Briefe an die Leser | Juni 2019


Let’s get digital, Frank-Walter Steinmeier!

In Ihrer Rede auf der »re:publica« forderten Sie: »Wir brauchen glasklare Herkunftssiegel für Informationen!« Aber die gibt es doch schon längst! Haben Sie etwa noch nie etwas von gläsernen Bürgern gehört? Von denen alle Informationen stammen, die die Internetkonzerne dann weiterverkaufen? Diese Konzerne, die sich sehr schwer regulieren lassen? Ach so, die meinten Sie? Na dann, viel Erfolg!

Wünschen Ihnen die Digital Natives von der Titanic

Hä, Liberal-Konservative?

Wir steigen nicht mehr durch. Ist Kevin Kühnert jetzt inkompetent, weil er nicht oft genug den »Hörsaal verlassen« hat, wie Ria Schröder, Chefin der Jungliberalen, behauptet, oder weil er aufgrund seines Studienabbruchs den Hörsaal zu früh verlassen hat, wie so ziemlich jede Person rechts der Mitte mit Twitter-Account einmal zu bedenken gab? Entscheidet Euch bitte! Fordert (oder auch nicht): Titanic

Geliebter Jean-Claude Juncker!

In Ihrer Abschiedsrede in Straßburg predigten Sie, Ihre romantischen Gefühle für unseren wirtschaftsgeeinten Heimatkontinent seien als transzendentales Prinzip der Liebe zu verstehen: »Europa muss man lieben. Wenn man es nicht liebt, ist man zur Liebe nicht fähig.«

Wir sind uns sicher, dass man sich bei zukünftigen Parlamentsdebatten (zur Sicherung der Außengrenzen beispielsweise) auf Sie beziehen wird, glauben aber, dass der Epilog des Juncker-Evangeliums bei der Exegese zu diversen Schismen in den Reihen der Jünger führen kann.

Wir jedenfalls haben Ihren Ruf nach Zärtlichkeit verstanden und senden Ihnen heiße Küsse. Titanic

Zdf.de!

Sicher, als alteingesessene Nachrichtenredaktion hat man über die Jahre schon krassere Dinge erlebt. Aber deshalb einen Artikel, der von einem Selbstmordattentat des IS mit immerhin 17 Todesopfern berichtet, locker-lässig mit »IS bekennt sich zu Zwischenfall« zu überschreiben – das ist schon ein klein wenig abgefuckt. Was uns als routinierte Medienhasen natürlich überhaupt nicht berührt.

Abgebrühte Grüße Titanic

Schau an, Seehofer-Horst!

Du siehst also, wie Mitte Mai durch die landesweite Presse ging, ein »massives Problem von rechts«. Aber warum erst jetzt? Badezimmerspiegel länger nicht geputzt? Titanic

Lieber Wiglaf!

So, wie wir Dich kennen, wirst Du jetzt die ewigen Jagdgründe aufmischen, dem lieben Gott gehörig die Meinung geigen, mit Harry Rowohlt, Horst Tomayer und Johnny Cash das eine oder andere Fass aufmachen und nebenbei alle Englein zum Singen bringen, wenn sie nicht bei drei auf jenen Bäumen sind, die in den Himmel wachsen.

Und das ist auch gut so. An einem von Dir gerockten Jenseits werden wir nach Ablauf unserer Erdentage ganz gewiss mehr Freude haben als an dem langweiligen Pofel, der uns einst im Kindergottesdienst als Paradies verheißen worden ist.

Mach es gut, alter Freund, und denk von Zeit zu Zeit an die, die noch nicht ausgelitten haben. Womit wir vor allem uns selbst meinen.

Sláinte!

Deine Crew von der Titanic

Stadt Trier!

Der 2018 zum 200. Geburtstag von Karl Marx aufgelegte Souvenir-Schein Deiner »Trier Tourismus und Marketing GmbH« (TTM) ist weiterhin ein Verkaufshit. Rund 170 000 Exemplare der Banknote sind bisher weltweit abgesetzt und bei einem Nominalwert von null für den kapitalen Preis zu je drei Euro versilbert worden. Der Schein komme an, weil er einen direkten Bezug zu Marx’ Geldtheorie herstelle, jubilierte Dein TTM-Geschäftsführer Norbert Käthler gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: »Wir sind froh, wenn wir auch Produkte haben, mit denen wir etwas verdienen.«

Gelesen magst Du ihn haben, Deinen prominentesten Sohn, verstanden jedoch hast Du ihn anscheinend nicht.

Sind touristisch dann doch lieber volles Pfund in London unterwegs: die (B)Engels von Titanic

Svenja Schulze!

Wir haben zwar schon wieder vergessen, wer Sie sind, aber offenbar sind Sie wichtig genug, um im ZDF über den Klimawandel reden zu dürfen, wo Sie dies sagten: »Ich finde es sehr peinlich, dass so eine Industrienation wie Deutschland, das Land, das regenerative Energien für die ganze Welt sozusagen handelbar und erreichbar gemacht hat, dass so ein Land wie wir sagen muss: Wir sind nicht mehr Vorreiter, wir sind hintendran.«

Peinlich, peinlich! Doch wer, Schulze, könnte was dagegen machen? Vielleicht die Bundesumweltministerin? Aber wer ist das zur Zeit?

Möchte Sie gar nicht besser kennenlernen: Titanic

Konsequent, Anja Karliczek,

ist es außerdem, dass Sie als Forschungsministerin keinen Platz im jüngst gegründeten »Klimakabinett« der Bundesregierung einnehmen. Dieses wolle schließlich nur, wie Ihre Kollegin Doro Bär erklärte, »Maßnahmen mit Minderungswirkung für das Klimaschutzziel 2030« erarbeiten, und da wäre Wissenschaft sicher nur hinderlich.

Dann wiederum sind Sie bekennende Katholikin und äußern schon mal Sachen wie »Wir nehmen, was Gott uns schenkt« oder »Jeder technologische Fortschritt hat sich hinter dem christlichen Menschenbild einzureihen«. Sie könnten also durchaus beratend zur Seite stehen, zum Beispiel indem Sie Gebete empfehlen, mit denen wir bis zum Jahr 2030 irgendwie unseren Arsch retten.

Ihre Weltuntergangssekte namens Titanic

Stephan Tomaschek, Freiburg!

In einem Leserbrief an die örtliche Presse zu einem Artikel über den Pflichtzölibat in der katholischen Kirche schrieben Sie: »Vor einer Woche kam bereits eine gescheiterte Nonne zu Wort, die ein Problem mit dem Gehorsam und somit offensichtlich die Berufung nicht hatte … ›Ehrlich und lauter‹ soll nun die Diskussion über den Zölibat sein, wenn ein Freiburger Verfechter dieses in der Form relativieren darf, dass es ›eine große einsame Kostbarkeit‹ darstellt, die aber ›Massenhaftigkeit nicht verträgt‹? Warum hat das denn früher funktioniert, und heute plötzlich nicht mehr?«

Herr Tomaschek, wir können Sie beruhigen: Der Zölibat hat noch nie funktioniert, und nach außen nur um den Preis allergrößter Heuchelei. So einfach ist das! Titanic

Guten Appetit, Christian Lindner!

Sie wurden von den deutschen Innungsbäckern zum »Brotbotschafter 2019« gewählt – völlig zu Recht! Schließlich setzen Sie sich innig dafür ein, dass Menschen am besten gleich mehrere Brotjobs verrichten, um ihr täglich Brot zu verdienen.

Freut sich schon auf die Sorte »Lindner-Knusperle, ultrahart«: Titanic

Jetzt mal ehrlich, Derwesten.de!

Hältst Du es wirklich für eine wichtige Nachricht, wenn Du titelst: »Aldi-Witwe rechnet mit Enkeln ab«? Das kann ja nun so viel nicht gekostet haben!

Hat das Witzniveau runtergesetzt: Titanic

Sie, Bernd Irrgang (73),

sind nicht nur Vorsitzender des Bundes der Fußgänger (!), sondern laut »Welt« auch verärgert. Nun sind wir es gewohnt, dass Menschen Ihrer Alterskohorte im Prinzip ständig verärgert sind, schließlich haben sie ja sonst nichts mehr zu tun. Konkret machen Sie »sich Sorgen um die Zukunft des Gehwegs«.

Das ist ja allerhand! Wer, wenn schon nicht der Russe, ist aber der böse Feind, der dem Gehweg an den Kragen und Sie und Ihresgleichen daran hindern will, quer gegen jegliche Richtung vom Orthopädie-Fachgeschäft zum auf dem Radweg parkenden SUV zu torkeln?

Genau: Die Radfahrer sind’s, die, so haben Sie sorgfältig nachgerechnet, »90 Prozent der Regeln ignorieren«.

Nun, solange sie die eine Regel (von den vielen hundert oder tausend) befolgen, nämlich niemals rückwärts einparkend einen spielenden Greis zu Tode zu erschrecken – solange ist die friedliche Koexistenz im Biotop öffentlicher Fortbewegungsraum doch gesichert, oder?

Geht selten irre: Titanic

Setzen, »Spiegel online«!

»Bachelor in Rekordzeit« übertiteltest Du einen Deiner investigativen Onlineberichte. Doch in dem Artikel heißt es: »Mit 15 begann er zu studieren, mit 21 Jahren machte Jakob Scharnowski seinen Master.« Das ist keine Rekordzeit, sondern mit sechs Jahren sogar etwas über der Regelstudienzeit. Herr Scharnowski hat nur außergewöhnlich früh angefangen. Aber wenn Dich der Unterschied zwischen Anfangspunkt und Dauer schon überfordert, solltest Du vielleicht besser anderen Medien die Gespräche mit den Genies überlassen.

Zum Beispiel Deiner Titanic

Faz.net!

»Warum Lahm jetzt für Aldi wirbt« – es wird doch nichts mit Geld, viel Geld zu tun haben?

Billig grüßt Titanic

Daniel Barenboim!

Sie sind seit 27 Jahren viel beklatschter Chefdirigent der Berliner Staatsoper Unter den Linden, haben in letzter Zeit auf diesem Posten jedoch so einiges vergeigt: Musiker verlassen Ihr Orchester, werfen Ihnen einen herrischen, ja »autoritären Führungsstil« vor!

Bevor noch Ihre letzte Xylophonistin von Bord geht, hätten wir da einen Tipp: Wie wäre es zur Abwechslung mit einem antiautoritären Führungsstil? Einfach mal flache Hierarchien einführen: Jeder Musikus spielt, wann er mag, der Rhythmus ruckelt sich zurecht. Und was er mag: Jeder darf mal auf die Pauke hauen und dem anderen in die Tasten greifen, die erste Geige stellt sich mal schön hinten an, während die Bässe kontra geben, und wann der Schlussakkord ertönt, entscheidet die Zweidrittelmehrheit.

Gute Idee? Da nich’ für!

Deine Bratschenwitzereißer von Titanic

Hallo, Florian Illies!

Dass Sie jetzt vorübergehend einen Verlag leiten (Rowohlt) und darum zwanghaft Optimismus ausblasen müssen, was die Zukunft des Kulturgutes Buch betrifft – geschenkt. Aber wie Sie das tun, ist noch einmal eine ganz eigene Sache: »Durch die viele Zeit, die man bei Netflix und am Smartphone verbringt, wächst die Sehnsucht nach der eigenen Zeitlichkeit eines Buches«, säuselten Sie in die »Stuttgarter Zeitung« hinein. Und haben damit vermutlich sogar recht! Auch die viele Zeit, die jemand im Heroinrausch oder an der Nadel verbringt, lässt ganz kräftig die Sehnsucht wachsen, irgendwann mal 24 Stunden lang clean zu sein. Steckt nicht vielleicht auch in solchen Sehnsüchten ein wahnsinnig lukratives Geschäft?

Kleiner Tipp für Ihre (viele) Zeit nach Rowohlt von Titanic

Na Prost, »PepsiCo«!

»Der milliardenschwere Lebensmittelkonzern will vier Kleinbauern verklagen, weil sie angeblich illegal eine von Pepsi patentierte Kartoffelsorte angebaut haben sollen.« Dass ein reicher Großkonzern armen Kleinbauern die letzten Kartoffeln vom Teller stiehlt, schockiert uns gar nicht weiter. Aber dass dieses harte Vorgehen gegen vermeintliche Plagiate ausgerechnet von Dir kommt, »PepsiCo«, die Du Dein vieles Geld mit der billigen Kopie eines viel berühmteren braunen Zuckerwassers verdienst, ist doch irgendwie süß und prickelnd.

Rülps! Titanic

Sehr bunt, Nicola Beer (FDP),

und auch sehr groß waren die Wahlplakate, von denen aus Sie uns folgenden Satz entgegenschrien: »Klimaschutz: Ideen sind wirksamer als Verbote«.

Aber wie ist das, Frau Beer, wenn jemand die Idee für ein Verbot hat?

Wir hätten zum Beispiel eine für ein Verbot dummer Sprüche. Titanic

Ewiger Volker Weidermann!

Immer wenn wir eine Stichprobe machen, um zu überprüfen, ob Sie immer noch so schreiben, wie Sie nun mal leider schreiben, ist der erste Satz, den wir lesen, einer wie dieser: »Man kann durch dieses Buch spazieren gehen wie durch eine versunkene Stadt.«

So begann im »Spiegel« Ihre Rezension von Gabriele Tergits Roman »Effingers«, und wir fragen uns natürlich: Tun Sie’s denn auch? Stehen Sie im Neoprenanzug mit Tauchermaske im Büro und blättern mit Ihren Flossen die einzelnen Seiten um? Eine hübsche Vorstellung, in der Sie übrigens eine weitaus bessere Figur machen als im Literarischen Quartett, denn: Das Blubbern ist ein angenehmeres! Man versteht kein Wort. Und das ist in Ihrem Falle »ein großes Glück« (Volker Weidermann).

Verbittet sich in diesem Fall jegliche Metapher: Titanic

Stephan Seiler, Chefredakteur von »Mobil«!

Im guten Editorial Ihres sehr guten Magazins ist Ihnen was geradezu Überragendes eingefallen: »Es gibt im Deutschen ein bekanntes Sprichwort. Es handelt vom Weg, der das Ziel ist. Es zu zitieren wollten wir eigentlich vermeiden (unter Journalisten ist das Verwenden von Phrasen aller Art verpönt).«

Nun gibt es, Stephan Seiler, im Deutschen noch viele andere bekannte Sprichwörter, nämlich »Irren ist menschlich«, »Lügen haben kurze Beine« oder »Haste was, biste was«, und wer einen solch exzellenten Knall hat, der ist dann eben »Mobil«-Chefredakteur!

Sprichwörtlich Ihre Titanic

Sauber kalkuliert, Shell-Chef Jörg Adorf!

Mit der Frage »Wie lebt man bei Shell Nachhaltigkeit?« warf die Postille »Auto Motor und Sport« Ihren inneren Verbrennungsmotor an, und da rechnete es in Ihnen: »Wir haben uns vorgenommen, die Netto-CO2-Bilanz unserer Energieprodukte – gemessen in Gramm CO2 pro Megajoule Energieverbrauch – bis 2050 um etwa die Hälfte zu reduzieren. Bis 2035 streben wir eine Senkung um etwa 20 Prozent an.« Freilich ist auch von nachhaltigem Wachstum auszugehen: »Die Internationale Energieagentur prognostiziert schon in ihrem Standardszenario bis 2040 ein Anwachsen des Strombedarfs um 60 Prozent gegenüber heute. Damit ist Strom das am schnellsten wachsende Segment, und wenn er aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird, hilft er, Emissionen zu senken. Daher ist unser erklärtes Ziel, ein signifikantes Stromgeschäft aufzubauen.«

Dem entnehmen wir, Adorf, dass der Stromverbrauch bloß schneller wachsen muss, als die Emissionen sinken; denn je mehr nur halbschmutzige Abluft, desto besser kann die Natur durchatmen!

Zieht den Stecker: Titanic

Antivirus-Softwareschmiede Avast!

Wenn Du uns Deinen kostenpflichtigen VPN-Service aufdrängen möchtest, indem Du ein furchteinflößendes »Privacy Issue« auf unserem Bildschirm aufpoppen lässt, dann solltest Du wenigstens unsere Location korrekt ermitteln.

Grüße aus Petershagen: Titanic

Estepona (Spanien)!

Zur Bewältigung einer größeren Steigung in Deiner Innenstadt hast Du nicht eine Treppe oder einen Fahrstuhl gebaut, sondern eine 38 Meter lange Rutsche. So genial die Idee mit der Schwerkraft auch scheinen mag, leider wirkt sie nur in eine Richtung, und vor allem gilt es, sie gut zu dosieren. Das Ergebnis Deines Experiments: Die Nutzer schossen die zu steile Rutsche nur so hinab und erlitten zahlreiche Blessuren. Die Rutsche musste, sehr zur Schadenfreude der spanischen und internationalen Presse, noch am Tag der Eröffnung wieder geschlossen werden.

Wir meinen: Die Spötter haben Dein Projekt schlicht nicht verstanden. Ging es Dir, Estepona, so kurz vor der Europawahl, nicht darum, den rasanten Absturz Europas darzustellen? Sollten nicht Bürger des gesamten Kontinents in Dir, der Touristenhochburg, den harten Aufprall erleben, der bevorsteht, und so ihr Bewusstsein schärfen? War die Rutsche nicht als Installation gewordene Politkarikatur im öffentlichen Raum gedacht?

Nein?

Dann reiht sich in die Lachenden munter ein: Titanic

Finanzminister Olaf Scholz!

Ihnen ist nicht bang trotz des Millardensteuerlochs. Dem Deutschlandfunk haben Sie die Lösung des Problemchens verraten: »Es müssen überflüssige Ausgaben unterlassen werden.«

Und wenn Ihnen das so gut gelingt, wie überflüssige Aussagen zu unterlassen, dann bleibt ebenfalls optimistisch: Titanic

Walter Mixa, alte Bischofstüte!

So so, Sie wussten also nicht, dass der Landtagsabgeordnete Bayerbach, auf dessen Einladung Sie zum Thema »Islamisierung? Christentum« das Fachreferat halten wollten, von der AfD ist, Sie dachten, der Mann sei von der CSU. Ja klar, Sie wussten ja auch nicht, dass es sich bei diesem gastfreundlichen Haus in Schrobenhausen, das Sie seinerzeit von den goldenen Siebzigern bis weit in die immerhin noch bronzenen Neunziger als Stadtpfarrer jeden Sonntag zum Speisen heimsuchten, um das Waisenhaus St. Josef handelte, und noch viel weniger konnten Sie ahnen, dass es Waisenkinder waren, die Sie dort Sonntag für Sonntag vor und nach dem Sonntagsbraten von Nonnen zum Durchprügeln zugeführt bekamen. Sie dachten sicher, das seien nette kleine Kartoffelsäcke oder eigens für Sie präparierte Punchingbälle, nicht?

So gesehen, relativiert sich selbstverständlich auch der Einsatz Ihrer Hilfsmittel bei dieser Ihrer hochwürdigen Tätigkeit (u.a. Schlüsselbund, Hosengürtel). Gänzlich unbekannt war Ihnen dito, dass die 43 000 Mark, die Sie damals für einen alten Stich hinblätterten (genauso wie die 18 000 für einen Teppich), aus der Kasse eben dieser katholischen Waisenhausstiftung stammten – Sie hätten schwören können, die Scheinchen seien aus Ihrem eigenen Geldbeutel gekommen, gell?

Und vollkommen rätselhaft ist Ihnen bis heute, woher die 400 000 Mark stammten, die der Zoll am Flughafen Skopje 2001 in Ihrem bischöflichen Handgepäck entdeckte, nicht wahr?

Ja, das Leben ist oft verwirrend und undurchsichtig! Aber keine Angst, wir vergessen nicht, wer Sie sind: der Prügelbischof, der auch mal gern Auschwitz und Abtreibung vergleicht. Und auf den die Hölle wartet.

In Ewigkeit amen: Titanic

Lars Castellucci (SPD)!

Nachdem Ihre Partei Seehofers Entwurf zum Geordnete-Rückkehr-Gesetz, nach dem u.a. Flüchtlinge zukünftig in regulären Gefängnissen eingesperrt werden dürfen, zugestimmt hatte, sagten Sie: »Das Recht auf Asyl und die internationalen Verträge zum Flüchtlingsschutz sind Juwelen des Menschenrechts, und wir wollen sie bewahren, und das geht nur, indem wir Recht und Gesetz auch durchsetzen.«

Nun ist es mit Juwelen ja oft so, dass ihr Besitzer sie nur zu besonderen Anlässen zur Schau trägt und sie ansonsten im Tresor weggeschlossen und nicht weiter beachtet werden. Was Flüchtlingsschutz für die SPD bedeutet, hätten Sie also nicht besser ausschmücken können.

Glückwunsch dazu von Ihrer Titanic

Sehr geehrte Anja Delastik!

Sie haben für das Leitmedium Gmx.de eine Kolumne verfasst, und zwar zu dem Thema: »Warum man nicht zu allem eine Meinung haben muss.« Womit Sie sich eine Aufnahme in die Hall of Fame der Meta-Ironie mehr als verdient haben.

Meint: Titanic

Clever, Testerjob.de,

Deines Zeichens am Rande der Legalität agierendes Portal zur Vermittlung von Rezensionen für Müllprodukte: Auf Deiner Website gibst Du an, Du seist »bekannt aus dem TV«, unter anderem von »Spiegel TV«.

Rein technisch korrekt, nur hast Du eine Kleinigkeit vergessen zu erwähnen: »Spiegel TV« hat über Dich aufgrund Deiner dubiosen Machenschaften berichtet und nicht etwa, weil Du so toll bist. Wollten wir an dieser Stelle nur mal klarstellen.

Hofft auf fünf Sterne für diesen Brief: Titanic

Yeaahheeahheeaah, H. P. Baxxter!

Sie kritisieren, dass heutiger Musik der Tiefgang fehle: »Das geht rein und wieder raus. Man hört was, und dann ist es wieder weg.«

Ja, und? Ist doch prima! Wir alten Hitparadenhasen würden uns ein Ohr ausreißen, wenn wir damit Ihre tiefgründigen Kompositionen endlich mal aus dem Kopf bekommen würden!

Always hardcore: Titanic

Und Du, »Tagesspiegel«,

teilst mit: »Polizei und Verfassungsschutz enger verzahnt: Berlin gründet Zentrum gegen rechtsextreme Straftaten.« Da fragt sich, ob der erste Satz bereits einen schnellen Ermittlungserfolg vermeldet: Titanic

Friseure, Papst Franziskus,

sollten ihre Kundschaft höflich und freundlich behandeln und ihre Arbeit stets »in christlichem Stil« ausüben, sagten Sie bei einem Empfang von 230 Friseuren und Kosmetikern im Vatikan. »Bietet ihnen immer ein gutes Wort der Ermutigung und vermeidet es, der Versuchung der Geschwätzigkeit zu erliegen, die leicht mit eurem Arbeitsbereich verbunden wird.«

Denn, ja, ja, wie sagt es schon die Sprüche klopfende Bibel (21,23): »Wer Mund und Zunge bewahrt, der bewahrt sein Leben vor Not.« Aber warum nur gilt das offenbar so gar nicht für labernde Päpste?

Hofft, dass Ihnen Ihr Boss das demnächst mal in einem länglichen Vortrag runterbetet: Titanic

Hallihallo, »Welt«!

Rund einen Monat nachdem auch Du darüber berichtet hattest, wie reiche Eltern ihren nichtsobegabten Nachwuchs mittels großzügiger Bestechungsgelder an amerikanischen Prestige-Universitäten untergebracht haben, schlagzeiltest Du: »US-Elite-Unis: So schafft es euer Kind nach Harvard«.

Konnten es sich leider nicht leisten nachzugucken, ob Du hinter der Paywall auch gleich eine Preisliste mitlieferst:

die Proleten von Titanic

Igitt, bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU)!

Sie wollen in Ihrem Freistaat allen Ernstes die beste Tafel prämieren. Wofür gibt es den nächsten Preis? Die krossesten Brosamen? Das gesündeste Gnadenbrot? Das niedlichste Waisenkind?

Angefressen: Titanic

David Hasselhoff (66)!

Der »Gala« erzählten Sie: »Ich frage die Amazon-Sprachassistentin Alexa jeden Tag, wer David Hasselhoff ist. Ihre Antwort lautet: ›David Hasselhoff ist ein Superstar!‹« Ihre Frau Hayley Roberts sei davon genervt. »Dann frage ich: ›Alexa, wer ist Hayley Roberts?‹ Antwort: ›Keine Ahnung.‹ Haha!«

Ja, »The Hoff«, Ihre 30 Jahre jüngere Frau lacht sicher mit, wenn der Opa neben ihr seine Späßchen macht, um sein Ego aufzupolieren. Bis Sie irgendwann einmal fragen »Alexa, wo ist Hayley Roberts?« und als Antwort bekommen: »Keine Ahnung.«

Hahaha: Titanic

Ex-Verfassungsrichter Paul Kirchhof!

Als der »Tagesspiegel« Sie, Ihres Zeichens Steuerrechtskenner und vormaliger Merkel-Wahlkämpfer, fragte, warum sich die Politik nicht an eine Steuerreform traue, wussten Sie: »Das hat mehrere Gründe. Der wesentliche ist wohl, dass wir uns daran gewöhnt haben, nicht mehr um gute Steuergesetze zu kämpfen.« Wie recht Sie doch haben! Wie lange ist es wohl her, dass wir mit der 3500 Seiten dicken Loseblattsammlung »Steuergesetze« auf den Finanzminister eingedroschen haben? Und wann war nochmal der letzte gute, große Einkommensteuerkrieg in diesem Lande?

Aber: Schon mal dran gedacht, Kirchhof, dass Sie mit der öden Einkommensteuer einfach nur auf dem falschen Schlachtfeld unterwegs sind? Wenn Sie sich stattdessen der unseligen Alkoholsteuer, der Biersteuer, der Schaumweinsteuer annähmen, wüssten wir schon zu kämpfen!

Sich danach mit Ihnen in den Siegesrausch saufen würde trotzdem nicht: Titanic

Was genau hast Du vor, Fuzetea,

wenn Du uns per Werbung anbietest: »Eistee, wie Du ihn noch nie probiert hast«? Wir jedenfalls bestehen darauf, falls die zuckerklebrige Plörre schon in uns hinein muss, sie wie eh und je oral zu probieren.

Die anderen Methoden überlassen wir den Perversen Deiner Werbeabteilung. Titanic

Wertes KKM (Katholisches Klinikum Mainz)!

Du suchst »Gesundheits- und Krankenpfleger« (was immer Erstere auch sein sollen) und pappst zu diesem Zweck Folgendes an Mainzer Straßenbahnfenster: »Zeit für Patienten? Hier kein Thema. Das ist Standard im kkm.«

Das ist, KKM, in Zeiten scharfer Konkurrenz um immer weniger Fachkräfte gerade in der Pflege natürlich sehr scharfsinnig gedacht, und verständlich auch Dein Stolz auf kalte Effizienz und kapitalistische Optimierung als solche – aber wenn wir der Presse etc. glauben dürfen, ist das doch »Standard« in praktisch jeder Klinik hierzulande!

Bleibt lieber gesund: Titanic

Dieter Hecking (Fußball)!

Gesellschaftskritik ist wichtig, doch wenn Sie sagen »Das ist unsere Gesellschaft. Der Respekt wird weniger. Bei denen, die so etwas schreiben, muss man fragen, ob die einen IQ von minus null haben«, dann … nun ja, sagen wir es so: Vielleicht braucht man einen IQ von plus null, um Ihre Weisheit zu respektieren.

Tor! Titanic

Schade, Hans-Georg Maaßen!

Auch nach Ihrer Entfernung aus dem Amt geben Sie keine Ruhe und stattdessen der NZZ ein Interview. Und da erfahren wir, dass Sie sich weder als rechts noch als konservativ empfinden. »Ich bin einfach nur realistisch. Wenn man die Welt mit offenen Augen sieht, gibt es keinen Platz für romantischen Idealismus und Träumerei. Nur mit dem Verstand sieht man gut.« Wenn man aber mit dem Verstand sieht, wieso dann mit offenen Augen gucki-gucki machen? Und wenn man weder romantischen Idealismus noch Träumerei mag, wieso dann dauernd von »Werten« faseln und sich die CDU von 1978 zurückwünschen?

Jedenfalls konnten wir bei Ihnen noch was lernen: »Der Ausdruck ›Verschwörungstheoretiker‹ ist von bestimmten ausländischen Geheimdiensten erfunden und verwendet worden, um politische Gegner zu diskreditieren. Ich bin erstaunt, mit was für einer Selbstverständlichkeit dieser Ausdruck ins Standardvokabular deutscher Journalisten aufgenommen wurde.« Aber leider geben Sie dann nicht noch mehr von Ihrem Geheimwissen über die Geheimdienste preis, so dass wir nur spekulieren können: Diese »bestimmten ausländischen Geheimdienste«, die befinden sich im Inneren der Hohlerde, oder? Und haben den Ausdruck über das HAARP in die Journalistengehirne gespeist?

Einfach nur realistisch: Titanic

Liebe FAS,

in Deinem Magazin räumtest Du reichlich Platz für die wichtigsten Fragen um die Nachhaltigkeit unserer Diamanten ein. Und dafür wollten wir einfach mal danke sagen.

Schläft jetzt schon viel besser: Titanic

Dass Du, Jeff Bezos,

der schlimmste Chef des Planeten bist, hat ja schon die Verleihung des gewerkschaftlichen Negativ-Preises »Schlimmster Chef des Planeten« recht deutlich gemacht. Passend dazu lasen wir nun: »Amazon nutzt Berichten zufolge ein System, das automatisch Kündigungen formuliert, wenn bestimmte Ziele nicht erfüllt werden. Dazu wird die Produktivität der Lagermitarbeiter gemessen. Kann ein bestimmtes Niveau nicht gehalten werden, droht eine automatisierte Kündigung.«

Ein weiteres Musterbeispiel der schönen, neuen Arbeitswelt. Aber funktioniert dieses ausgefuchste Leistungsüberwachungssystem auch in die andere Richtung? Soll heißen: Wenn irgendwer in Deinem Laden ein Arschloch-Level erreicht, das auch nur halbwegs an Deines heranreicht, wird er dann automatisch Vorstandsmitglied?

Deine Amazonen von Titanic

Ach, Demonstranten gegen und für alles Mögliche,

wo wir schon dachten, mit Euch sei nichts mehr los und schon gar keine Revolution zu machen, sahen wir neulich auf einem Foto einen von Euch, der das alles auf den Punkt bringende Plakat in die Luft reckte: »Merkel mach was«.

Damit, Demonstranten, ist alles gesagt, und Ihr könnt nach Hause gehen. Wo eine immer auf Euch wartet: Titanic

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Auf die Plätze, fertig, los, niederländische Sprinterin Madiea Ghafoor!

Und zwar zum Haftantritt. Sie sind wegen Einfuhr von Drogen und Beihilfe zum Drogenhandel vom Landgericht Kleve zu einer achteinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Laut Ihrem Verteidiger wollen Sie die Entscheidung jedoch anfechten, weil Sie davon ausgegangen waren, lediglich illegale Dopingsubstanzen im Auto gehabt zu haben, mit denen Sie sich für die diesjährige Leichtathletik-WM in Doha aufputschen wollten.

Das mag jetzt für Ihre weitere Karriere als Rundendreherin auf dem Knasthof ein echter Downer sein, aber Speed ist eben nicht gleich Speed!

Gefangen im Satirerausch: Titanic

 Ach, Peter Tauber!

Ach, Peter Tauber!

Als Sie in Ihrer Funktion als Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium sagten, die Bundeswehr bekomme nun, »was sie verdient«, da fingen wir sofort an zu träumen: eine komplette Neustrukturierung angesichts unzähliger Naziumtriebe? Einen ordentlichen Einlauf wegen der kriegsverherrlichenden Sprüche auf ihren Werbeplakaten? Oder gar eine zünftige Tracht Prügel für das Abfackeln von gut 1000 Hektar Moor in Meppen und den dabei verursachten Schaden von 100 Millionen Euro?

Aber nein, Sie sprachen natürlich nur von irgendwelchen modernisierten Panzern – die die Bundeswehr also noch mal womit verdient hat?

Will es lieber gar nicht wissen: Titanic

 Brrr, Tilman Kuban!

Von der »Zeit« gefragt, welches Tier das politischste sei, wieherten Sie: »Als Niedersachse sage ich: das Pferd. Weil es sturmfest und erdverwachsen ist.«

Nun kann ein erdverwachsenes Pferd ja weder traben noch galoppieren. Streng genommen kann es sich gar nicht vom Fleck bewegen, tritt nur auf der Stelle. Damit haben Sie ein Bild geschaffen, das wahlweise als exemplarisch für den Zustand von CDU, SPD oder der Groko durchgehen könnte, was wiederum für einen Nachwuchspopulisten wie Sie gar nicht mal so schlecht ist.

Will jetzt trotzdem nicht weiter darauf herumreiten: Titanic

 »Heidegger Studies«!

Als wir erfuhren, dass Ihr in Eurer aktuellen Ausgabe einen Aufsatz mit dem Titel »Seinlassen des Mitdaseins aus dem Sein-zum-Tode?« veröffentlicht habt, stellte sich uns eine grundstürzende fundamentalontologische Frage: Könnt Ihr so was nicht einfach sein lassen?

Gruß vom mannigfaltigen Dasein auf der Titanic

 Neuseeländische Supermarktkette »Countdown«!

Das ist mal eine schöne Nachricht, die Du in diesen kalten und ungemütlichen Zeiten von Dir hören lässt: Jeden Mittwochnachmittag bieten Deine Märkte fortan eine »ruhige Stunde« für Autisten und sensible Kunden an, mit gedimmtem Licht, leiserer Musik und leiseren Piep-Geräuschen an der Kasse. So löblich und unterstützenswert dieser Vorstoß ist, fragen wir uns doch, ob er nicht noch um andere Zielgruppen erweitert werden könnte: Eine zehnmal so große Supermarktvariante mit fußballfeldbreiten Gängen für Klaustrophobiker schwebt uns da vor; eine mit sehr engen Gängen und 20 Prozent Gefälle ausgestattete für Maniker; eine für Menschen mit multipler Persönlichkeit, in der es viel mehr Einkaufswagen gibt; sowie schließlich eine mit komplett leeren Regalen und defekten Kassen – für Kaufsüchtige.

In diesem Sinne: Mach »ruhig« weiter! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Knapp vorbei

Als Herr H. letztens aus einer Laune heraus die Unterpfaffenhofener Kathedrale betreten hatte, unternahm Gott einen erneuten Versuch, Herrn H. zu erleuchten, verfehlte jedoch sein Ziel. Dafür traf er ein paar der zum Altar führenden Stufen und einen Mülleimer, die seitdem mit naseweisen Bemerkungen den Gottesdienst stören. Das Pfarramt hat freilich eine Eingabe gemacht, die jedoch wie stets unbeantwortet blieb.

Tibor Rácskai

 Kundenbindung

Endlich den nie gelesenen Newsletter dieses Uhrenherstellers abbestellt. Und direkt bestätigt worden, ohne Moment-mal-Klickorgie, Bitte-nicht-Rumgejammer oder Warum-nur-Fragenkatalog. Einfach nur Danke und Tschüs. Da konnte ich nicht anders, als mich direkt wieder anzumelden.

Teja Fischer

 Amtlicher Claim

Slogan-Fragment für deutsche Bürgerämter: »Willkommen im Meldorado. Der Ort, an dem Sie uns Ihre neue Adresse geben – und wir sie mit zwei Fingern abtippen.«

Felix Scharlau

 Kulturkritik

Typisch – im Internet die Songs vorhören und dann doch die Vinyl-Platte beim kleinen Einzelhändler kaufen. Verratzte Hipsterbande!

Tina Manske

 Sehr kleine Gastronomiekritik

Diese Street-Food-Trucks sind auch nur die Tiny Houses der Restaurantwelt.

Julia Mateus

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
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Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 03.12.:

    China Radio International berichtet u.a. über die Pre-Premiere des Buches "Der kleine Herr Tod" von Christian Y. Schmidt.

  • 03.12.:

    Die Taz über die gesammelten TITANIC-Kolumnen von Walter Boehlich.