Briefe an die Leser | Februar 2023


Wir sind in the House, »Spiegel«!

In einem Artikel über Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder schreibst Du, dieser arbeite, obwohl die nächste Bayernwahl noch lange hin ist, schon jetzt Tag und Nacht an seiner Wiederwahl. Dafür absolviere er kleine und größere öffentlichkeitswirksame Termine und richte dort seine Fahne nach dem Wind. Klingt nach Söder, stimmt.

Unpassend hingegen fanden wir den Vergleich, mit dem Du dieses Verhalten beschreibst: »Wie eine bayerische Taylor Swift legt Söder an jedem Ort die passende Platte auf. Von Country bis Kirchenlied wird immer das gesungen, was ihn gerade in die Charts befördert.« Dazu ein paar Anmerkungen: Erst mal legt Taylor Swift keine Platten auf, dafür hat sie einen DJ, und der hat, vermutlich, einen Laptop. Dann legt sie nicht »die passende« Platte auf, sondern, darum geht es ja, immer nur ihre ureigensten, immergleichen. Und dann legt sie diese »Platten« auch nicht an jedem Ort, sondern in großen Hallen oder auf Festivals auf, zu denen die Menschen ihretwegen kommen und nicht andersherum.

Mach es beim nächsten Mal doch wie ein journalistischer Justin Bieber und denk vor Druck noch mal über Deine Sprachbilder nach,

raten Dir Deine DJs von der Titanic

Ihnen, Steve Jobs,

wird es wahrscheinlich egal sein, aber wir wollten Sie dennoch informieren, dass Ihr Vermächtnis auf Erden recht vielgestaltig ausgefallen ist. So lasen wir bei stern.de: »Alte Schlappen für über 20 000 US-Dollar: Birkenstock-Sandalen von Steve Jobs stehen zum Verkauf.«

Dieser Reliquienhandel ist übrigens ein wahres Geschäftsmodell geworden: »Die Schuhe sind nur ein kleiner Teil von Jobs’ mehr oder weniger freiwilligem Nachlass. Seine Angestellten leerten die Mülltonnen offenbar mehrfach gründlich. Die Beute habe man mit den Gärtnern, Freunden oder Second-Hand-Geschäften geteilt.« Sollte es nun bald an Ihren Sargdeckel klopfen, Jobs, dann wissen Sie: Da braucht wer Nachschub. Aber als Ex-CEO kennen Sie sich ja aus mit der dubiosen Beschaffung von Ressourcen!

Grüße ins ewige Business von Titanic

Liebes Möbelhaus XXXLutz,

Du bist dafür bekannt, dass Du mit Deiner Tradition prahlst. Immerhin bringst Du schon 78 Jahre Unternehmensgeschichte auf die Waage. Aber wie Du die Einweihung Deines neuen Standortes gefeiert hast, hätten wir uns dennoch nicht ausmalen können: Du hast nämlich in Nürnberg mit einem waschechten Zeppelin auf die Neueröffnung der örtlichen Filiale aufmerksam gemacht. Ebenjener Filiale, die heute von der ehemaligen SS-Kaserne in der Frankenstraße und dem Reichsparteitagsgelände (inklusive Zeppelinfeld) eingerahmt wird.

Malt sich schon mal aus, wie Du dann erst Deinen 88. zelebrierst: Titanic

Genialer Einfall, Unionsfraktionsvize Sepp Müller!

Sie haben festgestellt, dass es nicht zu erklären sei, warum coronapositives Pflegepersonal bis zu 14 Tage zu Hause bleiben müsse, während Grippekranke theoretisch arbeiten könnten. Bevor wir darüber überhaupt nachdenken konnten, hatten Sie auch schon die einzig logische Schlussfolgerung parat: Die Isolationspflicht für medizinisches Personal gehöre abgeschafft. Wer nicht krank sei, könne arbeiten. Zu diesem wirtschaftlich gleich doppelt sinnvollen Vorstoß können wir Sie nur beglückwünschen! So würde man nicht nur dem Personalmangel entgegenwirken, auch für Kundschaft in der Klinik wäre nachhaltig gesorgt.

Props von Ihrer Wirtschaftsredaktion von Titanic

Liebe Gstaader Bergbahnen,

angesichts des fortschreitenden Schneemangels ist es natürlich eine naheliegende Idee, den Schnee aus Depots mit Helikoptern auf die Pisten zu bringen. Auf den Gletschern ist ja nix mehr los, so dass die ganzen Flugtaxen vom Heliskiing eh vakant sind. Und falls mal gar kein Schnee aufzutreiben sein sollte, dann könnt Ihr die benötigten Rutschmatten ja aus Überschallflugzeugen abwerfen, oder?

Sitzt bereits beim Après-Ski: Titanic

Besorgt, »Braunschweiger Zeitung«,

titeltest Du »Knappheit von Blutkonserven spitzt sich zu« und zitiertest dann einen DRK-Sprecher mit dem Satz: »Wir leben derzeit von der Hand in den Mund.« Na gut, aber dann muss man sich auch wirklich nicht wundern, wenn die Blutvorräte zur Neige gehen!

Hält das für einen klaren Fall von »selber schuld«:

Deine Titanic

Hmmm, Ex-FIFA-Boss Sepp Blatter,

zu Ihrer Rolle bei der Vergabe der Männerfußball-WM an Katar sagen Sie heute: »Die Leute stellen sich Einflussnahme immer wie in Gangsterfilmen vor – mit Koffern voller Geld, die an einem geheimen Ort übergeben werden. So war das aber nicht.« Ach: So war das nicht – na dann! Eine Frage, Blatter: Wie sehr mussten Sie sich konzentrieren, um nicht versehentlich die Beschaffenheit der besagten Geldkoffer und den Übergabeort zu beschreiben?

Fragen sich

Ihre Detektiv/innen von Titanic

Wie wenig, »Spiegel«,

muss man eigentlich tun, um von Dir als nicht rechts entlastet zu werden? Liest man Deine Reportage über die SPD-Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori, wohl sehr wenig. Denn dort schreibst Du, Cademartori sei »keine Rechte. Sie steht für eine diverse Gesellschaft, wenn bei Veranstaltungen Altherrenwitze gerissen werden, rollt sie mit den Augen.« Oha, mit den Augen rollt sie, na dann. Lass uns raten: Wer Zunge schnalzend an einem brennenden Flüchtlingsheim vorbeiläuft, ist kein Nazi, und wer »pfft« macht während einer AfD-Kundgebung, kein Faschist?

Presst entschieden die Lippen aufeinander: Titanic

Sie, bayerischer Innenminister Joachim Herrmann,

haben Antenne Bayern volkstümelnd das gesagt, was Ihre Anhängerschaft von Ihnen erwartet: »Silvester-Chaoten müssen hart bestraft werden.« Aber finden Sie nicht, dass Christine Lambrecht schon bestraft genug ist? Nein?

Hat einfach ein Herz für Berliner Chaot/innen: Titanic

Teurer Fluggast!

Sie sind Mitarbeiter von Wells Fargo – einer Bank, die 2008 mit 25 Milliarden US-Dollar Steuergeldern vor der Finanzkrise gerettet wurde und zum Dank ihre Kund/innen so offensichtlich systematisch ausgebeutet hat, dass sie zeitweise Wachstumsverbot von der amerikanischen Zentralbank bekam.

Sehr verständlich, dass Sie als Banker Sorge vor platzenden Blasen haben, und also plausibel, dass Sie auf einem Langstreckenflug eine 72jährige Passagierin vorsätzlich angepinkelt haben. Wahrscheinlich haben die vielen von Ihnen konsumierten alkoholischen Getränke einfach zu viel Druck auf Ihren persönlichen Finanzmarkt ausgeübt, sodass es dringend nötig wurde, sich mit einem kontrollierten Geldfluss etwas Soforthilfe zu verschaffen. Wenn es gerade nicht möglich ist, schnell hinter einem Hedgefonds zu verschwinden, bleibt Ihnen selbstverständlich keine Wahl, als den Strahl auf eine Kleinanlegerin anzulegen.

Halten es noch bis zur Landung aus: Ihre Spritzenbanker/innen von Titanic

Emotional, Magdalena Rogl,

wurden wir beim Hören Ihres Interviews im Deutschlandfunk Kultur. Dort bewarben Sie Ihr Buch mit dem Titel »MitGefühl«, in dem Sie sich für eine offenere Gefühlskultur im Arbeitsleben aussprechen. Ihrer Meinung nach sollte niemand zum Weinen aufs Klo rennen, Gefühle müssten auch im Büro offen ausgelebt werden. Diese Erkenntnis hatten Sie, als Sie in einem früheren Job unter einem cholerischen Chef litten, der seine Mitarbeiter/innen drangsalierte, die sich nicht trauten, danach öffentlich zu weinen.

Heute sind Sie in einer leitenden Position bei Microsoft angestellt und plädieren dafür, den Tränen auch im Büro freien Lauf zu lassen. Dies sei wichtig, da man die Emotionen für die »bessere Zusammenarbeit« und »eigene Weiterentwicklung« nutzen könne. Aha. Sich vom Chef demütigen zu lassen ist also okay, solange man die daraus folgenden Zusammenbrüche zur Selbstoptimierung und Weiterentwicklung der Firma nutzt, so richtig?

Hat jetzt einen wütenden Heulkrampf: Titanic

Chapeau, Micky Beisenherz,

der Thomas Gottschalk gelingt Dir schon ganz gut. Du bist ja ein fast begnadeter Stimmenimitator. Und das ist gut, weil Du Deinen Podcast »Apokalypse und Filterkaffee« damit ein wenig aufschäumen kannst. Immer dann, wenn dort so etwas wie der Anschein eines echten Gesprächs entstehen könnte, haust Du eine Fremdstimme rein. Die wirkliche Frage ist aber doch: Könntest Du Micky Beisenherz parodieren? Oder ist der selbst unter Deinem Niveau?

Fragen sich Deine Resteröster/innen von der Titanic

Vorbildlich, Landwirtschaftsminister Cem Özdemir,

finden wir ja Ihren Vorstoß, Containern zu legalisieren. Wir hoffen allerdings doch sehr, dass dies nicht schon die von Ihnen als »Deutschlanddiät« angekündigte Kampagne für bezahlbares Essen ist?

Muss auch so genug Müll schlucken: Titanic

Wir sind verwirrt, CD Projekt Red …

Du hast für Dein Rollenspiel »The Witcher 3« von 2015 ein kostenloses Update veröffentlicht. Seitdem soll Hexer Geralt in fescher Next-Gen-Grafik erstrahlen. Auch wir hätten das wirklich gern gesehen, nur stürzte unser Redaktionsrechner nach dem Update ständig ab. Hast Du unseren PC etwa verzaubert? Auch Dein Update fürs Update half uns und vielen anderen Spieler/innen natürlich nicht weiter. Handelte es sich doch wahrscheinlich um einen noch mächtigeren Fluch. Dank ein paar IT-Hexereien konnten wir Dich dann jedoch austricksen und bei der Originalversion bleiben.

Hängen nach diesen Erfahrungen das Silberschwert wie Henry Cavill an den Nagel:

Deine Rollenspieler/innen von Titanic

Obacht, »Spiegel«!

Das sind gefährliche (Auto-)Bahnen, auf die Du Dich da begibst. Zum E-Auto »Nissan Ariya« schreibst Du, dass es sich nicht »schöntrinken« lasse. Ist das eine Route, die Du normalerweise einschlägst: Dich vor der Fahrt so richtig volllaufen zu lassen, damit Dir das Aussehen des Wagens besser gefällt?

Es will uns so scheinen, denn in der Artikelvorschau heißt es: »Fahren lässt es sich prima – und das Einparken übernimmt er gleich selbst.« Und nach dem »Einparken« wird man dann von freundlichen Feuerwehrleuten aus dem Wagen geschnitten und wacht später in der Ausnüchterungszelle auf, gell?

Parkt sich vor der Spiegel-Lektüre auch immer ein paar Testfahrzeuge hinter die Binde: Titanic

Wie selbstlos, Palina Rojinski!

Du bist seit Jahren erfolgreich als Moderatorin, Schauspielerin und Werbegesicht tätig. Um das Feld Deiner Selbstvermarktung etwas auszuweiten, bist Du nun unter die Autorinnen gegangen und hast einen Astrologieratgeber geschrieben. Jetzt könnte man natürlich leicht annehmen, dass diese Veröffentlichung nur eine besonders perfide Art ist, Deine leichtgläubige Fancommunity auszunehmen.

Aber weit gefehlt! Es ist ein geradezu politischer Akt: Du möchtest nämlich damit »Astrologie für alle zugänglich machen«, wie Du dem Stern (wem auch sonst?) im Interview erzählt hast. Pseudowissenschaft und Esoterik noch weiter zum Massenphänomen machen – tolle Idee! Die Antwort darauf, warum die Leute zu Deinem lieblos gephotoshoppten, fast 20 Euro teuren Schmöker und nicht zum Jahreshoroskop in der Superillu greifen sollten, finden wir aber wohl nur im Kaffeesatz.

Hat heute leider einen ganz negativen Mars-Einfluss: Titanic

Ach Gott,

Du hast Dir ja wirklich viel Zeit gelassen mit der Heimholung von Papst Benedikt XVI., musstest dann aber doch in den sauren Apfel beißen. Geradezu geschickt war es aber, vorher Fußballgott Pelé einzubestellen, damit der den ausgewechselten Papst tunneln, weggrätschen oder im allerbesten Fall ins Abseits stellen kann.

Respekt dafür von den Metaphernpäpsten auf der Titanic

Etwas überflüssig, »WDR 5«,

mutete uns Deine Frage auf Instagram »Wollen wir lieber das Klima retten oder den Kapitalismus? – Schreibt’s uns in die Kommentare« an. Wir wollen sie Dir trotzdem anhand eines anschaulichen Beispiels beantworten: Du, lieber WDR 5, postest völlig sinnlose Fragen, die einzig darauf abzielen, emotionale Kommentare hervorzurufen, die wiederum dazu dienen, Deine Reichweite zu erhöhen, auf die Du gar nicht angewiesen bist, da Du öffentlich-rechtlich finanziert wirst. Mit anderen Worten: Sogar Du, der Du gar nicht Teil der kapitalistischen Social-Media-Marktlogik sein müsstest, ordnest Dich ihr mit Freude unter. Da gibt es nichts zu retten. Wir hoffen, das beantwortet Deine Frage ein für allemal.

Grüße aus der Privatwirtschaft! Titanic

Howdy, Terrorismusexperte Peter Neumann!

Bei fast jedem vereitelten Terrorplan der vergangenen Jahre sei der entscheidende Hinweis von US-Geheimdiensten gekommen, sagten Sie im Zuge des in Castrop-Rauxel verhinderten Giftstoffanschlags, von dem die deutschen Behörden dank des FBI erfahren hatten: »Eigentlich sollte das die Konsequenz haben, dass man hier in Deutschland selbst versucht, solche Fähigkeiten aufzubauen, um diese Abhängigkeit zu verringern.« Hä, was? So ein Quatsch! Sind Sie bescheuert? Den Scheißjob sollen weiterhin schön die Amis für uns machen!

Faul bis zum Anschlag: Titanic

So öde, Winfried Kretschmann,

wie wir es uns vorstellen, ist Ihr Amt als baden-württembergischer Ministerpräsident offenbar wirklich. Denn warum sonst erzählten Sie, dass Sie das Gendern in der Schule für übertrieben hielten, sprachen dann jedoch ausführlich darüber? »Ich finde bedauerlich, dass wir die Fragen der Sprache oft auf das Gendern verkürzen«, ließen Sie uns wissen. Und Sie palaverten weiter: »Unsere Sprache ist nicht mehr kreativ. Wir überfrachten nur alles mit merkwürdigen Anglizismen.«

Dafür schalten Sie sich und Ihre Kolleg/innen: »Wir Politiker sind Meister darin, Plastikwörter zu generieren.« Vergessen haben Sie indes, den Duden dafür zu tadeln, dass er online (bzw. im Welt-Rechner-Netz) im Wort »kreativ« nur noch einen auf den Begriff »creative« zurückgehenden Anglizismus sieht, nicht jedoch das lateinische Lehnwort »creare«. Immerhin erkennt er im Kunststoff, den Sie, Kretschmann, Plastik nennen, noch die Herkunft vom weichen, knetbaren, englischen »plastic« sowie vom, guess what, lateinischen »plasticus«. Glückwunsch, es ist nur halb töricht, was Sie zu Anglizismen wissen, aber vollständig von einem Schwätzer hervorgebracht.

Es gratuliert: Titanic

So much love, liebes »Zeit-Magazin«,

für das »Dating Dictionary 2023«, das Du frech bewirbst mit »Wer dieses Jahr daten will, muss Vokabeln lernen«. Deshalb also all die Jahre der Einsamkeit: Die Vokabeln haben gefehlt! »M wie Mosting« oder »B wie Breadcrumbing« (wie konnten wir vorher auf Dates gehen?) würden wir im Namen der Balance aber gern »Z wie Zeitplusabobestelling« entgegenstellen. Denn mit irgendwas müssen wir einige unserer dann zahlreichen Verehrer/innen ja abwimmeln.

Wir können ja Freund/innen bleiben!

Deine Titanic

Sie, Wetterfrosch Dominik Jung,

haben ja völlig recht: »Das Wetter ist ein chaotisches System!«, was Sie in Ihren Prognosen auf wetter.net regelmäßig und hinlänglich beweisen. Im Dezember machte Ihnen eine sogenannte »Schneewalze!« samt »Kältepeitsche!« schwer zu schaffen; der »Dauerfrost!« war allerdings »nicht von Dauer!«. Denn dank Ihnen haben wir es bald darauf mit einem »totalen Winter-Blackout!« inklusive »schwarzem Wärmeberg!« zu tun bekommen. In Ihrem meteorologischen Furor prophezeiten Sie für einen Tag gar 118 statt 18 Grad. Und dann näherte sich von Westen auch noch die eine oder andere »Wintermöhre!«, während uns von Osten die »sibirische Kältezunge!« zu lecken versuchte. Und zu allem Überfluss wimmelt es allerorts von Orkanen und Ausrufezeichen!

Fragt sich, ob das Ihr verzweifelter Versuch ist, das Sprechen übers Wetter endlich interessant zu machen: Titanic

Huhu »Spiegel«, altes Haus!

Wir finden es wirklich löblich, dass Dein Nachwuchs die ganz heißen Eisen anpacken darf. Und Journalistenschüler Miguel Helm ist sein Porträt über CDU-Politiker Peter Altmaier gar nicht mal schlecht angegangen: Verzweiflung, Macht und Kampf gegen Schnecken – das ist doch genau das Garn, aus dem Du die besten Geschichten strickst. Wir waren denn auch voller Erwartung, wie sich der alte Hartz-IV-Jünger und Merkel-Versteher im investigativen Zangengriff der Jugend windet.

Doch irgendwie, Spiegel, scheint Helm »eine Abzweigung verpasst« (M.H.) zu haben. Oder sollen wir uns tatsächlich damit beschäftigen, wie Altmaier seinen Kaffee verschüttet und aus der Untertasse trinkt? Wie er auf einem »schwarzen Fahrrad« des Weges radelt, während das »Gel des Sattels« tropft? Imaginieren, wie er »viel Eis, viel Pasta, viel Kuchen« isst und »danach noch hungrig« wirkt?

Okay, »einige Blumen haben seine Abwesenheit überlebt, aber viele sind tot« lässt zumindest in die Gräben von Schuld und Sühne blicken, die ein Politikerleben nicht rechtzeitig zuzuschaufeln schaffte. Und wenn wirklich die Story ist, dass es beim alten Russisch-Gas-Einkäufer Altmaier auch »Margeriten und Rosen« erwischt hat, Spiegel, dann wollen wir ja nicht so sein.

Deine Rosenzüchter/innen von der Titanic

Vorbildliche Untertanin Helena Bonham Carter!

Neulich drückten Sie Ihre Bewunderung für die Queen aus. Anders als die letzten britischen Premiers habe diese nämlich »die Macht nie für ihren Privatbesitz gehalten«. Doch lediglich für ihren Privatbesitz halten musste Ihre Majestät die Macht ja auch gar nicht – es war ja ihrer!

Drückt hiermit Bewunderung für Schauspieler/innen aus, die sich nie zu Politik äußern: Titanic

Warte mal, »Süddeutsche« …

Im Artikel »Was ist bloß mit den Viren los? Wie sich die aktuelle Infektionslage erklären lässt« schreibst Du: »Weil das Immunsystem weniger Kontakt mit Grippeviren hatte, ist es weniger trainiert.« Und zitierst dazu den Influenza-Experten Stephan Ludwig: »In der Vergangenheit haben wir uns durch die kursierenden Grippeviren immer wieder immunisiert, da haben wir jetzt zwei Jahre ausgesetzt.«

Fünf Tage später siehst Du es wiederum so: »Eine ›Immunschuld‹ gibt es nicht. Schwächelt das Immunsystem, wenn es sich nicht gegen Krankheitserreger verteidigen muss? Weshalb diese Idee so problematisch ist« und »Warum die RSV-Welle nicht die Rache der Natur für den Lockdown ist«. Als Beleg dient dieses Mal Christian Drosten: »Wer glaubt, durch eine Infektion sein Immunsystem zu trainieren, muss konsequenterweise auch glauben, durch ein Steak seine Verdauung zu trainieren.« Ähnlich Carsten Watzl (Immunologe): »Das suggeriert, man müsse das Immunsystem trainieren wie einen Muskel, damit es funktioniert. Das ist aber nicht so.«

Chapeau, Süddeutsche, für diese liberale Sachverhalts- und Meinungsvielfalt!

Kann da nur verwirrt hustend zurückbleiben: Deine Titanic

Aufgepasst, Fritz Merz!

Haben Sie nicht allzu selbstvergessen beim Lanz den Übeltäter/innen der Silvesternacht »aus dem arabischen Raum« den Marsch geblasen? Haben Sie es nicht innerhalb weniger Jahrzehnte vom gefürchteten Mofa- zum nicht weniger gefürchteten Black-Rocker gebracht? Nicht wenige Ihrer ehemaligen Lehrer/innen dürften sich an Ihre schmalen Leistungen und Ihr dämliches Grinsen erinnern, wenn Ihr fragwürdiges Betragen im Unterricht angemahnt wurde.

Und steht uns allen nicht Ihr rebellisches Faust-in-der-Tasche-Ballen resp. beredtes, mutiges Schweigen in Bezug auf Merkel noch deutlich vor Augen? Wie weit war es denn da mit Ihrem Respekt vor Autoritätspersonen? Hä? Oder sollten Sie am Ende mit den »kleinen Paschas, denen man deutlich ihre Grenzen zeigen« müsse, gar an sich gedacht haben? Eher nicht?

Findet das schade: Titanic

Liebe »Tagesschau«,

klar ist es wichtig, aus den USA zu berichten, wenn dort ein gewaltiger Kälteeinbruch das öffentliche Leben zum Stillstand bringt und mit Temperaturen unter minus 40 Grad für tiefgefrorene Truthähne sorgt. Und so teiltest Du uns mit: »Am Samstagmorgen waren in der Osthälfte der USA mehr als 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmen ohne Strom aufgewacht.«

Worauf sich uns zwei bohrende Fragen stellen: Wie sieht das eigentlich aus, wenn Haushalte und Unternehmen schlafen? Tragen sie seidene Pyjamas oder lediglich mit patriotischen Motiven bedruckte Unterbuxen? Schnarcht eine – sagen wir mal – Chemiefabrik, nachdem sie besoffen ins Bett gefallen ist, und träumt eine Bahngesellschaft von pünktlichen Zügen? Und zweitens: Wie wachen sie an normalen Tagen auf? Sind es kreischende Motoren, blitzende Küchenlampen, rumpelnde Waschmaschinen, die sie alltäglich aus dem tiefsten Schlummer reißen? Oder sind da eher mittlere bis starke Stromschläge vonnöten?

Stellt wie immer schlafwandlerisch sicher die richtigen Fragen: Titanic

Eine Frage, Dating-App Bumble …

Welchen Sinn hat es, dass Du in einer Werbung eine Nutzerin Deines Dienstes wahnsinnig davon beeindruckt zeigst, dass ein Lukas laut eigenen Angaben »Abenteuer und Kaffee« liebt? Was möchtest Du uns damit vermitteln, dass sie ihn sofort anschreibt und ein Treffen vorschlägt? Willst Du uns unbedingt den langweiligsten Typen andrehen, den es auf Deiner Plattform gibt? Oder ist das – bedenkt man die begeisterte Reaktion der Frau – etwa noch der interessanteste, den du zu bieten hast?

Sind vor der Antwort trotz Kaffee eingeschlafen:

Deine anspruchsvollen Großstadtsingles von der Titanic

Na ja, António Guterres …

Beim Weltnaturgipfel in Montreal sagten Sie: »Wir behandeln die Natur wie eine Toilette.« Wie gehen Sie denn mit Ihrer Toilette um, Guterres? Entsorgen Sie in Ihrem Stillen Örtchen Plutonium? Plastik? Seltene Erden sonder Zahl? Sehen Sie! Also behandeln wir die Natur doch endlich wie eine Toilette. Sie wird’s uns danken!

Meinen Ihre Ökos von der Titanic

Richard David Prügelprecht!

»Wenn der Typ halbwegs ein Mann gewesen wäre, hätte er zurückgesemmelt«, urteilten Sie im Jahresrückblick mit Ihrem Podcast-Sparringspartner Markus Lanz über Chris Rock, dem Will Smith bei der Oscar-Verleihung 2022 »eine geballert« (Lanz) hatte, und solidarisierten sich mit Smith: »Hätte ich auch gemacht.«

Ihre Begründung: »Man muss auch in der Öffentlichkeit sich ein Stück intuitive Menschlichkeit bewahren«, denn: »Ich habe ein Problem damit, wenn wir den zivilisatorischen Gürtel unserer Normen, Werte und Gebräuche so dermaßen eng ziehen, dass man keine Luft mehr kriegt.« Ist notiert! Nur vergessen Sie das bitte nicht, wenn wir Sie das nächste Mal auf der Buchmesse in Frankfurt oder so sehen und dann spontan unseren zivilisatorischen Gürtel lockern, um uns ein Stück intuitive Menschlichkeit zu bewahren!

Halbwegs ein Mann: Titanic

Gelernt ist gelernt, Oliver Das Gupta!

Um in einem Spiegel-Text über Fliehende, die nach Österreich kommen, die dritte Nennung des Landes in nur zwei Sätzen zu vermeiden, umschriebst Du es als »die Heimat des Walzers und der Mozartkugeln«. Aber sag mal, ist das nicht etwas altbacken? Und umständlich? Und vielleicht auch ein bisschen gaga? Wie wäre es stattdessen mit einer etwas zeitgemäßeren Bezeichnung? »Das kleine kotelettförmige Land« zum Beispiel, wie Bernd Eilert einst vorschlug? Oder schlicht: Schnitzelparadies? Kellerloch? Brunzen? Ödistan? Geröllwüste? Nordslowenien? Ostschweiz?

Da nicht für.

Dein Synonymservice von der Titanic

Aber, aber, Jürgen Burkhardt …

Sie sind mit Ihrem 1,8 Meter langen Schnauzbart vierfacher Weltmeister im »Backenbart-Freistil« und lassen folgende Überlegung unter Ihrer behaarten Oberlippe hervorpurzeln: »Andere gehen mit dem Hund Gassi, ich pflege meinen Bart«. Finden Sie, Burkhardt, wirklich, dass das so einen großen Unterschied macht? Sowohl Sie als auch die anderen kümmern sich ja um einen Schnauzer!

Findet, dass dieser Witz keinen Bart hat: Titanic

Gute Idee, Schauspieler André Kaczmarczyk!

Sie wünschen sich im »Polizeiruf 110« mehr Abwechslung: »Warum muss der Krimi immer mit einer Leiche beginnen? Warum den ›Polizeiruf‹ nicht mal aus der Sicht einer verdächtigen Person drehen? Warum bleibt ein Kriminalfall nicht auch mal ungelöst?« Tja, Kaczmarczyk, warum? Warum muss der Krimi überhaupt immer wieder beginnen? Warum den »Polizeiruf« nicht einfach mal weglassen? Warum bleibt ein Kriminalfall nicht auch mal ungedreht in der Schublade?

Fragt: Titanic

»Il presidente« Giorgia Meloni!

Ja, richtig: Sie lassen sich ganz offiziell mit der männlichen Form »il presidente« ansprechen. Das finden wir interessant, da Sie die wahrscheinlich erste extrem rechte Staatenlenkerin sind, die sich für mehr »Gender-Gaga« einsetzt.

Ci piace molto! Titanic

Was soll denn das, Magenta-TV?

Sehr gerne sehen wir uns in Deiner Mediathek immer wieder den Serien-Hit »Du hattest doch da schon diese Senderliste« an, gefolgt von dem Thriller »Wieso steht das jetzt da?« Am häufigsten bleiben wir aber bei unserem Lieblingsfilm »Lass mich mal« hängen. Wenn Du uns verrätst, wie wir die Spracherkennung ausschalten können, hätten wir eine Chance, auch mal was anderes anzusehen. Muss aber nicht sein. Ist alles nicht so spannend wie eine einzige Titanic

Prost, Roman Poseck (hessischer Justizminister)!

Sie haben sich gegen die Legalisierung von Cannabis ausgesprochen, weil diese aus Ihrer Sicht »einen Weg in eine Einstiegsdroge« eröffne.

Wie jetzt? Und Diskussionen über die Legalisierung sind der erste Schritt auf dem Weg in die Einstiegsdroge? Wissenschaftliche Untersuchungen dementsprechend dann das, ähh ... Kofferpacken vor dem ersten Schritt auf dem Weg in die Einstiegsdroge? Und die Feststellung der Wirkung von Cannabis, tja, so was wie die Flugbuchung vor dem Kofferpacken vor dem ersten Schritt auf dem Weg in die Einstiegsdroge? So oder so, bitte für alle Beteiligten die vollste Härte des Gesetzes!

Wünschen sich Ihre Säufer/innen bei Titanic

Du, Feuerwerkshersteller Weco,

hast nach öffentlichem Aufruhr die frauenfeindlichen Sprüche in Deinen Silvester-Knallbonbons damit entschuldigt, dass die Ware eventuell aus älteren Produktionschargen stamme und erst kürzlich an Endverbraucher/innen verkauft worden sei, da Feuerwerk kein Mindesthaltbarkeitsdatum habe. Schöne Begründung. Aber meintest Du nicht eigentlich, dass die Knallchargen in Deiner Produktion längst ihre Mindesthaltbarkeit überschritten haben und gefeuert gehören? Nein?

Na, dann nicht.

Bumm: Titanic

Na so was, Argentinier/innen!

Da haben wir uns gewundert, warum ein Artikel über Euren WM-Sieg mit einem weißen Stück Plastik, das im Sandboden steckt, bebildert wird. Erst auf den zweiten Blick erkannten wir, dass es sich bei dem Plastikstück um den von oben fotografierten Obelisken in Buenos Aires und bei dem Sand um Euch, liebe Argentinier/innen, handelt. Haha, lustig, nicht? Und zugleich so vielsagend, oder? Denn so groß der Sieg bei der Weltmeisterschaft auch erscheinen mag, ist er nicht auch klein und nichtig, und sind wir nicht letztlich nur Sandkörner im … ? Ja, oder auch Flöhe – wie Messi, der »Floh« genannt wird, schon verstanden! Was wir sagen wollten: Auch wenn der Pokal wie ein Geschenk Gottes erscheint und ... was? Jaja: Messi ist Gott, schon klar! Maradona auch, okay! Jedenfalls ... Ach, wisst Ihr was: Feiert doch einfach, bis Ihr umfallt!

Sinniert woanders weiter: Titanic

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Die Frage, »Spiegel«,

»Wer ist Nemo?«, die Du im Anschluss an den Eurovision Song Contest auf einem Sharepic verbreitetest, können wir Dir beantworten: ein Niemand.

Also kümmere Dich nicht weiter drum, rät Dir

Deine Titanic

 Chapeau, »Kicker«!

Die schwierige Trainersuche des FC Bayern sprachlich angemessen abzubilden, ist sicher auch keine leichte Aufgabe. Doch die von Dir entdeckte Lösung: »Jetzt, nachdem auch mit dem aktuellen Cheftrainer keine Einigung gefunden werden konnte, stehen Max Eberl und Christoph Freund nicht nur mit dem Rücken zur Wand. Es gibt eigentlich gar keine Wand mehr« überzeugt gerade im Kafka-Jahr.

Zumindest Titanic

 Griaß Godd, baden-württembergisches Verkehrsministerium!

Ja, die schwäbische Tradition der Kehrwoche ist uns durchaus bekannt. Trotzdem wäre es uns lieber gewesen, Du hättest in Deiner Antwort auf die Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Jan-Peter Röderer darauf verzichtet, eine »desolate Sauberkeit« der Toiletten der Deutschen Bahn zu bemängeln. Allein schon aus Gründen der Sprachhygiene.

Besticht durch desolate Genauigkeit: Titanic

 Bombe, Marie-Agnes Strack-Zimmermann,

was Sie als unangefochtene FDP-Dauerrednerin in der Bunten über Ihre Familie sagten: »Ich habe wunderbare Kinder, Schwiegerkinder und Enkelkinder und den großartigsten Mann der Welt.« Schön, schön. Aber warum? Sind die alle bewaffnet?

Fragt sich mit erhobenen Händen

Ihre Titanic

 Ciao, Gigi D’Agostino!

Ciao, Gigi D’Agostino!

Auf die Frage, ob Sie sich erklären könnten, warum die Rechten auf Sylt gerade Ihr Lied »L’amour toujours« ausgewählt hatten, antworteten Sie: »Keiner von ihnen wird meinen Song jemals ernsthaft gehört haben.«

Das stimmt, D’Agostino, aber liegt das nicht einfach daran, dass vermutlich kein Mensch jemals ganz bedacht, feierlich und seriös »L’amour toujours« gehört hat?

Fragt sich ernsthaft

Ihre Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Vorteil Mensch

In der Süddeutschen lese ich »Scholz will sich einschalten« und denke: Das kann die Künstliche Intelligenz noch nicht.

Jürgen Simon

 Offene Fragen

Wenn man älter wird – also nicht mehr jung, aber noch nicht tot ist –, fängt man unweigerlich an, sich Gedanken über die noch offenen Fragen im Leben zu machen. Eine meiner: Was hat es mit dem Lied auf sich, das mir in meiner bedauerlicherweise in der Pfalz verbrachten Kindheit und Jugend immer wieder begegnet ist? Vorgetragen von Alkoholisierten verschiedenen Alters: »Wichs am Bee, wichs am Bee / Fasnacht is schon lang nimee« – zur Melodie des Narhallamarsches. Neben dem faszinierenden, aber eher unwichtigen Umstand, dass es im Pfälzischen möglich ist, »nicht mehr« auf »Bein« zu reimen, treibt mich die Frage um: Was genau bedeutet das: »Wichs am Bee, wichs am Bee / Fasnacht is schon lang nimee«? Liege ich richtig in der Annahme, dass der Autor dieses Liedes bedauert, sich selbst befriedigen zu müssen, weil die Fastnacht vorüber ist und – vermutlich – nicht mehr genug vom Alkohol derangierte Menschen verfügbar sind, um Sexualpartner abzugeben? Und wenn das so ist: Warum singen das so viele Leute nach? Ist das etwas, das vielen Pfälzer Männern so geht? Warum schaffen es pfälzische Männer außerhalb der Fastnacht nicht, Geschlechtsverkehr zu haben? Gut, am absolut sexualfeindlichen Dialekt könnte es liegen. Aber selbst dann bleibt die Frage: Warum wichst sich der Pfälzer aufs Bein? Um dann die Abwesenheit der sexbringenden Fastnacht zu beklagen – in Form der Fastnachtsmelodie schlechthin?

Man sieht: Es sind noch genug Fragen offen, dass wir nicht sterben müssen. Bitte beantworte sie niemand!

Tim Wolff

 Rhetorischer Todesstern

Anstatt vor der Reise nach Irland mühsam meine eingerosteten Conversation-Skills aufzufrischen, hatte ich mich dazu entschlossen, einfach ein paar cool klingende Star-Wars-Zitate auf Englisch auswendig zu lernen. Beim abendlichen Guinness wollte ich in der dunkelsten Ecke des Pubs sitzen, die langen Beine mit den Wanderstiefeln entspannt auf dem Tisch abgelegt, und – sollte mich jemand etwas fragen – mit einer lässig dahingerotzten Antwort aus »Das Imperium schlägt zurück« geheimnisvoll und verwegen wirken. Obwohl ich mich dabei genau an das Skript hielt, wurde ich bereits ab dem zweiten Tag von den Locals wie ein Irrer behandelt und während des kompletten Urlaubs weiträumig gemieden. Ich glaube zwar nicht, dass es an mir lag, aber wenn ich einen Kritikpunkt nennen müsste, dann diesen: Ausschließlich Sätze in Wookie-Sprache zu verwenden, war möglicherweise ein Fehler.

Patric Hemgesberg

 Im Rahmen

meiner Arbeit als Psychiater musste ich einmal eine Dame untersuchen, die leider dement, aber dennoch sehr feinsinnig und geistreich war. Ich überprüfte standardmäßig die örtliche Orientierung und fragte, in welchem Land wir seien. Sie spekulierte, es könne Island sein, musste aber einräumen, dass sie es nicht wisse. »Kennen Sie denn die Stadt?« versuchte ich es mit der nächstkleineren Kategorie.

Da schaute sie mich an und sagte: »Hören Sie mal, junger Mann, wenn ich noch nicht mal weiß, in welchem Land wir uns befinden, werde ich die Stadt ja wohl erst recht nicht wissen!«

Robert Friedrich von Cube

 Bilden Sie mal einen Satz mit »Hinduismus«

Absprachen zur Kindbetreuung,
manchmal sind sie Schall und Rauch bloß.
Beide in der Hand die Klinke:
»Wo willst hin du? Is mus auch los!«

Wieland Schwanebeck

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
04.08.2024 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst Die Dünen der Dänen – Das Neueste von Hans Traxler
04.08.2024 Frankfurt/M., Museum für Komische Kunst »F. W. Bernstein – Postkarten vom ICH«
18.08.2024 Aschaffenburg, Kunsthalle Jesuitenkirche Greser & Lenz: »Homo sapiens raus!«
01.09.2024 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »POLO«