Vom Fachmann für Kenner | April 2012


Gesundheitstip

Eine Knoblauchzehe, fünf Stunden vor dem Zahnarzttermin gegessen, sorgt in den meisten Fällen dafür, daß die Zähne in einem hervorragenden Zustand sind und keiner Behandlung bedürfen.

Jonas Haas

Faschiertes

Um die Naziszene auszuhungern, arbeite ich gerade an einem zielgruppenorientierten Diätratgeber mit Rezepten wie »Omas Kartoffelschalen-Eintopfsonntag« und »Schuhleder à la Stalingrad«. Arbeitstitel: »Kein Mampf«.

Svenna Triebler

Alle reden übers Wetter

Wie darf man es eigentlich verstehen, wenn man von seinen nach und nach eintreffenden Gästen ständig darauf hingewiesen wird, daß es draußen schneie? Ist es ein Ausdruck der Überraschung, daß im Wohnzimmer kein Blizzard wütet? Verbirgt sich dahinter die Furcht vor Indoor-Schneekanonen? Oder ist es ein versteckter Vorwurf der Knauserigkeit?

Tibor Rácskai

Fröhliche Hundegeschichten (IX)

Im 16. Jahrhundert erlebten die Juden von Prag eine goldene Zeit. Stets war Musik in den Gassen, in den Tresoren glitzerten die Dukaten, und die schweren Eisenpforten des Schtetls waren durch die Großmut des Fürsten das ganze Wochenende über geöffnet, so daß sie citynah shoppen konnten. Überdies hatten sie den mächtigen Rabbi Löw an ihrer Seite. Der war nicht nur ein gelehrter Prediger, sondern auch ein begabter Zauberer, der mit der Kraft der Kabbala Regen machen und beim Poker gewinnen konnte. Nur eines fehlte ihnen zu ihrem Glück: Einen Hund, den hätten sie so gern gehabt, die Juden von Prag. Doch der Fürst hatte es ihnen verboten, weil die Anwohner sich sonst beschwert hätten. Und so mußten sie ihre Wurstzipfel allein essen, mußten ihre Schätze von Gänsen bewachen lassen und mit ihren Frauen spazierengehen. Als es ihnen zu bunt wurde, gingen die Bewohner des Schtetls zu Rabbi Löw und klagten ihm ihr Leid, schlugen sich Dornenranken und Palmwedel auf Rücken und Busen und machten ein rechtes Gezeter. Da ergriff Rabbi Löw einen Luftballon und blies ihm den Atem des Lebens ein, und formte ihn mit zwei Fingern zu der Gestalt eines kleinen Pudels. Und er beugte sich hinab zu ihm und flüsterte ihm den geheimen Namen Gottes ins Ohr (»Abraxas«). Da sprang das Hündchen herum, als wäre es gerade geboren, bellte frech auf, und die Juden von Prag freuten sich. Zu spät erkannten sie, daß das Hündchen von Übel war, denn als magisches Geschöpf hatte es keine Seele: Es spekulierte mit Immobilien, las die Neon und aß Kalbfleisch. Und so nahm Rabbi Löw einen Stift und schrieb das Wort »Meth« auf den Gummihund, was »Tod« bedeutet, und wie der Stift es berührte, platzte das Hündchen auf und ward wieder wie toter Lehm. Die Juden von Prag aber grämten sich nicht lange, sondern hatten bald wieder neue Flausen im Kopf, mit denen sich der geduldige Rabbi selbstverständlich in aller Form auseinandersetzte.

Leo Fischer

Nord-Süd-Dialog

Älterer Österreicher (freundlich): »Pfiat euch.«
Studentin aus dem Ruhrgebiet (empört): »Fick dich selber!«

Daniel Hering

Lehrer Incognita

Noch immer wäre es meinem Neffen Robert lieber, er hätte seinerzeit die Tür zum Kartenraum seiner Schule nicht im falschen Moment geöffnet. Zu zwei Erkenntnissen hatte ihm der unangenehme Zwischenfall mit dem masturbierenden Geographielehrer aber verholfen: 1. Auch 500 Jahre nach Christoph Kolumbus sind noch viele weiße Flecke auf der Landkarte zu finden. Und 2.: In diesem Jahr würde seine Note in Erdkunde bedeutend besser ausfallen als sonst.

Björn Högsdal

Generöse Toleranz

Was mir bei Frauen schon genügt, ist die Akzeptanz männlichen Humors. Es muß gar nichts Eigenständiges sein.

Oliver Szmanda

Gnädiges Schicksal

Es war im ersten Moment schockierend, was mein Vater mir da auf dem Sterbebett beichtete. Ich dachte zunächst: »Das gibt es doch nur in ganz billigen Filmen!«, aber nein, es stimmte: Auch ich bin bei meiner Geburt im Krankenhaus vertauscht worden. Zum Glück aber nur mit meinem Zwillingsbruder.

Georg Weyers-Rojas

Das literarische Besteck

Sigrid Löffler, Hedda Gabler, Mackie Messer.

Achim Stephan

Marktlücke

Ethischer Konsum ist auf dem Vormarsch. So ist es etwa möglich, sozial-ökologisch korrekt Kleidung, Kaffee, Tee, Steine, Blumen, Obst usw. zu kaufen, ohne sich dafür auf eine stundenlange Suche begeben zu müssen. Während also die meisten Hersteller und Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt haben, hinken die Bordellbetreiber, eh schon nicht bekannt für innovative Ideen, mal wieder hinterher. Mir wäre auf die schnelle kein Puff bekannt, der zumindest eine »My fair Lady« im Angebot hätte.

Andreas Flamme

Atheistische Notiz

Die Menschen in Berlin hängen einem interessanten Glauben an: Zwar hört man selten das Vaterunser, doch allerorten das Deinemutter.

Laura Eißenberger

Winterfreuden

Spätwinter in den österreichischen Bergen. Tagsüber hat es getaut und über Nacht wieder gefroren. Alles, was nicht von zwei Metern Schnee bedeckt ist, erweist sich als von einer zentimeterstarken Schicht Blankeis überzogen. Die achtzigjährige Großmutter meiner Freundin möchte das Haus verlassen, ich versuche zu warnen: »Geben Sie bitte acht, heute ist es enorm glatt!« Sie erwidert: »Das macht gar nix. Ich fahr eh mit dem Auto.« Touché.

Sebastian Klug

Zielführung

Wenn man sich vom Navi zwecks Besuch einer Beerdigung zum Friedhof leiten läßt und dieses einem, dort angekommen, emotionslos mitteilt: »Sie haben Ihren Bestimmungort erreicht«, dann hört der Spaß echt auf!

Nicolai Hagedorn

Geteilte Freude

Jüngst erreichte mich der Anruf einer bemitleidenswerten Call-Center-Mitarbeiterin eines bekannten Meinungsforschungsinstituts. Zehn Minuten lang quälten wir uns gemeinsam durch Statements aus unterschiedlichen, aber gleichermaßen langweiligen Themengebieten, von Bausparen bis Fernsehen, zu denen ich jeweils den Grad meiner Zustimmung auf einer Skala von 1 (stimme voll zu) bis 5 (stimme gar nicht zu) angeben sollte. Immerhin: Bei »Opel ist Lebensfreude pur« mußten wir beide sehr herzlich lachen, bevor wir uns darauf einigten, daß zukünftig eine Anlehnung an die Richterskala wünschenswert sei – die ist ja schließlich auch nach oben offen.

Tina Manske

Wissenswertes

Ein renommierter Urologe gab mir im Vertrauen folgenden Hinweis: Gesunder Urin sieht immer aus wie trockener Weißwein. Ich möchte diese Erkenntnis gerne um folgendes ergänzen: Je stärker Weißwein nach gesundem Urin riecht, desto weniger ist er zum Trinken geeignet.

Felix Jentsch

Semantische Leerstelle

Hiermit melde ich die Urheberschaft für den folgenden Neologismus an, der eine lange verwaiste semantische Leerstelle füllt:
Schleich|e|seln, das; auch Verb, ugs. für nervtötend langsames Radfahren; (vor mir schleicheselte eine Trulla auf einem lila Damenrad).
Ich bitte um sofortige Übernahme in den aktiven Wortschatz.

Volker Surmann

Geschmackssache

Gerade versucht, die winzige Schrift auf dem Etikett der Marmelade zu entziffern: »Ohne Geschmack«. Gestutzt, Lesebrille aufgesetzt und noch mal gelesen: »Ohne Gentechnik«. Marmelade probiert und Lesebrille abgesetzt. Nun stimmte es wieder.

Nils Pooker

Relativitätstheorie

Daß ich an jenem Tag nicht bei ganz klarem Verstand sein konnte, bemerkte ich erst, als ich mich im Zug fragte, ob die doch sehr unruhige Fahrweise des ICE nicht mein Flipper-Programm auf Windows beeinträchtigen könnte.

Björn Boch

Intelligente Listen

Zu den faszinierendsten Features von Facebook gehört, daß die unterschiedlichen Besucher eines Profils ganz unterschiedliche Dinge zu Gesicht bekommen. Auf der Seite der neuen Partnerin meines Ex-Freundes sehe ich z.B. ständig Bilder von einer ungepflegten und abgewrackten Frau weit fortgeschrittenen Alters, die sich durch die peinliche Zurschaustellung ihres aufgedunsenen Körpers fast so sehr blamiert wie mit den grotesk infantilen – und übrigens auch orthographisch höchst eigenwilligen – Kommentaren, die sie gelegentlich irgendwo hinterläßt. Meinem Ex hingegen zeigt Facebook auf derselben Seite immer Fotos von einer attraktiven jungen Frau.

Tanja Hötzle

Gefahr am Arbeitsplatz

Berufskrankheit Nr. 138: Spermalunge bei Pornodarstellern.

Milton Hoover

Wind of Change

Handelte es sich bei diesen Zeilen um die eines durchschnittlichen Rocksongs, wäre es ein leichtes, fehlenden Wortwitz und schwache Pointe durch ein pompöses Gitarrensolo zu überspääääääääääooooung dädndaudidädndänddauun dädndauuun diidlidlidlidlildliiiiiiiiiiii!

Moritz Hürtgen

Mischkonsum

Völlig nüchtern stieß ich zu einer fröhlichen Vierergruppe und durfte zum ersten Mal als Außenstehender den feinen Unterschied zwischen Bekifften und Betrunkenen beobachten: Während die beiden Betrunkenen sich anlaßlos mit halbherzigen Beleidigungen übergossen, brauchten die beiden Bekifften nur wenige Sekunden, um festzustellen, daß die einzige Gemeinsamkeit zwischen dem Neujahrstag und einer Zombie-Invasion darin besteht, daß es echt prima ist, wenn man hinterher nicht kehren muß.

Christian Martin

Web 2.0 reloaded

Wenn wir uns die Welt als eine Computersimulation vorstellen, in der alle Menschen ihr Leben lang eingeloggt sind (so wie in »Matrix«): Sind Kinder dann User-Generated Content?

Alexander Tuschinski

Helges Handschrift

In der Pause eines Helge-Schneider-Konzerts durfte ich an der Imbiß-Theke folgenden Dialog mithören:

»Ich nehme ein Pils, was möchtest du, Schatz?«

»Ach egal, irgendwas light.«

Seitdem frage ich mich, ob Helge Schneider bei seinen Auftritten auch die Pausen inszeniert.

Christian Mast

Merksatz für Vegetarier

Mit Carnivoren ist nicht gut Kirschen essen.

Mark-Stefan Tietze

Sportphilosophie

Ein Tennisball ist ja bei näherer Betrachtung ein dreidimensionales Yin-und-Yang-Zeichen. Ach, wieviel Wahrheit steckt doch in so einem kleinen, filzigen Ball! So ist die Zweiheit der sich gegenüberstehenden Tennisspieler in einem Match immer ein Gegenüber von aktiv und passiv, gebend und empfangend, stark und schwach, hübsch und nicht so attraktiv, dynamisch hüpfend und dumpf auf die Fresse fallend. Aber macht das diesen Sport für versnobte Polohemdträger und Perlohrsteckerbesitzerinnen besser? Ich denke nicht.

Katharina Greve

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Mary Trump!

Mary Trump!

Sie sind die Nichte des amtierenden US-Präsidenten und haben ein Enthüllungsbuch veröffentlicht, das wir aus Sorge um unser Seelenheil leider nicht lesen können. Trotzdem nett, von Ihrer Existenz erfahren zu haben. Und die nächsten beiden Bücher über Onkel Donald schreiben dann Ihre Schwestern Miry und Mury, ja?

Quak-quak! Titanic

 Dass Sie, Frau Dr. med. Irene Jung,

als praktische Ärztin im altehrwürdigen Städtchen Detmold neben »Naturheilverfahren« und »ästhetischer Dermatologie« als »besonderen Schwerpunkt« Ihrer Tätigkeitspalette »Altersprävention« anbieten, ist naheliegend, können Sie doch ganz überzeugend mit sich selbst als Vorbild werben: Sie zumindest bleiben ja forever Jung.

Kalauert heute etwas altbacken: Titanic

 Philipp Amthor!

Um weiter an Ihrem konservativen Profil zu feilen, machten Sie – wie einfallsreich! – einen Jagdschein und ließen es sich nicht nehmen, sich auf der Jagd vom »Spiegel« begleiten zu lassen: »Wenn Philipp Amthor über die Jagd redet, spricht er gern in Jägerdeutsch.« Was unter anderem so klingt: »Natürlich ist .300 Winchester Magnum jagdlich ein relativ großes Kaliber.« Oder: »Ein Maisfeld, sagt Amthor, sei für einen Jungjäger keine einfache jagdliche Situation.« Einmal klagen Sie über das Fehlen von »jagdbarem Wild« und bezeichnen irgendeinen Stephan als Ihren »jagdlichen Mentor«.

Täuscht das, oder besteht Ihr Jägerdeutsch vor allem im Voranstellen des Wortes »jagdlich«?

Und wie kann es sein, dass ein ach so gewiefter Jägerjunge einen solchen Bock schießt wie Sie mit Ihrer Affäre um Augustus Intelligence? Ach, das Wortspiel machten Sie im Interview selbst? Dann lassen wir Sie dieses Mal noch davonkommen!

Bleibt Ihnen satirlich auf den Hufen: Titanic

 Susanne Viernickel!

Sie sind Professorin für Pädagogik der frühen Kindheit an der Universität Leipzig. Die jetzt durchgeführte OECD-Befragung von Fachkräften in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung enthält zum ersten Mal internationale Vergleichsdaten zu deren Selbstverständnis und Arbeitsbedingungen.

Im Deutschlandfunk benannten Sie als ein wesentliches Ergebnis der Studie den Fachkräftemangel in Deutschland: »Personal, Personal, Personal.« Und: »Auch Leitungskräfte klagen, denn sie können nicht leiten.« Soweit klar; wenn niemand da ist, der sich führen lässt, können Führungskräfte nicht führen. Aber statt darüber zu klagen, könnten diese beispielsweise vorübergehend aufs Leiten und Führen verzichten und direkt in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung tätig werden. Die Kinder tät’s womöglich freuen.

Tipp von Ihrer Titanic

 »Soester Anzeiger«!

Wenn es laut Ausgabe vom 3.7. in Deinem Wirtschafts-Ressort heißt: »Edeka schluckt Netto komplett«, hätte es dann nicht genügt, der Einfachheit halber zu titeln: »Edeka schluckt Brutto«?

Fragen die Betriebswirtschaftsgelehrten von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Körpereigene Alarmanlage

Mittlerweile gibt es ja allerhand Smartwatches und Apps zur Überwachung und Optimierung des Schlafes auf dem Markt. Dass aber auch die natürliche Schlafregulation ganz gut funktioniert, merkt man, wenn man nach versehentlichem Wegdösen am Nachmittag vom eigenen Schnarchen prompt wieder geweckt wird.

Julia Mateus

 Beauty-Tipp

Jüngst wollte ich Wimperntusche im Schönheitssalon kaufen. Die Visagistin nahm sich viel Zeit, empfahl ein gutes Produkt, auch noch den passenden Lidschatten dazu und fragte dann: »Kennen Sie weißen Kajal? Nein? Probieren Sie den doch mal am unteren Lidrand.« Ich machte den Versuch, fand das Ergebnis aber irgendwie sonderbar: Der Blick wirkte starr, glubschig-wässrig, die Tränensäcke schwollen an, wurden durch breite Schattenringe untermalt, und als die Kosmetikerin erläuterte: »Horst Tappert, Sie wissen schon, der Derrick, der schwor auf weißen Kajal. Niemals stellte er sich ohne weißen Unterlidstrich vor die Kamera«, entschloss ich mich, fürs erste auf diesen Stift zu verzichten.

Miriam Wurster

 Ethische Frage

Gesetzt den Fall, der Bandwurm wäre vom Aussterben bedroht –, sollte man ihn dann retten? Und wenn ja: Wer meldet sich freiwillig?

Katharina Greve

 Fahrt in den Urlaub

Wer schon mal auf der Autoroute unterwegs war, dem ist es bestimmt aufgefallen: In Frankreich und nur in Frankreich überholt man alle paar Kilometer ein einsam auf der rechten Spur vor sich hin blinkendes Auto. Wo ist man mit seinen Gedanken, fragen wir Deutschen uns da entzückt, wenn man nach dem Spurwechsel nicht nur vergisst, den Blinker auszuschalten, sondern es sogar schafft, sein enervierendes Klacken dauerhaft aus der Wahrnehmung zu verdrängen? In jedem Fall nicht auf der Straße, das verdient schon mal Bewunderung. Vielleicht sogar überhaupt nicht unterwegs, sondern auf Seite 93 der buchstäblich fesselnden Ménage-à-trois, die zu Hause aufgeschlagen vor dem Kamin liegt und sich bereits darauf freut, am Abend wieder einen Tropfen Chardonnay abzubekommen? Oder bei den zwei kleinen Töchtern und ihrer bezaubernden Mutter, von der man in genau diesem Moment angerufen wird, aber nur, weil sie sich am Piano auf das Telefon gesetzt hat und einem jetzt unbemerkt ein Ständchen spielt? Es wird wohl immer ein süßes Geheimnis bleiben.

Teja Fischer

 Wo das wahre Outdoor beginnt

Dass du dich in einer echten Wildnis aufhältst, merkst du spätestens dann, wenn du im lichtlosen Gestrüpp stolperst und dir während des Fallens in Sekundenbruchteilen überlegst, ob es sicherer wäre, den Sturz aufzufangen oder die Hände in den Hosentaschen stecken zu lassen. Brennnesseln, Nacktschnecken, Jauchepfützen, das sind alles extrem schwer einzuschätzende Landezonen. Profis fallen übrigens erst gar nicht hin.

Theobald Fuchs

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURTorsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURGerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.
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Das schreiben die anderen

  • 10.08.:

    Martin Sonneborn gibt der "Berliner Zeitung" ein großes Sommerinterview.

     

Titanic unterwegs
14.08.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Christian Y. Schmidt
20.08.2020 Düsseldorf, Zakk Paula Irmschler
26.08.2020 Berlin, Pfefferberg Theater Max Goldt
26.08.2020 Hamburg, Kampnagel Paula Irmschler mit Linus Volkmann