Vom Fachmann für Kenner | September 2006


Unverschämt

Mit dem neuen Handyvertrag kam auch ein neues Handy. Als ich es auspackte, flatterte mir ein Zettel entgegen, auf dem stand: »Ihr neues Handy funktioniert nicht? Dann rufen Sie uns an!« Ich mag es nicht, wenn Mobilfunkanbieter zynisch werden.

Melanie Schweinfurth

Das Fenster zum Hof

Schon zu Beginn des Irakkrieges hatten die Leute im Haus gegenüber ganz oben eine dieser Regenbogenfahnen mit der weißen Aufschrift PACE über ihre Balkonbrüstung gehängt, und dort hängt sie, schon etwas verblaßt, bis heute. Kürzlich, es hatte gerade gewittert und die Sonne schien schon wieder durch die Wolken, stand hinter dieser Fahne ein Mann und filmte mit einer Videokamera den Regenbogen. Schade, daß ich das nicht fotografiert habe.

Gregor Mothes

Ästhetik

Das Schöne wie Raumsparende an Dichtung ist ihre, wenn gelingend, dem Bild luftmachende und zugleich verdichtende, verknappende Sprache. So läßt sich die ebenso kurze wie formal bestechende Bitte eines arbeitslosen und charakterlich leicht zwielichten Duisburger Vaters an seinen immerhin schon 45jährigen und grad von schwerster Arbeit (Zeche) heimkommenden Sohn (97 Prozent gehbehindert):  

»Würdest du, auf daß kein Lohn dir winke
Augenblicks mir bitte einen Haufen
Nämlich zwanzig Flaschen Pilsbier kaufen
Welche ich, derweil dich dürstet, trinke?«  

 

in Prosa nur ungleich länger, komplizierter und häßlicher: prosaischer sagen: »Hol mal Kasten anne Bude, Spasti. Ab kriegse aber nix, hähäh!!« – Schlimm.

Thomas Gsella

Desiderat der Konfliktforschung

Neulich habe ich versucht, eine Geschichte zu entwickeln, die reich ist an Spannung, Struktur, Plot und Pointe. Nachdem ich erfolglos und völlig krampfhaft mehrere Minuten nachgedacht habe, gebe ich bei Google ein: »Konflikte entwickeln« und merke doch eines ganz schnell: Wie genau man jetzt aktiv Konflikte entwickelt, das schreibt eigentlich keiner irgendwo auf.

Christian Martin

Waschtag

Als während der Fußballweltmeisterschaft mein frisch gewaschenes weißes Bettlaken zum Trocknen mal länger aus dem Fenster hing, meldete sich lautstark eine Person von der Straße und fragte, aus welchem Land ich denn käme. Da mir bei der Hitze spontan nix Besseres einfiel, rief ich einfach »Grönland« runter. .

Uwe Becker

Bitte nachmachen!

Dieser Sommer hat gezeigt, daß unsere Wirte unzureichend auf die Klimakatastrophe vorbereitet sind. Frisch gezapftes Bier, das im günstigsten Fall eine Temperatur von 7°C aufweist, steht eine Minute am Tresen (10°C), wird durchs Lokal oder in den Biergarten getragen (12°C), hat beim Anstoßen 15°C, und noch eine Minute später kann man in der Suppe bereits baden. Wirte, schaut auf Griechenland! In besseren Tavernen servieren sie das Bier in dickwandigen Gläsern, die zuvor im Tiefkühlfach aufbewahrt wurden. Selbst am Strandkiosk kann man solche Gläser zum Dosenbier hinzubekommen – mit dem für alle Seiten angenehmen Nebeneffekt, daß das Bier, weil so kalt und lecker, so schnell weggetrunken ist, daß es die tiefgreifende Kühlung gar nicht nötig hätte.

Mark-Stefan Tietze

Moralische Unterstützung

Regelmäßiges Kopfzerbrechen bereiten mir die Zeitungsartikel, von denen ich nicht weiß, ob ich sie jetzt lesen soll oder nicht. Ist der Artikel interessant genug? Oder ist mir die Zeit zu schade? Neulich fiel mir wieder so ein Fall in die Hände. Nur mußte ich den dann doch lesen. Ich wäre mir moralisch klein und häßlich vorgekommen, hätte ich es nicht getan. Oder darf man wegen schätzungsweise 15 Minuten vertrödelter Lebenszeit die Geschichte eines Mannes verschmähen, der 38 Jahre unschuldig hinter Gittern geschmort hat, weil man ihn dort vergessen hatte?

Friedrich Krautzberger

Moderne Kommunikation

Ich habe so wenige Freunde, ich bekomme nicht mal Spam.

Lino Wirag

Spracherwerb und Integration

Der Mannheimer Soziologieprofessor Hartmut Esser behauptet in einem Artikel kühn, es gebe keine Untersuchungen, die die für den Zweitsprachenerwerb – hier des Deutschen – fördernde Wirkung einer guten Beherrschung der Fremdsprache – des Türkischen, Russischen oder Spanischen – belegten, weshalb es im Integrationsprozeß lediglich um die Entwicklung der Zweitsprache – – ja scheiß in die Luft! Text verwechselt, Tschuldigung! (Die von der SZ werden sich erst wundern.)

Roman Moosbauer

Ausgleichende Ungerechtigkeit

Bedenkt man, welche Gewalt selbsternannte Künstler in der Fußgängerzone manchen Klassikern aus Rock und Pop antun, wundere ich mich kaum über mein fehlendes schlechtes Gewissen, wenn ich keinen Obolus in den bereitgestellten Plastikbecher werfe, sondern den Musikanten zurufe: »Wir sind quitt!«

Ralf Augsburg

Vermieter sind Schweine

Um unsere Anwartschaft auf ein Mietshaus zu verbessern, hatten wir die Vermieter zu uns eingeladen, damit sie sich davon überzeugen konnten, daß wir keine asoziale Mietnomaden sind, sondern eine ganz normale Familie, wenn auch mit drei Kindern. Letztere wurden über die Benimmregeln der nächsten zwei Stunden genauestens instruiert (»Nach der Begrüßung hat einer von euch die spontane Idee, draußen im Garten zu spielen«). Die Vermieter kamen, sahen sich im Haus um, tranken Kaffee, aßen den selbstgebackenen Kuchen, ließen durchblicken, daß sie nicht abgeneigt seien, uns ihr Mietobjekt zu überlassen, als die Kinder blaugefroren an der Terrassentür wimmerten. Meine Frau bugsierte sie in den Flur, raunte einige Ermahnungen, dann stürmten die süßen Frischlinge die Küche. Unser mittlerer Sohn schnappte sich ein Märchenbuch, knallte es der Vermieterfrau auf den Schoß und rief fröhlich: »Kannst du mir jetzt endlich mal was vorlesen, du blöde Sau!« Das Formular mit der Selbstauskunft haben wir dann gar nicht mehr bekommen.

Jochen Gerken

Selbstmord,

empört sich die Großmutter, habe es früher nur selten gegeben, dafür seien die Menschen einfach zu beschäftigt gewesen. Ein Mitschüler habe sich allerdings, wenn sie sich jetzt genau besinne, doch schon während der Schulzeit aufgehängt, weil seine Eltern zu viel von ihm verlangt hätten. Ihre anderen Schulfreunde, die freiwillig aus dem Leben geschieden seien, hätten dies aber wesentlich später getan und auch aus guten Gründen, wie ihr Cousin Franz-Josef, der im Leben einfach keinen Fuß habe fassen können, oder der damals nur unter dem Namen »Pommes« bekannte Mitschüler, der nach mehreren Vergewaltigungen und sonstigen Straftaten ohnehin keine Chance zu einer ordentlichen Existenz gehabt habe.

Ludger Fischer

Fußball-WM

Tübingen, nach dem Spiel Deutschland-Polen, kleine Straße vor meiner Wohnung: vier Jungs im Cabrio, Deutschlandfahne, »Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin«. Ein älterer Mann kommt aus einem Ladeneingang: »Do hendr eich abr verfahra!«

Jürgen Eberhardt

Nächste industrielle Revolution

Schon lange frage ich mich, wie leistungsfähig wohl Computer werden, wenn zur 0 und 1 auch noch die Zahlen 2 bis 9 dazukommen. Was dann alles möglich ist, übersteigt wohl unsere Vorstellungskraft.

Jürgen Merz

Nicht übel

In weiten Teilen Deutschlands haben neue Mitschüler aus dem Schwabenland eher schlechte Karten. Das war auch in unserer Klasse so. Die hinterfotzige Frage »Was gibt’s heut bei euch zum Mittagessen, Holger, vielleicht Spätzle?!« parierte dieser aber zugegebenermaßen recht leidlich: »I wois ned, abba I bin obdimisdisch!«

Marcel Vega

Expertengespräch

Neulich im Zug erzählte ich einem Freund: »Früher gab es im Rheinland Malaria.« Ein Herr konterte daraufhin aus der Ecke des Abteils: »In Indien gibt es auch Arier!« In der folgenden Diskussion entpuppte er sich allerdings als Insektenkundler, und wir einigten uns darauf, daß es im Rheinland mal Anophelesmücken gab.

Nils Seesing

Katholizismus

Was ich bei den Katholiken wirklich fabelhaft finde, ist, daß sie in den Kirchen die Pissoirs gleich beim Eingang haben.

David Sowka

Guter Mann

Die Regentonne, die ich im Baumarkt zu erwerben beabsichtige, kostet 12,99 €. Weil sie aber eine dicke Schramme hat, gehe ich den anwesenden Fachverkäufer-Azubi um einen Preisnachlaß an. Er läuft zu seinem unweit stehenden Ausbilder. Der sagt: »Zehn Prozent.« Der Azubi kehrt zurück, holt den Taschenrechner hervor und beginnt zu tippen. Dann löscht er alles und beginnt noch mal von vorn. Sein Gesicht rötet sich. Und noch einmal. Und noch mal. Als ich ihm nach dem vierten oder fünften Versuch über die Schulter lugen will, legt er rasch die Hand aufs Display und sagt: »Okay – sieben Euro!« Was soll man da sagen außer: Guter Mann!

Robert Niemann

Wie wahr

Auf die Bühne kommen und sagen: »Hello, I am Johnny Cash«, das können auch nicht viele.

Dirk Warnke

Wer ist der Dumme?

Mußte mich neulich beim spätabendlichen Zappen fragen, ob ich, wenn ich die Lösung eines dieser dämlichen Buchstabenrätsel auf einem dieser dämlichen Spielesender selbst bei schärfstem Nachdenken nicht herausfinde – ob ich dann also noch dümmer bin als die Leute, die die Lösung kennen, ständig beim Sender anrufen und sich darüber aufregen, nie etwas zu gewinnen. Wer kann mir diese Frage beantworten? Bin ich dümmer oder bin ich’s nicht? Ruft an: 0137-4369241, schnell in die Leitung kommen, der Buzzer schlägt gleich zu.

Daniel Jakob Gehlen

Finanzberatung

Früher war es ein leichtes, Parkuhren den Garaus zu machen: Der Zahlungsunwillige steckte eine dieser Blechlaschen, die dem Verschluß von Bierdosen dienten, in den Schlitz und versenkte sie tief im Innern der Uhr. So stand ihm jederzeit eine plausible Erklärung zur Verfügung, warum er fürs Parken kein Entgelt entrichtet hatte. Heute ist die Sache komplizierter. Im Uhrschlitz kann man außer den passenden Münzen nichts mehr versenken, und die Bierdosenverschlüsse sind zum Verbleib am geleerten Behältnis gedacht. Ein Bekannter wußte neulich Abhilfe: Einfach einen Grillanzünder in das Fach legen, in dem sich das Rückgeld sammelt, und die Uhr grillt sich langsam, aber sicher ihrem Finale entgegen. Selbst wenn man die teuren dänischen Anzünder nehme, zwanzig Stück für 1,49 Euro, sagte der Bekannte, stehe man »finanziell letztlich viel besser da« als bei korrekter Entrichtung des geforderten Betrags.
Christof Goddemeier

Bully und ich

Vor ein paar Jahren hatte ich ja mal geschäftlich mit Bully Herbig zu tun. Ich rief die HerbX-Filmproduktion an und hatte gleich den Chef am Apparat. Zu meiner Enttäuschung hatte er keine Lust, den Telekommunikationsanbieter zu wechseln, und legte nach einigen langgezogenen Nööös auch schon wieder auf.

Louis Vazquez

Lebensweisheit

Ein Tag ohne Lachen ist ein Tag, an dem man nicht fröhlich war.

Uwe Geishendorf

Klassische Rollen

Heute morgen forderte mich meine Packung »Rügenwälder Teewurst« auf, doch auch mal die neue »Rügenwälder Teewurst Aktiv« auszuprobieren; und ohne jetzt als erzkonservativer Macho und Biedermann gelten zu wollen, muß ich gestehen, daß mir die klassische, passive Schmiere, die sich willenlos von jedem aufs Brot klatschen läßt, doch irgendwie lieber ist.

Gaston Latz

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Spanische Stierkämpfer!

Welche gesellschaftlichen Werte Ihr als Traditionalisten so vertretet, ist den meisten ja bekannt. Nun habt Ihr den Bogen aber überspannt beziehungsweise den Spieß zu tief gerammt: Bei einem Kampf in Gijón habt Ihr zwei Stiere »Nigerianer« und »Feminist« getauft, um sie dann von einem Star-Torero, der außerdem Unterstützer der rechtsextremen Vox-Partei ist, erlegen zu lassen. Empört hat die Bürgermeisterin von Gijón der Stierkampf-Tradition in ihrer Stadt ein jähes Ende gesetzt.

Auch wir sind schockiert, ja geradezu angewidert! Diese Übertragung gesellschaftspolitischer Themen auf Objekte und Tiere erinnert uns an miefige Polit-Karikaturen der alten Bundesrepublik (und der Süddeutschen Zeitung von heute) – einfach grausam und ekelhaft!

Außerdem bleibt die Frage, wofür der Torero in dem Zusammenhang eigentlich steht. Für »linker Irrsinn« oder »Identitätspolitik« oder so? Oder doch schlicht für »dummer Haufen ultrakonservativer Faschisten«?

Olé! Titanic

 Servus, Horst Seehofer!

Servus, Horst Seehofer!

Sie erzählten dem Stern, Sie würden Ihre Rentenzeit gern nutzen, um die Programmiersprache C++ zu lernen. Was wollen Sie denn damit programmieren, Seehofer? Eine Fernsteuerungsapp für Ihre Modelleisenbahn im Keller? Ein Handyspiel mit dem Namen »Angie Birds«, in dem man die Kanzlerin mit einer Schleuder durch die Gegend schießen kann? Oder gar ein Game mit dem komplizierten Titel »(De)Portal(tion)«, bei dem man Menschen per Teleportation abschieben muss?

Hofft auf nichts davon: Titanic

 Jens Spahn!

Mit der Bunten sprachen Sie über Ihren Umgang mit Häme und Kritik: »Auch wenn es mal Gegenwind und Kritik gibt. Sich beleidigt ins Schneckenhaus zurückzuziehen, bringt nichts.« Frage: Auch nicht, wenn es ein Vier-Millionen-Euro-Schneckenhaus in Berlin-Dahlem ist?

Glitschige Grüße Titanic

 Hä, »Spiegel«?

Zum Ende der Amtszeit Angela Merkels schreibst Du, diese sei das Gegenteil von Donald Trump: »Sie redete viel und sagte wenig, während Trump viel sagte und wenig meinte.« Du jedoch redest Sachen, von denen weder klar ist, wie Du sie meinst, noch was Du damit sagen möchtest.

Verwirrte Grüße Titanic

 Ganz entzückend, Polizeipräsidium Mittelfranken,

finden wir den Zeugenaufruf, den Du Mitte Juni ins (echte) Internet stelltest: Es ging um eine Betrugsserie durch »falsche Wunderheilerinnen«. Das ist ja ein dickes Ding! Was sagt denn der Bundesverband der staatlich geprüften Wunderheilerinnen dazu? Und hat sich die Landeszentrale der zertifizierten Wahrsager schon zu Wort gemeldet?

Dass am Ende noch die Diplom-Hochstaplerinnen unschuldig in Verdacht geraten, möchte unbedingt verhindern: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Autofahrer sind Schweine

Wenn ich als Kind mit meinen Eltern im Auto fuhr, kritisierte meine Mutter manch einen anderen Verkehrsteilnehmer, der, so fluchte sie, fahre »wie eine gesengte Sau«. Dass man in grauer Vorzeit Schweine mit Lötflammen zu enthaaren pflegte, und dass jene, jedenfalls wenn sie zuvor nur unzureichend getötet worden waren, regelmäßig der brutalen Behandlung in wildem Galopp entflohen, hatte mir damals noch niemand eröffnet. Ja, ich zweifle bis heute daran, dass diese Anekdoten überhaupt der Wahrheit entsprechen. Als Kind verstand ich stattdessen »wie eine gesenkte Sau«, und ich finde, das macht allemal mehr Sinn, schließlich ist da »tiefergelegt« nicht weit von entfernt.

Theobald Fuchs

 Egozyklopädist

»Alleine die Auswahl, wer einen Wikipedia-Artikel bekommt und wer nicht, ist schrecklich! Jeder Soap- und Schlagerstar hat einen, während echte Geistesgrößen leer ausgehen.« »Und was willst du dagegen machen?« »Selbst aktiv werden, den Wiki-Autoren-Zirkel infiltrieren und neue Perspektiven einbringen – zur echten Demokratisierung des Wissens!« »Und worüber willst du deinen ersten Artikel schreiben?« »Über mich.«

Jürgen Miedl

 Kunstrasen

Im Garten den gesamten Rasen mähen bis auf ein kleines Quadrat etwas unterhalb der Mitte – welcher Mann hat kurz vor Beendigung jener Gartenarbeit noch nicht schelmisch hineingegrinst, in sein Hitler-Gärtchen?

Andreas Lugauer

 Hey, Google!

In meiner Meditation bin ich mittlerweile auf einem solch hohen Level der Gelassenheit angelangt, dass sich die Cookies-Abfrage bei mir erübrigt. Alles akzeptieren – check.

Tina Manske

 Meinung

Dass Leichenspürhunde bei einem Fund mit dem Schwanz wedeln, ist ja schon ziemlich pietätlos.

Julia Mateus

Vermischtes

Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURTorsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHeinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 28.09.:

    Oliver Maria Schmitt hat versucht, mit der Kraftradgruppe Frohsinn die Demokratie zu retten – zumindest in der FAS.

  • 28.09.:

    Das "Medienmagazin" vom BR hat mit Martina Werner (und anderen) über Satire, Journalismus und Politik gesprochen.

  • 25.09.:

    TITANIC-Herausgeber Martin Sonneborn spricht mit der Taz über Frauen in der Redaktion und erinnert sich an die beste Zeit für Satire.

  • 20.09.:

    In der Jungen Welt würdigt Stefan Gärtner den 80jährigen Eckhard Henscheid.

  • 14.09.:

    NDR Zeitzeichen zum 80. Geburtstag von Eckhard Henscheid.

Titanic unterwegs
19.10.2021 Frankfurt, Union Halle Zur Buchmesse: Großer TITANIC-Normalitätswettberb
19.10.2021 Bremen, Theater Bremen Gerhard Henschel
19.10.2021 Flensburg, Alte Walzenmühle Paula Irmschler
20.10.2021 Frankfurt, AusstellungsHalle 1a Thomas Gsella