Vom Fachmann für Kenner | Januar 2011


Aus einer chinesischen Enzyklopädie

Von den Schneeflocken aber zählt das Buch der Wesenheiten nur zweimal sieben Arten: a.) die sechseckigen, b.) die achteckigen, c.) die kleinen, d.) die in der Hand schmelzen, e.) die im Mund schmelzen, f.) die dem Staat gehören, g.) einbalsamierte, h.) gezähmte, i.) die in diese Gruppe gehören, j.) die den Wasserkrug zerbrochen haben, k.) die von weitem wie Federn aussehen, l.) die den anderen ähneln, m.) mit denen sich der Himmlische Jadekaiser nicht so viel Mühe gemacht hat wie mit den anderen, n.) die die verdammte Einfahrt vollmachen, verdammt noch eins.

Leo Fischer

Kinderarmut 2011

An wildfremde Kinder, die dich auf dem Weihnachtsmarkt anquatschen, ob du ihnen Geld fürs Karussell geben kannst, hat man sich ja schon gewöhnt. Neu sind hingegen wildfremde Kinder, die dich anquatschen, ob du ihnen beim Karussellfahren zuwinken kannst.

Thorsten Mausehund

Der Feierabend (IV)

Setzen Sie sich im Schneidersitz auf den Boden und biegen Sie den rechten Fuß auf den linken Schenkel und den linken Fuß auf den rechten Schenkel. Stellen Sie sich nicht so an, die Yogis verharren jahrelang in dieser Position. Schließen Sie nun die Augen, und denken Sie an nichts. Stellen Sie sich vor, in einen Canyon zu fallen, dessen Grund so tief ist, daß Sie ihn nicht erkennen können. Öffnen Sie nun die Augen, und konzentrieren Sie sich einzig auf Ihren Atem, aber so, als säßen Sie in Ihrem Kopf und würden auf Ihren Atem herunterblicken – und als würde Ihr Atem das nicht wissen. Verharren Sie 55 Minuten. Beißen Sie sich immer dann fest auf die Zunge, wenn Sie sich selbst dabei ertappen, mit Ihren Gedanken abgeschwiffen zu sein. Suchen Sie nach dem Fehler in diesem Text.

Vera Henkel

Freiluftbühne

Das Nashornschutzgebiet am Nakurusee in Kenia sollte endlich Ionesco-Weltkulturerbe werden.

Torsten Gaitzsch

Tun und beschreiben

Daß viele Dinge leichter gesagt als getan sind, gilt nach meinen Erfahrungen leider nicht für die polnische Sprache.

Jürgen Naumann

Späte Erkenntnis

Fliegen sind zu klein, als daß man Angst vor ihnen hätte, aber auch zu groß, als daß man sie einfach ignorieren könnte. Sie werden von jedem Mist magisch angezogen, und nach einem kurzen Leben voller Bedeutungslosigkeit verlassen sie diesen Planeten, ohne daß irgend jemandem aufgefallen wäre, daß sie da waren. Vielleicht hätte ich mich damals bei meinem Kinderpsychologen doch nicht als Katze malen sollen.

Christian Martin

Für Kristina Schröder

Frauen aus meinem Bekanntenkreis, die sich in jener Zeitspanne des Lebens befinden, die man gemeinhin als »mittleres Alter« bezeichnet, verspüren seit neuestem den Drang, mich darüber zu informieren, daß meine Brüste früher oder später auch der Schwerkraft zum Opfer fallen werden. Obwohl ich dies niemals in Zweifel gezogen habe! Durch diesen meinen Makel – und das lassen sie mich spüren – bin ich ihnen nie ganz zugehörig, er macht mich zur Außenseiterin. Simone de Beauvoir sagte: »Man wird nicht als Frau geboren, man wird es.« Offenbar durch hängende Brüste.

Saskia Wagner

Virtuelle Hoffnung

Ich bin mir über die Auswirkungen von Datenmißbrauch und -austausch durchaus im klaren, aber solange beim Online-Kraken Amazon Programmierer am Werk sind, deren Software mir Werke wie »Deutschland schafft sich ab«, »Das Ende der Geduld« und »Der kleine Drache Kokosnuß und die starken Wikinger« empfiehlt, bin ich optimistisch.

Michael Höfler

Beutels Kern

Über Frauen und Handtaschen, genauer: deren ominösen Inhalt, gibt es die krudesten Spekulationen. Mir wurde ein kleiner Einblick gewährt, als eine adrett gekleidete Blondine sich auf den Bürgersteig kniete und begann, ihren prallgefüllten, zierlichen Lederbeutel auszupacken, wobei sie bei jedem Utensil laut, vernehmlich und immer verzweifelter »Mist, Mist, Mist!« rief. Ein Blick auf den ausgebreiteten Tascheninhalt bestätigte mir dieses selbstkritische Urteil.

Maik Hölzel

Zwei stimmige Thesen

Ich schwöre hiermit hoch und heilig, weder einen Eishockeyspieler noch einen Feldhockeyspieler persönlich zu kennen oder je gekannt zu haben. Dennoch stelle ich die These auf, daß Eishockeyspieler Feldhockeyspieler für schwul halten und Feldhockeyspieler Eishockeyspieler für dumm. Als zweite These möchte ich der ersten anfügen, daß beide wohl recht haben.

Christian Widder

Ewige Worte

Von Zeit zu Zeit lese ich Sätze, die ich am liebsten aus ihrem Zusammenhang gerissen in steinernen oder hölzernen Buchstaben in einem eigens dafür geschaffenen Park der Öffentlichkeit zugänglich machen würde. Mein aktueller Favorit stammt von Jared Diamond: »Die Theorie der Hodengröße ist einer der Triumphe der modernen Anthropologie.« Aber vielleicht tut es ein einfacher T-Shirt-Aufdruck ja auch.

Karsten Wollny

Schnelle Hilfe

Bei Koranverbrennungen eventuell wirksame Gegenmaßnahme: Einmal pro Brand den Koran über islamisches-zentrum-muenchen.de/quran01.pdf als PDF herunterladen, auf Platte speichern und anschließend löschen.

Nathan Brosius

Ausgerechnet

Letztlich spart Zigarettenrauchen doch Geld: Man trinkt seine Biere merklich langsamer.

Harald Wurst

Wohnung zu besetzen

An die dreißig Punks, die für eine Nacht das leerstehende Wohnhaus gegenüber besetzt und dieses laut Polizei blitzsauber geputzt wieder verlassen haben: Könntet ihr bitte auch mal für eine Nacht meine Wohnung besetzen? Zumindest das Bad?

Jürgen Marschal

Deutsche Frage

Als ich in der Inszenierung von Peter Hacks‘ »Die Sorgen und die Macht« des Deutschen Theaters Berlin die absolute Bühnenblödheit einer Reich-Ranicki-Parodie erleben mußte, habe ich mich zum ersten Mal gefragt, ob Marcel Reich-Ranicki – gerade als Opfer des Nationalsozialismus! – eigentlich stolz darauf ist, als am einfachsten zu persiflierende Figur des deutschsprachigen Raumes niemand Geringerem als Adolf Hitler den Rang abgelaufen zu haben.

Martyn Heyne

So gesehen

Das Tolle an einem Regenschirm ist, daß man ihn nie waschen muß.

Tina Wirtz

Anhaltspunkt

Jeder kennt diese Fragen: Wie groß ist deine Liebe? Wie tief ist dein Schmerz? Denjenigen, die sich, allgemein formuliert, mit der Quantifizierbarkeit emotionalen Erlebens beschäftigen, kann ich mit diesem Hinweis vielleicht weiterhelfen: Das Völlegefühl, das mich über die Festtage plagte, läßt sich mit ungefähr sechs Pfund bemessen.

Helge Möhn

So geht’s auch

Wer sich keine Spielekonsole leisten kann oder will, dem bietet sich als Ego-Shooter folgende Alternative: beim Bäcker um die Ecke günstigen Pflaumenkuchen vom Vortag kaufen und diesen in der heimischen Küche vor einer hell gefliesten Wand plazieren. Einige Minuten abwarten, flache Hand in Stellung bringen, dann eine Obstfliege nach der anderen killen.

Bernhard Löwenberg

American Airsleep

In Flugzeugen kann ich nicht gut schlafen. Beiläufig erwähnte ich das beim Thema Platzwahl, als ich bei American Airlines eincheckte. Die Frau am Schalter versuchte mich zu beruhigen: »You will sleep like a baby in our aircraft.« Was wollte sie mir damit sagen? Daß ich alle zwei Stunden aufwachen und schreien würde?
In etwa so war’s dann auch.

Volker Surmann

Jude und ich

Ich steige in die Tube und brause durch London. Draußen herrscht kaltes Dezemberwetter, die Leute sitzen mit gesenkten Köpfen da. Ich hebe nur kurz den Blick, sehe den Mann gegenüber und zucke zusammen: Es ist Jude Law. Tief läßt er mich in seine grauen Märchenaugen sinken und – lächelt. Kein Wunder, ich sehe heute wie immer umwerfend aus! Selbstbewußt strahle ich zurück. Eine Weile verbringen wir wild flirtend, und dann, das sieht man deutlich, möchte er mich ansprechen, er überlegt noch, aber gerade will er den Mund aufmachen, da hält die Tube, wir stehen auf und ich sehe: Er ist gar nicht Jude Law, sondern einen halben Kopf kleiner als ich, und ich bin immer noch in Bielefeld.

Anna Leuschner

E-Heizdecke

Vielleicht sollten wir wegen unserer kaputten Heizung doch mal den Installateur anrufen: Inzwischen schalte ich unbewußt den Laptop ein und stelle ihn auf meinen Schoß, nur um nicht mehr zu frieren.

Sebastian Klug

Büro-Knigge

Zwei Männer biegen aus unterschiedlichen Richtungen um die Ecke. Der eine führt seinen Hund, der andere raucht. Ich werde unfreiwillig Zeuge des folgenden Dialogs. Mann mit Hund: »Hey, Kollege.« Mann mit Zigarette: »Meinst du mich oder deinen Hund, Chef?« – »Ich mein schon dich, Meister, ob du eine Zigarette für mich hast!« – »Kein Problem, Kumpel!«  Ende der Konversation. In welcher Branche auch immer sie tätig sind: Jedenfalls sind die beiden extrem flache Hierarchien gewohnt, Alter!

Theobald Fuchs

Krebsübel

Großes Flußkrebsessen in der WG. Nach einer Stunde mühsamen Scherenpanzerknackens und Schwänzepulens häufen sich in den Abfallschalen die Schalentierschalen. Ein Mitbewohner: »Mann, dauert das lange! Gut, daß wir dabei was essen, sonst würde ich allmählich Hunger kriegen.«

Katharina Greve

Hauptsache kritisch

Titel von Aquarellen bei einer Vernissage in Rönkhausen:

  1. »Sonnenaufgang im Mekongdelta I«
  2. »Der Eingang des Geburtshauses des Dichters Friedrich Wilhelm Weber«
  3. »Kritische Afrikanerinnen«
  4. »Sonnenaufgang im Mekongdelta II«

 

Peter Neuhaus

Logisch

Die einzige Gelegenheit, den ubiquitären Jauchzer »Wo wären wir nur ohne sie?« noch sinnvoll auszustoßen, ist beim Lobpreisen von Navigationsgeräten.

Tina Manske

Psychologie der Technik

Öfter schon beobachtete ich mit einer gewissen Irritation, wie in Autowerbungen die Scheibenwisch- und -waschanlage präsentiert wird. Pralle Geländewagen gleiten da durch Schlammlöcher und spritzen sich danach mächtige, schäumende Fontänen aufs Glas. Auflösung meiner Irritation war folgende Erklärung: Wenn Autos, wie man sagt, Phallussymbole sind – dann ist das Scheibenwasser das Ejakulat.

Robert Friedrich von Cube

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Dass Sie, Frau Dr. med. Irene Jung,

als praktische Ärztin im altehrwürdigen Städtchen Detmold neben »Naturheilverfahren« und »ästhetischer Dermatologie« als »besonderen Schwerpunkt« Ihrer Tätigkeitspalette »Altersprävention« anbieten, ist naheliegend, können Sie doch ganz überzeugend mit sich selbst als Vorbild werben: Sie zumindest bleiben ja forever Jung.

Kalauert heute etwas altbacken: Titanic

 Mary Trump!

Mary Trump!

Sie sind die Nichte des amtierenden US-Präsidenten und haben ein Enthüllungsbuch veröffentlicht, das wir aus Sorge um unser Seelenheil leider nicht lesen können. Trotzdem nett, von Ihrer Existenz erfahren zu haben. Und die nächsten beiden Bücher über Onkel Donald schreiben dann Ihre Schwestern Miry und Mury, ja?

Quak-quak! Titanic

 Philipp Amthor!

Um weiter an Ihrem konservativen Profil zu feilen, machten Sie – wie einfallsreich! – einen Jagdschein und ließen es sich nicht nehmen, sich auf der Jagd vom »Spiegel« begleiten zu lassen: »Wenn Philipp Amthor über die Jagd redet, spricht er gern in Jägerdeutsch.« Was unter anderem so klingt: »Natürlich ist .300 Winchester Magnum jagdlich ein relativ großes Kaliber.« Oder: »Ein Maisfeld, sagt Amthor, sei für einen Jungjäger keine einfache jagdliche Situation.« Einmal klagen Sie über das Fehlen von »jagdbarem Wild« und bezeichnen irgendeinen Stephan als Ihren »jagdlichen Mentor«.

Täuscht das, oder besteht Ihr Jägerdeutsch vor allem im Voranstellen des Wortes »jagdlich«?

Und wie kann es sein, dass ein ach so gewiefter Jägerjunge einen solchen Bock schießt wie Sie mit Ihrer Affäre um Augustus Intelligence? Ach, das Wortspiel machten Sie im Interview selbst? Dann lassen wir Sie dieses Mal noch davonkommen!

Bleibt Ihnen satirlich auf den Hufen: Titanic

 Susanne Viernickel!

Sie sind Professorin für Pädagogik der frühen Kindheit an der Universität Leipzig. Die jetzt durchgeführte OECD-Befragung von Fachkräften in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung enthält zum ersten Mal internationale Vergleichsdaten zu deren Selbstverständnis und Arbeitsbedingungen.

Im Deutschlandfunk benannten Sie als ein wesentliches Ergebnis der Studie den Fachkräftemangel in Deutschland: »Personal, Personal, Personal.« Und: »Auch Leitungskräfte klagen, denn sie können nicht leiten.« Soweit klar; wenn niemand da ist, der sich führen lässt, können Führungskräfte nicht führen. Aber statt darüber zu klagen, könnten diese beispielsweise vorübergehend aufs Leiten und Führen verzichten und direkt in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung tätig werden. Die Kinder tät’s womöglich freuen.

Tipp von Ihrer Titanic

 »Soester Anzeiger«!

Wenn es laut Ausgabe vom 3.7. in Deinem Wirtschafts-Ressort heißt: »Edeka schluckt Netto komplett«, hätte es dann nicht genügt, der Einfachheit halber zu titeln: »Edeka schluckt Brutto«?

Fragen die Betriebswirtschaftsgelehrten von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Fahrt in den Urlaub

Wer schon mal auf der Autoroute unterwegs war, dem ist es bestimmt aufgefallen: In Frankreich und nur in Frankreich überholt man alle paar Kilometer ein einsam auf der rechten Spur vor sich hin blinkendes Auto. Wo ist man mit seinen Gedanken, fragen wir Deutschen uns da entzückt, wenn man nach dem Spurwechsel nicht nur vergisst, den Blinker auszuschalten, sondern es sogar schafft, sein enervierendes Klacken dauerhaft aus der Wahrnehmung zu verdrängen? In jedem Fall nicht auf der Straße, das verdient schon mal Bewunderung. Vielleicht sogar überhaupt nicht unterwegs, sondern auf Seite 93 der buchstäblich fesselnden Ménage-à-trois, die zu Hause aufgeschlagen vor dem Kamin liegt und sich bereits darauf freut, am Abend wieder einen Tropfen Chardonnay abzubekommen? Oder bei den zwei kleinen Töchtern und ihrer bezaubernden Mutter, von der man in genau diesem Moment angerufen wird, aber nur, weil sie sich am Piano auf das Telefon gesetzt hat und einem jetzt unbemerkt ein Ständchen spielt? Es wird wohl immer ein süßes Geheimnis bleiben.

Teja Fischer

 Wo das wahre Outdoor beginnt

Dass du dich in einer echten Wildnis aufhältst, merkst du spätestens dann, wenn du im lichtlosen Gestrüpp stolperst und dir während des Fallens in Sekundenbruchteilen überlegst, ob es sicherer wäre, den Sturz aufzufangen oder die Hände in den Hosentaschen stecken zu lassen. Brennnesseln, Nacktschnecken, Jauchepfützen, das sind alles extrem schwer einzuschätzende Landezonen. Profis fallen übrigens erst gar nicht hin.

Theobald Fuchs

 Ethische Frage

Gesetzt den Fall, der Bandwurm wäre vom Aussterben bedroht –, sollte man ihn dann retten? Und wenn ja: Wer meldet sich freiwillig?

Katharina Greve

 Beauty-Tipp

Jüngst wollte ich Wimperntusche im Schönheitssalon kaufen. Die Visagistin nahm sich viel Zeit, empfahl ein gutes Produkt, auch noch den passenden Lidschatten dazu und fragte dann: »Kennen Sie weißen Kajal? Nein? Probieren Sie den doch mal am unteren Lidrand.« Ich machte den Versuch, fand das Ergebnis aber irgendwie sonderbar: Der Blick wirkte starr, glubschig-wässrig, die Tränensäcke schwollen an, wurden durch breite Schattenringe untermalt, und als die Kosmetikerin erläuterte: »Horst Tappert, Sie wissen schon, der Derrick, der schwor auf weißen Kajal. Niemals stellte er sich ohne weißen Unterlidstrich vor die Kamera«, entschloss ich mich, fürs erste auf diesen Stift zu verzichten.

Miriam Wurster

 Körpereigene Alarmanlage

Mittlerweile gibt es ja allerhand Smartwatches und Apps zur Überwachung und Optimierung des Schlafes auf dem Markt. Dass aber auch die natürliche Schlafregulation ganz gut funktioniert, merkt man, wenn man nach versehentlichem Wegdösen am Nachmittag vom eigenen Schnarchen prompt wieder geweckt wird.

Julia Mateus

Vermischtes

Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.
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Das schreiben die anderen

  • 10.08.:

    Martin Sonneborn gibt der "Berliner Zeitung" ein großes Sommerinterview.

     

Titanic unterwegs
14.08.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Christian Y. Schmidt
20.08.2020 Düsseldorf, Zakk Paula Irmschler
26.08.2020 Berlin, Pfefferberg Theater Max Goldt
26.08.2020 Hamburg, Kampnagel Paula Irmschler mit Linus Volkmann