Vom Fachmann für Kenner | Januar 2010


Ist so!

Liebe geht durch den Penis.

Lukas Münich

Bohnen, sortiert

In den 1980er Jahren mußte man als DDR-Student vor jedem Semester an Ernteeinsätzen teilnehmen. Ich erntete Bohnen, fuhr den Erntetraktor, ein Studentenkumpel saß mit den Mädels am Sortierband. Was aber macht der Student, wenn sich besagte Mädels allesamt als jugendliche Schreckschrauben erweisen? Er geht in die Dorfkneipe und säuft sich die Schrauben schön. Am nächsten Tag gab es dann immer Beulen am Traktor, mein Freund an der Sortiermaschine kämpfte ebenfalls mit dem Kater. Einmal wurde es ihm zuviel, der Restalkohol und das mit gleichmäßiger Geschwindigkeit unter seinen Augen vorübergleitende Gemüse gerieten zur verhängnisvollen Mischung: Er kotzte seinen Magen leer, mitten auf die Bohnen. Reglos und ohne jeglichen Protest guckten wir alle zu, denn man würde diese Bohnen sowieso nie wieder sehen: Sie waren nämlich für den Export in die BRD bestimmt. »Dem Klassenfeind schaden, wo man nur kann«, war unsere Devise.

Thomas Behlert

Humorlos

Seitdem sich dort possierliche Nager an pfefferkornhaltigem Weihnachtsschmuck mästen und danach merkwürdige Verdaugeräusche absondern, gehe ich zum Lachen in den Keller.

Michael Höfler

Gute Frage

Etwas unheimlich mutet es an, wenn der McDonald’s-Bedienstete mit offenkundig südländischem Migrationshintergrund auf die Frage »Können Sie mir noch so’n Getränkedings fürs Auto geben?« antwortet: »Wie heißt das auf deutsch?«

Christian Martin

Gewusst wie!

Es gibt nichts Lohnenderes als eine Lebenspartnerin mit schlechtem Gewissen.

Alexander Waldhelm

Radiomomente

Im Radio fällt häufig der Ausdruck »Megahit«. Ich verstehe im ersten Moment immer »Negerhit«. Im zweiten Moment bin ich ob meines Verhörers natürlich empört über mich selbst, bevor ich im dritten Moment meistens rehabilitiert werde, wenn sich beim Weiterhören herausstellt, daß ich, die Musik betreffend, mal wieder voll ins buchstäblich Schwarze getroffen habe.

Thorsten Mausehund

Was man niemals hören will

All die ausschweifenden Interpretationen des Beuys’schen Œuvres kamen mir stets zweifelhaft vor – und zu Recht: Seit ich die Packungsbeilage meines Grippemedikaments gelesen habe, weiß ich nämlich, was die wahre Inspiration zum Fettstuhl gewesen sein muß. Seitdem fürchte ich mich heimlich davor, daß eines Tages entsprechende musikalische Ergüsse von Beuys entdeckt werden könnten.

Moritz Lenhardt

The Dark Side Of The Nose

Das Licht vor dem Badezimmerspiegel kommt so einseitig, daß ich die Pickel, die ich auf meiner linken Nasenseite ausquetschen möchte, nie vernünftig sehen kann. Da ich links meist mehr Pickel habe, stellt sich die Frage: gedeihen sie links (d.h. im Dunkeln) besser oder überleben sie dort nur leichter?

Rolf Karez

To do

Als mir aus der Friedhofskapelle mal wieder der Bestattungsevergreen »Tears in heaven« zu Ohren kam, wurde mir bewußt, daß kein Lebensentwurf davor sicher ist, mit einem unnötigen Claptonschen Gitarrensolo beendet zu werden. Deshalb: Rechtzeitig To-do-Liste für den Beerdigungs-Soundtrack erstellen!

Marcel Pfeiffer

Internet fressen Handy auf

Mit meinem lieben Freund Björn H. kommuniziere ich in jüngster Zeit vor allem über Facebook. Kürzlich lud ich ihn per SMS zum nachmittäglichen Bierkonsum ein. Prompt schrieb er zurück, und ich las auf meinem Handy-Display: »Björn H. gefällt das.«

Moses Wolff

Zu speziell?

Gerade zur Weihnachtszeit kann es dem Choristen passieren, daß er, unter der Qual, immer die gleichen Stücke darbieten zu müssen, den Wunsch nach Renitenz verspürt. Dabei geht Aufbegehren ganz leicht: Wer Praxis im Obertongesang hat, singt, wenn auf langen Akkord in Moll der Grundton kommen soll, einfach gleichzeitig die große Dezime mit.

Wolfgang Beck

Fehlinterpretation

Wenn sich der achtjährige Erstgeborene den Kopf im Treppengeländer einklemmt und man in einem Internetforum den Tip findet, das Kind mit Gleitcreme zu befreien – und wenn man dann den sechsjährigen Zweitgeborenen losschickt, in der Apotheke diese Gleitcreme zu besorgen und der dann mit Polizei und einem aufgebrachten Lynchmob wieder nach Hause kommt – dann gibt es erst mal eine Menge Aufklärungsbedarf.

Björn Högsdal

Sleepy Hollow

Das Leben wirkt wie ein Tim Burton-Film, wenn man es in seinen Uniseminaren fast ausschließlich mit Zwangsgestörten zu tun hat, beim Pausengang auf die Toilette zerzauste Obdachlose beim Morgensport auffindet und die gesamte Welt, durch noch schläfrige Augen betrachtet, wie mit somnambuler Weichzeichnung bedeckt zu sein scheint.

Gregor Baszak

Integration

Um Vorbehalte seitens der Eidgenossen abzubauen, empfehle ich den Schweizer Muslimen, sich fürderhin Müeslime zu nennen.

Matthias Gaebel

W-LAN

Mit angehaltenem Atem sah ich in der Kopenhagener Flughafenlounge von meinem Klapprechner auf. Doch das Bodenpersonal versah ungerührt weiter seinen Dienst, als wäre nichts gewesen. Auch auf dem Rollfeld schien noch immer alles reibungslos und störungsfrei zu verlaufen. Erleichtert atmete ich aus. An diese eine Schaltfläche in meinem Betriebssystem (OS X) werde ich mich nie gewöhnen: »Airport deaktivieren«.

Karlo Tobler

Zweier-WG

Die Punkte »Badezimmerputzen« und »Müllentsorgung«, die ich mit meinem neuen Mitbewohner (34 Jahre) verhandelte, blieben bis auf weiteres umstritten. Aber zumindest die Frage »Wer kocht?« ließ sich rasch beantworten, nachdem er, in den Topf mit den Pellkartoffeln blickend, gefragt hatte: »Ach, und wie groß werden die jetzt durch das heiße Wasser?«

Matthias Stangel

Die Oma aus Niederbayern

Nach einem Schlaganfall testete der Arzt das Gedächtnis meiner Großmutter mit Kärtchen, die mit Tiermotiven bedruckt waren. »Das ist ein Fuchs… Reh… Hase… Fasan« beantwortete meine Oma gelangweilt die Fragen, bis es ihr irgendwann entfuhr: »Was will der Depp eigentlich von mir? Ich hab’ die Jägerprüfung!«

Monika Stadler

Studientip

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel kann man Prüfungen auch mit der Benotung »Voll von Fehlern – übel!« bestehen.

Kaspar Schulte Ostermann

Im Supermarkt

Neulich im Supermarkt steht ein alter Mann etwas abseits der Schlange vor der Kasse, Einkäufe im Arm und offensichtlich nicht mehr auf der Suche nach weiteren Waren. Da ich mich nicht vordrängeln möchte, frage ich nach: »Entschuldigung, stehen Sie hier an?« »Nein«, entgegnet der alte Mann, »ich warte einfach, bis die Schlange weg ist.« Ich habe mich dann hinter ihn gestellt und mit ihm gewartet.

Jan-Niklas Jäger

Neues Denken!

Daß es nicht nur Schwarz und Weiß gibt, sondern unendlich viele Schattierungen dazwischen – könnte das mal jemand dem Toaster meiner Freundin sagen?

Mark-Stefan Tietze

Problemfamilie

Zack – mit der Faust voll aufs Ohr. Eine blitzschnelle Drehung, der Ellenbogen landet zielsicher auf dem Kehlkopf. Drohend erhebt sich im Dunkeln nun auch noch der Kopf – und stößt unbarmherzig in die Rippen. Wer seinen Familienurlaub mit einem unruhig schlafenden Zweijährigen ohne ein Extra-Kinderbettchen bucht, kann häusliche Gewalt einmal ganz anders erleben.

Wolf Kantelhardt

Stufen der Erkenntnis

Im Fahrstuhl vom Nachbarn ein wohlgemeintes Lichtlein aufgesteckt zu bekommen, kann nerven – zum Beispiel: Jede gelaufene Stufe verlängert das Leben um ganze fünf Sekunden! Kann ich nicht viel mit anfangen. Denn: Bei meinem Rauchverhalten bliebe die so gewonnene Zeit zur Gänze im Treppenhaus auf der Strecke.

Harald Wurst

Multiple Auslassung

Daß es am Pissoir etwas zu lesen gibt, ist nichts Neues, aber das Format multiple choice war bisher unbekannt: »Dieses Urinal funktioniert 1. ohne Chemie, 2. ohne Öl, 3. ohne Geruch, 4. ohne Wasser«. Die Aufgabe allerdings hat die Firma »Urimat« dem gezwungenermaßen Lernenden vergessen zu stellen. Müßte sie doch heißen: »Welche von diesen vier Behauptungen ist unwahr?«

Ulf Erdmann Ziegler

Kleine Muschelkunde

Muscheln sind die Leber der Meere. Man kann sie schön gebraten mit Zwiebeln essen, in einer Muschelknödelsuppe oder als Muschelwurst auf Brot mit Gürkchen. Guten Appetit!

Anna Leuschner

Heiteres Beruferaten

Von Menschen, die sich ohne ihr Wissen für längere Zeit im Umfeld eines besonders brutalen Gewaltverbrechers, z.B. eines Frauenserienmörders, aufgehalten haben, erfährt man im Fernsehen hinterher stets, daß dieser »eigentlich ganz harmlos gewirkt habe«, keinesfalls wie ein gemeingefährlicher Irrer. Frauenserienmörder sind meine neuen Nachbarn also schon mal nicht.

Andrea Maisy

Entwarnung

Bin neulich beim Surfen in meinem Intranet (Gehirn) auch auf pornographische Inhalte gestoßen. Gott sei Dank nichts mit Kindern dabei.

Uwe Geishendorf

Balance

Wenn man einen Abend am Tresen im Kreise von zugedröhnten Profimusikern verbringt und mitbekommt, auf welchem Niveau die Jungs Witze reißen (»unsere neue Saxophonistin bläst geil«), dann kann einem die Welt schon einmal leicht gekippt erscheinen. Wenn man dann aber das nächste Mal neben zwei Cognac nippenden Gerüstbauern sitzt, von denen der eine plötzlich leise eine Melodie pfeift und der zweite sagt: »Ah, Schönberg!«, worauf der erste langsam nickt und »Hmm« macht, bevor beide verhalten zu prusten beginnen, dann ist das Gleichgewicht wieder hergestellt.

Karsten Wollny

Zum anthropologischen Diskurs

Was für phantasievolle Assoziationen ein bißchen Xenophobie und Ignoranz zeitigen können, erwies sich an meiner britischen Großmutter. Meine Eltern luden die Dame in den Frankfurter Zoo ein, und nachdem man sich allerlei Getier angesehen hatte, hielt man vor dem Affenkäfig inne. Kurz observierte meine Grandma die Gorillas, um dann festzustellen: »You can really see the black people in their faces!«

Marc Mancey

Heiliger Stuhl

»Das Wasser aus der Marienquelle unterhalb der Vatikanischen Gärten gilt ob seines hohen Kupfergehaltes als Ursache für die blutigen Schlieren im Stuhlgang des Papstes. Die blutgetränkten Fäkalien (lat. sanctus faex) werden traditionell durch Gefriertrocknung haltbar gemacht und in Rom als Reliquien verkauft.« Daß diese Information bei Wikipedia keine zehn Minuten stand, ist ein klarer Fall von Zensur. Karlsruhe, übernehmen Sie!

Holger Christoph

Kategorischer Imperativ für Anfänger

Immer wenn ich vor einem moralischen Dilemma stehe, frage ich mich einfach: »Was würde Pete Doherty in dieser Situation tun?«

Christoph Virchow

Ganz der Papa

Als Fan von Borussia Mönchengladbach freue ich mich auch Tage später noch über meinen sechsjährigen Sohn, der auf einem vorbeifahrenden Auto einen Werder Bremen-Aufkleber sieht: »Guck mal Papa, das Gladbach-Zeichen – nur in schwul!«

Christian Rocker

Keine Lösung

Nach wiederholtem Zoff mit meiner Freundin mußte ich feststellen, daß der ewige Streit um die Fernbedienung sich durch die Anschaffung einer zweiten nicht beilegen läßt.

Erich Klepptenberger

Haltet den Dieb!

Seitdem ihm vor etwa zwei Jahren ein ebenso dreister wie sprintstarker Dieb das Handy gestohlen hat, welches direkt vor ihm auf dem Tisch lag, ist mein Mann leicht paranoid. Sobald er das Haus verlassen hat, läßt er sein Eigentum nicht einmal für eine Sekunde aus den Augen. Vor diesem Hintergrund betrachtet, kann ich sein Verhalten natürlich gut verstehen. Aber bei den Winterreifen finde ich es dann doch ein wenig übertrieben.

Tanja Hötzle

Erkenntnis

Mir ist gerade aufgefallen, daß mein Fahrrad ein Cabrio ist.

Christian Widder

Hauptsache gesund!

Als ich eines Nachts inmitten einer Blutlache mit einem furchtbaren Stechen in der Brust erwachte, fühlte ich mich unmittelbar mit den ersten Anzeichen des körperlichen Verfalls konfrontiert. Die Diagnose konnte ich noch stellen, bevor der eilig verständigte Notarzt eintraf: Rotweinflasche umgekippt, BH-Bügel durchgebrochen.

Julia Mateus

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Zeugen Jehovas!

»Warum ist das Leben so kurz?« steht neuerdings auf Euren Aufstellern. Verständlich, das zu fragen, wenn man den ganzen Tag Blättchen verteilen und über Gott reden muss.

Im Geiste bei Euch: die Ketzer von

 Sieh an, General Franco!

Sieh an, General Franco!

Jetzt ist’s offiziell: Sie werden umziehen. Das beschloss der Oberste Gerichtshof Spaniens. Bedeutet: Kein weiteres Abhängen mit Fascho-Pilgern in Ihrer von Zwangsarbeitern errichteten Kultstätte samt größtem Christenkreuz der Welt und frischen Blumen auf Ihrem Grab. Wurde auch Zeit, dass Sie die morschen Gebeine zusammenraffen und auf die Müllhalde der Geschichte tragen! Wie bitte? Sie werden auf einen staatlichen Friedhof nahe Madrid verlegt? Gute Güte, dass es diesen Despoten und Kriegsverbrechern aber auch immer so schwerfällt, ihren Platz einzunehmen!

*Kopfschüttel* Titanic

 Hicks, Juliane E. Reichert!

Im »Magazin für Barkultur« »Mixology« schreiben Sie unter dem Titel »Heimat und Hefe« über einen angeblichen Fruchtweintrend: »In welcher Variante auch immer, Cidre löscht den Durst und schmeckt fruchtig, meist nach Apfel, immer wieder auch nach Birne; man muss deutlich mehr Liter von ihm trinken, als der Körper zu fassen vermag, um ihm ein Sodbrennen zu entlocken.« Wem denn jetzt eigentlich? Dem Körper? Dem Cidre? Dem Apfel?

Klingt auf jeden Fall, als hätten Sie auch damit Erfahrung. Aber in welcher Variante auch immer, irgendwie haben Sie uns gerade ein Sodbrennen entlockt. Wollen Sie es wiederhaben?

Stößchen! Titanic

 Rudi Cerne (ZDF)!

Wie wir gelesen haben, sollen Ihre Zuschauer entsetzt gewesen sein, nachdem Sie in Ihrer Sendung »Aktenzeichen XY … ungelöst« Fotos einer Leiche gezeigt hatten. Dabei hatten Sie doch vorher extra darauf hingewiesen, dass das Bild manche Leute verstören könnte.

Wir wünschten uns vielmehr, Sie würden jedes Mal, bevor der Schirmherr Ihres XY-Preises für Zivilcourage, Horst Seehofer, eingeblendet wird, eine entsprechende Warnung aussprechen.

Hat immer noch Albträume vom letzten Mal: Titanic

 Genial, Christoph Rottwilm (»Manager Magazin«)!

An Ihrem Artikel »Was Geldanleger von Superreichen lernen können« gefällt uns nicht nur der Titel, sondern auch, wie Sie gleich zu Beginn relativieren: »Reich werden. Es mag höhere Ziele im Leben geben, Glück beispielsweise, oder wenigstens Zufriedenheit und Wohlbefinden. Aber reich werden?« Ist man an dieser Stelle nicht bereits vom Kapitalismus geheilt, kann man weiterlesen: »Die meisten hätten wohl nichts dagegen einzuwenden, wenn ihnen das gelänge (nämlich reich zu werden). Doch wie stellt man es an? Ein Blick auf diejenigen, die es geschafft haben, lohnt sich …«

Und was haben Sie bei Ihren Recherchen in den Untiefen der Hochfinanz herausgefunden? »Unter den reichsten Menschen der Welt finden sich Leute mit den unterschiedlichsten Talenten. Nur eines haben alle gemeinsam: Sie wissen, wie man ein Vermögen vermehrt.« Ach, so geht das mit dem Reichwerden! Super! Da haben wir für Sie, Herr Rottwilm, gleich ein paar Ideen für zukünftige Artikel: Die erfolgreichsten Rennfahrer haben gemeinsam, oft als Erster im Ziel zu sein. Alle Bestsellerautoren haben gemeinsam, viele, viele Bücher zu verkaufen. Und »Manager Magazin«-Journalisten haben das gemeinsame Talent, uns auf die Nerven zu gehen.

Weiß, wie man Spaß vermehrt: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Durch die Schokolinse betrachtet

Wenn kein anderer Laden in Sicht ist und der kleine Hunger naht, muss ich wohl oder übel den benötigten Schokoriegel an einer Tankstelle kaufen. Dann stehe ich in der Schlange und ärgere mich über die Auto-Idioten vor mir, die den Treibstoff für ihre Dreckschleudern bezahlen wollen, mir damit die Zeit und der Umwelt die Zukunft stehlen. Andererseits: Ohne solche Idioten gäbe es diese Tankstelle nicht, an der ich mitten in der Pampa Schokolade kaufen kann. Die Welt ist mir schon oft viel zu kompliziert.

Katharina Greve

 Mythmist

Mir ist noch nie einer begegnet und ich bin meines Wissens noch nie einem aufgesessen, obwohl ich seit meiner Geburt in Großstädten lebe: Ich glaube, es gibt einfach keine urban myths. Oder ist genau das ein urban myth?

Adrian Schulz

 Premiere

Letzten Monat habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine indische Oper angesehen. Es war ein großartiges Singhspiel.

Andreas Maier

 Phonographisches Gedächtnis

Ich weiß noch genau, wo ich war, als der Anruf kam: am Telefon.

Tim Wolff

 Gedenken

Ich erinnere mich gut daran, dass meine Mutter Micky Maus, Fix und Foxi, Asterix, Tim und Struppi, Superman, Prinz Eisenherz und so weiter, kurz: Comics aller Sparten und Genres als »dumm« bezeichnete, als »obszön«, »primitiv« und »verblödet«. Für was sie meine Mutter allerdings nicht hielt, war »pervers«, »geisteskrank«, »widerlich«, »ätzend« oder »barbarisch«. Das rechne ich ihr bis heute hoch an!

Theobald Fuchs

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 11.11.:

    Lesart - das Literaturmagazin auf Deutschlandfunk Kultur bespricht den endgültigen Satire-Soundtrack.

  • 11.11.:

    Stefan Gärtner schreibt in der "Jungen Welt" über den Sondermann-Preisträger Nicolas Mahler. 

  • 08.11.:

    Tim Wolff in der FAZ über Urlaub im Luxuskitahotel.

Titanic unterwegs
13.11.2019 Eupen, Jünglingshaus Max Goldt
14.11.2019 Essen, Zeche Carl Max Goldt
15.11.2019 Köln, Comedia Max Goldt