Inhalt der Printausgabe

Heinz Strunk
Intim­scha­tulle 53

»Eine Tuba geht nach Kuba«

Mit zwölfteiligem Alkoholikerfragebogen

1.7. 8.00 auf, Kniebeugen, Kerze. Zum Breakfast Spiegeleier, doppelt gebutterter Toast. Schlechte-Laune-Attacke wg. ewiger Brillensuche. Idee (noch Kladde): Nachdem ich Juli 2018 deutsche Autobahnkirchen »unsicher« gemacht hatte (eine Art moderner Pilgerreise, die mich zu sämtlichen Autobahnkirchen Deutschlands führte, treue Schatullenleser erinnern sich), möchte ich heuer immer mal wieder für ein, zwei Tage ausschwärmen, mir schweben Abstecher in – zumindest mir – unbekannte Regionen vor; Orte erkunden, die selten oder nie »stattfinden«. Wer weiß, ob nicht das eine oder andere unentdeckte Juwel dabei ist. Motto des Vorhabens: »Deutschland, wie es niemand kennt.«

2.7. Kaffee-Frühstück im Sitting Room, danach bis 12.30 an den Schreibtisch, aber zweifelhaft. Apfel Mülleimer. Zum Dinner in Manuels Taverne (Saure Fleischklöße mit Pellkartoffeln), später noch ins Café 2 Talk. Schlagzeilen in den ausliegenden Zeitungen: HEIM NIMMT HARTZ-IV-EMPFÄNGER VENTILATOR WEG // RANDALIERER GREIFEN BUS MIT KREBS-PATIENTEN AN // BULLDOGGE FRASS 19 SCHNULLER.

3.7. Um 9.00 von heißen Füßen und Sodbrennen geweckt. Tagsüber quälender Dienst nach Vorschrift, Stichwort »Augen zu und durch«. Abends Brainstorming: Toter in Rückenlage/Von der Sonnenbank aufs Sterbebett/Eine Tuba geht nach Kuba.

4.7. Es wird Zeit, dass ich mein Vorhaben »Deutschland, wie es niemand kennt« angehe. Mit geschlossenen Augen werfe ich aus geringer Entfernung einen Dartpfeil auf eine 1,5 mal 1,5 m große Deutschlandkarte. Er bleibt im von Hamburg etwa 400 Kilometer südlich gelegenen Dührndorf stecken. Also (wie immer im MB SL 350) auf nach Dührndorf! Beeindruckende Endmoränenlandschaft (Dührndorfer Moor). Noch immer kommen hier trotz vieler Warnhinweise jährlich vier bis fünf Menschen zu Tode. Gänsehaut. Steige ab in der Pension Famos (seltsamer Name, aber sonst nichts zu mäkeln). Dinner im Restaurant Stutenbiss (auch etwas seltsam, aber so sind sie wohl, die Dührndorfer), Filet vom Hammerhai, Edelreis, zum Nachtisch Gefrorenes. Kurz vor dem Einschlafen fällt mir noch ein guter Titel für ein Motor Magazin auf RTL2 oder D-Max ein: Turboloch.

5.7. Hohes Wichsaufkommen. Abends Lecture Peter Sloterdijk. Was hängen bleibt: »Der weltweite Erfolg der Psychoanalyse beruht nicht zuletzt auf der mutwilligen Ignorierung des Satzes: Frühe häusliche Vertrautheit zwischen Personen blockiert erotisches Begehren.«

6.7. Alltagsfrage: Warum sind wir eigentlich so oft überrascht?

7.7. Unerwartete Gute-Laune-Attacke. Schreibe deshalb mal einen »positiven« Songtext:

Vers 1 Der Wecker klingelt, die Sonne lacht, geil, du bist voller Energie, und freust dich schon auf den herrlichen Duft von frisch aufgebrühtem

Refrain 1 Cappuccino – Café Crème – Americano – Espresso Doppio – Wiener Melange – Café au lait – Ristretto – Schöne Tasse Mocca

Vers 2 Starte den Tag und denk dran: Es wird ein guter Tag. Ein erfolgreicher Tag mit heißen Flirts und erfolgreichen Abschlüssen. Doch das Beste ist

Refrain 2 Latte Macchiato – Café con leche – Großer Brauner – Turkish Coffee – Caffè Latte – Eiskaffee – Flavoured Coffee – Schöner starker Mocca

Bridge/Mittelteil Das braune Gold, wie oft hat es dich durch den Tag gepusht, die Laune gerettet. Heiß und frisch gebrüht, mit Sahne oder Milchschaum, Süßstoff oder Zucker, völlig egal. Coffee Black Cigarette, wie einst schon Kojak alias Telly Savalas sagte. Und weißt du was? Er hatte so was von recht … usw.

Mögliche Songtitel: Braunes Gold, oder ganz einfach Coffee-Song.

8.7. Tagsüber am Roman, abends TV, zur Primetime strahlt die ARD wie so häufig im Sommer eine Komödie als sog. »re-run« aus: In »Dinner für Spinner« spielt der beliebte Mime Helmut Zierl einen alternden Unternehmer, der versucht, sich als Hobbykoch ein zweites Standbein zu schaffen und auch wieder mehr soziale Kontakte zu knüpfen. Turbulent!

9.7. Groteske Erscheinungen: Harald Lesch, Frauke Ludowig, Markus Söder.

10.7. Gedanke: Ich führe ein vorübergehend aufregendes Leben. Zum Dinner mit Bertram Leyendieker ins Restaurant Diverso, gebackene Rindszunge mit Brunnenkresse, Sauerampferpudding. Später noch Weißwein, Schnaps.

11.7. Der Dartpfeil schickt mich heute ins 100 km östlich von Bielefeld gelegene Gramschatz. Erkunde auf eigene Faust die historische Altstadt, danach enervierende Suche nach einem Zimmer, einzig in »Maik & Mike’s Motel« ist noch eine Juniorsuite frei, die allerdings ihren Namen nicht verdient. Muffig, heiß, spakige Matratze mit Flecken unklarer Herkunft. Abends werden hier anscheinend die Bürgersteige hochgeklappt, denn nur ein einziges Restaurant mit dem unsäglichen Namen Klapsmühle hat geöffnet. Wie der Name, so das Essen: Tomatensuppe (aus der Dose), altes Brot, (alkoholfreies) Weizenbier, in dem eine Made schwimmt. Werde als einziger Fremder misstrauisch beäugt, es herrscht eine ausgesprochen feindselige Stimmung. Suppe schmeckt widerlich, offenbar »gekippt«. Aber wenn ich mich beschwere, bekomme ich wahrscheinlich »aufs Maul«. Sehe zu, dass ich Land gewinne. Im Zimmer Notration (Salami, Knäckebrot).

12.7. Während der Rückfahrt Leibschmerzen, leichte Übelkeit, Bauchkrämpfe. Die Suppe!

13.7. Brainstorming: Ich bin ein Gockel und trotzdem lieb ich dich/Perverse Schaffner/Auktionshaus Herpes.

14.7. Schatulle-Umsonst-Service. Slogans zur freien Verfügung: Falls Sie zufällig Schnabel heißen, und ein Elektrogeschäft betreiben: Elektroschnabel – verbrenn dir bloß nicht den Schnabel.

15.7. Durchfall.

16.7. Tag des Korbmachers.

17.7. Tagsüber nichts, abends in Walter Kempowskis »Hamit« gelesen: »Dann raste ich über die wildbewegte Autobahn nach Hause, hinter mir aufblendende Autofahrer, obwohl ich doch auch meine 140 fuhr und immer brav Platz mache. Die Leute müssen doch sehen, dass man selbst auch gerade jemanden überholt. Ich zittere immer davor, dass sie aufblenden, weil ich ihnen gerne freiwillig Platz machen möchte. Wenn sie mich nötigen, bin ich aufgrund komplizierter innerer Seelenvorgänge gezwungen, langsamer und immer langsamer zu fahren, und das tut mir in der Seele weh.«

18.7. Zwölfstufiger Alkoholikerfragebogen
(Auflösung im hinteren Schatullenteil)

  1. Suchen Sie die Gesellschaft von Personen, die mehr Alkohol vertragen als Sie?
  2. Verzichten Sie bewusst auf Alkoholpausen?
  3. Würden Sie trotz starker Nebenwirkungen ein Medikament einnehmen, das Ihre Alkoholfahne mindert?
  4. Sind Sie neidisch, wenn jemand mehr Alkohol im Glas hat als Sie?
  5. Verschmähen Sie auch kleinere Mengen Alkohol nicht?
  6. Etikettieren Sie Alkohol um?
  7. Ist Ihnen Alkohol mehr wert als der tatsächliche Anschaffungspreis?
  8. Telefonieren Sie oft privat, wenn Sie Alkohol getrunken haben, sonst aber nie?
  9. Trinken Sie lieber alleine, weil Sie sich dann besser auf die Wirkung konzentrieren können und nicht von Gesprächen abgelenkt werden?
  10. Halten Sie die mit Alkohol angeblich verbundenen Risiken für übertrieben (marktschreierisch) dargestellt?
  11. Interessieren Sie sich für neue Herstellungsverfahren von Alkohol?
  12. Träumen Sie gelegentlich davon, in den zweistelligen Promillebereich vorzudringen?

Sie dürfen lediglich mit ja oder nein antworten. Die Beantwortung dieses Fragebogens ist nur dann sinnvoll, wenn Sie absolut ehrlich zu sich selber sind und nicht »mauscheln«.

19.7. Durchfall.

20.7. Durchfall.

21.7. Heute nichts.

22.7. Recht spannende Reportage bei RBB: »Messen, zählen, wiegen – Wieviel ist dir dein eigenes Leben wert?«

23.7. Impulskauf von Schüßler-Salz Nr. 12 (angeblich Wundermittel gegen »Burning-Feet-Syndrom«). Leibschneiden beidseitig, deshalb mit Wärmflasche früh zu Bette, Lecture Elias Canetti: Aufzeichnungen 1992-1993.

24.7. »Kranke« Bandnamen: Contergan, Malad, Bleibende Schäden.

25.7. Heute lotst mich der Dartpfeil nach Brehna in der DDR. Beziehe im klitzekleinen Hotel Thun (4 Zimmer) ein etwas beengtes Einzelzimmer. Nach dem Besuch des Fahrzeug- und Industriemuseums Brehna-Schwolwo (untergegangene Arbeitswelten) Abendessen im Restaurant Fröschle. Ausgezeichnetes Ragout von Rebhühnern mit Parmesan. Zurück im Zimmer noch eine halbe Flasche alkoholfreier Sekt, Lecture von Peter Handkes »Gestern unterwegs«: »Was du im Furor von dir gibst, wirst du auf diese Weise nicht los, sondern es rotiert danach nur noch wüster in dir und wird dich, jedenfalls für eine Zeit, nur noch mehr quälen als zuvor das Nicht-Ausgesprochene.«

26.7. Spät auf (10.30), gebadet, im winzigen Handwaschbecken die Haare gewaschen. Auf der Rückfahrt halbstündige Rast auf dem Parkplatz »Bretthäuser Wisch«. Für mich der beste Parkplatzname aller Zeiten. Einfach magisch.

27.7. Interview mit Herbert Grönemeyer in der »Herforder Allgemeinen Zeitung«. Berichtet über seinen Vater, dass der »ins Leben gebissen hat wie in ein Vollkornbrot«. Wie kommt man auf eine solche Formulierung? Abstoßend. Widerlich.

28.7. Morgens nässendes Ohr. Im Waschraum rasiert, danach wieder lange Fuß- und Beinbrausung. Vormittags konzentriert am Schreibtisch. Nachmittags Leerlauf, dafür abends richtig geile Idee: Alte E-Mails beantworten, z.B. welche aus dem Jahr 2007. Schaue in meinen Ordner, finde tatsächlich ein paar »Liegengebliebene«, u.a. die (noch) unbeantwortete Nachricht einer gewissen Greta Schuster (keine Ahnung, wer das ist/ sein könnte): »Liebe Grüße aus Berlin von mir der alten Wachtel. Hamburg vor drei Wochen war für mich der absolute Reinfall. Mir hamse das Auto geklaut in St. Georg und ich bin erst mal wieder durch mit der Stadt. Na ja, bis bald mal wieder. Greaz, Greta.« Erkundige mich, ob das Fahrzeug inzwischen wieder aufgetaucht sei. Mal sehen, was da so kommt. Ob die Mail-Adresse noch stimmt?

29.7. Schatulle für Kinder: Wenn ein Gericht (Essen) nicht schmeckt, dann gibt es eine Gerichtsverhandlung vor dem Schmorgericht.

30.7. Der letzte Dartpfeil führt mich ins nordhessische Rosdorfsand. Ödes Städtchen, auch das Umland hat wenig zu bieten. Steige ab in der Pension Worms. Frage die Inhaberin Frau Worms, ob man im Ort noch irgendwo etwas zu essen bekomme. Sie empfiehlt mir den Italiener Da Carlo, scherzhaft »Trattoria mia is jetzt schon schlecht«. Verdrücke Caprese und eine wirklich exzellente Margarita. Nachtgedanke: Madam I am Adam.

31.7. Auflösung Alkoholikerfragebogen

Eine bis drei Ja-Antworten

Drei bis sechs Ja-Antworten

Sechs bis neun Ja-Antworten

Neun bis elf Ja-Antworten

Zwölf Ja-Antworten

Nach Notat im Bett.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Wenn ausgerechnet Sie, Kölner Weihbischof Ansgar Puff,

im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur dazu aufrufen, sich durch das eigene Verhalten stärker gegen Menschenhandel zu organisieren, und predigen »Fangen wir bei der Prostitution an: Einfach nicht ins Bordell gehen. Punkt« – ist Ihre Aussage dann letztlich nicht auch ein Sinnbild der bigotten Sexualmoral Ihrer Kirche? Nomen est schließlich omen. Titanic

 Ahoi, Jörg Thadeusz!

Gewohnt inhaltslos polternd beklagen Sie in der »Berliner Morgenpost« die moralische Hybris Deutschlands am Beispiel der Seenotretterin Carola Rackete: »Recht gilt nur so lange, bis ein deutscher TV-Fritze wie Jan Böhmermann, eine deutsche Nicht-Regierungsorganisation oder die gesamte deutsche Öffentlichkeit eine höher stehende Moral definieren.« So kommen Sie nebst originellen Bemerkungen über Quinoa essende »Szene-Berliner« schließlich zum Fazit: »Denn was moralisch geboten ist und was nicht, bestimmen nun mal die Deutschen.«

Da haben Sie aber etwas missverstanden: Die Königsdisziplin deutscher Hybris ist längst das moralische Gejammer über die Moral der anderen, aus dem vulgärdialektischen Irrglauben heraus, sich so in argumentative Höhen zu poltern. Objektiv gesehen, Herr Thadeusz, befinden Sie sich nämlich geistig längst selbst unter dem Meeresspiegel.

Fern jeder Hybris:

Ihre Seenotretter von Titanic

 Huhu, Pia Ratzesberger (SZ)!

»Im Kampf gegen den Klimawandel bleibt das Ozonloch eher eine abstrakte Vorstellung, während man irgendeine Plastikfolie jeden Tag aufreißt.«

Genau; bzw. apropos Loch: Regnet’s rein? Aber schön warm, wegen Ozonwandel?

Puh!

Löchrig grüßt Titanic

 Charlotte Roche!

Charlotte Roche!

In »Spiegel« und SZ, »Zeit« und Ihrem eigenen Podcast haben wir nun lang und breit zu lesen bzw. hören bekommen, dass Ihre Ehe nicht perfekt, sondern »ganz normal« sei. So normal kann sie aber doch nicht sein, schließlich haben »normale« Paare weder einen eigenen Ehepodcast noch Zeitungs- und landesweite Berichterstattung über ihr Privatleben, meinen Sie nicht?

Na ja, was Sie sonst so alles Normales tun, werden wir mangels Interesse wohl nie erfahren. Unser Leben geht trotzdem ganz normal weiter. Titanic

 Hey na, AKK?

Der Hype um Ihre Initialien will wohl einfach nicht abflauen. So lesen wir etwa auf »Spiegel online«, dass die Menüfolge des »Düsseldorfer Ständetreffs« ganz auf Ihre Initialen abgestimmt gewesen sei – »von der Vorspeise (Avocado, Kastenbrot, Krabben) über den Hauptgang (Apfel, Karotte, Kalbstafelspitz) bis zum Dessert (Ananas, Kokos, Kalamansi). Die Tischdekoration ebenfalls – Pflanzen in ihren Buchstaben, der Kaktus als Krönung.«

Leider im Bericht unerwähnt bleiben Spirituosen (Apfelkorn, Kabänes, Korianderlikör), Besetzung der Band (Alphorn, Kornett, Kwetschkommode) und Gäste (Arschlöcher, Kleingeister, Knalltüten) wie zum Beispiel Ihr ebenfalls anwesender Ex-Rivale Friedrich Merz (Aktienhandel, KumEx-Geschäfte, Karibikkonten). Der bekam laut »Spiegel« vom Publikum sogar mehr Beifall (Applaus, Klatschen, Kundgabe [von Zustimmung]) als Sie. Dabei sollte man doch meinen, dass Sie jemanden, der menü- und initialienmäßig zuerst an Froschhirne, Miesmuscheln und Fermentierte Magermilch denken lässt, mit links in die Tasche (Akten-, Korb-, Kosmetik-) stecken. Sind da womöglich wieder mal Aufstand, Kritik und Krawall im Anmarsch (im Kommen, am Kenntlichwerden)?

Okay, reicht. Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Sommerabend-Komplex

Auch wir ließen die Gardinen offen bei unserem Hollandurlaub, wir wollten teil sein dieser freundlichen Gesellschaft, die nichts zu verbergen hat. Doch schnell wurde ein gewisser Zugzwang merkbar - ist es aufgeräumt genug für die Betrachter? Bin ich zu nachlässig gekleidet? Hinter all den hübschen Präsentierzimmern gibt es vermutlich neonbeleuchtete Räume mit Resopalmöbeln, dort sitzt man Krumm und mit strähnigen Haaren in ausgebeutelten Jogginghosen, blafft herum, isst kalte Pizza vor dem Fernseher.

Miriam Wurst

 Neues aus Brüssel

Laut eines Urteils des EuGH können alle Termine, die Sie bereits beim Dermatologen ausgemacht haben, ab sofort auch von etwaigen Nachfahren genutzt werden. Diese müssen explizit auch noch nicht geboren sein.

Felix Scharlau

 Remake

des Filmklassikers mit Demi Moore und Patrick Swayze: »Ghosting – keine Nachricht von Sam«.

Elias Hauck

 LinkedIn oder Tod

Nach langer Funkstille habe ich mich dazu entschlossen, meine Ex-Freundin und ehemalige Kollegin bei Xing zu adden, um ihr zu zeigen, dass sie mir auch beruflich absolut nichts mehr bedeutet.

Karl Franz

 Überlegung

»Falls ich diesen Abend nicht überleben sollte, möchte ich wenigstens so viele Delphine wie möglich mit in den Tod genommen haben« sprach er. Und bestellte nach acht Maß Bier und drei Schnaps eine Pizza Thunfisch ohne Käse.

Theobald Fuchs

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 16.08.:

    Christian Y. Schmidt schreibt im "Neuen Deutschland" über die Ausstellung "Summer of China" in Berlin.

  • 16.08.:

    Die "Neue Westfälische" über das legendäre Bielefelder Satiremagazin "Dreck".

Titanic unterwegs
27.08.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner mit A. Neft, B. Maak u.a.
28.08.2019 Berlin, Theater im Pfefferberg Max Goldt
15.09.2019 Göppingen, Schloss Filseck F. W. Bernstein: »Sinnverlust ist Lustgewinn«
22.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hans Traxler. Zum Neunzigsten«