Vom Fachmann für Kenner | Mai 2010


Schlussmachen heute

Wir können ja Facebook-Freunde bleiben.

Tina Manske

Roots Bloody Roots

Um nach einer schmerzhaften, aber äußerlich nicht sichtbaren Zahnwurzelbehandlung das den Schmerzen angemessene Mitleid zu erzeugen, sollte man zusätzlich zum betäubten, herabhängenden Mundwinkel auf dem Nachhauseweg noch einen Arm schlaff nach unten baumeln lassen und ein Bein nachziehen. Bedauernde Blicke und Worte (»… noch so jung!«) garantiert!

Daniel Sibbe

Liebe geht durch den Magen

Wenn eine Frau sagt, sie könne sich Sex nur dann vorstellen, wenn »die Chemie stimmt« – kann man sich dann vor Gericht darauf berufen, man habe dies für eine regelrechte Aufforderung gehalten, ihr K.o.-Tropfen ins Getränk zu mischen?

Jürgen Marschal

Vorbild Taube

Bei Minusgraden, die einen in lange Unterhosen, Wollsocken, Fleecepullis und Steppmäntel zwingen und in dieser lächerlichen Montur noch immer bibbern lassen, denkt kein Mensch mehr an Sex. Anders die Tauben. Eindrucksvoll balzen die Männchen mit geschwollenen Hälsen im Schnee um die Weibchen herum, die giggelnd hin und her trippeln und die Umwerbung sichtlich genießen. Im Sommer dann, wenn man appetitlos und dürstend von Schattenplatz zu Schattenplatz sprintet, trotzen sie zufrieden aufgebläht der Sonne und verdauen Eistüten. Neulich beobachtete ich sogar eine beschädigte Taube (einflügelig, halb gerupft), die mitten auf der Straße in aller Seelenruhe einen Döner aß. Ich an ihrer Stelle hätte mir ein stilles Eckchen zum Sterben gesucht. Ich Weichei.

Anna Leuschner

Blühende Landschaften

Immerhin auf das Prädikat »Gut (2,3)« kommt die mecklenburgische Stadt Waren (Müritz) im aktuellen Urteil der Stiftung Warentest.

Johannes Kreidler

Aus gewissen Gründen

Daß ich den Austritt aus der katholischen Kirche so lange vor mir hergeschoben habe, liegt vor allem an den unchristlichen Öffnungszeiten des Standesamtes. Ausgerechnet!

Moritz Hürtgen

Clever

»Ich habe mal das Geld für eine Fahrkarte aus dem Käßchen eines Obdachlosen genommen.«
»Was?! Und der hat nichts gemacht?«
»Ich habe mir ja extra einen ohne Beine ausgesucht.«

Miriam Zimmermann

Skikurs im Schwarzwald

Skilehrer trifft der Winter immer besonders hart. Sie müssen früh aufstehen, sind den ganzen Tag im Kalten und werden nicht gut bezahlt; nicht mal für regelmäßiges Essen reicht es offenbar, deshalb reden sie ständig vom Essen. Wenn die Kinder im Skikurs Pflugbogen fahren sollen, rufen die Skilehrer: »Pizza! Pizza! Mach Pizza!« Sollen die Ski parallel geführt werden, schreien die Skilehrer: »Pommes! Pommes!« Pommes liegen natürlich nie parallel auf dem Teller. Das wissen die Kinder, führen daher ihre Ski kreuz und quer und fallen hin. Dann liegen Ski und Kinder wirklich wie Pommes auf dem Teller. Diejenigen, die trotz Pommes-Ski noch stehen, hören: »Suppe! Suppe!« Vielleicht heißt es auch »super«? Wenn man ihnen nur endlich was zu essen geben könnte, den Skilehrern!

Bettina Jasper

Was Wahres dran

Es ist schon so, daß sich hinter jedem Aberglauben eine kleine Wahrheit versteckt. Viele Motorradfahrer fürchten ja, sie würden unweigerlich verunglücken, sobald sie einen Organspenderausweis ausgefüllt haben. Tatsächlich trifft dies nur zu, wenn sie es bei Tempo zweihundert tun, auf der linken Spur.

Theobald Fuchs

Kraut’s Not Dead

Redaktionssitzung bei einer Musikzeitung, die sich vor allem mit alten, fast schon toten Ostmusikern beschäftigt. Die neue Chefredakteurin kommt von einem westdeutschen Stadtmagazin und hat keine Ahnung, was im Osten musikalisch so abgeht. Die Redakteure aber auch nicht. Trotzdem kommt der Vorschlag, »doch mal ein Spezial über Krautrock zu machen«. Die Chefin ist begeistert: »Ja, Krautrock! Ist da nicht neulich der Schlagzeuger gestorben?«

Thomas Behlert

Meine Werkstatt

Jetzt, wo die kalte Jahreszeit endlich vorbei ist, wird es höchste Zeit, die alten Winterwitze einzulagern und die Sommerspäße aufzuziehen. Ich persönlich lasse das immer bei Pointe S machen.

Tanja Hötzle

Terrorgefahr

Seit ich einen Vortrag zum RAF-Attentat auf Hanns-Martin Schleyer gehalten habe, fällt mir auf, wie viele Kinderwagen in der Stadt unterwegs sind. Da heißt es ruhig bleiben! Das gelingt mir jedoch nicht immer, und so kommt es leider vor, daß mich beim Anblick eines Kinderwagens die Panik packt. Dann komme ich zum Beispiel aus einem Ladenlokal, sehe einen anscheinend herrenlosen Wagen auf dem Trottoir stehen und bekomme Kaltschweißausbrüche. Da kann ich dann nicht anders, als ihn mit einem beherzten Tritt umzustoßen – was natürlich stets Reaktionen der Kinderwagenbesitzerinnen nach sich zieht. Die meiner eigenen Frau sind übrigens am schmerzhaftesten.

Bernhard Löwenberg

Klimawandel

In der Sauna. Zwei Männerfreunde unterhalten sich. »… waren wir zelten, und Alter!, ich hab mir echt den Arsch abgefroren!« Ungläubig die Frage: »War Winter oder was?« Kopfschütteln: »Nö – ganz normale Jahreszeit!«

Martin Fürbringer

Feingefühl

Beim Umgang mit Promis ist zu beachten, daß man sich behutsam in ihre Perspektive hineinversetzt: Man kennt sie, wohingegen man selbst ihnen unbekannt ist. Einmal kam meiner Mutter und mir auf dem Münchner Ostfriedhof Dieter Hildebrandt entgegen, seine Miene dem Ort entsprechend. Nachdem er kaum außer Hörweite war, meinte meine Mutter: »Der hätte jetzt bestimmt angesprochen werden wollen!« Peinlich berührt drehte ich mich Richtung Hildebrandt um. Er war sensibel genug, es mir nicht nachzutun.

Michael Höfler

Neuigkeiten

Als mein Bruder beim Tabuspielen hektisch umschrieb: »Das hast du dir neulich stechen lassen« und ich auf den letzten Drücker »Tattoo!« hervorstieß, herrschte für einen Moment lang Stille. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich es meinen Eltern doch schonender beibringen sollen.

Emily Wood

Musik ist gesund

Zwei Musiker aus meiner Bekanntschaft beschließen, gemeinsam ein Volksmusik-Projekt zu starten, obwohl ihre Instrumente E-Baß und Tuba sind. Musikalisch klappt es auch, aber unerwartete Nebenwirkungen stellen sich ein: Die tiefen Töne zwingen sie dazu, ständig die Proben zu unterbrechen, um die Toilette aufzusuchen. Und jetzt? Altenheime als Zielgruppe? Wäre »Duo Peristaltik« ein guter Name?

Martin Quetsche

Nichts verlernt

Vor kurzem lernte ich eine junge Dame kennen, die sofort mit mir ins Gespräch kam, ihren Namen verspielt auf einen Zettel schrieb, mir diesen zuschob und nach zehn Minuten fragte: »Soll ich dir mein Bett zeigen?« Daß sie die Tochter eines Bekannten war und erst sechs, mag meinen Erfolg schmälern, aber ich habe mir schon gedacht: »Hey, du hast’s noch drauf!«

Tim Wolff

Wahrheitsgehalt

Mal überlegen: Wenn meine Freundin meint, Frauen könnten besser mit Worten umgehen als Männer, dann aber sagt: »Frauen können besser mit Worten umgehen als mit Männern«, welche Aussage ist dann falscher?

Ludger Fischer

C’est la vie!

Meine Eltern haben sich wohl dem genetisch determinierten Fatalismus ergeben und blicken viel gelassener auf mein schon längst die Regelstudienzeit überschreitendes Universitätsstudium, seit meine Schwester als bis dato jüngste Hoffnung der Familie nach einem Jahr Französischunterricht auf dem Gymnasium »la même chose« mit »die Mutter hat gewählt« übersetzt hat.

Matthias Stangel

Frau Schuh und ich

Als junger Mann hatte ich einmal ein Erlebnis. Und das ging so: Ich stand mit einer mir noch nicht allzugut bekannten Dame namens Frau Schuh vor dem Blumengeschäft, über dem ich damals wohnte. Wir hatten den Abend miteinander verbracht, waren alkoholisiert und tändelten unentschieden. Sie zierte sich und zögerte, mit hinaufzukommen; als Begründung führte sie an, daß dann ja doch nur »das Unausweichliche« geschehen würde. Wiederholtes Abstreiten meinerseits half nichts, also schlug ich ihr ein Geschäft vor, auf das sie sich zu meiner Überraschung einließ: »Ich wette mit dir um 50 Mark, daß nichts passiert.«
Der Begriff »Win-Win-Situation« ist mir eigentlich unsympathisch, und ich verwende ihn nicht gerne. Hier aber paßt er ganz gut, finde ich.

Steffen Brück

Gutes Angebot

Als Wirt einer Kreuzberger Kneipe schenkt man nicht nur Bier aus, man ist auch sozial verpflichtet. Einer Frau vom nahen Bauwagenplatz half ich dabei, einen Zettel für ihre Jobsuche zu schreiben. Es dauerte eine ganze Nacht, bis wir den Text geschrieben hatten: »Suche dringend Job. Nehme Arbeit jeder Art an. Ideal wäre ein Kollektiv, das antisexistisch ausgerichtet ist, auf Machtstrukturen verzichtet, vegan ist, flexibel in der Zeitauffassung, keine Selbstausbeutung, keine schwere körperliche Arbeit, aber bitte auch keine reine Sitztätigkeit. Ich habe eine Katzenallergie, würde aber gerne meinen Hund mitbringen. Bitte keine Buch-, Kinder-, Esoterik- oder Bioläden. Ich kann Deutsch, Portugiesisch und ein bißchen Englisch.« Seit einer Woche kommt sie nicht mehr in die Kneipe. Ob sich jemand gemeldet hat?

Spunk Seipel

Low Budget Retusche

Makellose Schönheit ist Photoshop für ganz Arme.

Sebastian Klug

Schlimm?

Wenn man durch das Wohnzimmerfenster sieht, wie eine Frau ihren Wagen im Schnee festfährt, und ohne zu zögern nach unten stürmt, mit wohldurchdachtem Rat und unter erheblichem Körpereinsatz das Auto freibekommt, die Fahrerin einen daraufhin in die Wohnung begleitet, wo es nach wortlosem Vom-Leib-Reißen der Winterbekleidung zu heftigem Dankes-Sex kommt, dann macht es doch eigentlich nichts, daß es die eigene Frau ist, oder?

Robert Niemann

Durchsichtige Ausrede

Sprichwörtlich ist in meinem Freundeskreis der Satz eines Fantasyfiguren-Sammlers geworden, der seine Abwesenheit bei einem gemeinsamen Biertrinken wie folgt begründete: »Nee, keine Zeit, muß noch den Unsichtbaren anmalen.«

Katharina Greve

In Gottes Namen

Nachdem ich mich ein paar Minuten über die Facebook-Nachricht des mir unbekannten Uwujare Emmanuel gewundert hatte, der mich für ein Mitglied der Church Of Christ hielt und Gottes Wort mit mir teilen wollte, zog ich den Schluß: Manche Dinge sollte man einfach nicht wörtlich nehmen. Namen zum Beispiel.

Christian Rocker

Verschluckt

Nach dem letzten Gangbang war meiner Nachbarin speiübel. Irgend jemandes Sperma muß wohl schlecht gewesen sein.

Sascha Dornhöfer

Aufgefallen

Tausende Künstler auf einem Haufen, aber weit und breit niemand, der sich für sie interessiert. MySpace erinnert frappierend an Berlin.

Ronja Ruppel

Sprachbarrieren

»Mustafa ist so ein Arschloch, ey, fick den!« – »Zu Hause schmeiße ich erst einmal den Kontaktgrill an, und dann gibt es das gute Baguette mit Pfeffersauce, kennste das, gibt es bei Aldi, ich glaube aber auch mit Thunfisch und Salami, aber yummie!« – »Ich finde ›Avatar‹ schon eher überbewertet, aber klar, gut gemacht, klar.« Prima, einmal ohne Kopfhörer U-Bahn zu fahren und »Menschen mit Meinungen e.V.« (MMM) live zu erleben.

Gerrit Pohl

Bange Frage

Gibt es eigentlich einen Namen für die Angst davor, daß wahrscheinlich schon in der nächsten Neon wieder ein launiger Artikel über skurrile Ängste erscheinen wird?

Magnus Maier

Verdacht

Wenn ich sehe, was die Leute alles an die Tatorte von Amokläufen oder Attentaten schleppen, mißtraue ich allmählich den ständigen Schuldzuweisungen an Islamisten, Extremisten oder gestörte Waffensammlersöhnen. Als Drahtzieher verdächtige ich vielmehr eine andere international tätige Organisation, die bislang überhaupt nicht ins Visier der Fahnder geraten ist: Fleurop.

Helge Möhn

Vorbildlich

Auf einer langen Autofahrt durch die Schweiz konnte ich kein einziges Minarett entdecken. Also, das Verbot mag umstritten sein, aber die Umsetzung ist erstaunlich effizient.

Marcus Jordan

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Sieh an, General Franco!

Sieh an, General Franco!

Jetzt ist’s offiziell: Sie werden umziehen. Das beschloss der Oberste Gerichtshof Spaniens. Bedeutet: Kein weiteres Abhängen mit Fascho-Pilgern in Ihrer von Zwangsarbeitern errichteten Kultstätte samt größtem Christenkreuz der Welt und frischen Blumen auf Ihrem Grab. Wurde auch Zeit, dass Sie die morschen Gebeine zusammenraffen und auf die Müllhalde der Geschichte tragen! Wie bitte? Sie werden auf einen staatlichen Friedhof nahe Madrid verlegt? Gute Güte, dass es diesen Despoten und Kriegsverbrechern aber auch immer so schwerfällt, ihren Platz einzunehmen!

*Kopfschüttel* Titanic

 Rudi Cerne (ZDF)!

Wie wir gelesen haben, sollen Ihre Zuschauer entsetzt gewesen sein, nachdem Sie in Ihrer Sendung »Aktenzeichen XY … ungelöst« Fotos einer Leiche gezeigt hatten. Dabei hatten Sie doch vorher extra darauf hingewiesen, dass das Bild manche Leute verstören könnte.

Wir wünschten uns vielmehr, Sie würden jedes Mal, bevor der Schirmherr Ihres XY-Preises für Zivilcourage, Horst Seehofer, eingeblendet wird, eine entsprechende Warnung aussprechen.

Hat immer noch Albträume vom letzten Mal: Titanic

 Zeugen Jehovas!

»Warum ist das Leben so kurz?« steht neuerdings auf Euren Aufstellern. Verständlich, das zu fragen, wenn man den ganzen Tag Blättchen verteilen und über Gott reden muss.

Im Geiste bei Euch: die Ketzer von

 Hicks, Juliane E. Reichert!

Im »Magazin für Barkultur« »Mixology« schreiben Sie unter dem Titel »Heimat und Hefe« über einen angeblichen Fruchtweintrend: »In welcher Variante auch immer, Cidre löscht den Durst und schmeckt fruchtig, meist nach Apfel, immer wieder auch nach Birne; man muss deutlich mehr Liter von ihm trinken, als der Körper zu fassen vermag, um ihm ein Sodbrennen zu entlocken.« Wem denn jetzt eigentlich? Dem Körper? Dem Cidre? Dem Apfel?

Klingt auf jeden Fall, als hätten Sie auch damit Erfahrung. Aber in welcher Variante auch immer, irgendwie haben Sie uns gerade ein Sodbrennen entlockt. Wollen Sie es wiederhaben?

Stößchen! Titanic

 Genial, Christoph Rottwilm (»Manager Magazin«)!

An Ihrem Artikel »Was Geldanleger von Superreichen lernen können« gefällt uns nicht nur der Titel, sondern auch, wie Sie gleich zu Beginn relativieren: »Reich werden. Es mag höhere Ziele im Leben geben, Glück beispielsweise, oder wenigstens Zufriedenheit und Wohlbefinden. Aber reich werden?« Ist man an dieser Stelle nicht bereits vom Kapitalismus geheilt, kann man weiterlesen: »Die meisten hätten wohl nichts dagegen einzuwenden, wenn ihnen das gelänge (nämlich reich zu werden). Doch wie stellt man es an? Ein Blick auf diejenigen, die es geschafft haben, lohnt sich …«

Und was haben Sie bei Ihren Recherchen in den Untiefen der Hochfinanz herausgefunden? »Unter den reichsten Menschen der Welt finden sich Leute mit den unterschiedlichsten Talenten. Nur eines haben alle gemeinsam: Sie wissen, wie man ein Vermögen vermehrt.« Ach, so geht das mit dem Reichwerden! Super! Da haben wir für Sie, Herr Rottwilm, gleich ein paar Ideen für zukünftige Artikel: Die erfolgreichsten Rennfahrer haben gemeinsam, oft als Erster im Ziel zu sein. Alle Bestsellerautoren haben gemeinsam, viele, viele Bücher zu verkaufen. Und »Manager Magazin«-Journalisten haben das gemeinsame Talent, uns auf die Nerven zu gehen.

Weiß, wie man Spaß vermehrt: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Phonographisches Gedächtnis

Ich weiß noch genau, wo ich war, als der Anruf kam: am Telefon.

Tim Wolff

 Premiere

Letzten Monat habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine indische Oper angesehen. Es war ein großartiges Singhspiel.

Andreas Maier

 Durch die Schokolinse betrachtet

Wenn kein anderer Laden in Sicht ist und der kleine Hunger naht, muss ich wohl oder übel den benötigten Schokoriegel an einer Tankstelle kaufen. Dann stehe ich in der Schlange und ärgere mich über die Auto-Idioten vor mir, die den Treibstoff für ihre Dreckschleudern bezahlen wollen, mir damit die Zeit und der Umwelt die Zukunft stehlen. Andererseits: Ohne solche Idioten gäbe es diese Tankstelle nicht, an der ich mitten in der Pampa Schokolade kaufen kann. Die Welt ist mir schon oft viel zu kompliziert.

Katharina Greve

 Gedenken

Ich erinnere mich gut daran, dass meine Mutter Micky Maus, Fix und Foxi, Asterix, Tim und Struppi, Superman, Prinz Eisenherz und so weiter, kurz: Comics aller Sparten und Genres als »dumm« bezeichnete, als »obszön«, »primitiv« und »verblödet«. Für was sie meine Mutter allerdings nicht hielt, war »pervers«, »geisteskrank«, »widerlich«, »ätzend« oder »barbarisch«. Das rechne ich ihr bis heute hoch an!

Theobald Fuchs

 Mythmist

Mir ist noch nie einer begegnet und ich bin meines Wissens noch nie einem aufgesessen, obwohl ich seit meiner Geburt in Großstädten lebe: Ich glaube, es gibt einfach keine urban myths. Oder ist genau das ein urban myth?

Adrian Schulz

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 11.11.:

    Lesart - das Literaturmagazin auf Deutschlandfunk Kultur bespricht den endgültigen Satire-Soundtrack.

  • 11.11.:

    Stefan Gärtner schreibt in der "Jungen Welt" über den Sondermann-Preisträger Nicolas Mahler. 

  • 08.11.:

    Tim Wolff in der FAZ über Urlaub im Luxuskitahotel.

Titanic unterwegs
13.11.2019 Eupen, Jünglingshaus Max Goldt
14.11.2019 Essen, Zeche Carl Max Goldt
15.11.2019 Köln, Comedia Max Goldt