Vom Fachmann für Kenner | Dezember 2012


Vollbeschäftigt

Um die morgens mit Ins-Kissen-Maulen vertane Zeit wieder aufzuholen, experimentiere ich damit, schon beim Rasieren der einen Gesichtshälfte auf (bzw. in) der anderen Hälfte die Zähne zu putzen. Und stelle fest: Es klappt unter der Dusche einen Tick besser als beim Stuhlgang.

Hendrik Wieduwilt

Ungedopt

Wenn man Medienberichten Glauben schenken darf, habe ich jetzt, auch wenn mein Rennrad schon seit ungefähr zwei Jahrzehnten im Keller steht, mit deutlich weniger Energie und Aufwand genausoviele Titel eingesackt wie mein großes Vorbild Lance Armstrong. Gelbes Trikot bitte an:


Tassilo Bachmann

Low Carb Diät, einfach gemacht

Brot dünner schneiden, dicker Wurst drauf.

Erich Klepptenberger

Definition

Meine beiden Töchter kennen mich nur als Unterschenkel-Amputierten. Als meine Älteste wissen wollte, was denn eigentlich Paralympics seien, antwortete meine Frau: »Das sind Spiele für Behinderte.« – »Was sind denn Behinderte?« fragte die Tocher. »Na, so wie Papi!« Tochter: »Ach so, dicke Leute.«

Raoul Wildt

Studie

Ein Student und eine Studentin begrüßen sich lautstark im Foyer der Bibliothek und plaudern munter drauflos. Was er vorhabe, fragt sie ihn. Er, der gerade aus dem Inneren der Bibliothek kommt, kann darauf keine Antwort geben; anscheinend hat er den Grund für seinen Ausflug vergessen. Es verstreicht ein langer Augenblick angestrengten Nachdenkens. Hinter den beiden ordnet ein Kommilitone mit sehr dunkler Hautfarbe seine Notizen. Der vergeßliche Student blickt jenen kurz an – und sofort fällt ihm ein, was er gesucht hat. Er öffnet seinen Spind, kramt im Rucksack, dreht sich um und hält eine Banane in der Hand. Als angehender Psychologe freute ich mich sehr über dieses anschauliche Beispiel assoziativen Denkens.

Johann Zajaczkowski

Sperriges

Während in Sperrmüllhaufen an den Straßenrändern zahlloser deutscher Provinzstädte noch so manch brauchbarer Gegenstand zu finden ist, ist das einzig Brauchbare, was man am Straßenrand in Berlin im Müll finden kann, das Schild mit der Aufschrift »Zu verschenken«.

Gregor Mothes

Niveauunterschied

»Ham Se von dem Baumgärtner gehört?« fragt die eine Dame die andere, »der ist im freien Fall durch die Atmosphäre und hat die Schallmauer durchgebrochen!« Ihr Gegenüber schüttelt den Kopf: »Auffen Mond fliegen, aber bei den Sicherheitsgurten sparen. Es muß ja auch immer erst was passieren!« Es entspinnt sich ein Vergleich zwischen Weltraumspaziergängern auf der ISS und stehendem Fahren mit der KVB, beides ganz ohne Sicherungen. Zum Glück muß ich die nächste raus.

Bastian Tyborski

Auf der Halloween-Party

Während ich die konventionellen Flirtversuche einiger Jungzombies (»Ficken?«) als eher peinlich empfand, war ich von dem Einfallsreichtum des Vampirs, der mir ins Ohr flüsterte, daß ich ein sehr schönes Gebiß habe, durchaus angetan. Leider entpuppte er sich später als mein Zahnarzt.

Tanja Schmid

Lost in Service

Als mich einmal technisches Versagen dazu zwang, Bargeld nicht wie gewohnt bequem am Automaten, sondern am Schalter abzuheben, fand ich mich unversehens hinter einer mittelstarken Armee aus kleinen, alten, mit Stock und Silberlöckchenfrisur bewaffneten Damen wieder, die wütend und lange auf alle verfügbaren Kassenangestellten einschwätzten. Genervt und ungeduldig schob ich mich über die unsichtbare, Abstand zwischen den Kunden gebietende Grenze hinweg, in der Hoffnung, die Angelegenheiten etwas beschleunigen zu können. Meine Überschreitung blieb nicht unbemerkt. Pfeilschnell, mit erstaunlicher Gewandtheit und unter den strengen Augen der anderen drehte sich eine der Damen um, erfaßte mich mit dem aus ihrem Stockende schießenden Blitzstrahl, zog mich damit gewaltsam zu sich, mitten hinein in die Gruppe, und verschwand. Ich schreibe diese Worte nun in einem kurzen, unbeobachteten Moment an Schalter 3 in Blockschrift, auf einem als Überweisungsträger getarnten Dokument. Computer oder Automaten gibt es hier nicht, nur einen stummen, ausdruckslosen Kassenangestellten, auf den ich seit unbestimmter Zeit mit Stock in der Hand und silberlöckchenumrahmten Gesicht einschwätzen muß. Für mich ist es zu spät. Falls diese Zeilen aber jemand findet, sollen sie ihm eine dringende Warnung sein: Automaten sind stets und unter allen Umständen der Schalterbedienung vorzuziehen.

Katrin Bolbeth

Wasser des Lebens

Der Vorteil der geschwollenen Füße meiner schwangeren Frau ist, daß ihre Beine dadurch wesentlich schlanker wirken.

Alexander Waldhelm

Produktempfehlung (3)

Wer sich endlich einmal fühlen will wie ein Greifvogel, eine Möwe, ein Uhu oder ein Kormoran, sollte unbedingt die »Grünen Bohnen in Tomatensauce« der Lidl-Marke Eridanous (»Original griechische Spezialität«) versuchen. An den zahlreichen und außerdem sehr langen Fäden der Bohnen muß man zwar wirklich eine ganze Weile herumwürgen. Dafür hat man aber hinterher ein prächtiges Gewölle vor sich auf dem Teller liegen – einen regelrechten Speiballen!

Mark-Stefan Tietze

Lehramtsstudium

Die Freiburger Unibibliothek hat für angehende Junglehrer die schöne Signaturengruppe Paed / Phil. Bisher habe ich mich allerdings nicht getraut, eines der dort stehenden Bücher zu öffnen oder gar auszuleihen, und denke vielmehr darüber nach, entweder die Polizei oder die katholische Kirche zu informieren. Interesse hätten wohl beide.

Philipp Balcke

Frag den Ökonomen

Frage: Warum war Musik von Farbigen in den letzten hundert Jahren so erfolgreich?

Antwort: Liegt an den Personalkosten; war einfach billiger.

Wolfgang Beck

Einvernehmen

Vor kurzem tauchte in meinem Fernseher überraschend die Familienministerin auf, was ich spontan nicht anders als mit »Diese blöde Fotze!« zu kommentieren wußte. Etwas verstört fragte meine Freundin aus dem Nebenzimmer: »Hab’ ich dich eben ›Fotze‹ sagen hören«, steckte den Kopf durch die Tür, warf einen Blick aufs Fernsehgerät, verdrehte die Augen und sprach: »Ach, DIE blöde Fotze!«

Matthias Schreiber

Bitte um Aufklärung

Ich lehne ja Bezeichnungen wie »Atheist« oder »Agnostiker« für mich ab – darum meine Frage: Wie nennt man Leute, denen es scheißegal ist, ob Gott existiert?

Karsten Wollny

Sparsam

Die Berechnungen zur Effektivität von Energiesparlampen sind viel zu konservativ. Den Beweis dafür lieferte ein guter Freund, der beim Austausch der letzten alten Glühbirne von der Leiter fiel. Während der sieben Tage im Krankenhaus haben sämtliche Leuchtmittel in seiner Wohnung praktisch überhaupt keinen Strom verbraucht.

Nils Pooker

Swift reloaded

Zigarettenpause. Es geht um eine Erklärung des Deutschen Kinderschutzbundes zum Thema Beschneidung. »Ich finde, daß in der ganzen Diskussion der ökonomische Aspekt bisher viel zu kurz gekommen ist«, sage ich. »Aus den unzähligen abgetrennten Kindervorhäuten könnte man doch in großem Stil knusprige Baby-Calamares herstellen und sie als Snacks in alle Welt verkaufen.« Kurz danach frage ich einen Kollegen, ob wir nach der Arbeit noch eine Kleinigkeit essen gehen. Er, offenbar beeinflußt von meinem Vorschlag: »Nee, laß mal, ich habe noch soviel V-O-R-H-E-U-T-E...«

Georg Schmitt

Verhaltensforschung

Nachts wach geworden, weil ein einsamer Betrunkener durch mein Viertel in Hamburg-Altona zog und immer wieder »Scheiß St. Pauli!« brüllte. Immerhin weiß ich jetzt: So klingt also der Balzruf eines Masochisten.

Svenna Triebler

Fröhliche Hundegeschichten (XVII)

Ein Leben lang war ich auf der Suche nach Rausch und uferlosem Genuß. Ich trieb mich herum in den finstersten Kaschemmen von Tanger und Emhof, ich wühlte im Dreck der Drogenküchen von Ferrero, in Kalkuttas dunklen Mobilfunkgeschäften bot man mir unmögliche Minutentarife an. Doch stets wurde mir noch der perverseste Kitzel schal, denn nie war er von Dauer, und meine Sinne wurden taub für den Reiz. In Shanghai schließlich hörte ich zum ersten Mal von der Chappui-Konfiguration – ein Puzzlespiel aus Knochen, gefertigt von einem wahnsinnigen Pariser Hundefänger des 19. Jahrhunderts. Und in dem Puzzle verborgen: ein Tor zum Reich der Kynobiten, unsterblichen Wesenheiten, die das Geheimnis endloser Freizeit kennen. Ich will die Verbrechen nicht schildern, die mich in den Besitz der Chappui-Konfiguration brachten. Ich weiß nur, wie ich endlos daran knobelte, die winzigen Knöchel ineinanderschob, wochenlang. Bis tief in die Nacht hinein knobelte ich, und immer mehr war mir so, als hörte ich von fernher ein schrilles Pfeifen, wie aus einer gewaltigen silbernen Hundepfeife, die irgendwo, ein Universum weit entfernt, zur Jagd blies.

Als ich erwachte, lag die Konfiguration gelöst vor mir. Sie hatte jetzt die Form eines beinernen Napfes. Aber statt Engelschören und Fanfaren erwarteten mich nur drei magere, struppige Hunde, die in einer Ecke saßen. In ihren Augen war nichts von überirdischen Freuden zu sehen, nur Verzweiflung und grausamer Appetit. Meine Stimme klang brüchig: »Ihr könnt mir... Freizeit geben?« Aus ihren Kehlen keckerte es hart: »Nicht so, wie du sie kennst. Aber dein Leben wird erfüllt sein.« Ich nickte tapfer. Im selben Augenblick schlangen sich die eisernen Ketten, die von ihren räudigen Hälsen hingen, um meine Hand, und fort rissen sie mich, hinein in eine Welt exquisiter Qual, wo meine Nervenenden keine Ruhe fanden, wo meine dämonischen Begleiter in jeder Minute neue Foltern für mich erdachten; eine Welt endlosen Gassigehens, Bodenwischens und Häufchenentfernens, des mitternächtlichen Bellens, zerfetzter Haut und zerfetzter Möbel, und meine Martern dauerten ein Äon. Dann brachte ich die Brut ins Tierheim zurück und schwor mir, den nächsten Haustierkauf gut zu überdenken.

Leo Fischer

Happy End

Warum stieren eigentlich alle immer so ins Lagerfeuer? Wo doch jeder weiß, wie’s ausgeht!

Nikolai Thom

Abgestaubt

Wenn sich junge Eltern die teure Anschaffung eines Saugroboters als Haushaltshilfe nicht mehr leisten können, hier ein preiswerter Tip: Strampelanzüge aus elektrostatischen Tüchern sind leicht selbst herzustellen und erfüllen denselben Zweck.

Torsten Wolff

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Scheidender Innenminister Seehofer!

Angesichts der trotz Pandemie gut besuchten Stadien während der Fußball-EM haben Sie die Uefa kritisiert und schlussfolgerten: »Ich habe da ein bisschen den Verdacht, dass es um Kommerz geht.« Am selben Tag lasen wir in einem Tweet Ihres Innenministeriums: »BM Seehofer hat vereinsrechtliche Ermittlungsmaßnahmen gegen die Rockergruppierung ›Bandidos MC Federation West Central‹ angeordnet. Es besteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufen.«

Sind Sie angesichts dieser mutigen Verdächtigungen sicher, dass ein Mann mit Ihrem Scharfsinn sich aus der Politik zurückziehen sollte, Sherlock Horst?

Fragen die Verdachtsfälle von Titanic

 Ganz ruhig, Heckler & Koch,

denn unser erster Gedanke, als wir im Redaktionsnetzwerk Deutschland die Schlagzeile »Patentstreit um neues Sturmgewehr: Heckler & Koch zieht vor Gericht« lasen, war: Hoffentlich nicht besagtes Sturmgewehr! Vor allem, weil es im Text weiter hieß: »Die US-Firma Magpul und Heckler & Koch treffen sich … im Düsseldorfer Landgericht.«

Findet so was zum Schießen: das mit krachenden Pointen geladene Magazin Titanic

 Universitätsstadt Göttingen,

Universitätsstadt Göttingen,

natürlich: Deine wissenschaftlichen Errungenschaften sind unbestritten, die Liste Deiner Nobelpreisträger ist lang. Planck und Gauß liegen auf Deinen Friedhöfen. Wir kennen die Geschichten. Aber mal ehrlich: So viel Aufmerksamkeit wie letztens, als der an einer Riesenschildkröte erstickte Wels im Kiessee entdeckt wurde, hast Du seit einer halben Ewigkeit nicht bekommen. Deshalb solltest Du die Umbenennung in »Welsstadt Göttingen« zumindest in Erwägung ziehen. Alles andere wäre doch ziemlich undankbar.

Meinen die Welsbürger von Titanic

 Wirtschaftsjournalist Philipp Krohn!

Es sei, dozieren Sie in einem FAZ-Kommentar, »von Vorteil, wenn der Wähler in einer Wahl ein breites Angebot hat. Stehen alle Parteien für dieselben Ideen, fehlt der Wettbewerb, sie zu schärfen.«

Das ist hübsch neoliberal überlegt. Allerdings trifft genau das Gegenteil zu: Erst wenn alle Parteien für dasselbe wären, müssten sie ihre Ideen »schärfen«, um sich voneinander abzuheben. So reicht ein Blick aufs nächstbeste Plakat, um sie alle für unwählbar zu halten.

Eh konkurrenzlos: Titanic

 Und dass Sie, Ernst Paul Dörfler,

meinen, ein Buch auf den Markt bringen zu müssen, das da betitelt ist »Aufs Land«, finden Sie das nicht, unter uns gesagt, ein wenig: platt?

Fragen die Städter von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Geladen

Während eines nächtlichen Sommergewitters gerieten meine Freundin und ich unlängst in der Fensterfrage aneinander. Sie habe Angst vor Kugelblitzen, sagte sie, hätte es daher gerne geschlossen, ich hingegen, entgegnete ich, hätte zwar generell Verständnis für irrationale Ängste, aber doch nicht bei Treibhaustemperaturen im Zimmer. Nach einigem Hin und Her war sie dann schließlich doch von der Unsinnigkeit ihrer Angst überzeugt. Bei all der negativen Energie, die ich ausstrahlte, sagte sie, sei es schon sehr unwahrscheinlich, dass sich ein Blitz ausgerechnet in meiner Nähe entladen würde. Geht doch.

Fabian Lichter

 G’schichtsstund’n

Ja mei, hört’s halt zu, ihr Hundskrüppel! D’ Junge Union wurd’ bereits 1947 gegründet, auch hier bei uns in Bayern. Die Sach’n ist aber die – des wissen heutzutag’ nur die wenigsten! –, dass die »JU« im Freistaat zwischenzeitlich einmal anders hieß, und zwar von Anfang der 60er bis in die frühen 70er Jahre. Als Franz Josef Strauß selig nämlich 1961 endlich zum Vorsitzenden der Christsozialen g’wählt war, nannten sich die jungen CSUler fortan nur noch »Franz Josef Boys«. Erst ein Jahrzehnt später wurde diese Umbenennung wieder z’rückg’nommen, nämlich aus diesen beiden Gründen: Erstens wollt’ man nicht in Verbindung g’setzt werden mit dem damals aufstrebenden Düsseldorfer Kunstverbrecher Joseph Beuys. Und zwoatens sahen sich d’ »Franz Josef Boys« durch die umstrittene Einführung des bayerischen Frauenwahlrechts im Jahr 1968 gezwungen, auch Weiber, also quasi »Girls« mitmachen zu lassen. So endete auch dieses rühmliche Kapitel bayerischer Geschichte, gell?

Moritz Hürtgen

 Hat der

eigene Zynismus schon eine pathologische Stufe erreicht, wenn man im Tagesschau-Corona-Liveblog erst die Meldung liest: »UN: Zahl der Hungernden ist in der Pandemie gestiegen«, dann direkt darunter: »Gastgewerbe leidet nach Lockdown unter Personalmangel« und als Reaktion auf beides denkt: »Kein Wunder«?

Andreas Braune

 Logisch

Wie nennt man es, wenn die am häufigsten gestellten Fragen zu einem Sachverhalt an zentraler Stelle beantwortet sind? – Das Themengebiet wurde weitgehend FAQiert.

Tina Manske

 Wir Kinder vom Bahnhof ZOB

Im Rahmen der Bundesinitiative für gleichwertige Lebensverhältnisse soll auch in Filmförderung in strukturschwachen Regionen investiert werden. Erstes Projekt: ein weiteres Remake des Klassikers »Wir Kinder vom Bahnhof Zoo«, das diesmal jedoch die Jugend-Drogenszene in ländlichen Gebieten thematisieren soll. Titel siehe oben.

Julia Mateus

Vermischtes

Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURStefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.
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Das schreiben die anderen

  • 22.07.:

    In der Taz nimmt Stefan Gärtner Abschied von Mitte.

  • 16.07.:

    Moritz Hürtgen schreibt in der Taz über Entpolitisierung durch Hypnose.

  • 02.07.:

    Die Volksstimme fasst zusammen, was ein TITANIC-Titel in Michael Wendlers Kopf auslöste.

  • 30.06.:

    Im Spiegel-Interview (hinter der Bezahlschranke) lobt Otto Waalkes die TITANIC.

  • 29.06.:

    Zum 15. Todestag Robert Gernhardts widmet NDR Kultur dem TITANIC-Mitbegründer ein Audio-Feature.

Titanic unterwegs
06.08.2021 Erfurt, Kleine Synagoge Katharina Greve: »Antisemitismus für Anfänger«
08.08.2021 Hamburg, Zinnschmelze Ella Carina Werner
11.08.2021 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner
15.08.2021 Hofheim am Taunus, Stadtmuseum »Unkraut vergeht nicht«