Vom Fachmann für Kenner | Oktober 2008


Träume

Als letztens der Dauerfalschparker in meiner Straße endlich ein Knöllchen bekam, habe ich kurz triumphierend die Faust geballt. Als einige Tage später in der Fischspezialitäten-Fastfood-Filiale, die Ziel meiner täglichen Mittagspause ist, die Fischbrötchen plötzlich ganz aufgeschnitten wurden und ich mich folgerichtig nicht mehr damit herumärgern mußte, wie ich den Fisch nach jedem Biß wieder innerhalb des Brötchens in Position schiebe, da hatte ich vor Glück Tränen in den Augen. Nun frage ich mich, wann der nächste in Betracht kommende Traum – der Frieden in Nahost – zur Erfüllung ansteht.

Bernhard Löwenberg

Flexibel

Baldrian und Kokain sind die ideale Mischung, wenn man weder im Mittelpunkt stehen möchte noch als Langweiler gelten will.

Stefan Sichermann

Ausgemahlen

Anfangs war ich skeptisch, als mir mein Zahnarzt eine Beißschiene gegen das Zähneknirschen verschrieb. Mittlerweile muß ich sagen: Beim Onanieren und bei »Anne Will« hat sie bereits gute Dienste geleistet.

Thomas Kuhlmann

Ein Vorschlag

Puccini, »Turandot« (Arte): Prinz Calaf muß drei Fragen beantworten, um die eiskalte Prinzessin Turandot freien zu können; die darauf aber erst mal überhaupt keinen Bock hat und deshalb, als Calaf auch die zweite Frage richtig beantwortet und das Volk ihm zujubelt, vor Wut ihre Wachen anweist: »Schlagt den Pöbel!«
Unter diesen Umständen würde sogar ich mir G. Jauchs Millionärsquizdreck ansehen: Wenn nach Beantwortung der 100 Euro-Frage das Publikum von der Security verdroschen würde.

Stefan Gärtner

Dicker als Wasser

Ein Bierzelt in der Oberpfalz. Tausende von Menschen lauschen einem politisch wie kulturell hochwertigen Haindling-Konzert und leeren dabei Zigtausende von Maßkrügen. Mein Biertischnachbar bestellt natürlich auch Maß für Maß – aber immer nur Radler. Gegen Ende des Abends läßt er dann die Katze aus dem Sack: »I muaß morgn früah zum Doktor, Bluat obnehmen lossn. Do derf i heit obnd hoit nix trinken.«

Andreas Volz

Gewissensfragen

War es Rassismus, latenter Behindertenhaß oder verklemmte Sexualität, die mich angewidert den Kopf schütteln ließen, als ich in einem Kölner Kiosk einen kopierten Flyer mit folgendem Text erblickte: »Schwarzer Kunstleder-Swinger mit Chrombeinen günstig abzugeben. Nur 80 €!«? Oder machte sich nur meine ewige Plastikallergie bemerkbar?

Heiko Bentrup

Schöne Tradition

In einer Kleinstadt im Norden, in welcher ich neulich weilte, pflegt ein Teil der dortigen Kaufmannschaft, im Bemühen, gleichermaßen seriös wie jovial zu erscheinen, die schöne Tradition, sich möglichst gedrechselt auszudrücken. So wird man etwa, nach Vorzeigen der gewünschten Ware, an der Kasse des Schreibwarenladens beschieden: »Die beiden Sachen? 4,50 soll das sein.« Schon wollte ich anheben, die vermeintliche Frage zu beantworten und die Causa richtigzustellen, da es sich keineswegs um 4,50 handelte, sondern um zwei feine Bleistifte, doch gerade im rechten Moment besann ich mich, es zu halten wie der Ethnologe, also zu schweigen und so dazu beizutragen, das kulturelle Erbe der Menschheit zu bewahren.

Tibor Rácskai

Schau, schlau!

Wer trotz ALG II beim Lachsessen nicht auf den leckeren scharfen Meerrettich verzichten will, kann sich die Geschmackssensation mit einem einfachen Trick ganz umsonst verschaffen: Einfach nach dem Biß ins Lachsbrötchen einige Nasenhaare ausreißen, fertig.

Arne Holst

Spezielle Vorliebe

Eines mache ich potentiellen Liebschaften stets schon am Tresen klar: Im Bett hab ich die Hosen an!

Sascha Dornhöfer

Nahtod-Erfahrung

Wenn irgendwann, im Angesicht des Todes, mein Leben vor meinem inneren Auge noch mal als Film abläuft, taucht dann vorher eigentlich der Hinweis auf, daß ich diesen Film nicht illegal mitschneiden darf? Und müßte ich nicht eigentlich schon gewarnt sein, wenn der Eisverkäufer reinkommt?

Nils Heinrich

Cum grano salis

In einem Ratgeber für musikalische Heimaufnahmen fand ich kürzlich den erstklassigen Tip: »Benutze Hall- und Echo-Effekte, wie du Salz beim Kochen benutzt.« Das hieße dann in meinem Fall: Immer schön rein damit, und je mehr, desto besser!

Mark-Stefan Tietze

Aversionsminimierung

Ein Bekannter, genußvoller Raucher, beklagt regelmäßig eine heftige Unlust auf Zigaretten, welche ihn bereits nach harmlosen Anstrengungen auf dem Fahrrad geradezu anfalle und bis zu drei Stunden anhalten könne. Neulich parierte ein Dritter bei einem Gelage mit dem bedenkenswerten Rat: Durch ein hastig hinuntergespültes Weizenbier unmittelbar nach Verlassen des Fahrradsattels lasse sich die Zeit der Aversion ohne weiteres auf wenige Minuten »runterfahren«

Christof Goddemeier

Wie die Zeit vergeht!

Die junge Dame, die auf der Party nach der Uhrzeit fragt und von mir »zwölf Uhr« zur Antwort bekommt, ist total perplex: »Wie? Eben war’s doch schon eins!« Sichtlich erleichtert löst sie das Rätsel nach einiger Zeit selbst: »Ach so, das war gestern.«

Martin Schwarzbeck

Meine neuen Skills

Mittlerweile traue ich mir fast alles zu. Denn die Fehler, die andere – gerade in höheren Positionen – begehen, die kann ich auch!

Friedrich Krautzberger

Zu arm

In einer Fernsehdokumentation über China beklagte sich ein Junggeselle aus der Provinz, daß man heutzutage ein eigenes Haus brauche, um eine Frau zu finden. Ich fühlte mich sofort entmutigt: Wenn solche Anforderungen schon im armen China gestellt werden, was für Erwartungen haben dann erst Frauen im reichen Deutschland?

Jonas Haas

Münchner Paranoia

Ich war die letzten Jahre nicht mehr auf dem Oktoberfest, aus Angst vor Terroranschlägen. Nicht mal unter der Woche bin ich gegangen, wenn weniger Leute da sind. Ich will eine möglicherweise ja vorhandene soziale Ader potentieller Attentäter nicht ausschließen, die sich sagen: »Gut, wir sind human, wir machen den Anschlag an einem Tag, wo weniger Leute da sind.«

Markus Riexinger

Von nichts kommt nichts

Als Kollege Ertu am Montagmorgen wieder über seinen schweren Laptop klagt, schweigen wir verlegen. Bestimmt hat er sich am Wochenende wieder mächtig was runtergeladen.

Marcel Vega

Maßnahme

Jetzt, da das Oktoberfest wieder begonnen hat, frage ich mich, wieso noch niemand ein anti-alkoholisches Gegenevent zur Wies’n erfunden hat. Den Eröffnungsspruch zum Anti-Bier-Fest kann ich mir jedenfalls schon vorstellen: »O-Saft is’!«

Thorsten Gaitzsch

Im Restaurant

– Sag mal… Rio Reiser ist doch tot, oder?
– Ja.
– Sicher?
– Wie, sicher? Klar ist der tot.
– Rio Reiser, ne?
– Ja-ha!
– Wann is’n der gestorben?
– Keine Ahnung, Mitte der 90er oder so.
– Ganz sicher?
– Ja, verdammt!
– Okay, dann ist gerade Blixa Bargeld aufs Klo gegangen.

Karlo Tobler

Bange Frage

Kita-Eingewöhnung, Gruppe Minimäuse. Mein Sohn stürzt sich sicherheitshalber erst mal auf die Bücher. Ein Bilderbuch mit Fahrzeugen. Jede Doppelseite ein Fahrzeug und ein Satz. Ich lese vor und staune über die Wörter: Löffelbagger, Schwebebühne, Hubkanzel, Gleiskettenfahrzeug… Zum Glück habe ich die Wikipedia jetzt noch exklusiv und meinen Wissensvorsprung sicher. Aber wie lange noch?

Heiko Werning

Merkzettel für Filmregisseure

1. Intro
2. Turbulenzen
3. Überraschendes Ende

Moses Wolff

Bestätigung

Vom Balkon unseres Urlaubsquartiers beobachten wir den Streit zweier kleiner Mädchen. Eines, welches offensichtlich Nala heißt, schreit dem anderen entgegen, daß es eine doofe Zicke sei und seine Eltern viel weniger verdienten als die seinen. Wir wissen zwar nicht, ob es sich bei dem beschimpften Kind um jenes handelt, welches vor wenigen Augenblicken auf dem Hoteltelefon versehentlich bei uns angerufen hatte und eine Nala sprechen wollte, die wir zwar nicht kannten, von der wir aber genervt wegen der Häufigkeit solcher Fehlanrufe behaupteten, sie wolle die Anruferin nicht sprechen, weil diese eine doofe Zicke sei und ihre Eltern viel weniger verdienten als die ihren, vermuten es aber und freuen uns nun, daß wir mit unserer Ad-hoc-Behauptung die Wahrheit so genau getroffen haben.

Uwe Geishendorf

ÖPNV des Grauens

Als ich in einer fremden Stadt mit der Straßenbahn zu einem Auftritt fuhr, hielt die Bahn hintereinander an folgenden Haltestellen: Friedhof – Kirche – Frankenstein. Der Auftritt war dann aber trotzdem schön, niemand kam zu Schaden, und es gab nicht einmal ein unheilvolles Gewitter.

Nadja Schlüter

Englisch-Deutsch

In der Londoner U-Bahn wird man beim Ein- und Aussteigen lapidar vor der Bahnsteig-Lücke gewarnt: »Mind the gap!« Auf dieselbe Gefahr, jedoch in umständlicher deutscher Ausführlichkeit, weist ein großes Schild im Berliner S-Bahnhof hin: »Achtung! Bitte beachten Sie die Lücke zwischen Zug und Bahnsteigkante!«
Das deutsche Schild ist so lang, damit könnte man den doofen Spalt glatt abdecken.

Friedemann Encke

Hoffnungsschimmer

Heute die Kurse beobachtet: Öl, Gold, Dow Jones, DAX – alles im Sturzflug. Wird dafür jetzt evtl. das Geld wieder mehr wert?

Harald Wurst

Ausländer durch die heitere Lupe gesehen

Mit einer Japanerin im Zugabteil zu sitzen, der in einem fort die Stricknadeln zu Boden fallen, ist schon komisch genug. Wie unterhaltsam müßte es erst sein, ihr bei Gelegenheit mal beim Essen zuzusehen!

Hans Kantereit

Stalker

Meine Zurückhaltung und Menschenscheu ist einigermaßen groß. Es müssen schon außergewöhnliche Umstände eintreten, daß ich mit einem Unbekannten die Telefonnummern austausche. Wenn aber dieser Unbekannte nach einer Woche anruft und mich fragt, warum ich mich nicht melde, bei seinem zweiten Anruf vom vertraulichen Du zum Sie übergeht und mir schließlich, nachdem ich seine Forderungen ignoriert habe, wüste Drohungen auf den Anrufbeantworter spricht, dann lehrt mich diese traurige Entwicklung bloß eines: Daß ich mir beim nächsten Mal sehr genau ansehen werde, bei wem ich einen Auffahrunfall verursache.

Michael Ziegelwagner

Unterscheidungshilfe

Freitagabende lassen sich von Donnerstagabenden oder Mittwochabenden unter anderem dadurch unterscheiden, daß man junge Pärchen sehen kann, die mit Salatschüsseln unter den Armen vor Haus­eingängen stehen und die richtige Klingel suchen.

Lars Weisbrod

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Schau bzw. hör an, »Radio Wuppertal«!

Vor dem Wuppertaler Landgericht stand im August eine Dealerin, die Heroin von einer Bande aus den Niederlanden bezogen hatte. Und jetzt kommt’s: »Sie soll das Heroin dann in Wuppertal mit größerem Profit weiterverkauft haben.«

Es ist wirklich schlimm, wie sich heutzutage alles nur noch ums Geld dreht. Wo bleibt das Menschliche?

Für mehr Ehrenamt im Drogenhandel: Titanic

 Waber, waber, Alard von Kittlitz!

Waber, waber, Alard von Kittlitz!

Eine geschlagene Seite plus Aufmacher spendierte Ihnen die »Zeit«, damit Sie in der Rubrik »Entdecken« die spannende Welt der Astrologie entdecken. »Wer glaubt denn so was?« hieß Ihr Texttrumm, für dessen Herstellung Sie sich erst von einer berufsmäßigen Gaunerin in die Sterne blicken ließen und danach als Ausgleich – wir sind ja schließlich bei der »Zeit« – einen Mann der Wissenschaft (»ein in Harvard studierter, ultragebildeter Hippie«) konsultierten.

Weil Sie mit Ihren geschätzt 25 Jahren zwar schon das Selbstverständnis eines abgeklärten Journalistendarstellers entwickelt, aber scheint’s noch nie vom Forer/Barnum-Effekt gehört haben, brachte Ihr persönliches Horoskop Sie an einigen Stellen dann doch zum Bauklötze Staunen. »Da stand also, in mir bestehe einerseits ein ›grenzauflösender Zug‹, der eine ›Auseinandersetzung möchte mit dem, was jenseits der Realität liegt‹. Gleichzeitig sei da aber auch ein Hang zum Skeptizismus … O ja.«

Ja, scheiß rein, Simsalard von Kittlitz! Einerseits, andererseits. Einerseits können wir uns so einiges vorstellen, andererseits nicht das, was Sie in den Oberzeilen zu Ihrer investigativen Sternstunde insinuierten: »Ich kann die Sorge nicht leugnen, künftig als der verspulte Eso-Trottel der Redaktion dazustehen.« Denn als Trottel dürften Sie dort schon seit langem dastehen.

Leider nicht jenseits von Ihrer Realität: Titanic

 Birgit Herden (»Welt online«),

Sie haben es wirklich gewagt, einen Text mit »Liegt doch Hoffnung in der Herdenimmunität?« zu titulieren? Stark. Aber: die haben wir schon. Titanic

 Wow, Womanizer Friedrich Merz!

Im Taz-Interview auf Ihre fehlende Beliebtheit angesprochen, parierten Sie großartig: »Schauen Sie sich mal an, wie viel Zustimmung ich von Frauen jeden Alters über die sozialen Netzwerke bekomme. Da gibt es zum Beispiel ›Wir Frauen für Friedrich Merz‹, eine von mir nicht beeinflusste, breit angelegte Initiative. Für keinen der beiden anderen Bewerber gibt es etwas Vergleichbares. Und ich freue mich natürlich sehr darüber.«

Klar, welcher Belami wäre da nicht sackstolz? Gemeint war jene Fotoaktion auf Facebook, bei der knapp 200 Frauen (nicht wenige davon Ortsvorsitzende Ihrer Partei) mit Dackel unterm Arm, im Dirndl oder mit irrem Lächeln abgelichtet sind, im je beigefügten Lobhudel-Zitat Sie als »starken Mann« – nicht des 20. Jahrhunderts, sondern »der Stunde« – preisen, Ihr, prust, »Charisma« rühmen und beteuern, Sie seien derjenige Kandidat, der die CDU ins »nächste Jahrzehnt führen« könne – und das, bei aller Kritik und Antipathie, das schaffen rein kalendarisch sogar Sie.

Ihre Frauen und Männer für Norbert Röttgen (gerechterweise) von Titanic

 Schokierend, Schokoladenfabrik Lindt & Sprüngli,

was wir auf »Focus online« über Dich lasen: »Die Bewohner von Olten zwischen Zürich und Basel dürften nicht schlecht gestaunt haben, als es vergangenen Freitag begann, Kakaopulver zu schneien. Grund dafür war das Versagen eines Lüftungssystems der örtlichen Schokoladenfabrik von Lindt & Sprüngli.«

Man hört derzeit ja allerorts von seltsamen Wetterkapriolen, aber Kakao-Schauer sind selbst in unserer Klimakrisen-Welt ungewöhnlich. Die aufgetischte Erklärung vom defekten Lüftungssytem schlucken wir allerdings nicht. Sei ehrlich, Lindt & Sprüngli: War das nicht ein verzweifelter Versuch Deiner Oompa Loompas, irgendwie auf ihre Gefangenschaft als Arbeitssklaven aufmerksam zu machen? Oder war es einfach ein ausgeklügelter Werbegag? Sollte Letzteres der Fall sein, hier ein kleiner Tipp: Gratis Schokolade auf eine ganze Stadt schneien zu lassen ist prinzipiell eine süße Idee, nur halt nicht im Hochsommer …

Wissen Deine Werbe-Willy-Wonkas auf der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Das Beste kommt zum Schluss

Die gesamte Tragik der Endlichkeit des Lebens wurde wohl selten so schön zusammengefasst wie in diesem Satz, den ich zufällig bei einem Friedhofsbesuch aufschnappte: »Es ist so schade, dass Opa nicht erleben konnte, wie schön sein Grab geworden ist.«

Jürgen Miedl

 Ein Gleichnis

Vier Blinde stehen um einen Elefanten herum und untersuchen ihn, um herauszufinden, worum es sich handelt. Derjenige, der den Rüssel zu greifen bekommt, erklärt: »Es muss ein lebendiger Gartenschlauch sein.« Ein anderer – er streicht über die Flanke des Dickhäuters – spricht: »Nee, das ist ein Elefant«, tastet sich nach oben und ergänzt: »Jepp, hier ist das charakteristische Ohr. Ganz klar, ein Elefant.« Der Dritte befühlt einen Stoßzahn und schlussfolgert: »Elfenbein. Der Fall ist gelöst. Man muss schon sehr dumm sein, um an einen Gartenschlauch oder etwas anderes zu denken …« Der Vierte meldet sich zu Wort: »Moment! Um ganz sicher zu gehen, sollten wir noch den Penis des Tieres anfassen. Los, macht alle mit!« Die vier Blinden nähern sich dem gigantischen Glied und vollführen daran rhythmische Auf- und Abbewegungen.

Da öffnet sich die Stalltür, und der Besitzer des Elefanten kommt herein: »Was geht hier vor? Bei Ganesha, was MACHEN Sie denn da?!«

Werbeeinblendung: »Schützen Sie Ihre Arbeitselefanten! Mit Mahut Security Systems. Für alle Stallarten. Denn die Welt ist voller Perverser.«

Torsten Gaitzsch

 Kompatibilitätsprobleme

Kritik am Schweinesystem ist richtig und wichtig. Ebenso wichtig ist die #metoo-Debatte. Ich habe aber Probleme, beide unter einen Hut zu bekommen. Alles hängt doch an dieser Frage: Darf man das System ficken, wenn das System Nein gesagt hat?

Tilman Birr

 Hoppla

Dass sich vieles mit dem Alter ändert, damit habe ich gerechnet. Aber wie vieles sich nicht ändert, das war eine Überraschung.

Teja Fischer

 Tipp für Tierfreunde

Merke: Wer ein Herz für Spinnen hat, sauge nach dem Achtbeiner auch noch einen Sechsbeiner als Proviant mit dem Staubsauger auf.

Katharina Greve

Vermischtes

Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURWenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURTorsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
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Das schreiben die anderen

  • 09.09.:

    Die "Abendzeitung" interviewt Rudi Hurzlmeier.

     

  • 04.09.:

    Ella Carina Werner klärt in der "Taz" über den Alterskult im westlichen Sumatra auf.

  • 03.09.:

    Moritz Hürtgen spricht mit ZDFheute über Satire nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo".

  • 02.09.:

    Über eine Regenlesung der TITANIC BoyGroup berichtet die FAZ.

     

  • 19.08.:

    Oliver Maria Schmitt war für die FAZ auf großer Büßer-, Pilger- und Fürbittfahrt für alle Pest- und Seuchenopfer.

Titanic unterwegs
01.10.2020 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hauck & Bauer: Cartoons« Eröffnung mit A. Engelke
01.11.2020 Fürstenfeldbruck, Kunsthaus Rudi Hurzlmeier: »Malerei«
08.11.2020 Kassel, Caricatura-Galerie »Unkraut vergeht nicht – Garten-Cartoons«
07.03.2021 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hauck & Bauer: Cartoons«