Vom Fachmann für Kenner | Oktober 2011


So gesehen

Ich finde es ja immer etwas einseitig, wenn auf unsere Polizei geschimpft wird. Wer soll denn die ganzen Maisfelder durchsuchen, wenn mal wieder ein kleines Kind entführt worden ist? Ich mach’s jedenfalls nicht.

Christian Martin

o.B.

Da ich mich vor Blut, Spritzen und also vor vielen Behandlungen im Krankenhaus wie ein Blöder fürchte, mir jedoch ein Übertritt zu den Zeugen Jehovas unverhältnismäßig scheint, habe ich beschlossen, ab sofort einfach nicht mehr an Blutgruppen zu glauben.

Sebastian Klug

Wasserkochen

Tröstliche Bemerkung im Gespräch zweier frustrierter Trompeter, fallengelassen nach einer Probe der Feuerwehrkapelle: »Louis Armstrong, Dizzy Gillespie und die ganzen anderen Jazz-Helden – die blasen doch auch alle nur mit Luft!«

Theobald Fuchs

Fröhliche Hundegeschichten (IV)

Als der listenreiche Odysseus seinen Hof in Ithaka verließ, blieb neben Weib und Gesinde auch sein getreuer Jagdhund Argos zurück, ein japsender Heißsporn aus Muskeln und Fell, den er selber erzogen hatte. Als dieser nun die Abwesenheit seines Herrn bemerkte, wollte sich der treue kleine Räuber auch in dessen Abwesenheit nützlich machen, und so tobte er für Stunden durch Feld und Tal, jagend auf wilde Ziegen, auf flüchtige Mäuse und Autos, grub nach verborgenen Schätzen und verspritzte seinen Urin tüchtig in der Landschaft. Doch bald erschien ihm dies Unterfangen als reichlich blöde, und er erinnerte sich daran, wie sehr sein Meister Steaks mochte. So beschloß der liebe Kläffer, dem Odysseus eine Freude zu machen und ihm einen Vorrat seiner Leibspeise anzulegen. Nimmermüde hoppelte der lustige Vagabund auf der Insel herum und stahl hier ein Steak, ergaunerte dort ein anderes, und ein jedes duftete köstlich, und er legte sie alle auf einen großen Haufen. Als Odysseus zwanzig Jahre später wiederkam, war natürlich alles verfault und Ithaka ein riesiger Saustall, und der dumme alte Köter lag auf dem Mist und wedelte wie blöde, und die Kabel waren auch alle durchgebissen. Ein wandernder Tierarzt konnte Argos zum Glück geschwind erlösen, und Odysseus hatte seine wohlverdiente Ruhe.

Leo Fischer

Shoe World Order

Bei E-Bay wollte ich ein schönes Paar Schuhe ersteigern. Leider endete die Auktion um 9 Uhr morgens, und Schuhe soll man doch immer am späten Nachmittag kaufen.

Torsten Gaitzsch

Vorurteile

Beim Joggen durchs nahe gelegene Stadtwäldchen mußte ich letztens ein Loch und eine Ladung Kies mitten auf dem Weg überwinden, neben denen mir zwei Arbeiter, gestützt auf die Griffe ihrer Schaufeln, schweigend beim Ausweichen und Stolpern zuschauten. Eine Viertelstunde später kam ich auf dem Rundkurs wieder dort an. Das gleiche Bild wie zuvor, mit dem Unterschied, daß einer der beiden nun auf dem Schotterhaufen saß und meinen nächsten Ausflug ins Gestrüpp im Sitzen verfolgte. Beim dritten Zusammentreffen hatten es sich beide Arbeiter auf dem Kieshaufen bequem gemacht. Ich war versucht, die Herrschaften zu fragen, ob ich ihnen nicht vielleicht noch ein Pils bringen dürfte, schalt mich aber sofort für mein Vorurteil vom faulen, biertrinkenden Bauarbeiter, rannte statt dessen einmal mehr durch die Rabatten und kam schließlich ein letztes Mal zu besagter Stelle. Loch noch genauso tief, Kies noch genauso hoch; obendrauf die beiden Angestellten des städtischen Bauamts, statt Schippe nun tatsächlich mit Bierflasche in der Hand. Ich lief wie gewohnt durch Brennesseln und Brombeeren um sie herum, als einer der beiden einen Blick auf seine Armbanduhr warf und in meine Richtung knurrte: »Bestimmt Beamter. Nix zu tun!«

Daniel Sibbe

Jedem das Seine

Wieso brüllen mich eigentlich dauernd Opas an, ich solle mit meinem Fahrrad gefälligst die Fahrradwege benutzen? Hat Hitler die etwa auch gebaut?

Axel Tischer

Urlaubserkenntnis

Wenn die Italiener mit ihren Kindern genauso ungeduldig wären wie mit fremden Verkehrsteilnehmern, dann wären sie ein super Volk.

Christoph Virchow

WG-Gespräche unter Männern

»Hast gestern schon wieder gebadet. Könntest auch mal Wasser sparen.«
»Wozu?«
»An zukünftige Generationen denken!«
»Die bestehen aus Kindern und Kindeskindern von Frauen, die mich abgelehnt haben. Die können ruhig verdursten!«

Markus Riexinger

Diagnose

Konzentrationsschwäche, rasche Ermüdung, Hautirritationen, die zu Faltenbildung führen – das muß eine klassische Zeitallergie sein.

Katharina Greve

Freundschaft ohne Grenzen

Ein Freund ging für eine NGO nach Afrika, und für die letzten Besorgungen hatte ich ihm mein Auto geliehen. Seine SMS vor der Abreise lautete: »Sitze im Flieger. Leider liegt noch viel in der Wohnung rum. Gerade läuft noch Wäsche. Danke für alles. Der Wagen steht vor der Tür an der Grenze zum Halteverbot.« Der Job, den er in Afrika antrat, war übrigens Logistiker.

Martin Ratheke

Eine Vormundschaft,

erklärt die Großmutter, sei eine ernste Sache und werde nicht jedem angetragen. Daß sie diese Aufgabe nicht ablehnen konnte, habe auch daran gelegen, daß sie als einzige gewußt habe, wer der richtige Vater des kleinen Klaus gewesen sei. Nach dem Tod seiner Mutter seien die Stiefmutter und der Stiefvater mit der Erziehung des Kleinen kläglich gescheitert, deshalb habe sie von Amts wegen diese Rolle übernommen. Von ihr, der Großmutter, habe er aber keine Lehre annehmen wollen. Die Großmutter erklärt das damit, daß dieser Junge schon völlig verdorben gewesen sei, als sie die Vormundschaft übernommen habe. Deshalb sei sie auch nicht überrascht gewesen, als ihr Mündel sich nach dem Aufenthalt in verschiedenen Heimen und Strafanstalten umgebracht habe. Bei diesem Jungen, lacht die Großmutter, sei einfach alles schiefgelaufen, aber das sei ja nicht ihr Problem.

Ludger Fischer

Der Porno

Dort auf der »Venus«, in Berlin

Sein Stand ist vom Vorüberzieh‘n der Mösen
so schwach geworden, daß fast nichts mehr geht.
Ihm ist, als ob noch tausend Mösen dösen,
er schmäht die tausendnächste im Gebet.

Den weichen Samt stark penetrierter Schritte,
der sich auf allerkleinstem Laken gibt,
verfluchet er. Den Cumshot auch: Auf Titte
hat er seit Jahr und Tag nicht mehr »geliebt«.

Nur manchmal wohnt im Plot ein guter Wille,
der schickt ihm einen zweiten Mann herein,
bricht in die het‘rosexuelle Stille
und läßt das Treiben griechisch sein.

Holger Christoph Rilke

Rückblick: Summerfeeling 2011

1.) Gummistiefel fünf Nummern zu groß kaufen, 2.) in den Stiefeln die luftigen Flip-Flops tragen.

Markus Hennig

Zielgruppenorientiert

Im Radio wird ein Medizinjournal zum Thema »Alzheimer« angekündigt. Der Sprecher endet mit den Worten: »Nicht vergessen – in einer halben Stunde!« Kann man derart schöne, zielgruppengerechte Überleitungen nicht ausbauen? Z.B. das Thema »Hypersomnie« ankündigen mit »Rechtzeitig wieder aufwachen!«, den Beitrag über Minderwertigkeitskomplexe mit »Das dürfen sogar Sie hören«?

Martin Quetsche

Gesprächspartner vorübergehend nicht erreichbar

Yuppie-Paar im Zug. Er liest Zeitung, sie ein Frauenmagazin.

Er, ohne aufzublicken: »Wahnsinn, wie viele seltene Rohstoffe für die Handy-Produktion verbraucht werden. Da sollte man die Dinger eigentlich viel länger nutzen.«

Sie, schnippisch: »So? Und du motzt ständig rum, daß ich zuviel telefoniere!«

Thorsten Mausehund

Per Nachname

Obacht im Bekanntenkreis: Ein einziger Sommer, in dem man drei bis vier Hochzeiten verpaßt, kann aus bisher harmlosen Einzelpersonen ganz schnell menschliches Memory machen.

Annalena Hicks, geb. Hagenah

Typberatung

Wenn man einen Fachmann fragt, kriegt man es natürlich erklärt: daß es für die Kleiderfarben unserer Best-Ager nicht nur die Varianten Senioreneierschalengrau und Senioreneierschalenbeige gibt, nein, es verbirgt sich im dazwischen liegenden Farbspektrum auch noch ein modisch flottes Senioreneierschalenhellgraubeige bzw. so was komisch Schleimgelbes, wie nasser kranker Seetang. Dazu passen auch in dieser Saison flotte Sommersandaletten in Sandalettenoptik, wahlweise eine zierliche eierschalenfarbene Frau, die man gern in aller Öffentlichkeit ein klein wenig anschreien darf, um sie darauf hinzuweisen, daß man RICHTIG auf den scheiß Ampelknopf drücken muß, DAMIT GRÜN KOMMT!

Peter Neuhaus

Ausgelagert

Eine dicke Bekannte zu einer dünnen Bekannten, seufzend: »Ach, wenn ich du wäre, würde ich den ganzen Tag nur essen!« Wäre dann ja schließlich auch nicht ihr Körper.

Katharina Weiß

Titelvorschlag

Die Studentenjahre des James Bond: »Morgen ist auch noch ein Tag«.

Thomas Tonn

Vaterfreuden

Jetzt kann ich es Ihnen ja verraten: Ich habe keine Kinder, weil meine Frau sich einfach nicht für meine Namenswünsche erwärmen kann. Für Töchter bevorzuge ich etwa Lafifi und Wumumba (ja, das ist ein Mädchenname, hat schließlich ein A am Ende, nicht?), hauptsächlich, damit ich dereinst nach Jahren vollkommen berechtigter Rebellion meiner Töchter dies ausrufen kann: »Lafifi, Wumumba – was habe ich euch bloß getan?« Auch im Rennen: Lellebelle. Weil es sich so gut besoffen aussprechen läßt. Ja, warum nicht gleich beide Töchter so nennen: »Leeeellebellä, kommmnnher. Nein, die andere!« Jungennamen zu finden, fällt mir schwerer, doch auch hier habe ich einen Favoriten: Penis. Damit ich dann Sätze hören darf wie »Klecker doch nicht immer so rum, Penis«, »Ihr Penis ist zwar aufmerksam und fleißig, muß sich aber noch im Betragen verbessern« oder »Einen süßen kleinen Penis haben Sie da«. Obwohl – den höre ich auch so schon oft genug.

Tim Wolff

Lebenslauf

Nach Rücksprache mit meinen Ärzten, dem Versicherungsvertreter und dem Steuerberater habe ich beschlossen, fortan deutlich gesünder zu leben als bisher. Ich will ja schließlich auch was haben von meiner Altersarmut.

Björn Boch

Klausel

Ob ich eigentlich von meinem Handyanbieter vertraglich dazu verpflichtet werden kann, am Ende jedes Telefongespräches hinzuzufügen: »Von meinem I-Phone angerufen«?

Emily Wood

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Schau bzw. hör an, »Radio Wuppertal«!

Vor dem Wuppertaler Landgericht stand im August eine Dealerin, die Heroin von einer Bande aus den Niederlanden bezogen hatte. Und jetzt kommt’s: »Sie soll das Heroin dann in Wuppertal mit größerem Profit weiterverkauft haben.«

Es ist wirklich schlimm, wie sich heutzutage alles nur noch ums Geld dreht. Wo bleibt das Menschliche?

Für mehr Ehrenamt im Drogenhandel: Titanic

 Birgit Herden (»Welt online«),

Sie haben es wirklich gewagt, einen Text mit »Liegt doch Hoffnung in der Herdenimmunität?« zu titulieren? Stark. Aber: die haben wir schon. Titanic

 Waber, waber, Alard von Kittlitz!

Waber, waber, Alard von Kittlitz!

Eine geschlagene Seite plus Aufmacher spendierte Ihnen die »Zeit«, damit Sie in der Rubrik »Entdecken« die spannende Welt der Astrologie entdecken. »Wer glaubt denn so was?« hieß Ihr Texttrumm, für dessen Herstellung Sie sich erst von einer berufsmäßigen Gaunerin in die Sterne blicken ließen und danach als Ausgleich – wir sind ja schließlich bei der »Zeit« – einen Mann der Wissenschaft (»ein in Harvard studierter, ultragebildeter Hippie«) konsultierten.

Weil Sie mit Ihren geschätzt 25 Jahren zwar schon das Selbstverständnis eines abgeklärten Journalistendarstellers entwickelt, aber scheint’s noch nie vom Forer/Barnum-Effekt gehört haben, brachte Ihr persönliches Horoskop Sie an einigen Stellen dann doch zum Bauklötze Staunen. »Da stand also, in mir bestehe einerseits ein ›grenzauflösender Zug‹, der eine ›Auseinandersetzung möchte mit dem, was jenseits der Realität liegt‹. Gleichzeitig sei da aber auch ein Hang zum Skeptizismus … O ja.«

Ja, scheiß rein, Simsalard von Kittlitz! Einerseits, andererseits. Einerseits können wir uns so einiges vorstellen, andererseits nicht das, was Sie in den Oberzeilen zu Ihrer investigativen Sternstunde insinuierten: »Ich kann die Sorge nicht leugnen, künftig als der verspulte Eso-Trottel der Redaktion dazustehen.« Denn als Trottel dürften Sie dort schon seit langem dastehen.

Leider nicht jenseits von Ihrer Realität: Titanic

 Wow, Womanizer Friedrich Merz!

Im Taz-Interview auf Ihre fehlende Beliebtheit angesprochen, parierten Sie großartig: »Schauen Sie sich mal an, wie viel Zustimmung ich von Frauen jeden Alters über die sozialen Netzwerke bekomme. Da gibt es zum Beispiel ›Wir Frauen für Friedrich Merz‹, eine von mir nicht beeinflusste, breit angelegte Initiative. Für keinen der beiden anderen Bewerber gibt es etwas Vergleichbares. Und ich freue mich natürlich sehr darüber.«

Klar, welcher Belami wäre da nicht sackstolz? Gemeint war jene Fotoaktion auf Facebook, bei der knapp 200 Frauen (nicht wenige davon Ortsvorsitzende Ihrer Partei) mit Dackel unterm Arm, im Dirndl oder mit irrem Lächeln abgelichtet sind, im je beigefügten Lobhudel-Zitat Sie als »starken Mann« – nicht des 20. Jahrhunderts, sondern »der Stunde« – preisen, Ihr, prust, »Charisma« rühmen und beteuern, Sie seien derjenige Kandidat, der die CDU ins »nächste Jahrzehnt führen« könne – und das, bei aller Kritik und Antipathie, das schaffen rein kalendarisch sogar Sie.

Ihre Frauen und Männer für Norbert Röttgen (gerechterweise) von Titanic

 Schokierend, Schokoladenfabrik Lindt & Sprüngli,

was wir auf »Focus online« über Dich lasen: »Die Bewohner von Olten zwischen Zürich und Basel dürften nicht schlecht gestaunt haben, als es vergangenen Freitag begann, Kakaopulver zu schneien. Grund dafür war das Versagen eines Lüftungssystems der örtlichen Schokoladenfabrik von Lindt & Sprüngli.«

Man hört derzeit ja allerorts von seltsamen Wetterkapriolen, aber Kakao-Schauer sind selbst in unserer Klimakrisen-Welt ungewöhnlich. Die aufgetischte Erklärung vom defekten Lüftungssytem schlucken wir allerdings nicht. Sei ehrlich, Lindt & Sprüngli: War das nicht ein verzweifelter Versuch Deiner Oompa Loompas, irgendwie auf ihre Gefangenschaft als Arbeitssklaven aufmerksam zu machen? Oder war es einfach ein ausgeklügelter Werbegag? Sollte Letzteres der Fall sein, hier ein kleiner Tipp: Gratis Schokolade auf eine ganze Stadt schneien zu lassen ist prinzipiell eine süße Idee, nur halt nicht im Hochsommer …

Wissen Deine Werbe-Willy-Wonkas auf der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Ein Gleichnis

Vier Blinde stehen um einen Elefanten herum und untersuchen ihn, um herauszufinden, worum es sich handelt. Derjenige, der den Rüssel zu greifen bekommt, erklärt: »Es muss ein lebendiger Gartenschlauch sein.« Ein anderer – er streicht über die Flanke des Dickhäuters – spricht: »Nee, das ist ein Elefant«, tastet sich nach oben und ergänzt: »Jepp, hier ist das charakteristische Ohr. Ganz klar, ein Elefant.« Der Dritte befühlt einen Stoßzahn und schlussfolgert: »Elfenbein. Der Fall ist gelöst. Man muss schon sehr dumm sein, um an einen Gartenschlauch oder etwas anderes zu denken …« Der Vierte meldet sich zu Wort: »Moment! Um ganz sicher zu gehen, sollten wir noch den Penis des Tieres anfassen. Los, macht alle mit!« Die vier Blinden nähern sich dem gigantischen Glied und vollführen daran rhythmische Auf- und Abbewegungen.

Da öffnet sich die Stalltür, und der Besitzer des Elefanten kommt herein: »Was geht hier vor? Bei Ganesha, was MACHEN Sie denn da?!«

Werbeeinblendung: »Schützen Sie Ihre Arbeitselefanten! Mit Mahut Security Systems. Für alle Stallarten. Denn die Welt ist voller Perverser.«

Torsten Gaitzsch

 Das Beste kommt zum Schluss

Die gesamte Tragik der Endlichkeit des Lebens wurde wohl selten so schön zusammengefasst wie in diesem Satz, den ich zufällig bei einem Friedhofsbesuch aufschnappte: »Es ist so schade, dass Opa nicht erleben konnte, wie schön sein Grab geworden ist.«

Jürgen Miedl

 Tipp für Tierfreunde

Merke: Wer ein Herz für Spinnen hat, sauge nach dem Achtbeiner auch noch einen Sechsbeiner als Proviant mit dem Staubsauger auf.

Katharina Greve

 Hoppla

Dass sich vieles mit dem Alter ändert, damit habe ich gerechnet. Aber wie vieles sich nicht ändert, das war eine Überraschung.

Teja Fischer

 Kompatibilitätsprobleme

Kritik am Schweinesystem ist richtig und wichtig. Ebenso wichtig ist die #metoo-Debatte. Ich habe aber Probleme, beide unter einen Hut zu bekommen. Alles hängt doch an dieser Frage: Darf man das System ficken, wenn das System Nein gesagt hat?

Tilman Birr

Vermischtes

Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHeiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURTorsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 09.09.:

    Die "Abendzeitung" interviewt Rudi Hurzlmeier.

     

  • 04.09.:

    Ella Carina Werner klärt in der "Taz" über den Alterskult im westlichen Sumatra auf.

  • 03.09.:

    Moritz Hürtgen spricht mit ZDFheute über Satire nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo".

  • 02.09.:

    Über eine Regenlesung der TITANIC BoyGroup berichtet die FAZ.

     

  • 19.08.:

    Oliver Maria Schmitt war für die FAZ auf großer Büßer-, Pilger- und Fürbittfahrt für alle Pest- und Seuchenopfer.

Titanic unterwegs
01.10.2020 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hauck & Bauer: Cartoons« Eröffnung mit A. Engelke
01.11.2020 Fürstenfeldbruck, Kunsthaus Rudi Hurzlmeier: »Malerei«
08.11.2020 Kassel, Caricatura-Galerie »Unkraut vergeht nicht – Garten-Cartoons«
07.03.2021 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hauck & Bauer: Cartoons«