Vom Fachmann für Kenner | Dezember 2012


Vollbeschäftigt

Um die morgens mit Ins-Kissen-Maulen vertane Zeit wieder aufzuholen, experimentiere ich damit, schon beim Rasieren der einen Gesichtshälfte auf (bzw. in) der anderen Hälfte die Zähne zu putzen. Und stelle fest: Es klappt unter der Dusche einen Tick besser als beim Stuhlgang.

Hendrik Wieduwilt

Ungedopt

Wenn man Medienberichten Glauben schenken darf, habe ich jetzt, auch wenn mein Rennrad schon seit ungefähr zwei Jahrzehnten im Keller steht, mit deutlich weniger Energie und Aufwand genausoviele Titel eingesackt wie mein großes Vorbild Lance Armstrong. Gelbes Trikot bitte an:


Tassilo Bachmann

Low Carb Diät, einfach gemacht

Brot dünner schneiden, dicker Wurst drauf.

Erich Klepptenberger

Definition

Meine beiden Töchter kennen mich nur als Unterschenkel-Amputierten. Als meine Älteste wissen wollte, was denn eigentlich Paralympics seien, antwortete meine Frau: »Das sind Spiele für Behinderte.« – »Was sind denn Behinderte?« fragte die Tocher. »Na, so wie Papi!« Tochter: »Ach so, dicke Leute.«

Raoul Wildt

Studie

Ein Student und eine Studentin begrüßen sich lautstark im Foyer der Bibliothek und plaudern munter drauflos. Was er vorhabe, fragt sie ihn. Er, der gerade aus dem Inneren der Bibliothek kommt, kann darauf keine Antwort geben; anscheinend hat er den Grund für seinen Ausflug vergessen. Es verstreicht ein langer Augenblick angestrengten Nachdenkens. Hinter den beiden ordnet ein Kommilitone mit sehr dunkler Hautfarbe seine Notizen. Der vergeßliche Student blickt jenen kurz an – und sofort fällt ihm ein, was er gesucht hat. Er öffnet seinen Spind, kramt im Rucksack, dreht sich um und hält eine Banane in der Hand. Als angehender Psychologe freute ich mich sehr über dieses anschauliche Beispiel assoziativen Denkens.

Johann Zajaczkowski

Sperriges

Während in Sperrmüllhaufen an den Straßenrändern zahlloser deutscher Provinzstädte noch so manch brauchbarer Gegenstand zu finden ist, ist das einzig Brauchbare, was man am Straßenrand in Berlin im Müll finden kann, das Schild mit der Aufschrift »Zu verschenken«.

Gregor Mothes

Niveauunterschied

»Ham Se von dem Baumgärtner gehört?« fragt die eine Dame die andere, »der ist im freien Fall durch die Atmosphäre und hat die Schallmauer durchgebrochen!« Ihr Gegenüber schüttelt den Kopf: »Auffen Mond fliegen, aber bei den Sicherheitsgurten sparen. Es muß ja auch immer erst was passieren!« Es entspinnt sich ein Vergleich zwischen Weltraumspaziergängern auf der ISS und stehendem Fahren mit der KVB, beides ganz ohne Sicherungen. Zum Glück muß ich die nächste raus.

Bastian Tyborski

Auf der Halloween-Party

Während ich die konventionellen Flirtversuche einiger Jungzombies (»Ficken?«) als eher peinlich empfand, war ich von dem Einfallsreichtum des Vampirs, der mir ins Ohr flüsterte, daß ich ein sehr schönes Gebiß habe, durchaus angetan. Leider entpuppte er sich später als mein Zahnarzt.

Tanja Schmid

Lost in Service

Als mich einmal technisches Versagen dazu zwang, Bargeld nicht wie gewohnt bequem am Automaten, sondern am Schalter abzuheben, fand ich mich unversehens hinter einer mittelstarken Armee aus kleinen, alten, mit Stock und Silberlöckchenfrisur bewaffneten Damen wieder, die wütend und lange auf alle verfügbaren Kassenangestellten einschwätzten. Genervt und ungeduldig schob ich mich über die unsichtbare, Abstand zwischen den Kunden gebietende Grenze hinweg, in der Hoffnung, die Angelegenheiten etwas beschleunigen zu können. Meine Überschreitung blieb nicht unbemerkt. Pfeilschnell, mit erstaunlicher Gewandtheit und unter den strengen Augen der anderen drehte sich eine der Damen um, erfaßte mich mit dem aus ihrem Stockende schießenden Blitzstrahl, zog mich damit gewaltsam zu sich, mitten hinein in die Gruppe, und verschwand. Ich schreibe diese Worte nun in einem kurzen, unbeobachteten Moment an Schalter 3 in Blockschrift, auf einem als Überweisungsträger getarnten Dokument. Computer oder Automaten gibt es hier nicht, nur einen stummen, ausdruckslosen Kassenangestellten, auf den ich seit unbestimmter Zeit mit Stock in der Hand und silberlöckchenumrahmten Gesicht einschwätzen muß. Für mich ist es zu spät. Falls diese Zeilen aber jemand findet, sollen sie ihm eine dringende Warnung sein: Automaten sind stets und unter allen Umständen der Schalterbedienung vorzuziehen.

Katrin Bolbeth

Wasser des Lebens

Der Vorteil der geschwollenen Füße meiner schwangeren Frau ist, daß ihre Beine dadurch wesentlich schlanker wirken.

Alexander Waldhelm

Produktempfehlung (3)

Wer sich endlich einmal fühlen will wie ein Greifvogel, eine Möwe, ein Uhu oder ein Kormoran, sollte unbedingt die »Grünen Bohnen in Tomatensauce« der Lidl-Marke Eridanous (»Original griechische Spezialität«) versuchen. An den zahlreichen und außerdem sehr langen Fäden der Bohnen muß man zwar wirklich eine ganze Weile herumwürgen. Dafür hat man aber hinterher ein prächtiges Gewölle vor sich auf dem Teller liegen – einen regelrechten Speiballen!

Mark-Stefan Tietze

Lehramtsstudium

Die Freiburger Unibibliothek hat für angehende Junglehrer die schöne Signaturengruppe Paed / Phil. Bisher habe ich mich allerdings nicht getraut, eines der dort stehenden Bücher zu öffnen oder gar auszuleihen, und denke vielmehr darüber nach, entweder die Polizei oder die katholische Kirche zu informieren. Interesse hätten wohl beide.

Philipp Balcke

Frag den Ökonomen

Frage: Warum war Musik von Farbigen in den letzten hundert Jahren so erfolgreich?

Antwort: Liegt an den Personalkosten; war einfach billiger.

Wolfgang Beck

Einvernehmen

Vor kurzem tauchte in meinem Fernseher überraschend die Familienministerin auf, was ich spontan nicht anders als mit »Diese blöde Fotze!« zu kommentieren wußte. Etwas verstört fragte meine Freundin aus dem Nebenzimmer: »Hab’ ich dich eben ›Fotze‹ sagen hören«, steckte den Kopf durch die Tür, warf einen Blick aufs Fernsehgerät, verdrehte die Augen und sprach: »Ach, DIE blöde Fotze!«

Matthias Schreiber

Bitte um Aufklärung

Ich lehne ja Bezeichnungen wie »Atheist« oder »Agnostiker« für mich ab – darum meine Frage: Wie nennt man Leute, denen es scheißegal ist, ob Gott existiert?

Karsten Wollny

Sparsam

Die Berechnungen zur Effektivität von Energiesparlampen sind viel zu konservativ. Den Beweis dafür lieferte ein guter Freund, der beim Austausch der letzten alten Glühbirne von der Leiter fiel. Während der sieben Tage im Krankenhaus haben sämtliche Leuchtmittel in seiner Wohnung praktisch überhaupt keinen Strom verbraucht.

Nils Pooker

Swift reloaded

Zigarettenpause. Es geht um eine Erklärung des Deutschen Kinderschutzbundes zum Thema Beschneidung. »Ich finde, daß in der ganzen Diskussion der ökonomische Aspekt bisher viel zu kurz gekommen ist«, sage ich. »Aus den unzähligen abgetrennten Kindervorhäuten könnte man doch in großem Stil knusprige Baby-Calamares herstellen und sie als Snacks in alle Welt verkaufen.« Kurz danach frage ich einen Kollegen, ob wir nach der Arbeit noch eine Kleinigkeit essen gehen. Er, offenbar beeinflußt von meinem Vorschlag: »Nee, laß mal, ich habe noch soviel V-O-R-H-E-U-T-E...«

Georg Schmitt

Verhaltensforschung

Nachts wach geworden, weil ein einsamer Betrunkener durch mein Viertel in Hamburg-Altona zog und immer wieder »Scheiß St. Pauli!« brüllte. Immerhin weiß ich jetzt: So klingt also der Balzruf eines Masochisten.

Svenna Triebler

Fröhliche Hundegeschichten (XVII)

Ein Leben lang war ich auf der Suche nach Rausch und uferlosem Genuß. Ich trieb mich herum in den finstersten Kaschemmen von Tanger und Emhof, ich wühlte im Dreck der Drogenküchen von Ferrero, in Kalkuttas dunklen Mobilfunkgeschäften bot man mir unmögliche Minutentarife an. Doch stets wurde mir noch der perverseste Kitzel schal, denn nie war er von Dauer, und meine Sinne wurden taub für den Reiz. In Shanghai schließlich hörte ich zum ersten Mal von der Chappui-Konfiguration – ein Puzzlespiel aus Knochen, gefertigt von einem wahnsinnigen Pariser Hundefänger des 19. Jahrhunderts. Und in dem Puzzle verborgen: ein Tor zum Reich der Kynobiten, unsterblichen Wesenheiten, die das Geheimnis endloser Freizeit kennen. Ich will die Verbrechen nicht schildern, die mich in den Besitz der Chappui-Konfiguration brachten. Ich weiß nur, wie ich endlos daran knobelte, die winzigen Knöchel ineinanderschob, wochenlang. Bis tief in die Nacht hinein knobelte ich, und immer mehr war mir so, als hörte ich von fernher ein schrilles Pfeifen, wie aus einer gewaltigen silbernen Hundepfeife, die irgendwo, ein Universum weit entfernt, zur Jagd blies.

Als ich erwachte, lag die Konfiguration gelöst vor mir. Sie hatte jetzt die Form eines beinernen Napfes. Aber statt Engelschören und Fanfaren erwarteten mich nur drei magere, struppige Hunde, die in einer Ecke saßen. In ihren Augen war nichts von überirdischen Freuden zu sehen, nur Verzweiflung und grausamer Appetit. Meine Stimme klang brüchig: »Ihr könnt mir... Freizeit geben?« Aus ihren Kehlen keckerte es hart: »Nicht so, wie du sie kennst. Aber dein Leben wird erfüllt sein.« Ich nickte tapfer. Im selben Augenblick schlangen sich die eisernen Ketten, die von ihren räudigen Hälsen hingen, um meine Hand, und fort rissen sie mich, hinein in eine Welt exquisiter Qual, wo meine Nervenenden keine Ruhe fanden, wo meine dämonischen Begleiter in jeder Minute neue Foltern für mich erdachten; eine Welt endlosen Gassigehens, Bodenwischens und Häufchenentfernens, des mitternächtlichen Bellens, zerfetzter Haut und zerfetzter Möbel, und meine Martern dauerten ein Äon. Dann brachte ich die Brut ins Tierheim zurück und schwor mir, den nächsten Haustierkauf gut zu überdenken.

Leo Fischer

Happy End

Warum stieren eigentlich alle immer so ins Lagerfeuer? Wo doch jeder weiß, wie’s ausgeht!

Nikolai Thom

Abgestaubt

Wenn sich junge Eltern die teure Anschaffung eines Saugroboters als Haushaltshilfe nicht mehr leisten können, hier ein preiswerter Tip: Strampelanzüge aus elektrostatischen Tüchern sind leicht selbst herzustellen und erfüllen denselben Zweck.

Torsten Wolff

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Huhu, Wolfgang Kubicki, Bundestagsvizepräsident (FDP)!

Huhu, Wolfgang Kubicki, Bundestagsvizepräsident (FDP)!

In Ihrem Kampf gegen Kontaktverbote und für das Menschenrecht auf Infektion tönten Sie in der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«: »Mittlerweile habe ich das Gefühl, einige Ministerpräsidenten gefallen sich in der Rolle, dass sie auftreten können wie Sonnenkönige, und den Eindruck vermitteln, die Gewährung von Freiheiten sei Gnadensache.«

Und das, Kubicki, sagten Sie gewiss auf die selbstherrlichste, herablassendste Art, die man sich nur denken kann, fuhren mit Ihren Fingern lächelnd durch die gepuderte Allongeperücke und ließen sich von Ihrer Mätresse ein paar Weintrauben in den Mund schieben – einfach weil Sie keine anderen Sonnenkönige neben sich dulden, nicht wahr?

Winkt zur Warnung mit der Guillotine: Titanic

 Monika Maron!

Das war natürlich eine Menschenrechtsverletzung erster Güte, dass Sie im Zuge der Corona-Bekämpfungsverordnungen nicht mehr in Ihrem Landhaus im tiefsten Mecklenburg-Vorpommern bleiben durften. Klar, dass Sie das nicht einfach hinnehmen konnten und sich durch die Ausreiseverfügung »an die DDR erinnert« fühlten. Und wo Sie schon mal an die erinnert wurden, ist Ihnen als Tochter des ehemaligen DDR-Innenministers Karl Maron auch gleich noch eingefallen, wie man sich als Bonze dort eine Vorzugsbehandlung sichert: sich nämlich via Parteizeitung (»Bild«) direkt beim Innenminister (Caffier) beklagen, der diesem unhaltbaren Zustand dann trotz anderslautender Verordnung gleich Einhalt gebot.

So weit, so zwingend. Stutzig macht uns lediglich, warum Sie eigentlich so unbedingt in Ihrem Zonenhäuschen zu bleiben trachten, schrieben Sie doch im »Spiegel« einst: »Der Osten verursacht mir Ekel. Ich halte es für eine Krankheit und weiß nicht, wie man sie heilt. Die Krankheit nenne ich Zonophobie.« Ein Glück, scheint zwischenzeitlich ja erfolgreich therapiert.

Ihre Pillen hätte auch gern: Titanic

 Pflegeroboter!

Was müssen wir da im »Handelsblatt« lesen? »Corona könnte Tür für Roboter öffnen«. Aber ist nicht gerade der Punkt, dass Ihr angeblich so nützlichen Pflegeroboter Euch selbst die Tür zu Corona bzw. Corona-Patienten öffnen können solltet? Solange ein kleines Virus schweren Maschinen wie Euch noch den Weg frei machen muss, ist Eure Zeit wohl doch noch nicht gekommen!

Meinen mitleidlos wie Ihr: die Witzmaschinen von Titanic

 Kneipp GmbH!

»Der einfachste Weg zum Glück ist«, sofern wir Deiner Werbung glauben dürfen, »das Leben mit einem Augenzwinkern zu sehen« und also Aroma-Pflegeduschen namens »Sei frech, wild und wunderbar!« bzw. sogar »Sei frech, verrückt und glücklich!« zu kaufen.

Wunderbar glücklich wären wir aber erst beim Erwerb eines Pflegeprodukts mit der frech-wilden Bezeichnung »Sei nicht traurig, dass der Name dieser Aroma-Dusche so lang ist, dass wir ihn gar nicht vollständig auf die Aroma-Pflegeduschen-Verpackung dru«.

Zwinker, zwinker: Titanic

 Scorpions-Fossil Klaus Meine!

Ihre Powerballade »Wind of Change« soll von der CIA geschrieben worden sein. Das behauptet zumindest der amerikanische Journalist Patrick Radden Keefe, der daraus gleich eine ganze achtteilige Podcast-Serie bastelte, in der Sie, Meine, in der letzten Folge selbst auftreten und alle Behauptungen verneinen.

Was für eine Zeitverschwendung, ist doch schon vorher klar gewesen: So manche schmutzige Geschichte hat die CIA sicherlich am Hals, aber für ein Verbrechen wie »Wind of Change« sind selbst die nicht skrupellos genug.

Pfeift auf Sie: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Idee für 2021: Spargelernte per Silvesterrakete

Die jungen Feuerwerkskörper werden im April ins Spargelbeet gesät, wachsen dort bis zur erntereifen Rakete. Am 5. Mai heißt es dann: DER SPARGEL SCHIESST, und zwar uns unter großem Hallo und Funkenregen direkt in die Münder. Tradition (Spargel) trifft auf Tradition (Feuerwerk), bzw. »Volksspeisung mal anders«. Noch eine kleine Gegendemo (Querfront) dazu, einem Kind fliegt ein Spargel direkt ins Auge, im Folgejahr wird es Einschränkungen geben müssen, fertig ist DAS DEUTSCHE NEUJAHR.

Elias Hauck

 Zieleinlauf eines Dialogs

Kundin (alte Dame): »Das ist dann schon sehr anstrengend.«
Kassiererin (ältere Dame): »Nein, ich könnte das nicht!«
Kundin: »Aber es macht auch Spaß.«
Kassiererin: »Das ist die Hauptsache.«
»Ja.«
»Ja. 14,60 bitte.«

Worum auch immer es sich dreht, das Gespräch ergibt Sinn.

Theobald Fuchs

 Deutsch, wie es singt und kracht

Wer Deutsch als Fremdsprache lernt, wird zunächst naiv annehmen, dass sich hinter einem Wort wie »Scheiblettenkäse« etwas unsagbar Absurdes, in der Muttersprache nur unter Zuhilfenahme sperrigster Umschreibungen Wiederzugebendes verbirgt, ähnlich gewissen japanischen oder isländischen Vokabeln, die zum Beispiel die mundwässernde Wirkung eines seit sechs Monaten im eigenen Sperma marinierten Walhodens bezeichnen. Um dann, mit wachsendem Sprachverständnis, zu begreifen, dass diese Ahnung nicht getrogen hat.

Jasper Nicolaisen

 Filmkunde

In Zeiten von Zoom-Konferenzen kann es nicht schaden, der Leserschaft ein wenig Nachhilfe in filmischen Fachtermini zu geben. Eine sogenannte Text-Bild-Schere zum Beispiel kann für einen visuellen Bruch und Komik sorgen. Während der Video-Sprechstunde mit meiner Internistin erzählte ich ihr zum Beispiel, dass ich seit vier Monaten nichts trinke, während sie auf eine Galerie leerer Weinflaschen hinter mir starrte. Wichtig ist auch, dass man sich bereits vor jeder Zoom-Konferenz im Klaren ist, auf welches Genre man hinaus will, sich dabei aber genug Raum offenlässt für spontane Änderungen. Meine Video-Sprechstunde hatte ich zum Beispiel eher als »Komödie« gepitcht (aktuelle Blutwerte), am Ende wurde dann aber ein ziemlich bombastischer High-Budget-Horrorstreifen daraus (Privatbehandlung).

Jürgen Marschal

 Verwöhnt

Meinen Lebensstil muss man sich erst mal leisten können. Ich zum Beispiel konnte es noch nie.

Tanja Schmid

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 02.06.:

    Culturmag.de bespricht Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod".

     

  • 20.05.:

    Mark-Stefan Tietze schreibt in der Taz über die vielen Deutschen, die vor der Merkel-Diktatur ins Weltall fliehen.

     

  • 18.05.:

    Das Neue Deutschland rezensiert Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod", ein Interview dazu gibt es auf Deutschlandfunk Kultur.

     

  • 14.05.:

    Marlen Hobrack bespricht im "Freitag" Christian Y. Schmidts "Der Kleine Herr Tod".

  • 13.05.:

    RTL, die »Hessenschau« und die SZ berichten über die Aktion "Torona: TITANIC hilft der DFL".

Titanic unterwegs
15.06.2020 Frankfurt, Jahrhunderthalle Autokino TITANIC-BoyGroup (Sonneborn/Gsella/Schmitt)
16.06.2020 Wilhelmshaven, Stadtbücherei Gerhard Henschel
19.07.2020 Schwarzenbach a. d. Saale, Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst Katharina Greve: »Die dicke Prinzessin Petronia«
27.08.2020 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst F. W. Bernstein