Vom Fachmann für Kenner | März 2012


Zielgruppenorientierung

Ich frage mich schon eine Weile, warum bei Apple niemand auf die Idee kommt, das iPad als Senioren-iPhone zu vermarkten.

Björn Högsdal

Was Chruschtschow noch nicht wußte

Ein älteres Ehepaar schmökert im Zug in einem Wissensmagazin. Sie entdeckt in einem Artikel über Raumfahrt ein Kinderbild von Juri Gagarin.

Sie: »Wer is’n des?«

Er: »Des is’ der... Juri... Juri Gaggarin. Das erste Kind im All.«

Sie: »Ah, schau an.«

Lukas Münich

Ausgewogenheit

Mein Kontoauszug zeigt zuwenig an, meine Waage zuviel. Neidisch auf diese mageren Topmodels bin ich dennoch nicht. Die leben schließlich auch von der Hand in den Mund!

Laura Eißenberger

Nerven-Kanal

In einem Urknall des Schmerzes explodierte mein Kiefer, ich robbte winselnd zum nächstbesten Zahnarzt. Der aber schien seinen Beruf verfehlt zu haben, denn eigentlich wäre er gerne Reporter geworden, und so kommentierte er die anschließende Wurzelbehandlung: »Ich bin jetzt durch die Krone – Mann, ist das weich da drunter! Alles faul, hab ich’s mir doch gedacht! Hey, was ist das? Das könnte ein Stück Kaugummi sein, dann muß es aber noch einen weiteren Zugang geben! Aber wo?« In der Grabkammer von Tutanchamun gab es den schließlich auch, und es muß da ähnlich gerochen haben, denn der Doktor verzog ein paar Mal das Gesicht, als er weitere Nahrungssedimente des letzten Jahrzehnts aus dem Loch beförderte. Seine Begeisterung war jedoch ungebremst, mit flattrigem Timbre fuhr er fort: »Da ist der Zugang, unterhalb des Zahnfleisches! Jetzt heben wir die Krone mal ab – kein schönes Geräusch, geb’ ich zu, o Mann! Der Nerv hat sich ja schon komplett aufgelöst! Der ist total weich und schmoddrig!« Im nächsten Atemzug bot er mir an, die Malaise mit einer kleinen Fingerkamera aufzuzeichnen, so daß ich auf dem Monitor alles mitverfolgen könnte. Ich stimmte zu. Ich wollte schon immer mal was fürs Fernsehen machen.

Jochen Gerken

Die Luft ist rein

Es müßte ein Raumspray geben, das nach Staubsauger riecht. Jeder kennt den Geruch, wenn man lange und ausgiebig staubgesaugt hat: unangenehm, aber gesäubert. Im Handumdrehen könnte man den Eindruck von Reinlichkeit herbeizaubern. Also ich würd’s kaufen.

Joachim Georg Schmitt

43

Herrlich! Diesen spanischen In-Likör »43« (»Cuarenta y Tres«) gibt es jetzt sogar bei Lidl – auch wenn er nur auf Nachfrage zu finden ist (»Maria, wo steht denn dieser Dreiundvierzig?« – »Häh?«). Ein Degustationsabend unter Kennern führte zu Begeisterung und klärte endlich die Frage, welche 43 Zutaten er außer dem alles überdeckenden Vanillezucker eigentlich enthält: Invertzucker, Malzzucker, Rübenzucker, Rohrzucker, Gummibärchen, Traubenzucker, Fruchtzucker, Zuckerwatte, Getreidezucker, Haushaltszucker, Hagelzucker, Red Bull, braunen Zucker, weißen Zucker, Seidenzucker, Basterdzucker, Puderzucker, Almdudler, Demerara-Zucker, Einmachzucker, Jogger-Gums von Katjes, Grießzucker, Kristallzucker, Sirup, Baileys, Instantzucker, Läuterzucker, Perlzucker, Pilézucker, Gelierzucker, Vollrohrzucker, Spezi, Staubzucker, Teezucker, Karamell, Farin, Süßstoff, Würfelzucker, Palmzucker, weißen Kandis, braunen Kandis, Bridge-Zucker (ohne Gewähr).

Tobias Jelen

Dem Wahren, Schönen, Kurzen

Weil die E-Post auf ihrer Webseite verspricht, das Verfahren sei »Einfach. Bequem. Schnell.« und »modernste Verschlüsselungstechnologien« würden zum Einsatz kommen, meldete ich mich dort an. Danach gab es Probleme, die ich telefonisch beheben wollte.

»Guten Tag, ich habe mich gerade mit meinem Paßwort registriert, aber ich kann mich trotzdem nicht einloggen.«

E-Post-Kundenservice: »Haben Sie alle Sicherheitsmerkmale beachtet? Buchstaben, Zahlen, Groß- und Kleinschreibung, Sonderzeichen?«

»Ja, habe ich. Große und kleine Buchstaben. Zahlen. Mehrere Sonderzeichen.«

»Das dürfen Sie nicht.«

»Aber das wird doch verlangt.«

»Ja, das steht da. Aber das packt der Rechner nicht. Wie lang ist denn Ihr Paßwort?«

»17 Zeichen.«

»17 Zeichen!? Das ist viel zu lang. Da streikt der Rechner!«

»Aber da steht, man soll mindestens acht und höchstens 30 Zeichen…«

»Ja, ja, was da so steht. Ich schicke Ihnen jetzt erst mal ein Entsperrungspaßwort zu, und dann geben Sie ein neues Paßwort ein. Irgendwas Kurzes, Prägnantes: der Name Ihres Mannes, Ihrer Stadt, ein Land, in das Sie gerne reisen. Oder Sie nehmen ein Paßwort, daß Sie schon anderswo verwenden. Nur nichts Kompliziertes!«

Ich nehme jetzt einfach ein Paßwort, das sich schon auf diversen Handarbeitsportalen gut bewährt hat. Einfach. Bequem. Schnell. Die Hacker werden staunen.

Sara Hakemi

Neues aus der Sexforschung

Schon mal bemerkt, daß onanierende Männer sich einen Organismus vortäuschen?

Tom Sundermann

Psychologie

Geschneuzt, das Produkt betrachtet und festgestellt: Ein benutztes Taschentuch ähnelt auf verblüffende Weise den bekannten Klecksbildern vom Rorschachtest. Funktioniert aber nur, wenn beide Nasenlöcher konsistenz- und mengenmäßig ungefähr gleich verschleimt sind.

Viktor Dill

Gekränkt

Der Chirurg, der mich unlängst operierte, war durchaus charmant. Aber als perfekter Gentleman hätte er mir in seinem Arztbrief natürlich verschweigen müssen, daß meine Wundverhältnisse absolut reizlos sind.

Dr. Tanja Hötzle

Verpaßte Gelegenheit

Als frühreifer Achtjähriger bestand ich eine Zeitlang darauf, meiner überaus gutgebauten Mama nahezu täglich den Geschlechtsverkehr anzutragen. Jedes Mal verdrehte sie die Augen und lehnte dankend ab – und irgendwann erfuhr auch mein Vater von meiner Neigung. Als Daumenstock und Mundbirne mich nicht von meinem Begehren abzubringen vermochten, drohte er, mich mutterseelenallein in der Wüste Gobi auszusetzen. Damals gehörten derartige Drohungen zum Repertoire christlich-abendländischer Erziehung. Die Umsetzung wäre aber bei weitem nicht so schlimm gewesen, wie es sich anhört: Wir wären ein munteres Häuflein Perverser gewesen, hätten Uno gespielt und unsere Neigungen jederzeit offen ansprechen können. Und heute würde ich diese Zeit keinesfalls missen wollen!

Christof Goddemeier

A.I.

Als ich in meiner digitalen Musiksammlung überraschenderweise den Titel »Das rote Pferd (Käpt’n Chaos Mix)« entdeckte, war ich fasziniert von den Fortschritten der künstlichen Intelligenz auf diesem Gebiet: Als Interpret war »Kein Künstler« angegeben.

Paul Wendel

Kalte Progression

Meine Hoffnung, daß bei Minusgraden in der Wohnung am Heizungszähler ein Guthaben angerechnet wird, muß ich wohl auf Eis legen.

Harald Wurst

Buchidee ;-)

Ich muß dringend mal bei Rowohlt anrufen! Nach den Bestsellern »Du hast mich auf dem Balkon vergessen :) « und »Ist meine Hose noch bei euch? ;-) « aus der Reihe »SMS von gestern nacht« möchte ich gerne den Folgeband herausbringen: »Ich kann mein Handy nicht finden :) – paradoxe SMS aus aller Welt«, mit Klassikern wie »Kannst Du mir bitte Deine Nummer noch mal schicken, ich habe sie aus Versehen gelöscht :) «, »Ich würde Dir gerne sagen, daß ich mehr will als Freundschaft, aber leider bin ich Analphabet :-( «, und nicht zu vergessen: »Schreckliche Neuigkeiten! Mir wurden beide Daumen amputiert! :-O «

Helge Kuhnert

Haushaltstip für Männer

Nach dem Arbeiten mit Sekundenkleber kann es sinnvoll sein, die Hände ausnahmsweise vor dem Pinkeln zu waschen.

Erich Klepptenberger

Verbrauchsfragen

Dialog im Bioladen: »Wie, Sie nutzen ein altes Auto mit so hohem Verbrauch?« 

»Nur kurze Strecken, ab 100 Kilometer fliege ich lieber.«

Gespräch beendet.

Nils Pooker

Namenwahl

Vor kurzem habe ich erstmals meinen Neffen in den Kindergarten gebracht. Bei der Lektüre der Namensschilder an den Kleiderhaken stellte ich fasziniert fest, wie viele Eltern darauf bedacht sind, einen möglichst ungewöhnlichen Namen für ihren Nachwuchs zu finden. Zwischen all den Leonids, Ayliss‘ und Milows hatte ich auch bald meinen Favoriten ausgemacht. Welch schöne Vorstellung, daß in einem französischen Ikea einmal die Durchsage erklingen könnte, der kleine Mert möge im Småland abgeholt werden!

Jan Schlieter

Fröhliche Hundegeschichten (VIII)

Es ist bekannt, daß es die kleine Promenadenmischung Laika war, die die Sowjets zum ersten Weltraumhund machten, und es ist auch bekannt, daß die tapfere Pionierin nie zur Erde zurückkehrte; als Opfer der Wissenschaft verblieb sie im All. Die offiziellen Berichte über ihr Ende jedoch sind seltsam uneindeutig: Der Sauerstoff habe nicht gereicht, heißt es, das Ventilationssystem habe versagt, und dergleichen mehr. Nur einige wenige alte KGB-Mitglieder kennen Laikas wahres Schicksal, und nur, wenn man ein Fläschchen Wodka mit ihnen trinkt, berichten sie mit Schaudern von den Daten, welche Sputnik zur Erde sandte; damals, als die erste irdische Intelligenz den Schutzschild der Atmosphäre verließ. Demnach schien es so, als habe Laika, die erst sehr aufgeregt war, sich schnell beruhigt, auch, weil in der Kabine plötzlich ein Flüstern zu hören gewesen sei, unirdische Laute voll dunkler Versprechungen, und ein seltsames Kratzen an den Außenwänden, auch ein Geräusch wie von Flügeln. Dann habe Laikas Raumkapsel plötzlich einen neuen Kurs genommen. Mit schrecklicher Entschlossenheit sei Laika durchs Sonnensystem geflogen, schneller und schneller, vorbei an den Monden des Saturn, vorbei schließlich auch am Yuggoth, während obszöne, zyklopische Schatten auf ihr Raumschiff gefallen seien. Dann endeten die Funksprüche. Doch die KGB-Leute glauben zu wissen, welch schrecklichen Kurs Laika nahm, und allein die Ahnung raubt ihnen nachts den Schlaf: Sie fürchten, daß Laika, geleitet von unnatürlichen Kräften, noch weit über Beteigeuze vordrang und bis heute das frostige All durchfliegt, und daß sie eines Tages in die ultimate Leere stoßen wird, ins brodelnde Herz des Chaos, wo der hirnlose Dämonensultan Azatoth Hof hält und das Jaulen irrsinniger Höllenhunde erklingt. Dort wird Laika umgewandelt werden, in ein Geschöpf von unnatürlicher Intelligenz und Stärke, getauft im Namen der Älteren Götter. Ja, zu einer gewaltigen, sternenverschlingenden Bestie wird sie wachsen, und ihr Hirn sich mit verbotenem Wissen füllen. In ihrem Herzen aber wird derselbe Zorn auf die hundehassende Menschheit wohnen, die sie zum Sterben ins All schoß, und ihr Zorn wird sie wärmen, wenn sie sich auf ihren langen Weg zurück begibt, zurück zur Erde, um endlich, endlich zurückzubeißen...

Leo Fischer

Arbeitsrecht

Arbeiten Logopäden eigentlich auch außerhalb ihrer Sprechzeiten?

Leonard Brandbeck

Kunstfehler

Seit mir mein Arzt geraten hat, nur noch zu den Mahlzeiten eine Kleinigkeit zu trinken, bin ich nicht nur ständig blau, sondern werde auch immer dicker.

Tina Manske

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Wirtschaftsjournalist Philipp Krohn!

Es sei, dozieren Sie in einem FAZ-Kommentar, »von Vorteil, wenn der Wähler in einer Wahl ein breites Angebot hat. Stehen alle Parteien für dieselben Ideen, fehlt der Wettbewerb, sie zu schärfen.«

Das ist hübsch neoliberal überlegt. Allerdings trifft genau das Gegenteil zu: Erst wenn alle Parteien für dasselbe wären, müssten sie ihre Ideen »schärfen«, um sich voneinander abzuheben. So reicht ein Blick aufs nächstbeste Plakat, um sie alle für unwählbar zu halten.

Eh konkurrenzlos: Titanic

 Scheidender Innenminister Seehofer!

Angesichts der trotz Pandemie gut besuchten Stadien während der Fußball-EM haben Sie die Uefa kritisiert und schlussfolgerten: »Ich habe da ein bisschen den Verdacht, dass es um Kommerz geht.« Am selben Tag lasen wir in einem Tweet Ihres Innenministeriums: »BM Seehofer hat vereinsrechtliche Ermittlungsmaßnahmen gegen die Rockergruppierung ›Bandidos MC Federation West Central‹ angeordnet. Es besteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufen.«

Sind Sie angesichts dieser mutigen Verdächtigungen sicher, dass ein Mann mit Ihrem Scharfsinn sich aus der Politik zurückziehen sollte, Sherlock Horst?

Fragen die Verdachtsfälle von Titanic

 Und dass Sie, Ernst Paul Dörfler,

meinen, ein Buch auf den Markt bringen zu müssen, das da betitelt ist »Aufs Land«, finden Sie das nicht, unter uns gesagt, ein wenig: platt?

Fragen die Städter von Titanic

 Universitätsstadt Göttingen,

Universitätsstadt Göttingen,

natürlich: Deine wissenschaftlichen Errungenschaften sind unbestritten, die Liste Deiner Nobelpreisträger ist lang. Planck und Gauß liegen auf Deinen Friedhöfen. Wir kennen die Geschichten. Aber mal ehrlich: So viel Aufmerksamkeit wie letztens, als der an einer Riesenschildkröte erstickte Wels im Kiessee entdeckt wurde, hast Du seit einer halben Ewigkeit nicht bekommen. Deshalb solltest Du die Umbenennung in »Welsstadt Göttingen« zumindest in Erwägung ziehen. Alles andere wäre doch ziemlich undankbar.

Meinen die Welsbürger von Titanic

 Ganz ruhig, Heckler & Koch,

denn unser erster Gedanke, als wir im Redaktionsnetzwerk Deutschland die Schlagzeile »Patentstreit um neues Sturmgewehr: Heckler & Koch zieht vor Gericht« lasen, war: Hoffentlich nicht besagtes Sturmgewehr! Vor allem, weil es im Text weiter hieß: »Die US-Firma Magpul und Heckler & Koch treffen sich … im Düsseldorfer Landgericht.«

Findet so was zum Schießen: das mit krachenden Pointen geladene Magazin Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Geladen

Während eines nächtlichen Sommergewitters gerieten meine Freundin und ich unlängst in der Fensterfrage aneinander. Sie habe Angst vor Kugelblitzen, sagte sie, hätte es daher gerne geschlossen, ich hingegen, entgegnete ich, hätte zwar generell Verständnis für irrationale Ängste, aber doch nicht bei Treibhaustemperaturen im Zimmer. Nach einigem Hin und Her war sie dann schließlich doch von der Unsinnigkeit ihrer Angst überzeugt. Bei all der negativen Energie, die ich ausstrahlte, sagte sie, sei es schon sehr unwahrscheinlich, dass sich ein Blitz ausgerechnet in meiner Nähe entladen würde. Geht doch.

Fabian Lichter

 Hat der

eigene Zynismus schon eine pathologische Stufe erreicht, wenn man im Tagesschau-Corona-Liveblog erst die Meldung liest: »UN: Zahl der Hungernden ist in der Pandemie gestiegen«, dann direkt darunter: »Gastgewerbe leidet nach Lockdown unter Personalmangel« und als Reaktion auf beides denkt: »Kein Wunder«?

Andreas Braune

 G’schichtsstund’n

Ja mei, hört’s halt zu, ihr Hundskrüppel! D’ Junge Union wurd’ bereits 1947 gegründet, auch hier bei uns in Bayern. Die Sach’n ist aber die – des wissen heutzutag’ nur die wenigsten! –, dass die »JU« im Freistaat zwischenzeitlich einmal anders hieß, und zwar von Anfang der 60er bis in die frühen 70er Jahre. Als Franz Josef Strauß selig nämlich 1961 endlich zum Vorsitzenden der Christsozialen g’wählt war, nannten sich die jungen CSUler fortan nur noch »Franz Josef Boys«. Erst ein Jahrzehnt später wurde diese Umbenennung wieder z’rückg’nommen, nämlich aus diesen beiden Gründen: Erstens wollt’ man nicht in Verbindung g’setzt werden mit dem damals aufstrebenden Düsseldorfer Kunstverbrecher Joseph Beuys. Und zwoatens sahen sich d’ »Franz Josef Boys« durch die umstrittene Einführung des bayerischen Frauenwahlrechts im Jahr 1968 gezwungen, auch Weiber, also quasi »Girls« mitmachen zu lassen. So endete auch dieses rühmliche Kapitel bayerischer Geschichte, gell?

Moritz Hürtgen

 Logisch

Wie nennt man es, wenn die am häufigsten gestellten Fragen zu einem Sachverhalt an zentraler Stelle beantwortet sind? – Das Themengebiet wurde weitgehend FAQiert.

Tina Manske

 Wir Kinder vom Bahnhof ZOB

Im Rahmen der Bundesinitiative für gleichwertige Lebensverhältnisse soll auch in Filmförderung in strukturschwachen Regionen investiert werden. Erstes Projekt: ein weiteres Remake des Klassikers »Wir Kinder vom Bahnhof Zoo«, das diesmal jedoch die Jugend-Drogenszene in ländlichen Gebieten thematisieren soll. Titel siehe oben.

Julia Mateus

Vermischtes

Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHeinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EUR
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Das schreiben die anderen

  • 22.07.:

    In der Taz nimmt Stefan Gärtner Abschied von Mitte.

  • 16.07.:

    Moritz Hürtgen schreibt in der Taz über Entpolitisierung durch Hypnose.

  • 02.07.:

    Die Volksstimme fasst zusammen, was ein TITANIC-Titel in Michael Wendlers Kopf auslöste.

  • 30.06.:

    Im Spiegel-Interview (hinter der Bezahlschranke) lobt Otto Waalkes die TITANIC.

  • 29.06.:

    Zum 15. Todestag Robert Gernhardts widmet NDR Kultur dem TITANIC-Mitbegründer ein Audio-Feature.

Titanic unterwegs
06.08.2021 Erfurt, Kleine Synagoge Katharina Greve: »Antisemitismus für Anfänger«
08.08.2021 Hamburg, Zinnschmelze Ella Carina Werner
11.08.2021 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner
15.08.2021 Hofheim am Taunus, Stadtmuseum »Unkraut vergeht nicht«