Inhalt der Printausgabe

Heinz Strunk
Intim­scha­tulle 46

»Er trank Wodka, sie stand so da«

1.12. 8° Celsius, bedeckt. Das milde Wetter soll sich in den nächsten Tagen halten. Statt Weihnachtseinkäufen auf »eine schnelle Wurst« zu »Willis Schwenk Grill«. Willi hatte (wie so oft) einen guten Witz auf Lager: »Was haben eine Handgranate und eine Frau gemeinsam? Machst du den Ring ab, ist das Haus weg.« Ich konnt nicht mehr.

2.12. Nur schwer überzeuge ich mich davon, dass, wenigstens für mich, Müßiggang kein Ausruhen ist. Es genügen manchmal ein paar Augenblicke, einen Tag vor dem Untergang zu retten. Wichtig ist, sich nicht der Verzweiflung zu überlassen.

3.12. Mein neues Programm (Strunk 2019) wird den programmatischen Titel »Bis keiner mehr kommt!« tragen. Über Jahre, sehr viele Jahre, wird es die gleichen formalen Elemente beibehalten, nur die Inhalte werden immer mal wieder (teilweise, in homöopathischen Dosen) ausgetauscht werden. Lediglich Begrüßung und Schluss unterscheiden sich, und dann soll es noch eine Art »Überraschungsmoment« in der Mitte des Sets geben, ansonsten Altbewährtes. Das zieh ich dann so lange durch, bis tatsächlich keiner mehr kommt.

4.12. Karriereschatulle: 1) Lass dir dein Leuchten nicht nehmen, nur weil es andere blendet. 2) Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige. 3) Wenn der Plan nicht funktioniert, dann ändere den Plan. Aber niemals das Ziel.

5.12. Da ich öfter mal gefragt werde, wie ich so »drauf« bin, was für ein Typ ich bin, ein kleiner Steckbrief »für Fans«. HEINZ STRUNK IN ZAHLEN. GRÖSSE: 1,71. HAARFARBE: schlohweiß. Feste Fuß- und Fingernägel, kräftige Fesseln, Leberflecke. Albino und Frührentner (Vorruhestand), Starkesser. Hobbys: TV, Geld zählen, geile SMS, Bundeswehr. Sport: Schwimmen (Rücken). Führerschein: Lkw, Boot/ Binnengewässer. Besondere Kennzeichen: Vierfüßler.

6.12. Ein Diätbuch könnte heißen: »NOCH SIEHT MAN NICHTS«. Der Titel ist sehr gut, allerdings ist das bislang auch schon alles, habe noch kein einziges Wort geschrieben.

7.12. Schnaps.

8.12. Liste der Dinge, über die ich mich zur Zeit freue: 1) Dass ich nun bereits im zweiunddreißigsten Jahr unfallfrei fahre. 2) Dass ich weder an Haarausfall noch an einem Tropfglied oder Zehschnecken leide. Auch das Tragen eines Urindämpfers ist (noch) nicht erforderlich. 3) Gelegentlich reichen auch Alltäglichkeiten wie eine frisch gestrichene Wohnung, eine nette Begegnung oder ein Lotteriekleingewinn.

9.12. Leise, leise, nur ja immer nur leise sein! »Der Strunk, dieser Buchautor, ist der eigentlich ausgezogen? Seit Monaten nichts gesehen, nichts gehört. Oder ist der gestorben?« Nein, der lebt (auf kleiner Flamme) schon noch, verhält sich aber denkbar unauffällig. Wenn überhaupt, verlässt er die Wohnung erst, wenn schon alle weg sind. Ich möchte meinen Mitmenschen nicht zur Last fallen, Kinder sollen sich an meinem Anblick nicht stören, mein Ziel ist es, unsichtbar zu sein, noch zu Lebzeiten zu verschwinden. Eine wirklich quälende Angst, die Nachbarn zu stören, die mit dem Alter größer und fast krankhaft wird. Gedanke: Wie kommt es, dass mir die Tage so tragisch kurz erscheinen und ich doch nicht weiß, wie ich sie füllen soll?

10.12. Google-Suchverlauf der vergangenen Woche: entfernung stuttgart heidelberg – sowas von da Film zuschauerzahl – du bist ein free willy – franklin tv moderator – rapper sänger der wolf – faisal kawusi – das triest umbau – an welchem terminasl fliegt austaian airline in hamnurg – lottozahlen aktuell – apfelpfannkuchen – villa schmidt – werner pinzner – döner – hubert fichte die palette inhaltsangabe – atze schröder fritz wepper – taxi marburg – band camel.

11.12. Wenn Sie zufällig Föhn heißen und einen Kaminofenbau betreiben: KAMINOFENBAU FÖHN – HITZE ANGENEHM WIE FÖHN-LUFT.

12.12. Generationswechsel im Hause HIPP (Babynahrung). Der Lotse (Claus Hipp) ist von Bord gegangen, das Ruder hat Sohn Stefan übernommen. Der Claim ist allerdings (Gott sei Dank) der gleiche geblieben: »Dafür stehe ich mit meinem Namen…«. Das ist an und für sich auch gut und richtig so, ich empfehle jedoch eine kleine, aber feine Ergänzung: »…mit wichtigem Omega 3, das ist wichtig für die Gehirn- und Nervenzellen Ihres Babys. Dafür stehe ich mit meinem Namen. MIT DEUTSCHEM GRUSS, Ihr Stefan Hipp.« Bitte machen! Ich will dafür kein Geld! Fancy slogan for free, for Nottingham! Hallooo?! Noch jemand zu Hause?

13.12. Schlagzeilen, die man nicht so schnell »verdaut«: 1) SCHWIEGERMUTTER GETÖTET, WEIL SIE RÜLPSTE 2) SEXPRIESTER MIT REGENSCHIRM ERSTOCHEN 3) RENTNER NIEST SICH LOCH INS HIRN.

14.12. Gute Frage: Bist du (Sind Sie) ein Apple- oder ein Opel-Typ?

Schwerer Rechtschreibfehler, gesehen in Erfurt, DDR.

15.12. Verkackte Sauschüsseln, aus denen die Ficksahne gleich literweise tropft: Opel Anus, Nissan Cedric, Ford Zwieback.

16.12. Alltagsfrage: Warum lösen eigentlich so viele Menschen ihre Wertmarken oft nicht richtig ein?

17.12. 1) Seit langer Zeit mal wieder mikroskopiert. Hat »Bock« gebracht. 2) Doppelnamen mit »Schmackes«: Laurenz-Joshua, Abigail-Sofie, Bastian-Joel, Jasmin-Aurelie, Jenny-Seline, Juli-Malina, Lara-Marie, Lea-Christine, Leon-Luca.

18.12. B., der zu so vielen Hoffnungen berechtigte und jetzt in einem Büro arbeitet. Tut sonst nichts, kommt nach Hause, legt sich hin und wartet rauchend, bis es Zeit wird fürs Abendessen, legt sich dann wieder hin und schläft bis zum nächsten Morgen. Er wartet auf den Tod wie ein Alter.

19.12. Nach dem gigantischen Erfolg der italienischen, griechischen, asiatischen und russischen Speisekarte nun die österreichische Speisekarte (fantastischer »Weihnachtsschmaus«):

Vorweg eine Suppe mit Schwammerln und Fisolen, schöne leichte Speise, Suppe wunderbar.

Danach einen Eintopf mit Speck und Leberknödeln, ist ein nahrhaft Bissen, Eintopf wunderbar.

Herzhaft-zünftig Vorspeis sind Schlutzkrapfen mit Füllung, Parmesan und Schnittlauch, Krapfen wunderbar.

Gefolgt von Wurstsalata mit Bergkäs und viel Zwiebeln, lecker frisch Salata, Salata wunderbar.

Jetzt ein Wiener Schnitzel mit frische Preiselbeeren, dazu Polentalaiberl, Schnitzel wunderbar.

Der nächste Gang für Kenner, Schweinskarree mit Pilzsoß, schöne, dicke Pilzsoß, Karree wunderbar.

Zwischendurch was Süßes, vielleicht Marillenknödel, oder Kaiserschmarren, Süßspeis wunderbar.

Jetzt trinken wir ein Obstler aus der Vogelbeere, tut gut in de Magen, Obstler wunderbar.

Dann gefüllte Kalbsbrust mit Serviettenknödel, Apfelkren und Spitzkohl, Kalbsbrust wunderbar.

Wer mag, isst noch ein Hendl mit Kässpätzle und Weinkraut, gegrillt oder gebacken, Hendl wunderbar.

Dazu ein Glaserl Zweigelt, schmeckt zu jedem Essen, fruchtig roter Zweigelt, Zweigelt wunderbar.

Jetzt eine Linzertorte mit Himbeerkonfitüre, oder einen Mohnschmarrn, Süßspeis wunderbar.

Zum Schluss ein Steirerkrapfen, dazu ein Seidl Starkbier, lass dir auf Zung zergehen, Krapfen wunderbar.

Refrain: Österreich, o Österreich, ein bergig Land auf meiner Zung.

Österreich, o schönes Österreich, trag’s auf dem Gaumen mit mir rum.

20.12. Arbeit an zwei verschiedenen Konzepten des gleichen Themas: JÜRGEN DOSE. Pitchen der Serie und Treatment, Plot für einen Langfilm, etwa zehn Seiten. Plot, Pitch, abstoßende Begriffe, allein schon die Worte. Da kann ja nichts bei rauskommen, möchte man annehmen.

21.12. Schatulle für Kinder: »Küss mich, ich bin ein Süßkoreaner«.

22.12. Auf einem Grabstein steht: HIER RUHT MEINE LIEBE FRAU. Frage an den trauernden Mann: »War Ihre Frau ihrem Sohn nicht auch eine liebende Mutter?« Antwort: »Er hat zum Kauf des Steins nichts dazugegeben.« Gute Antwort!

23.12. Der Sexus ist eine große und reine Energie, solange wir physisch dazu imstande sind, sonst nur Ferkelei.

24.12. Wie die vergangenen Jahre schon den Heiligen Abend allein verbracht. Gefällt mir ganz gut. Bereits um die Mittagszeit mich mit »Omas Rumtopf« vergnügt. Festmahlnudeln mit Tomatensoße und Scampi, zum Nachtisch das heißgeliebte Snickers-Eis. Dazu Rotwein, Champagner, Ziegler »Himbeere-Exquisit« (40%). Mir alberne Sprüche, Slogans, Titel etc. ausgedacht. Kleine Auswahl: »Bums bums komma Strich, fertig ist die Bumsgeschicht.« – »Rente vergeht, Hektar besteht.« – »Schmuckstück ohne Schnickschnack.« – »Triumph des Todes – Gerippe spielen zum Tanz«. Alles Sätze, die auch noch nüchtern Bestand haben.

25.12. Zwei Frauen mit sehr grellen Schreistimmen, die wohl gerade ihr Jurastudium begonnen hatten, schrien sich ihr Neuwissen gegenseitig ins Gesicht, als müsste der ganzen U-Bahn mitgeteilt werden, dass sie (wie sie glauben) zur künftigen Elite zählen.

26.12. Ich bin nun bereits 56, werde also bald sterben. Denke oft darüber nach, worum es denn überhaupt noch geht. Antwort: Genauigkeit. Wenn ich mir meine früheren Sachen anhöre/durchlese/ansehe: ganz gut, teilweise; aber es wimmelt von Fehlern: Flüchtigkeitsfehlern, handwerklichen Fehlern, Mangel an Disziplin und Selbstzucht, schlampig eben. Bemerke das auch oft bei den heute Jungen: Produzieren Mittelmaß, gebärden sich aber wie Graf Koks. Also, Zusammenfassung: Älter werden heißt (idealerweise, die meisten verkalken ganz normal) genauer werden. Etwas anderer Zusammenhang: Jürgen Bartsch in Selbstbildnis eines Kindermörders (Paul Moor/Rowohlt): »Ich wurde immer ehrlicher, bis ich zum Schluss ganz ehrlich geworden bin.«

27.12. Neues, leider sehr langweiliges Buch von DDR-Buchautor Ingo Schulze: »Zwischen Aschersleben und Quedlinburg – meine Jugend in der DDR«.

28.12. Geil: Er trank Wodka, sie stand so da.

29.12. Verschiedene Romanideen durchdekliniert: Zum Beispiel einer über die Verkehrsmeldungen eines einzigen Tages. Oder: In Windräder kommt eigenes Leben, und sie versklaven die Menschheit. Oder über jemanden, der Körper und Gesicht den Menschen in seiner direkten Umgebung anpassen kann. Mögliche Titel (Auswahl): Millionär im Pyjama. Bits und Brezeln. Frau ohne Ersparnisse.

30.12. Abends auf eine Partie Schach mit Meyer-Schulau. Seine beständige Nervosität ansteckend. Er verfügt über diese vogelartige Ökonomie, die man bei kleinen, behenden Dicken oft vorfindet. Partie endet gegen Mitternacht mit einem erneuten Remis. Dann zieht er wieder über seinen aktuellen Lieblingsfeind Leyendiecker her. Kleinliches, seelenloses Geseiere, klatschspaltenhaft, tonlos wie Wasser ohne Druck.

31.12. Vergessen bedeutet, sich von einer Last zu befreien, und die Erinnerung zieht uns nach hinten, hindert uns am Vorwärtskommen. Feuerwerk von der Dachterrasse aus beobachtet. Fiel heuer besonders schwach aus.

Nach Notat im Bett.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Yeaahheeahheeaah, H. P. Baxxter!

Yeaahheeahheeaah, H. P. Baxxter!

Sie kritisieren, dass heutiger Musik der Tiefgang fehle: »Das geht rein und wieder raus. Man hört was, und dann ist es wieder weg.«

Ja, und? Ist doch prima! Wir alten Hitparadenhasen würden uns ein Ohr ausreißen, wenn wir damit Ihre tiefgründigen Kompositionen endlich mal aus dem Kopf bekommen würden!

Always hardcore: Titanic

 Was genau hast Du vor, Fuzetea,

wenn Du uns per Werbung anbietest: »Eistee, wie Du ihn noch nie probiert hast«? Wir jedenfalls bestehen darauf, falls die zuckerklebrige Plörre schon in uns hinein muss, sie wie eh und je oral zu probieren.

Die anderen Methoden überlassen wir den Perversen Deiner Werbeabteilung. Titanic

 Sehr geehrte Anja Delastik!

Sie haben für das Leitmedium Gmx.de eine Kolumne verfasst, und zwar zu dem Thema: »Warum man nicht zu allem eine Meinung haben muss.« Womit Sie sich eine Aufnahme in die Hall of Fame der Meta-Ironie mehr als verdient haben.

Meint: Titanic

 Sie, Bernd Irrgang (73),

sind nicht nur Vorsitzender des Bundes der Fußgänger (!), sondern laut »Welt« auch verärgert. Nun sind wir es gewohnt, dass Menschen Ihrer Alterskohorte im Prinzip ständig verärgert sind, schließlich haben sie ja sonst nichts mehr zu tun. Konkret machen Sie »sich Sorgen um die Zukunft des Gehwegs«.

Das ist ja allerhand! Wer, wenn schon nicht der Russe, ist aber der böse Feind, der dem Gehweg an den Kragen und Sie und Ihresgleichen daran hindern will, quer gegen jegliche Richtung vom Orthopädie-Fachgeschäft zum auf dem Radweg parkenden SUV zu torkeln?

Genau: Die Radfahrer sind’s, die, so haben Sie sorgfältig nachgerechnet, »90 Prozent der Regeln ignorieren«.

Nun, solange sie die eine Regel (von den vielen hundert oder tausend) befolgen, nämlich niemals rückwärts einparkend einen spielenden Greis zu Tode zu erschrecken – solange ist die friedliche Koexistenz im Biotop öffentlicher Fortbewegungsraum doch gesichert, oder?

Geht selten irre: Titanic

 Guten Appetit, Christian Lindner!

Sie wurden von den deutschen Innungsbäckern zum »Brotbotschafter 2019« gewählt – völlig zu Recht! Schließlich setzen Sie sich innig dafür ein, dass Menschen am besten gleich mehrere Brotjobs verrichten, um ihr täglich Brot zu verdienen.

Freut sich schon auf die Sorte »Lindner-Knusperle, ultrahart«: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Also wirklich

Man kann sich als Diktator für sein grausames Regime doch nicht mit den Regisseuren entschuldigen, die tolle Dokus darüber machen.

Teja Fischer

 Auge um Auge

Jahrelang habe ich online Ballerspiele gezockt. Dabei gab es nicht Besseres, als aus einem Feuergefecht knapp als Sieger hervorzugehen. Nach etlichen Stunden des Zockens langweilen mich Ballerspiele mittlerweile. Um weiterhin den Kick zu bekommen, habe ich stattdessen angefangen, Gesellschaftsspiele zu spielen. Das Leid in den Augen des Gegenübers zu sehen, während man ihm alles nimmt, das können Computerspiele einfach nicht bieten.

Karl Franz

 Mützenwetter

Die kompetente, sonst sehr nette und gesprächige Friseurin, die mir meine Haare schneidet, schlug mir heute einen neuen Schnitt vor. Ich antwortete scherzeshalber: »Ja okay, im Moment ist ja eh Mützenwetter.« Darauf schwiegen wir uns 15 lange Minuten an, während sie mir böse dreinschauend die Haare schnitt.

Till Dejon

 Anrüchig

Ob es wirklich etwas nützte, als neulich die notleidenden deutschen Käsereien an die Bundesregierung einen offenen Brie schickten?

Theobald Fuchs

 Die Not des Genies

Manche Menschen sind mit so vielen Talenten gesegnet, sie bräuchten eigentlich zwei, drei oder mehr Leben, um genügend Zeit für die Ausgestaltung all ihrer Ideen zu haben. Die Fülle meiner Veranlagungen ist sogar derart üppig – nicht einmal die hundertfache Lebensdauer würde mir genügen! So betrachte ich mich nicht nur als leidlich begnadeten Maler, Dichter und Quatschkopf, vor allem glänze ich im Nichtstun, Prokrastinieren, Abbrechen, Vertrösten, Zeitvergeuden, Faulenzen, Durchlavieren, Verkalkulieren, Neubeginnen, Hinhalten, Ablenkenlassen, Verzögern … Bedauerlich an dieser Multibegabung ist – wie bei Leonardo da Vinci oder Robert Gernhardt, so auch bei mir –, dass keine der zahlreichen Fähigkeiten zu voller Blüte gelangt, auf keinem Gebiet Spitzenleistungen erzielt werden, das Werk insgesamt fragmentarisch bleibt. Und zu allem Übel stehen verschiedene Aufgaben sich gegenseitig im Weg. Heute z.B. weiß ich schon wieder nicht, was ich zuerst vor mir herschieben soll, und schreibe zur Entschlussvermeidung diesen Text. Auf diese Weise schaffe ich wieder mal nicht gar nichts!

Valentin Witt

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 19.06.:

    Die FAZ gratuliert Bernd Eilert zum 70. Geburtstag.

Titanic unterwegs
23.06.2019 München, Vereinsheim Katharina Greve
25.06.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner
27.06.2019 Kassel, CARICATURA-Bar Moritz Hürtgen und Leo Riegel
28.06.2019 Chemnitz, Tietz Max Goldt