Briefe an die Leser | April 2012


Und, wunderbare »Edition Chrismon«!

Bei Dir erscheint in diesen Tagen ein Buch mit dem Titel »Schlag nach bei Luther«. Nun, »Edition Chrismon«, wie sollen wir sagen? Das würden wir ja sehr gern tun, aber leider ist der Reformationsesel schon seit vielen Jahren tot!

Weiteren Nachschlag von der Knüppelsuppe hätte sonst auf Anfrage parat:

Titanic

Vernetzte Autofahrer!

Ihr organisiert Euch bei Facebook in Gruppen und erstellt dort Veranstaltungen, in denen Ihr dazu aufruft, mal ein Wochenende oder auch nur an einem bestimmten Tag nicht zu tanken, um damit gegen die hohen Benzinpreise zu protestieren. Kritisch, kritisch! Vergeßt aber bitte nicht, Eure Karren vorher noch mal ordentlich mit Treibstoff zu versorgen – schließlich wollt Ihr doch während des Streiks weiterhin gemütlich durch die Gegend brummen. Oder fahrt Ihr dann mit dem Bus?

Grüße von der Überholspur auf der Datenautobahn:

Titanic

Irgendwie prominente Lana del Rey!

Ehrlich gesagt sind Sie als Popsternchen noch so frisch am Glitzerfirmament, daß wir alten Star-Astronomen Sie noch gar nicht so recht zur Kenntnis genommen haben. Glücklicherweise müssen wir das aber nun auch nicht mehr, weil Sie der Vogue knapp zur Kenntnis gaben: »Ich denke nicht, daß ich noch ein Album schreiben werde.« Weil Sie nämlich das Gefühl hätten, alles gesagt zu haben, was Sie sagen wollten. Und selbst wenn wir nicht die Bohne Ahnung haben noch auch nur annähernd wissen wollen, was das wohl war, Fräulein del Rey, sind wir sicher, daß Sie recht haben.

Und nun besser still und starr am Himmel stehenbleiben, wie sich das für einen echten Star gehört, okay?

Gruß durchs Teleskop:

Titanic

Ach, »Stern«!

Einmal, nur einmal noch jung sein und sich im Berliner Club Berghain, den Du uns in Deiner unverwechselbar voyeuristischen Intim-Schreibe näherbringst, »einer Welt öffnen, die seltsam verboten erscheint«; in diesem »düsteren Paradies« dann »bis aufs Lederriemchen entkleidete Hardcore-Schwule« treffen und Frauen, die »sich in der Dunkelheit einfach einen geilen Schwanz« suchen; in »diesem Tempel des Hedonismus«, auf »mindestens einem Gramm kleingestoßener Kristalle«, dem »rauschhaften Soundtrack« folgen, der »erbarmungslos wie gehärteter Stahl in den Dancefloor schneidet«; in dieser »Vorhölle«, »umgeben von sechs Schwulen im Gummioutfit«, mal wieder »etwa 28 Stunden« am Stück »schwitzen bis zur Dehydration« und bis man »Augenringe hat und eine Kruste um die Nase, die nicht vom Schnupfen stammt«, oder eben »auf dem Rücken in einer Urinlache liegt« – das ist mit Sicherheit, lieber Stern, was sich Deine Stammleserschaft (weiblich, Mitte 30, zwei Kinder, Skoda-Kombi) unter einem gelungenen Wochenende vorstellt.

Hyper, hyper:

Titanic

Huch, Sarah Kuttner!

Was lesen wir da bei »Spiegel online«? »In ihrem Magazin ›Bambule‹ will Sarah Kuttner ihren Altersgenossen richtig auf die Nerven gehen.«

Haben Sie denn jemals etwas anderes gemacht?

Rein rhetorische Frage von

Titanic

City, alte Rabauken!

Ihr habt gerade Eure neue Single »Zu spät« veröffentlicht, ein Song, wie Ihr stolz vermeldet, »zur Atomkatastrophe von Fukushima«. Ja, was sollen wir da sagen, vielleicht habt Ihr’s ja schon gemerkt: Der Song kommt fast genau ein Jahr »zu spät«. Und der Albumtitel »Für immer jung« trifft es bei genauerer Betrachtung Eurer Pressefotos auch nicht so ganz. Aber egal: weitermachen, alte Männer sind nun mal kein D-Zug, und das nächste Inferno, mit dessen Hilfe man sich als geriatrische Band noch gerade so in die Schlagzeilen stemmen kann, kommt bestimmt.

Nur Mut!

Titanic

Joachim Herrmann, CSU!

Im Interview mit der SZ sangen Sie als Innenminister Bayerns zu den von Rechtsradikalen begangenen Morden: »Ich hatte nach Bekanntwerden der schrecklichen Morde die Hoffnung, daß die Mitläufer in der Szene nun auf Distanz gehen würden, weil sie sich sagen: Mit Mord wollen wir nichts zu tun haben. Leider beobachten wir aber eine stärkere Solidarisierung in der Szene.« Und: »Brutale Gewalt gegen Ausländer war nicht auszuschließen, aber derart kaltblütig geplante Morde haben alle überrascht.«

Ehrlich, Herrmann? So wie man nach sorgfältiger Prüfung der Zeit zwischen 1933 und 1945 zu dem Ergebnis gelangen muß, daß Nationalsozialisten mit Mord eher nichts zu tun haben wollten? Und daß ihnen nichts ferner lag, als kaltblütig Morde zu planen?

Kopfschüttelnd:

Titanic

Sie, Daimler-Chef Dieter Zetsche,

haben den Autofahrern in der Bunten »etwas revolutionär Neues« aus Ihrem Hause versprochen: »Wir sind gerade dabei, beides zu verbinden – Auto und Internet! Das ist die Zukunft.« Tatsächlich? Irgendwelche Gebrauchsgegenstände mit Netzzugang auszustatten – ist das nicht eher die Zukunft von vor zehn Jahren? Aber wir wollen nicht unken, schließlich macht Ihr Praxisbeispiel neugierig: »Ich fahre mit meinem Auto und bin über Internet in meinem sozialen Netzwerk. Dann sagt mir mein Auto: ›Dein Freund John ist gerade in einem Café in der Nähe. Ich zeige dir, wie du dahinkommst, dann könnt ihr zusammen was trinken.‹« Und das Auto sicherheitshalber schon mal ein Taxi bestellen.

Doch wie »spricht« man eigentlich mit seinem Auto? »Es gibt die Möglichkeit der Sprachsteuerung und über Gesten, das heißt mit kurzen Handbewegungen. Auf der Innenseite der Windschutzscheibe erscheinen künftig – wenn der Fahrer das will – ähnlich wie auf einem Computerbildschirm Felder, die man mit Gesten ›anklicken‹ kann.«

Klingt toll! Lassen Sie uns auch mal einen Blick in Ihre Zukunft werfen: Sie fuchteln und klicken während des Fahrens die ganze Zeit auf Ihrer Windschutzscheibe herum und können sich so besser den Weg zum nächsten Krankenhaus suchen, den Sie allerdings in einem anderen Fahrzeug zurücklegen müssen. Und mit ein bißchen Glück treffen Sie, Zetsche, dort Ihren Freund John auf eine Schnabeltasse Hagebuttentee wieder – wenn er denn auch ein Auto aus dem Hause Daimler fährt.

Ihre in Zukunft noch überzeugteren Bahnfahrer von der

Titanic

Sie, Hartmut Möllring (CDU),

sind Finanzminister in Niedersachsen und schmetterten das Auskunftsbegehren, wieviel die Landeskasse zu Christian Wulffs »Nord-Süd-Dialog« beigesteuert habe, folgendermaßen ab: »Natürlich hat das 15000 Euro gekostet, aber das ist doch keine finanzielle Beteiligung.« Dieser bestechenden Logik können wir uns nicht entziehen und möchten anmerken, daß ein hochrangiges, an der Pflege des niedersächsich-hessischen Dialogs interessiertes Qualitätsmedium aus Frankfurt nichts gegen ein wenig ideelle Unterstützung einzuwenden hätte – gerne auch in kleinen Scheinen.

Adresse steht im Impressum von

Titanic

Verständnis, »bild.de«-Redakteure,

ist unsere Sache eigentlich nicht. Aber als wir jüngst hintereinander weg auf Eurer Startseite die Schlagzeilen lasen: »Alles echt? Coco macht Popo-Test!«, »bild.de in Rio – Popo-Parade scharf wie Chili« und »Nacktrodel-WM – Mia Magma hat einen wunden Popo«, da bekamen wir doch ein Gespür dafür, wie Ihr Eure Nachrichten auswählt: Ihr wollt neben den Kollegen halt auch mal andere Ärsche sehen.

Ebenfalls ganz wund:

Titanic

Liebste Doris Dörrie!

Dem christlichen Gratismagazin Chrismon antworteten Sie auf die Frage, in welchen Momenten Sie sich lebendig fühlten: »Wenn ich präsent bin. Es ist eine Kunst, sich immer wieder in die Gegenwart zurückzuholen. (…) Mir gelingt es oft nicht, obwohl es einen ganz simplen Trick gibt: Man muß bewußt ein- und ausatmen. In dem Moment, in dem man versucht, wieder körperlicher zu werden, ist man automatisch weniger im Kopf. Und der Kopf und unsere vielen Gedanken – das ist das, was uns quält.« Und während wir an dieser Stelle einmal ganz tief ein- und ausatmen mußten, stellten wir fest, daß es eigentlich bloß Ihr Kopf und Ihre Gedanken sind, die uns quälen.

Wir haben deshalb einen noch viel besseren Trick zum Runterkommen für Sie: Wenn das runde Ding zwischen Ihren Schultern das nächste Mal wieder zu sehr rumort, hauen Sie die blöde Rübe einfach ab. Dann sind Sie automatisch weniger im Kopf und werden staunen, wie körperlich und lebendig Sie sich anschließend fühlen!

Keine Ursache:

Titanic

Gott zum Gruß, Carl von Linné!

Wie war das jetzt noch mal? Erdbeeren sind keine Beeren, sondern Sammelnußfrüchte; Erdnüsse sind keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte; Melonen gehören zur selben Familie wie Gemüsegurken; Pistazien, Mangos und Giftefeu sind praktisch ein- und dasselbe.

Und weiter: Himbeeren sind Kartoffeln, Kakteen sind Pilze, Litschis sind Quallen? Ob Sie, alter Taxonomiepapst Linné, es böse meinten, als Sie dieses Chaos ersponnen, wissen wir nicht. Wohl aber, wer solche unsinnigen Partyfakten zu jedem nichtigen Anlaß in die Gegend flötet: nämlich die wirklich allernervigsten und unausstehlichsten Besserwissernasen. Und dafür sollten Sie sich posthum wenigstens ein klein wenig schämen.

Läßt sich nirgends einordnen:

Titanic

Hallo, Michael Fassbender!

Von der Elle zu Ihrem neuen Film »Shame« befragt, in dem Sie einen Sexsüchtigen spielen, plauderten Sie aus dem Nähkästchen: »Der Tag, an dem ich laut Drehbuch masturbieren soll, ist nicht der, auf den ich mich am meisten freue. Aber wenn es soweit ist, soll es authentisch und wahr aussehen.«

Und wie gelingt Ihnen das? Folgen Sie der Schule des Method Acting, bei der der Schauspieler laut Wikipedia »mit Erinnerungen an eigene Erlebnisse und mit Entspannungstechniken« arbeitet?

Ganz genau so machen das jedenfalls immer: die Lee-Strasberg-Fans auf der

Titanic

Guten Abend, Markus Lanz!

In einem großen Porträt zu Ihren Ehren fragte sich ein schwerverknallter Stern-Reporter, woher denn nur immer all die Anfeindungen kämen, die Ihnen aus den Medien entgegenschlagen: »Es ist schon seltsam in Deutschland: Nichts scheint verdächtiger als der Dreiklang aus Intelligenz, Talent und gutem Aussehen.« Und in der Tat werden auch wir täglich Zeugen solcher Schändlichkeiten: blitzgescheite Models, die auf der Straße bespuckt werden; knackige Juniorprofessoren, die vom Taxi stehengelassen werden; rassige junge IQ-Talente, die nur in ganz billig gemachte Fernsehshows eingeladen werden. Andererseits schaffen wir es auf Deibelkommraus nicht, Sie, Lanz, in auch nur eine der drei Kategorien einzuordnen. Helfen Sie uns auf die Sprünge?

Ganz unverdächtig:

Titanic

Verehrter Gerhard Schröder!

Daß Putin ein »lupenreiner Demokrat« sei – dieses Edikt aus dem letzten Jahr Ihrer Kanzlerschaft wurde Ihnen anläßlich der glorreichen Wiederwahl Ihres sauberen KGB- und Gazpromfreundes in einem Radiointerview vorgehalten. Worauf Sie distinguiert antworteten: »Ich habe nichts daran abzustreichen.« Recht so, Schröder! Wenn der rosarote Häuptling mal gesprochen hat, dann hat er gesprochen! Wir wollen Ihnen davon auch nichts abstreichen. Sondern Ihnen nur ein zu Unrecht vergessenes Putinzitat aufs Brot streichen. Beim EU-Rußland-Gipfel am 11.11.2002 wagte es ein Journalist, Putin auf die Splitterbomben anzusprechen, mit denen die tschetschenische Bevölkerung damals zivilisiert wurde. Der russische Präsident gab, ohne mit der Wimper zu zucken, folgenden Bescheid: »Wollen Sie ein radikaler Islamist werden und sich beschneiden lassen? Ich lade Sie nach Moskau ein! Wir sind multikonfessionell und haben gute Spezialisten! Ich werde jemanden anweisen, Sie so zu beschneiden, daß nichts mehr nachwächst!« Denn angesichts dieser ebenso humorvollen wie schlagfertigen Replik Putins verstehen wir auch Ihre unverbrüchliche Männertreue, ja Ihre unverhohlene Bewunderung Wladimir Wladimirowitschs: Sie haben es in Ihren sieben Jahren an der Macht ja durchaus auch krachen lassen (Bombardierung Belgrads 1999, Degradierung Stoibers 2002), doch der feuchte Zarentraum, einem Reporter, der auf einer Pressekonferenz mit Menschenrechtsgedöns daherkommt, einfach die Kastration anzudrohen, der blieb Ihnen verwehrt.

Und »Schwanz ab!«, das ist halt immer noch ein bißchen knackiger und zackiger als Ihr bemühtes »Basta!«.

Ihre Putinjugend auf der

Titanic

Auweia, Sibylle Berg!

In Ihrer »Spiegel online«-Kolumne, die so wahnwitzig überflüssig ist wie sonst nur die »Spiegel online«-Kolumnen von Jan Fleischhauer, Sascha Lobo, Jakob Augstein, Georg Diez, Wolfgang Münchau und Silke Burmester, fragten Sie kritisch, warum freie Bürger sich nicht auch frei dafür entscheiden dürften, in den Tod zu gehen. Und wissen Sie was, Gnädigste? Immer wenn wir einen Ihrer Texte lesen, fragen wir uns das auch.

In Ihrem ganz persönlichen Kampf voll auf Ihrer Seite:

Titanic

Stockacher Narrengericht!

Jedes Jahr an Fastnacht klagst Du einen Politiker an und verurteilst ihn am Schluß zur Lieferung einer bestimmten Menge Wein, was in etwa so geistreich und unterhaltsam ist wie der Karneval anderswo auch. Als aber dieses Jahr ein gewisser Philipp Rösler, seines Zeichens FDP-Vorsitzender, zur Verhandlung erschien und Du ihn dort als »politischen Senkrechtstarter« bezeichnet hast – da haben wir uns wirklich köstlich amüsiert.

Im Namen der Gerechtigkeit

Titanic

Fast schon wieder vergessene Whitney Houston!

Zwei Dinge an Ihrem Tod haben uns tatsächlich traurig gestimmt: erstens der bedauerliche Eindruck, daß allen offiziellen Trauerbekundungen zum Trotz anscheinend niemand Sie und Ihr verkitscht-verkünsteltes Gesangsschleifengejodel wirklich geliebt hat, und zweitens die Bild-Berichte über die Tage vor Ihrem Tode: »Bei den Proben zum traditionellen ›Vor-Grammy‹-Event des Produzenten Clive Davis am Donnerstag steht Whitney Houston bereits völlig neben sich. Sie ist triefend naß vor Schweiß, stinkt nach Alkohol und Zigaretten, hat zerzauste Haare. (…) Danach betrinkt sie sich, torkelt lallend aus dem Lokal, zeigt Stinkefinger, ruft ›Fuck!‹« – Ja, fuck, lallen wir da torkelnd aus unserem Stinkefingerlokal, Sie haben es hinter sich, Houston! Aber müssen wir uns jetzt etwa auch Sorgen um uns selbst machen?

Allzeit zerzaust, verschwitzt und so nikotin- wie alkoholisiert:

Titanic

Und Ihr, »Spiegel online«-Redakteure,

hört den Fußballkommentatoren offenbar gerne zu, wie eine kleine Stichprobe aus Euren Vorspanntexten zeigt: »Schäubles Plan, künftig ausgerechnet Freiwilligendienste mit Abgaben zu belegen, hat eine Welle der Empörung ausgelöst«, »Rußland wählt einen neuen Präsidenten – aber ausgerechnet in seinem eigenen Wahlkreis hat Wladimir Putin einen schweren Stand«, »Kristina Schröder war bei der Ehrung nicht anwesend – das nutzten ausgerechnet ihre Kontrahentinnen, um sich zu profilieren«. Ausgerechnet ihre Kontrahentinnen? Wo man doch von Kontrahentinnen weiß, daß sie einander nichts Böses wollen und deshalb solche Gelegenheiten niemals für eigene Zwecke nutzen würden.

Ihr habt also Gefallen an einem Blähwort gefunden, das Dramatik simuliert, aber in Wahrheit bestenfalls Verwirrung stiftet – ausgerechnet Ihr!

Ts ts:

Titanic

Verteidigungsminister Thomas de Maizière,

Ihren Selbsteinschätzungssatz im Interview mit der FAS mochten wir gern: »Manche sagen, ich wirke wie eine Büroklammer.« – Sehr gut, Herr Minister. Nur: Warum so bescheiden? Sie sind eine Büroklammer, und das ist gut so! Besonders nach so einem Prittstift, Schnellhefter und Fotokopierer wie Ihrem Vorgänger Guttenberg. Immer drahtig weiterklammern und endlich Ordnung in diesen Saftladen bringen!

Eisern:

Titanic

Heda, Fußballfernsehkommentatoren!

Da Ihr all die umherschwirrenden sprachlichen Dummheiten nicht nur unverzüglich in Euer in dieser Hinsicht anscheinend unerschöpfliches Repertoire aufnehmt, sondern das falsche »scheinbar«, das halbgare »nicht wirklich«, all die nichtssagenden, reißerischen Füllsel wie »absolut« und »total«, jeden noch so dämlichen Anglizismus, die abenteuerlichsten Dativ-Konstruktionen sowie jeglichem Sinn entwachsene Sprachbilder auch noch maßgeblich verbreitet; da Ihr den Ausruf »ausgerechnet!« nicht lassen könnt, obwohl Euch wahrscheinlich selbst bereits schwant, wie schwachsinnig es ist, eine besondere Koinzidenz zu behaupten, wo die Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts nicht gerade gering ist (ausgerechnet einer der zehn Spieler, die versuchen, für die eine Mannschaft ein Tor zu erzielen, erzielt ein Tor! Ausgerechnet!); und da Eure Faulheit, sich nach der richtigen Aussprache der Namen ausländischer Spieler zu erkundigen, nun schon den Zustand grotesk unverschämter Ignoranz angenommen hat, soll Euch dies ein- für allemal gesagt sein: Wenn die Fußballer, über die Ihr berichtet, so mit ihrem Arbeitsgerät, dem Ball, umgingen, wie Ihr es mit dem Euren, der Sprache, macht, jeder Rasen der Republik wäre ein zertrampelter Acker, jedes Stadion im Nu leergefegt, und Ihr könntet Euch nicht als die faulsten und dümmsten Maden durch den dicken Speck des Fußballgeschäfts fressen, sondern müßtet Euch eine anständige Arbeit suchen.

Verstanden?

Titanic

Ach, armer George Clooney!

Auch wenn Sie uns eigentlich eine Spur zu gut aussehen, heißt das nicht, daß wir keinen Anteil an Ihren selbstausgedachten Problemen nehmen: »Ich fühle mich oft allein«, haben Sie dem Starpsychomagazin The Hollywood Reporter in die Tasten gejammert, Sie hätten deshalb sogar schlechte Angewohnheiten angenommen: »Eine Zeitlang habe ich zuviel getrunken. Oft spät in der Nacht, grundlos.« – Oh Gott. Spät in der Nacht! Und grundlos! Und nun? Ist alles wieder gut? Sie trinken oft schon früh am Morgen? Und zwar mit Grund?

Na, dann Cheers!

Ihre Neidhammel von

Titanic

Heftig, Georg Paul Hefty!

Am Tag nach der Trauerveranstaltung für die Angehörigen der durch die Naziterroristen Ermordeten schrieben Sie in der FAZ: »Die Integration darf nie mehr durch Gewalt in Frage gestellt werden.« Steile These, Hefty! Heißt das etwa, daß dann auch die Judenfrage nie mehr gewaltsam andiskutiert werden darf?

Um gewaltlose Antwort bittet:

Titanic

@SteinbachErika!

Gerade erst hatten Sie das Stahlgetwitter (neudeutsch: Shitstorm) überstanden, das Ihrem Gezwitscher über die angeblich linksextreme NSDAP folgte, da konnten Sie’s schon wieder nicht lassen und polterten in unsere virtuelle Stammkneipe hinein: »Die Rote Armee und die anderen Alliierten haben auch mich vom Faschismus befreit!« Da das außer Ihnen bisher noch niemand bemerkte, wagen wir höflichst zu fragen: Wäre dazu in Ihrem Fall nicht eine chirurgische Entfernung des Schwammgewebes am oberen Ende des Rückenmarks nötig?

Tweet Heil!

Titanic

Huhu, Lothar Matthäus!

Auf Vox wird bald Deine eigene Doku-Soap zu sehen sein, bei der Du auch bislang unbekannte Seiten Deiner Persönlichkeit zeigen möchtest: »Ich denke, da werden viele positiv von mir überrascht sein.«
Und da staunen wir: Du willst echt die ganze Zeit die Klappe halten?

Wäre in dem Fall komplett bei Dir:

Titanic

Anja Perkuhn c/o »Süddeutsche Zeitung«!

Zum diesjährigen Weltfrauentag hat die Linkspartei ihre männlichen Bundestagsabgeordneten zum Tagespraktikum in sogenannten Frauenberufen geschickt, um auf deren schlechte Bezahlung aufmerksam zu machen. Den Chef hatte es dabei in eine Kita verschlagen, und Sie waren dabei: »Der Wald rauscht vom Regen, der Verkehr brummt über die Straße, und Gregor Gysi trägt einen Ast. Das ist nicht seine Idee gewesen, der Fraktionsvorsitzende der Linken gehorcht nur. Andere wissen es dieses eine Mal besser als er: Der Ast nämlich konnte nicht dort bleiben, wo er lag, weil dort ein kleiner, kranker Nadelbaum wohnt. Sagt jedenfalls Amelie. Amelie ist fünf Jahre alt und schaut Gysi bei dieser Erklärung so unbeeindruckt an, als wären sie beide gleich groß.«

Und in Ihrem Artikel, Frau Perkuhn, wohnt ein kleiner, sehkranker Konjunktiv II, der kann da auch nicht bleiben.

Weiß es wieder einmal besser:

Titanic

Ulrich Beck, Soziologe!

Als Wissenschaftshansdampf in allen Mediengassen steuerten Sie natürlich gern zur Zeit-Umfrage »Was sind uns die Griechen wert?« bei: »Viele Deutsche handeln aus einem Mißverständnis heraus. Sie verkennen, was Europa ist. Europa befindet sich nämlich, um es auf eine profane Metapher zu bringen, im Zustand des Rühreis: Wer das Gelbe vom Weißen zu trennen versucht, scheitert. Erst die globale Finanzkrise, dann die Euro-Krise bilden den Ereignistaifun, der in die Mitte der gesellschaftlichen Institutionen und des Alltags der Menschen eingebrochen ist, irregulär, nicht auf dem Boden der Verfassung und der Demokratie stehend, explosiv aufgeladen mit uneingestandenem Nichtwissen. Anzeichen dafür sind die abrupten Einbrüche in den Finanzkurven, die durch ihren Achterbahnkurs diese existentielle Interdependenz oder, um im Bild zu bleiben, diese Rührei-Existenz fühlbar werden lassen.«

Ereignistaifun, Achterbahnkurs und das innig geliebte Rührei: In Ihrem Oberstübchen ist wohl auch schon länger nichts voneinander getrennt worden. Oder sind Sie, Beck, als fühlende Rührei-Existenz bloß eine Art Humpty Dumpty, der zu oft von der Mauer gefallen ist?

Eieiei:

Titanic

Skicross-Fahrer Nik Zoricic (†)!

Nun sind Sie bedauerlicherweise bei der Ausübung Ihres Sports gestorben, und kaum jemand ist darüber so erschüttert wie wir. Doch wir möchten Ihnen noch eine tröstende Erkenntnis mit auf Ihre letzte Abfahrt geben: Immerhin wissen wir nun, wieso Skicross eben so heißt.

Mit Trauerflor:

Titanic

Hey, Gerhard Anger (36)!

Ende Februar sind Sie als Landesvorsitzender der Piratenpartei in Berlin zurückgetreten. Als Gründe führten Sie »Druck« und »emotionale Belastung« an, auch »verbiegen« wollten Sie sich nicht. Anger, haben Sie keine Berater? Ihre Gründe sind ja ausschließlich persönlicher Art. Damit haben Sie jeden Anspruch auf einen Ehrensold verspielt!

Fürs nächste Mal: »Die Entwicklung der vergangenen Tage und Wochen hat gezeigt, daß meine Wirkungsmöglichkeiten nachhaltig beeinträchtigt sind. Aus diesem Grund ist es mir nicht mehr möglich, das Amt des Landesvorsitzenden so wahrzunehmen, wie es notwendig ist. Ich trete deshalb heute von diesem Amt zurück, um den Weg zügig für die Nachfolge freizumachen.«

Geldwerter Tip von:

Titanic

Daniel Bahr, Bundesgesundheitsminister!

Im Rahmen des Organspenderummels, mit dem Sie sich offenbar so was wie ein Profil geben möchten, erklärten Sie dem Deutschlandfunk, daß sich Menschen unter anderem »aus ganz persönlichen Gründen« dagegen entscheiden würden, Organe zu spenden. Während wir uns hier in der Redaktion seit Stunden auf den eigenen Bauch trommeln, fragen wir uns, ob es dafür auch ganz unpersönliche Gründe geben könnte. Aber welche nur? Eingefrorener Diesel zum Beispiel?

Müßte für mehr Infos vielleicht in Ihren Eingeweiden lesen:

Titanic

Hergelesen, Neonazis!

Dies ist eine Warnung! Eine dringende Warnung vor einem Buch! Einem Buch, in dem die linksradikale Wochenschrift Der Spiegel rechtsradikale Tendenzen entdeckt haben will, »antimodernes, demokratiefeindliches, totalitäres Denken« gar, sowie Anzeichen einer »rassistischen Weltsicht«.

Klingt totalitär super – ist aber aalglatt gelogen. Der Roman »Imperium« des langsträhnigen Autors Christian Kracht offenbart überhaupt keine dieser erfreulichen Neigungen. Im Gegenteil: Unser geliebter Führer wird darin als »kleiner Vegetarier« diffamiert, »eine absurde schwarze Zahnbürste unter der Nase«. Pfui! Statt strammer Kanakenverarsche finden sich dort allerhand hochliterarische Schnurrpfeifereien und Sottisen. Deswegen, Gesinnungsfreunde und -freundinnen, ist dies sehkraftzersetzende Machwerk eines bürgerlichen Spinners unbedingt zu meiden! Nicht kaufen! Lieber gleich verbrennen! Ende der Durchsage.

Und weggetreten! Aber das seid Ihr ja ohnehin längst.

Titanic

Kravitz! Beckham! Bieber!

Ja! Ja! Ja! Daß Ihr Euch jetzt alle Jesus auf die Haut tätowieren laßt wie belemmerte bekehrte Knackis, das ist ja so unglaublich cool und irre, schräg und schrill und fast schon so scheiß- bis kackdoof, wie Ihr selbst eben auch seid, aber – und jetzt mal ehrlich, Kravitz, Beckham, Bieber –: Echt cool wäre, ist und bleibt in alle Ewigkeit, amen, doch nur, wenn Jesus auch ein Tattoo von Euch hätte! Aber so… gähn!

Drei Kreuze:

Titanic

Letzte Warnung, Medien!

Sollten wir noch einmal des Casus gewahr werden, daß Ihr, wie mittlerweile beinahe täglich und zuletzt der unsägliche Online-Spiegel zur Gauck-Nominierung, in eine Schwäche, Niederlage, Inkonsequenz oder opportune Kehrtwende Merkels einen »heimlichen Sieg« reinkommentiert, wird Eure Bestrafung die allerfürchterlichste sein.

Wie diese im Detail aussehen wird, überlegt sich noch:

Titanic

DM-Drogerie-Chef Erich Harsch!

Ganz unverhofft war es Alverde, Ihre Hauszeitschrift, die Gauck zuerst auf dem Titel hatte, und das zu einer Zeit, als an Wulffs Rücktritt noch kaum zu denken war: Glückwunsch also erst mal, daß Sie, vor all den anderen publizistischen Seifenkisten, den Scoop schaffen konnten! Und doppelt Glückwunsch: Wer wäre besser geeignet, den DM-Kunden die Notwendigkeit von Hygieneartikeln näherzubringen, als der bekennende Waschphobiker und schmutzverkrustete Zonenzausel Gauck.

Schön sauber bleiben!

Titanic

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 »Spiegel«!

»Schwimmen im Freibad ist wie ein Besuch bei McDonald’s«, heißt es im Teaser einer Deiner Artikel. Weil man nie hundertprozentig weiß, ob nicht vielleicht irgendwo jemand reingespuckt hat, aber zumindest auf die Pommes immer Verlass ist?

Fragen Deine Freunde in Fett schwimmender Nahrungsmittel aus der Redaktion von Titanic

 Huhu, Frank Thelen!

Huhu, Frank Thelen!

Sie sind ein teiggesichtiger deutscher Unternehmer, Investor bei der strunzdummen Show »Höhle der Löwen« und außerdem noch Autor von Büchern, in denen ehrlich das Allerdämlichste steht, was man aus eh schon schwachsinnigen Wörtern wie »Mindset« im Jahr 2020 noch machen kann. Ihr neustes Schundwerk heißt »10xDNA«, und darin erklären Sie u.a., dass bald Flugtaxis durch unsere Städte sausen werden. Aber das wissen Sie ja alles selbst!

Warum wir Ihnen schreiben? Weil Sie der behämmerten Münchner »Abendzeitung« im Interview steckten, dass ein Start-up aus Ihrem »Portfolio« sich das »retronasale Riechen zunutze gemacht« habe und daher naturgemäß eine Flasche entwickeln musste, aus »der man pures Wasser trinkt und dennoch Geschmack über Geruch wahrnimmt«. Das habe es »bislang so noch nicht gegeben«.

Und hier möchten wir entschieden widersprechen! In unserer Gestaltungsabteilung sitzt nämlich ein Herr namens Thomas Hintner, und dieser hat das retronasale Riechen schon vor vielen Jahren so weit auf die Spitze getrieben, dass er herbes Pilsbier trinken kann – und dabei nichts als Wasser schmeckt. Dafür braucht er nicht mal Flaschen wie Sie! Und wenn Ihnen, Esel Thelen, dieser Brief zu frech ist, dann schickt Kollege Hintner Ihrem idiotischen Start-up eine Patentklage.

Gluck, gluck! Titanic

 Entlarvend, lieber Kapitalismus,

ist ausgerechnet die Arte-Doku »An den Ufern des Nil: Zwischen Assuan und Luxor«. Darin erklärt der Sprecher mit gewohnt sonorer Stimme: »Die losgesprengten Felsbrocken werden zum Nil geschleppt und auf Frachtkähne verladen. Eine Szene wie vor Jahrtausenden. Heute schultern keine Fronsklaven die zentnerschwere Last für die Tempel der Pharaonen. Die Männer arbeiten freiwillig und schuften für einen kargen Lohn.«

Einfach toll, was Du, Kapitalismus, in 4000 Jahren so geschafft hast. Nächste Revision dann in weiteren 4000 Jahren, vielleicht sogar zum Mindestlohn?

Glaubt aber eher nicht: Titanic

 Roland Tichy, alter Einblicker!

Auch in zweiter Instanz haben Sie Ihre Klage gegen Claudia Roth verloren, die Ihnen zugeschrieben hatte, dass Ihr »Geschäftsmodell«, das in der Herausgabe des rechten Blogs »Tichys Einblick« besteht, »auf Hetze und Falschbehauptungen beruht«, was Sie als falsche Tatsachenbehauptung gewertet und untersagt wissen wollten.

Und ob Sie es glauben oder nicht, Tichy: Wir können Ihren Ärger verstehen. Wozu macht man sich schließlich die ganze Mühe? Weshalb wir also gegen Roths dreiste Ehrabschneiderei ein für alle Mal klarstellen wollen: Selbstverständlich beruht Ihr Geschäftsmodell nicht nur auf Hetze und Falschbehauptungen, sondern mindestens ebenso sehr auf Dummheit, Infamie, bewussten Lügen, Perfidie, Täuschung und nicht zu vergessen einem ordentlichen Schuss Narzissmus.

Mit ganz tiefem Einblick: Titanic

 Otto Schenk! Otto Schenk!

Als 91jähriges Urgestein der deutschsprachigen Theaterlandschaft plauderten Sie in der TV-Sendung »Willkommen Österreich« über Ihre Tierliebe im Allgemeinen und zu Papageien im Besonderen. Einem von Ihnen so genannten »Leihpapagei« wollen Sie den Satz »Heut red’ i nix« beigebracht haben. Und wie nebenbei konstatierten Sie: »Nicht sprechende Papageien sind für mich keine Papageien.«

Aber aber, Herr Schenk, gehen Sie doch nicht so hart ins Gericht mit unseren kunterbunt gefiederten Freunden. Selbst der beredteste aller Papageien ist von Zeit zu Zeit unpässlich oder schlecht aufgelegt oder womöglich im Alter taub geworden. Denken Sie bitte noch mal darüber nach!

Will ’nen Keks: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Ohne Worte

Man kann das Wesen eines Menschen ja in vielem erkennen. Zum Beispiel darin, wie er über seine Badezimmertürschwelle stolpert. Oder darin, wie er ein Glas Wasser fallen lässt. Vielleicht auch darin, wie er auf sein Bett springt und wie er sich abrollt, wenn er hinunterfällt. Aber was für ein Wesen hat einer, frage ich mich, der, wie mein neuer Nachbar, all dies im selben Moment tut?

Teja Fischer

 Metaphysik

Wahre Physiker sterben nicht, es reorganisieren sich nur ihre Teilchen.

Jürgen Miedl

 Schlechter Werbeslogan

Mit Sagrotan läuft Sack rot an

Elias Hauck

 Genusspunkte

Dass Umlautzeichen appetitanregend wirken können, wird einem so richtig bewusst, wenn man beim Lesen einer Speisekarte zum ersten Mal mit »Raucherlachs« konfrontiert wird.

Julia Mateus

 Revolte

Schon seit Jahrtausenden lassen sich die Bienen vom Menschen nach Strich und Faden ausbeuten und hinters Licht führen. Wilde Instinkte und Resistenz gegen Milben und Krankheiten wurden zugunsten von Zahmheit und ungesundem Fleiß weggezüchtet, hochwertiger Honig wurde immer wieder entwendet, im Tausch gegen billige Glukoselösung. Doch damit ist jetzt Schluss. Widerstand regt sich in den Bienenstöcken, zumindest bei meiner Nachbarin, deren Bienen dazu übergegangen sind, den Honig lieber gleich zu verputzen und die Waben mit dem lauen Zuckerwasser vollzupumpen.

Miriam Wurster

Vermischtes

Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHeiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EUR
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Das schreiben die anderen

  • 07.07.:

    Hans Zippert schreibt in der FAZ über 80 Jahre Ringo Starr.

  • 03.07.:

    Das Online-Magazin Bookster unterhält sich mit Pit Knorr über sein Alter Ego "Opa Corona".

     

  • 23.06.:

    Stefan Gärtner schreibt in der "Jungen Welt" über den Film "Übers Reck", der Clemens Meyers Rede zu den ausgefallenen Ruhrfestspielen 2020 zeigt. 

  • 15.06.:

    Christian Y. Schmidt erinnert im "Neuen Deutschland" an den Verleger und Autor Jörg Schröder.

  • 02.06.:

    Culturmag.de bespricht Christian Y. Schmidts "Der kleine Herr Tod".

Titanic unterwegs
15.07.2020 Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus Oliver Maria Schmitt, Michael Sowa u.a.
17.07.2020 Falkensee-Finkenkrug, Privatgarten Thomas Gsella, Gartenlesung
19.07.2020 Schwarzenbach a. d. Saale, Erika-Fuchs-Haus Museum für Comic und Sprachkunst Katharina Greve: »Die dicke Prinzessin Petronia«
27.07.2020 Leipzig, Werk 2 Martin Sonneborn