Briefe an die Leser | Dezember 2019


Ausgezwitschert, Ulf Poschardt,

haben Sie nach eigenem Bekunden nun ein für allemal und erklärten in Ihrer »Welt« lang und breit, warum Sie den Kurznachrichtendienst Twitter verlassen haben: Dieser sei ein »Hort von Hass und Opportunismus«. Können wir gut verstehen. Denn wenn man schon in einem solcherart beschaffenen Hort arbeiten muss, will man natürlich wenigstens in der Freizeit mal was anderes sehen, richtig?

Kommen Sie doch einfach rüber zur Titanic

Frage, Laura-Kristine Krause:

Wenn Sie zum Gespräch mit der »Zeit« über die Ergebnisse Ihrer Studie über den Zustand der deutschen Gesellschaft ins Ikea-Restaurant einladen, weil dies einer der ganz wenigen Orte sei, an dem sämtliche Teile der Gesellschaft zusammenkommen, ja, ist damit nicht auf gewisse Art schon alles über den Zustand der deutschen Gesellschaft gesagt?

Da mal nachforschen! Titanic

Ach, Peter Tauber!

Als Sie in Ihrer Funktion als Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium sagten, die Bundeswehr bekomme nun, »was sie verdient«, da fingen wir sofort an zu träumen: eine komplette Neustrukturierung angesichts unzähliger Naziumtriebe? Einen ordentlichen Einlauf wegen der kriegsverherrlichenden Sprüche auf ihren Werbeplakaten? Oder gar eine zünftige Tracht Prügel für das Abfackeln von gut 1000 Hektar Moor in Meppen und den dabei verursachten Schaden von 100 Millionen Euro?

Aber nein, Sie sprachen natürlich nur von irgendwelchen modernisierten Panzern – die die Bundeswehr also noch mal womit verdient hat?

Will es lieber gar nicht wissen: Titanic

Hm, AfD-Vorsitzender Alexander Gauland!

Wenn Sie nach der Landtagswahl in Thüringen Ihre Partei mit den Worten »Herr Höcke rückt die Partei nicht nach rechts, Herr Höcke ist die Mitte der Partei« neu sortieren, dürften Sie dann nun nicht auch selbst ins Visier des Verfassungsschutzes geraten – als Linksfaschist?

Wäre rechtens! Findet: Titanic

FU Berlin!

Du hast also Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) nach monatelanger intensiver Prüfung ihrer Doktorarbeit mit einer Rüge davonkommen lassen und ihr den Doktorgrad nicht entzogen. Eine weise Entscheidung, die von der VroniPlag-Analyse der betreffenden Dissertation (»Europas Weg zum Bürger«) absolut gedeckt wird! Bei insgesamt 204 untersuchten Seiten wurden die Plagiatsjäger schließlich auf gerade mal 76 Seiten fündig, und von Seite 24 bis Seite 57 finden sich immerhin drei Seiten, auf denen gar keine »Textübernahme« festgestellt wurde.

Wir stellen, FU Berlin, zufrieden fest, dass die Maßstäbe seit Guttenberg angepasst worden sind, und empfehlen eine Imagewechsel-Initiative, verbunden mit einer Umbenennung in FSU: Freie Schummeluni Berlin.

Mit großem Lob: Titanic

Für Deine Probleme, Bundeswehr,

lieferte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nun ein probates Heilmittel. »Bundeswehr soll öfter ins Ausland«, vermeldete die »Süddeutsche«, und statt »öfter« könnte man sich, klar, auch »für immer« wünschen.

Ist aber leider kein Ausland eingefallen, dem man Dich zumuten wollen würde: Titanic

Neuseeländische Supermarktkette »Countdown«!

Das ist mal eine schöne Nachricht, die Du in diesen kalten und ungemütlichen Zeiten von Dir hören lässt: Jeden Mittwochnachmittag bieten Deine Märkte fortan eine »ruhige Stunde« für Autisten und sensible Kunden an, mit gedimmtem Licht, leiserer Musik und leiseren Piep-Geräuschen an der Kasse. So löblich und unterstützenswert dieser Vorstoß ist, fragen wir uns doch, ob er nicht noch um andere Zielgruppen erweitert werden könnte: Eine zehnmal so große Supermarktvariante mit fußballfeldbreiten Gängen für Klaustrophobiker schwebt uns da vor; eine mit sehr engen Gängen und 20 Prozent Gefälle ausgestattete für Maniker; eine für Menschen mit multipler Persönlichkeit, in der es viel mehr Einkaufswagen gibt; sowie schließlich eine mit komplett leeren Regalen und defekten Kassen – für Kaufsüchtige.

In diesem Sinne: Mach »ruhig« weiter! Titanic

Hei, liebe Finnen!

Versteht Ihr uns schon? Wo Ihr ja jetzt alle kräftig Deutsch lernt, genauer gesagt »Rammstein-Deutsch«, seit kurzem in der Volkshochschule in Kerava angeboten, wo ausschließlich Phrasen und Vokabeln aus den Songtexten Eurer Lieblingsrocker gelehrt werden – und weil das ein so großer Erfolg ist, bald im ganzen Land. Klar, warum nicht: Wörter wie »Reigen«, »Bestrafer«, »Funkenstoß«, »Kahlwild« oder »Seelenheil« kann man immer gebrauchen. Ein lockeres »Ein Heer marschiert durch meinen Darm« ist bestimmt ein prima Eisbrecher im Smalltalk mit deutschen Touristen, und das bisher bei Euch populäre »No idea« lässt sich durch ein herausgeschnarrtes »Die Ahnung schläft wie ein Vulkan« wunderbar ersetzen.

Die genannte Volkshochschule plant, so lesen wir, einen Fortgeschrittenenkurs für etwas komplexere Deutschvokabeln. Wie soll denn der nun wieder heißen? »Udo-Lindenberg-Deutsch«, »Gabalier-Deutsch« oder »Bushido-Deutsch« (»Carlo Cokxxx Nutten 3 – Gangsta Gangsta«)?

Waidmanns, manns, manns, manns Heil! Titanic

Kompliment, Premiumpräsident Putin!

Sie wollen in Russland »aus Sicherheitsgründen« eine Art eigenes Internet einführen, das Sie kontrollieren können und das auch dann unabhängig vom WWW funktionieren würde, wenn der böse Westen zum Beispiel einen Cyberangriff ausführte. Wir finden’s gut und verständlich: Welche furchtbaren Folgen Einflussnahme aus dem Ausland haben kann, hat man ja gerade erst bei den letzten Präsidentschaftswahlen in US-Amerika gesehen.

Ihre treue Trollfabrik namens Titanic

Adidas!

Pünktlich zum großdeutschen Jubiläum namens Mauerfall hast Du ein neues Produkt auf den freien Markt gebracht: die Wendejacke! Vorne beschriftet mit den Namen einst geteilter Berliner Straßen, die symbolisch durch den Reißverschluss vereint werden können, hinten der Claim »Breaking Walls«. Und der Clou: Man kann die Jacke wenden, woraufhin man Informationen zur Mauer sehen kann, beispielsweise ihre Länge, Zahl der Wachtürme oder Anzahl der erfolgreichen Fluchtversuche.

Aber: Es fehlen natürlich die für Dich, Adidas, typischen drei Todesstreifen!

Hinweis von einer anderen Westmarke, die bisher gut mit Ossis verdient hat: Titanic

Prof. Dr. Tilman Allert (72)!

In der Hörfunksendung »Toleranzkrieger und Moralstolze – Beugt sich der Staat den Tugendwächtern?« hatten Sie zum Thema Hassposts auf Twitter und Facebook einen gelungenen Vergleich anzubieten: »In diesen sogenannten Netzwerken, das waren früher nichts anderes als Leserbriefe, und in Leserbriefen ist in der Regel irgendwie so etwas … wie Hass und Hetze ausgekippt worden.«

Auf die Frage, ob Sie soziale Medien kennen oder nutzen, verneinten Sie heiter: »Sollte ich das?« Da fällt uns auch ein Vergleich ein: Diese sogenannten Radioexperten, das waren früher nichts anderes als Leserbriefschreiber, denn von beiden wird so etwas wie totale Ahnungslosigkeit ausgekippt.

Meldet sich hiermit ab: Titanic

Sie, Noch-EU-Boss Juncker,

bestätigten dem »Spiegel« auf Nachfrage, dass Sie ein sehr körperlicher Mensch seien, der sich nicht vorstellen kann, andere nicht anzufassen oder angefasst zu werden. Und dass »das Schlimmste am Gefängnis ist, dass man keine körperliche Nähe erlebt«.

Einwurf, Herr Juncker! Wir denken, dass gerade das Schlimmste am Gefängnis ist, dass man dort möglicherweise körperliche Nähe erlebt, auf die man lieber verzichtet hätte. Aber das können Sie im Gegensatz zu allen Menschen in Ihrer Umgebung wohl nicht verstehen.

Rückt Ihre Weltsicht ungewollt gerade: Titanic

Herrlich, Timo Frasch,

wie Sie in bester alter (sehr alter) FAZ-Manier die Dinge vom Kopf auf die Füße stellen (oder war’s umgekehrt?): »Zur Wahrheit gehört aber auch, dass manche Frauen es nicht zuletzt ihrem Geschlecht verdanken, dass sie sind, wo sie sind.« Also in der Küche, nicht wahr, das wollten Sie sagen?

Bringt wie immer den Müll raus: Titanic

Was lasen wir da, Ex-Bayern-Trainer Niko Kovač?

»Wenn er raus muss, muss es etwas Größeres sein«, grübelten Sie, kurz bevor Sie selber raus mussten, über Verteidiger Lucas Hernández, dessen schmerzverzerrtes Gesicht das Zitat bebilderte. War das ein Versuch, in den Kanon der kultigen Fußballsprüche à la »Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief’s ganz flüssig« aufgenommen zu werden? Wenn nicht: Ja, soll er halt scheißen geh’n!

Muss mal austreten: Titanic

Hi, StartRaum!

Als »Ort für Gründung, New Work und Innovationskultur« hast Du in Göttingen zusammen mit einer Pharma- und Labortechnikfirma und also »powered by Sartorius« eine »life science factory« ins Leben gerufen, die »Räume für Coworking« und eine »Prototyping Werkstatt« sowie »Event und Workshopflächen« präsentiert, wo’s dann um »Visual Basics«, »Smart Brands« und »Leading the Future« geht. Cool, nice und irgendwie crazy! Am besten gefiel uns aber die anderthalbstündige »Lecture Performance« vom 16. November 2019, die den »Work Life Space« zum Thema hatte und am Ende unter dem Motto »Get Together« die Antwort auf alles präsentierte: »Drink & Think«.

Cheers!

Lallt noch ganz besoffen von Dir: Titanic

Ja ja, David Hasselhoff,

Sie fühlten sich geehrt, am diesjährigen Tag der deutschen Einheit in der Max-Schmeling-Halle in Berlin aufzutreten. »Deutschland war das erste Land, das sich ohne Gewalt wiedervereinigt hat«, sagten Sie im Interview mit der Deutschen Presseagentur. Etwaige Vorbehalte verstünden Sie nicht: »Auch wenn es noch Probleme gibt zwischen Ost und West. Wen kümmert das? … Mit Sicherheit einige Deutsche. Aber was soll das? So ist das Leben.«

Yes, Hasselhoff, und wen kümmert Ihr schales Geschwätz? Mit Sicherheit niemanden. Aber was soll das? So ist Ihr Leben. Aber zum Glück nicht das von Titanic

Gut gemacht, »Zeit Campus«!

Unter dem Titel »Adorno-Kids« fasst Du die Eckdaten wichtiger Philosoph*innen kurz zusammen, darunter natürlich auch Adorno. Dadurch, dass Du dessen Kritische Theorie in Rubriken wie »Bonuswissen« und »Zitat zum Angeben« presst, zeigst Du anschaulich, was noch mal genau mit dem Begriff Kulturindustrie gemeint war. Und führst vor Augen, dass Adorno mit seiner Idee sehr richtig lag. Genau das war ja schließlich auch Dein Plan, oder?

Philosophische Grüße von Titanic

»Vernebelt«, Strubbelkopp Volker Weidermann,

fanden Sie neulich im »Spiegel« Rüdiger Safranskis Hölderlin-Biografie. Obwohl sich doch der AfD-Sympi früher klarer artikulierte: »Safranski ist es oft gelungen, die großen Gestalten der deutschen Kulturgeschichte lebendig werden zu lassen.« Beziehungsweise, wie Sie nur einen Satz später meinen: »Er ist ein Mann, der in der Vergangenheit lebt und sie lebendig machen kann.«

Das ist erfreulich; ein quicklebendiger Lebemann, dieser Safranski, dem der élan vital aus jeder Pore quillt, aber was ist, Weidermann, mit Ihnen? Sind Sie noch am Leben, oder hat inzwischen ein Schreibautomat mit einem Hang zu Redundanzen Ihren Job übernommen?

Einfach mal ins Freie kommen, den Strubbelkopp entschlacken und entnebeln, rät: Titanic

Liebe Frau Karin Schmidt-Friderichs,

als Vorsitzende des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels schwurbelten Sie es neulich in der »Welt« auf den Punkt: »Unsere Branche tut ab und zu so, als gäbe es gute und schlechte Literatur. Ich finde, es gibt passende und zu Stimmungen nicht passende Bücher. Manchmal mag ich ganz einfach unterhalten sein. Vielleicht sogar gehalten von einem Buch. Umarmt.«

Das ist schön. Lassen Sie sich ruhig von Büchern ordentlich durchknuddeln. Wir umarmen solange lieber ganz traditionell Bäume, bevor aus denen Papier für Bücher und Zeitungen wird, denen der Unterschied von Klischee und Originalität, Aufklärung und Verblödung, Macht und Ohnmacht genauso einerlei ist wie Ihnen.

Ihre Stimmungskanonen von der Titanic

Brrr, Tilman Kuban!

Von der »Zeit« gefragt, welches Tier das politischste sei, wieherten Sie: »Als Niedersachse sage ich: das Pferd. Weil es sturmfest und erdverwachsen ist.«

Nun kann ein erdverwachsenes Pferd ja weder traben noch galoppieren. Streng genommen kann es sich gar nicht vom Fleck bewegen, tritt nur auf der Stelle. Damit haben Sie ein Bild geschaffen, das wahlweise als exemplarisch für den Zustand von CDU, SPD oder der Groko durchgehen könnte, was wiederum für einen Nachwuchspopulisten wie Sie gar nicht mal so schlecht ist.

Will jetzt trotzdem nicht weiter darauf herumreiten: Titanic

Erst einmal, Theo Pagel,

möchten wir Ihnen natürlich ganz herzlich zu Ihrem neuen Posten als oberster Raubtierkapitalist gratulieren, denn ab diesem Jahr sind Sie Präsident des Weltzooverbandes. Das war sicher eine ganz schöne Ochsentour, die Sie da im Vorfeld absolvieren mussten, um sich die Stelle zu krallen. Wir haben aber auch Bedenken: Wird Sie die Koordinierung dieses Sauhaufens überlasten? Hat Ihnen der Weltzooverband mit Ihrer Einsetzung einen Bärendienst erwiesen? Haben Sie immer genug Zucker in der Tasche?

Denn schließlich sind Sie nicht nur für Ihre erfolgreiche Vogel-Strauß-Politik bekannt, sondern auch dafür, schnell aus einer Mücke einen Elefanten zu machen und arglose Zoobesucher mit diesem böse hinters Licht zu führen. Das zumindest pfeifen die Spatzen von den Dächern (des Affenhauses).

Wir hoffen auf jeden Fall, dass Sie zumindest den Löwenanteil Ihrer Vorhaben gewuppt kriegen!

Ihre Zoophilen von Titanic

O Alpenverein Stade!

Dass Du Dich in Zeiten der Gletscherschmelze damit begnügst, die Deiche Deiner Heimat auf der niederelbischen Geest zu bewandern, ist nur (öko-)logisch.

Quo aber vadis, Alpenverein Stade, wenn auch diese im Orkus des Anthropozäns verschwunden sein werden?

Fragt eine, die weiß, wovon sie redet, nämlich Titanic

Sie, Snoop Dogg, alter Kapitalist,

leben den Adam Smith’schen Grundgedanken der spezialisierten Arbeitsteilung so vorbildhaft wie kein Zweiter. In einer US-Radiosendung berichteten Sie, einen neuen Mitarbeiter fest angestellt zu haben: einen professionellen Jointdreher, dessen einziger Job es sei, zu merken, wann wieder eine neue Kiffrunde notwendig ist. Insbesondere priesen Sie sein gutes »Timing« und ermunterten die Zuhörer: »Wenn Sie in etwas, das ich brauche, großartig sind, stelle ich Sie ein!«

Wir fragen, alter »Snoopadelic«, durchaus auch aus Eigeninteresse: Haben Sie eigentlich schon jemanden, der Ihnen morgens die Zeitung reinholt, Ihre 76 983 Sonnenbrillen entstaubt, Ihren Stern auf dem Walk of Fame poliert, täglich Ihre 135 Millionen US-Dollar zählt, verfeindeten Eastcoast-Rappern Telefonstreiche spielt (Stichwort Timing!), Sie abends bei Instagram ausloggt oder in Ihrer unüberschaubaren PR-Entourage einzig dafür zuständig ist, zu merken, wann das Karriereende längst überfällig ist?

Freut sich schon auf einen Auslandseinsatz an der Westküste: Titanic

Und aber Achtung, Tagesschau!

Du twittertest nach der Wahl in Thüringen: »CDU – Turbulenzen nach dem Absturz«. Wir sind zwar keine Flugexperten, aber ist Dir da die Reihenfolge nicht etwas durcheinandergeraten?

Fragt aus dem Tower: Titanic

Petri heil, Hubert Aiwanger!

Nach der Logik Donald Trumps wären bekanntlich alle gesellschaftlichen Probleme der USA gelöst, hätte nur jeder dort lebende (hellhäutige) Mensch stets ein Maschinengewehr bei sich. Da Sie, Aiwanger, weder über den Intellekt noch den politischen Instinkt des aktuellen Potus verfügen, sondern nur ein kleiner Westentaschen-Trump sind, der hackedichten Sepplhosenträgern nach dem Maul reden muss, fiel Ihnen das folgende Sicherheitskonzept ein: »Ich bin überzeugt, Bayern und Deutschland wären sicherer, wenn jeder anständige Mann und jede anständige Frau ein Messer in der Tasche haben dürfte.«

Was für Hohepriester des Autoritären »anständige Deutsche« sind, ist aus Himmlers Posener Rede sattsam bekannt. Bleibt zu hoffen, dass Ihr Publikum, debil und bräsig wie es ist, mit seinen Messern nur Butterbrote schmieren will.

Ungern anständig: Titanic

Auf die Plätze, fertig, los, niederländische Sprinterin Madiea Ghafoor!

Und zwar zum Haftantritt. Sie sind wegen Einfuhr von Drogen und Beihilfe zum Drogenhandel vom Landgericht Kleve zu einer achteinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Laut Ihrem Verteidiger wollen Sie die Entscheidung jedoch anfechten, weil Sie davon ausgegangen waren, lediglich illegale Dopingsubstanzen im Auto gehabt zu haben, mit denen Sie sich für die diesjährige Leichtathletik-WM in Doha aufputschen wollten.

Das mag jetzt für Ihre weitere Karriere als Rundendreherin auf dem Knasthof ein echter Downer sein, aber Speed ist eben nicht gleich Speed!

Gefangen im Satirerausch: Titanic

Gewitzt, Chip.de!

In Deinem Artikel »Nach der Pleite von Thomas Cook: Wer eine Reise plant, sollte jetzt eine Frage stellen« freuten wir uns auf die klärende Antwort der einen Frage, die alles bedeutet, mehr noch, die gewichtiger ist als die Frage bei Indiana Jones, welcher Gral denn jetzt der Heilige ist. Leider beantwortetest Du zunächst viele andere Fragen, zum Beispiel, ob Kunden nach der Pleite auf ihr Geld hoffen können oder wer den Schaden zahlt. Ganz am Ende gabst Du uns den Tipp: »Wer eine Pauschalreise plant, sollte im Vorfeld mit dem Reiseveranstalter klären, welcher Versicherer im Insolvenzfall einspringt.«

Wow, danke für diese Information, vor allem, nachdem wir wertvolle Flugzeit vergeudet haben, indem wir uns durch den ganzen Artikel quälten, der hauptsächlich die Situation der geplagten Reisenden von Thomas Cook beschreibt – mithin dem Anbieter, der für unsere Reiseplanung derzeit am allerwenigsten in Frage kommt.

Auf und davon: Titanic

Hallöchen, Joe Weingarten (SPD)!

Als Nachrücker von Ex-SPD-Chefin Andrea Nahles hetzten Sie in einem »Tagesspiegel«-Interview: »Warum soll ich Kriminelle oder Menschen, die den Sozialstaat hintergehen, nicht als ›Gesindel‹ bezeichnen? Das ist der Sprachgebrauch vieler unserer Wählerinnen und Wähler.« Tja, und wissen Sie, als was Wählerinnen und Wähler Sie und die Partei, die den Sozialstaat erfolgreich abgebaut hat, gerne bezeichnen würden? Das dürfen wir Ihnen auf Anraten unserer Justitiarin leider nicht verraten.

Solange im Biergarten: Titanic

Servus, liebe Österreicher!

Ihr seid wirklich immer für eine verstörende Geschichte gut. So schwappte neulich dieser ORF-Bericht über die Alpen zu uns: »Am Wochenende ist bekannt geworden, dass ein Wanderfalke durch eine präparierte Taube vergiftet worden ist. In Verdacht steht ein Taubenzüchter aus Villach … Die Tiere [wurden] mit dem verbotenen Insektizid Corbuforan zu ›Kamikazetauben‹ … Wenn eine solche Taube tot gebissen wird, hat er [der Falke] das Gift im Rachen.«

Da mussten wir natürlich sofort an einen schwarzkomischen Klassiker aus Euren Breiten denken: Georg Kreislers »Taubenvergiften im Park«, oder, wie es in diesem Fall korrekt heißen muss: »Tauben vergiften im Park«.

Hat lieber den Spaß in der Hand als die Kamikazetaube auf dem Dach: Titanic

Malte Boecker, Direktor des Beethoven-Hauses in Bonn!

Zwei Monate vor Beginn der Feierlichkeiten anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten ist sicher, dass die Beethovenhalle nicht zur Verfügung stehen wird, weil die Sanierung nicht fertig geworden ist. Sie aber störe das nicht, denn es ermögliche Ihnen, den Blick weniger auf das Repräsentative zu lenken und sich mehr auf Inhaltliches zu konzentrieren. Hä? Und wenn die Halle fertig geworden wäre, hätten Sie sich mehr aufs Repräsentative und weniger aufs Inhaltliche konzentriert?

Das lassen Sie aber den Meister nicht hören, sonst nimmt der Ihnen kurz vor Beginn noch den Taktstock aus der Hand und managt seine Erinnerungsfeiern selber!

Tipp von Titanic

Nur mal so, Wolfgang Tiefensee!

Als Sie, thüringischer SPD-Chef und -Spitzenkandidat, nach der historischen Schlappe bei der Landtagswahl riefen, Ihre Partei sei stark und würde noch gebraucht, da haben Sie doch gemeint, sie sei stark geschrumpft und würde noch gebraucht zum Auslachen, oder?

Verkürzte Grüße Titanic

H&M-Chef Karl-Johan Persson!

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Bloomberg machten Sie sich Sorgen darüber, dass nach Flug- und Autoindustrie künftig auch die Textilbranche von Klimaaktivisten angegangen werden könnte. Deren Konsumverzicht hätte »einen kleinen Einfluss auf die Umwelt, aber schreckliche gesellschaftliche Konsequenzen«. Klimapolitik sei zwar »unglaublich wichtig«, aber noch wichtiger sei’s halt, »gleichzeitig weiter Jobs zu schaffen« und »die Gesundheitsversorgung zu verbessern – und all das kommt mit wirtschaftlichem Wachstum«. Denken Sie da zum Beispiel an Jobs wie den als Näherin in einer Ihrer Ramschfabriken in Bulgarien, Kambodscha, Indien oder der Türkei, bei dem man aufgrund der miserablen Bezahlung zu Überstunden gezwungen ist? Was zu Mangelernährung, Burnout oder gar Ohnmacht am Arbeitsplatz führt, aufgrund derer Arbeiterinnen mitunter kopfüber in die Nähmaschine fallen? Greift da die verbesserte Gesundheitsversorgung, die das stete wirtschaftliche Wachstum von H&M gebracht hat? Und welche schrecklichen gesellschaftlichen Konsequenzen wären das jetzt noch mal, vor denen Sie warnen? Die Insolvenz von Typen wie Ihnen?

Kann auf Sie verzichten: Titanic

Kroatische Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarović!

Wir danken Ihnen für ein Statement über illegale Push-back-Aktionen gegen Geflüchtete, das Sie schon im Juli dem Schweizer Rundfunk gegenüber abgegeben haben und das uns erst jetzt in die Hände fiel: »Natürlich gibt es ein bisschen Gewalt, wenn man Menschen abschiebt. Mir wurde vom Innenminister, vom Polizeichef und von den Polizisten vor Ort, die ich getroffen habe, immer wieder versichert, dass sie nicht zu viel Gewalt anwenden.«

Ein bisschen Gewalt, aber nicht zu viel: Besser kann man auch die deutsche Staatsraison in Sachen Flucht und Asyl nicht zusammenfassen. Ein bisschen Gewalt, das heißt: Reizgas, Schlagstöcke, Platzwunden. Mittelmeer. Nicht aber: Gaskammern, Angriffskrieg, Hungertod. Das wäre definitiv zu viel. Wir haben ja aus unserer Geschichte gelernt!

Mit Maß und Mitte: Titanic

Je nun, Stern.de!

Du bist zum 25. Jahrestag einer CD-Veröffentlichung folgender Frage nachgegangen: »MTV Unplugged: Warum Nirvanas legendäres Konzert beinahe zum Desaster geworden wäre«. Weil, hihi, plötzlich der Strom wieder da war?

Ansonsten von Deinem Geschreibsel eher nicht elektrisiert: Titanic

Hach, T-online.de!

Einen Deiner Klatschartikel überschriebst du mit »›Love Island‹-Melissa und Pietro Lombardi werden kein Paar« – die ganze niederschmetternde Wahrheit hingegen verstecktest Du geschickt im zugehörigen Link: »pietro-lombardi-und-love-island-star-melissa-aus-ihnen-wird-nichts-mehr«.

Ganz ehrlich, T-online: aus Dir aber auch nicht.

Grüßt von der Liebesinsel: Titanic

»Heidegger Studies«!

Als wir erfuhren, dass Ihr in Eurer aktuellen Ausgabe einen Aufsatz mit dem Titel »Seinlassen des Mitdaseins aus dem Sein-zum-Tode?« veröffentlicht habt, stellte sich uns eine grundstürzende fundamentalontologische Frage: Könnt Ihr so was nicht einfach sein lassen?

Gruß vom mannigfaltigen Dasein auf der Titanic

Bonjour, Emmanuel Macron!

Sie erklärten die Nato nun also für »hirntot«. Nun ja, was sollen wir sagen? Da arbeiten nun einmal hauptsächlich Soldaten, Sie verstehen?

Nach wie vor der Aufklärung verpflichtet: Titanic

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Huhu, Frank Thelen!

Huhu, Frank Thelen!

Sie sind ein teiggesichtiger deutscher Unternehmer, Investor bei der strunzdummen Show »Höhle der Löwen« und außerdem noch Autor von Büchern, in denen ehrlich das Allerdämlichste steht, was man aus eh schon schwachsinnigen Wörtern wie »Mindset« im Jahr 2020 noch machen kann. Ihr neustes Schundwerk heißt »10xDNA«, und darin erklären Sie u.a., dass bald Flugtaxis durch unsere Städte sausen werden. Aber das wissen Sie ja alles selbst!

Warum wir Ihnen schreiben? Weil Sie der behämmerten Münchner »Abendzeitung« im Interview steckten, dass ein Start-up aus Ihrem »Portfolio« sich das »retronasale Riechen zunutze gemacht« habe und daher naturgemäß eine Flasche entwickeln musste, aus »der man pures Wasser trinkt und dennoch Geschmack über Geruch wahrnimmt«. Das habe es »bislang so noch nicht gegeben«.

Und hier möchten wir entschieden widersprechen! In unserer Gestaltungsabteilung sitzt nämlich ein Herr namens Thomas Hintner, und dieser hat das retronasale Riechen schon vor vielen Jahren so weit auf die Spitze getrieben, dass er herbes Pilsbier trinken kann – und dabei nichts als Wasser schmeckt. Dafür braucht er nicht mal Flaschen wie Sie! Und wenn Ihnen, Esel Thelen, dieser Brief zu frech ist, dann schickt Kollege Hintner Ihrem idiotischen Start-up eine Patentklage.

Gluck, gluck! Titanic

 Entlarvend, lieber Kapitalismus,

ist ausgerechnet die Arte-Doku »An den Ufern des Nil: Zwischen Assuan und Luxor«. Darin erklärt der Sprecher mit gewohnt sonorer Stimme: »Die losgesprengten Felsbrocken werden zum Nil geschleppt und auf Frachtkähne verladen. Eine Szene wie vor Jahrtausenden. Heute schultern keine Fronsklaven die zentnerschwere Last für die Tempel der Pharaonen. Die Männer arbeiten freiwillig und schuften für einen kargen Lohn.«

Einfach toll, was Du, Kapitalismus, in 4000 Jahren so geschafft hast. Nächste Revision dann in weiteren 4000 Jahren, vielleicht sogar zum Mindestlohn?

Glaubt aber eher nicht: Titanic

 Roland Tichy, alter Einblicker!

Auch in zweiter Instanz haben Sie Ihre Klage gegen Claudia Roth verloren, die Ihnen zugeschrieben hatte, dass Ihr »Geschäftsmodell«, das in der Herausgabe des rechten Blogs »Tichys Einblick« besteht, »auf Hetze und Falschbehauptungen beruht«, was Sie als falsche Tatsachenbehauptung gewertet und untersagt wissen wollten.

Und ob Sie es glauben oder nicht, Tichy: Wir können Ihren Ärger verstehen. Wozu macht man sich schließlich die ganze Mühe? Weshalb wir also gegen Roths dreiste Ehrabschneiderei ein für alle Mal klarstellen wollen: Selbstverständlich beruht Ihr Geschäftsmodell nicht nur auf Hetze und Falschbehauptungen, sondern mindestens ebenso sehr auf Dummheit, Infamie, bewussten Lügen, Perfidie, Täuschung und nicht zu vergessen einem ordentlichen Schuss Narzissmus.

Mit ganz tiefem Einblick: Titanic

 Otto Schenk! Otto Schenk!

Als 91jähriges Urgestein der deutschsprachigen Theaterlandschaft plauderten Sie in der TV-Sendung »Willkommen Österreich« über Ihre Tierliebe im Allgemeinen und zu Papageien im Besonderen. Einem von Ihnen so genannten »Leihpapagei« wollen Sie den Satz »Heut red’ i nix« beigebracht haben. Und wie nebenbei konstatierten Sie: »Nicht sprechende Papageien sind für mich keine Papageien.«

Aber aber, Herr Schenk, gehen Sie doch nicht so hart ins Gericht mit unseren kunterbunt gefiederten Freunden. Selbst der beredteste aller Papageien ist von Zeit zu Zeit unpässlich oder schlecht aufgelegt oder womöglich im Alter taub geworden. Denken Sie bitte noch mal darüber nach!

Will ’nen Keks: Titanic

 »Spiegel«!

»Schwimmen im Freibad ist wie ein Besuch bei McDonald’s«, heißt es im Teaser einer Deiner Artikel. Weil man nie hundertprozentig weiß, ob nicht vielleicht irgendwo jemand reingespuckt hat, aber zumindest auf die Pommes immer Verlass ist?

Fragen Deine Freunde in Fett schwimmender Nahrungsmittel aus der Redaktion von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Revolte

Schon seit Jahrtausenden lassen sich die Bienen vom Menschen nach Strich und Faden ausbeuten und hinters Licht führen. Wilde Instinkte und Resistenz gegen Milben und Krankheiten wurden zugunsten von Zahmheit und ungesundem Fleiß weggezüchtet, hochwertiger Honig wurde immer wieder entwendet, im Tausch gegen billige Glukoselösung. Doch damit ist jetzt Schluss. Widerstand regt sich in den Bienenstöcken, zumindest bei meiner Nachbarin, deren Bienen dazu übergegangen sind, den Honig lieber gleich zu verputzen und die Waben mit dem lauen Zuckerwasser vollzupumpen.

Miriam Wurster

 Ohne Worte

Man kann das Wesen eines Menschen ja in vielem erkennen. Zum Beispiel darin, wie er über seine Badezimmertürschwelle stolpert. Oder darin, wie er ein Glas Wasser fallen lässt. Vielleicht auch darin, wie er auf sein Bett springt und wie er sich abrollt, wenn er hinunterfällt. Aber was für ein Wesen hat einer, frage ich mich, der, wie mein neuer Nachbar, all dies im selben Moment tut?

Teja Fischer

 Metaphysik

Wahre Physiker sterben nicht, es reorganisieren sich nur ihre Teilchen.

Jürgen Miedl

 Genusspunkte

Dass Umlautzeichen appetitanregend wirken können, wird einem so richtig bewusst, wenn man beim Lesen einer Speisekarte zum ersten Mal mit »Raucherlachs« konfrontiert wird.

Julia Mateus

 Schlechter Werbeslogan

Mit Sagrotan läuft Sack rot an

Elias Hauck

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
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Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURTorsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 07.07.:

    Hans Zippert schreibt in der FAZ über 80 Jahre Ringo Starr.

  • 03.07.:

    Das Online-Magazin Bookster unterhält sich mit Pit Knorr über sein Alter Ego "Opa Corona".

     

  • 23.06.:

    Stefan Gärtner schreibt in der "Jungen Welt" über den Film "Übers Reck", der Clemens Meyers Rede zu den ausgefallenen Ruhrfestspielen 2020 zeigt. 

  • 15.06.:

    Christian Y. Schmidt erinnert im "Neuen Deutschland" an den Verleger und Autor Jörg Schröder.

  • 02.06.:

    Culturmag.de bespricht Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod".

Titanic unterwegs
15.07.2020 Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus Oliver Maria Schmitt, Michael Sowa u.a.
17.07.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella, Gartenlesung
19.07.2020 Schwarzenbach a. d. Saale, Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst Katharina Greve: »Die dicke Prinzessin Petronia«
27.07.2020 Leipzig, Werk 2 Martin Sonneborn