Briefe an die Leser | Juli 2022


Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen!

Wenige Tage vor der Einführung des Tankrabatts zitierte der Spiegel Deinen Chef Wolfgang Schuldzinski (Grüße an den Weltgeist!) wie folgt: »Weil am 1. Juni Engpässe drohen, sollte niemand seinen Tank davor fast komplett leer fahren.«

Ach, wirklich, den Kraftstoff besser nicht restlos aufbrauchen, ja? Wenn wir solche »Tipps« hören, glauben wir bisweilen fast, der Sprit sei knapp, weil manche das Zeug saufen! Aber gut, dann versuchen wir uns jetzt eben auch mal als Verbraucherschützer mit ähnlich qualifizierten Hinweisen. Erstens: Vor dem Autofahren am besten einsteigen! Zweitens: Den Motor nicht laufen lassen, wenn man duschen geht! Und drittens wie gesagt: Besser Bier denn Benzin schlucken!

So machen’s jedenfalls die Schuldzinskis von Titanic

Spitze, Econ Verlag,

wie Du es drauf hast, große Erwartungen und knisternde Spannung zu erzeugen! »Spitzentitel« titelst Du mitten in Deiner Herbstvorschau, um dann für den Oktober anzukündigen: »Unser Spitzentitel: Ein brisantes Buch von einem dreifachen Pulitzer-Preisträger. Leider dürfen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht über die Inhalte dieses Titels sprechen.«

Das, Econ Verlag, machen wir jetzt gleich mal nach und verheißen hiermit für unser Oktoberheft: »Unser Spitzenartikel: Ein brisanter Beitrag von einem zigfachen Bedenkenträger. Leider dürfen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht über den Inhalt dieses Artikels sprechen.« Weil der nämlich derart hammerbrisant ist, dass wir in Teufels Küche kämen, wenn wir auch nur ein kleines bisschen konkreter würden.

Erwartet umgehend eine explosionsartige Steigerung ihrer Auflage: Titanic

Howdy, Australier!

Ihr habt jetzt, so lesen wir, vor Eurer Küste die »größte Pflanze der Welt« entdeckt: einen Seegrasteppich, 180 Kilometer lang, 4500 Jahre alt. Super. Da seid Ihr jetzt wohl riesig stolz, was? Weil Ihr ein Trumm aufgestöbert habt, das praktisch unübersehbar ist? Und dafür nur wenige tausend Jahre gebraucht habt? Putzt mal Eure Brillen!

Und wenn Ihr das nächste Mal rausschippert, seid vorsichtig: das große verschwommene Hindernis vor Eurer Nase, das ist Neuseeland!

Guter Rat von der dunklen Seite der Erde: Titanic

Äh, »Stern«?

Geht es Dir eigentlich gut? »God save the queen – 70 Jahre auf dem Thron: Warum Elizabeth II der letzte Halt in einer verrückt gewordenen Welt ist«, so hieß es Anfang Juni auf Deinem Titel. Nun ist die Welt wahrscheinlich früher nicht weniger verrückt gewesen, sondern nur anders verrückt. Ein paar Sachen sind auch so geblieben, etwa das mit den Älteren, die sich über die Jugend von heute wundern.

Und immerhin bist Du, Stern, ungefähr so lange am Start wie die Queen unter der Krone. Und auch nicht mehr ganz fit. Da kann man auch langsam wunderlich werden, gell? Wenn alle um einen herum wegsterben (allein das Zeitungssterben), dann klammert man sich an die letzten Altersgenossen – auch wenn sie auf der Insel hocken.

Wir warten gespannt, wer von Euch beiden länger durchhält, und verbleiben als wahrhaft letzter und einziger Halt Titanic

Oppositionsführer Friedrich Merz,

auf die Frage, ob ein 66jähriger Mann denn die richtige Person für die Modernisierung der CDU sei, antworten Sie rätselhaft: »Ich kann möglicherweise Dinge bewegen, ohne dabei gleich den Verdacht zu erwecken, nur im eigenen Interesse zu handeln.«

Was meinen Sie denn damit, Merz? Dass Sie ohnehin nicht mehr so lange »haben«? Dass Sie in Ihrer Parteikarriere nebenbei genug gescheffelt haben und die eigenen Interessen somit schon befriedigt sind, Stichwort »gehobener Mittelstand«? Und welche Dinge wollen Sie überhaupt bewegen und wohin? Ihren Privatflieger vors Kanzleramt?

Will nicht den Verdacht erwecken, sich ernsthaft für Sie zu interessieren: Titanic

Eckard Mickisch!

Sie sind Betreiber des Wildparks Waldhaus Mehlmeisel in Oberfranken und haben Ihren russischstämmigen Wildschweinkeiler Putin (vier Jahre, 200 Kilogramm) in »Eberhofer« umbenannt. Iwan der Borstige, Frederick, Gustl und Mir haben sich nicht durchgesetzt. »Putin ist sozialverträglich und umgänglich, in seiner Rotte mit 21 Tieren im Schwarzwildgehege aber schon der Oberkeiler. Wenn er an den Futtertrog kommt, rutschen alle zur Seite. Aber er ist kein Diktator«, sagten Sie über Ihren Russen.

Schon recht, Mickisch, aber die wichtigere Frage ist doch: Wann wird der Menschenschinder Putin endlich umbenannt? Können Sie da was machen? Man dürfte es halt nicht Umbenennung nennen!

Vorsorglich: Titanic

Sie, badenwürttembergische Ex-Umweltministerin Tanja Gönner (CDU),

sind seit dem 20. Juni Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), weswegen es Ihnen jetzt, hihi, vergönnt ist, offizielle Schreiben aus Ihrem Hause an ehemalige Politfreunde mit »Gönner« zu unterzeichnen, um auch dem letzten Hinterbänkler zu illustrieren, was Ihre Lobbybude eigentlich bezweckt.

Gönnt sich: Titanic

Du, Erzbistum Köln,

hast mal wieder gezeigt, dass Du unerreichbar sympathische Schlagzeilen produzierst, als Du zuletzt insgesamt 1,15 Millionen Euro bezahltest, um Spielschulden eines Geistlichen zu begleichen. Das Geld stammte zum Teil aus einem Fonds des Erzbischofs, aus dem auch Überweisungen an Opfer von sexuellem Missbrauch getätigt werden.

Was bietest Du uns als Nächstes aus Deinem nachhaltigen Fonds an: ethisch korrekte Investitionen in Streumunition, Tierversuche, Korruption, Kinderarbeit und Geldwäsche? War ja klar.

Alles für den HErrn: Titanic

Hey, ABBA-Fans!

Gejubelt wie von Sinnen habt Ihr, als die Avatare von Agnetha, Anni-Frid, Benny und Björn (alphabetisch geordnet) die Premieren-Show ihrer Hologramm-»Voyage« in London beendet hatten. Und komplett aus dem Häuschen seid Ihr geraten, als sich dann noch kurz die vier echten Bandmitglieder auf der Bühne zeigten.

Haha, Ihr Idioten! Völlig umsonst applaudiert und getrampelt: Das waren nämlich auch bloß Projektionen. Wie, was? Ihr ebenfalls? Na dann.

Wäre auf die Illusion glatt hereingefallen: die allzu fleischliche Titanic

»Reader’s Digest«!

Warum auch immer Du uns via unverlangter E-Mail »Traumhäuser bequem zum Blättern« anbietest, i.e. »brandneue und kostenlose Hausbau-Kataloge von über 350 Baufirmen« – wir hätten da eine Frage: Sind in diesen Katalogen auch wirklich ganze Häuser zu sehen oder nur eine Essenz, ein Best-of sozusagen, hier ein Stück Wohnzimmer, eine halbe Küchenzeile da, ein Erker dort?

Das würde Deine Kundschaft doch erwarten, oder?

Readers’ Finest: Titanic

Wie schön, Armin Laschet!

Das Süddeutsche Zeitung Magazin hat Prominente gefragt, wie sie sich das Jenseits vorstellen, u.a. Sie. »Wenn ich heute an das Paradies denke, an das Leben nach dem Tod, stelle ich mir vielmehr ein zuversichtliches Gefühl vor«, gaben Sie zur Auskunft. »Ein tiefes, alles durchströmendes Gefühl der Versöhnung, der absoluten inneren Ruhe. Vom Leid erlöst, bin ich mit mir und der Welt im Reinen.« Und: »Vor dem Tod fürchte ich mich darum nicht. Ich glaube, dass auch danach Schönes passiert. Unvorstellbares.«

Da möchten wir doch glatt mitträumen, Laschet! Können’s aber nicht, weil diese Fantasie von ausgerechnet Ihnen kommt, und Sie konnten sich ja sogar eine Welt vorstellen, in der Sie Bundeskanzler sind.

Ernüchternde Grüße Titanic

Sie, Cassandra Orschel,

haben als Debütantin das Deutsche Spring-Derby in Hamburg gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Eine ganz famose reiterische Leistung, die Sie mit Ihrer Stute Dacara vollbracht haben. Respekt!

Aber sagen Sie: Wie haben Sie Ihren Gaul so unter Kontrolle bringen können? Wir hätten, Arschel, ähhh: Orschel, nämlich pausenlos über Ihren Nachnamen gewiehert.

Sehen Sie’s uns pubertären Volldeppen bitte nach. Verzeihung!

Ihre Titanic

Nachtigallen!

Ein Forschungsteam vom Berliner Naturkundemuseum hat unzählige Aufnahmen Eures Gesanges ausgewertet, um sie auf Dialekte verschiedener Regionen zu untersuchen. Ergebnis: Es gibt keine! Egal, wo man Euch antrifft, Euer »Tirili« klingt überall gleich. Kein »Dirili« in Franken, kein »Türülü« in Sachsen und auch kein »Tirilili« in der Schweiz.

Wie schade! Dialekte sind eine solche Bereicherung. Bei uns Menschen basieren ganze Comedy-Karrieren auf solch »lustigen Unterschieden«.

Na dann, Guude! Verzeihung: Auf Wiedersehen, Titanic

Hey, US-Amerikaner!

Nach all den Meldungen über Schießereien in der letzten Zeit: Wollt Ihr nicht lieber doch so langsam mal über eine Verschärfung des Waffenrechts nachdenken? Andernfalls ist bald niemand mehr da, den Ihr erschießen könnt!

Grüße von den Waffennarren auf der Titanic

Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP),

als Vorsitzende des deutschen Verteidigungsausschusses bekamen Sie im Bunte-Interview allerlei spannende Fragen zur politischen Lage gestellt, wie zum Beispiel: »Haben Sie als Kind lieber mit Autos gespielt als mit Puppen?« oder »Man sieht Sie immer in Hosen. Tragen Sie auch Röcke und Kleider?«

Trotz der inhaltlich anregenden Gesprächsführung gaben Sie doch wenigstens eine Antwort, die wir bemerkenswert fanden. Nämlich jene auf die Frage, wie Sie mit »Ihrer plötzlichen Prominenz« umgehen: »Die meisten Menschen, die mich ansprechen, sind nett und höflich. Wenn mich jemand unfreundlich anspricht, verwirre ich manchmal und sage: ›Sie verwechseln mich wahrscheinlich mit Frau Strack-Zimmermann, das passiert mir öfter.‹« Großartig! Einfach die eigene Identität leugnen – darauf muss man erst mal kommen! Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie diesen Trick schon bei den Parteikollegen Kubicki und Lindner angewandt, wenn Sie um ein persönliches Gespräch gebeten wurden?

Unsicher, ob das überhaupt Sie sind, an die hier schreibt: Titanic

Ganz schlimm, Toni Kroos,

fanden Sie ja das Interview des ZDF-Reporters Nils Kaben nach dem Fußball-Champions-League-Finale mit Ihnen. Erst waren Ihnen »zwei so Scheißfragen« zum Spiel nicht genehm. Schon aus dem Bild gehopst, brüllten Sie dem Reporter auch noch zu: »Du stellst erst drei negative Fragen, da weißt du schon, dass du aus Deutschland kommst.«

Wir begehren nun nicht nur zu erfahren, welche von den insgesamt ungefähr sechseinhalb Fragen an Sie denn die drei negativen Fragen waren. Und welche wiederum davon die zwei Scheißfragen. Wir wüssten auch gern, ob Ihnen das Herkunftsland des Reporters nicht schon bei den auf Deutsch vorgetragenen Erkundigungen ein wenig deutsch vorkam. Aber Sonnenliege-Reservierungs-Handtuch drüber!

Fraglos ist doch viel wichtiger: Was ist das eigentlich für eine Scheißfrisur, die Sie tragen und in der Sie bei der Fragerei rumgestrichen haben?

Es bittet um eine positive Antwort, Ihre in allen Stilfragen stets auskunftsbereite Titanic

Springer-CEO Mathias Döpfner!

Was mussten wir da im Spiegel über Sie lesen? Sie sollen in Ihrer Dissertation aus Quellen aus der NS-Zeit abgeschrieben und diese als Ihre eigenen Gedanken ausgegeben haben? Und das soll jetzt ein Skandal sein? Gähn!

Ehrlich gesagt fragen wir uns, warum dieser Tatbestand überhaupt eine Meldung wert war. Immerhin haben Sie das Abschreiben von Nazi-Quellen in Ihrem Unternehmen doch über Jahrzehnte zum Markenkern kultiviert. Wer sollte da behaupten, Sie hätten etwas vertuschen wollen?

Wir jedenfalls glauben Ihnen, dass Sie die plagiierten Gedanken wirklich für Ihre eigenen gehalten haben.

Ihre Propaganda-Assistenten aus dem DDR-Obrigkeitsstaat Titanic

»Spiegel«!

»Ticket ins Chaos. Der 9-Euro-Crashtest: Ein deutsches Verkehrsexperiment« – ein schulbuchmäßiger Titel, das. Nur: Ist nicht jeder Spiegel seinerseits ein 6,10-Euro-Ticket in Richtung Chaos, Crash, Krawall? Und ein deutsches Presseexperiment zwar ohne absehbares Ende, aber doch mit nicht mehr ganz so erhöhtem Personenaufkommen?

Durchsage von Titanic

Johnny Depp!

Die Onlineausgabe der Daily Mail informierte uns, dass die Nachfrage nach Diors Parfum Sauvage, dessen Werbegesicht Sie sind, seit Beginn Ihres Prozesses gegen Amber Heard um 50 Prozent gestiegen ist, weil Ihre Fans mit dem Tragen des Parfums ihre Solidarität mit Ihnen ausdrücken wollen. Oder warum auch immer.

Aber uns erinnerte das wieder daran, warum wir überhaupt einen Geruchssinn haben: Damit wir beizeiten gewarnt sind, dass Gefahr droht, und unangenehmen Begegnungen aus dem Weg gehen können. Da können Sie auf dem Werbeplakat noch so martialisch die Ärmel hochkrempeln: Wir sind schon weg.

#runrunrun – Ihre Schnüffler von der Titanic

Schriftstellerin Nancy Crampton Brophy!

Sie sind Autorin des 2011 erschienenen Essays »How to Murder Your Husband« und nun verurteilt worden wegen, logoklar, des Mordes an Ihrem Ehemann im Jahr 2018. Aus dem Spiegel erfuhren wir, wie Sie sich vor Gericht zu verteidigen versuchten: »Bilder einer Überwachungskamera, auf denen Sie in der Nähe des Tatorts zu sehen waren, zeigten Sie laut eigener Aussage lediglich bei der Suche nach Inspiration für Ihre Bücher.«

Tja, da wundert uns der Schuldspruch wenig: Hätten Sie sich doch denken können, dass die »Suche nach Inspiration« in Ihrem Fall kein Alibi, sondern eine Belastung ist!

Urteilt: Titanic

Klickködern, liebe »Bild«,

wolltest Du uns fußballinteressierte Tratschtanten mit dem Teaser »Erfahren Sie mit Bildplus, mit welchem heißen ›Only Fans‹-Model sich Mats Hummels vergnügt«. Blöd nur, dass Du das artikelbegleitende Foto des Only-Fans-Models von dessen Only-Fans-Seite stibitzt hattest, weshalb Du freilich auch die Bildquelle, also den zugehörigen Account, angeben musstest, die uns wiederum ganz ohne Bildplus verriet, dass es sich dabei um eine Frau namens Julia Gauly handelt – bei der wir dann vom gesparten Bildplus-Geld gleich ein Only-Fans-Abo abgeschlossen haben, das uns nun vermutlich ähnlich seriös über alles Wissenswerte informiert!

Vergnügt sich ohne Mats Hummels: Titanic

Huhu, Aldi!

Wie wertvoll Dein kostenloser, uns mit Rezepten und Lebenshilfe versorgender Familienkalender ist, merken wir ja erst jetzt: »Kleines Fest, großes Glück! 5 Gründe für ein kleines Fest: mehr Romantik und Emotionen; mehr Quality-Time mit den Gästen; mehr Budget für Deko, Essen, Outfits etc.; weniger Vorbereitungsstress; mehr Möglichkeiten für Extravagantes, z.B. eine Feier im Ausland mit den Gästen.«

Wir wollen, Aldi, jetzt nicht philosophisch werden, aber: Ist eine kleine extravagante Feier in der Provence oder der Toskana nicht schon wieder eine große? Ist der Stress, für romantische Quality-Time ins Ausland reisen zu müssen, wirklich kleiner, als eine Torte mehr zu kaufen?

Und müsste dieses Ausland, damit Dein unzeitgemäßer Quatschrat sich wenigstens für Dich auszahlt, dann nicht unbedingt eins sein, in dem es auch einen Aldi gibt? Wie? Gibt fast schon kein andres mehr?

Für eine Feier im Inland ohne die Gäste: Titanic

Initiative Nachrichtenaufklärung e.V.!

Wir konnten es kaum glauben, als wir die Meldung lasen, dass Du den von Dir gestifteten Günter-Wallraff-Preis dieses Jahr an niemand anderen als Julian Assange vergibst.

Da fragen wir uns: Was genau bezweckst Du mit dieser sogenannten Anerkennung? Meinst Du das wirklich ernst, oder steckt am Ende ein von Geheimdiensten gesteuertes, fieses Psychospielchen dahinter, um Assange vollends zu demoralisieren?

Wie dem auch sei, wir hätten jedenfalls noch ein paar Vorschläge für weitere Preise: Wie wäre es mit einem Andrea-Berg-Award für Beyoncé? Oder vielleicht die Charlotte-Roche-Literaturmedaille für Elfriede Jelinek?

Bereitet schon mal die Dankesrede für den diesjährigen Kurt-Tucholsky-Preis vor: Titanic

Clemens V, Brähler E, Fegert JM,

in Ihrer Studie (2021) untersuchen Sie sexuelles Fehlverhalten durch Gesundheitskräfte und nennen es »professionelles sexuelles Fehlverhalten«. Professionelles sexuelles Fehlverhalten? Clemens et al., Ihre Bezeichnung lässt an eine spezifische Qualifikation denken, beispielshalber fachkenntnisreiches, geschultes und an allgemeinen Richtlinien orientiertes sexuelles Fehlverhalten.

Gibt es denn hier bereits Qualitätszirkel, ein etabliertes Qualitätsmanagement und ein weithin akzeptiertes Regelwerk?

Neugierig: Titanic

Rätselhaft, Alpro!

Auf Deinem neuen Haferdrink steht geheimniskrämerisch flüsternd »Shhh… This is not molk«, wobei das »o« in »molk« durch einen Tropfen weißer Flüssigkeit, vermutlich das beworbene Produkt, ersetzt wurde. Dabei ist die große Frage für uns weniger, ob es sich bei dem vorliegenden Getränk um Molk handelt, sondern eher, was denn Molk bitte schön sein soll.

Nun könnten wir Dein Getränk, Alpro, eigentlich beruhigt zu uns nehmen, da es ja explizit versichert, keine Molk zu sein. Aber ist das nicht genau das, was Molk von sich behaupten würde?

Verbarrikadieren zur Sicherheit den Kühlschrank:

Deine Milchmädchen von der Titanic

Claudia Major!

Dem Spiegel sagten Sie in Ihrer Funktion als Sicherheitsexpertin: »Wir Europäer sollten uns schämen, dass wir nicht allein in der Lage sind, die EU auch militärisch zu schützen.« Wir fragen mal ganz salopp: Wer gibt als nächstes seinen Senf zum Thema Aufrüstung dazu? Hiltraud General? Gundel Feldwebel? Oder gar Anneliese Obergefreiter?

Rührt sich (Zwiebeln in den Kochkäs’): Titanic

Alles klar, Markus Gabriel!

Sie erklären auf WDR 5, dass von Kunstwerken ein Strahlen ausgeht, und fügen hinzu, dass Sie diesen Begriff der Quantenmechanik entlehnt haben. Das können wir sehr gut verstehen, genauso haben wir unsere Alltagsmetaphern aus den verschiedensten Wissenschaften übernommen:

Wenn wir irgendwo Schlange stehen, verwenden wir diese Beschreibung erst, nachdem wir uns in die biologischen Grundlagen eingearbeitet haben. Bevor wir Bilanz ziehen, lesen wir zunächst eine Einführung in die Wirtschaftswissenschaften. Und uns würde nie einfallen, Sie als Klugscheißer zu bezeichnen, der alltägliche Begriffe durch den Verweis auf komplexe Wissenschaft zu veredeln versucht, ohne vorher ein Studium der Proktologie und Goldschmiedekunst durchlaufen zu haben.

Strahlende Grüße von Ihren Tausendsassas von der Titanic

Hello, deutschstämmiger Hollywood-Star Diane Kruger, gebürtige Heidkrüger!

Nachdem Sie bereits Ende letzten Jahres in der Augsburger Allgemeinen hatten durchblicken lassen, Ihrer in den USA geborenen dreijährigen Tochter Deutschland als zweite Heimat nahezubringen (»Ich möchte meiner Tochter auch die Möglichkeit eröffnen, in Deutschland zu sein. Ich spreche mit ihr auch nur Deutsch«), legten Sie nun in der Modezeitschrift Elle nach: Bis heute fühlten Sie sich nach wie vor in Teilen sehr deutsch, führten u.a. die deutsche Tradition der nachmittäglichen Kaffee-und-Kuchen-Runde fort und resümierten: »Meine Art zu denken und wie ich mein Leben ordne, ist ziemlich deutsch.«

Trotz Ihrer offenkundigen Deutschtümelei ist gegen deutsche Gründlichkeit und deutsche Kaffeekultur auf gut Deutsch grundsätzlich ebenso wenig einzuwenden wie gegen deutsche Hausmannskost, deutsches Bier oder unseretwegen sogar das Grundprinzip des deutschen Sozialversicherungssystems. Solange Sie nicht noch damit anfangen, deutsch zu grüßen.

Bye-bye!

Ihr deutsches Satiremagazin Titanic

Was, Andrea Kiewel,

mussten wir da neulich über Sie lesen? »Die Liebesbombe ist geplatzt!« Unser erster Gedanke: Ihnen wird doch wohl nichts passiert sein …? Aber dann die Entwarnung; ein geheimnisvoller Mann lässt das Herz der ZDF-Fernsehgarten-Moderatorin höher schlagen, wie Sie die Super-Illu wissen ließen: »Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich mir vorstellen, mit einem Mann den Tag zu beginnen und mein Leben zu beenden.«

Super Idee, und wenn Sie den ZDF-Fernsehgarten gleich mitnehmen könnten …

Danke im Voraus Titanic

Hofberichterstattender »Spiegel«!

Da feiertest Du zum 70. Thronjubiläum der Queen mit gleich sechs Fotos die »interessant behütete« Herzogin Kate, wie sie mit ihrem »zitronengelben Outfit« die »Fachpresse beeindruckt« habe.

Mag schon sein, lieber Spiegel, aber meinst Du damit nicht vielmehr die Fächer-Presse?

Wedelnder Gruß der Dich stets behütenden Titanic

Ihr, Busreiseanbieter Avanti und Sulli’s Reisen,

hattet beide dieselbe schöne Idee für einen Werbeslogan: »Die Welt ist viel zu schön, um darüber hinwegzufliegen.«

Und Ihr habt ja so recht! Die wahre Schönheit dieser Welt lässt sich doch erst richtig erschließen, wenn man im Autobahnstau eingekesselt ist, wenn man die Mittagshitze zwischen Sanifair und Burgerking genießt, wenn die Bordanlage irgendwelche lokalen Schlagersender durch den Bus plärrt.

Da kann man mal den Geruch von Ammoniak und Erbrochenem aus der Toilette richtig tief einsaugen und die Aussicht auf die Designeroutlets, Snowdomes und vorstädtischen Industriegebiete auf sich wirken lassen!

Hupt zum Abschied dezent: Titanic

Hey Weltgeist!

Unser letzter Brief an Dich ist schon ein Weilchen her. Doch nun heißt es im RedaktionsNetzwerk Deutschland, dass Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der Kritik stehe. Diesmal aber nicht wegen Russland-Connections, sondern wegen einer Erdbeertorte, die Sie zum Geburtstag bekommen hatte.

Ein Foto davon tweetete sie nämlich mit folgendem Text: »Vielen Dank für den besonderen Empfang im Kabinett mit Erdbeertorte – selbst gemacht von unserem Landwirtschaftsminister.« Da der Kuchen aber eindeutig Industriebackofen-größe hatte, zweifelten viele an der »Selbstgemachtheit« der Torte, und tatsächlich musste die Pressestelle des Landwirtschaftsministers klarstellen: Normalerweise backe der Minister selbst, doch heuer sei der Kuchen gekauft.

Doch wo kommst in dieser seltsamen Geschichte nun Du ins Spiel, Weltgeist? Na ja, wie hast Du besagten Agrarminister benamst? Till Backhaus.

Wieder gerne mehr davon! Deine Fans auf der Titanic

Juchhu, Deutschpopsänger Max Giesinger,

Ihrem Interview in der DB mobil verdanken wir den besten Spartipp des anbrechenden Sommers! »Nach zwei Jahren kann ich klar sagen: Man braucht nicht unbedingt weit wegzufahren«, verkünden Sie dort als Lehre aus der Corona-Zeit bescheiden. »Wir haben hier in Europa alles, was wir brauchen«; wobei Sie als Destination freilich Skandinavien empfehlen: »Die unberührte Natur dort ist vergleichbar mit Neuseeland, aber man braucht keine 24 Stunden Flug, um dorthin zu kommen.« Auch nicht gerade preiswert vielleicht, aber immerhin.

Darüber hinaus freut uns jedoch, dass Sie in Ihren vielen Urlauben den Wert digitaler Abstinenz schätzen gelernt haben und sozialen Medien gegenüber weiterhin skeptisch bleiben wollen: »Der ganze Körperkult, der Perfektionismus und die Selbstdarstellerei auf Portalen wie Instagram triggern das Schlechte in uns allen.«

Und Sie haben so recht, Max Giesinger! Gut getriggerte Menschen wie Sie brauchen das alles nicht, sondern nur zehn Seiten gefälliges Interview mit 14 Fotos vom Wellenreiten in St. Peter-Ording, darunter eins mit nacktem Oberkörper, und zusätzlich das hart retuschierte Titelbild auf einer der weitestverbreiteten Kundenzeitschriften Deutschlands – um ganz sie selbst zu sein!

Hang loose, alter Surfer! Titanic

Mike Szymanski!

Unerbitterlich, um es mit Karl Valentin zu sagen, gingen Sie in Ihrem Kommentar in der SZ mit Verteidigungsministerin Christine Lambrecht ins Gericht. Eine »Abfolge von Instinktlosigkeiten und Peinlichkeiten« hielten Sie der SPD-Politikerin vor: sie sei »kurz nach Kriegsausbruch … im Nagelstudio gesichtet« worden und habe »ihren erwachsenen Sohn im Regierungshubschrauber mitgenommen«, mutmaßlich, weil sie »ihrem Sohn ein Erlebnis bieten wollte«.

Und weil Sie schon beim Mutmaßen waren, erklärten Sie auch gleich noch, warum Lambrecht überhaupt Verteidigungsministerin geworden sei: Sie habe »vor allem die Frauenquote fürs Kabinett erfüllen« sollen. Jawoll, Szymanski! Bis jetzt haben wir bereits dreimal innerlich die Hacken zusammengeschlagen! Aber das Beste kommt noch: Auch nach soundsoviel Monaten im Amt habe es Lambrecht immer »noch nicht drauf, dass die Marine seit der Wiedervereinigung Deutsche Marine heißt und nicht mehr Bundesmarine«.

Das nennen wir mal zackig Meldung machen, Szymanski! Nur gut, dass die Deutsche Marine in der SZ immer Deutsche Marine heißt! Weil Sie, Szymanski, mit deutschen Argusaugen darüber wachen!

Ihre Medienwächter von Titanic

So nicht, »WDR 5«!

In zwei Jahren Pandemie haben wir uns abgemüht, von der großen Medienverschwörung schwurbelnde Bekannte zur Besinnung zu bringen, haben stichhaltige Argumente geliefert und auf die Seriosität der Berichterstattung hingewiesen. Und was machst Du zum Dank, WDR 5? Lässt zur nächsten potenziellen Megaseuche »Affenpocken« ausgerechnet einen Mediziner namens Dr. Osten referieren!

Was sollen wir jetzt entgegnen, wenn unsere Waldorf-Tante wieder von den gleichgeschalteten Staatsmedien und ihren ausgedachten Angstmacher-Experten faselt? Ganz einfach: Wir werden ihr Recht geben. Wer sich so wenig Mühe gibt, glaubwürdig zu erscheinen, verdient unseren Einsatz nicht. Außerdem wollen wir uns von Eurem sogenannten Experten jetzt nicht auch noch wegen einer Affenkrankheit die Orgien verbieten lassen.

Meldet sich jetzt bei Telegram an Ti. Tanic

Grandios, Dirk Dunkelberg,

wie Sie da neulich, während Sie als stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Tourismusverbandes interviewt wurden, das Kausalitätsprinzip dekonstruiert haben! In einer Radiosendung zum Thema »Nachhaltiger reisen« gefragt, ob man für so einen Freizeitspaß im Vergleich zu Massentourismus oder Daheimbleiben nicht nur mehr Vorbereitungszeit, sondern auch mehr Geld braucht, antworteten Sie: »Also nachhaltig zu urlauben in Deutschland bedeutet nicht gleich, dass damit auch ein teurer Preisanstieg verbunden ist. Ist er dennoch da, dann bedingt das natürlich auch irgendwelche Ursachen.«

Das haben wir gleich eingesehen und als Grund für Ihre Ausführungen den Sender gewechselt.

Fährt zur Urlaubszeit ohne Fahrschein Ringbahn: Titanic

Lebensmitteldiscounter Netto!

Deine Laster versprechen »Dieser Lkw fährt in jede Geschmacksrichtung«, weshalb wir uns erlaubt haben, Deine Behauptung einem kleinen Faktencheck zu unterziehen. Märkte von Dir gibt es in Süßen, Bitterfeld, Salzgitter und Herborn; Fehlanzeige dagegen in Sauerlach, Scharfenstein-Drehbach und Schmeckwitz.

Warum aber, Netto, solltest Du überhaupt so weit herumschweifen, wo Du Dich geschmacklich gemeinhin eh nur im Mittelfeld bewegst. Da bräuchtest Du auch nicht so weit zu fahren!

Gusto-Tipp von Titanic

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Hey, Martin Huber (CSU)!

Wahrscheinlich, weil Sie Martin Huber heißen, wurden Sie, der Huaba-Martin, im Mai zum CSU-Generalsekretär gemacht. Was soll ein Martin Huber auch sonst tun in Bayern? Herzliche Glückwünsche nachträglich jedenfalls!

Als christsozialer Generalsekretär ist es natürlich Ihre wichtigste Aufgabe, für Stimmung zu sorgen. »Deutschland ist in der größten Krise seit dem 2. Weltkrieg und außer Symbolfotos vor einer Turbine ist vom Kanzler nichts zu hören und zu sehen. D ist faktisch führungslos«, twitterten Sie neulich famos. Und legten wegen des großen Erfolgs (über 600 Faves!) zwei Tage später nach: »Deutschland ist in der größten Krise seit dem 2. Weltkrieg und dabei vollkommen führungslos.«

Respekt, Huber (Martin)! Mit Ihrer digitalen Performance würden Sie auch ein Bierzelt im Metaverse zum Kochen bringen. Nur eine Frage haben wir jetzt: Im Zweiten Weltkrieg war »D« ja nun vieles, aber gewiss nicht »führungslos« … Herrscht demnach aktuell nicht eine noch größere Krise als damals?

Bitte um Antwort auf Twitter! Titanic

 Lauterbach!

Lauterbach!

Die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ab Herbst bezeichnen Sie in einem Schaubild als »Winterreifen« bzw. »Schneeketten«. Offenbar setzen Sie beim »Corona-Fahrplan« in der Tradition von Bundesnotbremse und Corona-Ampel gerne auf Auto-Metaphern, damit die Maßnahmen auf möglichst breite Akzeptanz bei der pandemiemüden Bevölkerung stoßen.

Aber haben Sie das auch zu Ende gedacht? Es ist ja so, Lauterbach, dass Autofahrer höchst unterschiedlich vorgehen, was die Bereifung ihrer Pkw betrifft. Die einen gurken das ganze Jahr über mit Winterreifen durchs Land, andere ziehen sie erst drauf, wenn der erste Schnee fällt, und einige davon haben ihr Profil längst abgefahren. Und die wollen Sie alle gleichermaßen ansprechen? Da wundert es nicht, dass Sie inzwischen als »Joschka Fischer der Pandemiebekämpfung« gelten, der sowohl bei Maßnahmenbefürwortern als auch -gegnern unbeliebt ist.

Manchmal ist es besser, in der Spur zu bleiben, dann braucht’s am Ende womöglich auch gar keine Schneeketten gegen Infektionsketten.

Das zumindest raten Ihnen Ihre Verkehrsfunkerinnen von Titanic

 Überrascht und beeindruckt, Porsche,

hat uns Deine ganzseitige Anzeige neulich in der Tageszeitung, ein echter Hingucker. In weißer Schrift auf einer abgedunkelten Fotocollage stand da »Sport ist eine Haltung. Sie ist das, was uns antreibt« und einige Nullsätze mehr, die in der Aussage gipfelten: »Denn wir sind«, und dann, in Riesenlettern: »SPORTMADE«.

Das ganze Blabla über dem schönen Wort »Sportmade« überlasen wir natürlich und dachten geradweg: »Ach, so nennen sie bei Porsche ihren wichtigsten Fürsprecher Christian Lindner?«

Macht die Fliege: Titanic

 Ganz unverbindlich, »Justlo«,

bewirbst Du Deine App mit einer wild tanzenden jungen und wenig bekleideten Frau und der Behauptung, wir könnten damit »Frauen ohne Verpflichtungen« finden. Das passt uns gut, denn als Freigeister haben auch wir recht wenige Verpflichtungen. Mit dieser »Frau ohne Verpflichtungen« könnten wir schon vormittags in den Zoo, mittags dann den ersten Aperol genießen, lange Radtouren auch wochentags unternehmen.

Du siehst, die App und die Frauen dort würden zu uns passen. Ausprobieren werden wir Justlo dennoch nicht. Wir lassen uns einfach ungern zu etwas verpflichten, deshalb wird es mit uns leider nichts.

Freiheit, Freiheit, ist das Einzige, was klickt, meint Titanic

 Scharf, Frankreich!

Aufgrund von Dürreausfällen gibt es kaum mehr Senf in Deinen Supermarktregalen. Vor allem der beliebte Dijon-Senf wird derzeit knapp. Da kommt ein Gastronom wie Pierre Grand-Girard in Douarnanez aus
der Bretagne schon mal in die »Bredouille«, wie die Tagesschau uns mittelscharf aufs Baguette zu schmieren versucht. Und ein Ende der Geschmacklosigkeit ist noch lange nicht in Sicht! Es wird wohl Jahre dauern, bis die Landwirtschaft so umgestellt ist, dass das goldfarbene Gold endlich wieder in Strömen fließt.

Vielleicht kannst Du Dich bis dahin ja mit etwas Ketchup über Wasser halten.

Deine pommes de terre von der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Wenn Objektophilie auch für die Nachbarn zur Belastung wird

Ständiges Türenknallen im Treppenhaus.

Daniel Sibbe

 Tipp für Studenten (männlich)

Seit ich Mutter das Paket mit meiner Schmutzwäsche via Spedition mit Annahmebestätigung schicke, kann sie nicht mehr so tun, als hätte sie es nicht bekommen.

Leo Riegel

 Schwarzlicht-Therapie

Geschenkidee für Freunde, die ständig zu gute Laune haben: Ein Kur-Urlaub in Bad Vibes.

Viola Müter

 Zu unrecht vergessen

Ich wollte mich zu einem Selbstverteidigungskurs anmelden — Judo oder Karate. Schon nach dem Vorgespräch schickte mich der Lehrer wohlwollend nach Hause. Da gäbe es bei mir nichts zu verteidigen.

Patrick Fischer

 Sparmaßnahme

Auffallend viele Männer machen gerade mit ihren Partnerinnen Schluss. Vermutlich können sie sich bei den Preisen das ständige Gaslighting schlicht nicht mehr leisten.

Fabio Kühnemuth

Vermischtes

Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 05.09.:

    TITANIC-Chefredakteur Moritz Hürtgen spricht bei 1LIVE Stories vom WDR über seinen neuen Roman "Der Boulevard des Schreckens" und liest daraus vor (auch bei Spotify und sonstigen Podcast-Plattformen).

  • 02.09.:

    Die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet über das aktuelle Editorial der neuen TITANIC-Intendantin Patricia Schlesinger.

  • 17.08.:

    DLF Kultur spricht mit Bernd Eilert über sein Buch »Meine Île de Ré«

  • 08.08.: Moritz Hürtgen und Dax Werner sprachen mi dem hr zum Thema "Sind wir alle zu ironisch?!"
  • 25.07.:

    Merkur.de fasst die Reaktionen auf einen Uwe-Seeler-Cartoon von TITANIC zusammen.

Titanic unterwegs
26.09.2022 Köln, Comedia Max Goldt
27.09.2022 Dortmund, Junkyard Martin Sonneborn
28.09.2022 Osnabrück, Rosenhof Martin Sonneborn
29.09.2022 Mainz, Schon Schön Moritz Hürtgen