Vom Fachmann für Kenner | Februar 2008


Winterliches Paradox

Morgens aufstehen und sich ärgern, daß es nicht richtig hell wird. Sich am Spätnachmittag trotzdem ärgern, daß es schon wieder dunkel wird.

Volker Surmann

Womit hab ich denn das verdient?

Die Zeiten, da man grundsätzlich gegen alles war, sind ja zum Glück vorbei. Auch mit der Existenz als gläserner Kunde hat man sich um des lieben Friedens willen schon so gut wie abgefunden. Wenn man allerdings eines Morgens im tageszeitbedingt noch etwas zerbrechlichen Nervenkostüm seine persönliche Amazon-Seite aufklappt und einem unter dem Rubrum »Gönnen Sie sich etwas« die Worte »Fünf Jahre Auschwitz« entgegenleuchten, dann darf man doch wenigstens mal kurz zusammenzucken, oder?

Hans Kantereit

Burnout 2.0

In letzter Zeit kann ich mich kaum wach halten, andere dafür um so besser.

Sascha Dornhöfer

Im Auftrag Ihrer Majestät

Wegen all der vielen mißhandelten Kinder fordert Merkel jetzt eine »Kultur des Hinsehens«. Da rennt sie bei mir offene Gardinen ein. Seit Nächten klebe ich an der Fensterscheibe und bin, glaube ich, einer wirklich miesen Sache auf der Spur: Jede Nacht versuchen meine Nachbarn, neue Kinder zu machen – wofür, kann man sich ja denken oder der Tagespresse entnehmen. Ich bleib’ dran!

Rolf Karez

Knackig

Ich finde, seitdem Oma im Altenheim zum wiederholten Mal gestürzt ist und sich diesmal das Hüftgelenk gebrochen hat, sieht sie noch viel knackiger aus.

Christian Schroeder

Filmtip

Als ich neulich beim Zappen zufällig auf einen dieser Spartenkanäle stieß, die »Das Vierte« oder »Tele Fünf« heißen, stellte ich fest, daß dort genau der Film lief, den ich mir als DVD am Nachmittag für 4,99 bei Schlecker besorgt hatte – für den Fall, daß abends nichts in der Glotze käme. Um solche Fehlkäufe zu vermeiden, habe ich seitdem beim Einkaufen stets ­eine Fernsehzeitschrift dabei.

Nils Heinrich

Dresden

Als der ICE in Dresden über die ­Elbbrücke fährt, zieht die Silhouette der Stadt, in wildes Spätnachmittagslicht getaucht, am Zugfenster vorbei und wird von einer älteren Dame lautstark bestaunt: »Aah, ist das schön! Und die Frauenkirche!« Ihr Begleiter läßt sich einige Zeit, bevor er achselzuckend erwidert: »Ich will mal so saachen: Früher hammer’se nüsch vermißt, wir waren’s ja nüsch anders gewöhnt. Aber nü…« Ihre beleidigten ­Blicke läßt er anschließend ungerührt von sich abprallen; er ist’s ja gewiß nicht anders gewöhnt.

Mark-Stefan Tietze

Ironieresistent

In meinem Job als Tontechniker nehme ich eine Glosse zum Thema Silvester auf. Sie soll mit den Worten enden: »…und kotzte auf den Boden.«

Sprecherin und Regisseur (der Autor ist nicht anwesend) sind sich einig: Das könne man so nicht über den Sender lassen, das sei zu hart. Man grübelt.

Ich schlage vor: »…und kotzte auf den Teppich.«

Regisseur: »Das ist nicht das Problem!«

Frank Biller

Nachschlag

Ein befreundeter Münchner Staatsanwalt ermittelte einmal wegen Mordverdachts gegen einen katholischen Schriftsteller, der mit schmissig abgefaßten Heiligenlegenden sein Geld verdiente. Eine Frauen­leiche war gefunden worden, die ähnliche Paillettenkleider trug, wie sie der Katholik sammelte, und zwar in einem Schrank auf dem Speicher. Direkt daneben fand sich ein Stapel Videokassetten, der als Beweismittel beschlagnahmt wurde. Um die Sichtung des wahrscheinlich kompromittierenden Materials etwas unterhaltsamer zu gestalten, bat der Staatsanwalt zwei junge Kommissarinnen vom Morddezernat hinzu. Schon die Inaugenscheinnahme des ersten Videos schlug dem Staatsanwalt adrett auf den Magen. Nicht wegen der scheußlichen Peitschenszenen, sondern wegen der abgebrühten und sachkundigen Kommentare der eifrig rauchenden und lachenden Kommissarinnen. »Ohne Nachschlag schafft er’s nicht«, meinte die eine, als sich ein kapuzenbewehrter und auf einen Holzbock geschnallter Darsteller eine saftige Tracht Prügel abholte; und die andere gluckste: »Vielleicht hat der Film ja Überlänge.«

Ein zweiter Film brachte auch keine nennenswerten Erkenntnisse, er trug die Handschrift der gleichen Produktionsfirma. Der dritte sah merklich anders aus, eher wie ein Homevideo, dafür sprach vor allem der schlechte Ton und der bayerische Dialekt aller an der Auspeitschung Beteiligten. Wieder war ein festgeschnallter Kapuzenmann zu sehen, dem wuchtige Matronen mit allerhand technischem Gerät Saures gaben. Nach dem kläglichen Höhepunkt der Szene applaudierten die Kommissarinnen gnädig, dann nahm der aus dem Holzgestell Befreite die Haube ab, und dem Staatsanwalt verschlug es die Sprache: Er erkannte den Kapuzenmann. Es war sein Friseur.

Der katholische Heilige konnte mangels eindeutiger Beweise nicht verhaftet werden, und der Staatsanwalt fuhr fortan einmal im Monat einhundertzwanzig Kilometer mit der Bahn von München in sein Heimatdorf, um lieber dort zum Friseur zu gehen.

Oliver Maria Schmitt

Für mich bitte ohne Zucker!

Hiermit beantrage ich Titelschutz für meine posthum eventuell erscheinende Autobiographie obigen Namens. Die ersten drei Kapitel habe ich schon fertig: 1. Marcel – geboren, um zu sterben; 2. Erste ›Geh‹-Versuche; 3. Ein Kind wartet auf seinen Tod.

Marcel Vega

Neulich im Fischlokal

»Herr Ober?« Der Gast im Urteilston, auf sein Glas Rotwein zeigend: »Der Wein hat Kork!«

Der Kellner lächelt: »Der Wein hat Schraubverschluß.«

Wolfgang Beck

Wochenendbekanntschaft

Justament lese ich Daniel Schreibers solide, seriöse Biographie der großen Essayistin und des mindestens genauso großen Ehrpusselchens Susan Sontag mit dem etwas überschminkten Titel »Susan Sontag – Geist und Glamour« (Aufbau Verlag). Und da schau her, auf Seite 208 steht, was ich immer vermutet habe: Einer ihrer besten Freunde war Dr. Joseph Sonnabend. Daniel Schreiber übt sich in pietätvoller Zurückhaltung, aber ich denke mir, daß die beiden manchmal ganz schön einen abgebissen haben. Am Wochenende, versteht sich.

Frank Schäfer

Hausmittel

Wer kennt das nicht: Sie kommen aus dem Urlaub zurück nach Berlin und finden die Stadt zum Kotzen. Häufig liegt das daran, daß Leib und Seele nicht mehr das sind, was sie mal waren, daß es zwischen den beiden einfach nicht mehr stimmt. Ein altes Hausmittel schafft Abhilfe. Zunächst Seele und Hirn getrennt voneinander in einer großen Salatschüssel oder einem alten Putzeimer in reichlich Alkohol einlegen, dabei darauf achten, daß sie vollständig bedeckt sind. Nach ca. einer Stunde die getränkte alte Seele ordentlich kneten, auswringen und wie gewohnt über die Heizung hängen. Nun auch das Hirn etwas abtropfen lassen, in eine Schüssel geben, eine Prise Salz dazu. Nach und nach lösen sich die Erinnerungen der vergangenen zehn bis vierzehn Jahre und sammeln sich im Schüsselboden. Wenn sich ein paar brauchbare darunter finden, diese zur Seite legen, der Rest wird nicht mehr benötigt.

Jetzt die inzwischen leicht bräunliche Hirnmasse aus der Schüssel nehmen und mit siedendem Wasser kurz abschrecken. Die trockene alte Seele von der Heizung nehmen, das Hirn darin einwickeln, mit etwas Spreewasser und ordentlich Berlin-Zauber beträufeln, ein sauberes Geschirrtuch darüberlegen und ein bis zwei Wochen ziehen lassen: Fertig ist das ergriffene, bedeutungsvolle und begeisterungsschwangere Leben in der aufregendsten Hauptstadt Europas!

Peter Wagen

Monokultur

Das Störendste an einer Partnerschaft ist, daß immer jemand antwortet, wenn man seine Selbstgespräche führt.

Susanne Feldt

Mißverständnis

Ein Freund stand bei einem Geburtstagsfest neben einer ihm flüchtig bekannten Norwegerin vor dem Buffet. Leichthin das Dargebotene kommentierend, sagte er: »Das sieht ja richtig gut aus.« Und fand sich im Nu in ein Gespräch mit der dankbar strahlenden Nordfrau verwickelt, die ihm in allen Einzelheiten dartat, wie sie es angestellt hatte, an diesem Abend wirklich oberspitze auszusehen.

Christof Goddemeier

Schuhrücksendung

Bei Amazon.de kann man sich ja hier und da des Eindrucks nicht ganz erwehren, daß sie schneller gewachsen sind, als sie es sich selbst zugetraut haben, nachdem es dort einst nur Bücher, CDs und vielleicht noch Computerzeugs gab; so zum Beispiel bei der Auswahlliste für die Rücksendegründe. In einfachen Fällen geht das ja, »der Artikel gefällt mir nicht mehr« paßt meist irgendwie. Bei den Schuhen, die zu groß waren, war’s aber schon nicht mehr so leicht. Ich habe dann »das Produkt ist nicht vollständig kompatibel mit meinem System« gewählt.

Robert Schroeder

Moderne Zeiten

Und dann stehen Sie in der »Young ­Fashion«-Abteilung vor der Fachverkäuferin in der Herrenoberbekleidung des Kaufhofs, nachdem Sie sich gerade ­erneut darüber geärgert haben, daß nicht Ihr Freund, sondern schon wieder Sie die K­lamotten zur Mottoparty »Walfänger und Freibeuter« besorgen ­müssen, nachdem Sie nämlich gemerkt haben, daß es ­keine Second-Hand-­Läden gibt, in denen gebrauchte Sachen tatsächlich günstiger sind als neue, und ferner festgestellt haben, daß es zwar Tausende von blau-weiß gestreiften T-Shirts zu kaufen gibt, allerdings keines, auf das nicht »Sailing Fun Marina Blue by Diesel« draufgeflauschdruckt ist, und hören sich auf die ­Frage »Wonach suchen Sie denn jetzt genau?« antworten: »Etwas für den jungen Mann von gestern!«

Katinka Buddenkotte

Weinkenner

Vor gut zehn Jahren begann ich relativ wahllos Weine zu lagern, weil mir zu Ohren gekommen war, daß diese mit den Jahren immer besser würden. Nun habe ich die erste der Flaschen aus dieser Zeit geköpft: einen 1996er »Aldegheri Amarone Della Valpolicella Classico«. Ergebnis: eine unnatürliche Süße, faulige Aromen mit Nuancen von Teer bis Mottenkugel und am Morgen danach ein Schädel wie ein Wasserbüffel.

Michael Höfler

Doppelte Entspannung

Meine Freundin Angelika trinkt nach ihren meditativen, fernöstlichen Leibesübungen gerne ein Bier. Sie nennt das Après-Chi.

Christoph Virchow

Wahrhaft magisch

Habe neulich die Fernsehshow »The Next Uri Geller« geguckt. War fasziniert von der Ankündigung, auch bei den Zuschauern zu Hause würden unerklärliche Dinge passieren. Habe daraufhin meine Umgebung genauestens beobachtet. Und ­siehe da – Uri Geller hatte recht! Bei mir geschah wirklich Unfaßbares: Ich guckte »The Next Uri Geller«!

Katharina Greve

Gebrannte Generation

Am Silvesterabend ist meinem Opa ein Böller in der Hand explodiert. Von Mangel und Entbehrung der Kriegsjahre geprägt, kann er bis heute einfach nichts wegschmeißen, was noch funktioniert.

Thorsten Mausehund

Blumenkohl

Gehen Sie manchmal auch auf Vernissagen? So wie ich, ungefähr alle zwanzig Jahre einmal?

Ich kann nur sagen, es lohnt sich!

Stehen da zwei Frauen, und die eine sagt zu der anderen: »Hör mal, ich hab da so’n Pullover, der steht mir nicht, zieh ich auch gar nicht an, aber dir würde er stehen, der hat genau die Farbe wie das Bild da drüben, nee, nicht wie die Eingeweide gleich hier, mehr so beige wie der Blumenkohl auf Asphalt rechts daneben – oder soll das ein Gehirn sein?«

Fanny Müller

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Genial, Christoph Rottwilm (»Manager Magazin«)!

An Ihrem Artikel »Was Geldanleger von Superreichen lernen können« gefällt uns nicht nur der Titel, sondern auch, wie Sie gleich zu Beginn relativieren: »Reich werden. Es mag höhere Ziele im Leben geben, Glück beispielsweise, oder wenigstens Zufriedenheit und Wohlbefinden. Aber reich werden?« Ist man an dieser Stelle nicht bereits vom Kapitalismus geheilt, kann man weiterlesen: »Die meisten hätten wohl nichts dagegen einzuwenden, wenn ihnen das gelänge (nämlich reich zu werden). Doch wie stellt man es an? Ein Blick auf diejenigen, die es geschafft haben, lohnt sich …«

Und was haben Sie bei Ihren Recherchen in den Untiefen der Hochfinanz herausgefunden? »Unter den reichsten Menschen der Welt finden sich Leute mit den unterschiedlichsten Talenten. Nur eines haben alle gemeinsam: Sie wissen, wie man ein Vermögen vermehrt.« Ach, so geht das mit dem Reichwerden! Super! Da haben wir für Sie, Herr Rottwilm, gleich ein paar Ideen für zukünftige Artikel: Die erfolgreichsten Rennfahrer haben gemeinsam, oft als Erster im Ziel zu sein. Alle Bestsellerautoren haben gemeinsam, viele, viele Bücher zu verkaufen. Und »Manager Magazin«-Journalisten haben das gemeinsame Talent, uns auf die Nerven zu gehen.

Weiß, wie man Spaß vermehrt: Titanic

 Rudi Cerne (ZDF)!

Wie wir gelesen haben, sollen Ihre Zuschauer entsetzt gewesen sein, nachdem Sie in Ihrer Sendung »Aktenzeichen XY … ungelöst« Fotos einer Leiche gezeigt hatten. Dabei hatten Sie doch vorher extra darauf hingewiesen, dass das Bild manche Leute verstören könnte.

Wir wünschten uns vielmehr, Sie würden jedes Mal, bevor der Schirmherr Ihres XY-Preises für Zivilcourage, Horst Seehofer, eingeblendet wird, eine entsprechende Warnung aussprechen.

Hat immer noch Albträume vom letzten Mal: Titanic

 Hicks, Juliane E. Reichert!

Im »Magazin für Barkultur« »Mixology« schreiben Sie unter dem Titel »Heimat und Hefe« über einen angeblichen Fruchtweintrend: »In welcher Variante auch immer, Cidre löscht den Durst und schmeckt fruchtig, meist nach Apfel, immer wieder auch nach Birne; man muss deutlich mehr Liter von ihm trinken, als der Körper zu fassen vermag, um ihm ein Sodbrennen zu entlocken.« Wem denn jetzt eigentlich? Dem Körper? Dem Cidre? Dem Apfel?

Klingt auf jeden Fall, als hätten Sie auch damit Erfahrung. Aber in welcher Variante auch immer, irgendwie haben Sie uns gerade ein Sodbrennen entlockt. Wollen Sie es wiederhaben?

Stößchen! Titanic

 Sieh an, General Franco!

Sieh an, General Franco!

Jetzt ist’s offiziell: Sie werden umziehen. Das beschloss der Oberste Gerichtshof Spaniens. Bedeutet: Kein weiteres Abhängen mit Fascho-Pilgern in Ihrer von Zwangsarbeitern errichteten Kultstätte samt größtem Christenkreuz der Welt und frischen Blumen auf Ihrem Grab. Wurde auch Zeit, dass Sie die morschen Gebeine zusammenraffen und auf die Müllhalde der Geschichte tragen! Wie bitte? Sie werden auf einen staatlichen Friedhof nahe Madrid verlegt? Gute Güte, dass es diesen Despoten und Kriegsverbrechern aber auch immer so schwerfällt, ihren Platz einzunehmen!

*Kopfschüttel* Titanic

 Zeugen Jehovas!

»Warum ist das Leben so kurz?« steht neuerdings auf Euren Aufstellern. Verständlich, das zu fragen, wenn man den ganzen Tag Blättchen verteilen und über Gott reden muss.

Im Geiste bei Euch: die Ketzer von

Vom Fachmann für Kenner

 Premiere

Letzten Monat habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine indische Oper angesehen. Es war ein großartiges Singhspiel.

Andreas Maier

 Gedenken

Ich erinnere mich gut daran, dass meine Mutter Micky Maus, Fix und Foxi, Asterix, Tim und Struppi, Superman, Prinz Eisenherz und so weiter, kurz: Comics aller Sparten und Genres als »dumm« bezeichnete, als »obszön«, »primitiv« und »verblödet«. Für was sie meine Mutter allerdings nicht hielt, war »pervers«, »geisteskrank«, »widerlich«, »ätzend« oder »barbarisch«. Das rechne ich ihr bis heute hoch an!

Theobald Fuchs

 Mythmist

Mir ist noch nie einer begegnet und ich bin meines Wissens noch nie einem aufgesessen, obwohl ich seit meiner Geburt in Großstädten lebe: Ich glaube, es gibt einfach keine urban myths. Oder ist genau das ein urban myth?

Adrian Schulz

 Phonographisches Gedächtnis

Ich weiß noch genau, wo ich war, als der Anruf kam: am Telefon.

Tim Wolff

 Durch die Schokolinse betrachtet

Wenn kein anderer Laden in Sicht ist und der kleine Hunger naht, muss ich wohl oder übel den benötigten Schokoriegel an einer Tankstelle kaufen. Dann stehe ich in der Schlange und ärgere mich über die Auto-Idioten vor mir, die den Treibstoff für ihre Dreckschleudern bezahlen wollen, mir damit die Zeit und der Umwelt die Zukunft stehlen. Andererseits: Ohne solche Idioten gäbe es diese Tankstelle nicht, an der ich mitten in der Pampa Schokolade kaufen kann. Die Welt ist mir schon oft viel zu kompliziert.

Katharina Greve

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 18.11.:

    Hans Zippert gibt in der "SWR 2 Matinee" Auskunft über TITANIC-Maskottchen Kohl.

  • 16.11.:

    Die "Schaumburger Nachrichten" verweisen auf eine interessante Anzeige aus der aktuellen TITANIC.

Titanic unterwegs
20.11.2019 Oldenburg, Wilhelm 13 Bernd Eilert mit Joachim Kersten und Klaus Modick
22.11.2019 Köln, Literaturhaus Katharina Greve
25.11.2019 Stuttgart, Theaterhaus Oliver Maria Schmitt
27.11.2019 Mannheim, Alte Feuerwache Max Goldt