‹. Gleichzeitig sei da aber auch ein Hang zum Skeptizismus … O ja.«

Ja, scheiß rein, Simsalard von Kittlitz! Einerseits, andererseits. Einerseits können wir uns so einiges vorstellen, andererseits nicht das, was Sie in den Oberzeilen zu Ihrer investigativen Sternstunde insinuierten: »Ich kann die Sorge nicht leugnen, künftig als der verspulte Eso-Trottel der Redaktion dazustehen.« Denn als Trottel dürften Sie dort schon seit langem dastehen.

Leider nicht jenseits von Ihrer Realität: Titanic

 Schau bzw. hör an, »Radio Wuppertal«!

Vor dem Wuppertaler Landgericht stand im August eine Dealerin, die Heroin von einer Bande aus den Niederlanden bezogen hatte. Und jetzt kommt’s: »Sie soll das Heroin dann in Wuppertal mit größerem Profit weiterverkauft haben.«

Es ist wirklich schlimm, wie sich heutzutage alles nur noch ums Geld dreht. Wo bleibt das Menschliche?

Für mehr Ehrenamt im Drogenhandel: Titanic

 Schokierend, Schokoladenfabrik Lindt & Sprüngli,

was wir auf »Focus online« über Dich lasen: »Die Bewohner von Olten zwischen Zürich und Basel dürften nicht schlecht gestaunt haben, als es vergangenen Freitag begann, Kakaopulver zu schneien. Grund dafür war das Versagen eines Lüftungssystems der örtlichen Schokoladenfabrik von Lindt & Sprüngli.«

Man hört derzeit ja allerorts von seltsamen Wetterkapriolen, aber Kakao-Schauer sind selbst in unserer Klimakrisen-Welt ungewöhnlich. Die aufgetischte Erklärung vom defekten Lüftungssytem schlucken wir allerdings nicht. Sei ehrlich, Lindt & Sprüngli: War das nicht ein verzweifelter Versuch Deiner Oompa Loompas, irgendwie auf ihre Gefangenschaft als Arbeitssklaven aufmerksam zu machen? Oder war es einfach ein ausgeklügelter Werbegag? Sollte Letzteres der Fall sein, hier ein kleiner Tipp: Gratis Schokolade auf eine ganze Stadt schneien zu lassen ist prinzipiell eine süße Idee, nur halt nicht im Hochsommer …

Wissen Deine Werbe-Willy-Wonkas auf der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Ein Gleichnis

Vier Blinde stehen um einen Elefanten herum und untersuchen ihn, um herauszufinden, worum es sich handelt. Derjenige, der den Rüssel zu greifen bekommt, erklärt: »Es muss ein lebendiger Gartenschlauch sein.« Ein anderer – er streicht über die Flanke des Dickhäuters – spricht: »Nee, das ist ein Elefant«, tastet sich nach oben und ergänzt: »Jepp, hier ist das charakteristische Ohr. Ganz klar, ein Elefant.« Der Dritte befühlt einen Stoßzahn und schlussfolgert: »Elfenbein. Der Fall ist gelöst. Man muss schon sehr dumm sein, um an einen Gartenschlauch oder etwas anderes zu denken …« Der Vierte meldet sich zu Wort: »Moment! Um ganz sicher zu gehen, sollten wir noch den Penis des Tieres anfassen. Los, macht alle mit!« Die vier Blinden nähern sich dem gigantischen Glied und vollführen daran rhythmische Auf- und Abbewegungen.

Da öffnet sich die Stalltür, und der Besitzer des Elefanten kommt herein: »Was geht hier vor? Bei Ganesha, was MACHEN Sie denn da?!«

Werbeeinblendung: »Schützen Sie Ihre Arbeitselefanten! Mit Mahut Security Systems. Für alle Stallarten. Denn die Welt ist voller Perverser.«

Torsten Gaitzsch

 Das Beste kommt zum Schluss

Die gesamte Tragik der Endlichkeit des Lebens wurde wohl selten so schön zusammengefasst wie in diesem Satz, den ich zufällig bei einem Friedhofsbesuch aufschnappte: »Es ist so schade, dass Opa nicht erleben konnte, wie schön sein Grab geworden ist.«

Jürgen Miedl

 Hoppla

Dass sich vieles mit dem Alter ändert, damit habe ich gerechnet. Aber wie vieles sich nicht ändert, das war eine Überraschung.

Teja Fischer

 Tipp für Tierfreunde

Merke: Wer ein Herz für Spinnen hat, sauge nach dem Achtbeiner auch noch einen Sechsbeiner als Proviant mit dem Staubsauger auf.

Katharina Greve

 Kompatibilitätsprobleme

Kritik am Schweinesystem ist richtig und wichtig. Ebenso wichtig ist die #metoo-Debatte. Ich habe aber Probleme, beide unter einen Hut zu bekommen. Alles hängt doch an dieser Frage: Darf man das System ficken, wenn das System Nein gesagt hat?

Tilman Birr

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.
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Das schreiben die anderen

  • 09.09.:

    Die "Abendzeitung" interviewt Rudi Hurzlmeier.

     

  • 04.09.:

    Ella Carina Werner klärt in der "Taz" über den Alterskult im westlichen Sumatra auf.

  • 03.09.:

    Moritz Hürtgen spricht mit ZDFheute über Satire nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo".

  • 02.09.:

    Über eine Regenlesung der TITANIC BoyGroup berichtet die FAZ.

     

  • 19.08.:

    Oliver Maria Schmitt war für die FAZ auf großer Büßer-, Pilger- und Fürbittfahrt für alle Pest- und Seuchenopfer.

Titanic unterwegs
01.10.2020 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hauck & Bauer: Cartoons« Eröffnung mit A. Engelke
01.11.2020 Fürstenfeldbruck, Kunsthaus Rudi Hurzlmeier: »Malerei«
08.11.2020 Kassel, Caricatura-Galerie »Unkraut vergeht nicht – Garten-Cartoons«
07.03.2021 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hauck & Bauer: Cartoons«