Briefe an die Leser | Mai 2015


Und was, Web.de,

glaubst Du eigentlich, machen wir jedesmal mit Deiner alle paar Wochen eintrudelnden Werbemail mit dem Betreff: »Entfernen Sie unnötigen Datenmüll von Ihrem PC«?

Selten so gehorsam: Titanic

Hütchenträger Roger Cicero!

Bei der »Echo«-Verleihung, zu der alle Stars nach der Flugzeugkatastrophe pflichtbedrückt anreisten, schwafelten Sie an der Teppichkante folgendes windelweiches Statement in die Mikrofone: »Ich habe nicht daran gedacht, heute hier nicht aufzutauchen, damit ist niemandem geholfen, aber natürlich ist die Stimmung gedrückt, und es führt einem auch wieder vor Augen, wie schnell es vorbei sein kann. Man kann auch mal an so einem Abend über das ein oder das andere nachdenken. So was muß drin sein.«

Und dann dachten wir doch tatsächlich über das eine und dann auch über das andere nach, aber vor allen Dingen darüber, ob es dann wohl auch mit Ihnen und Ihrer noch windelweicheren Musik wieder möglichst schnell vorbei sein könnte.

Auch so was muß drin sein. Titanic

Nando Sommerfeldt und Holger Zschäpitz!

Zur Abstufung der Kreditwürdigkeit Rußlands durch die Ratingagentur Moody’s schrieben Sie auf Welt.de einen Artikel mit der Überschrift »Für Putin kommt der Ramsch-Status zur Unzeit«, in dem Sie darlegten, weshalb Rußland die Anlegerwarnung gerade jetzt besonders kalt erwische. Es ist aber auch ein Kreuz mit den Ramschbewertungen, Sommerfeldt und Zschäpitz. Nie erhält man sie, wenn man sie brauchen kann!

Auf Eure Großreportage über die merkwürdig starke Korrelation von Pech und Unglück freut sich jetzt schon wie ein Hellseher: Titanic

Moin, Spiekeroog!

Als wir uns unlängst im Fährhafen von Neuharlingersiel aufhielten, fielen uns Lkw auf, die mit der Beschriftung »SPIEKEROOG FRACHT« versehen waren. Unwillkürlich fragten wir uns, was das bedeutet, »fracht«. Zweifellos ein Verb, Infinitiv frachen. Ich frache, er/sie/es fracht und so weiter. So wie in »Spiekeroog, wie es singt und fracht«. Aber was ist das, »frachen«? So was wie fracken? Oder haben wir es einfach nur mit einem Phänomen zu tun, wie es zum Beispiel in jener Metzgerei anzutreffen ist, die als besonderen Service »Schlachte Platte« anbietet, ganz zu schweigen von einem ominösen »Haus gebackener Kuchen«, an dem wir vorbei flanierten? »Getrennt marschieren – zusammen schreiben«, das wußte ja schon Moltke. Oder doch lieber zusammenschreiben, wie es der Duden immer noch weiß?

Fracht rhetorisch: Titanic

Zahlen, Iris Gleicke,

sind das eine, ihre Deutung das andere. Wenn also die von Ihnen in Ihrer Eigenschaft als Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer vorgestellte Studie »Sind wir ein Volk? 25 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit« unter anderem ergeben hat: »Die partiell wohlmeinende Einschätzung der DDR ist vorrangig die Sicht älterer Befragter. Wenn jüngere Ostdeutsche unter 35 Jahren beide Systeme vergleichen, neigt sich die Waagschale eindeutiger zugunsten des wiedervereinigten Deutschlands« – warum ist das dann wohl so?

Ist doch klar: Weil die jetzt Unter-35jährigen im wiedervereinigten Deutschland länger aufbleiben durften. Was ihnen selbstverständlich in der DDR, wenn sie lange genug existiert hätte, auch erlaubt worden wäre.

Heute ohne Fernsehen ins Bett! Titanic

Ei, Ferrero!

Da bietest Du ganz sortimentbewußt ein Überraschungsei für Mädchen an, und wir, leichtgläubige Opfer des Marktes, greifen zu. Was mag wohl drin sein? Schnell die zartrosa Folie entfernt, doch ach, große Enttäuschung! Dieselbe braunbeigefarbene Kakaozuckerverschalung wie eh und je. Und innen? Dasselbe langweilige Hartplastiktier, nur halt in rosa. Ferrero! So nicht! Wir fordern weiße Schokolade mit einem Hauch von Erdbeer. Und als Überraschung: Haarschleifen, Nagelfeilen, Tampons!

Aber pronto! Deine Trullas auf der Titanic

Deutsche Manager!

Wie das Göttinger Institut für Demokratieforschung bei einer Befragung von 160 Gesellschaftern, Vorständen, Geschäftsführern und sonstigen Unternehmern herausfand, haben viele von Euch in der Bundesrepublik politisch keine Heimat mehr. Das ist Eure Chance, deutsche Manager! Wenn Ihr auch nur eine Spur der Euch so gerne angedichteten Effizienz aufbringen könnt, dann setzt diese doch bitte ein und sorgt dafür, daß die Bundesrepublik auch wohnlich keine Heimat mehr für Euch ist. Geht einfach dahin, wo sich Euer Geld schon längst zu Hause fühlt, dreht uns nicht weiter irgendwelchen Schnickschnack an und belästigt uns vor allem nicht weiter mit Eurer überflüssigen Sicht der Dinge!

Fleht aus heimatlichen Gefilden: Titanic

TruFlow 700, 1200 und 1500!

Ihr seid selbst unter härtesten Arbeitsbedingungen robust, wirtschaftlich und absolut zuverlässig. Euer kompakter Resonatoraufbau bietet bei minimalen Außenmaßen maximale Resonatorlängen und sorgt so für beste Strahlenqualität. Für gratfreie Schnittkanten bei dünnem Schnittspalt laßt Ihr Euch ebenso einsetzen wie für schmale und spritzerarme Schweißnähte mit geringer Wärmeeinflußzone. Und wißt Ihr auch, warum wir all das erwähnen?

Weil dies unser erster Brief an die Laser ist.

Späte Grüße: Titanic

Sag mal, Wikipedia!

Da Du vom Stichwort »Billiglohnland« naserümpfend auf die Seite »Niedriglohnland« weiterleitest – müßtest Du in Deinem Artikel über die irische Firma Ryanair nicht konsequenterweise von einer »Niedrigfluggesellschaft« sprechen?

Achtung, der kommt flach: Titanic

Verehrter Arsenij Jazenjuk!

Bei einem Besuch in Berlin beklagten Sie als kriegsgestählter Ministerpräsident der Ukraine den Einfluß der Oligarchen in Ihrem Land. Auf den Einwand der Süddeutschen: »Aber Sie brauchen diese Leute, ihr Geld, ihre Investitionen doch auch«, entgegneten Sie tapfer: »Ja, aber nicht an der Macht.« Und erläuterten Ihre unumstößliche Haltung: »Was bedeutet denn Oligarch: Es bedeutet nicht ›Wirtschaftsboß‹, sondern ›Wirtschaftsboß, der in der Regierung repräsentiert ist‹.« Sehr schön, Jazenjuk! Was für eine Spitzendefinition! Einen derart knallharten Kämpfer gegen Korruption hat die Welt noch nicht gesehen! Der Global Award for Good Governance ist Ihnen sicher! Und das schönste daran: Der Schokoladenonkel, der seit Juni 2014 Ihr Staatspräsident ist, flutscht dabei elegant durchs Netz! Denn Petro Poroschenko ist zwar nebenamtlich Kapitaleigner diverser Rüstungs-, Auto-, Schiffsbau-, Fernseh- und Schokoladenkonzerne, sein Vermögen wurde 2013 auf 1,6 Milliarden Dollar geschätzt, auf der ukrainischen Oligarchenliste rangierte er auf Platz sieben – was aber nichts macht, weil er ja hauptamtlich nur ukrainischer Staatspräsident ist und somit rein gar nicht in Ihrer Regierung vertreten. Vermutlich kennen Sie den Herrn so gut wie gar nicht, stimmt’s?

Kleiner Tip: Wenn Sie den Fernseher aufdrehen, ein schmieriger Politiker rührt die Kriegstrommel gegen Putin, und es sind nicht Sie – das ist Poroschenko. Der Typ darf niemals Mitglied Ihrer Regierung werden!

So bleiben Sie auch in Zukunft ein sauberes Frettchen: Titanic

Wahnsinnige Patricia Riekel!

Als Chefredakteurin der Bunten wollten Sie den Absturz der Germanwings-Maschine nicht einfach auf sich beruhen lassen und resümierten angekratzt: »Daß er offensichtlich absichtlich herbeigeführt wurde von einem Menschen, dem man nie die Verantwortung für andere hätte übertragen dürfen, läßt neben unermeßlicher Trauer auch Wut wachsen.« Aber Wut auf wen, Frau Riekel? Immerhin hatten Sie zuvor schon angedeutet, Sie könnten kaum glauben, »daß weder Arbeitgeber noch Familie – niemand in seiner nächsten Umgebung – bemerkt haben, daß mit diesem jungen Mann etwas nicht stimmte«.

Allerdings hätten Suizidforscher eine Erklärung für solche »scheinbar unerklärlichen Todesschübe« psychisch labiler Personen: »Sie sprechen von einer Art Riß im Bewußtsein, Fachbegriff ›Raptus‹. Aus dem Zustand scheinbarer Ruhe kommt es zu einem plötzlichen Erregungszustand. Es entwickelt sich eine so schwere Aggression, daß der Betroffene nicht nur sich, sondern auch andere ins Verderben reißt.«

Um Himmels willen, furiose Riekel, haben Sie beim Schreiben nichts bemerkt? Nein? Merken Sie denn jetzt etwas? Ebenfalls nein? Aber hoffentlich greifen Ihr Arbeitgeber, Ihre Familie oder sonst jemand aus Ihrer nächsten Umgebung ein, bevor es zu spät ist!

Geht schon mal wütend in Deckung: Titanic

Sauber, Helpling!

Du bezeichnest Dich selbst als den führenden Online-Marktplatz für Reinigungskräfte in Deutschland. Für drei Wochen hast Du in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf mit einem Plakat samt der Aufschrift »Der Klügere wischt nach« für Dich geworben. Aber, Helpling, sind die von Dir vermittelten Reinigungskräfte wirklich so schlecht, daß man hinter ihnen her wischen muß? Und findest Du es nett, das derart hinauszuposaunen? Und könnte es nicht sein, daß Dein Geschäftsmodell noch ein bißchen aufgeräumt werden müßte?

Fragt wie immer besenrein: Titanic

EU-Digitalkommissar Oettinger!

Europa sei ein »Flickenteppich mit 28 verschiedenen Gesetzgebungen zu Datenschutz, Urheberrechten, Rechten von Telekommunikationsbetreibern und Verbraucherschutz-Regelungen«, wie Sie den Stuttgarter Nachrichten anvertrauten. Deshalb wollen Sie jetzt »gemeinsame Standards setzen«, denn »eine Gemeinschaft, in der beispielsweise der Datenschutz fragmentiert ist, kommt nicht weiter und kann den großen, internationalen Playern wie Google oder Facebook nicht auf Augenhöhe begegnen«.

Unser bescheidener Tip, Kommissar Oettinger: Lassen Sie doch einfach mal ein Defragmentierungsprogramm durch den Kontinent laufen! Aber dazu bräuchten Sie vielleicht die Hilfe eines großen, internationalen Players wie Microsoft. Bei dem hat das mit den gemeinsamen Standards allerdings auch nie so richtig funktioniert und wird das mit der Augenhöhe mit Google und Facebook wohl auf absehbare Zeit ebenfalls nichts mehr.

Dann aber könnten Sie es mit Ihrer mickrigen EU eigentlich erst recht bleiben lassen, finden die Flickenteppichhändler von Titanic

Superidee, Amazon!

Du möchtest Deinen angeknacksten Ruf in Deutschland reparieren, indem Du Besichtigungstouren durch Deine »Logistikzentren« anbietest, auf denen sich »jeder Bürger« ein eigenes, von ARD- und Ver.di-Demagogen unverfälschtes Bild davon machen kann, wie es bei Dir zugeht. Und wenn man sich das Video auf der Anmeldeseite anschaut, scheint Dein Plan aufzugehen: Man sieht riesige, saubere Hallen mit schier endlosen, gut gefüllten Regalen, komplexen Förderband-Konstruktionen und Besuchergruppen in Warnwesten, die metalltreppauf und -ab laufen und das alles »faszinierend« (2 x), »interessant«, »schwer« bzw. »sehr beeindruckend«, »spannend«, »begeisternd« und »richtig toll« finden.

Was man allerdings so gut wie gar nicht im Filmchen sieht, sind Deine Angestellten. Die erscheinen allenfalls kurz im Bild und sind dann schon wieder weg und irgendwie nicht greifbar. Mit anderen Worten: Bei Dir herrschen Zustände wie im Einzelhandel.

Dann solltest Du aber auch nach dessen Tarif zahlen! Titanic

Sehr geehrter Jürgen Schmökel!

Sie sind Direktor des LKA Sachsen-Anhalt und stellten Ihr kriminalistisches Talent nach dem Brandanschlag von Tröglitz unter Beweis, indem Sie erklärten, man könne nicht ausschließen, daß die Tat nur begangen worden sei, um die rechte Szene zu diskreditieren.

Würde jetzt zu gerne mal Ihre Stasi-Akte sehen, um zu ermitteln, ob es sich bei Ihnen um ein von Linksradikalen in den Beamtenapparat eingeschleustes U-Boot mit dem Auftrag handelt, die deutsche Polizei als protofaschistische Organisation hinzustellen:

Ihre Soko Titanic

Heraus, Gewerkschafter, heraus!

Die Maiglöckchen bimmeln, und die Vöglein zwitschern! Zeit wird’s, daß Ihr in den Städten wieder zu Tausenden auf der Straße für soziale Gerechtigkeit demonstriert und dafür, daß der Sozialstaat nicht auf der Strecke bleibt. Ihr werdet die Tarifabschlüsse loben und Euch selbst, die Ihr damit ein Stück weit mehr Verteilungsgerechtigkeit erkämpft habt. Und die Arbeitgeber werdet Ihr warnen und die Genossen mahnen und damit ein deutliches Zeichen setzen gegen Ausbeutung und Zweiklassengesellschaft. Die Sonne wird lachen und die Arbeitgeber auch, und wenn der Abend anbricht, wird man Euch am Nasenring zurück in den Stall führen.

Aber paßt auf, wenn der Abdecker kommt. Bis dahin grüßt solidarisch: Titanic

Und Du, »Süddeutsche Zeitung«,

quengelst auf einer ganzen Seite: »Frühjahrsmüdigkeit? Wir haben für Sie die Lösung! Werden Sie jetzt Leser der SZ«. Aber, Süddeutsche, dann hört die Frühjahrsmüdigkeit ja nie mehr auf!

Das kannst selbst Du nicht wünschen: Titanic

Ein altes Zitat von Ihnen, Ina Müller,

zum Thema Frauenquote in verantwortlichen Positionen wie dem Cockpit wurde nun wieder hochgespült: »Ich bin unruhig, wenn mich eine Tina operiert oder eine Nicole nach Hamburg fliegt.« Und wissen Sie was? Uns geht es jedesmal genauso, wenn z.B. eine Ina aus dem Radio singt oder im Fernsehen klönt und schnackt.

Darauf reagiert sogar allergisch: Titanic

Sie, US-amerikanischer Finanzguru John Mauldin,

antworteten im Schweizer Wirtschaftsmagazin Finanz und Wirtschaft auf die Frage, was Sie am meisten an der aktuellen Finanzwelt beunruhige: »Die Krisenherde sind China, Japan, Europa, die USA und die Schwellenländer, die wegen ihrer hohen Dollarverschuldung unter dem stärker werdenden Greenback leiden werden.«

Krisenalarm in China, Japan, Europa, den USA und den Schwellenländern? Es scheint ja gut zu laufen beim Kapitalismus!

Bleibt, bis alles vorbei ist, im Bett: Titanic

Internetunternehmer Kim Dotcom!

Anfang März twitterten Sie in Richtung des iranischen Oberhauptes @khamenei_ir: »If I was Iran, I would build the bomb. It’s the best insurance available to keep the U.S. and Israel from invading.« Nachdem der Iran sich nun in Lausanne mit den 5+1-Staaten auf ein Abkommen zur Reduktion seines Nuklearprogramms geeinigt hatte, ließen Sie Ihre Follower hingegen wissen: »Iran is rich in history, culture & intellect. It’s a great country. I’m glad the door for peace was opened.«

Nanu, warum plötzlich dieser Rückzieher, Dotcom? Schließlich kennen Sie die Situation der Iraner doch aus eigener Erfahrung: Sie ärgern sich seit Jahren mit den Amerikanern herum, können auf Ihrem Grund und Boden nicht schalten und walten wie Sie möchten, und ständig flicken Ihnen die Juden am Zeug. Und last but not least würden Sie’s sicherlich ebenfalls gerne mal richtig krachen lassen, um über Ihre Feinde zu triumphieren!

In Deckung: Titanic

Mit Freude hingegen, Firma Rügenwalder Mühle,

lasen wir anläßlich Deines Einstiegs in den Markt vegetarischer Produkte bei »Spiegel online« die Prophezeiung Deines Firmenchefs Rauffus: »Die Wurst ist die Zigarette der Zukunft.« Aber nur die von Dir, nehmen wir an, halten schon einmal Ausschau nach dem ersten Hipster mit Wiener zwischen Zeige- und Mittelfinger und gehen direkt selbst eine Packung Rügenwalder Zwiebelmettwurst durchziehen – natürlich auf dem Balkon, wegen des Geruchs.

Jetzt schon süchtig: die Industriewurstgourmets von Titanic

Karriereberater Jürgen Hesse!

In Ihren Tips in der Süddeutschen, wie man im Bewerbungsgespräch »geschickt antwortet«, empfehlen Sie zur Frage »Wer oder was wären Sie gerne im nächsten Leben und warum?«: »Bei dieser Frage gibt es kein richtig oder falsch. Die Hauptsache ist hier, daß Kandidaten überhaupt etwas sagen. Nicht schlecht ist zum Beispiel, wenn Bewerber zeigen, daß sie mit sich selbst im reinen sind. Das ist zum Beispiel möglich, indem sie sagen, sie würden gerne wieder als Mann oder Frau geboren werden und das studieren, was sie jetzt auch studiert haben.« Herr Hesse, wenn es bei dieser Frage kein richtig oder falsch gibt, könnten Bewerber dann nicht sagen, daß es ihrer Ansicht nach kein nächstes Leben gibt, daß sie die Frage für esoterischen Quark halten, ihre Bewerbung angesichts solcher Eseleien gern zurückziehen möchten und dabei mit sich selbst vollkommen im reinen sind?

Dann fühlte sich fürs nächste Bewerbungsgespräch prima gewappnet: Titanic

Cheerio, Arnold Schwarzenegger!

Kürzlich verlieh die Hörzu Ihnen die Goldene Kamera fürs Lebenswerk. Darin finden sich einige finanziell sehr erfolgreiche Filme, in denen Sie sehr wenig sprechen. Zudem wirkten Sie sieben Jahre als Gouverneur von Kalifornien, wo Sie sich, so die Begründung, bis heute »für Klimaschutz und eine moderne Energiepolitik« einsetzten. In Ihrer Ansprache empfahlen Sie das Geheimnis Ihres Erfolgs zur Nachahmung so: »Streichen Sie das Wort Nein aus Ihrem Wortschatz!« Aber, Schwarzenegger, ein bißchen geflunkert ist das schon, nicht? Schließlich ließen Sie in Ihrer Zeit als Gouverneur munter hinrichten, und bei Gnadengesuchen kam Ihnen das Nein ganz leicht über die Lippen. Doch das behielten Sie in Hamburg natürlich für sich, denn die Goldene Kamera kriegt man ja nicht fürs eiserne Exekutieren.

Sieht auch wieder ein: Titanic

Huhu, Jetzt.de!

Als Plattform aller bis zur Mumifizierung Junggebliebenen hast Du eine Charlotte Haunhorst über den Emotionshaushalt der Deutschen sinnieren lassen. Der sei im Gegensatz zur zähnefletschenden Fröhlichkeit der Amis nämlich ein besonders lahmer: »Der lauwarme Gefühlszustand gilt in Deutschland als der höflichste. Aber warum ist es so schwer zuzugeben, daß es einem richtig super geht? Denn, und das sage ich jetzt das erste Mal seit Wochen ganz aufrichtig: Mir geht es super! Würde ein Amerikaner mich danach fragen, ich würde nicht ›fine‹ sondern ›awesome!‹ antworten, so prima ist gerade alles.« Und die Autorin geht auch ins Detail: »Job toll, Privatleben toll, Gesundheit toll. Die drei Säulen des Lebens, von denen meine Mutter immer im besten Sozialpädagogendeutsch erklärt, sie seien elementar zum Glücklichsein – sie tragen mein Leben gerade richtig gut. Allerdings kann ich das nicht zugeben. Weil ich mich dann direkt dafür schäme.« So stark nämlich, daß sie ihr Glück gleich auf einer der größten deutschsprachigen Webseiten hinauskräht – und natürlich massenhaft soziale Ächtung in Form von Likes und ähnlich gutgelaunten Kommentaren erfährt. Aber weißt Du, Jetzt.de, solange es Dich noch gibt und also dafür gebürgt ist, daß Schamlosigkeit, Gockelei und Zielgruppengeschnatter die drei Säulen des Lifestyle-Journalismus bleiben, solange geht es auch uns richtig gut. Weil wir so wenig von der Sorte Mensch kennen, die bei Dir zu Wort kommen darf.

Und das findet richtig richtig prima: Titanic

Stadt Esslingen!

So stolz Du auf Dein Einkaufszentrum »DAS ES!« auch bist – Du mußt es wieder abreißen. Denn Freud läßt keinen Raum für Zweifel: »Wo Es war, soll Ich werden.«

Deine bewährten Psychos und Therapeuten auf der Titanic

Ha, Hartmut Mehdorn!

Kurz vor Ihrem Ausscheiden als Chef der Berliner Flughafenbaustelle erklärten Sie gewohnt großspurig und allen Ernstes dem RBB, Sie hätten alles erreicht, was Sie wollten, »was jetzt noch zu machen ist, dazu braucht es keinen Hartmut Mehdorn«. Und was jetzt noch zu machen ist, ist nichts weiter als die Fertigstellung des Flughafens, und dafür ist ein Hartmut Mehdorn wahrlich nicht der Richtige. So viel Selbsterkenntnis hätten wir jemandem, der von sich in der dritten Person spricht, nicht zugetraut.

Guten Abflug wünscht Titanic

Sie dagegen, Tilo Jung,

ach, egal. Titanic

Kuckuck, Andreas Kümmert!

Nur mal vom reinen Augenschein her: Wenn ein 27jähriger, der jetzt schon aussieht wie sein schütter behaarter After mit 77, andere zwar dümmere, aber normalgestaltete Jungdumm-Menschen als »degenerierte Arschlöcher« bezeichnet, erscheint uns das ästhetisch leicht widersprüchlich. Und von Ihren ethischen Skrupeln mal abgesehen, Kümmert: Mit bereits einer Merkel als optischem Aushängeschild für Europa schätzen wir Ihre Geste, nicht nur sich den Eurovision Song Contest zu ersparen. Sondern dem ESC auch sich.

Dankbare Grüße: Titanic

Pünktlich zu Ostern, Mainzer Germanisten,

habt Ihr laut dem fundiertem Faz.net-Artikel »Zur Lage der Kaninchen« also herausgefunden, »daß Kaninchen heute oft Paul, Lilli, Luna oder Max heißen – wie Menschenkinder. Namen wie Mümmel, Hoppel oder Puschel sind dagegen out.«

Tja. Puschel, Hoppel oder Mümmel heißen heutzutage eben nur noch Mainzer Germanisten. Und natürlich Geistesgrößen von der FAZ!

Klopf-klopf!

Eure alten Hasen von der Titanic

Salut, Bernard-Henri Lévy!

Als französische Edelfeder ärgerten Sie sich über den jüngsten Deutschenhaß in Europa und erklärten auf »Spiegel online«, daß insbesondere Karikaturen, die Merkel in Naziuniform darstellten, für Sie unerträglich seien: »Wer sagt, daß Merkel der wiederkehrende Hitler sei, banalisiert zunächst einmal Hitler. Wer eine der gewissenhaftesten, exemplarischsten Demokratien des Kontinents mit dem Regime gleichsetzt, das nicht nur das Symbol der Zerstörung der Demokratie ist, sondern der Zivilisation in Europa – der wäscht jenes Regime rein, der enthemmt jene, die Nostalgie dafür empfinden.« Wir fassen also zusammen: Wer sich vor einer Wiederkehr der Nazis fürchtet, spielt damit den wiederkehrenden Nazis in die Hände. Wer aber umgekehrt die gewissenhafte und exemplarische Zerstörung der sozialen Strukturen in Europa begrüßt und im armutsbedingten Tod griechischer Rentner, HIV-Kranker und anderer kreditunwürdiger Gestalten nicht nur kein Problem sieht, sondern eine historische Notwendigkeit – der ist dann gerade der bessere Antifaschist?

Aber sagen Sie: Ist das nicht umgekehrt eine totale Banalisierung Merkels? Und enthemmt jene, die sich bei der Abwicklung Südeuropas noch kräftig zu bereichern gedenken? So daß ein neuer Hitler … ähm … eine gewissenhaft zerstörte Merkel … na … ach, das wird uns alles gerade alles ein bißchen kompliziert. Gehen Sie da doch bitte noch mal drüber!

Ihr exemplarisches Symbol für ein enthemmtes Europa: Titanic

Frau Wagenknecht! Herr Lafontaine!

Sie haben geheiratet! Ja, wie glücklich müssen wir uns das vorstellen? Er muß nicht mehr so richtig dringend, und sie will eigentlich auch gar nicht unbedingt?

Alles restliche Gute wünscht: Titanic

Werte Wuschelbärte vom »Islamischen Staat«!

Ihr habt Mitte März einen Eurer höchsten Richter köpfen lassen, weil er zu viele Todesurteile verhängt hatte. Nun ist dagegen nichts einzuwenden, wenn Ihr auf diesem einmal eingeschlagenen Weg fortfahrt, bis nur noch einer von Euch übrig ist, der dann Selbstmord begehen muß. Aber beantwortet vorher doch bitte noch die Frage, ob Ihr damit die Worte des Propheten Isa ibn Maryam (»Richte nicht, auf daß du nicht gerichtet wirst«) unterstreichen wolltet oder ob es sich doch bloß um einen weiteren Anschlag auf die Satire handelt.

Antworten bitte an das endgültige Theologiemagazin Titanic

Nein, Italiener!

Nein, La StampaLibero und besonders Il Giornale, Schmierenblatt aus dem Schweinehaus Berlusconi: Nein, trotz Eurer sicher gut begründeten Minderwertigkeitsgefühle uns gegenüber sind wir Deutsche nicht 100 Prozent perfekt. Höchstens 99. Aber deshalb ist ein Andreas »Amok-Pilot« Lubitz noch lange nicht das deutschnegative Gegenstück zu Eurem Francesco »Kapitän Feigling« Schettino. Der hat zwar auch ein Stahlmonster mit Anvertrauten an Bord auf einen Felsen gesetzt, hätte es aber nie getan, wenn er auch nur geahnt hätte, daß da einer ist. Und, scusi, Schettino konnte die Costa Concordia nicht nur nicht navigieren, er konnte sie noch nicht mal fliegen!

Kleiner Scherzo auf Eure Kosten: Titanic

Hi, Jürgen Drews!

Im Beichtstuhl der Bild-Zeitung haben Sie eine Jugendsünde gestanden: »Ich habe 1973 mal Hasch geraucht…« Eintausendneunhundertdreiundsiebzigmal? Nein, Sie wollten nur das Jahr angeben, in dem es geschah: »Ich habe 1973 mal Hasch geraucht und zufällig mein Lied ›Eine Reise ins Nirvana‹ gehört. Da kam ich auf einen Horrortrip.«

Gestatten Sie uns Drogenexperten den Hinweis: Es lag nicht am Hasch.

Breite Grüße von Titanic

Oho, Andreas Gabalier!

Viel Ärger bekamen Sie, als Sie erklärten, sich als heterosexueller Schlagerstar allmählich im Abseits zu fühlen. Auf der Preisverleihung des österreichischen Musikpreises »Amadeus« klagten Sie: »Man hat es nicht leicht auf dieser Welt, wenn man als Manderl noch auf ein Weiberl steht.« Wir wollen gar nicht in den Chor derer einfallen, die Sie dafür beschimpften. Wir wollen Ihnen nur mal einen höflichen Hinweis geben, nämlich auf Ihre Zielgruppe. Haben Sie sich mal den ESC angeschaut? Das Publikum eines Helene-Fischer-Konzerts? Oder nur irgendeine städtische Schlagerparty abseits von Bierzeltmief und Bürgerfestelend? Offenkundig nicht. Sonst wüßten Sie nämlich, wer sich überhaupt noch Schlagerplatten kauft und Ihnen Ihr Leben auf dieser Welt so idiotisch leicht macht. Und da Sie das nicht wissen, da Sie den Blick aufs Marktgeschehen längst verloren haben, wollen wir Ihnen einen weiteren Preis verleihen: den für den ersten Schlagersänger, der dümmer ist als sein Publikum.

Es gratulieren Ihre Manderl von der Titanic

Und Du schon wieder, katholische Kirche!

Deine norddeutschen Schafe haben einen neuen Hirten bekommen. In Hamburg wurde Stefan Heße frisch zum Erzbischof gekürt – mit süßen 48 Jahren. Damit ist er der jüngste katholische Bischof Deutschlands. So blutjung ist er, daß wir trotz des hohen Amtes seine Stellung in der Kirchenhierarchie noch nicht recht begreifen: Ist er nun noch Mißbrauchsopfer oder schon -täter?

Geistlich ganz verwirrt: Titanic

Na na, Sebastian Edathy!

»Wenn der abstruse Antrag des SPD-Bundesvorstandes auf meinen Parteiausschluß erfolgreich sein sollte, wird der Willkür Tür und Tor geöffnet«, teilten Sie auf Ihrer Facebook-Seite zur Stellungnahme der Parteispitze an die zuständige Schiedskommission betr. Ihres geplanten Parteirausschmisses mit und fügten hinzu: »Ich wollte ohnehin nicht austreten. Jetzt erst recht nicht!« Au Backe, Edathy! Wissen Sie, wie man so ewas nennt? Richtig, Trotzphase. Und die beginnt ja meist zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr. Aber da halten Sie es auch jetzt noch wie zuvor in Ihrer gesamten Karriere: Man paßt sich halt an, nicht wahr?

Rabääääh: Titanic

Kioskbesitzer und Zeitungsverkäufer!

Wie sich im Bildblog nachlesen läßt, bieten einige von Euch seit kurzem keine Bild mehr an. Das ist sehr erfreulich, aber hoffentlich nur ein Anfang. Denn es gibt ja noch: Welt, Süddeutsche, FAZ, Handelsblatt, Zeit, Spiegel, Stern, Focus und Bunte.

Dann wäre endlich auch mehr Platz für Titanic

Wie kein zweiter, Markus Lanz,

beherrschen Sie in Ihren Gesprächssimulationen den fliegenden Wechsel zwischen anbiederndem Gastgeber und stirnrunzelndem Investigativjournalisten. Schließlich will man es sich weder mit dem Gast noch mit dem als eher skeptisch vorgestellten Publikum verderben. Ihr Meisterstück aber lieferten Sie nun in einer Sendung, in der es Ihnen gelang, die ganze hohe Lanz-Schule zu einem einzigen Satz zu verdichten: »Das ist natürlich wahr – wobei: Stimmt das wirklich?«

Bravo, Lanz! Man darf sich als Journalist eben nie mit einer Seite gemein machen. Wenn schon, dann mit beiden!

Genauso hält’s seit jeher Ihre Titanic

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Bonjour, Marine Le Pen!

Bonjour, Marine Le Pen!

Das Potsdamer Treffen der AfD mit anderen extremen Rechten war selbst Ihnen zu heftig: Sie seien nie für eine »Remigration« in dem Sinne gewesen, dass Französinnen und Franzosen ihre Nationalität entzogen würde, selbst wenn die Einbürgerung unter fragwürdigen Bedingungen geschehen sei, meinten Sie und fügten hinzu: »Ich denke also, dass wir, wenn es denn so ist, eine krasse Meinungsverschiedenheit mit der AfD haben.«

Keine Ahnung, Le Pen, ob Sie mit dieser Haltung eine Chance aufs französische Präsidentenamt haben. Ministerpräsidentin von Thüringen würden Sie mit diesem Weichei-Schlingerkurs aber ganz sicher nicht!

Schon ein bisschen enttäuscht: Titanic

 Moin, Hamburger Craft-Brauerei ÜberQuell!

Dein Firmenname zeugt ja bereits von überschäumender Wortspiellust, aber so richtig freidrehend auf die Kacke haust Du erst bei den Bezeichnungen Deiner einzelnen Biersorten: Die heißen nämlich zum Beispiel »Supadupa IPA«, »Palim Palim Pale Ale«, »Pille Palle Alkoholfreies Ale« oder sogar »Franzbrewtchen Imperial Pastry Brown Ale«. Auweia!

Gerade bei Letzterem, das außerhalb Hamburgs von vielen gar nicht zu entschlüsseln sein dürfte, mussten wir, obschon viel gewohnt, dann doch schlucken, weil uns allein der Name innerhalb von Sekunden pappsatt und sturzbetrunken machte. Er erschien uns einfach zu brewtal, fast schon brauenhaft! Auf Dein Bier haben wir dann lieber verzichtet.

Aus der Ausnüchterungszelle grüßt trotzdem: Titanic

 Na, na, na, welt.de!

»Warum ›Barbie‹ klüger ist als alle anderen nominierten Filme zusammen«, titeltest Du in Deinem Feuilleton bezüglich der diesjährigen Oscar-Kandidaten. Allein: Wir haben noch mal den Taschenrechner gezückt, und wenn man auch die Dokumentar-, Kurz- und Dokumentarkurzfilme berücksichtigt, sind alle anderen nominierten Filme zusammen exakt 1,76 Klugheitspunkte klüger als »Barbie«.

Welches Medium dümmer ist als alle anderen Medien zusammen, braucht hingegen nicht nachzurechnen: Titanic

 Dir, Tod,

gefiel es im Jahr 2010, im Abstand von einem Tag Bärbel Bohley (11. September) und Claude Chabrol (12. September) abzuberufen, worauf wir damals in unserer Online-Rubrik »Fakt vs. Frage« scharfsinnig spekulierten, als Nächstes treffe es nun wohl Dieter Dehm, Erhard Eppler und Frank Farian. Knapp daneben! Denn Frank Farian holtest Du erst dieses Jahr, am 23. Januar – nicht ohne vorher noch die Büchnerpreisträgerin Elke Erb (22. Januar) abzuräumen.

Und langsam durchschauen wir Dich, Gevatter: A darf leben, B und C müssen sterben; D darf leben, E und F müssen sterben …

Um es kurz zu machen: Gundula Gause ist, trotz ihres boulevardmedial großflächig breitgetretenen Schwächeanfalls vom Dezember (Bild: »total unnötig«, »hätte mich krankmelden sollen«), fürs Erste fein raus, während Heimatsänger Hansi Hinterseer und Malertochter Ida Immendorff sich lieber schon mal das letzte Hemd anziehen sollten. Stimmt’s?

Gruselt sich vor der Antwort: Titanic

 Einfach mal kreativ sein, Rishi Sunak!

Der BBC sagten Sie: »Ich bin nicht sicher, ob sich die Leute so sehr für meine Ernährung interessieren, aber ich versuche, zu Beginn jeder Woche etwas zu fasten.« Wir glauben, dass Ihre Unsicherheit berechtigt ist: An Ihren Beliebtheitswerten kann man ablesen, dass sich das Interesse an Ihren Gewohnheiten in Grenzen hält.

Das ließe sich aber leicht ändern: Bei den ganzen verschiedenen Varianten wie TV-, Auto- und Plastikfasten gäbe es bestimmt auch für Sie etwas, durch das Sie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit »eight days a week« auf sich zögen. Wie wäre es z. B. mit Abschiebungsfasten, Verbrennerverbotverzögerungsfasten oder Zweiteamtszeitfasten?

Nur dass Sie gerade beim Thema »Neuwahlen« dem Verzicht huldigen, sollten Sie nach Ansicht der Mehrheit Ihrer Landsleute schleunigst ändern. Zwischendurch kann man sich doch auch ruhig mal was gönnen, oder?

Mampft Ihre Scones mit Clotted Cream und reichlich Marmelade gleich mit: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Pandemisches Passionsspiel

Die Erfahrungen aus der Coronazeit wirken teils immer noch nach. So fragt man sich heute bei der Ostergeschichte: Hat Pontius Pilatus, als er seine Hände in Unschuld wusch, dabei zweimal »Happy Birthday« gesungen?

Jürgen Miedl

 Nach Explosion in der Molkerei

Alles in Butter.

Loreen Bauer

 Lauf, Junge!

Die Ordner bei einem Fußballspiel würden sich wesentlich mehr Mühe geben, wenn sie bei der Jagd nach dem Flitzer auch nackt sein müssten.

Rick Nikolaizig

 Authentisch

Jedes Mal, wenn mir ein bekennender Feinschmecker erklären will, wie aufwendig ein echt italienisches Risotto zubereitet gehört, habe ich das Gefühl, es würde stundenlang um den heißen Brei herumgeredet!

Mark-Stefan Tietze

 Und das Brot erst!

Einen Krankenwagen rufen, ohne sich in Schulden zu stürzen, mehr Urlaubs- als Arbeitstage, Bier zum Frühstück: Deutschland ist toll. Mit solchen Takes können US-amerikanische Influencerinnen hierzulande natürlich punkten. Aber betreiben sie damit nicht einfach nur billiges Kraut-Pleasing?

Alexander Grupe

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
03.03.2024 Stuttgart, Merlin Ella Carina Werner
05.03.2024 Frankfurt am Main, Club Voltaire »TITANIC-Peak-Preview«
06.03.2024 Nürnberg, Bernsteinzimmer Thomas Gsella
06.03.2024 Köln, Volksbühne Martin Sonneborn