Inhalt der Printausgabe

Heinz Strunk
Intimschatulle 44

»Automaten – das moderne Glück«

1.10. Kühl, windig, Regen. Gedanke: »Herbst ist sowieso.« Tagsüber viel gearbeitet, abends dann endlich wohlverdiente TV-Entspannung: Nachkriegskomödie (1954) im MDR, »Laugeneck&Muckefuck«. Dazu ein Glas (alkoholfreien) Sekt.

2.10. Verstimmt aufgewacht, den ganzen Tag bedecktes Gemüt. Bedenklich fortschreitender Opaismus. Meyer-Schulau, mit dem ich mittags telefonierte, berichtete von einem Besuch in Honolulu. Im allgemeinen enttäuschten die Wunder der Welt. Honolulu von der Seeseite sei kein besonderer Eindruck. Wo er recht hat, hat er recht.

3.10. Seltener Fall von Schlagfertigkeit: Schanzenviertel, Schulterblatt/Ecke Susannenstraße. Unterschriftensammlung gegen die Rodung des Hambacher Forstes. Besonders öde und humorlos wirkende Ökos nötigen Passanten zur Unterschrift. Phantasielos gekleideter Jungöko, in meine Richtung plärrend: »Hallo, darf ich dich mal …« (allein schon das stumpfe Geduze; ich bin bald sechzig!). Ich, kurz, bellend, unbeirrt meinen Weg fortsetzend »FORST MUSS WEG«. Da hat es dem Trottel doch glatt die Sprache verschlagen.

4.10. Z.Zt. für mächtig Furore sorgt das Buch von Kollegah: »DAS IST ALPHA! Die zehn Boss-Gebote.« Die Fans des Bosses der deutschen Rapszene sind begeistert von seinem neuen Coup. DAS IST ALPHA ist Coach und Kumpel für Lauche (Weicheier, Schwächlinge, Anm. der Schatulle), die ihm »auf dem steinigen Weg der Bosshaftigkeit« folgen wollen. Hier ein paar begeisterte Stimmen (Original-Zitate aus Amazon-Rezensionen):

»Danke lieber Boss, für dieses geile Buch. Das Buch vermittelt einem lebenswichtige Grundlagen, wie man zum boss wird«

»Das Buch ist einfach nur bosshaft. Und einfach die geilste Motivation vom boss persönlich. Lesen wie ein alpha ab heute«

»Man fängt an zu lesen und will überhaupt nicht mehr aufhören. Das Buch macht einen zum richtigen boss vermute ich«

»In dem Buch geht es nicht nur darum physisch eine Maschine zu werden oder ein Prolet zu werden, sondern unterm Strich soll das Mindset des Lesers vom Lauch zum Boss mit dem Alpha-Mindset«

5.10. Gute Doppelnamen (bitte zugreifen): Jeremy-Luca, Christel-Serenity, Jenny-Soraya, Diego-Armani, Finja-Jolie, Taylor-Logan, Celine-Luisa, Emily-Waltraud.

6.10. Alltagsfrage: Warum kann man sich eigentlich im Spiegel selber sehen?

7.10. 1) Frecher Spruch für »Junggebliebene«: »Orgas-kann, nicht Orgas-mus(s)«. 2) Gedanke: Einmal etwas kaufen, ohne dass das Portemonnaie um Hilfe schreit.

8.10. Gegen 17.00 Uhr kurz bei den Jungs von Willis Schwenk-Grill vorbeigeschaut. Sehr gute Stimmung, Stichwort Buletten, Bier und Boogie Woogie. Willi selbst hat einen ausgegeben, da konnte ich natürlich nicht nein sagen. Voll versackt, später noch in den Goldenen Handschuh.

9.10. Tag des Chemiearbeiters.

10.10. Interessante Frage, beim Bäcker (ausgerechnet!) aufgeschnappt: Was ist ein TOFI? Thin outside, fat inside. Also Dicke in der Hülle von Dünnen.

11.10. Trotz Zweifel viel gebetet.

12.10. Totale Begeisterung bei den 1,8 Millionen Kollegah Facebook-Fans über sein Buch »DAS IST ALPHA. Die zehn Boss-Gebote«. Beim Verlag Riva (Sprache Deutsch) erschienen und überall erhältlich. Nur der Boss weiß, wie man vom Lauch zum echten Boss wird. Der Schlüssel dazu ist ein echtes Alpha-Mindset:

»Ich werde es mir dieses Buch noch zulegen, es ist bestimmt gut«

»Für mich mit einer der Top bücher 2018 das Buch lohnt sich echt gut geschrieben«

»Das Buch spricht klartext und man kommt aus dem lesen gar nicht mehr raus«

»Genial, detailliert und verständlich erklärt. Da hat der Boss die Konkurrenz mal wieder gefickt«

»Danke überboss«

»Seine Wortgewandtheit und der für ihn übliche kollegah-Charme macht dieses Buch zu einer Meisterleistung. Ein neuer Höhepunkt in seiner Karriere. Das ist Alpha«

13.10. Der »Stern« ist bekanntlich das Zentralorgan der Ödnis. Noch dümmer Stern-TV mit Moderator Steffen Hallaschka (tiny Steffen). Zu dem langen dünnen Elend fallen mir gleich wieder die herrlichsten Beleidigungen ein, spare ich mir aber ausnahmsweise. Auf jeden Fall: Bericht über eine Potsdamer Diskothek, in der mehreren Mädchen K.o.-Tropfen verabreicht wurden. Wie leicht es geht, jungen Mädchen K.o-Tropfen in die Drinks zu schütten, stellt ein Stern-TV-Reporter unter Beweis. Guckt das Girl einmal nicht hin, zack, Pille im Drink. Genial. Also, Vorsicht, Achtung, Augen auf, offene Getränke nie »einfach so« stehen lassen. Geil, geiler, Stern-TV.

14.10. Google-Suchverlauf: Motivationssprüche Erfolg – Power Sprüche – Baden Baden – Sl 231 probleme – Sl r231 Kopfstütze probleme – MB R 231 Bedienungsanleitung pdf – Tödlicher Schlaganfall – Fettaneil adipositas – Was mache ich komma wenn ich meinen Personalausweis verloren habe – Überseezentrum hamburg – Getränke wolf öffnungszeiten – Lied Der kaffee ist fertig – Micky Beisenherz Größe – Heiligendamm Ausflugsziele – Dj koze knock knock-Sänger Glow – Wann ist Artischockenzeit in Deutschland? – Erfolg Zitate – Asiatische Weisheiten-Südtiroler Weisheiten – Thermomix–Scorpions–Mercedes Hammerbrook – Flannery o connor

Duisburger Impressionen Im frühen Herbst.

15.10. Heute nichts.

16.10. Meldung, dass im Nachlass von Thomas Bernhard ein unveröffentlichtes Romanmanuskript entdeckt wurde: »Das muss kesseln«. Sehr seltsam.

17.10. Eine steinalte Ausgabe des Hamburger Stadtmagazins Oxmox entdeckt. Kleinanzeigendschungel: Musugru (Musiker sucht Gruppe), Grusumu (Gruppe such Musiker), Fisch sucht Fahrrad, 899. Engtanzfete im Knust. Untergegangene Welt. Abends TV und echtes Alkoholglück. Allein trinken, sonst nichts.

18.10. Autos ohne Pfiff, dafür mit ausgiebig Ficksahne besudelt: VW Quaddel, Daihatsu Applause, Renault Koma

19.10. Geiles Wort: Hedonische Hyperphagie. Viel gebetet.

20.10. Sehr, sehr ekelhaft: »Ich möcht dich küssen auf den Mund, denn küssen ist so urgesund. Küssen ist das Zusammenbauzen zweier verliebter Menschenschnauzen. Die Blicke werden tief und tiefer, es nähern sich die Unterkiefer. Dann pflegt man mit geschlossenen Augen sich aneinander festzusaugen. Wobei meist ein Geräusch entsteht, als wenn die Kuh durch Matsche geht.«

21.10. Schlagzeilen, die verstören: 1) SEXROBOTER KÖNNEN UNS IN ZOMBIES VERWANDELN 2) FLÜCHTLING BEWIRFT SCHAUFENSTER MIT STEINEN 3) AMEISEN FRESSEN KREBSKRANKEN MILLIONÄR

22.10. Ich bitte Gott, einen Blick auf den Menschen zu werfen, der ich bin, und ihm beizustehen. In den Psalmen gelesen.

23.10. In den Psalmen gelesen.

24.10. Erschienen am 19. September, zieht das Buch »DAS IST ALPHA. Die zehn Boss-Gebote.« immer größere Kreise. Fünf Nummer-1-Alben, sein eigenes Fitnessprogramm »Bosstransformation« und nun auch der kometenhafte Einstieg in die Buchszene sprechen eine eigene Sprache. Der Boss sprengt nie dagewesene Grenzen, seine Leser folgen ihm:

»Das Buch pusht ein krass und macht bog zu lesen. Das ist das erste Buch was ich freiwillig gekauft habe.«

»Ich dank dir das du mein ganzes Leben in ne bosshaftere Bahn gelenkt habe«

»Ein Grund warum ich gebundene Bücher vorziehe ist der schöne Geruch des Drucks. Schon dort übertrifft das Buch jedes andere. Nachdem ich ein paar Nasen durch die frisch gebundenen Seiten gezogen habe um den bosshaften Alpha-Druck zu inhalieren, macht ich mich dran das Werk auch mit den Augen einzuatmen«

»Das Buch ist einfach Alpha lieber Boss. Es gibt mir soviel Mut und Kraft durch ihre Worte und Lieder. Die 22 Euro sind nichts für dieses Buch, ich hätte so eine Pracht für mehr Geld verkaufen lassen«

25.10. Karriereschatulle: 1) Nicht das, was du verdienst, macht dich reich, sondern das, was du behältst 2) Das kalte Wasser wird nicht wärmer, wenn du später springst 3) Schweiß ist das Fett, das schreit.

26.10. Liste von schönen Dingen: 1) Sonnenreife Zwergtomaten/erntereife Flaschentomaten. 2) Der neue Roman von Sibylle Lewitscharoff Aspirin und Negerküsse. 3) Der Spruch »Pull it over, it’s your pullover«. 4) Dass ich in meinem Alter noch häufig eine innere Gänsehaut verspüre.

27.10. Wieder mal das Kasino Reeperbahn besucht. Ein Vergnügen, das ich mir allerdings nur (noch!) selten gönne. Wenn ich mal gewinne, bin ich so angegeilt, dass ich am nächsten Tag gleich wieder hingehe, und, natürlich, alles – und noch viel mehr – verliere. Durchschnittsverlust beläuft sich auf etwa 1000 Euro, einmal waren es sogar 2800. Nehme auch beknackterweise immer die EC-Karte mit. Warum? Mehr Trottel geht nicht. Regelmäßig voll besoffen, letzter Gast, der um 4 Uhr morgens mit leeren Taschen hinauskomplimentiert werden muss. Trotzdem: Der Kasinogang ist eines der wenigen echten, unverfälschten Vergnügen. Das Kasino Reeperbahn bewirbt das Automatenspiel seit neuestem mit dem Claim: »Automaten – das moderne Glück«. Dem kann ich nur beipflichten. Das verstehen die ganzen dämlichen Idioten, die »niemals auf die Idee kämen, auch nur einen Cent in so eine Maschine zu stecken«, natürlich nicht. Alles Arschlöcher. Die sollen zu Hause bleiben und mit Freunden was kochen. Ihre verdammten Brückentage fürs ganze Jahr ausrechnen. Im Internet Preise vergleichen. Oder was Arschlöcher sonst so zu tun pflegen.

28.10. Schnaps.

29.10. Gespräch belauscht über deutsche Verbrecherinnen. Namen wie Eislady, Todesengel usw. werden erwähnt. Sehr unkonkret, ärgerlich. Mir fallen namentlich noch ein: Eva Braun, Marion Löblich (Gladbeck) und (noch halbwegs aktuell) Beate Zschäpe.

30.10. Seine einzigartige Erfolgsgeschichte macht Kollegah zum Boss der Bosse. Mit den Alben »King« und »Imperator« brach er alle Rekorde, und sein Fitnessprogramm Bosstransformation setzte neue Maßstäbe. Nun gibt er endlich sein eigenes wertvolles Wissen in seinem Buch »DAS IST ALPHA. Die zehn Boss-Gebote.« auch an seine Fans weiter. Zehn Gebote, die man beachten muss, um der Welt seinen eigenen Stempel aufzudrücken.

»Ich könnte soviel erzählen, obwohl ich mir nur die ersten Seiten gelesen habe. Kollegah, ein ehrenvoller Mensch, der nicht wie die meisten sind.«

»Unglaublich, dass gerade die schlechten Rezensionen von Leuten kommt, die das Buch nicht einmal gelesen haben. Wie kann man seine Zeit nur so sinnlos verschwenden«

»Habe es mir noch nicht gekauft, aber sobald ich kann wird ich es mir kaufen«

31.10. Den ganzen Tag schon schießt mir das Wort COUNTDOWN durch den Kopf. Ja, genau, Countdown ist der richtige Begriff: RAPIDE ABWÄRTS.

Nach Notat im Bett.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Schnurrbartträger Hannes Schrader!

Sie sind Redakteur für »Zeit Campus online«, das junge, hippe, aber nicht zu junge und zu hippe Junge-Leute-Ressort von »Zeit online«, zu dessen Anforderungsprofil Sie gerade so schicksalhaft passen wie Ihr Gesicht in Ihr Gesicht.

Neulich schimpften Sie Ihre Altersgenossen einmal kräftig, aber nicht zu kräftig, weil sie es nämlich verdienen. »Die Kürbissuppe ist das suppengewordene Ikea-Wandbild«, schrieben Sie. Ein mutiger, aber nicht zu mutiger Vergleich. Liegt Ihnen! »Sie ist die Times New Roman der Amateurküche«, aha, auch nicht schlecht, »eine Ausrede in Form eines Abendessens.« Lecker! Geht da noch was? »Sie ist das Bananenbrot der Hauptgerichte.« Donnerwetter! »Denn durch die AfD mag in Deutschland der Diskurs verrohen – aber durch Kürbissuppe verroht die deutsche Esskultur.«

Und so etwas lernt man auf einer Journalistenschule, ja? Oder im Debattierclub? An der Supermarktkasse? Schrader, Sie Musterstück eines wandelnden Generationenportraits!

Und natürlich tragen Sie in Ihrem ausgehöhlten Inneren auch eine große »Portion« Melancholie mit sich herum und räumen daher ein: »Zugegeben, auch ich habe Kürbissuppe schon unwidersprochen gegessen. Einmal hätte ich sie sogar fast selbst zubereitet, die Zeit war knapp und der große Suppentopf sauber.« Ist ja nicht wahr! Aber dann? »Doch ich besann mich, schnitt«, wenn schon nichts Lebenswichtiges auf, so immerhin »den Hokkaido in Scheiben, benetzte ihn mit Olivenöl, Zimt, Salz und Pfeffer und schob ihn in den Ofen. Er schmeckte wunderbar, beträufelt mit kühlem Joghurt und ein wenig scharfer Sauce. Leider bin ich die Ausnahme.« Glauben Sie uns: Leider sind Sie gerade das am wenigsten.

Und wir meinen damit nicht den Kürbis. Titanic

 Nachdem Du, Weltgeist,

es uns schon im Sommer gehörig besorgt hast (vgl. TITANIC 7/18, 8/18), gibst Du Dir zum Jahresende noch einmal richtig Mühe und stupst unsere Nasen sowohl auf den Göttinger Augenarzt Prof. Hoerauf als auch die Lübecker Zahnärztin Dr. Stein-Ziehfreund! Und dass wir in einem Artikel auf Sueddeutsche.de meinten gelesen zu haben, Amazon sei »inzwischen der größte Sklaventreiber der Welt«, wo tatsächlich nur vom größten »Serverbetreiber« die Rede war: das ging doch auf Dein Konto, oder?

Dafür danke und auf ein fruchtbares 2019: Titanic

 Klopf-klopf, Sting!

Klopf-klopf, Sting!

Wie wir aus dem »Spiegel« erfahren durften, sind Ihnen die Ideen zu Ihren bekanntesten Songs im Hotelzimmer gekommen. In der Langeweile einer Münchner Absteige entstand etwa »Walking Round the Room«, aus dem sich später das Lied »Walking on the Moon« entwickelte. Und ein anderes Mal pfiff Ihnen ein Fensterputzer die Melodie zu »Roxanne« direkt in die Herberge. Die Entstehungsgeschichten Ihrer übrigen Hits kennen wir zwar nicht, aber bei genauerem Blick scheinen die ebenfalls im Hotel entstanden zu sein: Die Idee zu »Don’t Stand so Close to Me« ist doch sicherlich am Frühstücksbuffet oder Pissoir gediehen. Und hier: »Message in a Bottle«, »Six Pack« und »De Do Do Do, De Da Da Da« beschreiben ja eindrücklich die drei Stufen vom Öffnen der Minibar über das Nachschubholen bis hin zum wohlverdienten Delirium.

Auch bei den drei Songs »So Lonely«, »Secret Journey« und »Every Little Thing She Does Is Magic« lässt sich ein kausaler Zusammenhang erkennen, aber diese Zimmertür lassen wir dann doch lieber geschlossen!

Weiterhin gute Reise Titanic

 Sorry, Librero Verlag,

aber Deine Bände »Mathematik«/»Kunst«/»Wirtschaft in 30 Sekunden« haben wir im Laden statt zu kaufen einfach schnell weggelesen!

Arbeitet jetzt an einem Geschenkbuch »Sparen in 30 Sekunden«: Titanic

 Sie, Oliver Bäte,

Ihres Zeichens Vorstandsvorsitzender der Allianz SE, erklärten im »Zeit«-Interview: »Für mich ist Gerechtigkeit ein marxistischer Begriff. Ich weiß nicht, was das ist.«

Und das, Bäte, ist eben die Crux mit dem Marxismus. Was Gerechtigkeit ist, erfahren Sie und Ihre Millionärsfreunde immer erst nach der Revolution. Dann aber sehr gut verständlich und gewissermaßen am eigenen Leib.

Kann es kaum erwarten: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Jauch

Günther Jauch ist noch nie mit dem Regionalexpress gefahren, aber er wüsste, wie es geht, und das ist für mich der Zauber, der diesen Mann so besonders macht.

Johannes Floehr

 In unserer hektischen Zeit …

ist es wirklich gut, einfach mal anzuhalten, stehenzubleiben, die Welt Welt sein zu lassen, achtsam in sich hineinzuhorchen und ein paar köstliche Sekunden nur mit sich allein zu genießen – ABER NICHT GENAU IN DER SUPERMARKTTÜR, DU BLÖDE DUMPFKUH!!!

Katharina Greve

 Neuland betreten

Ich fahre zum Shoppen jetzt immer nach Berlin. Dort ist das Internet einfach besser.

Dominik Wachsmann

 Neues »Häkchen« auf WhatsApp

»Hat deine Nachricht bereits gelesen, will aber noch nicht, dass du es weißt.«

Teja Fischer

 Stimmt!

Ich kann mich noch gut an den Satz aus meiner Jugend erinnern: »Du wirst noch mal an die Worte deiner Mutter denken.« Nur worum es ging, weiß ich leider nicht mehr.

Markus Berger

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
19.01.2019 Leverkusen, Scala Max Goldt
22.01.2019 Leipzig, Schaubühne Lindenfels Max Goldt
22.01.2019 Mainz, Frankfurter Hof Martin Sonneborn
23.01.2019 Dresden, Staatsschauspiel Max Goldt