Briefe an die Leser | August 2021


Himmler!

Wo Sie ja nun Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens sind: Wir wissen alle, was es heißt, wenn 100 Krimis laufen, wenn 500 laufen oder wenn 1000 laufen. Oder Maybrit Illner! Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von menschlichen Ausnahmeschwächen (Harndrang) – drangeblieben zu sein, hat uns dumm gemacht und verdankt sich einem niemals geschriebenen und niemals zu schreibenden Ruhmesblatt öffentlich-rechtlicher Geschichte.

Gut, nicht?

Na kommen Sie, wir sind Titanic

Huhu, Joachim Löw!

Nach dem Achtelfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft mussten Sie – mal wieder – viel Kritik einstecken. Schade! Denn Sie haben doch Unglaubliches geleistet. Wir jedenfalls hätten eigentlich mit einem Ausscheiden in der Vorrunde gerechnet.

Abpfiff: Titanic

Und apropos, »Bild«,

als Du drei Tage nach der EM-Pleite ankündigtest: »Jogis Trauerspiel: Jetzt sprechen die Fans«, Was und wen genau meintest Du da mit »jetzt« und »Fans«? Etwa andere als die, die schon die ganze Zeit ihr Maul aufgerissen haben?

Nur damit nix verpasst: Titanic

Hallo, »WDR 2«!

Vier Tote, 70 Vermisste, sechs eingestürzte und viele weitere einsturzgefährdete Häuser – das war die Bilanz des in NRW wütenden Dauerregens in dem Moment, als Du, wenige Minuten nach Deiner diesbezüglichen Berichterstattung, »Haus am See« von Peter Fox spieltest.

Aber, wenn schon trockener Humor: Wäre »Waterloo« nicht die nächstliegende Wahl für einen thematisch passenden Titel gewesen? Titanic

Peinlich, peinlich, FDP,

dass Du die Spende von 500 000 Euro des allseits unbeliebten Start-up-Oberyuppies F. Thelen angenommen hast. Bist Du etwa schon auf private Almosen angewiesen? Eine Partei, die konsequent auf Eigenverantwortung setzt, sollte so was doch nicht nötig haben. Statt Sozialleistungen anzunehmen, gründe doch lieber ein Unternehmen, mit dem Du zum Beispiel politische Gefälligkeiten gegen Geld verkaufst.

Ach, genau darum ging es bei der Spende? Na dann, alles beim Alten!

Hoffen auf baldige Insolvenz ohne Rettungsplan: Deine Geldhaie bei Titanic

Scheidender Innenminister Seehofer!

Angesichts der trotz Pandemie gut besuchten Stadien während der Fußball-EM haben Sie die Uefa kritisiert und schlussfolgerten: »Ich habe da ein bisschen den Verdacht, dass es um Kommerz geht.« Am selben Tag lasen wir in einem Tweet Ihres Innenministeriums: »BM Seehofer hat vereinsrechtliche Ermittlungsmaßnahmen gegen die Rockergruppierung ›Bandidos MC Federation West Central‹ angeordnet. Es besteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufen.«

Sind Sie angesichts dieser mutigen Verdächtigungen sicher, dass ein Mann mit Ihrem Scharfsinn sich aus der Politik zurückziehen sollte, Sherlock Horst?

Fragen die Verdachtsfälle von Titanic

Viktor Orbán!

Sie ließen in der Bild-Zeitung eine Anzeige schalten, in der Sie sieben Vorschläge für die Zukunft der Europäischen Union machten. In dieser bezeichneten Sie beispielsweise »die massenhafte Migration« als »gefährliche Herausforderung«, vor der Sie »die europäischen Menschen schützen« wollen.

Ganz schön blöd von Ihnen, dafür eine Anzeige zu bezahlen. Hätten Sie Migrantinnen und Migranten noch etwas direkter kritisiert, hätten Sie sich das Geld sparen und sogar noch ein Honorar vom Springer-Verlag einstreichen können.

Kopfschüttelnde Grüße Titanic

Geschmacklos, Susanne Rohlfing,

fanden wir die Überschrift Ihres Beitrages zu den Paralympics auf zdf.de: »Sitzvolleyballer: In Tokio oben mitspielen«. Überlassen Sie die unterste Schublade doch zukünftig wieder den Darniederliegenden von Titanic

Guten Appetit, liebe »Zeit«!

In einem Artikel über den Plan von Aldi, kein Billigfleisch mehr anzubieten, stellst Du Fragen über die Zukunft des Fleischkonsums in Deutschland: »Wollen wir Rindfleisch allmählich ersetzen durch Fleisch aus dem Labor? Wollen wir vegetarische Ernährung fordern und fördern? Oder uns gar an die Spitze derer stellen, die den schädlichen Methan-Ausstoß der Kühe durch neuartiges Futter und andere Züchtungen drastisch verringern wollen?«

Was heißt denn hier »gar«? Das ist doch offensichtlich die am wenigsten drastische Deiner Ideen. So wird das aber nichts mit der vegetarischen Weltrevolution!

Hat da aber auch nicht richtig auf Dich gezählt: Titanic

Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko!

In der Debatte um die Regenbogenfarben haben Sie sich zuletzt eher zurückgehalten.

Liegt das vielleicht daran, dass Sie klammheimlich nichts gegen Regenbogenfarben haben, Lukaschenko? Oder wie sonst lassen sich die vielen gelben, grünen, roten, blauen und violetten Flecken auf der Haut der Oppositionellen in Belarus erklären?

Aua, aua! Titanic

Setzen, Hamburger Schulbehörde!

Was mussten wir im Spiegel lesen? »Sie sollen in der Aula Joints geraucht und Möbel zerstört haben: Im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel feierten 15 Lehrerinnen und Lehrer des Kaifu-Gymnasiums in der vergangenen Woche offenbar bis in die frühen Morgenstunden den Abschied von Kolleginnen und Kollegen.«

Nun ermittelt die Polizei, und Du beschäftigst Dich ebenfalls mit dem Fall. Versuch aber doch bitte, auch die Lehrerinnen und Lehrer zu verstehen: Im Homeoffice Möbel zu zerstören, macht halt nicht so viel Spaß. Und in Ruhe kiffen kann man auch nicht, ohne Angst zu haben, den eigenen Kindern ein schlechtes Vorbild zu sein.

Solidarische Grüße mit dem Lehrkörper sendet Titanic

Hello again, Jeffrey Toobin!

Sie sind ein US-amerikanischer Publizist und auch hiesigem Publikum vor allem dadurch bekannt geworden, dass das Magazin New Yorker Sie entlassen hat, weil Sie im Oktober letzten Jahres während einer Zoom-Konferenz, im Glauben, die Kamera sei ausgeschaltet, masturbierten.

Nun sind Sie als Talking Head zu CNN zurückgekehrt. Dort bekannten Sie sich offen zu Ihrem Vergehen, versicherten jedoch, seither versucht zu haben, »ein besserer Mensch« zu werden, dem man »wieder vertrauen« könne, weshalb Sie u.a. bei einer Tafel arbeiten und sich in Therapie begeben haben.

Gegen beides ist nichts einzuwenden, allerdings scheint es, als möchten Sie so verstanden werden, dass der Drang, sich während einer langweiligen Videokonferenz mit Masturbation zu entspannen, etwas sei, das der Therapie bedürfe. Nun lieben die Amis ja nichts mehr als den reuigen Sünder, doch wenn dies wirklich das ist, was Sie ihnen verkaufen wollen, möge Ihnen, Sie Heuchler, die rechte Hand verfaulen!

Völlig entspannt: Titanic

Yasmin Fahimi, MdB (SPD),

als prominente Parteilinke haben Sie in der Taz den undankbaren Versuch unternommen, aller Welt noch einmal zu erläutern, warum Ihre SPD bei aller vorgeblichen Selbstkritik auf die repressiven und rigiden Hartz-IV-Sanktionen nicht verzichten mag: »Für die Solidargemeinschaft, die die Beiträge zahlt, gibt es ein Gesamtinteresse, dass die Maßnahmen, die dort finanziert werden, auch tatsächlich zum Ziel führen. Insofern gibt es den berechtigten Anspruch, dass eine Mitwirkung der arbeitslosen Person sichergestellt werden muss.«

Mit anderen, zielführenderen Worten, Yasmin Fahimi: Das bestimmt, wie bisher, die Bild, oder?

Im Interesse der Beitragszahler winkt gähnend ab: Titanic

Wirtschaftsjournalist Philipp Krohn!

Es sei, dozieren Sie in einem FAZ-Kommentar, »von Vorteil, wenn der Wähler in einer Wahl ein breites Angebot hat. Stehen alle Parteien für dieselben Ideen, fehlt der Wettbewerb, sie zu schärfen.«

Das ist hübsch neoliberal überlegt. Allerdings trifft genau das Gegenteil zu: Erst wenn alle Parteien für dasselbe wären, müssten sie ihre Ideen »schärfen«, um sich voneinander abzuheben. So reicht ein Blick aufs nächstbeste Plakat, um sie alle für unwählbar zu halten.

Eh konkurrenzlos: Titanic

Etwas eklig, Schweizer Torhüter Yann Sommer,

schwärmten Sie vom Sieg bei der Fußball-EM gegen Frankreich. »Wir haben alles, was wir in uns drin haben, heute auf dem Platz gelassen«, sagten Sie im ZDF. Ein bisschen Schoggi für den armen Platzwart, der das alles wegräumen musste, war aber auch noch dabei, hofft Titanic

Ehemaliger US-Präsident George W. Bush (74)!

Seit längerem vertreiben Sie sich die Zeit mit Malen. In Ihrem ersten Kunstband, vor vier Jahren erschienen, haben Sie Veteranen aus Afghanistan und Irak mit Verletzungen gemalt, die diese aus zwei von Ihnen begonnenen Kriegen davontrugen. Ihre jüngsten Portraits zeigen nun bekannte und weniger bekannte Immigranten. Erstere als Beleg für die unbegrenzten Möglichkeiten, die Ihr Land denen bietet, die talentiert und fleißig sind, mit letzteren dokumentieren Sie die Rolle der USA als Hafen für Schutzbedürftige. Das Buch enthält naturgemäß nichts darüber, dass Sie die Grenztruppen »Immigration and Customs Enforcement« gründeten, die unter dem Akronym ICE Angst und Schrecken unter Einwanderern verbreiteten und die Familientrennung illegaler Einwanderer organisierten.

Wir dürfen also, Bush, nicht erwarten, dass Sie demnächst gutgelaunte und weniger gutgelaunte Folteropfer aus Guantanamo auf die Leinwand bannen?

Kennt Sie halt noch zu gut: Titanic

Zollsprecher des Flughafens Köln/Bonn!

Nach einer »Rekordmenge« an sichergestellten Drogen am Flughafen teilten Sie mit, dass mit der gefundenen Menge Hanfsamen »21 Fußballfelder« bepflanzt und so viel Marihuana hätte produziert werden können, dass man »für jeden volljährigen Einwohner in Deutschland einen Joint« hätte bauen können.

Ach, lieber Zollsprecher, schön, dass Sie noch träumen können. Aber vermutlich wurden die Drogen am Ende doch einfach vernichtet.

Löst Ihre Träume nur ungern in Rauch auf: Titanic

Junge Grüne!

Da entdeckten wir einen illegal angebrachten Aufkleber von Euch im Zug: »When nothing goes right, vote left«. Über das gewollt schlechte Englisch können wir noch hinwegsehen, ist es doch ein gutes Zeugnis der auch von Eurer Partei mitgestalteten Bildungspolitik der letzten Jahre. Allerdings fragen wir uns, was Ihr mit diesem Satz sagen wollt. Vielleicht, dass wir Euch wählen sollten, wenn die Bahn Verspätung hat? Oder sollen wir das nur, wenn die rechten Parteien keine gute Politik mehr machen? Aber auch nur in diesem Fall? Damit Ihr dann unter dem Deckmantel einer linken Gesinnung, gemäß grüner Tradition, die gleiche rechtskonservative Agenda verfolgen könnt?

Will not put a cross for you: Titanic

George Orwell!

Wie wir kürzlich erfuhren, sind Sie eine, wenn nicht die prägende Figur für einen sehr erfolgreichen deutschen Kolumnisten. So schreibt Harald Martenstein im Zeit-Magazin: »Vor Jahren habe ich ein kurzes Orwell-Zitat über das Schreiben gefunden … Von Zeit zu Zeit lese ich diese Bauanleitung für Texte, bevor ich mein Tagwerk beginne.«

Und so wie wir Ihretwegen seit einer gefühlten Ewigkeit beim Aufschlagen des Zeit-Magazins in die immer gleichen Martensteinschen Gedankenschleifen über Linke, Feministinnen und Identitätspolitik gesogen werden, so müssen wir auch anerkennen: Da ist Ihnen mal wieder etwas wahrhaft Dystopisches gelungen, Orwell!

Mit kaltem Schaudern: Titanic

»Eine Sensation«, Giovanni di Lorenzo,

sei der erste Besuch der »zweifachen Großmutter, der Omama, der ehemaligen Ikone für ein wildes junges Leben« Fürstin Gloria von Sowieso und Soundso in Ihrer TV-Sendung 3 nach 9 gewesen. Schlimm genug, in welch unterwürfiger, ja, nachgerade hündisch devoter Art Sie mit dieser zweifelhaften Person verfuhren (»Ein Leben wie ein Märchen, nein, wie ein Traum«) – nein, das schier endlose, laute Geschwätz der Fürstin ließen Sie unkommentiert: »Es mussten Kinder her. Gesagt, getan. Schwuppdiwupp. Wie in der Pferdezucht.« Es folgte noch Geplärre über »artfremde Bäume« und warum »halb Afghanistan zu uns darf«, über Mischkultur und noch viel mehr; Sie und Ihre Runde nickten̕s widerstandslos ab, selbst das gruselige Ölportrait von Sahra Wagenknecht fand Gnade vor Ihren Augen.

Beinahe sehnte sich die Zeiten, als Sie lediglich Hofnarr der Zeit waren, zurück: Titanic

Ganz ruhig, Heckler & Koch,

denn unser erster Gedanke, als wir im Redaktionsnetzwerk Deutschland die Schlagzeile »Patentstreit um neues Sturmgewehr: Heckler & Koch zieht vor Gericht« lasen, war: Hoffentlich nicht besagtes Sturmgewehr! Vor allem, weil es im Text weiter hieß: »Die US-Firma Magpul und Heckler & Koch treffen sich … im Düsseldorfer Landgericht.«

Findet so was zum Schießen: das mit krachenden Pointen geladene Magazin Titanic

Georg Günther (CDU)!

Im September wollen Sie Angela Merkel als Direktkandidat im Wahlkreis Vorpommern-Rügen – Vorpommern-Greifswald 1 beerben. Dafür haben Sie auch hübsche Flyer drucken lassen, auf denen »Zuhören und anpacken« steht. Stolz wie Bolle haben Sie im Rahmen einer Wahlkampfreportage der Taz erzählt, dass Sie sich dieses Motto ganz allein ausgedacht haben, weil es so gut passe.

Dann scheint Ihr 33 Jahre altes Gehirn exakt so zu arbeiten wie das des CDU-Landtagsabgeordneten Sören Voigt aus dem fast nach ihm benannten Vogtland. Seine Homepage trägt die Adresse zuhoerenundanpacken.de. Bei Ihrer Parteikollegin Nina Warken aus Berlin geht noch mehr. Sie wirbt in einem Newsletter für sich mit »Zuhören. Anpacken. Umsetzen«, während Ihre Parteifreunde aus Bühlertal fürs »Zuhören, Anpacken und Gestalten« stehen. Der Grüne Özkan Pancarci hingegen tritt für »Zuhören, Verstehen, Anpacken« ein, und schon 2017 versprach die damalige SPD-Fraktionschefin im Bundestag, Andrea Nahles: »Wir möchten zuhören, verstehen und handeln«, was ja fast so etwas wie Anpacken ist.

Georg Günther, ist Ihnen klar, dass eine glänzende Karriere in der Politik nicht mehr aufzuhalten ist? Denn die Riege der Dampfplauderer wird kaum auf ein so hoffnungsvolles Nachwuchstalent wie Sie verzichten wollen. Und dass Ihre Phrasenbox vielversprechend gefüllt scheint, lässt ein Blick auf Ihre Homepage vermuten. Dort beschreiben Sie sich als: »überraschend anders«. Das haben Sie sich womöglich auch selbst ausgedacht, oder?

Freut sich, bald noch mehr Bekanntes von Ihnen zu hören: Titanic

Wissen Sie eigentlich, Marco Verratti,

dass wir jedes Mal, wenn Sie in einem der EM-Spiele der italienischen Mannschaft einen Ihrer vielen Ballkontakte hatten, »Wer hat uns verratti? Sozialdemokratti!« vor uns hin murmeln mussten?

Nein? Egal. Titanic

Sag mal, »FAZ«,

hältst Du den Slogan »1 mal klug entscheiden – 1 Jahr bestens informiert« für 1 gute Idee für 1 seriöse Zeitung?

Daran 2felt jedenfalls: Titanic

Angenehm ruhig, Michael »der« Wendler,

ist es um Sie geworden, seit Sie Ende letzten Jahres in den einschlägigen Verschwörungskanälen alle Register von Corona-Fake über US-Wahlfälschung bis zu kryptofaschistischem Untergangsgeraune zogen. Unser persönlicher Höhepunkt war das »Interview«, in dem Eva »Braun« Herman Sie tatsächlich mit Martin Luther verglich, weil dieser mit seinen Thesen ebenfalls »gegen den Mainstream vorgegangen« sei.

Seitdem fragen wir uns: Hocken Sie abgetaucht als Junker Björn womöglich gerade irgendwo inkognito in Ostdeutschland, schmeißen mit Tintenfässern und übersetzen 24/7 die Bibel? Fände zu schön – und kann nicht anders: Titanic

Wussten Sie, Fußballtrainer Gareth Southgate,

dass Sie auch ein Komödienautor sind? Am 11. Juli 2021 bewiesen Sie es! Ein typisches Verfahren in Sachen Komik ist die Wiederholung, genauer: die variierte Wiederholung, und die gelang Ihnen an jenem Tag aufs Überraschendste. Zuerst hatten Sie bei der Europameisterschaft 1996, damals noch als Spieler im Halbfinale gegen Deutschland, den entscheidenden sechsten Elfmeter verschossen, so dass England ausschied und den eingeplanten Titelgewinn verpasste. Jetzt, 25 Jahre später und wieder in London, wechselten Sie in der letzten Minute des Endspiels gegen Italien sogar extra zwei Spieler fürs Elfmeterschießen ein – und siehe da: Beide verschießen, England verpasst den eingeplanten Titelgewinn, Italien wird Europameister.

Lustig, nicht? Und es ist sogar eine Pointe im Sinne Kants, d.h. der in einem Nu zu nichts zerplatzten großen Erwartung, ist es nicht?

Fragt mit Sinn für englischen Humor: Titanic

Kerstin Ott!

Promiflash titelte über Sie: »So merkte sie, dass sie Frauen liebt«. Und ohne den Artikel gelesen zu haben, vermuten wir Folgendes: Sie haben Schlager von Männern gehört.

Nachdem wir von Ihnen inzwischen aber auch schon das ein oder andere Meisterwerk im Radio auf die Ohren gekriegt haben, fragen wir uns, ob wir jetzt nicht lieber gleich alle asexuell werden sollten.

In Liebe: Titanic

Vizefraktionsvorsitzende Katja Leikert (CDU)!

In Ihrer Bundestagsrede im Rahmen der Aussprache zur Regierungserklärung zum Europäischen Rat stellten Sie fest: »Egal, welche Krise: Wir als CDU/CSU standen immer im Zentrum der Problemlösung.« Wenn sich also bei jedweder Krise die Problemlösung um Sie dreht – sind Sie dann nicht das Problem?

Stellt die zentralen Fragen: Titanic

Hindernisläufer Karl Bebendorf (Dresdner SC)!

Ins Mikrofon von MDR Sachsen sprachen Sie, dass Olympische Spiele ohne Zuschauer so ziemlich das Schlimmste seien, was man sich vorstellen könne. Diese Aussage überraschte uns. Wäre es nicht deutlich schlimmer für Sie, Bebendorf, wenn Ihnen jemand die Laufschuhe kurz vorm Start zusammenbinden würde? Stellen Sie sich das mal vor: Sie stürzen und die Zuschauer/innen beömmeln sich. Dann doch lieber vor leeren Rängen, oder?

Der Wassergraben ist immer halb voll für Titanic

Sie, Victor Gojdka (»Süddeutsche«),

plädierten neulich für ein »Schulfach Wirtschaft«, nicht zuletzt damit die Börsenzocker in spe »solide und kontrolliert investieren« lernen. Das bedeute nämlich »nicht, auf vermeintlich gute Börsenhits wie Wirecard zu vertrauen, die sich hinterher als Story entpuppen – als reine Geschichte«.

Also endlich der ultimative Börsentipp, auf den nicht nur alle Schüler, sondern sämtliche Börsenheinis sehnsüchtig gewartet haben: Nur auf Aktien von Unternehmen setzen, die »hinterher« erfolgreich, zumindest kein Schwindelverein sind! Lieber Herr Gojdka, bitte senden Sie uns »vorher« eine Liste, auf der in der einen Spalte alle Kreditbetrüger stehen (Enthüllung nicht vor 2028), und in der anderen alle seriösen AGs, am besten gleich mit Rendite-/Kursentwicklung bis 2031.

Danke im Voraus! Titanic

Okay, Uwe Schummer,

Vorsitzender des Arbeitnehmerflügels von CDU/CSU im Bundestag, Sie meinen also, auf Hans-Georg Maaßen und seine Äußerungen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk zielend: »Mit seinen unreflektierten Äußerungen ist jedes Interview wie eine rollende Kanonenkugel auf einem Schiffsdeck.«

Aber ist nicht bei einer rollenden Kanonenkugel auf einem Schiffsdeck die Chance groß, dass sie ins Wasser fällt? Und wäre das nicht genau das, was Sie sich von den Interviews mit Herrn Maaßen wünschen würden?

Versteht Ihre Aufregung nicht und rollt lieber unter Deck herum, und zwar betrunken in die Koje: Titanic

Dich, AfD Salzgitter,

wähnten wir kurzfristig auf ganz neuen Wegen, als Deine Schriftführerin Patricia Mair in der Braunschweiger Zeitung bedauerte, dass »die Schwächsten diesen Irrsinn ausbaden, ja mit dem Leben bezahlen« müssten. Hatten Dich die katastrophalen Zustände in griechischen Flüchtlingslagern oder gar der Skandal um Ertrinkende im Mittelmeer auf wundersame Weise doch endlich noch erreicht? Wir konnten’s kaum glauben. Mussten wir auch nicht! Dein Aufschrei der Empörung wegen eines »Aufnahmestopps« richtete sich nämlich einzig gegen das örtliche Tierheim.

Und unser Bild von Dir, AfD, hängt somit wieder am rechten Fleck. Erleichtert: Titanic

Hey, Till Uhrig (Werber)!

»Podcasts sind ein Kommunikationsinstrument für die Langstrecke« wirst Du in der Fachzeitschrift Horizont in einem Artikel über »Corporate Podcasts« zitiert. Wow! Und was sind SMS dann? Lass mal raten. Ein Kommunikationsinstrument für die Kurzstrecke? Ja? Und Artikel über Unternehmenspodcasts dann glasklar das Kommunikationsinstrument für den kürzesten aller Momente: den Sekundensplitter, den es braucht, um gähnend weiterzublättern?

Gern mehr, wenn wir demnächst wieder umständlich mit unseren Kommunikationsinstrumenten hantieren: Titanic

Sie nun wieder, Christian Hirte,

sind Vorsitzender der CDU in Thüringen und legten neulich fest: »Es darf zur Freiheit der Presse keinerlei Diskussion geben«! Ach ja? Gilt das auch für die Presse selbst? Darf es also zur Freiheit der Presse auch keinerlei Diskussion in der Presse geben? Wohin sind Ihnen denn nun diesmal wieder die Schäfchen in Ihrem Oberstübchen entlaufen?

Fragt sich ohne Diskussion: Titanic

Kicker.de!

»Windhorst-Sprecher Fritzenkötter: ›35 Millionen nachweislich überwiesen‹« titeltest Du zu irgendeiner Angelegenheit bei Hertha BSC. Wo das Problem liegt? Nirgends. Wir finden lediglich, dass Dir mit dem ersten Teil der Überschrift ein ausgezeichneter Zungenbrecher à la »Fischers Fritze« gelungen ist.

Und jetzt alle:

Windhorst-Sprecher Fritzenkötter,
Windhorst-Sprecher Fritzenkötter,
Windhorst-Sprecher Fritzenkötter,
Windhorst-Sprecher Fritzenkötter
… immer so weiter bis zum Abpfiff. Titanic

Als vorbildlich, Dortmunder Bordell »Bordoll«,

erachten wir nach Deiner Wiedereröffnung das Konzept zum Infektionsschutz im laut Website »ersten und größten Etablissement Deutschlands, in dem heiße Sex-Dolls für Dich und deine [sic!] Lust zur Verfügung stehen«. Nicht nur, dass Du unter Einhaltung der gängigen Hygienevorschriften (FFP2-Maske, Abstand, Händedesinfektion etc.) ausschließlich denjenigen Gästen Zutritt gewährst, die einen Nachweis über die drei Gs vorlegen können, und auf die Kontaktverfolgung im Falle einer Corona-Ansteckung hinweist. Auch trotz wirtschaftlichen Drucks läuft bei Dir ohne Gummi nach wie vor gar nichts!

Haben leider eine Latexallergie: die Satire-Dolls von Titanic

Einiges klar, Prinz Charles,

wurde uns, als Sie einem Krankenhaussender verrieten, dass der Popsong »Givin’ Up, Givin’ In« der US-Soul-Band The Three Degrees eines Ihrer Lieblingslieder sei. »Er hat, vor langer Zeit, in mir einen unwiderstehlichen Drang geweckt, aufzustehen und zu tanzen«, zitierte Sie die BBC.

Ihr stets merkwürdig anzusehendes Umherwandeln auf der Welt ist also immer noch der Versuch, nach dem damaligen Aufstehen zu tanzen?

Hang the DJ, empfiehlt Titanic

Universitätsstadt Göttingen,

natürlich: Deine wissenschaftlichen Errungenschaften sind unbestritten, die Liste Deiner Nobelpreisträger ist lang. Planck und Gauß liegen auf Deinen Friedhöfen. Wir kennen die Geschichten. Aber mal ehrlich: So viel Aufmerksamkeit wie letztens, als der an einer Riesenschildkröte erstickte Wels im Kiessee entdeckt wurde, hast Du seit einer halben Ewigkeit nicht bekommen. Deshalb solltest Du die Umbenennung in »Welsstadt Göttingen« zumindest in Erwägung ziehen. Alles andere wäre doch ziemlich undankbar.

Meinen die Welsbürger von Titanic

Dass Sie, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn,

einen Hang zu existentiellen Fragen haben, hätten wir spontan nicht gedacht. Gleichwohl erinnerten Sie sich in einem Interview mit NDR Info zu den größten Fehlern in der Corona-Pandemie an einen Bericht an den Bundestag aus dem Jahr 2012. Darin seien bereits Pandemieszenarien beschrieben worden. »Dieser Bericht ist zwar gelesen worden, aber eben nicht gelebt worden«, sagten Sie. Schade.

Was uns aber sogar jetzt noch interessieren würde: Wie hätten Sie den Bericht denn gern gelebt? Als Büroklammer, Aktenordner oder doch als PDF-Datei?

Kramt im Schreibtisch noch nach weiteren Vorschlägen: Ihre Titanic

Prost, FDP Frankfurt!

Circa 200 Deiner Kreisdelegierten durften sich unlängst im Waldstadion einfinden, um über den Koalitionsvertrag zu entscheiden. Dass eine desolat gelaufene Online-Versammlung der Grund war: Geschenkt! Hauptsache wieder ins Stadion!

Doch Schockschwerenot, gegen Ende der Veranstaltung war der Getränkeumsatz weit unter dem vereinbarten Minimum. Was war los, liebe FDP? Waren unter den Delegierten denn keine erfahrenen Stadiongänger? Gab es keine Betriebswirte, die sich für die Preisfindung zuständig fühlten? Wart Ihr mit der Monopolstellung des Catering-Unternehmens überfordert? Es wurde gar aus Verzweiflung eine Art Leistungsprinzip ausgerufen und Freibier an all jene verteilt, die sich lange genug am Tresen (auf-)halten konnten. Hier hat der Markt versagt, liebe Liberale!

Unsere Empfehlung: Den benötigten Pro-Kopf-Verbrauch vorher ausrechnen und das Bier gleich am Eingang ausgeben. Das besänftigt alle Diskussionen, und Zeit spart es obendrein. Die Trinkpflicht mit der Abstimmungspflicht verbinden: Win-win! Oder sehen nur wir dieses Synergiepotential, und Euch ist es zu, wie sagt man: planwirtschaftlich?

Es werde Flutlicht: Titanic

Halt, österreichisches Nachrichtenportal orf.at!

Bei Deiner Schlagzeile »Spektakuläre Verfolgungsjagd auf drei Rädern« fragten wir uns: Meintest Du vielleicht »Spektakuläre Verfolgungsjagd auf Dreirädern«? Schließlich ist Dein Landsmann Arnold Schwarzenegger schon in den Neunzigern als für so einen Einsatz prädestinierter »Kindergarten-Cop« aufgetreten.

Wie? Es hatte bloß das Auto des Flüchtigen einen Reifen verloren? Ach so … Dann hat es sich aber nicht wirklich ausgezahlt, Deine Berichterstattung zu verfolgen.

Weiterfahren! Titanic

Reserveoffizier Müller, KSK der »FAZ«!

»Da Russe kummd«, sang vor vierzig Jahren die bayerische Band Biermösl Blosn. In Ihrer Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Herr Redakteur Reinhard Müller, kommt er noch immer, egal ob am Sonntag oder wochentags, und wenn er zufällig mal keine Zeit hat, dann kommt der Chinese, der schon in den 70er und 80er Jahren in dieser (nämlich Ihrer) Zeitung gerne auf den Namen (nein, war nicht rassistisch gemeint) »die gelbe Gefahr« hörte. Darum muss es in der Bundeswehr ein Kommando Spezialkräfte (KSK) geben – mit allem Drum und Dran: mit Kadavergehorsam und gepflegtem Sexismus, mit den demütigenden »Aufnahmeritualen«, den notorischen Alkoholexzessen und Nazisprüchen.

Sie als ehemaliger Feldjäger müssen es ja wissen: »Spezialkräfte sind eine Elite. Spezialkräfte ohne Korpsgeist gibt es nicht.« Ergo, so Ihre haarscharfe Schlussfolgerung: »Wer das alles nicht will, muss auf Spezialkräfte verzichten – dann aber auch die Folgen für Freiheit und Sicherheit verantworten.«

Diese Folgen, Herr Reserveoffizier Müller, verantworten wir gerne, jederzeit. Wirklich! Aber dennoch wollen wir gerade auf Sie als very ulkige deutsche Spezialkraft (VUDS) und Ihren aufrechten Korpsgeist, so wie ihn auch ein Götz Kubitschek auf dem Rittergut Schnellroda liebt, nicht verzichten. Weitermachen! (Rechtsum weggetreten sind Sie ja schon.) Titanic

Waber-waber, Philipp Tingler!

Sie sind Schriftsteller und Literaturkritiker und gehören seit 2020 zur Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises. Wie bereits im letzten Jahr stellten Sie auch diesmal Ihre Bildungsfeindlichkeit aus. Statt Kriterien für gelungene Literatur präsentierten Sie einen Kritikerjargon, den Sie allerdings selbst teilweise nicht verstanden. Als Kollegin Insa Wilke Sie in der Diskussion über den Text »Frauen im Sanatorium« von Anna Prizkau fragte, was Sie damit meinten, wenn Sie Texte als »durchscheinend« bezeichnen, antworteten Sie: »Damit meine ich Transzendenz, also damit meine ich, dass hinter der Oberfläche etwas anderes deutlich wird.«

Ähem, Tingler, meinten Sie eventuell Transparenz? Transzendenz bedeutet üblicherweise das Überschreiten von Grenzen der normalen Sinneswahrnehmung, also der Grenzen von Erfahrung und Bewusstsein. Ach, das haben Sie in Klagenfurt den ganzen Tag gemacht?

Transgressive Grüße von Titanic

Und dass Sie, Ernst Paul Dörfler,

meinen, ein Buch auf den Markt bringen zu müssen, das da betitelt ist »Aufs Land«, finden Sie das nicht, unter uns gesagt, ein wenig: platt?

Fragen die Städter von Titanic

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Guten Appetit, TV-Koch Alfons Schuhbeck!

Guten Appetit, TV-Koch Alfons Schuhbeck!

Nichts läge uns ferner, als über Ihren Steuerhinterziehungsprozess zu scherzen, der für Sie mit drei Jahren und zwei Monaten Freiheitsstrafe geendet hat. Etwas ganz anderes möchten wir ansprechen, nämlich Ihre Einlassung am zweiten von insgesamt vier Verhandlungstagen, während der Sie laut Handelsblatt »lang und breit über die Vorzüge« von Ingwer palaverten, »aber auch über Knoblauch, Kardamom oder Rosmarin«, bis Sie schließlich einsahen: »Ich könnte stundenlang über Gewürze reden, aber das ist wohl der falsche Zeitpunkt.«

Und ob das der falsche Zeitpunkt war! Mensch, Schuhbeck, die gute alte Gewürz-Verteidigung, die hebt man sich doch für ganz zum Schluss auf, die pfeffert man dem Gericht (!) nach den Kreuzkümmelverhören prisenweise entgegen. Wozu zahlen Sie denn gleich zwei Anwälten gesalzene Stundensätze? Bleibt zu hoffen, dass Sie bei der Revision die Safranfäden in der Hand behalten!

Die Gewürzmühlen der Justiz mahlen langsam, weiß Titanic

 Nichts für ungut, Tasmanischer Tiger!

Nachdem wir Menschen Dich vor circa 100 Jahren absichtlich ein bisschen ausgerottet haben, um unsere Schafe zu schützen, machen wir den Fehltritt jetzt sofort wieder gut, versprochen! Du hast uns glücklicherweise etwas in Alkohol eingelegtes Erbgut zurückgelassen, und das dröseln wir nun auf, lassen Dich dann von einer Dickschwänzigen Schmalfußbeutelmaus in Melbourne austragen, wildern Dich in Australien aus und fangen dann ziemlich sicher an, Dich wieder abzuknallen, wie wir es mit den mühsam wiederangesiedelten Wölfen ja auch machen. Irgendjemand muss ja auch an die Schafe denken.

Aber trotzdem alles wieder vergeben und vergessen, gell?

Finden zumindest Deine dünnschwänzigen Breitfußjournalist/innen von der Titanic

 Stillgestanden, »Spiegel«!

»Macht sich in den USA Kriegsmüdigkeit breit?« fragst Du in einer Artikelüberschrift. Ja, wo kämen wir hin, wenn die USA die Ukraine nur nüchtern-rational, aus Verantwortungsbewusstsein oder gar zögerlich mit Kriegsgerät unterstützten und nicht euphorisch und mit Schaum vor dem Mund, wie es sich für eine anständige Kriegspartei gehört?

Spiegel-müde grüßt Titanic

 Sicher, Matthew Healy,

dass Sie, Sänger der britischen Band The 1975, die Dinge einigermaßen korrekt zusammenkriegen? Der Süddeutschen Zeitung sagten Sie einerseits: »Ich habe ›Krieg und Frieden‹ gelesen, weil ich die Person sein wollte, die ›Krieg und Frieden‹ gelesen hat.« Und andererseits: »Wir sind vielleicht die journalistischste Band da draußen.« Kein Journalist und keine Journalistin da draußen hat »Krieg und Frieden« gelesen, wollten mal gesagt haben:

Ihre Bücherwürmer von der Titanic

 Helfen Sie uns weiter, Innenministerin Nancy Faeser!

Auf Ihrem Twitter-Kanal haben Sie angemerkt, wir seien alle gemeinsam in der Verantwortung, »illegale Einreisen zu stoppen, damit wir weiter den Menschen helfen können, die dringend unsere Unterstützung brauchen«. Das wirft bei uns einige Fragen auf: Zunächst ist uns unklar, wie genau Sie sich vorstellen, dass Bürgerinnen und Bürger illegale Einreisen stoppen. Etwa mit der Flinte, wie es einst Ihre Bundestagskollegin von Storch forderte? Das können Sie als selbsternannte Antifaschistin ja sicher nicht gemeint haben, oder? Außerdem ist uns der Zusammenhang zwischen dem Stoppen illegaler Einreisen und der Hilfe für notleidende Menschen schleierhaft.

Außer natürlich Sie meinen damit, dass die von Ihrem Amtsvorgänger und der EU vorangetriebene Kriminalisierung von Flucht gestoppt werden müsse, damit Menschen, die dringend unsere Unterstützung brauchen, geholfen wird.

Kann sich Ihre Aussage nicht anders erklären: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Heimatgrüße

Neulich hatte ich einen Flyer im Briefkasten: »Neu: Dezember Special! Alle Champions-League-Spiele auf 15 Flatscreens!!!« Traurig, zu welchen Methoden Mutter greift, damit ich öfter zu Besuch komme.

Leo Riegel

 Auf dem Markt

– Oh, Ihr Doldenblütler verkauft sich aber gut!
– Ja, das ist unser Bestsellerie!

Cornelius W.M. Oettle

 Schwimmbäder

Eine chlorreiche Erfindung.

Alice Brücher-Herpel

 Vom Kunstfreund

Erst neulich war es, als ich, anlässlich des Besuchs einer Vernissage zeitgenössischer Kunst, während der Eröffnungsrede den Sinn des alten Sprichworts erfasste: Ein paar tausend Worte sagen eben doch mehr als nur ein Bild.

Theobald Fuchs

 Sprichwörter im Zoonosen-Zeitalter

Wer nichts wird, wird Fehlwirt.

Julia Mateus

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 26.10.:

    Chefredakteurin Julia Mateus spricht über ihren neuen Posten im Deutschlandfunk, definiert für die Berliner-Zeitung ein letztes Mal den Satirebegriff und gibt Auskunft über ihre Ziele bei WDR5 (Audio). 

  • 26.10.:

    Julia Mateus erklärt dem Tagesspiegel, was Satire darf, schildert bei kress.de ihre Arbeitsweise als Chefredakteurin und berichtet der jungen Welt ein allerletztes Mal, was Satire darf. 

  • 26.10.:

    Ex-Chef-Schinder Moritz Hürtgen wird von Knut Cordsen für die Hessenschau über seinen neuen Roman "Der Boulevard des Schreckens" interviewt (Video) und liest auf der TAZ-Bühne der Buchmesse Frankfurt aus seiner viel gelobten Schauergeschichte vor (Video). 

  • 19.10.:

    Stefan Gärtner bespricht in der Buchmessenbeilage der Jungen Welt Moritz Hürtgens Roman "Der Boulevard des Schreckens".

  • 12.10.: Der Tagesspiegel informiert über den anstehenden Chefredaktionswechsel bei TITANIC.
Titanic unterwegs
06.12.2022 Kassel, Staatstheater Hauck & Bauer mit Kristof Magnusson
06.12.2022 Frankfurt am Main, Club Voltaire TITANIC-Nikolaus-Lesung
08.12.2022 Köln, Senftöpfchentheater Moritz Hürtgen
09.12.2022 Dresden, Alter Schlachthof Martin Sonneborn mit Gregor Gysi