Briefe an die Leser | August 2015


Herrgott, Sterbehilfeorganisationen!

Jetzt ziert Euch mal nicht so. Da ja nun bald jede Branche diesen aktuellen Schwachsinn nachplappert bzw. »lebt« und also Maklerbüros mit dem Slogan »Wir leben Wohnen« werben, Restaurants originell mit »Wir leben Essen« nachziehen, Kirchenkreise mit dem zeitgemäßen Claim »Wir leben Glauben« um ihre Schäfchen und Esel buhlen, ja auch der Bundesverband der Mütterzentren im Sprachdelirium angekommen ist (»Wir leben Leben«) – wollt Ihr denn da nicht mitmachen?

Das Honorar für Jung von Matt und Co. würdet Ihr sogar sparen, wir haben bereits gebrainstormt: »Dignitas. Wir leben Sterben« klingt doch fresh! Oder lieber »Exit. Wir können Tod«? 

Kann nur Hilfestellung leisten: Titanic

Hui, Horst Seehofer!

Wie von einem CSU-Vorsitzenden und Ministerpräsidenten Bayerns nicht anders zu erwarten, haben Sie etwas dagegen, wenn in Deutschland etwas moderatere Töne in der Flüchtlingspolitik angeschlagen werden. Nachdem nämlich Bundespräsident Joachim Gauck von der Presse so verstanden worden war, daß er empfahl, als Lehre aus der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg heutige Flüchtlinge großherziger aufzunehmen, blafften Sie in den Münchner Merkur hinein: »Ich weiß aus vielen Gesprächen mit Heimatvertriebenen, daß sie solche Vergleiche nicht gerne hören.« Und das, Seehofer, glauben wir Ihnen sofort. Denn wenn etwas unter Vertriebenen, ihren Funktionären und Sympathisanten bestimmt nicht verbreitet ist, dann ist es doch wohl Großherzigkeit. Vermutlich, weil Sie alle so sehr mit Ihrem revanchistischen Deutschsein beschäftigt sind.

Und damit läßt Sie nun gerne wieder allein: Titanic

Reiner Calmund (66), Ex-Fußballmanager!

Ihren Sommerurlaub wollen Sie in diesem Jahr auf der Insel Rügen verbringen. Dazu sagten Sie in der NDR-Talk-Show: »Wenn ich an den Strand gehe, sagen die anderen: ›Da geht ein weißer Wal.‹« Calmund, das haben Sie sich so gedacht, was? Weiße Wale gehen aber nicht am Strand spazieren. Auch wenn Sie »ein wenig ins Wasser gehen«, weiß nach fünf Sekunden jedes Kind, daß Sie es sind, der den Meeresspiegel anhebt.

Meldet sich bei Ihnen, wenn ihr eine bessere Tarnung einfällt: Titanic

Hallo, Stadtsparkassen!

Bei Euch gibt’s jetzt, so verkündet Ihr’s im Filialschaufenster wie im Web, ein Girokonto, »das mehr drauf hat als Geld«. Und während wir uns noch fragen, was denn bitteschön »mehr als Geld« sein könnte, erklärt Ihr es auch schon: nämlich »Praktische Funktionen« wie »pushTAN«, »Klicksparen«, »girogo« und »Filialfinder«. Damit könne man »überall mobil überweisen«, »immer und überall« Geld vom Konto auf ein Sparbuch verschieben, »in weniger als 2 Sekunden zahlen« und »sogar auf dem Brockengipfel Geld abheben«.

Aber was geschieht eigentlich, wenn man keins hat? Vermuten wir richtig, daß das Superkonto dann auf altbewährte Funktionen zurückgreift wie »Monatsmittenminus«, »EC-Card-Swallowing« und den phantastischen »Mega-Dispozinsenboost«?

Dann liegt ja mit ihrem alten Sparstrumpf goldrichtig: Titanic

Rapper Kay One (30)!

Einer überschaubaren Zahl pubertierender Herumirrender bist Du als DSDS-Juror und Verfasser von Zeilen wie »Lach mich aus, weil ich nicht so gebildet bin / dafür fick ich Fotzen, die so kraß eingebildet sind« bekannt. Wie Du dem Szeneblatt Neue Osnabrücker Zeitung verraten hast, denkst Du allerdings bereits heute über das Ende Deiner Karriere nach: »Ich will doch nicht ewig Rapper sein. Irgendwann wird es auch peinlich.« Denn wenn man hierzulande als Rapper mit 40 noch auf der Bühne stehe, »denken die Leute, du kommst aus dem Irrenhaus«. Whoa Digga, diese Sorge können wir Dir getrost nehmen. Dafür bedarf es, wie Deine Texte eindrucksvoll zeigen, keiner weiteren zehn Jahre mehr.

Disstrack von Titanic

Ha, Gerhard Stadelmaier!

Ein bißchen spät, nämlich aus dem von Ihnen verfaßten Nachruf in der FAZ, erfahren wir, was für einer der österreichische Schauspieler Helmut Lohner war, nämlich ein »mimischer Doppeladlerkopf« mit einem »bis ins höhere Alter sanft gegen den Strich gebürsteten jungenhaften physiognomischen Gefieder«. Freilich auch ein Mime, der was konnte: Er spielte Nestroys Titus Feuerfuchs (»einen Anarchisten, der in der asozialen Hängematte eines Hochstaplers wahnwitzig rotierende Aufschwungübungen vollzog«), ließ als Jedermann »die Zinsen seiner theatralischen Unsterblichkeit mit müd gelächeltem Augenzwinkern dem Hofmannsthalschen Konto gutschreiben« und performte als Horváths Graf Almaviva Erstaunliches, gelang es ihm doch, »auf ein ganzes verpfuschtes Ehe- und Aristokratenleben mit der Resignation nur eines Mundwinkels herunterzulächeln – mit dem anderen aber auf der neuen Zeit und der Revolution herumzukauen«.

Das ist allerhand, vor allem für die armen Mundwinkel. Aber auch Sie haben’s drauf mit Ihrer journalistischen Kunst, mittels derer Sie in der toleranten Hängematte des FAZ-Feuilletons irrsinnig durchgedrehte Metaphern- und Vergleichsübungen vollziehen. Und am besten schon mal den eigenen Nachruf vorformulieren, in welchem Sie auf ein ganzes verpfuschtes Kritikerleben …

Nein, doch nicht?

Strahlt über alle vier Mundwinkel: Titanic

Kardiologe William Davis!

Ihr Buch »Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht« ist erstaunlicherweise gerade Spiegel-Bestseller (nur knapp hinter Rolf Dobelli!) – und die Ihrige damit wohl für die Zukunft gesichert. Denn mögliche Nachfolgertitel gibt es ja allerhand: »Reisrübe: Warum Reis naiv und dumm macht«, »Gurkengurgel: Warum (ungekaute) Gurken die Stimmbänder kaputtmachen« oder auch »Pomelopopo: Warum Pomelos fett- und faltenärschig machen«.

Schon einen Schritt weiter (Whiskywampe!): Titanic

Und Du, liebes Opel-Autohaus Schenk in Ilmenau,

hast im Rahmen der Kampagne gegen das Opel-Vorurteil einerseits T-Shirts mit der Aufschrift »68% der Männer halten rothaarige Frauen für feuriger, 90% davon haben noch nie eine kennengelernt« ausgehängt, andererseits aber das Bauern-Echo in Deine Zeitschriftenauslage gelegt. Da müßtest Du Dich schon mal entscheiden: will man Vorurteile abbauen oder aber bedienen!

Meinen jedenfalls die Porsche-Fahrer von der Titanic

Stillgestanden, »Junge Freiheit«!

Da postet Marcus Pretzell von der AfD auf seiner Facebook-Pinnwand einen Brief an Deinen Chefredakteur Dieter Stein, in dem er schreibt, er habe Dir, Junge Freiheit, aus »Image-Gründen« nie ein Interview gegeben. Und was machst Du? Schickst auf Deiner Homepage eine »Klarstellung« hinterher, in der Du sauertöpfisch darauf bestehst, Pretzell »nie um ein Interview gebeten« zu haben. Kurzum: Du fragst nicht an, Pretzell gibt kein Interview, also eigentlich doch eine Win-win-Situation. Willst Du’s nicht mit allen künftigen Interviewpartnern so halten? Oder dieses Prinzip gleich auf Dein gesamtes Angebot anwenden?

Freuen sich jetzt schon über jede ungeschriebene Zeile von Dir:

Deine Imageberater von Titanic

Peter Münch (»SZ«)!

Iran kriegt die Bombe, Israel von der Landkarte zu tilgen, nun also erst später. Da atmet ein Korrespondent und Freund Israels natürlich nur verhalten auf: »Als Pragmatiker der Macht hat (Netanjahu) zudem erfahren, wie profitabel die ständige Warnung vor Iran sein kann. International hat er stets im Konzert der Großen mitspielen dürfen, und national hat er mit diesem Thema noch jede Wahl gewonnen. Er hat die Ängste vor der Bombe geschürt und sich als Retter angeboten – das Rezept hat immer funktioniert. So einfach wird sich Netanjahu nicht von seinem Lieblingsfeindbild verabschieden … Nicht nur aus Sturheit, sondern auch aus Kalkül hält Netanjahu also noch am alten Kampf fest. Doch längst hat er sich auch schon nach neuen Bedrohungen umgeschaut und neulich zum Beispiel die weltweit agierende Boykottbewegung gegen Israel zur künftigen strategischen Großgefahr veredelt. Auch hier sieht er Israel wieder im Kampf gegen den Rest der Welt. Wenigstens an Feinden wird es ihm nie fehlen.«

Wenn wir, Münch, Juden und/oder Israelis wären und als solche in einer Welt lebten, die nachweislich voller Feinde ist, würden wir denken, daß uns das gerade noch gefehlt hat: ein großdeutscher Schmierfink, der unsere wie nichts berechtigte Urangst vor Isolation und Auslöschung mit unverstellter Häme zu Chuzpe und Berechnung verunedelt. Obwohl doch alle Welt Israel so freundlich gesinnt ist wie z.B. Sie, der Sie als notorischer Palästinenserfreund genau der Bock sind, den man in München nur allzugern zum Gärtner gemacht hat.

Ihre Meister aus Deutschland: Titanic

Salam, Julia Klöckner (CDU)!

Im Interview mit dem Integrationsfachblatt Bild am Sonntag sprachen Sie sich als Partei-Vizevorsitzende erneut für ein Burkaverbot aus. Schließlich gebe es auch Menschen, die nackt durch die Straßen laufen wollten, und das sei nun mal gleichfalls nicht erlaubt. Stimmt eigentlich: Burka-Tragen ist wie Exhibitionismus! Und jetzt sind wir schon bannig gespannt auf die nächsten Erkenntnisse aus Ihrem Munde: Kochen ist wie Einfrieren? Abbremsen ist wie Beschleunigen? Untergehen ist wie Auftauchen? Und ist am Ende gar noch Julia Klöckner zuzuhören wie einer klugen Frau zu lauschen?

Lassen Sie es uns bloß nicht wissen: Titanic

Dave Grohl, Frontmann der Foo Fighters!

Sie sind Sänger, Gitarrist und Schlagzeuger, oft in mehreren Bands gleichzeitig, touren durch die ganze Welt, waren Regisseur und haben sich mit sympathischem Auftreten den Beinamen »nicest guy in Rock’n’Roll« erarbeitet. Kürzlich überboten Sie sich selbst, als Sie nach einem Sturz von der Bühne das gebrochene Bein flugs eingipsen ließen, um das Konzert im Sitzen weiterzuspielen, wofür Sie von Fans und Presse (mal wieder) bejubelt wurden – Hut ab!

Wir fragen uns allerdings, ob der Unfall nicht ein Zeichen war. Hat da vielleicht der besorgte Rock’n’Roll-Gott interveniert, um Sie vor dem Burnout zu bewahren? Oder wollte er Sie strafen, weil Sie mit anbiederndem Fleiß und Strebertum permanent gegen seine Gebote verstoßen?

Antworten bitte an die frommen Faulpelze von Titanic

Bester Hans-Olaf Henkel!

Sie begründeten auf Twitter Ihren Ausstieg aus der AfD: »Für Pöbelei, Intoleranz und Machenschaften bin ich nicht mehr zu haben.« Das verstehen wir nur zu gut. Nach Stationen als IBM-Manager, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Bild-Autor, Sarrazin-Unterstützer und stellvertretender AfD-Sprecher wollten Sie endlich mal raus aus der Tagesroutine. Und falls Ihnen dann doch mal langweilig werden sollte, können Sie mit Ihrer reichen Erfahrung immer noch als Senior-Haßprediger auf Altersteilzeitbasis anheuern.

Vermißt Sie jetzt schon: Titanic

Poststreikbrecher in Berlin-Mitte!

Ob durchs Beamtenrecht gedrängt oder vom schnellen Euro gelockt: Nett war das nicht, wie Ihr den streikenden Kollegen und der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di in den Rücken gefallen seid. Und arbeitsrechtlich waren diese Sonder-Sonntagszustellungen ebenfalls mehr als fragwürdig. Ausgeliefert habt Ihr dann eher nach dem Zufallsprinzip: Da wurde eingeworfen, was unter die Finger kam. Oder etwa doch nicht? Was wolltet Ihr zum Beispiel mit der sonntäglichen Auslieferung ausgerechnet der Verdi-Mitgliederzeitung Publik ausdrücken? War das eine Verhöhnung aller Gewerkschaftsmitglieder, quasi eine perfide Vorhersage des miesen Streikausgangs, gelenkt durch diabolisch kichernde Vorgesetzte? Oder tun wir Euch Unrecht, und es war einfach nett gemeint? Vielleicht dachtet Ihr: »Jetzt haben unsere streikenden Kollegen endlich Zeit, Artikel wie ›Der Post-Raub: Gewinne rauf, Löhne runter‹ zu lesen, und können uns nach Feierabend erzählen, was drin steht?«

Dann wollen nichts gesagt haben: Eure Postgeheimnisbewahrer von Titanic

Behaupten, RA Peter Gramsch,

läßt sich ja viel: Daß Ihr Mandant Klaus-Dieter F., auf dessen Anwesen in Heikendorf an der Kieler Förde lt. Süddeutsche Zeitung »ein Torpedo, mehrere Handfeuerwaffen, ein Maschinengewehr, ein 8,8-Zentimeter-Flakgeschütz und ein Wehrmachtspanzer, Typ Panther, zwei Meter breit, fünf Meter lang, 43 Tonnen schwer« gefunden wurden – daß also dieser Klaus-Dieter F. zwar ein »schrilles Hobby« pflege, aber keinesfalls »Wehrsportgruppen in seinem Garten trainieren« würde oder überhaupt der rechten Szene angehöre: »Er ist reiner Militarier.«

Aber können Sie das auch nachweisen? Mit den erforderlichen Geburts- und Heiratsurkunden seiner Eltern und Großeltern oder wahlweise einem Ahnenpaß?

Papiere bitte zu Händen von Titanic

IS-Rückkehrer Ebrahim B.!

Den Islamischen Staat hatten Sie sich wohl irgendwie entspannter vorgestellt. Jedenfalls kehrten Sie nach Deutschland zurück, obwohl Ihnen hier eine Haftstrafe droht. Ihnen sei, so erklärten Sie im Interview mit der Süddeutschen, das Gefängnis in Deutschland »lieber als Freiheit in Syrien«. Dort habe man Sie allerdings auch kurzfristig eingesperrt, weil man Sie verdächtigte, ein Spion zu sein – wegen Ihrer SPD-Mitgliedschaft. Terroristische Vereinigungen ziehen Sie aber auch einfach magisch an, was?

Jetzt bloß nicht in den ADAC eintreten, fleht: Titanic

Und, Hetero-Deutsche!

Neun Monate nach Gewinn der Fußballweltmeisterschaft, so liest man, wurden hierzulande überdurchschnittlich viele Kinder geboren. Ihr seid demnach gar nicht die Fernsehsesselsportler, für die wir Euch immer gehalten haben. Sondern Ihr habt die WM-Begegnungen aktiv nachgespielt: erst Pubic Viewing, dann fummeln, aber nicht zu lang, bloß kein Klein-Klein, immer dicht am Mann bleiben, reingrätschen, wo nötig, bißchen beißen, einen auflegen, und schließlich versenkt der Eingecremte das Runde ins, äh, Scheckige (Landestreifen schwarz-rot-gold gefärbt). Anschließend gemeinsam duschen und Lob von der Kanzlerin.

Jetzt wüßten wir halt nur noch gerne von den Damen, wie viele der Herren, nach dem Höhepunkt ihrer Laufbahn ihren »Rücktritt« aus der »Mannschaft« bekanntgegeben haben.

Aber keine Märchen bitte! Titanic

Hallo, Fa. LichtBlick!

Als Anbieter von Ökostrom schreibst Du uns gute Menschen, die wir Deine Produkte brav bestellt haben, regelmäßig als »Liebe LichtBlicker« an und verkündest uns Deine Fortschritte auf dem Weg zur Rettung der Welt, um uns bei der ganz schönen Stange zu halten, die Deine Energie nun einmal kostet. Und erläuterst uns: »Von Brasilien bis Indien, von Südafrika bis in die USA – unser Planet wird erneuerbar.« Echt jetzt? Der ganze Planet wird erneuerbar? Und Du machst es möglich? Das sind gute Nachrichten! Könntest Du dann bei der Kompletterneuerung der Welt nicht einfach mit diesem Deutschland anfangen?

Schon ganz elektrisiert: Titanic

Kim Jong-un!

»Menschenversuche in Nordkorea« meldete die Tagesschau und zitierte den Independent, der einen nach Finnland geflohenen nordkoreanischen Wissenschaftler als Kronzeugen aufbot. »Testet Nordkorea Biowaffen in Versuchen an Menschen?« fragte die Tagesschau weiter. Wir blieben skeptisch. Auch die Beglaubigung durch ein »Komitee für Menschenrechte in Nordkorea« in den USA (»Wir haben in der Vergangenheit bereits ähnliche Geschichten gehört«) überzeugte uns nicht sonderlich. Und selbst der nochmalige Hinweis der Tagesschau, »schon zuvor« habe es »Hinweise gegeben, daß Chemiewaffen an behinderten Kindern ausprobiert würden«, klang uns allzusehr nach westlichen Greuelmärchen. Dann allerdings fiel unser Blick auf das beigefügte Foto, das Sie, verehrter Kim Jong-un, bei Ihrer letzten Neujahrsansprache zeigt. Und da fiel es uns wie Schuppen von den Augen: »Chemiewaffen an behinderten Kindern ausprobiert«! Der Plural mag propagandamäßig übertrieben sein, aber an einem Kind – das läßt sich nun wirklich nicht von der Hand weisen!

Wie Kennedy schon sagte: Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern Titanic

Bravo, Sonja Álvarez!

Auch Sie echauffierten sich über die legendären »100 Tips für eine Hammer-Ausstrahlung« der Bravo, nämlich für den Tagesspiegel. Zwar halten Sie es für begrüßenswert, daß »die Bravo Teenie-Mädchen Tips für mehr Selbstbewußtsein geben will«, doch gehe es »in der Liste leider eben nicht darum, wie sie sich mit ihrem Körper am wohlsten fühlen, sich am besten auf Beruf und Studium vorbereiten oder Netzwerke bilden, sondern das einzige und wichtigste Ziel im Leben einer Frau scheint demnach zu sein: Männern zu gefallen und sich ihnen unterzuordnen.«

Gut gegeben, Frau Álvarez, doch warum beheben Sie den Mangel nicht gleich selbst und schreiben einen Leitfaden für eine »Hammer-Ausstrahlung im Beruf«? Alles, was Sie dafür tun müssen, ist, in der vorhandenen Liste Wörter wie »Typen«, »Schwarm«, »süß«, »sexy« usw. zu streichen und durch »Arbeitgeber«, »Chef«, »leistungsbereit«, »kundenorientiert« u.ä. zu ersetzen.

Und nun husch, husch ans Werk, befehlen Ihre leistungsbereiten Typen von Titanic

Berliner Chaoten!

Was mußten wir da in der Bild-Zeitung über Euch lesen? Das: »Berliner Chaoten planen Terrorwoche!« Wir hoffen, Ihr habt dabei nichts vergessen: Voranmeldung, Ablaufplan, Aufräumdienst hinterher. Will ja alles gut organisiert sein. Und bitte nicht vergessen, einen Termin mit Springer zu machen!

Raten die Chaostheoretiker auf der Titanic

Anton Hofreiter, Grünen-Fraktionsvorsitzender!

Nach dem verblüffenden griechischen Referendum rechneten Sie im Berliner Tagesspiegel mit der deutschen Regierungsspitze ab. Der Kanzlerin warfen Sie Trägheit vor und forderten: »Jetzt ist politische Führung gefragt.« Sigmar Gabriel dagegen bezichtigten Sie, »mit seinen Äußerungen die Debatte emotional angeheizt« zu haben: »Wenn er davon redet, daß letzte Brücken eingerissen werden, trägt er selbst dazu bei. Der Vizekanzler sollte verbal lieber abrüsten. Seinen Antipathien freien Lauf zu lassen, ist unprofessionell.«

Halten wir fest: Im Unterschied zu den gefühlsbetonten Schluffis aus dem Regierungslager ist Ihre frühere Anti-Partei inzwischen die einzige, von der straffe Führung und kalte Professionalität zu erwarten ist. Kleiner Trost für alte Fans immerhin: Am Ziel der Abrüstung halten Sie fest, und sei’s auch nur verbal!

Genau so kennt und liebt ihre Grünen: Titanic

»Spiegel«-Chef Klaus Brinkbäumer!

Viel Kritik traf Ihr Blatt für den gemalten Titel »Unsere Griechen. Annäherung an ein seltsames Volk«. Darauf zu sehen waren Karikaturen eines Griechen und eines Deutschen, Arm in Arm tanzend; der heitere Grieche in traditioneller Tracht und mit Ouzoglas, der Deutsche in kurzer Hose, Fußballnationaltrikot und mit Socken in den Sandalen, sich ängstlich an sein prall gefülltes Portemonnaie klammernd. Den Anwürfen entgegenzutreten, der Titel sei hetzerisch, sahen Sie sich zu einer Verteidigungsschrift im Spiegel-Blog genötigt, in der Sie empfahlen: »Schauen Sie sich auf unserem Titelbild bitte nicht nur den Griechen, sondern auch den Deutschen an. Welche der beiden Figuren ist Ihnen sympathischer?« Und jetzt, wo Sie es sagen, fällt es natürlich auch uns auf: Der Deutsche, wie er da so steht, so geschmacklos, ungelenk und randvoll mit Ressentiment, wirkt tatsächlich noch unsympathischer als der fremdes Geld verjubelnde ewige Grieche. Sagen Sie mal, dieser Deutsche sind doch nicht etwa Sie? Sieht Ihnen ja zum Verwechseln ähnlich!

Reibt sich die Augen: Titanic

Mensch, Harald Martenstein!

Im Zeit-Magazin plauderten Sie aus dem Nähkästchen Ihrer Kolumniererei: »Man spürt, ob ein Kolumnist es ehrlich meint oder ob er Bullshit schreibt.« Und wissen Sie was? Das spüren wir bei jeder Ihrer Kolumnen ganz genau. Aber wenn Sie es doch schon mal eingesehen haben – warum versuchen Sie es zur Abwechslung nicht mal mit Ehrlichkeit?

Meint voll verlogen: Titanic

George Clooney (54), Schauspieler!

Sie sind überzeugt, daß Ihre Ehefrau Amal Ihnen geistig überlegen ist: »Gar keine Frage: Sie ist klüger als ich. Ich finde das toll. Es ist gut, wenn man sich mit Menschen umgeben kann, die klüger sind als man selbst. Ich bin dafür stärker im Armdrücken«, berichteten Sie dem Wochenendmagazin Sonntag. Toll, Clooney! Vor allem für Ihre Frau! Es ist gut, wenn man sich mit Menschen umgeben kann, die stärker im Armdrücken sind als man selbst.

Zum Glück so klug wie stark im Armdrücken: Ihre Titanic

Sie wieder, @SteinbachErika!

Da hat man Sie also erneut ohne Betreuer ins Internet gelassen, und prompt twitterten Sie angesichts einer roten Ampel mit zwei händchenhaltenden Frauen in die Welt hinaus: »Hier dürfen Männer nicht mehr über die Straße gehen ;-) Diskriminierung«. Mal abgesehen davon, daß dieses Signal auch Frauen die Straßenüberquerung untersagt: Seien Sie dann doch bitte so konsequent und ignorieren Sie künftig die an Männer gerichteten Lichtzeichenanlagen.

In freudiger Erwartung ;-)

Die Verkehrsexperten von Titanic

Und hast Du, »Panorama 3«,

in Deiner Sendung vom 7. Juli tatsächlich einen Beitrag unter dem Titel »Kinderpornografie: Kampf gegen Windmühlen« gezeigt, um damit auszudrücken, daß Kinderpornografie gar nicht schlimm ist und nur irgendwelche Spinner glauben, man müsse sie bekämpfen?

Oder dürfen wir eher annehmen, daß Sancho Panzas Esel als Redakteur beim NDR sein Gnadenbrot gefunden hat?

I-aah: Titanic

Huhu, Thilo Sarrazin!

Im Interview mit der Berliner BZ erklärten Sie nach dem Referendum in Griechenland die Weltlage. Und antworteten auf die Frage, was Sie an der Stelle von Varoufakis gemacht hätten: »Unterstellen wir mal, Klaus Wowereit wäre der Chef einer linken griechischen Regierung gewesen und ich sein Finanzminister. Dann hätte er für gute Laune und die Mehrheit gesorgt, und ich hätte mich ans Werk gemacht.« Soll heißen: Sie würden sofort ein 400-Seiten-Werk mit dem Titel »Hellas schafft sich ab« verfassen, in dem Sie haarscharf nachweisen, daß ein von Mazedoniern, Bulgaren, Zyprioten, Lesbierinnen und Ithakern durchmischtes und durchrasstes Hellenenvolk niemals den strengen EU-Maßregeln genügen kann, schon allein deshalb, weil diese degenerierte, dekadente Mischpoke rein genetisch unmöglich die Maastrichtkriterien – wie? Wir haben Sie komplett mißverstanden? Sie haben sich das alles streng fiskalisch vorgestellt? Und Sie hätten den Griechen nur eine »Sonderkommission« ans Herz gelegt, die »bei jedem einzelnen Rentner überprüft, ob er auch lebt«? Das ist allerdings auch wieder fein ausgedacht – nach den deutschen Sondereinsatzkommandos, die 1941ff. nicht nur bei den Rentnern in ähnlicher Mission unterwegs waren.

Nein, aber jetzt mal im Ernst: Es gibt nur ein Volk auf der Welt, das dumm genug ist, so eine Charge wie Sie zuerst als Bundesbankvorstand, dann als Finanzsenator und schließlich als größten Sachbuchbestsellerautor seit 1945 anzuhimmeln. Und das ist nun mal Ihr eigenes.

Traurig, aber wahr: Titanic

Hey, Taylor Swift!

Wahnsinn, wie Sie ganz allein den Industriegiganten Apple in die Knie gezwungen haben! Ja, was das Popindustriemusik-Streamen betrifft, muß man um jeden Zehntelcent feilschen: »Die Musikindustrie ändert sich so schnell, so daß sich alles Neue – etwa Spotify – wie ein großes Experiment anfühlt. Und ich möchte nicht mein Lebenswerk für ein Experiment zur Verfügung stellen.«

Huh, »mein Lebenswerk«! Darf man daraus folgern, daß auch Ihr circa 25jähriges Dasein bald vollendet sein wird?

Wär’ das dann allerdings auch wurschtegal: Titanic

Auf ein Wort, Bernd Lucke!

Der Name Ihres Vereins »Weckruf 2015« klingt zwar schon so richtig schön altbacken, aber würde er auf die Konservativen nicht noch anziehender wirken, wenn er »Einweckruf 2015« hieße?

Ohne Mindesthaltbarkeitsdatum:Titanic

Sie, Arnold Schwarzenegger,

betiteln sich selbst nur unwillig als Politiker, wie Sie der deutschen Ausgabe des Playboy verrieten: »Leider mußte ich erfahren, wie viele sogenannte Volksvertreter in erster Linie nur ihre eigenen Interessen verfolgen. Das ist auch einer der Gründe, warum ich mich bis heute nicht gern als Politiker bezeichne, ich möchte mich klar abgrenzen von diesen Leuten.« So weit, so gut. Leider mußten wir erfahren, wie viele sogenannte Hollywoodstars mit Sprechrollen von 70 Wörtern und Gagenforderungen bis zu 30 Millionen Dollar pro Film ebenfalls in erster Linie nur ihre eigenen Interessen verfolgen. Das ist auch einer der Gründe, warum wir Sie bis heute nicht gern als Schauspieler bezeichnen und uns klar abgrenzen möchten von Ihnen.

Hasta la vista, Baby!Titanic

Dieter Nuhr, alter Pausenclown!

Da hast Du in Deiner Funktion als krächzender Volkssender und Anwalt der Großen einen mickrigen Scherz zum Griechenreferendum über Deine Netzkanäle geplärrt (»Meine Familie hat demokratisch abgestimmt: Der Hauskredit wird nicht zurückgezahlt. Ein Sieg des Volkswillens!«), und was passiert? Alles links von Frauke Petry teufelt auf Dich ein. Nur weil Du mal wieder Deine aus Haargel, Grinsegebiß und Fitneßstudioabfällen zusammengespuckte Fratze gezeigt hast; als hätte nicht jeder vernünftige Mensch diese schon längst kennen bzw. ihrer überdrüssig sein müssen. Wir aber, lieber Dieter, wollen uns diesem politisch korrekten Gutmenschenmob, der Dich da aus besten Anlässen verfolgt, nicht anschließen. Nur weil Du mit herrlich flotter Augenzwinkerei den Mächtigen Luft zufächelst und Öl ins Getriebe gießt, bist Du ja noch lang kein schlechter Kabarettist. Im Gegenteil: Für uns bist Du der Kern dieses Pudels, führst das deutsche Kabarett zu seinem hofnärrischen Wesen. Und natürlich den Volkswillen zum Sieg!

Aber darüber nicht den Hauskredit vergessen!Titanic

Islamischer Staat!

Ein übler Strafenkatalog ist das, was Du laut Spiegel in Deinen Landen für Gesetz hältst: »Gotteslästerung: Tod. Lästern gegen den Propheten Mohammed: Tod, auch wenn der Schuldige bereut. Lästern über den Islam: Tod … Diebstahl: Amputation einer Hand. Alkohol trinken: 80 Peitschenhiebe … Abfall vom Islam: Tod.« Usw. usf. Andererseits: »Die Benutzung von Geräten des Computerherstellers Apple verbietet eine Verordnung vom 14. Dezember 2014.« Sooo unvernünftig kannst Du also auch nicht sein.

Schon ganz kopflos hin- und hergerissen:Titanic

Wie angenehm, Mr. Obama!

Man möchte Sie ja fast ein bißchen mögen: Erst das sympathisch schief gesungene »Amazing Grace«, dann das freundliche, aber feste Telefonat mit Ihren Kumpelinos in Frankreich und Deutschland, nun aber mal den Kokolores mit dieser Griechenkrise zu beenden und trotz Pimpillionen-Schulden den Sommer möglichst easy zu genießen – was folgt in der Charme-offensive als nächstes?

Tippt ja auf einen abhörfreien Sonntag:Titanic

»Chaos«, Anne Will,

so dozierten Sie neulich zu Beginn Ihrer Plappershow, »Chaos ist ein griechisches Wort.«

Genau. Und »Fotze« ein deutsches. Nachweisbar übrigens seit dem 15. Jahrhundert, gleichbedeutend mit dem mittelhochdeutschen »vut« und den Grimms zufolge »ein unhübsches, gemiedenes Wort, bei dem die Sprachforschung doch manches zu erwägen hat«.

Kommt ihrem Bildungsauftrag ebenfalls nach:Titanic

Glückwunsch, Markus Söder (CSU)!

Weil Ihrem schlechten Aussehen und Geschmack anscheinend keine Landesgrenzen gesetzt sind und Sie bei Karnevalsveranstaltungen bisher in den kuriosen Kostümen »Marilyn Monroe«, »Gandhi«, »Punk« und »Shrek« aufgetreten sind, wird man Ihnen demnächst, wahrscheinlich aus Angst, in Aachen sogar den »Orden wider den tierischen Ernst« verleihen.

Und wissen Sie was? Den können Sie auf ewig behalten, solange Sie nur nicht als »Söder« verkleidet vor die Kameras treten.

Diesem Shrek einfach nicht mehr gewachsen:Titanic

Dufte, Berliner!

Kürzlich blühte im Botanischen Garten Eurer Stadt wieder der berüchtigte Titanwurz, dessen hervorstechendste Eigenschaft es ist, während der Blütezeit einen intensiven Aasgeruch zu verströmen. Was uns nun interessiert: Hat man von der kleinen Lufterfrischung etwas gespürt?

Rasche Antwort bitte an die Titanicwurze vonTitanic

Über Sie, Frau Bundeskanzlerin,

lasen wir bei n-tv.de: »Merkel stemmt sich gegen Sterbehilfe.« Nun wissen wir zwar nicht, wer genau Ihnen da auf den Sprung helfen wollte, aber was wäre an einem zügigen und letzten Endes ohnehin alternativlosen Übertritt so schlecht? Wer weiß denn schon, in welchen Dimensionen das Jenseits über seine Verhältnisse gelebt hat und also eine Austeritätsfachkraft wie Sie dringend benötigt? Und wieso nicht diesen Schäuble gleich mitnehmen? Na, was sagen Sie? Da sieht die Sache doch gleich anders aus, was?

Bißchen ungeduldig:Titanic

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Stillgestanden, »Spiegel«!

»Macht sich in den USA Kriegsmüdigkeit breit?« fragst Du in einer Artikelüberschrift. Ja, wo kämen wir hin, wenn die USA die Ukraine nur nüchtern-rational, aus Verantwortungsbewusstsein oder gar zögerlich mit Kriegsgerät unterstützten und nicht euphorisch und mit Schaum vor dem Mund, wie es sich für eine anständige Kriegspartei gehört?

Spiegel-müde grüßt Titanic

 Guten Appetit, TV-Koch Alfons Schuhbeck!

Guten Appetit, TV-Koch Alfons Schuhbeck!

Nichts läge uns ferner, als über Ihren Steuerhinterziehungsprozess zu scherzen, der für Sie mit drei Jahren und zwei Monaten Freiheitsstrafe geendet hat. Etwas ganz anderes möchten wir ansprechen, nämlich Ihre Einlassung am zweiten von insgesamt vier Verhandlungstagen, während der Sie laut Handelsblatt »lang und breit über die Vorzüge« von Ingwer palaverten, »aber auch über Knoblauch, Kardamom oder Rosmarin«, bis Sie schließlich einsahen: »Ich könnte stundenlang über Gewürze reden, aber das ist wohl der falsche Zeitpunkt.«

Und ob das der falsche Zeitpunkt war! Mensch, Schuhbeck, die gute alte Gewürz-Verteidigung, die hebt man sich doch für ganz zum Schluss auf, die pfeffert man dem Gericht (!) nach den Kreuzkümmelverhören prisenweise entgegen. Wozu zahlen Sie denn gleich zwei Anwälten gesalzene Stundensätze? Bleibt zu hoffen, dass Sie bei der Revision die Safranfäden in der Hand behalten!

Die Gewürzmühlen der Justiz mahlen langsam, weiß Titanic

 Nichts für ungut, Tasmanischer Tiger!

Nachdem wir Menschen Dich vor circa 100 Jahren absichtlich ein bisschen ausgerottet haben, um unsere Schafe zu schützen, machen wir den Fehltritt jetzt sofort wieder gut, versprochen! Du hast uns glücklicherweise etwas in Alkohol eingelegtes Erbgut zurückgelassen, und das dröseln wir nun auf, lassen Dich dann von einer Dickschwänzigen Schmalfußbeutelmaus in Melbourne austragen, wildern Dich in Australien aus und fangen dann ziemlich sicher an, Dich wieder abzuknallen, wie wir es mit den mühsam wiederangesiedelten Wölfen ja auch machen. Irgendjemand muss ja auch an die Schafe denken.

Aber trotzdem alles wieder vergeben und vergessen, gell?

Finden zumindest Deine dünnschwänzigen Breitfußjournalist/innen von der Titanic

 Sicher, Matthew Healy,

dass Sie, Sänger der britischen Band The 1975, die Dinge einigermaßen korrekt zusammenkriegen? Der Süddeutschen Zeitung sagten Sie einerseits: »Ich habe ›Krieg und Frieden‹ gelesen, weil ich die Person sein wollte, die ›Krieg und Frieden‹ gelesen hat.« Und andererseits: »Wir sind vielleicht die journalistischste Band da draußen.« Kein Journalist und keine Journalistin da draußen hat »Krieg und Frieden« gelesen, wollten mal gesagt haben:

Ihre Bücherwürmer von der Titanic

 Helfen Sie uns weiter, Innenministerin Nancy Faeser!

Auf Ihrem Twitter-Kanal haben Sie angemerkt, wir seien alle gemeinsam in der Verantwortung, »illegale Einreisen zu stoppen, damit wir weiter den Menschen helfen können, die dringend unsere Unterstützung brauchen«. Das wirft bei uns einige Fragen auf: Zunächst ist uns unklar, wie genau Sie sich vorstellen, dass Bürgerinnen und Bürger illegale Einreisen stoppen. Etwa mit der Flinte, wie es einst Ihre Bundestagskollegin von Storch forderte? Das können Sie als selbsternannte Antifaschistin ja sicher nicht gemeint haben, oder? Außerdem ist uns der Zusammenhang zwischen dem Stoppen illegaler Einreisen und der Hilfe für notleidende Menschen schleierhaft.

Außer natürlich Sie meinen damit, dass die von Ihrem Amtsvorgänger und der EU vorangetriebene Kriminalisierung von Flucht gestoppt werden müsse, damit Menschen, die dringend unsere Unterstützung brauchen, geholfen wird.

Kann sich Ihre Aussage nicht anders erklären: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Sprichwörter im Zoonosen-Zeitalter

Wer nichts wird, wird Fehlwirt.

Julia Mateus

 Vom Kunstfreund

Erst neulich war es, als ich, anlässlich des Besuchs einer Vernissage zeitgenössischer Kunst, während der Eröffnungsrede den Sinn des alten Sprichworts erfasste: Ein paar tausend Worte sagen eben doch mehr als nur ein Bild.

Theobald Fuchs

 Auf dem Markt

– Oh, Ihr Doldenblütler verkauft sich aber gut!
– Ja, das ist unser Bestsellerie!

Cornelius W.M. Oettle

 Heimatgrüße

Neulich hatte ich einen Flyer im Briefkasten: »Neu: Dezember Special! Alle Champions-League-Spiele auf 15 Flatscreens!!!« Traurig, zu welchen Methoden Mutter greift, damit ich öfter zu Besuch komme.

Leo Riegel

 Schwimmbäder

Eine chlorreiche Erfindung.

Alice Brücher-Herpel

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 26.10.:

    Chefredakteurin Julia Mateus spricht über ihren neuen Posten im Deutschlandfunk, definiert für die Berliner-Zeitung ein letztes Mal den Satirebegriff und gibt Auskunft über ihre Ziele bei WDR5 (Audio). 

  • 26.10.:

    Julia Mateus erklärt dem Tagesspiegel, was Satire darf, schildert bei kress.de ihre Arbeitsweise als Chefredakteurin und berichtet der jungen Welt ein allerletztes Mal, was Satire darf. 

  • 26.10.:

    Ex-Chef-Schinder Moritz Hürtgen wird von Knut Cordsen für die Hessenschau über seinen neuen Roman "Der Boulevard des Schreckens" interviewt (Video) und liest auf der TAZ-Bühne der Buchmesse Frankfurt aus seiner viel gelobten Schauergeschichte vor (Video). 

  • 19.10.:

    Stefan Gärtner bespricht in der Buchmessenbeilage der Jungen Welt Moritz Hürtgens Roman "Der Boulevard des Schreckens".

  • 12.10.: Der Tagesspiegel informiert über den anstehenden Chefredaktionswechsel bei TITANIC.
Titanic unterwegs
04.12.2022 Enkenbach-Alsenborn, Klangwerkstatt Thomas Gsella mit den Untieren
06.12.2022 Kassel, Staatstheater Hauck & Bauer mit Kristof Magnusson
06.12.2022 Frankfurt am Main, Club Voltaire TITANIC-Nikolaus-Lesung
08.12.2022 Köln, Senftöpfchentheater Moritz Hürtgen