Briefe an die Leser | Februar 2018


Aber das, verehrtes »Fine«-Magazin für Genuß und Lebensstil,

war dann eine Hammerinformation, wie wir sie in einem Magazin für Lebensstilgenuß niemals nicht erwartet hätten: »Eines darf bei Thomas Anders am Tisch nicht fehlen, wenn er seine Gäste bewirtet: ein gutes Glas Wein.« Ein gutes Glas Wein! Für Gäste! Ja gibt es das!

Versuch’s doch beim nächsten Mal mit etwas Prickelnderem, vielleicht: »Eines darf bei Thomas Anders am Tisch nicht fehlen, wenn er seine Gäste bewirtet: ein Eimer Sperma.« Dann folgen Dir vielleicht auch wieder

Deine Gäste von Titanic

Februar!

Jetzt ist es schon seit Oktober abends und morgens dunkel. Es hat in diesem Winter sogar mehrmals richtig geschneit. Wir haben den November tapfer durchgehalten (dunkel, kalt, bäh). Klaglos den Dezember ertragen (noch dunkler, Weihnachten). Dann haben wir unsere Kraft zusammengenommen, um auch noch den Januar zu überstehen – morgens Düsterkeit, abends Schwärze. Wir haben uns eingeredet, daß das gemütlich wäre, uns in Wolldecken gehüllt und Grog getrunken, Geschichten vom Schlittenfahren aus unserer Kindheit erzählt. Wir haben unsere Winterdepression als schaurig-inspirierende Melancholie überhöht.

Was willst Du noch von uns? Es langt! Wirf uns Ableism vor, aber mal ehrlich: Du bist gar kein vollwertiger Monat, mit Deinen 28 Tagen. Du bist auch noch wankelmütig (»Oho, Schaltjahr, ätsch!«). Du bist das fünfte Rad am Wagen der dunklen Jahreszeit. Du bist ein Trittbrettfahrer auf dem Schlitten von Väterchen Frost. Du bist, mit Verlaub, nur ein Furunkel am sonnenentfernten Arsch der Erdkugel.

Schaff Dich ab, Februar, mach Platz für den Frühling! Titanic

Wunderbar, deutsche Buchverlage,

ist die Konsequenz, mit der Ihr einem einmal von Euch für originell befundenen Trend die Treue haltet. So um das Jahr 2014 hattet Ihr begonnen, mit Büchern wie »Ein Buchladen zum Verlieben«, »Meine wundervolle Buchhandlung« oder auch »Ein Laden, der Glück verkauft« der nicht zuletzt dem Online- und Versandirrsinn sich verdankenden Erosion des klassischen mittelständischen einzelhändlerischen Kleinunternehmens eine infantile Idyllisierung entgegenzusetzen – und macht unverdrossen auch in diesem Jahr mit vielen traumhaften Titeln weiter, wie ein kursorischer Blick in Eure Programme belegt: »Die Buchhandlung der Träume« (Goldmann); »Die kleine Inselbuchhandlung« (Rowohlt); »Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg« (Aufbau); »Rosies wunderbarer Blumenladen« (Goldmann); »Der zauberhafte Trödelladen« (Blanvalet); »Das wunderbare Wollparadies« (Blanvalet); »Mein wunderbarer Antikladen im Schatten des Eiffelturms« (Aufbau). Wunderbar ist das, wunderbar, wunderbar und nochmals wunderbar. Wenn nicht gar gelegentlich sogar zauberhaft.

Denkt aber trotzdem nicht im Traum daran, Euch auf den Leim zu gehen: das Satireparadies Titanic

Mario Gomez, Sie Versager!

Warum diese provokante Anrede, fragen Sie sich? Nun, nachdem wir uns von einem talentlosen Antifußballer wie Ihnen anhören mußten, Sie Superflasche hätten beim VfL Wolfsburg »zu viele Schulterklopfer« ertragen müssen, denn »egal, wie wir gespielt haben, alle Leute haben immer gesagt, wie toll ich bin, wie gut ich bin«, wollen wir den gottverdammten Taugenichts, der Sie sind und immer bleiben werden und der es – unvergessen – bereits fertiggebracht hat, aus einem Meter Entfernung über das leere Tor zu schießen, einfach mal auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Sie Lusche.

Klopfklopf: Titanic

Weia, Deutscher Schäferhund!

Die bestimmt nicht deutschfeindliche sächsische Polizei hat Dich gegen Deine belgischen Artgenossen ausgetauscht, und der MDR hat von einer Hundetrainerin die Gründe erfahren: »Total überzüchtet« seist Du nämlich, unfit, hüftkrank, nachgerade eine »sozialunverträgliche Kackbratze«, ja, Du hast noch nicht mal Lust, zu machen, was Dir Dein Hundeführer befiehlt!

Und zu genau dieser antiautoritären Wesensveränderung gratuliert Dir mit einem aufmunternden Wuff-Wuff: Titanic

Servus, bester Thomas Gottschalk!

Anfang des Jahres twitterten Sie: »Ich bin gerade Opa geworden.« Glückwunsch – aber wieso »gerade«?

Fragen Ihre Pfleger auf der Titanic

Angeklagter Ralf Wohlleben!

Der Vorsitzende im NSU-Prozeß Manfred Götzl kam nicht umhin, während der Nebenklage-Plädoyers die Verhandlung wieder einmal zu unterbrechen, da Sie angeblich Rückenprobleme plagten. Kann es sein, daß Ihnen Ihre einschlägig bekannten Szene-Anwälte neben Haftprüfungs- und Haftbeschwerdeverfahren sowie mehreren Befangenheitsanträge nur eine weitere, hüstel, »Verteidigungsstrategie« aus dem Hakenkreuz leiern wollten, da Ihnen von den Zeugen so recht keiner den Rücken gestärkt hatte? Oder mangelt es Ihnen schlicht am Rückgrat, Ihre Schuld einzugestehen?

So oder so können Sie uns den Buckel runterrutschen: Titanic

Western Union!

»Bei Betrug ist Verhinderung unsere effektivste Taktik«, konstatiertest Du in einer Mail an Deine Kunden. Diese dürfte freuen, daß die Taktik nicht beispielsweise in »Weggucken« oder »Kleinreden« besteht. Erklärst Du demnächst auch noch, worin Deine Strategie bei der Betrugsbekämpfung besteht?

Immer im Zielkonflikt: Titanic

Jens Spahn, alter Lurch!

Auf einer Diskussionsveranstaltung quakten Sie, daß Ihnen »unsere Nichtschnelligkeit große Sorgen« mache, und forderten: »Das deutsche Planungsrecht muß verändert werden. Wir müssen endlich verhindern, daß jeder vermutete Nistplatz von Lurchen etwas jahrelang verhindern kann.«

Genau! Denn BER, Elbphilharmonie, mangelnde Sozialwohnungen, marode Schulen – überall verzögern Frösche und Molche die Abläufe. Manchmal müssen sogar Autofahrer wegen herumstreunender Kröten langsamer fahren! Das ganze Land ist im Grunde stillgelegt von diesen Viechern, und niemand unternimmt etwas dagegen. Außer Ihnen natürlich. Sehr gut. Aber jetzt verraten Sie uns doch noch, welche Amphibien sich eigentlich in Ihrem Oberstübchen so raumgreifend eingenistet haben? Oder hat Ihr Vogel einfach nur ein bißchen viel abgelaicht?

Schnell wie immer: Titanic

Lieber Rewe!

Lebensmittel – wer liest sie nicht? Noch feiner als Deine »Feinkostsaucen-Trilogie« fänden wir es, wenn Du demnächst auch ein Rotwein-Epos anbötest – oder gar eine Tetrapak-Tetralogie!

Freut sich auf die Alkohollektüre: Titanic

Fürwahr, Prof. Monika Grütters (CDU)!

Sie, Kulturstaatsministerin in Berlin, verrieten dem »Tagesspiegel«: »Mit unserer Mitgliederbefragung vor einem Jahr haben wir das Wahlergebnis gründlich aufgearbeitet. Die Auswertung hat mehr Text als Goethes ›Faust‹.«

Der Vergleich erscheint uns ein wenig sinnlos, denn Sie wissen ja: Es irrt der Mensch, so lang er strebt, vor allem, wenn er Mitgliederbefragungen auswertet. Zudem hätten wir von Ihnen, immerhin ehemalige Germanistikstudentin, gerne gewußt: Mehr Text als der Tragödie erster Teil, der Tragödie zweiter Teil oder beide zusammen? Mit oder ohne Regieanweisungen? Haben Sie’s auch in heißem Bemühn gereimt? Und so sehr Sie die Länge der Auswertung Ihrer Mitgliederbefragung auch beeindrucken mag, Prof. Grütters, wird sie dennoch Leute, Pudel, sogar lustige Gesellen noch schneller und sicherer in den komatösen Tiefschlaf schicken, als es dem ollen Goethe je gelang. Darauf geht jede Wette ein:

Ihr wie immer gründlicher Mephistopheles von der Titanic

Wow, »Spiegel online«!

Unter der Überschrift »Festgenommener trägt ›Trust Me‹-Shirt« schriebst Du: »Im US-Bundesstaat Pennsylvania hat die Polizei einen 24jährigen wegen Autodiebstahls festgenommen. Er trug ein Shirt, das so gar nicht zu seinem Verhalten paßte.« Dies verblüffte Dich, Spon, offenbar so sehr, daß es Dir eine eigene Meldung wert war. Ja, verrückte Welt! Was kommt als nächstes? Bankräuber, die keine geringelten Overalls tragen? Trickbetrüger in grauen Anzügen? Piraten ohne Holzbein und ohne Papagei auf der Schulter? Oder gar scheinbar relevante Nachrichtenseiten, die dann aber doch wahllos unbrisantes Gewäsch aus der Panorama-Law-and-Order-Sparte vermelden?

Fragen Deine stets stilsicheren Banditen von Titanic

Halt, Herbert Kickl (Innenminister Österreichs)!

Auf einer Pressekonferenz zu Österreichs neuer Migrationspolitik stellten Sie die Forderung, Asylbewerber künftig an einigen, speziell dafür eingerichteten Orten zu »konzentrieren«.

Nicht, daß wir uns falsch verstehen: Überrascht sind wir von dieser Nazipolitik natürlich nicht. Aber wir waren davon ausgegangen, daß direkte Hitlervergleiche immer noch unsere Aufgabe sind.

Lädt schon mal nach: Titanic

Aufgemerkt, Gesundheitsfreaks!

Wir haben Euren neuesten Freß- bzw. Nichtfreßtrend, das sog. Intervallfasten, noch einmal perfektioniert, haben die Fastphasen zusammengestaucht und regelmäßig über den Tag verteilt. Zwischen Frühstück und zweitem Frühstück sowie zwischen zweitem Frühstück und Mittag verzichten wir je zwei Stunden auf eine Mahlzeit; sodann wird eine Stunde bis zur Nachmittagsvesper gehungert, worauf eine Askese von nicht weniger als dreieinhalb Stunden bis zum Abendbrot folgt. Hartgesotten wie wir inzwischen sind, stellen wir die Nahrungszufuhr nach dem Mitternachtssnack komplett ein, bis wir nach circa acht (!) Stunden mit frischer Frühstückslust aufwachen.

Während dessen verbieten wir uns übrigens auch das Rauchen, Spritzen, Schnupfen, Masturbieren und Joggen (soll ja auch ungesund sein, wie man liest).

Nix zu danken: Titanic Health

Prima, Deutsche Oper Berlin!

Da war bei Dir wegen einer defekten Sprinkleranlage kurzzeitig alles unter Wasser, aber nach provisorischen Reparaturarbeiten konnte der Spielbetrieb schon nach ein paar Tagen beinahe wie geplant weitergehen, nämlich womit? Mit »Schwanensee«.

Wasser marsch! Titanic

Apropos, Schönheitssalon Lünebeauty!

Eine Anmerkung zu Deinem Slogan »Be yourself. Be beautiful«: Beides auf einmal kriegen wir beim besten Willen nicht hin.

Trotzdem danke! Titanic

Verwirrt, Sami Slimani,

hast Du uns mit folgendem Tweet: »Ich bin weit davon, perfekt zu sein.« So weit, so verständlich, jedoch zwitschertest Du weiter: »Aber das macht uns gerade schön.« Ist das so? Haben Du und Deine Schwestern nicht dieses Buch geschrieben, das fast komplett aus Schönheitstips besteht? Dann aber: »Scheißt bitte auf die Schönheitsideale dieser Generation.« Und: »Du mußt keine aufgespritzten Lippen haben, um schön zu sein, keine Kurven haben oder schlank sein. FUCK THAT.«

Okay, wir sollen also einfach wir selbst sein. Aber wie kannst Du dann gleichzeitig davon sprechen, selbst nicht perfekt zu sein? Sei doch einfach Du selbst! Und was meinst Du mit Deinem Ratschlag »Lächle so oft wie möglich!«? Vielleicht wollen wir ja gar nicht lächeln? »Schmink dich so, wie du dich wohlfühlst.« Was, wenn Frauen sich gar nicht schminken möchten? So viele Fragen, Sami! Schreib uns Deine Antworten doch in die Kommentare.

Kann nicht mehr folgen: Titanic

Stutzen, Bono,

mußten wir beim Lesen Deiner Bestandsaufnahme der Entwicklungen in der Musikindustrie: »Music has gotten very girly.« Es gebe überhaupt keinen Raum mehr für »young male anger«! Immerhin Du sorgst dafür, daß zumindest ein wenig Zorn junger Männer in der Branche erhalten bleibt. Etwa mit Songs wie »Summer of Love«, »You’re the best thing about me« und natürlich »Love is all we have left«. Ein Glück, daß wir Dich haben!

Küßchen: Titanic

Du, Matthias Schweighöfer,

hast in der sachsen-anhaltischen »Volksstimme« als »großer Fan des Ostens« Deine Landsleute (DDR) gegen bösartige Stereotype verteidigt: »Uns wird immer nachgesagt, daß wir geistig ein wenig zurückgeblieben sind. Ich finde, daß wir bei diesem Klischee stark aufgeholt haben.« Das dürfte bei dem überschaubaren Gesamtniveau (»What A Man«: 1,78 Millionen Kinobesucher, »Vaterfreuden«: 2,36 Mio. und »Der Nanny«: 1,65 Mio.) aber auch nicht allzuschwer gefallen sein.

Unselig: Titanic

Hey, Tonya Harding!

Sie haben nun also ein Geständnis betr. Begebenheiten vor den Olympischen Spielen 1994 abgelegt. Ein Geständnis nach nur 24 Jahren: Ist das nicht etwas arg übers Knie gebrochen?

Mit dreifacher Pirouette ab: Titanic

Liebe Zombiepartei SPD!

Noch weit vor dem Beginn der Koalitionsverhandlungen warf »Spon« die zeitlos knifflige Frage auf: »SPD in der Krise, tot oder lebendig?«

Wir kennen die Antwort leider nicht, schlagen aber ein Gedankenexperiment zum Umgang mit dem Dilemma Deines Daseins vor: Du wirst mit all Deinem Personal, allen Parteipapieren und der gesamten Basis in eine Box gesperrt. Drinnen gewährleistet eine raffinierte Quantenkonstruktion, daß Du entweder tot oder lebendig bist. Von außen ist dann beides möglich, solange keiner Dein Innenleben untersucht. Und sich gar nicht mehr mit Dir befassen zu müssen, SPD, wäre ja der absolute Idealzustand! Name für das Experiment: Schröders Katze.

Ist’s egal, ob Du die nötige Existenz aufbringst, um dies zu lesen: Titanic

Zeitungen der Funke-Mediengruppe!

Falls es Euch noch keiner gesagt hat: Schön, daß es Euch gibt! Haben doch die Brandrodungen im Blätterwald dafür gesorgt, daß man das Wort »Zeitung« nur noch ganz selten im Plural liest. Umso stärker prickelt unsere Gänsehaut, wann immer ein Volksvertreter Euch gleich geschlossen und in toto ein Interview gibt! »Der bayerische Innenminister sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe« – da sieht man doch gleich ein gutes Dutzend Zeitungsmikrofone sich dem Hermann entgegenerigieren, den Ministerlackl gar ehrfürchtig von Zeitungshaus zu Zeitungshaus migrieren, jedem Blatt der Funkengruppe einzeln seine Aufwartung machen.

So soll es sein, so strahlt die vierte Gewalt im vollen Wichs! Fern sei uns der Verdacht, daß da ein einzelner unterbezahlter Volontär für eine Zentralredaktion berichtet, welche die Nachricht inhaltsgleich unter einem Dutzend leergesparter Labels positioniert. Deswegen, Zeitungen der Funke-Mediengruppe: Stay funky!

Die Redaktionen der Titanic-Mediengruppe

Präzisionsdenker Wolfgang M. Schmitt!

Nachdem auch der letzte seinen Kommentar zur #MeToo-Debatte abgegeben hatte, preschten Sie, Doktorand an der Uni Trier und Youtuber, in der NZZ mit einer naturgemäß starken Meinung durch die sperrangelweit offene Tür: »Sexismus geht gar nicht, aber Sexualität läßt sich nicht auf Sexismus reduzieren.« Wegen der aufgebrachten Frauen stehe nun nämlich nahezu »jede Bemerkung, jedes Kompliment und jede Annäherung« von insbesondere Männern »unter Generalverdacht«. Dabei sei doch das Werben notwendigerweise »von Zweideutigkeit, ja von Übergriffigkeit gekennzeichnet«; und bei der Verschärfung des Sexualstrafrechts habe Heiko Maas sich blind für die Erkenntnisse der Psychoanalyse gezeigt: »Wo das Über-Ich … noch laut ›Nein‹ ruft, kann das Es … bereits ›Ja‹ gesagt haben. Man kann den Geschlechtsverkehr nicht regeln wie den Straßenverkehr.«

Nach allerlei Lirumlarum mit Film- und Buchzitaten kamen Sie zu dem Schluß, sexistische Äußerungen und Übergriffe seien zwar zu verurteilen, doch mit den gegenwärtigen Regulierungsversuchen und Sprechverboten raube man der Sexualität ihren subversiven Kern und ebne »damit letztlich einer Spießigkeit den Weg, die jene der 1950er Jahre noch weit übertreffen könnte«.

Wir fassen zusammen: Damit es nicht wieder spießig wie vor 60 Jahren wird, sollen die Weiber sich mal nicht so haben und das bißchen Gegrabsche und Geficke über sich ergehen lassen, denn schließlich bedeutet Nein eigentlich Ja, wie die Psychoanalyse weiß, weil beim Geschlechtsverkehr das Es die Vorfahrt regelt, und zwar das des Mannes. Aber sagen Sie: Sind das nicht Zustände wie in den 50ern?

Ungefragte Abreibung von Titanic

Jürgen Domian!

Rund ein Jahr nach dem Ende Ihrer allnächtlichen Plauderstunde könnten Sie sich vorstellen, wieder eine TV-Talkshow zu moderieren. »Der intensive Talk mit unbekannten Menschen – das ist mein Ding«, bewarben Sie sich über die Deutsche Presse-Agentur und konstatierten: »Das ist eine Marktlücke im deutschen Fernsehen.«

Die glücklicherweise seit dem Ende der 1990er-Jahre auch weiterhin klafft, denken wir nur zurück an Sendungen mit Themen wie »Sorgerechts-Schlacht: Ich kämpfe um meine Kinder!«, »Transenalarm: Warum könnt ihr nicht normal sein?« oder »Britt deckt auf: Unfaßbare Lügen-Storys bei Vera am Mittag«. Das können Sie zugegebenermaßen aber gar nicht wissen. In der Zeit haben Sie ja damals immer geschlafen.

Hat längst abgeschaltet: Titanic

Sag mal, Zürich, Schweiz,

wie viele Dutzend Werbetexter haben eigentlich an Deinem neuen Claim »Zürich, Schweiz« gearbeitet?

Gruß aus Frankfurt, Deutschland Titanic

Gott zum Gruße, Walburgisgymnasium!

Du bist eine katholische Privatschule in Menden im schönen Sauerland, und wie man hört, wirst Du demnächst 100 Jahre alt. Das ist ja mal was! Wo aber soll dieses freudige Ereignis gefeiert werden? In der Turnhalle etwa? Nein, wie es sich für eine so fromme Anstalt gehört, wirst Du mitsamt allen 1000 Schülerinnen und Schülern gen Rom ziehen. Ein waschechter Kinderkreuzzug mithin! Anders als die mittelalterlichen Vorgänger wird man Deine Knaben und Mägdelein wohl nicht als Sklaven an die Sarazenen verkaufen, doch es mag schon sein, daß die ein oder andere Puella einem römischen Strizzi verfallen und nimmer wiederkehren wird. Dennoch: Ite, missa est.

Meinen die Pilger auf der Titanic

Rotbäckchen Eckart von Hirschhausen!

Nach nur einer Woche weggekauft war die Erstausgabe des neuen Gruner+Jahr-Magazins »Dr. v. Hirschhausens Gesund Leben«. Die Titelstory »Wie ich 10 Kilo verlor …« hat offenbar das ganze Land neugierig gemacht. Und die Fortsetzung »Wie ich zehn goldene Nasen gewann« erzählen Sie dann in der nächsten Nummer, ja?

Heillos begeistert: Titanic

Hey na, »Bento«?

»So witzig reagieren Menschen in Nordamerika auf die Kälte« betiteltest Du eine Sammlung von frostigen Schmunzelbildern und klebtest darüber so launige Kommentare wie: »Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Her mit dem bewährten Zwiebel-Prinzip!« So lollig geht es nur bei Dir zu! Aber könntest Du uns einen Gefallen tun und den nächsten Artikel dieser Art mit dem Foto eines lachend erfrorenen Obdachlosen bebildern?

Eiskalt: Titanic

Stark, Joanne K. Rowling!

»›Gar nicht mehr so hübsch‹, dachte Harry, als er Hermine in die scharfe Soße tunkte.« Oder: »Ron warf seinen Zauberstab auf Voldemort, und alle applaudierten höflich.« Diese zauberhaften Szenen stammen aus einem Fortsetzungskapitel, das eine KI der New Yorker Botnik Studios produzierte, nachdem sie mit Ihren sämtlichen Märchenschinken gefüttert worden war. Wieso fällt Ihnen so was nicht ein? Schreibmaschine vs. Rowling = 1:0!

Gönnt dem Bot von ganzem Herzen Ihren Reichtum und Ruhm: Titanic

Und sowieso, Stefan Kornelius (»Süddeutsche«),

waren Sie mit einem Deutschland ohne Regierung nicht einverstanden und sahen den Grund im allgemeinen Drang zur Mitte: »Die Ränder werden vernachlässigt, es entsteht ein Vakuum.«

Genau. Bzw. dürfen wir das der Schulphysik so durchgeben: Ein Vakuum entsteht, wenn die Ränder vernachlässigt werden? Und sollten gerade Sie sich da nicht besser um die Peripherie Ihres Kopfes kümmern? Ohren säubern, Nase putzen?

Randständig grüßt Titanic

Ganz und gar vorbildliche SZ!

Deinen Ehrgeiz, bei der Abwicklung sprachlich-grammatischer Standards voranzugehen und etwa die olle Vorvergangenheit als ja so was von vorvergangen über Bord zu schmeißen, begrüßen wir schon darum, weil dabei so präzise Sätze wie der hier herausspringen: »Gerade wurde in Günzburg ein Lkw-Fahrer zu 90 Tagessätzen und einem Monat Fahrverbot verurteilt, er stieg aus und filmte mit seinem Smartphone.«

Stellen wir uns das vor: Ein Lkw-Fahrer fährt im Lkw in den Gerichtssaal, wird wegen Gaffens zu 90 Tagessätzen verurteilt, steigt aus und filmt den Richter. Oder ist er direkt nach dem Urteil ausgestiegen und lebt jetzt als Aussteiger auf Samoa? Was wir ausschließen können, ist, daß der Lkw-Fahrer ausgestiegen war und einen Unfall mit seinem Smartphone gefilmt hatte, wofür er hernach verurteilt wurde; denn wenn es so gewesen wäre, dann hätte es Deine Karin Steinberger schließlich hingeschrieben. Denn sie kann ja schreiben; sonst wäre sie ja nicht bei, SZ, Dir!

Steigt langsam aus: Titanic

Berliner Eisbärbabys!

Wärt Ihr bitte, bitte so nett, in Zukunft etwas länger am Leben zu bleiben? Sterben könnt Ihr noch, wenn Ihr tot seid.

Hat bald keine Tränen mehr: Titanic

Trump!

In ihrer Besprechung des Enthüllungsbuchs »Fire and Fury« mäkeln die Kollegen von der FAZ, daß das Buch »lediglich in Details Neues« biete: etwa, »daß Trump aus Angst vor Vergiftung sein Bett selbst abziehe und Panik kriege, wenn jemand seine Zahnbürste berührt«. Wir hingegen finden: Zum ersten Mal erkennen wir an Ihnen, Trump, menschliche, sympathische Züge! Sie bleiben bodenständig. Statt wie im FAZ-Redakteurshaushalt die Putzhilfe das Bett machen oder die Zahnbürste vorkosten zu lassen!

Make Neurosen great again! Titanic

Und Sie, Angelika Schöttler (SPD),

sind als Berliner Bezirksbürgermeisterin verantwortlich für die Einführung des sogenannten »Hurenpasses«, der seit letztem Sommer für alle Sexarbeiterinnen in Deutschland verbindlich ist. Berlintypisch läuft die Umsetzung nur schleppend an. Auf die Frage der RBB-Abendschau, wie viele Professionelle sich bisher gemeldet hätten, antworteten Sie: »Eine Strichliste führen wir nicht.«

Schön gesagt! Welche Formulierungen dürfen wir nun in dieser Angelegenheit noch erwarten? Vielleicht, daß dieses Gesetz einen langen Schwanz an Bürokratie nach sich zieht? Und daß eine rasche Realisierung reine, ähm: Ficktion wäre?

Fragen sich die Sackbearbeiter von Titanic

Urzeitkrebs Hans-Christian Ströbele!

»Ich mische mich ein, ich diskutiere, ich telefoniere, ich rege mich auf.« Selbsterkenntnisse liegen Ihnen einfach, dazu noch im Selbsterkenntnismedium Taz: »Es war mir einfach zu stressig«; »Für vieles brauche ich doppelt so lange wie früher«; »Auch an dem großen Treffen des Chaos Computer Clubs, das gleich nach Weihnachten in Leipzig stattfinden wird, werde ich teilnehmen«.

Chapeau! Und das trotz Ihres Alters und auch wenn die Telefonanlage »im Moment völlig durcheinander« ist und »mein W-Lan mal wieder nicht klappt« – und bald mit noch viel mehr Kraft zur Verfügung, machen Sie doch »jetzt zum ersten Mal in meinem Leben etwas, was ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, was ich immer abgelehnt habe und fürchterlich fand: Ich gehe jetzt in die Muckibude, um meine Muskeln zu regenerieren« und »um körperlich nicht völlig abzuschlaffen«.

Erste Frage: Sind Sie nicht eine einzige, wabbelnde, in jeder erdenklichen Falte mit Augenbrauenhecken zuwuchernde Abgeschlafftheit? Was gibt es da noch zu »regenerieren«? Zweite Frage: Wie fühlt es sich an, so als Agent des Klassenfeinds? Dritte Frage: Fitnessstudio, W-Lan – wo soll das noch enden? Solarium? Dauerwelle? Mikrowelle? Bifi? Hubba-Bubba? Lindenstraße? Zalando-Outlet?

Bringt Sie gerne an die entsprechenden Spots: Titanic

Schade, Ulf Poschardt!

Aber wenn man erst 1967 auf die Welt geferkelt wurde, durfte man eben bei der »68er Revolution« (A. Dobrindt) noch nicht mitspielen. Da hilft es nur wenig, auf dem eigenen Profilfoto mit aufmüpfig verschränkten Armen und trotzig aufgeworfenen Lippen um Bekanntheit und Bedeutung zu ringen.

Und man darf selbst als Chefredakteur von der »Welt« nicht schreiben: »Alexander Dobrindt ist der Fritz Teufel unserer Zeit.« Wo doch nicht nur jeder 68er weiß, daß Dobrindt der dumme August unserer kreuzdummen Zeit ist und Sie, Poschardt, nur der Hanswurst sind.

Aber den spielen Sie immerhin revolutionär. Titanic

Eine letzte Anmerkung, Frau von Storch,

zu Ihrem barbarenkritischen und besänftigungsskeptischen Tweet über die Kölner Polizei, welche Neujahrsgrüße auf Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch getwittert hatte: Es ist doch allgemein bekannt, daß sich extremistische Gruppen nicht durch Worte besänftigen lassen und es generell kaum möglich ist, mit ihnen in irgendeiner Weise zu kommunizieren. Das beste Beispiel hierfür ist und bleibt Ihre eigene Partei.

Und jetzt blocken Sie sich! Titanic

Aber huhu, Stern.de!

Von »regierungsfeindlichen Protesten« im Iran berichtetest Du zum Jahreswechsel und hast uns damit sehr empört! Wurden da Regierungsmitglieder ausgegrenzt, diskriminiert gar? Mit bösen Wörtern gemobbt (»Aktenficker«, »Dekretfresser«)? Bei aller Liebe zur Demokratie: Es wäre doch wirklich sehr bedenklich, wenn Regierungen zu einer Minderheit im eigenen Land gerieten! Oder ist es nicht doch vielmehr so, daß man in Hamburg nach G20 überhaupt keine Demonstranten mehr erträgt? Egal, was sie fordern? Weil da ja u.U. Mercedesse traumatisiert werden?

Versucht, ihre Sternfeindlichkeit zu zügeln: Titanic

Weiche, Papst Franziskus!

»Papst Franziskus hat die Katholiken eindringlich vor jeglicher Kontaktaufnahme mit dem Teufel gewarnt: Die Gläubigen sollten ›nicht mit dem Satan reden‹, weil dieser eine sehr intelligente, rhetorisch überlegene ›Person‹ sei«, lasen wir erstaunt und wollen zu bedenken geben: Wenn Menschen wie Sie, die noch immer an den Gehörnten glauben, nicht mehr mit intelligenten, rhetorisch überlegenen Personen sprechen dürfen – dann bleibt ihnen ja nur noch Gott!

In Dreiteufelsnamen: Heil Satan! Titanic

Ins Schwarze getroffen, FAZ,

hast Du – es ging um das ins Willy-Brandt-Haus gekrachte Auto – definitiv mit der Schlagzeile »Die Fahrt in die SPD-Zentrale hat keinen politischen Hintergrund«.

Denn uns wie Dir ist offensichtlich eines klar: Wer heutzutage noch in die SPD-Zentrale fährt oder auch nur läuft, der kann eigentlich nur eines im Sinn haben: Suizid.

Hochpolitisch: Titanic

Noch mal nachgehakt, Verkehrsminister Dobrindt!

Als Ihr eh schon zähfließender Gedankenverkehr neulich im »Heute«-Interview Staustufe Rot erreichte, was genau sehnten Sie da eigentlich herbei mit Ihrer »konservativen Revolution«? Das Leben, so wie es früher war, so wie in der Generation unserer Eltern? Deren ewiggestriges Kiffergeschwätz von Weltfrieden und gesellschaftlicher Befreiung könnte nämlich in der Tat heilsam sein in Zeiten der immer lauter rumblökenden »Neuen Rechten«. Da stimmen wir Ihnen ausnahmsweise mal zu.

Imagines all the people living in Prenzlauer Berg: Titanic

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Bei Fuß, »Dogs«-Autorin Yvonne Adamek!

Sie haben fürs nötigste aller Wartezimmermagazine nachhaltiges Leben mit Hund ausprobiert und festgestellt, dass die Häufchentüten aus Plaste sind: »Es ist ein Teufelskreis. Entweder Scheiße am Schuh oder ein scheißschlechtes Gewissen.«

Diese Entweder-oder-Teufelskreise sind tatsächlich die schlimmsten, noch schlimmer als etwa dieser hier: Doof sein, »Dogs«-Autorin werden, doof bleiben.

Wuff! Titanic

 Fühlst Du Dich eigentlich verarscht, Bayerisches Oberstes Landesgericht?

Weil die Umwelthilfe anno 2012 durchgesetzt hat, dass zum Zwecke der Luftreinhaltung Dieselfahrverbote in München verhängt werden müssen, die CSU dieses seit 2014 rechtskräftige Urteil aber nicht umsetzt, verhängtest Du zur Strafe Zwangsgelder gegen den Freistaat Bayern. Doch nicht einmal das brachte die Regierung zum Einlenken. Was vielleicht auch daran liegt, dass, wie wir in der »Neuen Osnabrücker Zeitung« lasen, ein Zwangsgeld in diesem Fall eine »Überweisung eines Betrages von einer Buchungsstelle des Staatshaushaltes zu einer anderen Buchungsstelle« ist. Söder und Konsorten zahlen die Strafen also an sich selbst.

Versteht jetzt immerhin, warum die Umwelthilfe auf Beugehaft pocht: Titanic

 Guter alter Peter Maffay!

Guter alter Peter Maffay!

Pünktlich zum 70. Geburtstag und einer neuen Platte durfte die Presse Ihre Weisheiten verbreiten: »Ich habe keine Angst vorm Alter und finde, jede Falte in meinem Gesicht ist eine Erzählung aus meinem Leben.«

Nun, wie sollen wir es sagen? Vielleicht ist es Ihnen beim Blick in den Spiegel ja auch schon mal aufgefallen: Viel Platz für neue Erzählungen ist da nicht mehr. Die Konsequenzen allerdings müssen jetzt Sie ziehen.

Von Jubilarin zu Jubilar: Titanic

 Und dann, »Welt online«,

wird einem klar, dass keine News-Seite so mittendrin im Ereignisfluss steht wie Du, wie schon die Titel Deiner Texte hinreichend klarmachen: »Und dann lockt der AfD-Chef die CDU mit der bürgerlichen Mehrheit«; »Und dann macht Senftleben AfD-Mann Kalbitz eine deutliche Ansage«; »Und dann fahren die Belgrad-Fans einen Panzer vor«; »Und dann sagt Boris Johnson in gebrochenem Deutsch ›Wir schaffen das‹«; »Und dann verrät Stoiber, warum Hoeneß geht«; »Und dann hat er es ›vermasselt‹« usw. usf.

Und dann scrollt der Leser unwillig über die Seite und kriegt höllische Kopfschmerzen. Und dann macht er plötzlich eine deutliche Ansage. Und dann sagt er in sehr klarer Sprache: »Was für eine Scheiße!« Und dann surft er für immer davon. Und dann geht die »Welt« plötzlich pleite. Und dann verrät Friede Springer, warum Poschardt gehen muss. Und dann hat er es schon wieder »vermasselt«.

Und dann sagt zum Abschied leise Servus: Titanic

 Detective Reinhard Müller (FAZ)!

»Sind deutsche Unternehmen kriminell?« fragten Sie neulich in einem Artikel über Justizministerin Christine Lambrechts Gesetzesentwurf, weil nun auch Unternehmen strafrechtlich haftbar gemacht werden sollen. Und wir glauben, Sie sind da einer ganz brisanten Sache auf der Spur. Bleiben Sie dran!

Ihre Whistleblower von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Mensch vs. Material

Wenn man sich schon beim Auspacken des neuen Brotmessers mit ebendiesem in die Hand säbelt, zeugt das dann von der eigenen Blödheit oder von der Qualität des Messers?

Dorthe Landschulz

 Am Puls der Zeit

Gehen Partner oder Elternteile, die unter dem Vorwand einer schnellen Erledigung vor die Tür treten, um dann nie wiederzukommen, ihre Familie also spontan verlassen, heutzutage eigentlich nur mal schnell »Sojamilch holen« oder »Vape Liquid« kaufen?

Fabian Eggers

 Die Hausgeburt Satans

Genre-Idee: Comeback des Horror-Exorzismus-Klamauks, diesmal im Ökoelternmilieu spielend, Titel des ersten Films siehe oben.

Julia Mateus

 Grenzkontrolle

Ich kam spätabends auf dem Rückweg von meinem Portugal-Urlaub an der spanisch-französischen Grenze in eine Verkehrskontrolle. Routiniert fragte die streng aussehende Polizistin: »Do you take more than 10 000 Euro with you?« Ich musste lachen, sie war sichtlich irritiert, leuchtete mit ihrer Taschenlampe zuerst in mein Auto, darauf in mein Gesicht, musterte mich und fing auch an zu lachen.

Till Dejon

 Phrase, auf ihre Alltagstauglichkeit hin geprüft

Licht am Ende des Tunnels zu sehen bedeutet nicht, dass es draußen nicht wie aus Eimern schüttet.

Tibor Rácskai

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 10.10.:

    Tim Wolff bei WDR5 über 40 Jahre TITANIC.

  • 09.10.:

    Christian Y. Schmidt berichtet in der TAZ davon, wie er einmal den Überwachungsstaat austrickste.

  • 08.10.:

    Eine Auswahl der TITANIC-Kolumnen von Walter Boehlich erscheint nun im Verbrecher Verlag – mit einem Nachwort von Stefan Gärtner.

  • 07.10.:

    Die HR-Hessenschau berichtet darüber, noch nie eine TITANIC aufgeschlagen zu haben.

  • 07.10.:

    Martin Sonneborn bittet die Europaabgeordnete Dubravka Šuica um Finanztipps.

Titanic unterwegs
18.10.2019 Kaiserslautern, Edith-Stein-Haus Thomas Gsella
18.10.2019 Frankfurt, Buchmesse Martin Sonneborn
18.10.2019 Frankfurt, Historisches Museum Ella Carina Werner
23.10.2019 Kassel, Schlachthof Max Goldt