Briefe an die Leser | September 2012


Und, »Süddeutsche Zeitung«,

wo wir gerade Deine »Korrekturen« lesen:

»In ›Tod im Amt‹ vom 14./15. Juli wurde Peter Schwundeck zitiert mit dem Satz: ›Die Landesbausparkassen verzocken Milliarden.‹ Gemeint hat er nicht die Landesbausparkassen, sondern die Landesbanken. In einem Teil der Auflage vom 14./15. Juli war in ›Welcher Reporter trägt heute noch einen Hut?‹ auf Seite 13 von einem Sänger namens dick Jagger und von der Insel igle of Man zu lesen. Der Sänger heißt natürlich Mick Jagger, die Insel Isle of Man. In ›California Noir‹ vom 16. Juli auf Seite 9 kommt das Viertel Lader Fights vor, das korrekt Ladera Heights heißt.«

Schön, daß wenigstens bei Euch da unten in München der Sommer zu heiß war.

Kühle Grüße: Titanic

Hui, Béla Réthy (ZDF)!

Zum Flitzer beim Fußball-Länderspiel Deutschland – Argentinien fiel Ihnen, nachdem Sie das Spiel wie üblich zu Tode gequasselt hatten, nachsichtigerweise das ein: »Kleiner Angeber, aber ein großer Abend für ihn« –

und wer, wenn nicht Sie, hätte dafür Verständnis!

Um Selbstauswechslung bittet trotzdem:Titanic

Liebe Illuminaten!

Was ist eigentlich los mit Euch? Was treibt Ihr denn so, was macht das Geschäft? Laßt doch mal wieder was von Euch hören!

Eure Mitweltverschwörer von Titanic

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU)!

Sie kritisierten in der Süddeutschen die Spitzengehälter der Topmanager, die zu »gigantischen Einkommensunterschieden« führten: »Das ist nicht zu rechtfertigen, schon gar nicht mit entsprechenden Leistungs- und Verantwortungsdifferenzen. Das ist die Verselbständigung der Gehaltsfindung, die den Verdacht der Selbstbedienung nahelegt.«

So ist’s recht, Lammert! »Denen da oben« immer schön auf die Finger klopfen, ihre Selbstauskünfte kritisch hinterfragen und sich bloß das Maul nicht verbieten lassen. Treten Sie mit der Nummer doch mal im Kabarett auf, rät: Titanic

Prof. em. Robert Spaemann!

Als schon arg vergreister Lieblingsphilosoph Mattuseks und all der anderen schwerbeleibten Heroen der Konservativen Revolution nahmen Sie noch mal Ihre morschen Neuronen zusammen – und stießen einen Text zur Blasphemiedebatte tief in die Eingeweide der FAZ, um dort eine stärkere Bestrafung der Gotteslästerung zu fordern. Und als wäre das noch nicht genug, machten Sie sich auch gleich ganz praktische Gedanken ums Strafmaß: »Wem die Beleidigung der Religion so wichtig ist, daß er den Preis des Vorbestraftseins dafür zu zahlen bereit ist, soll ihn auch zahlen. Und was die Höhe betrifft, so müßte sie etwa das Doppelte dessen betragen, was auf Beleidigung von Menschen steht, nicht mehr, aber auch nicht weniger.« Und dafür sind wir dreifach dankbar: Erstens dafür, daß damit für alle Zeiten ex cathedra festgelegt ist, wie weit Gottes Ehre wirklich reicht, nämlich immerhin etwa doppelt so weit wie die eines durchschnittlich katholischen Diskurszausels; daß Sie sich damit zwotens indirekt als Halbgott zu erkennen geben, der anderen Religionen ihren Platz anweisen darf: »Stellen wir uns vor, es erschiene irgendwo das Bild einer Gaskammer mit der Überschrift ›Arbeit macht frei‹, in der sich zahllose halbtote Frösche befänden. … Der Völkermord an den Juden in Europa ist seit den siebziger Jahren in eine quasi sakrale Ebene erhoben worden.« Und daß drittens – jüdische Frösche hie, katholische Gottesnähe da; doppeltes Strafmaß für diese, Froschperspektive für jene – daß, Spaemann, derart mentalversaute Spukgestalten wie Sie sich im Gegenzug für Ihre jahrzehntelange Hostienfresserei auf einen Platz im Himmelreich freuen dürfen, spricht drittens für eine immerhin dankenswert verbliebene Restgüte der Kirche für die Armen im Geiste.

Denn für Ihre himmlisch teure Pflege, Spaemann, möchten wahrlich nicht aufkommen müssen:

die Zweigötterhochs auf der Titanic

Daß es aber, Tagesschau,

bei Dir auch im Sport nicht viel besser ist, sahen wir anderntags bei Olympia, als Du über Minuten hinweg durch alle Disziplinen hindurch akribisch notiertest und mit Expertenunterstützung bejammertest, welche deutsche Medaillenhoffnungen sich an jenem Tag mal wieder zerschlagen hatten – während absolut keine Zeit dafür blieb, mal kurz zu vermelden, wer denn statt dessen Gold, Silber und Bronze errungen hatte.

Stell Dir vor, Tagesschau: Nicht jeder Deiner Zuschauer braucht unentwegt patriotischen Unterhaltungsschleim und Wir-Gefühl-Propaganda. Manche wissen es schon zu schätzen, wenn Journalismus wenigstens so tut, als sei er unparteiisch. Wenigstens eine Viertelstunde lang, sonst könnten wir ja gleich bei den Privaten bleiben.

Unverhohlene Drohung von Titanic

Tagesschau, Du Flaggschiff der Seriosität!

Da schaut man Dich mal wieder und bekommt so etwas geboten: »Mehr über die russischen Rüstungsinteressen in Syrien erfahren Sie auf tagesschau.de.« Was aber, wenn wir mehr über die Interessen des weltweit drittgrößten Waffenlieferanten Deutschland erfahren wollen – oder gibt es solche gar nicht? Aus Israel berichtet uns Dein Korrespondent: »Vor allem der Mittelstand in Israel kann sich das Leben kaum noch leisten.« Während die Armen und Reichen in Luxus schwelgen, wie? Oder ist das, was arme Menschen führen müssen, ohnehin nicht Leben zu nennen? Und dann hast Du noch etwa zehnmal von »Pannen« des Verfassungsschutzes in Zusammenhang mit der NSU-Mordserie gesprochen, obwohl jeder Mensch, der sich nicht primär um die Staatsräson schert, berechtigte Zweifel daran haben dürfte, daß es sich dort ausschließlich um unbeabsichtigtes Fehlverhalten gehandelt hat.

Für das, was Du, Tagesschau, als Information präsentierst, dafür, wie Du bei Auslandsthemen die Kritik in den Vordergrund stellst, die Du bei Inlandsthemen ausblendest, und wie Du stets und ungeniert die herrschende Ordnung affirmierst – für eine solch unverblümt staatstragende Haltung hätte sich wahrscheinlich sogar die Aktuelle Kamera der DDR geschämt.

Und jetzt lieber zum Wetter: Titanic

Alles klar, Ku-Klux-Klan, Ortsgruppe Böblingen?

Wir machen uns ernsthaft Sorgen um Euch: Die beiden Beamten der Bereitschaftspolizei, die zeitweilig Eure Mitglieder waren, haben gar nicht gemerkt, daß es sich bei Euch um einen rassistischen Verein handelt. Na gut, nächtliche Blutsbrüderriten und gemeinsame Bibellektüre erinnern ja auch eher an Konfirmandenfreizeiten. Aber was ist aus Euren Kapuzen geworden oder aus den brennenden Kreuzen, mit denen Ihr gemeinhin Andersfarbige einschüchtert?

Etwas mehr Einsatz erbitten sich die Nigger von der Titanic

Lieber Tuvia Tenenbom!

Sie geisterten zuletzt durch das deutsche Feuilleton, weil Sie sich mit Ihrem ursprünglichen Verlag überworfen hatten und Ihre kritische Deutschland-Reportage »Allein unter Deutschen« nun bei einem anderen Verlag erscheinen muß. Das Fazit Ihres Aufenthalts zitiert die Süddeutsche: »Dieses Land hat sich seit Hitlers Herrschaft nicht geändert.« Steile These, Tenenbom! Allerdings erscheinen uns die Gründe, die Sie für Ihren Deutschenhaß anführen (»Ich hasse ihre endlosen Diskussionen«, »ihren versteckten Rassismus« oder »ihr ständiges Bedürfnis, geliebt und gelobt zu werden«), eher Hinweise darauf, daß sich seit den Nazis doch etwas geändert hat.

Behauptet jedenfalls mal frech: Titanic

Nur ganz kurz, Netto:

Wenn Du Deine »Bundmöhren Deutschland« in den neuen Bundesländern bewirbst, wirst Du sie vermutlich nicht mit dem Sticker »Gutes aus dem Westen erntefrisch« versehen wie in den Prospekten, die hier bei uns ausliegen. Ist aber auch gar nicht nötig. Benenn’ sie doch einfach in »Bund Deutscher Möhren« um – schon werden sie sich verkaufen wie Windhund in Aspik.

Wettet: Titanic

Baldiger Ex-Oberst Georg Klein!

Drei Jahre nachdem Sie zwei entführte Tanklastzüge bei Kunduz von Kampfflugzeugen bombardieren ließen und damit über hundert afghanische Dorfbewohner zerfetzten, die sich eimerweise widerrechtlich ISAF-eigenen Treibstoff abzapfen wollten – drei Jahre nach dieser beherzten Tat werden Sie nun zum Brigadegeneral befördert. Eine in der deutschen Militärgeschichte bislang unbekannte, nicht hinnehmbare Verzögerung, keine Frage! In der guten alten Zeit hätten Sie die Generalssterne innerhalb von 24 Stunden post festum auf den Schulterklappen pappen gehabt! Statt dessen durfte erst der Spiegel scheinheilig den »Sekundentod« Ihrer »Musterlaufbahn« an die Wand malen, ein Untersuchungsausschuß des Bundestags nahm knallhart Beweise auf, Ihr oberster Dienstherr, Verteidigungsminister Jung, trat sogar zurück, als er gar nicht mehr Verteidigungsminister war, der Generalbundesanwalt ermittelte wegen eines etwaigen Kriegsverbrechens, das Oberlandesgericht Düsseldorf wegen Mordes – und alle diese Untersuchungen und Ermittlungen kamen zu dem Schluß: Sie haben lediglich Ihr Wort gehalten, das Sie ein Vierteljahr vor der Bombardierung dem Spiegel in den Block diktierten: »Wir werden mit der Härte, die geboten ist, zurückschlagen.« Ein Mann, ein Wort! Auch wenn es bedauerlicherweise drei Jahre dauerte, bis sich die klare Haltung eines deutschen Soldaten gegenüber dem verschämten Gedöns pazifistisch angekränkelter Gutmenschen durchsetzte: Deutschland wird am Hindukusch verteidigt! Und ist dort umzingelt von entführten Tanklastzügen!

Ratatatatatatat! Titanic

Bushido, alte Pappnase!

Und wieder gab es was zu vermelden vom rebellischen Rapper, der inzwischen irgendwo im Berliner Umland den Häuslebauer gibt. Wie Ihre Haus- und Hofberichterstatter von der Bild mitteilten, war über Ihre »Traumvilla« ein Baustopp verhängt worden, der aber – Gott, ist das spannend – kurze Zeit später schon wieder aufgehoben wurde. Ihr sachkundiger Kommentar: »Da wollte sich wohl einer wichtig machen.« Und haben Sie vielleicht eine Ahnung, wer dieser eine war? Tja, sehen Sie: wir auch. Titanic

Howdy, Texaner!

Fast alle Bundesstaaten der USA ziehen die Grenze für eine geistige Behinderung bei einem Intelligenzquotienten von 75, nur Ihr nicht. Und obwohl das oberste Gericht die Hinrichtung von Menschen mit geistiger Behinderung verboten hat, habt Ihr jetzt einen Gefangenen mit einem IQ von 61 töten lassen. Nun ist ja bekannt, daß Ihr zwar schneller zieht als andere Amerikaner, aber dafür um so langsamer sprecht und vielleicht auch denkt. Deshalb verstehen wir, daß Ihr die Grenze zwischen Tod und Leben, die sich diese liberalen Weicheier aus Washington ausgedacht haben, nicht akzeptieren wollt, denn sonst gäbe es ja quasi niemanden mehr in Texas, den Ihr… Sprechen wir zu schnell?

Stets geduldig: die Sonderschullehrer auf der Titanic

»Süddeutsche Zeitung«!

Das ist mal eine lapidare Charakterstudie: »Eine Dame hat eine knallgelbe Trinkflasche mitgebracht: ›Oben bleiben‹ steht darauf, das Motto der ›Stuttgart 21‹-Gegner. Protestbürgertum.« Aber weißt Du, SZ, welcher Gegenstand die Frau noch eindeutiger zu einer Vertreterin jenes Bürgertums gemacht hätte, das bei allem Protest immer oben bleiben will? Na? Kommst Du drauf?

Dumme Frage Deiner Protestproletarier von der Titanic

Auf ein Wort, Michael Schumacher!

Hören Sie auf. Fahren Sie einfach rechts ran, steigen Sie aus und schmeißen Sie den Zündschlüssel weg. Wie soll das denn sonst mit Ihnen weitergehen, wenn Sie neuerdings schon beim Start Ihren Motor abgewürgen? Muß die Bild erst den Boxenfunk veröffentlichen (»So, Michi, und jetzt die Kupplung laaangsaaam kommen lassen… das linke Pedal!«)? Müssen wir wirklich miterleben, wie man Ihnen noch im Rennen den Führerschein abnimmt und Sie auf einem Bobbycar ein letztes Mal an die Box zurückrollen? Sie haben doch alles, Mann: Geld, Frau, Kinn!

Also – besser spät als zu spät: Titanic

Und als wir, »Spiegel«,

Dein Titelbild zur Nummer 33 des Jahres erblickten, das mit der jungen, sehnsüchtig dreinblickenden Frau hinter Gittern und dekorativen Handschellen, wurde uns schon ganz wuschig vor Vorfreude auf Deine ca. achte subtil-erotische Story über »Shades of Grey«. Doch leider ging es nur um »Pussy Riot« in »Putins Rußland«.

Gottlob entschädigtest Du uns in der zugehörigen Titelstory mit Bildunterschriften wie »Revolution kann sexy sein, wenn kirschäugig Solschenizyn im Glaskasten zitiert wird«. Indem Du nämlich zeigtest, Spiegel, wie sexy Journalismus sein kann, wenn steifpenissig die eigene Schmutzphantasie zitiert wird.

Denn Du hast ja recht: Wieso sollten Frauen, die sich »Pussy Riot« nennen, nicht Freiheitskämpferinnen und Wichsvorlage zugleich sein? Und lassen sich diese geilen Ost-Schlampen nicht von dem Super-Sado Putin genau das besorgen, was unsere verzärtelten West-Weiber nur in schwiemeligen Schundromanen nachlesen? Oder eben bei Dir?

Jetzt aber wieder Hände über die Decke! Titanic

Metaebene, alte Reckin!

Du giltst ja schon als relativ, hihi, abgehoben. Als aber neulich im Deutschlandfunk zu ziemlich früher Stunde die Reporterin Doris Simon darüber sprach, wie gerade die Demokratie in Rumänien zusammenbricht, wie heftig dort die Machtkämpfe toben und was die Europäische Union zu all dem sagt, es also um recht handfestes Zeug ging, da, Metaebene, kamst Du doch unverhofft unterirdisch ins Spiel. Und zwar so, wie Dich inzwischen halt jeder im Munde führt, der vermeintlich wissenschaftlich daherreden möchte. Frau Simon nämlich stammelte: »Auf der Metaebene, also gefühlt, stinkt das Ganze zum Himmel.«

Metaebene! Das hast Du nicht verdient! Je nach Objekt mag es zwar durchaus zu Dir hochmüffeln. Daß man dort aber den Geruch, zum Beispiel einer duften Struktur oder eines feinen Diskurses, auch noch fühlen könnte, mögen wir instinktiv, also aus dem Bauch raus, nicht glauben.

Und weil es ohnehin so früh am Morgen war, machten dann lieber auf der Matratzenebene weiter: die Hobby-Ontologen von der Titanic

Es freut uns, Wolfgang Joop,

daß sich das monegassische Fürstenpaar, mit dem Sie für eine Fahrt über die Spree die Enge eines Ausflugdampfers teilen mußten, als so sympathisch erwiesen hat: Charlène sei »sehr entspannt« und »angenehm«, und Albert wirke »so gar nicht wie ein exotischer monegassischer Prinz«, er habe nicht »das Filmstar-Gen seiner Mutter geerbt«.

Aber, Joop: Daß Albert »wie ein netter Deutscher, wie ein Mann von nebenan« wirkt, wie bitte sollten Sie das beurteilen können in Ihrer Villa am Potsdamer Heiligen See, wo der nächste Nachbar so weit weg wohnt, daß er, der auch nicht der typische Deutsche von nebenan ist, sondern vielleicht Günther Jauch, auf die Distanz sogar nett wirken kann?

Fragt sich: das Echolot der Frau alias Titanic

Gee, Mitt Romney!

Sie nutzten neulich eine Ihrer Veranstaltungen im US-Präsidentschaftswahlkampf, um den Opfern des Sikhtempel-Attentats von Wisconsin Ihr Beileid auszusprechen. In bester republikanischer Tradition unterlief Ihnen dabei ein schöner Fauxpas, indem Sie gleich mehrere Male »Sheikh« statt »Sikh« sagten. Zum Mitschreiben, Romney: Sikhs sind die mit Bart und Turban, Scheichs hingegen die mit Bart und Kopftuch; außerdem gehören sie zu den wenigen Menschen auf diesem Planeten, die vermögensmäßig mit Ihnen mithalten können. Ein kleiner orthographischer Unterschied mit großer Wirkung, ähnlich wie bei, sagen wir mal, mormon und moron.

Wobei: In Ihrem Fall ist’s natürlich egal.

Shake it, baby! Titanic

Kopf hoch, Pinakothek der Moderne (München)!

Du mußt nächstes Jahr für sieben Monate geschlossen werden, weil Deine schicke Rotunde bereits zehn Jahre nach dem Bau tiefe Risse aufweist. Dabei ist doch gerade die Schönheit von Auflösung und Zerfall ein Konzept der Moderne!

Laß Dich bloß nicht ganzkriegen! Titanic

Bester Axel Hacke!

Wöchentlich klauben Sie für das SZ-Magazin die Kolumne »Das Beste aus aller Welt« zusammen, in der Sie die Leser an Ihrem Scharfsinn und Ihrer Brillanz teilhaben lassen. Anfang August waren Sie einer ganz heißen Sache auf der Spur: Eine Mitarbeiterin der Firma IBM benutzte das Wort Würfelzucker falsch – wo es doch Ihnen zufolge korrekt Zuckerwürfel hätte heißen müssen! Doch damit nicht genug: »Es war überhaupt kein Würfel! Ein Würfel hat sechs gleich große Quadrate als Begrenzungsflächen und eben nicht unterschiedlich große Rechtecke. Das hier war ein Zucker-Quader.« Um diese mutige These zu belegen, maßen Sie noch mal genau nach: »Es hat sechs Außenflächen, davon zwei große mit 1,5 mal 1,5 Zentimetern und vier kleine von 1 mal 1 Zentimeter.«

Nun, Herr Hacke, zunächst ist es schon mathematisch falsch, bei diesen Gleichungen nach dem ersten Zahlenwert die Einheit Zentimeter wegzulassen. Dann ist der Körper, den Sie beschreiben, weder ein Quader noch ein Würfel, sondern schlicht unmöglich, denn die vier kleinen Flächen müßten je 1 Zentimeter mal 1,5 Zentimeter groß sein; Sie hatten also zuvor auch noch falsch nachgemessen. Das macht summa summarum drei Fehler in einem Passus, womit Sie die IBM-Dame um Längen schlagen. Glückwunsch!

Ihre Quadrat-, äh, Würfelschädel von der Titanic

»Spiegel Online«, mal wieder!

Du schriebst nach dem olympischen 100-Meter-Finale der Männer folgendes: »+++EILMELDUNG+++ Bolt sprintet zur Goldmedaille!« Korrekt und exakt auf den Punkt, Glückwunsch! Selbstverständlich freuen wir uns nun aber schon wie Bolle auf weitere Meldungsrubriken, z.B.: »+++VERWEILMELDUNG+++ Merkel immer noch Bundeskanzlerin! +++FLANIERMELDUNG+++ Das trägt man 2013 in deutschen Fußgängerzonen! +++ES-EIN-BISSCHEN-LANGSAMER-ANGEHEN-MELDUNG+++ Deutsche Schwimmer beginnen Training für 2016!«

Vorauseilenden Dank vom Meldeamt: Titanic

Peter Hahne, alte Harnröhre!

Da haben Sie in der BamS Ihren »Gedanken am Sonntag« mal wieder freien Lauf gelassen: »Die jetzt diskutierte aktive Beihilfe zum Selbstmord bricht ein Tabu – und das macht mir nicht zuletzt wegen der aktuellen Organspendenaffäre Angst, weil ich ahne, wie schnell der Tod zum Geschäft werden kann.« Und was bringt Sie zu dieser Ahnung? Die Tatsache, daß Ihre Kolumne direkt neben einem Artikel über einen Kindermörder (»Der Killer, der keinen Schmerz empfindet«) steht? In einer Zeitung, die u.a. mit Schulfotos verunglückter Kinder, dem Ausschlachten von Suiziden und anderen »Todesdramen« von Promis und Normalos ihr Geld verdient? Während dieses Geld wiederum Kolumnisten wie Ihnen für ihre »Gedanken« zukommt? Nein, so sind Sie nicht darauf gekommen? Womöglich fehlt Ihnen dazu das passende Organ!

Setzt Sie vorsichtshalber auf die Hirnspendenwarteliste: Titanic

»Abgestempelt«, ZDF,

hieß die von Dir am 10. Juli gesendete Folge der »SOKO Stuttgart«, und die Inhaltsangabe auf Deiner Mediathek-Seite – »In einem Stuttgarter Mietshaus wird ein Mann erschlagen. Die SOKO ermittelt, daß es sich bei dem Toten um Lothar Remmle handelt, einen einsamen Mann, der in einer Stuttgarter Fabrik gearbeitet hat« – hat uns gleich Lust auf mehr gemacht: auf mehr Bücher lesen, mehr ins Schwimmbad gehen, mehr Nasebohren.

Die Thrillseeker der Titanic

Herrje, Lena Meyer-Landrut!

Wir sind entsetzt: Du hast bereits nach einem Jahr Dein Studium geschmissen! Wo Du Dir doch von den »Sprachen und Kulturen Afrikas« sowie der Philosophie so viel versprochen hattest, vor allem mehr Struktur in Deinem Leben. Und jetzt? Jetzt soll ein Album rauskommen, Dein drittes und mutmaßlich erfolglosestes. Hast Du Dir das auch gut überlegt? Dieses ewige Tingeltangel – und ehe Du Dich versiehst, hast Du eine tägliche Show bei ZDFneo!

Traurig, wirklich traurig, finden die Langzeitstudenten von Titanic

Huch, Helmut Schmidt!

Was haben Sie da eben geschnarrt, als Frau Maischberger Sie zur Eurokrise befragte? »Das wäre alles nicht so tragisch, wenn wir jemanden hätten in Europa, der einen Überblick über das Gesamtproblem hat.« Was, Schmidt, Sie haben den Überblick auch nicht? Aber wenn Sie ihn nicht haben, Schmidt, Sie als Deutschlands wahrscheinlich letzter lebender Weltweiser – wer soll ihn denn dann haben? Verhält es sich dann in dieser Angelegenheit womöglich wieder genauso wie eigentlich immer in der Weltgeschichte? Keiner weiß Bescheid, aber alle machen?

Wie immer volle Kraft bergab: Titanic

US-Schwimmerin Carly Geehr!

Sie haben der Online-Zeitung »Huffington Post« verraten, daß es durchaus üblich ist, bei Schwimmwettkämpfen ordentlich ins Becken zu strullen. Warum das so ist, erklären Sie in der Bild: »Adrenalin und Nerven verursachen ein Chaos im System deines Körpers. Ich kenne viele Schwimmer, die dann erst ganz kurz vor dem Startsprung mal müssen.« Nun sind wir etwas verwirrt, denn sind »Vorausscheidungen« nicht sogar im Reglement festgelegt?

Fragen Ihre Sportskameraden von der Titanic

Verehrter Kim Jong-un!

Da sind Sie in Nordkorea erst ein paar Monate am Drücker, und nun das: »Kim Jong-un winkt mit einem Strohhut auf dem Kopf ein paar Schwimmern zu. Ein anderes Mal berührt er sichtlich gut gelaunt den Arm eines Kraken beim Besuch eines Delphinariums. Und dann das: In Begleitung einer jungen Dame flaniert er durch einen Freizeitpark, später schaut sie ihm bewundernd zu, wie er sich in einem Karussell durch die Luft wirbeln läßt«, berichtet uns die Welt. Mannomann, Kim Jong-un, was soll das denn werden? Statt daß Sie Ihren Personenkult vernünftig planen, mit erhabenen Bildern, ikonenhaften Darstellungen, ein wenig Gewalt und strikter Pressezensur, liefern Sie, völlig verwest- und verweichlicht, der Klatschpresse Material für lau und stellen sich auf eine Ebene mit minderbegabten Politikern à la Guttenberg oder gar den schnöden Royals. Wenn das Papa wüßte!

Enttäuschte Grüße von Ihren Society-Experten auf der Titanic

Liebe Marina Weisband!

Vom Posten der politischen Geschäftsführerin (Piratenpartei) haben Sie sich zurückgezogen, um an Ihrer Diplomarbeit im Fach Psychologie zu schreiben. Dem Magazin der Zeit gaben Sie in einem Interview derweil Einblicke in Ihre tränenreiche Kindheit: »Ich wurde meine ganze Schulzeit über ausgeschlossen und geärgert.« Warum, das läßt sich freilich erahnen: »Mit zwölf Jahren bin ich mit einem Klemmbrett zu jedem meiner Klassenkameraden hingegangen und habe ihn gefragt, was er an mir haßt, und die ganzen Punkte habe ich dann in einer Liste gesammelt, um mich nach den Wünschen der anderen zu verändern.« Vielleicht, Weisband, finden Sie ja in Ihrer Diplomarbeit eine Erklärung, warum Sie nicht das beliebteste Mädchen der ganzen Schule waren. Oder Sie legen noch eine Promotion nach.

Schon ganz gespannt: Titanic

Werter Herr Andreas Wenderoth!

Unter dem Titel »Wege der Hoffnung – Wann muß das Jugendamt Kinder von ihren Eltern trennen?« beschrieben Sie für das SZ-Magazin zwei desolate Familien in Regensburg. Vor allem in ästhetischer Hinsicht muß Ihnen die Recherche einiges abverlangt haben. So ist z.B. die »Rauhfasertapete im Gruber’schen Wohnzimmer … eingefaßt durch eine Art Bordüre in Form eines Arschgeweihmusters.« Wenn schon niemand im Haushalt anständig tätowiert ist, wie es sich fürs Prekariat eigentlich gehört, muß wohl eine Tapetendekoration her, um das Schlüsselwort »Arschgeweih« im Text unterzubringen, was? Aber es kommt noch schlimmer: »Grubers Freundin Stefanie Kirsch in Socken und Trainingshose, ungeschminkt, ein Heimkind auch sie.« Da kommt extra ein designbebrillter Journalist aus der Hauptstadt in die Provinz, um für das Sahnetöpfchen der deutschen Presselandschaft eine Reportage zu verfassen – und dann ist diese Schlampe noch nicht mal geschminkt!?

Ebenfalls schockiert: Titanic

Ja mei, Erwin Huber, CSU-Chef a.D.!

Ein Ehegattensplitting für Schwule und Lesben finden Sie nicht gut. Ihre Abneigung gegen die Homoehe begründen Sie im Deutschlandfunk mit deren Widernatürlichkeit: Aus Kindern könne sowieso nur was werden, wenn sie von Mutti und von Vati großgezogen würden. Aber haben Sie das eigentlich auch Ihrem Nachfolger Horst Seehofer verklickert? Dessen Töchterchen muß ja leider in Berlin ohne männliches Vorbild groß werden, weil Vati daheim in Bayern schon eine Familie hat.

Zum Glück für die Kleine – glauben die Scheidungskinder von Titanic

Allerdings, von Hirschhausen:

Solange es Quatschköpfe wie Sie gibt, laufen wenigstens wir keine Gefahr, uns den Glückskiller Arbeitslosigkeit einzufangen.

Dafür ausnahmsweise mal Dank von: Titanic

Komiker Eckart von Hirschhausen!

Die Momente, in denen Ihr funkelnder Intellekt zutage tritt, sind weiß Gott rar gesät. Kürzlich aber konnten wir uns wieder von Ihren geistigen Begabungen überzeugen, als Sie in einem Gespräch mit Berufströster Jürgen Domian für die allseits begehrte Zeitungsbeilage Chrismon berichteten, was Sie aus der Glücksforschung wissen: »Aus der Glücksforschung weiß ich, daß es drei große Glückskiller gibt: chronische Schmerzen, Arbeitslosigkeit und Depressionen.« Sa-gen-haft, von Hirschhausen, sa-gen-haft, was die Wissenschaft so für überraschende Befunde herbeizaubert. Wer bisher glaubte, chronische Schmerzen, Arbeitslosigkeit und Depressionen seien einem heiteren und ausgeglichenen Gemüt förderlich, der irrte und ist nun spätestens nach Ihrem fundierten Urteil eines Besseren belehrt. Aus unserer eigenen Depressionsforschung wissen wir übrigens, daß Menschen, die sich über die Welt nicht allzuviele Gedanken machen, weil ihnen schlicht die kognitive Befähigung dazu fehlt, in der Regel recht fröhliche Gesellen sind. Was müssen Sie da erst für ein sagenhafter Glückskeks sein!

Ganz neidisch: Ihre unter chronischen Weltschmerzen leidenden Melancholiker auf der Titanic

Teuerster Nürburgring!

Deine Insolvenz macht uns ernsthaften Kummer: Wie soll man Dich bloß zum Pfandleiher bringen?

Hihi: Titanic

»Rufmord«, Richard Kämmerlings,

war Ihr sensationeller Artikel auf »Welt Online« überschrieben, in dem Sie eine ganze Reihe von Enthüllungen ausbreiteten: Erstens habe der SZ-Feuilletonchef Steinfeld wohl unter Pseudonym einen Schwedenkrimi verfaßt, in dem ein höchst unvorteilhaft, nämlich als egomaner, quecksilbriger und korrupter Puffbesucher sowie Freund blutjunger Frauen charakterisierter deutscher Spitzenjournalist auf grausige Art und praktisch selbstverschuldet zu Tode komme. Diese Figur aber sei zweitens zweifelsfrei dem FAZ-Herausgeber Schirrmacher nachempfunden, was, da drittens Steinfeld und Schirrmacher eine langjährige Rivalität und Feindschaft verbinde, »einem doppelten Mord« gleichkomme, nämlich »einem fiktiven Schaufelhieb und einem realen Rufmord«.

So etwas wie ein realer Rufmord, Kämmerlings, der Sie den Schirrmacher ja gut kennen, da Sie früher auch in seinem Feuilleton arbeiteten, ist es dann aber doch genaugenommen nur durch Ihre Enthüllungen geworden, nicht wahr?

Kopfschüttelnd: Titanic

Charles Burns, amerikanischer Richter!

Über den Mann, den Sie wegen dreifachen Mordes an den Angehörigen der Sängerin Jennifer Hudson schuldig sprachen, sagten Sie laut Netzpresse, er »habe ›das Herz einer arktischen Nacht‹ und seine Seele sei ›leer wie das Weltall‹«. Ihr Urteilsvermögen in allen Ehren, Euer Ehren. Aber in Ihrer tiefen Sehnsucht nach poetischer Gerechtigkeit sind Ihnen gleich zwei Fehler unterlaufen: Arktische Nächte können äußerst farbenfroh sein (wegen Polarlicht). Und das Weltall ist nicht leer, sondern, ganz im Gegenteil, vollgestopft mit Materie und Antimaterie – und leider auch mit Richtern, die auf dem Mond besser aufgehoben wären.

Und nun Ruhe! Sonst lassen den Saal räumen:

Ihre Space Invaders von der Titanic

Huhu, Anton Schlecker!

Folgende Überschrift aus dem Wirtschaftsressort von »Spiegel Online« hat uns wieder einmal krachend vor Augen geführt, was der Kapitalismus aus dem Menschen macht: »Schlecker-Tochter in Tschechien verkauft«! Verkauft! Die eigene Tochter! In Tschechien, dem Land des unbegrenzten Straßenstrichs! Hätte es denn, selbst in der größten Not, nicht erst mal die Stereoanlage getan? Oder die Armbanduhr? Oder hätte man nicht zumindest erst einmal über ein Leasing-Modell nachdenken können?

Fragen die Systemkritiker der Titanic

Hey, Al-Qaida!

Bisher haben wir Dich für einen Verein gehalten, der sich dem Kampf gegen die Werte und Errungenschaften der Aufklärung verschrieben hat. Nun aber entnehmen wir der Berichterstattung über den Prozeß gegen die Mitglieder Deiner Düsseldorfer Zelle, daß diese offenbar Markus Lanz und Ingo Appelt auf ihre Abschußliste gesetzt hatten. Und das macht uns doch irgendwie Hoffnung, daß aus Deinen Jungs noch nützliche Mitglieder unserer Gesellschaft werden können.

Gerne bei der Resozialisierung behilflich: Titanic

Aktuelle Startcartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Höchst bedauerlich, Verkehrsunternehmen RVSOE,

dass Dir der Fachkräftemangel – wie so vielen anderen Unternehmen auch – zu schaffen macht. Also leuchtet es uns schon ein, dass Du bei der Suche nach neuem Personal nicht wählerisch sein kannst. Aber sag mal: Wie ernst ist es Dir mit der Aussage, dass sich »auch Quereinsteiger« melden könnten, um Deine Busse zu steuern? Passen die denn überhaupt durch die schmalen Türen?

Ist schon längst ausgestiegen: Titanic

 O Gott, liebe »Tagesschau«!

Du titelst »Weniger Butter auf dem Brot«. Das hat uns geschockt. Wann wird es zu den nächsten Eskalationsstufen »Weniger Ketchup zu den Pommes«, »Weniger Bratensoße an Weihnachten« und »Weniger Limo in der originalen Paulaner Spezimischung« kommen?

Weniger Butter bei die Fische wünscht sich bei diesen Entwicklungen: Titanic

 Vermeintlich smooth, Vichy,

bewirbst Du Deine Feuchtigkeitscreme mit dem Slogan »I got 100 problems, but dry skin ain’t one«. Dass Du »99 problems«, wie im Originalsong von Jay-Z, vermutlich nicht sagen durftest: geschenkt. Wir fragen uns allerdings: Wenn man inklusive trockener Haut 101 Probleme hat, sollte man dann wirklich an dieser Stelle ansetzen?

Grübelt spröde

Deine Titanic

 Ach so, Jella Haase!

Ach so, Jella Haase!

Auf das Thema patriarchale Strukturen in der Filmbranche angesprochen, sagten Sie: »Frauen sind Teil meiner Filmfamilie geworden.«

Wir freuen uns schon auf Ihre nächsten Interviews mit ähnlich aussagekräftigen Zitaten wie: »Stühle sind Teil meiner Einrichtung geworden«, »Kohlenhydrate sind Teil meiner Ernährung geworden« oder »Dämliche Statements rauszuhauen, ist Teil meiner Tätigkeit als Schauspielerin geworden«!

Grüßt erwartungsvoll: Ihr Briefeteil der Redaktionsfamilie Titanic

 Aber, aber, Michael Douglas!

Für Ihre Titelrolle in einer Serie über Benjamin Franklin hätten Sie zuerst »jede Menge Make-up- und Prothesen-Tests gemacht«, wie Sie der FAZ erzählten, »mit Doppelkinn, dickem Bauch und allem Drum und Dran«. Allerdings habe Ihnen das zu lange gedauert und auch die Vorstellung nicht behagt, acht Folgen unter der Maske versteckt zu sein: »Also haben wir entschieden, dass es auch ohne Makeup geht und ich die Rolle schlicht mit Schauspielerei ausfülle.« Aber, Douglas, warum sind Sie denn bei Ihren früheren Engagements nie auf die Idee gekommen?

Fragen

Ihre Cineast/innen von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Verrücktes Kapitalismus-Experiment

Was würde wohl passieren, müssten alle Soldaten ihre Munition selbst bezahlen?

Katharina Greve

 Neue Metaphern braucht das Land

Selbst wenn mir der Klimawandel egal ist, kann ich das angesichts der verdorrten Wälder und Felder leider nicht mehr damit veranschaulichen, dass »nach mir die Sintflut« kommen könne.

Tibor Rácskai

 Morgengrauensport

Mitten in der Nacht, halb drei vor der Szenekneipe in München: Ein volltrunkener Totalspack wankt hinter seiner Suffbraut her aus der Fußballzeige-Gaststätte, beide laut auf bairisch aufeinander einbrüllend. Draußen, zwischen dem halben Dutzend Rauchern, hievt sie ihren Quellkörper mit einer trägen Drehung herum, verlagert die Schwere auf den hinteren Krautstampfer und zimmert ihrem imbezilen Begleiter mit Effet eine knallharte Linke flach auf die Fresse. Public Watsching in Bayern eben.

Theobald Fuchs

 Ehe-Aus

Die hohe Scheidungsrate zeigt doch, dass so gut wie jeder Mensch hassenswert ist, wenn man ihn nur lange und gut genug kennt.

Dorthe Landschulz

 Gute Aussichten

Für mich ist es ganz wichtig, auch im Alter neugierig zu bleiben. Darum habe ich mir ein neues Kissen für mein Fensterbrett geleistet.

Uwe Becker

Vermischtes

Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
14.06.2024 München, Volkstheater Moritz Hürtgen mit Ella C. Werner und Dax Werner
15.06.2024 Kremmen, Tiefste Provinz Max Goldt
18.06.2024 Düsseldorf, Goethe-Museum Hans Traxler: »Traxler zeichnet Goethe«
21.06.2024 Husum, Speicher Max Goldt