Vom Fachmann für Kenner | Juni 2012


Notname

Oft ist es mir zu umständlich, meinen Namen zu buchstabieren, beziehungsweise fällt er mir manchmal zu vorgerückter Stunde einfach nicht mehr ein, und dann gebe ich einen gängigeren an, der mir gerade in den Sinn kommt. Vor kurzem wurde es auf einer Konferenz allerdings fast kompliziert. Ein Fotograf wollte spät am Abend meinen werten Namen notieren. »Ilse« oder »Else«? »Lasker« mit »a« hinten oder »er«? »Schüler« wie der »Lehrer«? Beim nächsten Mal sage ich wieder »Eva Braun«. Aber da bin ich auch schon mal gefragt worden: »Braun wie Rosa?«

Anna-Maria Hannoschöck-Merkle

Nicht nur fürs Auge

Wer schon einmal verschnupft und verhustet etwas besonders Knuspriges verspeist hat, einen frischen, hauchdünnen Flammkuchen mit Zwiebeln etwa, der kennt dieses knackende Geräusch, das in den Gehörgängen entsteht, wenn man fest zubeißen und sorgfältig kauen muß – ein ständiges Ohrengeknister und -geschmatze, das das eigentliche Knurpsen wie ein Echo begleitet. Man könnte auch sagen: Das Ohr ißt mit.

Michael Ziegelwagner

Schön und gut:

Jazzkeller. Aber, von der Musik mal abgesehen: Immer in irgendwelchen Untergeschossen, diese Lokale.

Helge Möhn

Zur Sicherheit

In der überfüllten S-Bahn nahe einem Pärchen gestanden. Hellhörig wurde ich, als sie ihn fragte, ob es für sie trotz Melonenallergie wohl ungefährlich sei, einen Apfel zu essen. Ohne dies zu beantworten, verlieh er seiner Befürchtung Ausdruck, Tee würde den menschlichen Körper schädigen; seine Partnerin vermutete, daß er wohl Cola meine, aber ganz sicher wäre sie sich da auch nicht mehr. Als an der nächsten Station weitere Gäste zustiegen und ich daraufhin gezwungenermaßen Körperkontakt zu den beiden hatte, beschwerte sich die Frau: »Noch mehr Leute! Ich bekomm’ hier gleich noch ’nen Kleptomanischen!« Obwohl ich Wissen und Wortschatz der beiden inzwischen als recht begrenzt und verworren einstufte, preßte ich mein Portemonnaie doch lieber bis zur nächsten Station fest an mich.

Paddy Schmidt

Frühreif

Als sich der 21jährige, seriös dreinblickende Grünschnabel im Anzug mit einem knappen Nicken vorstellte, kam ich nicht umhin zu bemerken, daß ihm das Motto seiner Arbeitgeber wohl sehr am Herzen liege. Er blickte mich verständnislos an, doch wenigstens seine »Ernst&Young«-Laptoptasche schien amüsiert.

Johann Zajaczkowski

Freundlicher Hinweis

In Lebenskrisen und während sogenannter Tiefs neige ich dazu, auf Alkohol gänzlich zu verzichten, während ich mir, wenn es mir gutgeht, regelmäßig die Birne zuschütte. Zögern Sie also bitte keinen Moment, mich auf ein paar Bier einzuladen, wenn Sie mich nüchtern in der Nachbarschaft antreffen – es unterstützt mich dies bei meinem Heilungsprozess!

Sebastian Klug

Böses Erwachen

Ab 1,6 Promille ist beim Fahrradfahrer der Führerschein weg. Ähnliches gilt für Fußgänger, wenn sie denn erwischt werden. Was droht mir wohl, wenn ich daheim nach einer Flasche Schnaps demnächst mal wieder über dem Autoatlas einschlafe?

Harald Wurst

Vom Ausgang des Menschen

Dumme Sache das, als mein Bruder neulich klarstellte, daß die Fans des FC St. Pauli diesen coolen Totenkopf erst seit Anfang der 80er Jahre als inoffizielles Vereinsemblem nutzen, und uns damit klar wurde, daß Großvater überhaupt nie die coole Sau gewesen ist, für die wir ihn gehalten haben, und daß das dann wohl eher doch keine St.-Pauli-Fanmütze gewesen ist, die er da auf den Fotos immer zur Uniform getragen hat.

Peter P. Neuhaus

Vergleichende Filmforschung

Ich frage mich, ob die Medienwissenschaft dereinst analog zum Sub-Genre des Erotik-Films das Gesamtwerk Woody Allens unter dem Label »Neurotik-Film« verbuchen wird. Strukturelle Gemeinsamkeiten gäbe es jedenfalls: Die hohe Drehfrequenz, die voraussehbare Figurenkonstellation – und dann immer diese Fahrstuhlmusik im Hintergrund!

Wanja Lindenthal

Deutsche Jugend, selbstbewußt

In einem Souvenirladen. Mutter und Tochter, letztere ca. 12, stehen vor einem Regal mit Heilsteinketten.

Tochter: »Darf ich eine?«

Mutter: »Ja, aber welche?«

Tochter: »Hm, Weisheit hab ich ja schon – was ich noch bräuchte, wäre innere Ruhe!«

Tina Manske

Luftkur

Einem interessanten Bericht über Epilepsie habe ich entnommen, daß Flugreisen und das dadurch entstehende Freiheitsgefühl sich positiv auf die Erkrankten auswirken würden. Ich nehme an, die Flugvehikel, die die Betroffenen transportieren, nennt man Zappelin.

Michael Hahn

Periodisch

Ein Gedanke, der zur Zeit vielen Frauenärzten schlaflose Nächte bereitet: Endet 2012 eigentlich auch der Menstruationskalender der Maya?

Annalena Hicks

Fröhliche Hundegeschichten (XI)

Im Mittelalter war es Sitte, zur Beschleunigung von Kirchen- und Brückenbauten einen Pakt mit dem Teufel zu schließen: so geschehen beim Dombau zu Aachen, Köln und auch in Regensburg. Dabei vollendete Satan das Werk; dafür sollte ihm die erste Seele gehören, die es betrat. Die listigen Bauherren schickten darum immer erst einen Hund voraus, auf daß der Dämon angeschmiert war. Prächtige Bauten entstanden, während sich die Hölle mit Hunden und ihren Tränen füllte. In ihrer Not riefen sie die Muttergottes an, die auch prompt vom Himmel herabschwebte, um in der kleinen Kapelle zu erscheinen, die die Hunde ihr zu Ehren aus Knochen errichtet hatten. Wie aber staunte die Muttergottes, als sich plötzlich eine haarige rote Hand auf ihre Schulter legte. Die listigen Hunde hatten der Muttergottes eine Falle gestellt! Denn auch sie waren mit dem Teufel im Bunde, und auch die erste Seele in der Knochenkapelle sollte Satan gehören – im Gegenzug waren die Hunde erlöst auf immerdar. Seither muß die Muttergottes in der Hölle braten, und seither kommen auch alle Hunde in den Himmel. Zum Gedenken errichten die Hunde noch heute kleine Knochenschreine im Garten, die dem Teufel geweiht sind.

Leo Fischer

Leichtsinn

Nach dem Ende der Theatervorstellung drückt mir die auffällig hübsche Garderobendame zusammen mit meinem Mantel einen Zettel mit ihrer Handynummer in die Hand. Auf ihren Feierabend warten und gleich danach anrufen war eins. Wir sind dann in einer recht dubiosen Kaschemme versackt und haben dort später auf der Damentoilette ziemlich guten Sex gehabt. Ohne Kondom allerdings. Noch heute ärgere ich mich über diese Sorglosigkeit. Man hätte den Mantel doch einfach unter den Sitz legen können – und einen Euro gespart!

Frederik Moche

Smalltalk

»Und was machen Sie beruflich?«

»Ich bin Autobauer.«

»Aha, öko oder konventionell?«

Svenna Triebler

Neuer Standard

Es wäre naheliegend, vereinheitlichte man in Zukunft die Butler-Ausbildung länderübergreifend nach einer verbindlichen DIEN-Norm.

Thomas Schäfer

Wer ist blöder?

a) Die Firma, die einen Toaster mit Metalloberfläche konstruiert, welche derart heiß wird, daß man das Brot jeden Morgen mit einem Holzlöffel aus den Toastschlitzen klamüsern muß, um sich nicht die Finger zu verbrennen, oder b) der Kunde, der so etwas kauft.

Bitte Antwort a) auswählen.

Lars-Udo Mack

Für alles offen

Das Schöne am Frühling ist, daß man wieder offene Schuhe tragen kann. Noch schöner ist aber, daß man fahrradfahren kann – mit offenen Schuhen, in denen man aufgrund von Blasen und offenen Stellen zwischen den Zehen nicht mehr laufen kann.

Tina Wirtz

Milliardenbestseller

Die gelbe Massai.

Alice Brücher-Herpel

Schuldpendel

An der Kasse der Aral-Tankstelle kam es zu einer Warteschlange, weil die Tankkarte eines Kunden nicht funktionierte. Die Schuld wurde zunächst, ganz neutral, der Karte zugeschoben, denn »diese Mistdinger funktionieren ja nie richtig«. Nach abermaligem erfolglosen Durchziehen der Karte und der Bemerkung des Kunden, diese habe letztens in einer anderen Tankstelle »noch einwandfrei funktioniert«, schwang das Schuldpendel in Richtung Kassiererin; diese parierte jedoch nach einem prüfenden Blick geschickt mit der Feststellung, der Magnetstreifen sei »ja auch ordentlich verkratzt«, da grenze es an ein Wunder, wenn die Karte »es überhaupt noch tut«. Schließlich konnte die Schuld paritätisch zwischen Kassiererin und Kunden aufgeteilt werden, als sich herausstellte, daß es sich um eine Tankkarte von Shell handelte.

Thorsten Mausehund

Oktoberfestdialog

»Ich mußte nur fünf Minuten anstehen, obwohl’s auf dem Schild hieß: ›Wartezeit 15 Minuten‹«.
»Das Schild war sicher nur für Alte, die nicht mehr so schnell warten können wie wir.«

Markus Riexinger

Hausrezept

»Hurra, endlich wieder rauchen!« freute sich meine gute Freundin Mariel nach zwei Tagen Halsschmerzen. Es kratze zwar noch ein wenig, meinte sie, aber bei gleichzeitigem Lutschen eines Hustenbonbons gehe es schon wieder ganz gut.

Moritz Hürtgen

Nicht mehr zu retten!

Als ich, mit dem Auto an der Ampel stehend, einen orientierenden Blick in den Rückspiegel warf, fuhr mir ein Riesenschreck in die Glieder: Die Dame im Wagen hinter mir rang japsend nach Luft und zog groteske Fratzen. Meine geschulte Ersthelfer-Ferndiagnose: Fokaler Anfall! Reaktionsschnell sprang ich aus dem Auto und eilte zur Rettung. Stabile Seitenlage, Atemwege freihalten, Erbrochenes aus der Luftröhre fingern – ich wußte, was zu tun war. Doch als ich ihre Fahrertür öffnete, erntete ich einen verdutzten Blick und danach eiskalte Ernüchterung: Die Frau sang bloß ein »Lady Gaga«-Lied. Da kam jede Hilfe zu spät.

Aleksandar Jožvaj

Schantall und Rauch

Was sich auch keiner traut: Freundschaften kündigen, weil der Nachwuchs so eklige Namen hat.

Torsten Gaitzsch

Schwarzweißdenken

Für ein Schachmagazin zu schreiben stelle ich mir durchaus interessant vor. Andererseits ist das natürlich auch wieder alles Springer-Presse.

Dominik Mauer

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Huhu, Wolfgang Kubicki, Bundestagsvizepräsident (FDP)!

Huhu, Wolfgang Kubicki, Bundestagsvizepräsident (FDP)!

In Ihrem Kampf gegen Kontaktverbote und für das Menschenrecht auf Infektion tönten Sie in der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«: »Mittlerweile habe ich das Gefühl, einige Ministerpräsidenten gefallen sich in der Rolle, dass sie auftreten können wie Sonnenkönige, und den Eindruck vermitteln, die Gewährung von Freiheiten sei Gnadensache.«

Und das, Kubicki, sagten Sie gewiss auf die selbstherrlichste, herablassendste Art, die man sich nur denken kann, fuhren mit Ihren Fingern lächelnd durch die gepuderte Allongeperücke und ließen sich von Ihrer Mätresse ein paar Weintrauben in den Mund schieben – einfach weil Sie keine anderen Sonnenkönige neben sich dulden, nicht wahr?

Winkt zur Warnung mit der Guillotine: Titanic

 Kneipp GmbH!

»Der einfachste Weg zum Glück ist«, sofern wir Deiner Werbung glauben dürfen, »das Leben mit einem Augenzwinkern zu sehen« und also Aroma-Pflegeduschen namens »Sei frech, wild und wunderbar!« bzw. sogar »Sei frech, verrückt und glücklich!« zu kaufen.

Wunderbar glücklich wären wir aber erst beim Erwerb eines Pflegeprodukts mit der frech-wilden Bezeichnung »Sei nicht traurig, dass der Name dieser Aroma-Dusche so lang ist, dass wir ihn gar nicht vollständig auf die Aroma-Pflegeduschen-Verpackung dru«.

Zwinker, zwinker: Titanic

 Monika Maron!

Das war natürlich eine Menschenrechtsverletzung erster Güte, dass Sie im Zuge der Corona-Bekämpfungsverordnungen nicht mehr in Ihrem Landhaus im tiefsten Mecklenburg-Vorpommern bleiben durften. Klar, dass Sie das nicht einfach hinnehmen konnten und sich durch die Ausreiseverfügung »an die DDR erinnert« fühlten. Und wo Sie schon mal an die erinnert wurden, ist Ihnen als Tochter des ehemaligen DDR-Innenministers Karl Maron auch gleich noch eingefallen, wie man sich als Bonze dort eine Vorzugsbehandlung sichert: sich nämlich via Parteizeitung (»Bild«) direkt beim Innenminister (Caffier) beklagen, der diesem unhaltbaren Zustand dann trotz anderslautender Verordnung gleich Einhalt gebot.

So weit, so zwingend. Stutzig macht uns lediglich, warum Sie eigentlich so unbedingt in Ihrem Zonenhäuschen zu bleiben trachten, schrieben Sie doch im »Spiegel« einst: »Der Osten verursacht mir Ekel. Ich halte es für eine Krankheit und weiß nicht, wie man sie heilt. Die Krankheit nenne ich Zonophobie.« Ein Glück, scheint zwischenzeitlich ja erfolgreich therapiert.

Ihre Pillen hätte auch gern: Titanic

 Scorpions-Fossil Klaus Meine!

Ihre Powerballade »Wind of Change« soll von der CIA geschrieben worden sein. Das behauptet zumindest der amerikanische Journalist Patrick Radden Keefe, der daraus gleich eine ganze achtteilige Podcast-Serie bastelte, in der Sie, Meine, in der letzten Folge selbst auftreten und alle Behauptungen verneinen.

Was für eine Zeitverschwendung, ist doch schon vorher klar gewesen: So manche schmutzige Geschichte hat die CIA sicherlich am Hals, aber für ein Verbrechen wie »Wind of Change« sind selbst die nicht skrupellos genug.

Pfeift auf Sie: Titanic

 Pflegeroboter!

Was müssen wir da im »Handelsblatt« lesen? »Corona könnte Tür für Roboter öffnen«. Aber ist nicht gerade der Punkt, dass Ihr angeblich so nützlichen Pflegeroboter Euch selbst die Tür zu Corona bzw. Corona-Patienten öffnen können solltet? Solange ein kleines Virus schweren Maschinen wie Euch noch den Weg frei machen muss, ist Eure Zeit wohl doch noch nicht gekommen!

Meinen mitleidlos wie Ihr: die Witzmaschinen von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Zieleinlauf eines Dialogs

Kundin (alte Dame): »Das ist dann schon sehr anstrengend.«
Kassiererin (ältere Dame): »Nein, ich könnte das nicht!«
Kundin: »Aber es macht auch Spaß.«
Kassiererin: »Das ist die Hauptsache.«
»Ja.«
»Ja. 14,60 bitte.«

Worum auch immer es sich dreht, das Gespräch ergibt Sinn.

Theobald Fuchs

 Filmkunde

In Zeiten von Zoom-Konferenzen kann es nicht schaden, der Leserschaft ein wenig Nachhilfe in filmischen Fachtermini zu geben. Eine sogenannte Text-Bild-Schere zum Beispiel kann für einen visuellen Bruch und Komik sorgen. Während der Video-Sprechstunde mit meiner Internistin erzählte ich ihr zum Beispiel, dass ich seit vier Monaten nichts trinke, während sie auf eine Galerie leerer Weinflaschen hinter mir starrte. Wichtig ist auch, dass man sich bereits vor jeder Zoom-Konferenz im Klaren ist, auf welches Genre man hinaus will, sich dabei aber genug Raum offenlässt für spontane Änderungen. Meine Video-Sprechstunde hatte ich zum Beispiel eher als »Komödie« gepitcht (aktuelle Blutwerte), am Ende wurde dann aber ein ziemlich bombastischer High-Budget-Horrorstreifen daraus (Privatbehandlung).

Jürgen Marschal

 Verwöhnt

Meinen Lebensstil muss man sich erst mal leisten können. Ich zum Beispiel konnte es noch nie.

Tanja Schmid

 Idee für 2021: Spargelernte per Silvesterrakete

Die jungen Feuerwerkskörper werden im April ins Spargelbeet gesät, wachsen dort bis zur erntereifen Rakete. Am 5. Mai heißt es dann: DER SPARGEL SCHIESST, und zwar uns unter großem Hallo und Funkenregen direkt in die Münder. Tradition (Spargel) trifft auf Tradition (Feuerwerk), bzw. »Volksspeisung mal anders«. Noch eine kleine Gegendemo (Querfront) dazu, einem Kind fliegt ein Spargel direkt ins Auge, im Folgejahr wird es Einschränkungen geben müssen, fertig ist DAS DEUTSCHE NEUJAHR.

Elias Hauck

 Deutsch, wie es singt und kracht

Wer Deutsch als Fremdsprache lernt, wird zunächst naiv annehmen, dass sich hinter einem Wort wie »Scheiblettenkäse« etwas unsagbar Absurdes, in der Muttersprache nur unter Zuhilfenahme sperrigster Umschreibungen Wiederzugebendes verbirgt, ähnlich gewissen japanischen oder isländischen Vokabeln, die zum Beispiel die mundwässernde Wirkung eines seit sechs Monaten im eigenen Sperma marinierten Walhodens bezeichnen. Um dann, mit wachsendem Sprachverständnis, zu begreifen, dass diese Ahnung nicht getrogen hat.

Jasper Nicolaisen

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 02.06.:

    Culturmag.de bespricht Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod".

     

  • 20.05.:

    Mark-Stefan Tietze schreibt in der Taz über die vielen Deutschen, die vor der Merkel-Diktatur ins Weltall fliehen.

     

  • 18.05.:

    Das Neue Deutschland rezensiert Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod", ein Interview dazu gibt es auf Deutschlandfunk Kultur.

     

  • 14.05.:

    Marlen Hobrack bespricht im "Freitag" Christian Y. Schmidts "Der Kleine Herr Tod".

  • 13.05.:

    RTL, die »Hessenschau« und die SZ berichten über die Aktion "Torona: TITANIC hilft der DFL".

Titanic unterwegs
15.06.2020 Frankfurt, Jahrhunderthalle Autokino TITANIC-BoyGroup (Sonneborn/Gsella/Schmitt)
16.06.2020 Wilhelmshaven, Stadtbücherei Gerhard Henschel
19.07.2020 Schwarzenbach a. d. Saale, Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst Katharina Greve: »Die dicke Prinzessin Petronia«
27.08.2020 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst F. W. Bernstein