Briefe an die Leser | Juli 2018


Vorbildliche Angela Merkel!

Über Ihren wie immer psychisch restlos ausgelaugt wirkenden Pressesprecher Steffen Seibert kritisierten Sie das Treffen der beiden Fußballer Mesut Özil und İlkay Gündoğan mit Ihrem Waffenbruder Recep Tayyip Erdoğan. Es sei eine Situation entstanden, »die Fragen aufwarf und zu Missverständnissen einlud«, als Nationalspieler hätten die beiden ja Vorbildfunktion. Das wirft wiederum bei uns eine Frage auf: Sie als Kanzlerin nicht?

Lädt zum Missverständnis ein: Titanic

Hohe Kosten, Herr Gauland,

hat der Diebstahl Ihrer Badebux verursacht, wie wir im »Stern« lasen. Denn: »In der Hose war mein Hausschlüssel, und daher musste die gesamte Schließanlage des Hauses ausgetauscht werden.«

Einer wie Sie hat nur eine ganz normale Schließanlage? Bräuchten Sie nicht Tore mit Stacheldraht drauf, Wachtürme, Schleusen und Körperscanner? Und sei es nur, um sich wohlzufühlen.

Würde so oder so gerne Ihren Schlüssel klauen und abschließen, wenn Sie zu Hause sind: Titanic

Kompliziert, Ann-Kathrin Büüsker (Deutschlandfunk),

ist es schon mit diesem Europa, das verstehen wir. Wo endet die EU, wo der Kontinent, wo die europäische Idee? Aber dass der Ukraine-Konflikt ein »Krieg vor Europas Türen« sein soll, das hat uns dann doch ein wenig stutzen lassen.

Empfiehlt Diercke: Titanic

Hallo, Béla Réthy

und Ihr übrigen Schießbudenfiguren vom Fußball-TV! Laut einer Studie der TU Berlin kennt die Fußballsprache 185 verschiedene Wörter für »schießen«. Ihr seid darauf vermutlich so stolz wie ein Torschützenkönig. Ist auch einfach zum Schießen, wenn Ihr Dinge sagt wie: »Der Einssechsundachtzigmann kickt die Kugel in den Kasten.«

Und wir wissen, wie sehr Euch die Milch einschießt, wenn Ihr mit Synonymen um Euch schießen dürft. So eine Studie ist schließlich geradezu ein Schießbefehl für erklärte Feinde der Wortwiederholung, einfach mal die Zügel schießen zu lassen und alles rauszuhauen, was einem so durchs Köpfchen schießt.

Kennt 185 Wörter für »genervt«: Titanic

Smoothe »Süddeutsche«!

Mal angenommen, dass der in Deinem Magazin befragte Olivenölexperte mit dem Diktum »Milde ist meistens ein Zeichen von Ranzigkeit« recht hat. Weiterhin unterstellt, es ergäbe Sinn zu fragen, »warum ein Spitzen-Olivenöl im Hals brennen muss«. Was bedeutet dann die von Dir seit Jahren praktizierte Milde mit all den Missständen auf dieser Welt, z.B. der sich in Ernährungsfragen ausdrückenden Dekadenz? Und warum verbleibt nach Deiner Lektüre niemals ein scharfer, immer nur ein öliger Nachgeschmack?

Verklappt Dich in der Altöltonne: Titanic

Leider, liebe Mitglieder von »Klassik in Klagenfurt«,

können wir im Juli kein einziges Konzert Eures lobenswerten Vereins besuchen. Am 7. sind wir schon bei »Blues in Bludenz«, am 14. ruft »Salsa in Salzburg«, am 21. zieht’s uns zu »Metal in Melk«, und am 28. findet ja wieder »Punk in Purkersdorf« statt.

Gruß von den Oldies auf der Titanic

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD)!

Angesichts des Dauerumfragetiefs Ihrer Partei plädierten Sie laut DPA für einen gelasseneren Umgang mit den Ergebnissen: »Ich finde, dass Angst und Panik immer ein falscher Ratgeber ist in der Politik.«

Dafür aber, und darüber sollten Sie sich spätestens bis zur Kampa 2021 Gedanken machen, bei politischem Wankelmut und inhaltlichem Einerlei ein Garant für dauerhaft stabile und absolute Mehrheitsverhältnisse. Fragen Sie mal die Genossen in sagenwama der Demokratischen Volksrepublik Korea.

Ihre Meinungsdiktatoren von Titanic

Ernsthaft interessiert, Julian Reichelt (@bild),

sind wir ausnahmsweise an Ihnen. Denn uns treiben diese Fragen um: Weshalb möchten Sie, der Sie zur Erringung der Diskurshoheit über Leichen gehen, diese zudem schminken und ausstellen, unbedingt auch noch als moralische Instanz wahrgenommen werden? Weshalb nutzen Sie »trauernde Mütter« zur Reinwaschung Ihres zynischen Treibens? Glauben Sie wirklich, eine integre Person zu sein?

Herrje, so wenig Selbstreflexion besitzt doch nicht mal Donald Trump. Stehen Sie zu Ihrem Arschlochtum, Mann!

Dann sieht Ihr Lächeln vielleicht auch einmal nicht aus wie die mühsame Simulation menschlicher Gefühle eines Psychopathen!

Ihre besorgten Mütter auf der Titanic

Schon jetzt, Ildikó von Kürthy,

können wir es kaum abwarten, bis im Oktober Ihr neues Buch »Problemzonen« erscheint, enthält dieses doch laut Rowohlt-Verlagswerbung nichts Geringeres als Ihre »besten Texte«. Und was haben wir uns unter diesen Problemzonen vorzustellen? »›Problemzonen‹ – das sind die Liebe und das Ende der Liebe, das sind Freundschaft, Feindschaft, Elternschaft und Schokolade. Es geht um Leben und Tod.«

Uns fallen da spontan noch ein paar andere heikle Zonen ein: Könnte es am Ende nämlich nicht so sein, dass Leute wie Sie und Ihre Leserschaft (»Menschen mit Verstand, Herz und Humor« im allgemeinen sowie »Brigitte« lesende »wunderbare Frauen, die über sich selbst lachen und mit ihren Freundinnen weinen können« im speziellen), denen in ihrer Saturiertheit, Bequemlichkeit und Langeweile offensichtlich wirklich alles so eins ist wie Elternschaft und Schokolade, und die vermutlich tatsächlich glauben, in ihrem durchwattierten Dasein gehe es um Leben und Tod – dass genau die dafür verantwortlich sind, dass es sich bei der Welt, in der wir leben, um eine Zone mit echten Problemen handelt? Echte Probleme? Kennen Sie nicht?

Das dachte sich schon: Titanic

Liebe Bonner CDU,

findest Du es nicht etwas unpassend, die Ankündigungsplakate für Deine Bürgersprechstunde mit Beethoven-Konterfeis zu zieren? Immerhin war der doch taub, oder?

Da-da-da-daaaaa! Titanic

Huhu, Boris Palmer (Grüne)!

Einen gemeinsam mit Richard Arnold (CDU) verfassten Gastbeitrag für die FAZ beginnen Sie so: »In den vergangenen drei Jahren war klar: Über Kriminalität und Flüchtlinge redet nur die AfD. Für die anderen gilt: Vor dem Gesetz sind alle gleich, und wir haben einen funktionierenden Rechtsstaat. Ein Mörder ist ein Mörder, egal wo er herkommt. Das ist richtig, und doch können wir nach dem unfassbaren Mord an Susanna nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.«

Soso, wir erinnern uns da etwas anders. Nicht nur nahmen Beiträge über kriminelle Flüchtlinge in nahezu allen Parteien und Medien überproportional viel Raum ein; besonders Sie, Palmer, gehörten dabei zu den großen Vorhetzern. Kaum etwas anderes war von Ihnen zu vernehmen als Einlassungen über Flüchtlinge, Kriminalität und Rechtsstaat und dass niemand darüber spräche.

Mit diesem für jedermann offenkundigen Selbstwiderspruch beweisen Sie wieder einmal, dass Sie der wahre König aller Dummbatze sind; doch haben Sie dank Ihrer Lügen zuletzt überraschend recht: »Wir« können oder, wie Sie wohl vielmehr meinen, dürfen nach diesem Mord nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, die da nämlich bedeutet: weitere reißerische Scheißartikel über das kriminelle Wesen von Flüchtlingen aus Ihrer Trottelfeder, Palmer, der Sie den Rechtsstaat nur versagen sehen, wo’s der Heimatpflege dient, und bei guten deutschen Traditionen wie dem Negerklatschen schon mal fünfe gerade sein lassen.

Schöne Grüße auch an Hofnarr Arnold im garantiert asylbewerberfreien Staate Dummbatz lässt ausrichten: Titanic

Franklin Templeton!

Du bist eine Frankfurter Investmentgesellschaft und wirbst im Wirtschaftsfernsehen so: »Nutzen Sie jeden Meilenstein als Sprungbrett!« Wär’s aber nicht andersherum, hm, gesünder?

Aua: Titanic

Deutsche Forschungsgemeinschaft!

Dein Wissenschaftsprogramm »Intentional Forgetting in Organisationen« mit dem Ziel, »die Mechanismen des menschlichen Vergessens für einen technischorganisationalen Kontext nutzbar zu machen«, ist ja mal eine, wenn auch in technokratischen Sprachmatsch verpackte, gute Absicht! Bevor wir uns bewerben, wüssten wir gerne, ob wir da auch erforschen dürfen, welche Menschen und Organisationen man komplett vergessen kann. Und wie man das mit dem absichtsvollen Vergessen eigentlich hinkriegt.

Denkt garantiert nicht an einen blauen Elefanten: Titanic

Land in Sicht, Sascha Hehn!

Wie wir zu unserer Überraschung erfuhren, leben Sie noch und wollen nun beim ZDF-»Traumschiff« aussteigen, denn: »Leider hat die Serie in den letzten zwei Jahren ihren Charme verloren.«

Tatsächlich? Ist es wirklich vorbei mit dem Charme altbundesrepublikanischer Bräsigkeit Kohlscher Prägung, als reiche Tunichtgute auf einem Klima und Umwelt zerstörenden, tonnenschweren Stahlmonstrum um darbende Entwicklungs- und Wirtschaftskrisenländer herumschipperten, dabei ihre Alltagsproblemchen (Gewicht! Die Alte muckt! Der Nachbar ist noch reicher!) verhandeln, um dann am Ende beim Captain’s Dinner mit Wunderkerzen im Kaviar doch festzustellen, dass es zu Hause am schönsten ist? Dann schauen wir vielleicht doch mal wieder rein!

Von Traumschiff zu Traumschiff: Titanic

Meisterpolemiker Denis Scheck!

In Ihrer Literaturmeinungssendung »Druckfrisch« gaben Sie anlässlich Prechts »Utopie für die digitale Gesellschaft« in bewährt opulenter Rhetorik eine politische Meinung zum besten: »So glaube ich etwa, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 1500 Euro im Monat eine Bevölkerung hierzulande entstehen ließe, die dem römischen Plebs der Kaiserzeit an Amüsiersucht und Grausamkeit in nichts nachstünde.«

Himmel, Arsch und Schampusglasbruch! Angesichts dieser Guido-Westerwelle-Gedächtnis-Blödheit sind wir in Ihrem Fall sofort für ein bedingungsloses Grundeinkommen! Wobei, ganz bedingungslos dürfte es nicht sein: Sie müssten dafür das öffentliche Sprechen stante pede einstellen!

Und statt dessen täglich die grausamen Nachwirkungen von Billigalkohol aushalten.

Findet: Titanic

Ach Gottchen, Birgit Kelle (»Welt«)!

Selbstverständlich verteidigen Sie mit Verve das große Kreuzeanklöppeln in Bayern, weil es höchste Zeit sei, der »grassierenden Entchristlichung« entgegenzutreten. Die nämlich von diesen Islamerern forciert wird: »Morde und Anschläge im Namen des Islam, und dann erst diese beleidigte Humorlosigkeit der Muslime, wenn man ihren Propheten durch den Kakao zieht, gepaart mit einer Neigung, das Ganze gern nonverbal und neuerdings mit Messern aller Größen zu klären.«

Aber auch von den christlichen Würdenträgern: »Während sich der Eine-Welt-Laden-Glauben der evangelischen Kirche politisch im regenbogenfarbenen Gendernebel langsam, aber sicher auflöst, fühlt man sich auf katholischer Seite zunehmend bemüßigt, gutmenschelnd gestrandete Boote in Gotteshäuser zu schleppen oder auch mal das Licht auszumachen, wenn die Falschen vorbeilaufen.« Bleiben also nur Markus Söder und Sie, die christliche Kirche zu retten und sie uns zu erklären, denn: »Genaugenommen ist die christliche Botschaft recht einfach: Seid anständige Menschen.« Aber, Frau Kelle – dann sollten doch gerade Sie froh sein, wenn die Entchristlichung hier ordentlich grassiert!

Hält Kurs auch im regenbogenfarbenen Gendernebel: Titanic

Fast schon sympathisch, Fa. Porsche,

ist, dass Du entgegen der branchenüblichen Vertuschungsstrategie ganz offen zugibst, dass das alte Vorurteil, ein Sportwagen diene als Penisersatz, tatsächlich stimmt.

Dein neuer Elektrowagen heißt »Taycan«, was »sinngemäß ›lebhaftes, junges Pferd‹« bedeutet, und beschleunigt mit »zwei permanent-erregten Synchronmotoren (PSM) mit einer Systemleistung von mehr als 600 PS (440 kW) … in deutlich weniger als 3,5 Sekunden auf Tempo 100 und in unter zwölf Sekunden auf 200 km/h«. Wir empfehlen als Standardfarbe Pillenblau.

Vergiss nie: Alles kann, nichts Priapismus! Titanic

Prost, Jan Ehlert (Tagesschau.de)!

Dass Sie anlässlich des 60. Geburtstags von Margot Käßmann und deren damit verbundenen Ruhestands als Pfarrerin rückblickend auch die Promillefahrt vom Februar 2010 ansprechen, ist zweifellos Ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht geschuldet. Die Passage mit der Überschrift »Ihr Terminkalender ist voll geblieben« zu betiteln, fällt dann aber doch wohl eher in unser Metier, oder?

Kolleliale … hicks … Grüße von Titanic

Guten Morgen, Zoo Leipzig!

Im Grunde begrüßen wir es ja, wenn in diesen hektischen Zeiten nicht gleich jede Neuigkeit direkt in die Welt posaunt wird, solange man noch nichts Genaues weiß. Aber sag mal, wo Du jetzt eine Pressemitteilung herausgegeben hast mit dem verheißungsvollen Titel: »Südamerika ist eröffnet!« – das war doch schon vor über 500 Jahren!

Eilpost von Titanic

Ach, Sibylle Lewitscharoff,

Sie machen es uns aber auch zu einfach: »Ich verwende keine gendergerechte Sprache, weil der ganze Quatsch entsetzlich aussieht und bürokratische Ungeheuer gebiert, die den Lesefluss stören.«

Nein, über dieses Stöckchen werden wir jetzt nicht springen, möchten aber noch auf den Satz eingehen, den Sie in der »Zeit« im Rahmen der jüngsten Pseudodebatte nachschoben: »Mir ist noch keine einzige gescheite Frau begegnet, die sich dieses Unfugs befleißigt.«

Sehen Sie, Frau Lewitscharoff, Ihnen ist schlicht noch keine einzige gescheite Frau begegnet, Punkt. Weil gescheite Frauen eben dies sind: gescheit genug, um Ihnen aus dem Weg zu gehen.

Genau wie Titanic

Du, Kollege »Rolling Stone«,

wirbst bei Facebook mit dem Satz »Wir suchen den neuen Hunter S. Thompson« um neue Musikjournalisten. Als vorbildliche Kandidaten haben wir uns natürlich auf den Job vorbereitet und schon zehn Joints gequarzt, zwei Pappen geschmissen, ein paar Teile geballert, etliche Gramm Koks gezogen und mehr Meskalin geschluckt, als nach dem ganzen anderen Zeug noch gut gewesen wäre.

Jetzt bleibt eigentlich nur noch zu klären: Wann können wir anfangen?

Schluck-schluck! Titanic

Ach ja, Bild.de,

da haben also in Bremen »mehrere bislang unbekannte Täter« einen Mann lebensgefährlich zusammengeschlagen, weil »sie glaubten, er sei in einem Fernsehbeitrag als Pädophiler enttarnt worden«, und Du zitierst den Polizeibericht, wonach »niemand das Recht hat, die Justiz« (womit vermutlich »das Recht« gemeint war) »in die eigene Hand zu nehmen«.

Na so was! Du, Bild.de, hast damit bei Überschriften wie »Warum gibt es Bewährung für Kinderschänder?« oder »Pädophiler Lehrer veralbert Justiz« natürlich nichts zu tun – andererseits: Angesichts von Redakteuren, die vor nicht allzu langer Zeit über eine 14jährige sabberten, sie habe ein »dunkle Walla-Walla-Mähne, mandelbraune Augen, sinnliche Lippen und Beine bis zum Himmel« leuchtet durchaus ein, dass Du Selbstjustiz gegen Pädophile ablehnst.

Walla-walla: Titanic

Hey, Fifa!

Hocherfreut durften wir neulich erfahren, dass Dein Sicherheitschef den wunderbaren Namen Helmut Spahn trägt, weswegen wir uns schon vor Beginn der WM in Russland darauf gefreut haben, im Zuge einiger Krawalle die deutschen Kommentatoren schreien zu hören: »Spahn könnte schießen, Spahn schießt und … tot! TOOOOT!«

Ist bekanntlich der Weltmeister aus Deutschland: Titanic

Auf ein Wort, Stadt Freiburg!

Aufgrund zweier Morde im Jahr 2016 hat Deine Verwaltung einen eigenen Gemeindevollzugsdienst eingerichtet, um den Menschen ein gutes Sicherheitsgefühl zu geben. Jetzt ist eine Bilanz dieser polizeiartigen Premiumeinheit erschienen. Das Ergebnis: Vor allem Fahrradfahrer wurden angehalten.

Wenn bei Euch Ökos nicht auch die Kriminellen grundsätzlich auf E-Mountainbikes, Tandems und Klapprädern unterwegs sind, hier ein kleiner Vorschlag: Investiert doch lieber Euer Geld in kostenlose Fahrradlichter, Bremszüge und Helme für alle.

Radschlag von Titanic

Aber, Julian Brandt!

Sie sind Fußballspieler bei Bayer Leverkusen und sagten über Ihren offenbar wechselwilligen Teamkollegen Bernd Leno: »Bernd ist wirklich hartnäckig. Egal, was man aus ihm herauskitzeln will: Er lässt sich einfach nichts entlocken. Wo es für ihn hingehen soll, weiß ich aber nicht.«

Hm. Lassen Sie uns raten: Ihr anderer Kollege Stefan Kießling dagegen redet wie ein Wasserfall und erzählt Ihnen alles; aber was er nach seiner Karriere macht, hat er Ihnen gesagt? Oder wurden Sie einfach falsch zitiert – obwohl der betreffende Journalist schlampig gearbeitet hat?

Dann entschuldigt sich ohne Wenn und Aber: Titanic

Huhu, »Spiegel online«!

»Das steckt hinter antisemitischem Mobbing«, willst Du uns endlich aufklären, aber wir haben da schon unsere ganz eigene Theorie, die speziell Deinen Kolumnisten Jakob Augstein verblüffen dürfte, nämlich: Antisemitismus!

Die Mobbing-Experten der Titanic

Auf bewundernswerte Weise, Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim,

kämpft Ihr – z.Zt. vor dem BGH – dafür, dass Eigentumsadel auch weiterhin verpflichtend ist. Darum untersagt Ihr der für ihren radikalen Gemeinfrei-Terror berüchtigten Plattform Wikimedia die digitale Reproduktion einer Reproduktion eines Originals in Eurem Besitz, das den Komponisten Richard Wagner zeigt und vor weit über 100 Jahren gemalt wurde.

Wo kämen wir denn auch hin, würde man die letzten Bruchstücke der Kulturhoheit forträumen und Kulturgüter irgendwie allen Menschen zur Verfügung stellen? Die Öffnung des Pariser Louvre für die Allgemeinheit 1793 im Zuge des plötzlichen Ablebens des letzten Eigentümers ist Euch bestimmt mahnendes Andenken bis heute. Unsere Solidarität mit Euren Interpretationen des Urheberrechtes hält sich freilich in den engen Grenzen eines Bastille-Verlieses.

Grüße aus dem Download-Ordner, ça ira! Titanic

Glück im Unglück, Stefan Mross,

hatten Sie, als während der Proben zu Ihrem auf dem Festivalgelände des Europa-Parks Rust produzierten ARD-Schlagerbums »Immer wieder sonntags« ein Großbrand im Freizeipark ausgebrochen war. »Gestern hat es eine Schrecksekunde gegeben, die etwas länger gedauert hat«, moderierten Sie tags darauf Ihre Sendung vor Publikum an, das im Gegensatz zu Ihnen allerdings nicht so glimpflich davonkam. Ihre Entertainer-Qualitäten und Show-Acts wie Beatrice Egli, Michael Holm, Nicole oder die Dorfrocker: das ist eine Schrecksekunde, die noch etwas länger dauert – nämlich insgesamt 120 Minuten.

Tröööt! Titanic

Visionärin Kathrin Spoerr!

Das sogenannte Diesel-Fahrverbot in Hamburg hat Sie zu diesen Zeilen in der »Welt« inspiriert: »Ich hätte ein paar Vorschläge. Richtig wäre es, alle Straßen für alle Dieselautos zu sperren und zwar für immer.« Unser Reden! Aber das war noch nicht alles: »Es wäre ein logischer Schritt, auch Kreuzfahrtschiffen Fahrverbot zu erteilen … Ich plädiere für ein Fahrverbot für alle Schiffe … Die Passagiere und die Waren bleiben also, wo sie sind. Die Fabriken, die auf Waren warten, könnten dann einfach schließen. Die Leute bleiben zu Hause, Arbeit war einmal. Alle, die unbedingt etwas herstellen, verkaufen oder erarbeiten wollen, wandern aus nach China.«

Und dazu gehörten doch als supertaffe Hochleistungsjournalistin zweifellos auch Sie, Kathrin Spoerr! Sie und alle anderen Meinungsnervbratzen schön weit weg in China in der Produktion, was wäre das bloß? »Es wäre das Paradies.« Allerdings! Der ganze Kapitalismus im Arsch wegen nicht einmal 2,2 Straßenkilometern – wenn das Karl Marx noch hätte erleben dürfen!

Verzichtet jetzt schon aufs Fahren: Titanic

Uff, Edgar Selge!

Houellebecqs Romane – aktuell spielen Sie am Theater die Hauptrolle in »Unterwerfung« – sind für Sie »ein großes Bekenntnis zu seiner eigenen Müdigkeit«. Und auch Sie selbst, lasen wir kürzlich im »Spiegel«, merken beim Lesen von Michels Büchern, »wie sehr ich mich in meinem Leben anstrenge«. Ach je!

Unter den Fragen des Magazins litten Sie ebenfalls: »Wir haben 90 Minuten, ich versuche, so viel wie möglich von meinen Überzeugungen loszuwerden, es tickt eine Uhr, das ist anstrengend.« Und wir, lieber Edgar Selge, fanden es dann irrsinnig strapaziös zu lesen, was Sie auf drei Seiten über Ihren Schwiegervater Martin Walser, den lieben Gott und vermutlich wohl noch zu einer Menge anderer Themen zu sagen hatten.

Aber Fertiglesen war einfach viel zu anstrengend für Titanic

Eure Eminenz Kardinal Gerhard Ludwig Müller!

Was Sie alles wissen: »Homophobie existiert einfach nicht, sie ist eindeutig eine Erfindung, ein Instrument totalitärer Herrschaft über den Geist anderer.«

Sie meinen also, Homophobie ist so etwas wie – Gott?

Kriegt man als Kurienkardinal eigentlich auch mal eine Kur verschrieben? Titanic

Firma Göttmann!

Du bist eine alteingesessene Firma für Männerkopfbekleidung im südhessischen Bensheim, was vielleicht kein ganz so idealer Standort wie Paris, London oder sogar Berlin ist; und doch, seit 80 Jahren gibt es Dich, ja sogar im »weltweiten Vertrieb«; gab es im Jahr zwei Kollektionen, Geschäfte, die Deine Produkte führten, und wer wollte, konnte Dich anrufen oder Dir sogar eine E-Mail schreiben.

Aber ach, der Wind der Globalisierung fuhr auch Dir in die Knochen, und ängstlich holtest Du Dir Rat bei Leuten, die sich vermutlich »Marketing-Experten« nennen und was von »frischem Wind« faselten; und seither bist Du, alteingesessene Fa. Göttmann, »Göttmann Caps and Hats«, und die Rubra auf Deiner Homepage heißen »Collections«, »Shops«, »Retail« und »Contact«, was zu Deinen »kreativen Ideen und angesagten Looks, immer casual und unkompliziert« passen mag, Dir aber auch diesen Brief an die Leser einträgt.

Denn lass Dir, liebe Fa. Göttmann, es von Leuten gesagt sein, die sich mit alten Hüten wirklich auskennen: Now you sound like Bensheim.

Hut ab vor Titanic

Erfolgreiche Schnulzensängerin Namika!

Ihre »größte Inspirationsquelle«, verrieten Sie der Zeitschrift »DB Mobil«, »ist mein eigenes Leben, viele meiner Songs sind autobiographisch.« Das macht Sie glücklich, also das »Musikmachen«; denn glücklich wird man ja nur, sehr richtig, indem »man etwas tut, das man liebt« und wiederum Stoff für autobiographisch inspirierte Musik … nun ja, lassen wir das. Schließlich wird es nun endlich stichfester: »Manchmal rennt einem das Glück aber auch hinterher, und man bekommt das gar nicht mit.«

Ist ja nicht wahr! »Deswegen muss man von Zeit zu Zeit stehenbleiben und sich umdrehen.« Und wohin zum Beispiel? Natürlich zu »meiner Familie in Frankfurt, meinen Lieblingsmenschen«. Denn: »Frankfurt ist in jeder Hinsicht mein Kopfbahnhof.«

Wir fassen (inspiriert) zusammen: Sie tun, was Sie lieben, gehen also in jeder Hinsicht voll nach vorne, unbeirrbar und ganz geradeaus, müssen sich dafür aber auch manchmal umdrehen – den ganzen Körper oder nur den Kopf? –, um schließlich punktgenau in Ihren Gedankenbahnhof einzurollen (von wo es dann nur noch rückwärts, mit Glück, wieder rausgeht). Kurz gefragt: Sind Sie eigentlich glücklich?

Ihre Engel von Titanic

Ein guter Monat, Weltgeist,

war es für uns, sind wir doch sowohl auf die Managementberaterin mit dem Schwerpunkt Fehlerkultur in Organisationen, Frau Elke M. Schüttelkopf, als auch auf die Macherin der ZDF-History-Dokumentation »Henker, Hexen und Vampire – Die Macht des Unheimlichen«, Anja Greulich, gestoßen.

Danke dafür: Titanic

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Sieh an, General Franco!

Sieh an, General Franco!

Jetzt ist’s offiziell: Sie werden umziehen. Das beschloss der Oberste Gerichtshof Spaniens. Bedeutet: Kein weiteres Abhängen mit Fascho-Pilgern in Ihrer von Zwangsarbeitern errichteten Kultstätte samt größtem Christenkreuz der Welt und frischen Blumen auf Ihrem Grab. Wurde auch Zeit, dass Sie die morschen Gebeine zusammenraffen und auf die Müllhalde der Geschichte tragen! Wie bitte? Sie werden auf einen staatlichen Friedhof nahe Madrid verlegt? Gute Güte, dass es diesen Despoten und Kriegsverbrechern aber auch immer so schwerfällt, ihren Platz einzunehmen!

*Kopfschüttel* Titanic

 Genial, Christoph Rottwilm (»Manager Magazin«)!

An Ihrem Artikel »Was Geldanleger von Superreichen lernen können« gefällt uns nicht nur der Titel, sondern auch, wie Sie gleich zu Beginn relativieren: »Reich werden. Es mag höhere Ziele im Leben geben, Glück beispielsweise, oder wenigstens Zufriedenheit und Wohlbefinden. Aber reich werden?« Ist man an dieser Stelle nicht bereits vom Kapitalismus geheilt, kann man weiterlesen: »Die meisten hätten wohl nichts dagegen einzuwenden, wenn ihnen das gelänge (nämlich reich zu werden). Doch wie stellt man es an? Ein Blick auf diejenigen, die es geschafft haben, lohnt sich …«

Und was haben Sie bei Ihren Recherchen in den Untiefen der Hochfinanz herausgefunden? »Unter den reichsten Menschen der Welt finden sich Leute mit den unterschiedlichsten Talenten. Nur eines haben alle gemeinsam: Sie wissen, wie man ein Vermögen vermehrt.« Ach, so geht das mit dem Reichwerden! Super! Da haben wir für Sie, Herr Rottwilm, gleich ein paar Ideen für zukünftige Artikel: Die erfolgreichsten Rennfahrer haben gemeinsam, oft als Erster im Ziel zu sein. Alle Bestsellerautoren haben gemeinsam, viele, viele Bücher zu verkaufen. Und »Manager Magazin«-Journalisten haben das gemeinsame Talent, uns auf die Nerven zu gehen.

Weiß, wie man Spaß vermehrt: Titanic

 Hicks, Juliane E. Reichert!

Im »Magazin für Barkultur« »Mixology« schreiben Sie unter dem Titel »Heimat und Hefe« über einen angeblichen Fruchtweintrend: »In welcher Variante auch immer, Cidre löscht den Durst und schmeckt fruchtig, meist nach Apfel, immer wieder auch nach Birne; man muss deutlich mehr Liter von ihm trinken, als der Körper zu fassen vermag, um ihm ein Sodbrennen zu entlocken.« Wem denn jetzt eigentlich? Dem Körper? Dem Cidre? Dem Apfel?

Klingt auf jeden Fall, als hätten Sie auch damit Erfahrung. Aber in welcher Variante auch immer, irgendwie haben Sie uns gerade ein Sodbrennen entlockt. Wollen Sie es wiederhaben?

Stößchen! Titanic

 Rudi Cerne (ZDF)!

Wie wir gelesen haben, sollen Ihre Zuschauer entsetzt gewesen sein, nachdem Sie in Ihrer Sendung »Aktenzeichen XY … ungelöst« Fotos einer Leiche gezeigt hatten. Dabei hatten Sie doch vorher extra darauf hingewiesen, dass das Bild manche Leute verstören könnte.

Wir wünschten uns vielmehr, Sie würden jedes Mal, bevor der Schirmherr Ihres XY-Preises für Zivilcourage, Horst Seehofer, eingeblendet wird, eine entsprechende Warnung aussprechen.

Hat immer noch Albträume vom letzten Mal: Titanic

 Zeugen Jehovas!

»Warum ist das Leben so kurz?« steht neuerdings auf Euren Aufstellern. Verständlich, das zu fragen, wenn man den ganzen Tag Blättchen verteilen und über Gott reden muss.

Im Geiste bei Euch: die Ketzer von

Vom Fachmann für Kenner

 Mythmist

Mir ist noch nie einer begegnet und ich bin meines Wissens noch nie einem aufgesessen, obwohl ich seit meiner Geburt in Großstädten lebe: Ich glaube, es gibt einfach keine urban myths. Oder ist genau das ein urban myth?

Adrian Schulz

 Gedenken

Ich erinnere mich gut daran, dass meine Mutter Micky Maus, Fix und Foxi, Asterix, Tim und Struppi, Superman, Prinz Eisenherz und so weiter, kurz: Comics aller Sparten und Genres als »dumm« bezeichnete, als »obszön«, »primitiv« und »verblödet«. Für was sie meine Mutter allerdings nicht hielt, war »pervers«, »geisteskrank«, »widerlich«, »ätzend« oder »barbarisch«. Das rechne ich ihr bis heute hoch an!

Theobald Fuchs

 Phonographisches Gedächtnis

Ich weiß noch genau, wo ich war, als der Anruf kam: am Telefon.

Tim Wolff

 Premiere

Letzten Monat habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben eine indische Oper angesehen. Es war ein großartiges Singhspiel.

Andreas Maier

 Durch die Schokolinse betrachtet

Wenn kein anderer Laden in Sicht ist und der kleine Hunger naht, muss ich wohl oder übel den benötigten Schokoriegel an einer Tankstelle kaufen. Dann stehe ich in der Schlange und ärgere mich über die Auto-Idioten vor mir, die den Treibstoff für ihre Dreckschleudern bezahlen wollen, mir damit die Zeit und der Umwelt die Zukunft stehlen. Andererseits: Ohne solche Idioten gäbe es diese Tankstelle nicht, an der ich mitten in der Pampa Schokolade kaufen kann. Die Welt ist mir schon oft viel zu kompliziert.

Katharina Greve

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
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Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 11.11.:

    Lesart - das Literaturmagazin auf Deutschlandfunk Kultur bespricht den endgültigen Satire-Soundtrack.

  • 11.11.:

    Stefan Gärtner schreibt in der "Jungen Welt" über den Sondermann-Preisträger Nicolas Mahler. 

  • 08.11.:

    Tim Wolff in der FAZ über Urlaub im Luxuskitahotel.

Titanic unterwegs
13.11.2019 Eupen, Jünglingshaus Max Goldt
14.11.2019 Essen, Zeche Carl Max Goldt
15.11.2019 Köln, Comedia Max Goldt