Briefe an die Leser | November 2020


Sehr geehrter Herr Bundesverkehrsminister, lieber Andi,

jetzt haben sie Dich aber schwer am Wickel, was? »Andreas Scheuer muss im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss das teure Scheitern der Pkw-Maut erklären. Interne Dokumente legen nahe, dass der Verkehrsminister nicht die Wahrheit gesagt hat« (»Spiegel«). »Vor dem Untersuchungsausschuss haben zwei wichtige Zeugen nun in zentralen Punkten der Darstellung des Verkehrsministers widersprochen« (SZ). Der »Mannheimer Morgen« spricht von »Schicksalstagen für Andreas Scheuer«.

Dass Du aus der Nummer nicht mehr rauskämst, heißt es überall. Aber das muss nicht sein! Wir helfen Dir: Als erstes gibst Du zu Protokoll, dass Du keine Ausnahme bist. Denn jedermann weiß: Lügenbarone sind in der CSU Legion. (Eine namentliche Aufzählung ersparen wir uns, sonst werden wir am Ende noch verklagt von einem, den wir vergessen haben.) Sodann stellst Du Dich vor die Nation und machst es wie der CSU-Übervater Franz Josef Strauß, der als Adenauers Verteidigungsminister 1962 den stellvertretenden »Spiegel«-Chefredakteur Conrad Ahlers in Spanien verhaften ließ und dann die schönen Worte sprach: »Ich habe mit der Sache nichts zu tun. Im wahrsten Sinne des Wortes nichts zu tun.« Gut, Strauß musste damals (für kurze Zeit) zurücktreten. Aber doch nur, um dann noch mächtiger zurückzukommen. Wäre das also nicht die Lösung auch für Dich: Finanzminister im ersten Kabinett Baerbock?

Glaub uns, aus Dir kann noch mehr werden als ein windiger Wirecard-Lobbyist. Schau ruhig auch mal in den einschlägigen Job-Börsen nach. Mohammed bin Salman sucht für seine Wüstenpisten einen Maut-Berater.

So long und toi, toi, toi: Titanic

Der war gut, NRW-Innenminister Herbert Reul!

»Ich war es, der 2018 angeordnet hat, dass junge Menschen, die in NRW zur Polizei wollen, vom Verfassungsschutz überprüft werden«, sagten Sie zum Nazi-Skandal bei der nordrhein-westfälischen Polizei.

Haha, der alte Verfassungsschutz-Gag, der geht einfach immer! Aber mal im Ernst: Können wir diese Aussage als Schuldeingeständnis werten?

Fragen die Witzbolde von Titanic

Bayerinnen und Bayern!

Weil der mit viel Trara angekündigte Warntag gescheitert war, räumte Euer Innenministerium danach peinlich berührt ein: »Wir haben in Bayern keinen Entwarnungston.« Es ist aber kein Anlass zur Sorge, unseretwegen braucht Ihr jetzt nicht extra einen zu installieren: Es gibt nämlich wirklich überhaupt keinen Grund zur Entwarnung, solange man sich in Bayern befindet!

Servus! Titanic

Fußballprofi Danny Latza!

In Ihrer Eigenschaft als Mannschaftskapitän von Mainz 05 kündigten Sie zum Start der Bundesligasaison an: »Wir wollen unsere DNA auf den Platz bringen.« Da es sich in Corona-Zeiten allerdings nicht empfiehlt, nach alter Gewohnheit auf den Rasen zu spucken, rät stattdessen lieber zur klassischen Gesichtsbremse: Titanic

Schäuble!

Im Interview mit dem BR lobten Sie Deutschland für seine Feiern zur Deutschen Einheit. Die könnten sich wirklich sehen lassen, so locker, leger und freundlich, wie die seien, und es gebe ja nicht mal Militärparaden wie an Nationalfeiertagen anderswo.

Wobei, diese Ihre Idee mit einer Militärparade – hätte schon einen gewissen Charme! Und könnte man nicht der AfD wunderbar das Wasser abgraben, wenn zum Beispiel am 3. Oktober 2021 ein Bataillon im Stechschritt mit dem neuen Sturmgewehr im Anschlag stiefelknallend durchs Brandenburger Tor marschierte? Und dann am 3. Oktober 2022, zu Ihrem Achtzigsten, als Speerspitze eine blitzblank polierte Panzerhaubitze mit einem flotten Rollstuhl im Schlepptau, in dem der verdiente Einheitsstaatsmann, der Sie sind, endlich seine gebührende Würdigung fände?

Ja, okay: Der Russe und der Franzmann werden uns daraufhin wohl den Krieg erklären, aber – wie? Was heißt aber? Ja eben? Schäuble? Schäuble! Titanic

Kuckuck, Daniel Kehlmann!

Von der »Sprengkapsel des Infektionsschutzgesetzes«, das wie eine »Bombe« in »unser Gesetzeswerk« eingelassen sei, faselten Sie unlängst bei denen von der »Welt« und kritisierten wieder einmal die Corona-Maßnahmen aus Angst um Ihre Freiheitsrechte. Immerhin sei eine Sterberate von 0,5 Prozent nun mal nicht die Cholera.

Und trotzdem mussten Sie, Herr Kehlmann, all das durchstehen: Da haben Sie sich in ein »ganz kleines Haus« in Montauk eingemietet, vorher einen »großen Fernseher« und eine Playstation gekauft und ausgeharrt. Ja Himmel, ist das denn überhaupt noch ein Leben? Überdies würden Sie sich in der westlichen Zivilgesellschaft nie wieder so sicher fühlen können wie früher. Was, man ahnt es, nicht das Virus und dessen Gefahren meint.

Aber was auch immer die Zukunft bringen mag, Herr Kehlmann: Wir wissen nun immerhin, dass wir uns im Falle erneuter Klopapierengpässe den Hintern guten Gewissens mit Ihren Büchern abwischen können.

Danke dafür: Titanic

Tony Marshall (82), Schlagersänger!

Für eine Dialyse musste Ihnen eine Verbindung zwischen Arterie und Vene gelegt werden. »Während der Operation sagte mir die Chirurgin, dass sie mein Lied ›Bora Bora‹ so schön fände«, verrieten Sie der »Bild«. »Da fing ich einfach an, es zu singen. Erst leise, dann hab ich richtig geschmettert: ›Bora Bora hey, Bora Bora in Tahiti hey ...‹ Die Oberärztin war gerührt.«

Marshall, für Leute wie Sie hat man einst die Vollnarkose erfunden! Damit am Ende nicht vor lauter Geschrei versehentlich Vene und Harnleiter miteinander verbunden sind.

Ungerührt: Titanic

Gott sei Dank, katholische Kirche!

Man hört dieser Tage von so vielen Veranstaltungsabsagen, da ist es Balsam für die Seele, anderes zu lesen, wie hier auf Orf.at: »Trotz Coronavirus-Krise findet im Herbst zum 15. Mal an einer päpstlichen Hochschule in Rom ein Kurs für die rituelle Vertreibung böser Mächte und Geister aus Personen, Lebewesen und Gegenständen statt. Das einzigartige Exorzismusseminar … richtet sich an interessierte Priester und Laien verschiedener Konfessionen.«

Während einer Plage fast biblischen Ausmaßes kann man solche Fachkräfte für (seelische) Gesundheit gut gebrauchen! Denn wenn Eure Diplom-Exorzisten in spe sogar eine Infektion mit dem Teufel kurieren können, müsste das Austreiben eines vergleichsweise lächerlichen Virus wie SARS-CoV-2 doch ein Klacks sein.

Obwohl, wartet dann doch lieber auf den Impfstoff: Titanic

Huhu, Dieter Zetsche,

und Grüße in den Ruhestand – oder was sich Leute wie Sie unter dem Pensionistendasein halt so vorstellen: Aufsichtsrat von Tui, Beiratsposten bei Aldi, na ja. Irgendwie muss die Kluft zwischen arm und reich ja weiter werden, gell? Beim Daimler sind Sie jedenfalls weg vom Fenster, haben also Zeit, mit der FAS im Interview Bilanz zu ziehen, und verraten uns dort: »Inzwischen habe ich eine gute Balance gefunden, bin froh, mehr Zeit für meine Frau, für Frankreich zu haben.«

Beim Barte des Managers! Zetsche! Frankreich ist vieles, aber gewiss nicht Ihre Frau. Sind Sie größenwahnsinnig oder dement? So oder so: Finger weg von unserem Aldi! Wir sind auf die günstigen Angebote angewiesen.

Merci! Titanic

Georg Kacher!

Sie sind Motorjournalist bei der »Süddeutschen Zeitung« und testen Kraftfahrzeuge, als gäb’s den Wissensteil nicht. Das klingt dann so: »Schon bei der Vorstellung des M 235 i in Portugal (schwieriges Geläuf, teilweise Nässe) bestimmten unruhiges Eigenlenkverhalten und mangelnde Stabilität bei hohem Tempo das Bild. Keine Frage: Hier bestand Handlungsbedarf, den BMW mit dem 128 ti jetzt in die Tat umgesetzt hat … Dieser ti schlägt die Brücke vom Carver zum Cruiser, ohne die Bandbreite des Bewegungsspektrums in die eine oder andere Richtung zu überdehnen … Das größere Giermoment an der Vorderachse verschafft der Hinterhand beim Einlenken mehr kinematischen Freiraum … Vorschlag zur Güte: Wie wäre es mit einem nachgeschärften tii, der leistungsmäßig eine Schippe zulegt, nochmals Gewicht spart (Dach, Deckel, Sitze hinten) und die für BMW neue Frontantriebs-Philosophie ein Stück weit in Richtung Peugeot 205 GTi und Renault Megane II RS zurückspult, ohne dabei die Kerze an beiden Enden gleichzeitig anzuzünden.«

Bevor Sie, lieber Herr Kacher, Ihre unruhige Vortragsphilosophie jetzt Ihrerseits zurückspulen, das Giermoment eine nachgeschärfte Brücke zum Freiraum der Hinterhand schlagen lassen und die Bandbreite Ihres Ausdrucksspektrums noch weiter überdehnen, ein Vorschlag zur Güte unsererseits: Wie wäre es, Ihre Stabilität bei hohem Tempo und schwierigem Geläuf einem Test unterziehen zu lassen? Hier besteht nämlich Handlungsbedarf, den in die Tat umzusetzen Sie eine Schippe zulegen und eine Kerze an beiden Enden anzünden sollten. Eine Zündkerze vielleicht!

Für kinematischen Freiraum: Titanic

Und Du, hyperaktives Berlin,

hast Dich bei der Entwicklung Deiner neuen Werbekampagne mal wieder nicht richtig konzentriert. Denn sonst wäre Dir doch sofort aufgefallen, dass in dem Motto »Berlin. Auch das« glatt das »noch!« fehlt.

Sieht genau hin: Titanic

Pilzexperte Merlin Sheldrake (32),

im »Spiegel«-Interview geben Sie Ihr beeindruckendes Wissen über die Welt der Pilze zum Besten: »Pilze sind überall … Auch auf Ihrem Körper, in Ihren Ohrmuscheln, Ihren Nasenlöchern, überall siedeln Hefepilze.«

Über die psychedelische Wirkung einiger Pilze können Sie aus eigener Erfahrung berichten: »Unter ihrem Einfluss habe ich begriffen, dass mir der größte Teil meines Bewusstseins unbekannt war. Es war, als hätte ich mein Leben bis dahin in einem Garten verbracht, und jetzt entdeckte ich plötzlich, dass dieser Garten eine Pforte hat, durch die ich in einen mir weitgehend unbekannten Wald gehen kann … Wenn Sie erst einmal wissen, dass dieser Wald existiert, dann ist es viel leichter, den Weg dorthin zu finden.« An einer LSD-Studie haben Sie ebenfalls teilgenommen: »Ich fand die Wirkung des LSD sehr hilfreich. Ich habe mich mental in den Pilz hineinversetzt und konnte so die Beziehung zwischen Pflanzen und Pilzen unter völlig neuen Blickwinkeln betrachten.«

Wow! Und wie fing es mit Ihrer Pilz-Begeisterung an bzw. wo? Im Londoner Hampstead Heath Park: »Hier bin ich aufgewachsen. Hier habe ich laufen gelernt. Später habe ich hier Baumhütten gebaut, noch später Partys mit Freunden gefeiert.«

So so, Merlin mit den Zauberpilzen, und diese »University of Cambridge«, an der Sie angeblich studierten, haben Sie sich die ebenfalls in einer Ihrer Baumhütten zurechtgezimmert? Das ist zumindest gut vorstellbar, wenn man den auf einem Baum sitzenden und rammdösig dreinblickenden jungen Mann auf dem Foto neben dem Interview so betrachtet.

Weiterhin frohes »Forschen« wünscht: Titanic

Bestseller-Autor Bas Kast,

da haben Sie mit Ihrem irrwitzig erfolgreichen Sachbuch »Ernährungskompass« eine ganze Nation von Würstchengrillern gelehrt, sich pflanzlich pumperlg’sund zu futtern – und dann hauen Sie einen Roman (»Das Buch eines Sommers«) raus, der wirklich tierisch schlecht ist. Handlung: ein Pharmamanager in Selbstfindungskrise. Wer soll das denn bitte verdauen?

Danke fürs Geschwür: Titanic

Matthias Schweighöfer!

Mit Blick auf den coronabedingten Unterricht zu Hause verrieten Sie der Zeitschrift »Emotion«, dass Sie kein guter Mathe-Nachhilfelehrer seien: »Ich hasse nach wie vor Mathe! Es tut mir so leid für meine Tochter. Es ist einfach auch doof, als Vater dazustehen, deine Tochter weint, und du kannst ihr nicht helfen.«

Schweighöfer! Töchter weinen nicht nur, weil sie Matheaufgaben nicht verstehen, sondern auch wegen ihres peinlichen Vaters! Nebenbei: Früher war es mal hip, sich als Mathehasser zu outen. Heute punkten Sie mit solchen Sätzen: »Wenn M eine Untermannigfaltigkeit im projektiven Raum ist, dann ist jede rationale Kohomologie-Klasse auf M vom Typ (p,p) analytisch.« Da verschluckt Ihre Tochter sich kurz, hört aber sofort auf zu heulen!

Aus Erfahrung klug: Titanic

Vorsicht, Astronauten!

Forscher der University of Texas in Houston (»Wir haben ein Problem«) haben laut »Focus online« herausgefunden: »Aufenthalt in Schwerelosigkeit verändert das Gehirn«. Was diese Veränderungen wohl zur Folge haben? Lasst uns raten: Man wird schneller abgehoben?

Bleibt immer auf dem Boden: Titanic

Leipziger Kreisklasse-Schiedsrichter Bodo Messer,

in Zeiten von Torlinientechnik und Videobeweis steht das letzte bisschen Bodenständigkeit des geliebten Fußballspiels auf Messers Schneide. Wenn jetzt auch noch der elektronische Robo-Schiri kommt, rammt man Ihrer Zunft endgültig das Messer in den Rücken. Dabei könnten sich die stumpfen Technokraten beim DFB mal eine Scheibe vom Bodo-Schiri abschneiden.

In diesem Sinne: Gut Pfiff!

Ihre Titanic

Oskar Lafontaine, alter Gourmet!

Sie waren Gesprächsgast bei der Vorstellung des neuen Sarrazinbuches über irgendwas mit Flüchtlingen und Ausländern, deren Aufenthalt in Deutschland auch Ihnen nicht behagt. Denn schließlich, so sagten Sie, sei es wenig sinnvoll, einen von hundert hungernden Menschen ins »Feinschmecker-Lokal« einzuladen, wenn die dortige Rechnung allemal dafür ausreiche, allen Betroffenen Brot zu geben.

Wohl wahr! Allerdings machte es Ihnen niemals etwas aus, in Feinschmecker-Lokale, Fünf-Sterne-Hotels, Privatjets und Luxus-Fincas eingeladen zu werden, auch wenn die Rechnungen dafür ausgereicht hätten, die ganze Wählerschaft der Linkspartei mit Brot für Jahre auszustatten.

Aber was sollten die damit auch anfangen, nicht wahr? Die können ja schließlich auch Kuchen essen!

Schenkt Ihnen immer gerne ein: Titanic

Noice, »Spiegel online«!

Eine Deiner Elternkolumnen teast du an mit: »Cringe? Lit! Auf der Suche nach den richtigen Worten für den Jugendstil meiner Tochter bin ich alles andere als gechillt.«

Um Deine Frage zu beantworten: Ja, das ist ziemlich cringe. Bitte hör auf damit, dann sagen wir auch nie wieder »noice«.

Tighte Grüße von Deiner Titanic

Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag!

Mit Freude hast Du wahrgenommen und aufgeschrieben, dass Leon Draisaitl als erster Deutscher zum wertvollsten Spieler der NHL gekürt worden ist. Wie auch andere Medien das seit mittlerweile fünf Jahren handhaben, bezeichnetest Du ihn dabei als »The German Gretzky« und »Eishockey-Nowitzki«. Das ist ja auch logisch. Als deutscher Sportler definiert man sich darüber, ein Deutscher zu sein, der eine bestimmte Sportart ausübt. Sollte er nach seiner aktiven Karriere – wie vor ihm sein Vater – dem Eis als Trainer treu bleiben, freuen wir uns schon auf die Artikel, in denen er dann zum Eishockey-Beckenbauer mutiert. Das solltest Du im Hinterkopf haben, liebe Nord-»Sportbild«.

Deine Humor-Goethes von Titanic

Ihr Ernst, Friedrich Merz?

In einem Statement zum Thema »30 Jahre deutsche Einheit« meinten Sie darauf hinweisen zu müssen, dass wir alle sehr froh und zufrieden sein sollten mit der Entwicklung. Der Deutsche habe jedoch die Neigung, das Glas eher halb leer zu sehen. Für Sie als Optimist sei das Glas dagegen halb voll.

Wirklich? Oder ist es nicht doch so, dass ein Mann – nennen wir ihn mal Fritz –, auf den zwei Privatflugzeuge im Hangar warten, der Immobilien besitzt und über das eine oder andere Phantastilliönchen verfügt, das er einem fragwürdigen Finanzmonster abgerungen hat, dass also dieser Fritz, Friedrich, durchaus froh und zufrieden sein darf und sein Glas ehrlicherweise randvoll sehen sollte und aufpassen müsste, dass es nicht überläuft?

Neidlos: Titanic

Til Schweiger!

Von der »Berliner Zeitung« auf den Corona-Protest vor dem Reichstag Ende August angesprochen, äußertest Du Dich so: »Ich selbst war nicht in Berlin, aber viele Bekannte vor Ort haben mir berichtet, dass sie in den sieben Stunden keinen einzigen Nazi gesehen haben.« Haben sich Deine »Bekannten« denn auch in den eigenen Reihen umgeschaut?

Nicht ganz so kurzsichtig: Titanic

Schade, Bibiana Steinhaus,

finden wir es schon, dass Sie Ihre Karriere als Schiedsrichterin beenden. Aber da wir das erfahren mussten durch Schlagzeilen wie »Bibiana Steinhaus pfeift ab!«, »Bye bye, Bibi!«, »Abpfiff für eine Pionierin« und, weil ja eh alles egal ist, »Drauf gepfiffen« (hä, »Spiegel«?), wollten wir Sie nicht mit einem Abschiedsbrief und noch mehr »originellen« Anspielungen nerven!

Ihre Pfeifen von Titanic

How do you do, Ralph Freund!

Sie von den »Republicans Overseas« sind uns kein Unbekannter (vgl. TITANIC 9/19); leider konnten wir nicht schnell genug umschalten, als Sie im Deutschlandfunk erklärten, dass die niedrigeren Infektionszahlen in republikanisch regierten US-Staaten nicht an der guten Arbeit der republikanischen Gouverneure lägen. Das sei vielmehr ein »soziologisches Problem« in den demokratisch dominierten Staaten. Denn »in diesen afroamerikanischen Hintergründen oder hispanischen Hintergründen leben die Familien, wie es auch früher der Fall war, eher unter einem Dach: Großeltern, Eltern, Kinder. Und es gibt dort ein geringeres Gefahrenbewusstsein.«

Dass diese Menschen auch noch eine schlechtere Gesundheitsversorgung haben könnten, verneinen Sie noch nicht mal, halten es aber nicht für relevant. Sie bleiben dabei: »Die Frage ist doch vielmehr, warum gibt es nicht dieses Gefahrenbewusstsein in allen Bevölkerungsgruppen gleich verteilt, und das ist soziologisch und das ist kein Problem des gegenwärtigen Krisenmanagements.«

Dann sind wir ja erleichtert. Die Negroes und Hispanics sind selber schuld, weil sie wie die Karnickel leben und nicht aufpassen! Da kann natürlich selbst Trump nichts dran machen.

Eine Frage haben wir aber noch: Warum sagen Sie immer »soziologisches Problem« und nicht gleich »Rassenproblem«?

Arbeitet wie früher unter einem Dach: Titanic

Leise Wut, Kriminalautorin Cornelia Härtl,

überkam uns bei dem Hinweis, dass Ihr neuer Roman »Leise Wut« in Offenbach spielt. Denn Offenbach ist bestimmt kein Krimi, sondern nun mal der pure Horror.

Genrefest: Titanic

Huhu, Frank Plasberg!

»Streit um die Sprache: Was darf man noch sagen und was besser nicht?« fragten Sie mit Ihrem »Hart aber fair« wiederum einfallslos die entnervte Öffentlichkeit, und damit Ruhe ist, wollen wir es Ihnen ein für allemal verraten. Weil das »dürfen« das Hauptverb des Satzes ist, auf den sich das »besser nicht« bezieht, sprechen Sie also von »besser nicht dürfen«, was aber gar keinen Sinn ergibt. Vielmehr wollten Sie wohl fragen, was man besser nicht sagen sollte. Da lautet die Antwort ganz einfach: Ihren Sendungstitel! Wegen des schlechten Deutsch! Und darum gibt es auch garantiert keinen Streit.

Erteilt Ihnen endgültiges Sprechverbot: Titanic

Drinnenminister Heiko Maas!

Nach dem positiven Coronatest Ihres Bodyguards mussten Sie auf den Kontakt mit Menschen verzichten und die Quarantänezeit allein in einem Haus in Brandenburg absitzen. Aber mal unter uns: In Brandenburg? Da wären Sie doch auch draußen niemandem begegnet!

Landflüchtige Grüße Titanic

Schöpfer der Kampagne »Werde Maler!«

Was ging uns das Herz auf – und mit uns wohl Zigtausenden ambitionierter Schulabgänger –, als wir auf Bussen und Plakaten Euren oben genannten Aufruf lasen, darunter die verheißungsvollsten Satzperlen: »Eintrittskarte in eine kreative Branche«, oder gar, wo pandemiebedingt zur Zeit so vieles den Bach runtergeht: »Meine Zukunft ist gesichert!«

Wer träumt nicht davon: endlich, und das nach offizieller Aufforderung, in die Fußstapfen von Gerhard Richter und Jonathan Meese treten, dazu Geniekult, Aktmalorgien, Koks und Heavy-Petting mit Myriaden von Musen. Doch Basel-, äh, Mumpitz: Bei genauerem Studium von www.werde-maler.de entpuppt sich die rosige oder auch polychrome Zukunft als ein billiges Trompe-l’œil, löst sich in Neo und Rauch auf. Leider seid Ihr nicht der Deutsche Künstlerbund, sondern die schnöde Innung der Maler und Lackierer. Aber sagt, ein bisschen Koks während der Achtstunden-Frühschicht gibt’s bei Euch vielleicht auch?

Fragt mit Restinteresse: Titanic

Hallo, Marcel Reif!

In Ihrem Podcast »Reif ist live« echauffieren Sie sich über die Kritik einiger Schalke-Fans an Ex-Boss Clemens Tönnies für seinen Besuch der Partie Bayern-Schalke (8:0). »Was hätten Sie denn gerne?« fragen Sie überaus aufgeregt die Fans. »Standrechtlich erschießen?«

Aber, aber, Herr Reif. Wir leben in einem Rechtsstaat. Hier wird niemand erschossen, schon gar nicht standrechtlich. Denn: Fußball ist eben nicht Krieg, sondern Fußball ist unser Leben, und König Fußball regiert die Welt. Gelt? Und Geld, natürlich.

Also: Calm down and stay safe! Titanic

Glückwunsch, Müntefering!

Zu Ihrem achtzigsten Geburtstag durften Sie in der Taz ein wenig über das Leben sinnieren:

»Ich bin ja absichtlich 80 geworden, ich bin jeden Morgen aufgestanden.« Hä? »Ich finde, das Leben ist eine einmalige Sache.« Ja, mh-hm. »Ich war Millionen Jahre nicht dabei, jetzt lebe ich, habe hoffentlich noch ein paar Jahre, dann bin ich nicht mehr, das ist schon eine tolle Kiste.«

Haha, ja, tolle Kiste! Danke, sehr erleuchtend, Münte, aber leider müssen wir auch schon wieder weiter. Eine schöne Feier noch! Nein nein, wir finden schon alleine raus.

Vergeudet ungern Lebenszeit: Titanic

Ex-Bergsteiger Reinhold Messner!

Der Deutschen Presse-Agentur erklärten Sie, warum Sie nicht schwimmen können: »Ich muss ja nicht schwimmen, wenn ich den Everest besteige.«

Bon, Messner, aber was muss man schon, wenn man den Everest besteigt? Genau: den Everest besteigen. Alles andere muss man nicht.

Kann auch nicht schwimmen, hat aber noch nie den Everest bestiegen: Titanic

Brumm-brumm, Autobahn GmbH!

Zeitgemäß frech fordert Deine Recruiting-Abteilung: »Mach Karriere beim Erfinder der Überholspur« sowie »Mach aus deinem Leben ein Roadmovie«.

Wir haben Fragen: Stellt der Führer noch persönlich ein? Werden die Reisekosten für das Assessment-Center bei Bueno Aires übernommen? Muss die Anreise zwingend mit dem Auto erfolgen?

Vielen Dank im Voraus: Titanic

Alles in Ordnung, Winzerfamilie Keller?

Im »Focus« wurden Sie – Guts-Chefin Bettina, Ehemann und DFB-Präsident Fritz Keller sowie Ihre drei Söhne – in der Reihe »Generationengespräch« über dies und das befragt, und was ein leidlich als Journalismus getarntes Alkoholwerbefeature hätte werden können, explodierte gleich zu Beginn derart, dass man glauben konnte, man läse das Transkript einer durchschnittlichen Maischberger-Sendung.

»Herr Keller, sind Sie auch Patriarch?« hob der Interviewer an, worauf es aus Ihren Mündern u.a. schallte: »Wer? Ich? Warum?«, »Ja, ja«, »Mein Mann will schon der Bestimmer sein«, »Was!? Das habe ich ja noch nie gehört«; dann, auf die Frage »Wollten Sie ihn je verlassen?« ging es weiter mit: »Eigentlich täglich«, »Ich will jetzt auch mal was sagen«, »Das stimmt einfach nicht«, »Das stimmt nicht«, »Doch« und so fort über anderthalb Spalten hinweg, und wenn der »Focus«-Mann nicht elegant zum Thema Fußball gewechselt wäre, wie lange hätte es dann wohl gedauert, bis der erste Dekanter durch die Luft geflogen wäre? Oder torkelt für gewöhnlich ein jeder von Ihnen, ein übervolles Glas schwenkend und giftige Vorwürfe speiend, in sein jeweiliges Zimmerchen? Und: Kommt so etwas täglich vor in Ihrem Weinkeller, liebe Kellers? Wie haben Sie eigentlich die Quarantäne überstanden?

Empfiehlt eine Familienaufstellung im Mineralwasser-Lager: Titanic

Eine Frage, Tennis-Ass Novak Đoković!

Nachdem Sie nun binnen weniger Wochen erst eine Linienrichterin (am Hals) und dann einen Linienrichter (am Kopf) mit Bällen hart getroffen haben: Können Sie nicht mal bei Lanz, einer Querdenker-Demo und einer »Bild«-Redaktionssitzung vorbeikommen und ein paar Bälle schlagen?

Ja? Super, danke!

Spiel, Satz und Sieg: Titanic

ARD-Nachrichtensprecher Jens Riewa!

Wie Sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland verraten haben, möchten Sie als neuer Chefsprecher der Tagesschau eigene Akzente setzen. »Aus früheren Zeiten kenne ich ein Mittel der Qualitätssicherung, das ich ganz gut finde«, ließen Sie wissen. Und zwar: »Zweimal im Jahr wurde eine Sendung aufgezeichnet und dann von externen Experten auseinandergenommen, nach allen Regeln der Kunst. Vielleicht beginne ich damit.«

Ja, Mensch, gleich zweimal im Jahr, das sind ja sensationelle Pläne! Und was schwebt Ihnen sonst noch vor? Sorgfalt (einmal in der Woche)? Recherche (dreimal im Monat)? Und Mehrquellen-Prinzip (fünfmal im Jahr)?

Ihre externen Experten von Titanic

Einen kleinen Schock, »Tagesspiegel«,

hat uns Dein Thumbnail »Trump hält Massenkundgebung in Halle ab« versetzt. Erschreckend genug die Vorstellung von diesem Irren auf Bundesgebiet. Noch erschreckender, dass wir es den Ossis glatt zutrauen, ihn einzuladen und begeistert zu empfangen!

Solltest Du nun an Deinen Schlagzeilen-Teasern arbeiten oder wir an unseren Vorbehalten?

Bleibt fragend zurück: Titanic

Sie gibt’s ja auch noch, Philipp Lahm!

Wie fühlen Sie sich? Wie läuft das Geschäft? Wir haben noch irgendwo im Hinterkopf, dass Sie einen Hinterbänklerposten im DFB-Präsidium innehaben und also nach wie vor bestens Bescheid wissen. Und das dachten sich wohl auch die Kollegen bei der FAS, weshalb man dort mit einem Zitat von Ihnen den Sportteil aufmachte: »Der Profifußball ist Amazon«. Und warum? Haha, Lahm, passen Sie auf, dann haben Sie auch mal was zu lachen: Weil die Abwehrspieler hinten ständig alles ZUSTELLEN. Lol-Laola!

Machen Sie’s gut!

Ihre Schreibtischkicker von Titanic

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Sänger Max Mutzke!

Sänger Max Mutzke!

Zum Thema Klimawandel und Verkehr klagten Sie im Interview: »Es gibt bei uns eine Verbindung, da fahr ich 10-12 Minuten mit dem Auto hin. Weil der Ort aber auf dem Berg liegt, fährt der Bus mehrere Stationen an und es dauert fast zwei Stunden. Aber da arbeiten Leute.«

Wir wissen nicht, wie der Berg, auf dem Sie wohnen, beschaffen ist und wer dort die Busrouten plant. Aber mal angenommen, Sie würden wegen der langen Busfahrt den einen oder anderen Auftritt verpassen, wäre das nicht ein weiterer Grund für die »Öffis«?

In diesem Sinne: Go green!

Titanic

 Wie viele Achtundsechziger, Udo Knapp,

bist auch Du, je älter Du wurdest, politisch immer weiter von links nach rechts marschiert: Du warst der letzte Vorsitzende des SDS, anschließend in einem Verein namens »Proletarische Linke«, um dann in den Achtzigern auf dem rechten Flügel der Grünen zu landen und schließlich bei der SPD, und zwar eigentlich nur, damit Du was in den Kolonien werden konntest, am Ende stellvertretender Landrat. Heute kritisierst Du die Gewerkschaften dafür, dass sie nur immer wieder Lohn fordern, wie man das als einer, der nichts gelernt hat bis aufs Lamentieren, halt so macht.

Dieser Weg verbindet Dich mit dem wohl dümmsten deutschen Sänger, Wolf Biermann, weshalb Du dem »alten weisen Mann« (Dein O-Ton) auch neulich so kenntnisfrei wie pathetisch zum Geburtstag gratuliertest: »Biermann hat den größten Teil seines Lebens in zwei furchtbaren deutschen Diktaturen verbracht. In beiden hat er gelitten, aber beide hat er mutig streitend und widerstehend überlebt.«

Wie man nun aber jeder Biermann-Bio entnehmen kann, hat der walrossbärtige Dödelbarde nur acht Jahre unter den Nazis und 23 Jahre in der DDR gelebt; die restlichen 53 jedoch im goldenen Westen (britische Besatzungszone, BRD und Gesamtdeutschland). Daher nun unsere Frage: Bist Du Dir, Udo Knapp, sicher, dass Du auf Deine alten Tage die Bundesrepublik Deutschland, in der Du so schöne Posten innehattest, wirklich als furchtbare Diktatur bezeichnen willst?

Wie meinen? Es stand doch bloß in der Taz, und in keiner richtigen Zeitung? Und rechnen konntest Du noch nie? Na dann, weitermachen, Udo, aber vielleicht demnächst doch ein bisschen, he, he, knapper.

Kurz angebunden: Titanic

 Liebe Alte,

»Drogenhandel und Abzocke von Senioren« titelte kürzlich die Braunschweiger Zeitung. Also, dass Ihr abgezockt werdet, finden wir natürlich echt doof, aber: Wie läuft es denn so mit der Rentenaufbesserung durch den Drogenhandel?

Fragt schon mal prophylaktisch: Titanic

 Sylt Marketing Gesellschaft!

Du machst auf dem Festland mit dem Slogan »Sylt macht sychtig« auf die umrissbekannte Nordseeinsel aufmerksam. Und ja, sie hat noch mehr negative Eigenschaften! Sylt ist syndhaft teuer, das Publikum dort verhält sich dynkelhaft. Ja, die ganze Ynsel ist bei genauerer Betrachtung das reinste Shythole, ein Besuch dort kompletter Unsynn!

Steht fürs nächste Brainstorming gerne bereit: Titanic

 Was ist da los, deutsche Medien?

»Die radikalen Impfgegner vom Alpthal« besuchte der Spiegel und fragte dazu mit brennendem Reporterehrgeiz bereits im Teaser: »Nun verweigerte ein Dorf gar dem Impfbus die Einfahrt. Was ist da los?« Gute Frage. Der auch die Taz nachgeht: »Im Schwarzwaldkreis Rottweil sorgen Impfgegner für gereizte Stimmung. Was ist da los?« Womöglich Ähnliches wie im Nordosten. Die B.Z.: »Was ist da los? Corona-Lage in Brandenburg doppelt so schlimm wie in Berlin«. Aber nicht nur im Zuge der Pandemie verlangt überraschender Tumult nach unverzüglicher Aufklärung: »Was ist da los? Bei Bella Hadid fließen Tränen« (N-TV); »Was ist da los? Anouar wurde bei The Voice disqualifiziert« (Berliner Kurier); »Was ist da los? NFL-Superstar schon wieder verletzt«. Gut, dass Bild sich der Sache annimmt, denn die FAZ ist gerade mit Wichtigerem beschäftigt: »Die neue Apple Watch 7 ist angekündigt, aber Garmin hält sich bei seinem Top-Produkt zurück. Was ist da los?«

Der, die, das, / wer, wie, was / wieso, weshalb warum? / Wer nicht fragt, bleibt dumm – sicherlich. Wer allerdings immer dasselbe fragt, auch.

Überfragt: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Notgedrungen einfallsreich

Mein Nachbar vergisst seit einigen Jahren regelmäßig seine Bank-Pin. Auf die Karte kann er die Pin natürlich nicht schreiben. Wie er mir vor Kurzem berichtete, hat er eine clevere Lösung für sein Problem gefunden: Um sich die Pin nicht mehr merken zu müssen, aber trotzdem nicht sein Geld zu riskieren, hat er seine Pin einfach auf den einzigen von ihm genutzten Bankautomaten geschrieben.

Karl Franz

 Fünfzehn Zeichen Ruhm

Es hat wohl niemand je den Wunsch, um jeden Preis berühmt zu werden, heftiger kritisiert als meine Urgroßmutter. Ich kann mich gut erinnern, dass mein Vater einmal beim Lesen der Zeitung aufschreckte und Uroma ihn fragte: »Was ist denn?« – »Der Franz ist gestorben. Ich habe gerade seine Todesanzeige gelesen.« Sie schüttelte bloß genervt den Kopf und sagte: »Die Leute machen heutzutage wirklich schon alles, um in die Zeitung zu kommen.«

Jürgen Miedl

 Schicksalhafte Wendung

Brüche im Leben gibt es bei allen Menschen. Öfter ist es so, dass jemand nach überstandener schwerer Krankheit das bisherige Streben nach Geld und Ruhm infrage stellt und beschließt, den sinnentleerten Job im Reisebüro, in der PR-Agentur (sehr viel seltener vielleicht auch im Schlachthof) hinzuschmeißen, um nur noch zu malen, zu töpfern, zu fotografieren, einen Gemüsegarten anzulegen oder zu schreiben. Es erfolgt allerdings nicht zwangsläufig eine Neuausrichtung zum Kontemplativen, Musischen. In meiner Bekanntschaft gibt es einen Fall, in dem der genesene junge Künstler seine Erfüllung als skrupelloser Miethai fand.

Miriam Wurster

 Trost vom Statistiker

Wenn du wieder einmal frustriert bist und denkst, du bist nur durchschnittlich begabt und mittelmäßig erfolgreich, dann wechsele doch einfach in eine andere Stichprobe!

Theobald Fuchs

 Alles richtich

Jüngst wurde ich darauf angesprochen, dass das Wort »richtig« aus logopädischer Sicht korrekterweise »richtich« ausgesprochen werden muss. Um mir meine Verwunderung darüber gar nicht erst anmerken zu lassen, entgegnete ich nur ein lässiges »selbstverständlig«.

Fabian Lichter

Vermischtes

Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 117,80 EUR
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Das schreiben die anderen

  • 20.01.:

    In Göttingen eröffnete die große Eugen-Egner-Ausstellung im Alten Rathaus. Bilder vom Event zeigt das Göttinger Tageblatt und die Stadt Göttingen hat alles aufgezeichnet.

  • 20.01.:

    Mit Daumen und Rechenschieber erstellte Oliver Maria Schmitt in der FAZ das Horoskop fürs Reisejahr 2022, der Cartoon dazu stammt von Katharina Greve.

  • 02.11.:

    "Keinmal um die ganze Welt - Ein Pauschalreiseabend für Zurückgebliebene" - so heißt das WDR-5-Spezial mit Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Hans Zippert.

  • 29.10.:

    Das Bornheimer Wochenblatt berichtet vom TITANIC-Normalitätswettbewerb.

  • 28.09.:

    Oliver Maria Schmitt hat versucht, mit der Kraftradgruppe Frohsinn die Demokratie zu retten – zumindest in der FAS.

Titanic unterwegs
26.01.2022 Dresden, Staatsschauspiel Max Goldt
26.01.2022 Hamburg, Polittbüro Thomas Gsella
31.01.2022 Meiningen, Kunsthaus K. Greve, H&B und A. Plikat: »Corona revisited«
08.03.2022 München, Valentin-Karlstadt-Musäum »Herr Haas zeigt Hasen«