Briefe an die Leser | April 2022


Das, »Führer« a.D. Hitler,

dürfte ja fast so etwas wie eine Genugtuung für Sie sein: dass Gerhard Schröder – einer Ihrer Nachfolger – zu seinen Lebzeiten die Ehrenbürgerschaft Hannovers aberkannt bekommen soll, weil er sich nicht von Wladimir Putin distanziert. Einem Nachfolger Stalins also, von dem wiederum Sie sich (nach anfänglicher Kumpelei) mehr als deutlich distanziert hatten und trotzdem oder gerade deswegen noch 33 Jahre nach Ihrem – mit Verlaub: viel zu späten – Freitod Ehrenbürger von Hannover bleiben durften; von Städten wie Düsseldorf (bis 2000), Berchtesgaden (bis 2008) oder Babenhausen (bis neulich) ganz zu schweigen.

Tja, so sind wir Deutsche inzwischen: Lieber vorauseilend überkorrekt sein als später »Huch!« sagen zu müssen. Weswegen wir Ihnen, Hitler, hiermit endlich das Frei-Abo in die Hölle unwiderruflich kündigen. Oft genug waren Sie ja immerhin vorne drauf auf der Titanic

Nur nicht schlappmachen, finnischer Skilangläufer Remi Lindholm!

Die BBC berichtet, dass Sie sich bei den Olympischen Winterspielen in Peking beim Langlauf einen »frozen Penis« zugezogen hätten. Das Auftauen Ihres Fischstäbchens soll ein sehr schmerzhafter Prozess gewesen sein, wie Sie der Presse steckten. Dabei hätten Sie sich nicht zum ersten Mal einen Eiszapfen eingefangen. Auch bei einem Wettkampf in Finnland war Ihr Flutschfinger im letzten Jahr schon einmal ins Eisfach geraten, erinnerten Sie sich unterkühlt.

Aber sehen Sie es mal so: Dass die Karotte Ihres Schneemanns in Ihrem Beruf immer wieder mal Frostschäden davonträgt, ist ja vielleicht auch genau das richtige Gleitmittel, um auf Partys das Eis zu brechen. Und bislang sind immerhin Ihre Schneebälle ja anscheinend noch unbeschadet geblieben. Lassen Sie sich von diesen harten Zeiten also bloß nicht zu sehr aufreiben!

Raten Ihre Frostschutzmittel von der Titanic

Mal ganz ehrlich, Möbelfirma Vetsak,

Dein Name ist schon ein wenig irreführend, denn Dein »oberstes Ziel ist es, einzigartige, hochwertige, praktische Möbel herzustellen, die ein wenig mehr Komfort und Leichtigkeit in Ihr Leben bringen«. Wieso Leichtigkeit? Wir hätten uns eigentlich eher besonders stabile Möbel mit extra starker Federung vorgestellt, die mit unserem Extremgewicht klarkommen! Sinniert im Vetsak-Sitzsack lümmelnd Titanic

In einem Interview, ukrainischer Botschafter Andrij Melnyk,

erklärten Sie über ein Telefonat Ihres Präsidenten Selenskyj mit Olaf Scholz: »Es war, als ob man mit einer Wand gesprochen hätte. Mein Präsident hat fast den Hörer aufgelegt.«

Und das, geehrter Herr Botschafter, ist nun kein sehr großes Wunder, denn O. Scholz ist so eine Art Wand. Auf Regungen, Bewegungen, Antworten gar können Sie da lange warten.

Rufen Sie einfach woanders an, wenn Sie etwas brauchen, rät Titanic

Du, Thriller-Pfeife Sebastian Fitzek,

kennst laut Berliner Kurier ein großes Tabu: »Ich vermeide Gewalt gegen Tiere.« Anders als bei Gewalt gegen Menschen lehnst Du sogar deren Beschreibung ab; schließlich kommst Du zartes Seelchen (»Der Augensammler«, 2010; »Der Augenjäger«, 2011; »Abgeschnitten«, 2012; »Die Blutschule«, 2015) aus einem »sehr tierlieben Haushalt« und klickst deswegen auch Nachrichten über Tiertransporte »sofort weg«. Wie rührend, Fitzek!

Da kann man sich ja bereits ausmalen, wie Dein nächster Roman nach diesem Geständnis ungefähr klingen wird: »Marc atmete schwer. Fassungslos stieg er über die Frauenleiche, deren blutiger Kopf in einem grotesken 90-Grad-Winkel verdreht auf dem Rumpf saß, und starrte auf den Vogelkäfig neben dem Küchentisch. Ein schüchternes Piepsen drang daraus hervor. ›Du verdammter Scheißkerl!‹ rief Marc und rammte Eddie mit einem Faustschlag das Nasenbein ins Hirn. ›Kann man dich denn nicht für fünf Minuten alleinlassen?‹ Eddie brüllte vor Schmerz. ›Leck mich!‹ schrie er und drehte Marc das Handgelenk auf den Rücken. ›Du siehst doch selber, dass die verdammte Scheißschlampe vergessen hat, dem Vogel Wasser zu geben!‹ – ›Und deshalb musstest du ihr die verdammten Augen mit einem Dosenöffner entfernen, du perverses Arschloch?‹ erkundigte sich Marc und trat Eddie mehrmals ins Gesicht. ›In der Zeit hättest du doch den Scheißvogel füttern können!‹ – ›Nenn ihn nicht Scheißvogel‹, mahnte Eddie und begann, Marc jeden einzelnen seiner Scheißfinger zu brechen. ›Außerdem hab ich ihn gefüttert. Weißt du, wie schwierig es war, die Eingeweide der Toten in diesen winzigen Futternapf …‹«

Na, und so weiter, Sebastian »Schlitzek« Fitzek – Du kriegst das sicher noch ein bisschen härter hin!

Wortgewaltige Grüße Deiner Titanic

Hi, Johnny Knoxville!

»Es war Zeit, dass die Leute wieder lachen«, grienten Sie anlässlich des Kinostarts von »Jackass Forever« in Berlin die Deutsche Presse-Agentur an, »weil es ein paar harte Jahre für die Welt waren. Und es wird wieder verrückt, also … ja, die Menschen brauchen ein Ventil und Spaß.«

Ob es für Spaßbedürftige allerdings ein geeignetes Ventil darstellt zuzusehen, wie Unschuldige von in ihrem Schlafzimmer explodierenden Böllern mitten in der Nacht in Todesangst aufschrecken, geschundene Leiber meterhoch in die Luft geschleudert werden oder Erwachsene sich gegenseitig in die Eier schießen, halten wir derzeit zumindest für einen gedanklich äußerst gewagten Stunt.

Welcome to Titanic

Nein, Wuppertaler Studierende!

Die Bergische Universität bietet jetzt, wie Radio Wuppertal meldete, eine »Beratung für zweifelnde Studenten« an.

Nicht anrufen! Auf keinen Fall! Jedenfalls nicht, wenn Ihr Philosophie oder Politikwissenschaften studiert, sonst wird das alles nämlich nichts! Mit Eurem Studium nicht und nicht mit der Welt, die Zweifler gerade jetzt unbedingt braucht.

Macht Bologna den Prozess: Titanic

Friedrich Merz,

wie begannen Sie Ihre Rede bei der Sondersitzung des Bundestags drei Tage nach dem russischen Überfall auf die Ukraine? So: »Dieser 24. September 2022 wird uns allen als ein Tag im Gedächtnis bleiben, von dem wir später einmal sagen werden: Ich weiß noch genau, wo ich war, als ich die erste Nachricht vom Krieg in der Ukraine gehört und die ersten Bilder davon gesehen habe.« – Wieso September, Merz, statt Februar?

Während sich die Nation fragte, warum und weshalb ihr Kanzler der Herzen seiner Zeit um sieben Monate vorauseilte, sind wir in unser gutsortiertes Merzarchiv hinabgestiegen. Und fanden zuerst massenweise Dokumente und Belege für den Verdacht, dass Sie schlicht überwältigt waren von diesem unverhofften Geschenk, das Ihnen der Russe da gemacht hatte, indem er nach all den Jahrzehnten doch tatsächlich genau so böse agierte, wie Sie es immer prophezeit hatten. Doch das erklärt noch nicht, warum es ausgerechnet der September war, der aus Ihrem Unterbewusstsein entwich und direkt ins Mikrofon des Bundestags hineinflutschte.

Erst der Ort des Geschehens führte uns auf die richtige Spur: Was war der schwärzeste Tag in der Geschichte des Deutschen Bundestages? Genau: der 24. September 2002. An diesem schicksalsschweren Tag riss eine gewisse Angela Merkel das Zepter der Fraktionsführung der CDU/CSU an sich und stieß einen gewissen Friedrich Merz vom Thron der Opposition. Kurzum: Dieser andere schicksalhafte Unglückstag von weltgeschichtlicher Tragweite war in Ihnen hochgestiegen. Jener unglückselige 24. September 2002, an dem die Panzer der Roten Merkelarmee über den tapferen Merz hinwegrollten, die Nato untätig zuschaute und das Verderben seinen Lauf nahm, aus dem das teure Vaterland erst nach fast zwanzig Jahren wieder auftauchte, stimmt’s?

Wir wissen noch genau, wo wir am 24.9.2002 waren: beim Feiern. Titanic

Glückwunsch, Anna-Maria und Frank Seuthe!

Einem begeisterten Bericht von Bild zufolge habt Ihr, Augenärztin und Hausmann, Drillinge bekommen und seid jetzt also zu zehnt, ja eine »glückliche 10er-Bande – jetzt machen die Seuthes den Bus-Führerschein«.

Wir hoffen, Ihr habt Euch das gut überlegt; denn Wilhelmine, Josephine, Aurelius, Antonius, Pius, Augustinus, Theodora und Vitus durch Lateinschule, Geigenunterricht und Taekwondo zu kriegen wird teuer werden; während die Wollnys mit Sylvana, Sarafina, Jeremy-Pascal, Sarah-Jane, Lavinia, Calantha, Estefania und Loredana vom Fernsehen bezahlt werden.

Scheiß Klassengesellschaft, was?

Gute Fahrt wünscht Titanic

Liebes »ZDF«,

wenn Du in Deinen heute-Nachrichten schon einen Professor für Psychogesundheit zu Wort kommen lässt, der, damit wir vor lauter Krieg, Corona, Klimaschock nicht durchdrehen, »Informationspausen« empfiehlt: ist es da hilfreich, direkt im Anschluss auf das Info-Angebot im Internet und die ZDF-App zu verweisen?

Die Pausenclowns von Titanic

Grüß Gott, Margot Käßmann!

»Kann die Menschheit endlich mal lernen, dass Kriege keine Lösung sind, sondern die Spirale der Gewalt durchbrochen werden muss«, so sprachen Sie im Schlagerradio wie eine echte Kneipenphilosophin und wandten sich gegen den Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine.

Da fragt sich nur, Käßmann, wie viel Gewicht das Wort der ehemaligen Vorsitzenden einer in die Bedeutungslosigkeit fallenden Institution wohl hat. Aber Sie meinten, auch an der »Kante zu einer Minderheitensituation« könne die Kirche »schon eine große Bewegung entfachen« (was fraglos besser wäre, als ein Feuer ins Rollen zu bringen).

Zu den Kirchenaustritten sagten Sie dann noch: »Die Missbrauchsskandale haben Menschen erschüttert, da ist Vertrauen verlorengegangen«, aber die »säkularisierte Welt« trage auch ihren Teil zum Abstieg der Kirchen bei. Kann es sein, dass Sie gerade ein Handbuch für angehende Sektenführer schreiben? Auch in einer Minderheitensituation kann man als Cult-Leader einiges bewegen (vor allem das Geld der Sektenmitglieder aufs eigene Konto), und sollten die Schäfchen mal am wahren Glauben zweifeln, ist deren mangelnder Wille zur Transzendenz daran schuld.

Wir sehen uns in der Hölle! Titanic

»Süddeutsche Zeitung«!

In Deinem Artikel »Einrichtung ohne Ansage« beklagst Du das »furchtbar banale Büroinventar des insolventen Skandalkonzerns Wirecard« und befindest: »Wo, bitte, weht da der Hauch des Bösen?« Und delirierst munter weiter: »Eigentlich stellt man sich das Hauptquartier des Bösen anders vor. … Dunkler hätte man sich den Stammsitz der Schurkerei vorgestellt, dramatischer, abgründiger. Nicht so resopaltischhaft – von neun bis 17 Uhr.« Tja, Süddeutsche, ein Jammer! Wäre so schön gewesen, wenn die Wirecard-Büros wenigstens ein bisschen an die Schaltstellen der Bösen in James-Bond-Filmen erinnert hätten!

Dein kindliches Gemüt möchte nicht haben: Titanic

Werte Barbara Schöneberger,

wir erschrecken in letzter Zeit immer wieder, weil wir lesen, dass Sie irgendwo »eingesetzt« werden sollen. Unser Spitzname für Sie lautet nämlich seit jeher »Vakuumbombe«.

Duck und weg: Titanic

Lieber Uwe Raum-Deinzer,

Ihre gelegentlich durchaus ironischen Filmbesprechungen im Fachblatt DVD Blu-ray Special lesen wir mit einer gewissen Begeisterung. Doch leider scheinen Ihre Redaktionskollegen Ihre Texte nicht so gerne gegenzulesen. Das ist sehr schade, denn mit dem ersten Satz Ihrer Inhaltsangabe zum »auch ein bisschen Arthouse« enthaltenen Thriller »American Night« haben Sie sich selbst übertroffen: »John Kaplan ist glücklich mit Freundin Sarah und der Eröffnung seiner Kunstgalerie in New York, doch Erstere explodiert, und Zweitere gibt ihm den Laufpass«. Es würde uns freuen, wenn Sie in diesem Stil weitermachen würden. Passen Sie jedoch auf, dass sich keine Gebäude von Ihnen trennen oder Frauen in Ihrer Nähe in die Luft fliegen!

Ihre Sprengmeister von der Titanic

Rebecca Siemoneit-Barum (44), Schauspielerin,

Sie haben 30 Jahre lang in der Fernsehserie »Lindenstraße« die Iffi Zenker gespielt und die Serie, die vor zwei Jahren eingestellt wurde, noch nicht aufgegeben. »Seit so vieles wiederkommt und so vieles im Streaming möglich ist, denke ich, vielleicht kommt die Lindenstraße doch zurück«, sagten Sie dem privaten Rundfunksender Hit Radio FFH.

Im Fall einer Wiederaufnahme der Serie wären Sie gern dabei: »Ich wäre definitiv am Start, wenn das seriös umgesetzt würde.« Seriös umgesetzt? Siemoneit-Barum, zwei Wochen vor der letzten Lindenstraßen-Folge am 29.3.20 protestierten 15 Fans vor dem ARD-Hauptstadtstudio dagegen, die Serie zu beenden. 15 Fans! Waren Sie dabei? Nicht? Dann wären es jetzt 16, die eine Fortsetzung wünschen. Das wird auch für ein Streaming-Format nicht reichen!

Bedauert: Titanic

Sie nun wieder, Altbundespräsi Joachim Gauck,

haben die Sondersitzung des Deutschen Bundestages zur Lage in der Ukraine am Sonntag nach Kriegsbeginn von der Besuchertribüne aus verfolgt und saßen dort neben dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk, den Sie, als er zur Begrüßung aufstand und vom Plenum mit stehendem Applaus empfangen wurde, sogleich mit einer gerührten Umarmung bedachten, so dass der Applaus nun auch Ihnen galt.

Von Sandra Maischberger anderthalb Wochen später befragt, wie spontan diese Geste denn gewesen sei, antworteten Sie strahlend: »Ich bin da nicht hingegangen mit der Absicht, ich werde heute den Botschafter umarmen, sondern das entsteht dann in der Situation, das musste dann sein, ja. Sie haben ja auch gesehen, ich bin ja nicht gleich aufgesprungen, als er aufgesprungen ist, das war ja seine Stunde, und ich hatte nicht die Absicht, mich in den Mittelpunkt zu rücken, aber irgendwie wollte ich ihm etwas sinnlich Wahrnehmbares rüberbringen, was unzählige Menschen in Deutschland gespürt haben, und ich denke, es hat funktioniert, also so ist es ja auch verstanden worden dann.«

Stimmt, Herr Gauck, hat »funktioniert«; und wie sinnlich wahrnehmbar es wohl geworden wäre, wenn Sie sich tatsächlich eitel in den Mittelpunkt hätten rücken wollen, stellen wir uns lieber gar nicht erst vor!

Musste sein: Titanic

Technogott Sven Väth,

auf die Frage, was Sie davon halten, dass Corona-Leugner auf Demos zu Ihrer Musik tanzen, antworteten Sie, dass »der Beat für alle da« sei. Sie seien da ziemlich tolerant. Der Kritik an einem Auftritt in Saudi-Arabien entgegneten Sie: »Ich glaube fest daran, dass unsere Kultur, indem sie in einer solchen Region stattfindet, dort auch etwas Positives bewirken kann.«

Und dann gaben Sie im selben Interview noch eine Anekdote von einem Auftritt im kolumbianischen Dschungel zum Besten: »Da war so eine Ruine. Ein Haus mit Einschusslöchern überall … Schließlich kamen die dicken Limousinen. Da sind dann die Dons mit ihren Barbies ausgestiegen – und haben erst mal ihre Pistolen auf den Tisch gelegt.« Weiter berichteten Sie von Koks und Maschinengewehren und kamen zu dem Fazit: »Ach, eigentlich waren die supernett, muss ich sagen. Die haben sich gefreut, dass da eine Party stattfindet.«

Zugegeben, Väth: Zwar verlangt Ihr unbedarft-bräsiges Toleranzverständnis wiederum einiges an Toleranz ab. In Anbetracht der aussichtslosen politischen Lage kann ein Väth-Konzert im Donbass aber zumindest nicht noch mehr Unfrieden stiften. Einen Versuch wär’s wert.

Meint: Titanic

Liebste Keas!

Ihr seid als neuseeländische Papageienart für Eure Intelligenz und Geschicklichkeit bekannt. Außerdem – und das finden wir wunderbar sympathisch – versteht Ihr es, die Euch bedrohende Menschheit dort zu attackieren, wo es ihr besonders wehtut: beim Drang zur Selbstdarstellung.

So zählt zu Euren liebsten Hobbys das Malträtieren von Statussymbolen wie Autos durch kunstfertiges Herausreißen von Scheibenwischergummis oder Fensterdichtungen. Und nun habt Ihr außerdem, wie wir im Spiegel lesen durften, das unsägliche Dauer-Selfie-Filmen ins Visier genommen: »Ein Kea … mopste einer Familie eine GoPro und flog mit eingeschalteter Kamera davon. … Der entführte Camcorder filmte weiter, die Aufnahme zeigt einen weiten Blick über das gelbgrüne Tussockgras, über Büsche, Berge, Bäume. Und den Bauch und das sonnenbeschienene Gefieder des Kea.«

Damit habt Ihr uns nicht nur Euer Habitat aus der Vogelperspektive, sondern auch Euren ungebrochenen Kampfgeist gezeigt. Vielen Dank dafür und keep on rebelling! Titanic

Geil, Carlo Masala, Professor an der Bundeswehr-Uni München!

Im Heute-Journal bemängelten Sie, dass die Bundeswehr nicht in der Lage sei, »quick and dirty zu machen«, wenn es drauf ankommt. »Quick and dirty« – spricht man so an der Militäruni? Dass sich so manch einer an kriegerischen Handlungen aufgeilt – geschenkt! Aber dass einer vom Fach in den Hauptnachrichten so unverhohlen pornografisch daherredet, überrascht uns dann doch ein wenig.

Wir sind schon gespannt auf Ihre weiteren Ausführungen. Hoffentlich klären Sie uns auf, was es mit militärischen Termini wie »Vorspiel«, »mobil machen« und »Rudelbums« auf sich hat.

In »erhöhter Bereitschaft«: Titanic

Reinhard Marx (68), Kardinal und Münchener Erzbischof!

Nach der Veröffentlichung des Gutachtens zu sexualisierter Gewalt in der Erzdiözese München sagten Sie zur Frage, ob von der priesterlichen Lebensform eine Gefährdung ausgehe: »Diese Lebensform ist jedenfalls prekär … Aber diese Lebensform und dieses Männerbündische ziehen auch Leute an, die nicht geeignet sind, die sexuell unreif sind. … Es wäre besser für alle, die Möglichkeit für zölibatäre und verheiratete Priester zu schaffen. Bei manchen Priestern wäre es besser, sie wären verheiratet.« Bon, Marx. Aber welche Frau sollte denn bitte einen ungeeigneten, sexuell unreifen Mann mit pädophilen Neigungen heiraten wollen?

Fragt: Titanic

Bonjour, François Hollande,

da Sie irgendwann einmal Kontakt mit dem Oberrussen Putin hatten oder vielleicht, weil Sie zwei Nato-Mitglieder im Namen tragen, durften Sie im Zeit-Interview am 2. März Ihre Einschätzung zum Einmarsch in die Ukraine kundtun. Auf die Frage »Waren wir naiv« wussten Sie denn auch eine très unschlüssige Antwort wie jemand, der sich nicht zwischen Frankreich und Holland entscheiden kann: »Nein, wir waren … ich versuche das richtige Wort zu finden. Wir lebten mit einer Illusion, mit der Illusion, dass der Frieden für immer währen würde.« Aha. Wir freuen uns auf weitere erhellende Antworten auf so Fragen wie »Sind Sie reich?« – »Nein, ich habe nur sehr, sehr viel Geld« oder »Sind Sie satt?« – »Nein, ich habe lediglich keinen Hunger mehr.«

Und wir lebten mit der Illusion, sie seien ein fähiger Präsident gewesen.

Au revoir Titanic

Fehlende Grenzen, Pink,

im familiären Zusammenleben stellen für Dich laut people.com ein Problem dar: Bist Du beispielsweise unter der Dusche und redest laut mit Dir selbst, steht prompt eins Deiner kleinen Kinder hinter Dir und bekommt etwas mit, das es nicht hören soll. Und das trifft aufs ganze Haus zu. Zum Weinen gehst Du daher öfter mal in den – offensichtlich von innen abschließbaren und wer weiß vielleicht sogar schalldichten – Wandschrank.

Wenn Du die innerfamiliären Territorien neu abgesteckt hast, könnten wir dann auch mal kurz über unsere Grenzen reden? Die des Schmerzes nämlich, die Du respektieren könntest, indem Du einfach im Wandschrank drinbliebst oder wenigstens nur noch unter der heimischen Dusche singen würdest.

Das wäre, um es mit Deinen eigenen Worten zu sagen, f**kin’ perfect. Titanic

Schauspielerin Eva Mendes!

»Wer wie Eva Mendes Bongos spielt, sorgt für gute Laune und wird schnell hellwach«, erfahren wir in der Bunten. Da ist natürlich was dran, dass lautes Getrommel einen sicher aus dem Schlaf reißt. Nur: Wie bringen Sie im Tiefschlaf Ihre Hände dazu, auf die Bongos zu schlagen?

Badumm-psss! Titanic

Pssst, Bruno Kahl!

Man weiß ja so wenig über Ihre sicherlich auch sehr aufreibende Arbeit als Präsident des Bundesnachrichtendienstes. Bestimmt haben Sie wahnsinnig viel um die Ohren und können sich auch wirklich nicht um alles selbst kümmern! Dennoch mussten wir uns ein wenig wundern über die Bild-Schlagzeile: »Während Ukraine-Besuch von Russen-Angriff überrascht: BND-Chef saß 30 Stunden im Kriegs-Chaos fest«, nachdem die CIA zuvor tagelang verkündet hatte, dass ein Einmarsch der Russen unmittelbar bevorstehe. Kleiner Geheimtipp für die Zukunft: Vielleicht einfach mal hin und wieder Zeitung lesen!

Stets topinformiert: Titanic

Huhu, »Welt«!

Nachdem onlinemedial ja seit einiger Zeit die Marotte eingerissen ist, Überschriften wieder und wieder mit den Spannungssimulationsfloskeln »Und dann …« oder »Was ist da los?« (vgl. Titanic 1/2022) zu beginnen, musst Du nun offenbar einen draufsetzen und das Ganze noch atemloser auf den Markt werfen: »Jetzt setzt die Verteidigungsministerin auf ihren großen Ermöglicher«, »Jetzt droht Russlands Raumfahrtchef mit einem Absturz der ISS auf die USA«, »Nun erkennt die Generation Merkel ihren pazifistischen Irrtum«, »Jetzt wird der Ruf nach dem Visa-Hebel laut«. Alles Beispiele von einem einzigen Tag. Da knistert die Luft vor Aufregung! Bloß – was soll denn da jetzt noch kommen?

Und jetzt das Wetter: Titanic

Na endlich, Jasper von Altenbockum,

jetzt ist er ja doch noch gekommen, der Russe. Ganz so, wie Sie und Ihresgleichen es immer gesagt haben. Ihren Triumph gegen die ganzen Hippies, die allen Ernstes von »Frieden schaffen ohne Waffen« geträumt haben, kosten Sie in der FAZ dann auch weidlich aus: »Wer gegen diese Sicht schon vor Jahren aufbegehrte, galt als hinterwäldlerisch.« Also Sie! Und schlimmer noch, Sie wurden beschimpft als »kalte Krieger, Revanchisten, Ewiggestrige«.

Doch nun hat sich »der deutsche Idealismus als historischer Irrtum, als Täuschung, als das moralische und materielle Versagen einer Generation« erwiesen, von den »Lafontaines, Schröders und Fischers« zu Rolf Mützenich, dessen Äußerungen »an infame Rechthaberei grenzen«, »bis hinauf zu Frank-Walter Steinmeier«, der nun, ganz anders als Sie, »nach Worten sucht, um aus der Provinz ihrer Friedensillusionen wieder in die Mitte des Weltgeschehens zu finden«. Nun aber muss endlich »ein Neuanfang deutscher Außen- und Sicherheitspolitik« her, doch wehe: »Von der Ampelkoalition ist er nicht zu erwarten. Ein Anfang wäre aber gemacht, wenn ihre Politiker mit dem Wort ›wir‹ sparsam umgingen. Denn nicht wir haben versagt, nicht wir haben uns getäuscht: Das wart ihr.«

Richtig so, lassen Sie es raus! Und jetzt, wo wir uns Ihr Bild so ansehen, fällt uns auf, dass Sie so etwas Freddy-Quinn-haftes haben. Also, nur zu, schnappen Sie sich die Gitarre und legen Sie los: »Wer will nicht mit Gammlern verwechselt werden? Wir! / Wer sorgt sich um den Frieden auf Erden? Wir! / Ihr lungert herum in Parks und in Gassen / Wer kann eure sinnlose Faulheit nicht fassen? / Wir, wir, wir!«

La Paloma, ohe: Titanic

Lieber Kanzler Scholz!

Auch nach zwei Jahren Pandemie lehnen Sie die Forderung nach einer Patentfreigabe für Impfstoffe ab. »Es geht ja darum, dass wir die Fortschritte durch mRNA-Impfstoffe jetzt nicht verspielen«, begründeten Sie Ihre Skepsis.

Völlig einleuchtend: Die wirtschaftlichen Fortschritte einer nicht endenden Pandemie, in der in Deutschland der Hersteller eines der meistverkauften Impfstoffe sitzt, würden wir auch nicht verspielen wollen. Irgendwo müssen die Milliarden für die Aufrüstung ja herkommen.

Wartet auf die nächste Mutation: Titanic

Tom Kindt und Tilmann Köppe!

In Ihrer »Erzähltheorie. Eine Einführung« fragen Sie, ob jeder Ich-Erzähler unzuverlässig sei, und orientieren sich dabei an der Unzuverlässigkeit realer Menschen: »Die psychologische Forschung zum Erinnern beispielsweise weist jedenfalls darauf hin, dass unsere Erinnerungen auch dann zahlreiche Fehler aufweisen, wenn wir uns ganz sicher zu sein scheinen.« Ist es möglich, Herr Köppe, Herr Kindt, dass »wir« uns deshalb ganz sicher zu sein scheinen, weil wir uns nun mal sicher sind? Und trotzdem Unrecht haben können? Oder erinnern wir uns gerade fehlerhaft daran, wie die deutsche Sprache funktioniert? Oder sind Sie beide am Ende die eigentlichen unzuverlässigen Erzähler?

Unsichere Grüße Titanic

Sie wiederum, Robert Habeck,

haben Russland die »militärische Vergewaltigung« der Ukraine vorgeworfen. Weil Krieg sonst immer einvernehmlich stattfindet? Oder hat die Ukraine Ihrer Meinung nach nicht vehement genug »Nein« gesagt?

Stets an vorderster Front gegen Vergewaltigungsmetaphern: Titanic

Kardinal Woelki!

Dass Sie sich nicht gerade vorgedrängelt haben, als der liebe Gott einst Dinge wie Gerechtigkeitsempfinden, Verantwortungsbewusstsein oder gar Schamgefühl verteilte, ist hinlänglich bekannt und in Ihrem beruflichen Umfeld wohl auch eher hilfreich.

Umso erstaunter waren wir jetzt über eine von Ihnen, Kardinal Woelki, im Erzbistum Köln ausgesprochene Kündigung. Hallelujah, was war denn da passiert? War etwa einem Ihrer Kumpanen beim Lügen eine Nase gewachsen, länger als sein katholischer Dauerständer und somit zum Handeln leider zwingend?

Was sagen Sie? Viel schlimmer? Eine Mitarbeiterin hatte ihren Bürostuhl nach Pandemiebeginn mit ins Homeoffice genommen? Das geht natürlich in der Tat zu weit! Wo käme die katholische Kirche denn hin, wenn so was ungestraft bleiben würde!

Unser Rat: Passen Sie gut auf, dass nicht irgendwer bei nächstbester Gelegenheit gleich den ganzen Heiligen Stuhl mitgehen lässt.

Mit herzlichem Amen: Titanic

Hail, Bernie!

Erst kürzlich, Bernie Ecclestone, Multimilliardär und Ex-Formel-1-Boss, bewiesen Sie abermals Ihre Sympathie für und Ihre unverbrüchliche Liebe zu Ihrem Freund Vlad Putin. Er sei »ein ehrenwerter Mann«, der genau das getan habe, »was er gesagt hat«.

Um ihn zu beschützen, würden Sie sich gar vor ihn stellen, wenn jemand auf ihn schießen wollte. Dabei, little Bernie, wäre das bei Ihrer Körpergröße sicher keine Option, da Sie Ihrem Präsidenten leider nur bis zum Bauchnabel reichen. Aber als reichstem Zwerg der Welt (außerhalb von Mittelerde) gilt Ihre Gier eh nur der nächsten Geldquelle in Form von Autorennen, in Russland und anderswo. Also keine Spur von wegen »Napoleon-Komplex« (der Franzmann war fast doppelt so groß wie Sie) und schon gleich überhaupt keine Altersdiskriminierung, von wegen 91 und »gaga« oder so. Sie meinen das wirklich todernst.

Also: Brumm-brumm und happy crash! Titanic

Gude, deutsche Kultusministerkonferenz und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien!

Ihr habt, so entnehmen wir der Zeit, unter anderem »die Apfelweinkultur« zum »immateriellen Kulturerbe« erklärt, und die Unesco ließ wissen, »die Apfelweinkultur verbinde Fertigkeiten um die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen mit Wissen und Können der Apfelweinherstellung und den dazugehörigen Bräuchen«. Jaja, haha, das kann schon sein, und als Frankfurter sind wir natürlich auch ein bisschen stolz auf so eine Auszeichnung, aber probiert habt Ihr das Zeug wahrscheinlich nicht, gell? Und diese »Bräuche« in Alt-Sachsenhausen kennt Ihr auch nur vom Hörensagen?

Ist jedenfalls auch supersauer, dauerbetrunken, kotzt alles voll und wartet seit Jahren auf die Ernennung zum immateriellen Kulturerbe: Titanic

Herbert Reul (Innenminister NRW),

wie wir einem Tweet des WDR entnahmen, hat Ihre Regierung einen Probealarm abgesagt. Ihre Begründung: »Angesichts der Ukraine-Krise sollten die Menschen nicht verunsichert werden.« Das ist natürlich einerseits verständlich, die Nerven vieler Leute sind wegen des Krieges natürlich angespannt. Andererseits könnte man meinen, dass gerade die Menschen, die Angst vor dem Krieg haben, es begrüßten, wenn überprüft würde, ob denn die Sirenen überhaupt gehen.

Abwägende Grüße Titanic

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Eine Frage, Dating-App Bumble …

Welchen Sinn hat es, dass Du in einer Werbung eine Nutzerin Deines Dienstes wahnsinnig davon beeindruckt zeigst, dass ein Lukas laut eigenen Angaben »Abenteuer und Kaffee« liebt? Was möchtest Du uns damit vermitteln, dass sie ihn sofort anschreibt und ein Treffen vorschlägt? Willst Du uns unbedingt den langweiligsten Typen andrehen, den es auf Deiner Plattform gibt? Oder ist das – bedenkt man die begeisterte Reaktion der Frau – etwa noch der interessanteste, den du zu bieten hast?

Sind vor der Antwort trotz Kaffee eingeschlafen:

Deine anspruchsvollen Großstadtsingles von der Titanic

 Hmmm, Ex-FIFA-Boss Sepp Blatter,

zu Ihrer Rolle bei der Vergabe der Männerfußball-WM an Katar sagen Sie heute: »Die Leute stellen sich Einflussnahme immer wie in Gangsterfilmen vor – mit Koffern voller Geld, die an einem geheimen Ort übergeben werden. So war das aber nicht.« Ach: So war das nicht – na dann! Eine Frage, Blatter: Wie sehr mussten Sie sich konzentrieren, um nicht versehentlich die Beschaffenheit der besagten Geldkoffer und den Übergabeort zu beschreiben?

Fragen sich

Ihre Detektiv/innen von Titanic

 Wie wenig, »Spiegel«,

muss man eigentlich tun, um von Dir als nicht rechts entlastet zu werden? Liest man Deine Reportage über die SPD-Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori, wohl sehr wenig. Denn dort schreibst Du, Cademartori sei »keine Rechte. Sie steht für eine diverse Gesellschaft, wenn bei Veranstaltungen Altherrenwitze gerissen werden, rollt sie mit den Augen.« Oha, mit den Augen rollt sie, na dann. Lass uns raten: Wer Zunge schnalzend an einem brennenden Flüchtlingsheim vorbeiläuft, ist kein Nazi, und wer »pfft« macht während einer AfD-Kundgebung, kein Faschist?

Presst entschieden die Lippen aufeinander: Titanic

 Ihnen, Steve Jobs,

Ihnen, Steve Jobs,

wird es wahrscheinlich egal sein, aber wir wollten Sie dennoch informieren, dass Ihr Vermächtnis auf Erden recht vielgestaltig ausgefallen ist. So lasen wir bei stern.de: »Alte Schlappen für über 20 000 US-Dollar: Birkenstock-Sandalen von Steve Jobs stehen zum Verkauf.«

Dieser Reliquienhandel ist übrigens ein wahres Geschäftsmodell geworden: »Die Schuhe sind nur ein kleiner Teil von Jobs’ mehr oder weniger freiwilligem Nachlass. Seine Angestellten leerten die Mülltonnen offenbar mehrfach gründlich. Die Beute habe man mit den Gärtnern, Freunden oder Second-Hand-Geschäften geteilt.« Sollte es nun bald an Ihren Sargdeckel klopfen, Jobs, dann wissen Sie: Da braucht wer Nachschub. Aber als Ex-CEO kennen Sie sich ja aus mit der dubiosen Beschaffung von Ressourcen!

Grüße ins ewige Business von Titanic

 Vorbildlich, Landwirtschaftsminister Cem Özdemir,

finden wir ja Ihren Vorstoß, Containern zu legalisieren. Wir hoffen allerdings doch sehr, dass dies nicht schon die von Ihnen als »Deutschlanddiät« angekündigte Kampagne für bezahlbares Essen ist?

Muss auch so genug Müll schlucken: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Waldbaderegel Nr. 1

Nicht vom Waldrand springen!

Tom Breitenfeldt

 Täter-Opfer-Umkehr

Nächte im Krankenhaus sind nie besonders schön. Diesmal aber war es der reine Horror. Mein hochmodernes Bett ließ sich nicht um einen Millimeter verstellen, egal, wie oft und wie verzweifelt ich immer wieder auf die Tasten der Fernbedienung drückte. Und die Tatsache, dass alle paar Minuten eine arme Seele im Nebenzimmer vor Schmerzen laut schrie und jammerte, machte die Situation nicht besser. Am nächsten Morgen klärte mich das Pflegepersonal darüber auf, dass ich nicht zu dumm zum Drücken einer Taste sei, sondern dass es sich einfach um die falsche Fernbedienung gehandelt habe, nämlich um die eines anderen Bettes! Jetzt finde ich: Auch wenn man frisch operiert die ganze Nacht komplett ferngesteuert in seinem Bett hin- und her- und hoch- und runtergefahren wird, ist das noch lange kein Grund, so zu schreien, dass die anderen Patienten nicht schlafen können.

Martina Werner

 Konsequent

Wer Ananas sagt, muss auch Abnabnabs sagen!

Daniel Sibbe

 Lasst mich in Ruhe!

Sollten jemals Zeitreisen möglich sein, müsste man fast Mitleid mit dem jungen Hitler haben. Ohne etwas getan zu haben, würde er in ständiger Angst leben, weil andauernd Fremde versuchten, ihn umzubringen.

Karl Franz

 Taktik für 8

Besuch bei Tante und Onkel, beide sehr betagt. Beim Scrabblespiel liegen sie zu Beginn etwas zurück, es fallen ihnen nur kurze Worte wie »EIN« ein. Nach dem abgeschmetterten Versuch, den schon daliegenden Artikel »DER« in das zusammenhängende Wort »DERRABE« zu verwandeln, bekommt das Spiel eine Wendung: Die Senioren entdecken den S-Buchstaben und den Genitiv für sich und heimsen viele Punkte ein mit »MOPSES«, »STRUMPFLOCHS«, »RATTENZAHNS«, alles ist wieder offen …

Miriam Wurster

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 10.01.: "Der Teufel vom Dachboden" – Eine persönliche Pardon-Geschichte in der Jungen Welt von Christian Y. Schmidt.
  • 13.12.:

    Anlässlich des 85. Geburtstages Robert Gernhardts erinnert Christian Y. Schmidt in der Jungen Welt an den Satiriker und Vermieter.

  • 26.10.:

    Chefredakteurin Julia Mateus spricht über ihren neuen Posten im Deutschlandfunk, definiert für die Berliner-Zeitung ein letztes Mal den Satirebegriff und gibt Auskunft über ihre Ziele bei WDR5 (Audio). 

  • 26.10.:

    Julia Mateus erklärt dem Tagesspiegel, was Satire darf, schildert bei kress.de ihre Arbeitsweise als Chefredakteurin und berichtet der jungen Welt ein allerletztes Mal, was Satire darf. 

  • 26.10.:

    Ex-Chef-Schinder Moritz Hürtgen wird von Knut Cordsen für die Hessenschau über seinen neuen Roman "Der Boulevard des Schreckens" interviewt (Video) und liest auf der TAZ-Bühne der Buchmesse Frankfurt aus seiner viel gelobten Schauergeschichte vor (Video). 

Titanic unterwegs
05.02.2023 Berlin, Kino International Max Goldt
05.02.2023 Berlin, Babylon:Mitte Martin Sonneborn
05.02.2023 Hamburg, Schmidtchen Ella Carina Werner
07.02.2023 Frankfurt am Main, Club Voltaire TITANIC-Backlash-Lesung