Inhalt der Printausgabe

»Wer unzufrieden ist mit seinem Mindset, der muß raus!«

Live-Aufzeichnung im Club Voltaire, 11. April 2017

13 Prozent weniger Unternehmensgründungen gab es 2016 im Vergleich zum Vorjahr, warnt die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Ein gefährlicher Trend: Deutschland, Land ohne Raum – für Ideen? Nicht ganz! Zwei junge Top-Twitter-Entrepreneure, @DaxWerner und @StartupClaus, setzen ein Zeichen gegen Gründerfeindlichkeit und Investitionsstau – und bumsen reihenweise junge Unternehmen ruckartig nach vorne.

TITANIC Hallo! Erst mal vielen Dank, daß ihr euch Zeit genommen habt.

Werner Hi! Ja gerne. Wir wollten vorab bekanntgeben, daß wir unsere Gage spenden möchten. An den Kölner Zoo.

TITANIC Eine schöne Geste! Vielleicht stellt sich jeder zu Beginn mal kurz vor.

Werner Gerne. Mein Name ist Dax Werner. Entrepreneur, Founder und Influencer aus Kerpen. Manche nennen mich den Gründungspapst, aber das ist mir unangenehm. Gemeinsam mit Claus habe ich vor ein paar Jahren MUL Entrepreneurs & Berater gegründet.

Claus Mein Name ist Claus. Entrepreneur, Speaker, sicher auch Coach. Ich sage immer: »Die erste Million ist die schwerste.« Sollte auch als Wandtattoo in den Jobcentern hängen.

TITANIC Über »Startup-Claus« spricht heute ganz Twitter. Man hat den Eindruck, daß du in eurem Gespann der Nachdenklichere, eher der Silberrücken als der Panzerfahrer bist. Wie schlägt sich das in eurem Berufsalltag nieder?

Claus Absolut! Das schlägt sich im Grunde genommen gar nicht nieder, sondern das macht uns insgesamt so stark.

Werner Claus und ich denken, daß wir da ein klares Organigramm gefunden haben: Claus strictly business-related, ich hingegen hier und da schon mal mit ’nem heißen Take.

Claus Für mich ist Dax der Baulöwe und Kulturkatalyst, ich bin der Architekt und Gegenwartsphilosoph.

TITANIC Zu dir, Werner. Dürfen wir Dax sagen?

Werner Unheimlich gerne.

TITANIC Dax, du wagst dich ja in letzter Zeit des öfteren auch mal mit politischen Statements an den Start. Warum gibt es in der neuen Generation so wenig Gründer?

Werner Wir sehen die Pervertierung des Gründerspirits auf diversen (drei bis neun) Ebenen. Es gibt eine ästhetisch aufgesetzte Kommerzialisierung der Gründeridee, es gibt Studien im Auftrag des Angestellten-Mindsets, es gibt den Wahlkampf.

Claus Klar ist: Es muß keine Pyroshow sein, aber Gewerbeämter ohne Indoor-DJs, Red-Bull-Automaten und Bloomberg TV lähmen Deutschland. Wir sehen uns da letztendlich in der Tradition von Kafka, der auch immer gegen die Angestelltenwelt angeschrieben hat. Und wir wagen den nächsten Schritt!

TITANIC Da bekommt ihr doch sicher auch starken Gegenwind zu spüren. Wie geht ihr mit Hatespeech gegen Gründer um?

Claus »Hatespeech« ist ein wunderbares Beispiel für die Begrenztheit des Angestellten-Mindsets. Wo die einen Haß sehen, sehen wir konstruktive Kritik, auf der wir aufsetzen können. Gründerfeindlichkeit ist noch mal ein ganz anderes Thema, das geht für uns dann bis in die Familienplanung rein. Sehr schwierig.

Werner Hatespeech fängt für mich da an, wo der Regulierungseffekt der unsichtbaren Hand, vulgo der freie Markt als solcher in Zweifel gezogen wird. Wenn ein Christian Lindner bis heute für die Moomax-Pleite durch den Kakao gezogen wird, dann läuft es gewaltig schief in Germany. Wir brauchen eine Kultur des Scheiterns, wie drüben im Valley. Investieren, skalieren. Einatmen durch Nase, ausatmen durch Mund. Und wieder investieren.

Claus Schlimm auch, wenn ein Buchhändler aus Würselen plötzlich auf den Startupzug aufspringt. Das war für uns – da sind wir ehrlich – wie ein Schlag ins Gesicht.

TITANIC Stichwort Lindner. Claus, du bist Sozialdemokrat, gleichzeitig Christian Lindner zugeneigt. Ein Widerspruch?

Claus Mit Verlaub, ich bin Gründer. Gründer verstehe ich als Akteure im Spannungsfeld zwischen Cortisol, Evolution und Gesellschaft. Und die Frage trifft dann aber wiederum doch den Kern allen Übels.

Werner Wahlkampf ist aus unserer Sicht überholte Nullsummenspiel-Denke. Ganz übles Adam-Smith-Mindset, mit »Gewinnern« und »Verlieren«. Solche Leute stehen auch zweistellig auf. Für mich ein Hilfeschrei.

Claus Agentur-induzierte Startup-Spirit-Kampagnen eines Christian Lindner sind einer der Gründe, warum wir überhaupt noch mal an die Öffentlichkeit getreten sind. »Gründer fördern: Machen wir Ideen zu Arbeitsplätzen«, da wird mir schlecht. Es geht um den Spirit, den Grind und darum: Jeder ist seines eigenen Mindsets Schmied. Wie eben in den Staaten.

TITANIC Stichwort USA, Stichwort Indianer-Pipeline: Was sagt da euer Mindset?

Claus »Indianer« finde ich in dem Zusammenhang schon mal mindestens schwierig. »Indigene Bevölkerung« ist uns da um einiges lieber.

Werner Letztendlich sind es ebenjene indigenen Völker, die den geisteskranken Grind auf ihre Weise vorweggenommen haben.

Claus Ich würde so weit gehen: Versorgung des Angestellten-Mindsets auf Kosten von Gründern, die zumindest noch in ihrer Enklave ihren Grind realisieren KÖNNEN.

TITANIC Seht Ihr da Parallelen zu Ostdeutschland? Stichwort geisteskranker Grind?

Werner Absolut! Für mich gehört die Geschichte der Wende ohnehin umgeschrieben. Einige, die sich Entrepreneur schimpfen, haben sich dort auf nicht nachhaltige Weise bereichert, sei es der Drückerkolonnenboß aus Düsseldorf oder gewisse Banken.

TITANIC Ach so! Wem möchtet Ihr auf keinen Fall beim Gewerbeamt begegnen?

Claus Ich denke, da sind wir uns einig, nicht, Wernerle?

Werner Gert Postel!

TITANIC Aber ist Gert Postel nicht auch ein smarter Unternehmer, der die Marke »Gert Postel« recht erfolgreich durchpeitscht? Ist das Postelmindset nicht das typische Valleymindset?

Claus Da bin ich mir nicht sicher, aber mein Gefühl ist folgendes: Gert Postel ruht sich auf seiner Filmrechte-Kohle aus und macht Kleinst-Influencer-Business auf zweifelhafter Basis. Wir und unsere grindenden Schwestern und Brüder sind verwirrt. Theorie und Praxis verquirlen sich hier zu einem teils ekelhaften Smoothie.

Werner Fantasy versus Reality ist hier glaube ich die entscheidende Dichotomie. Gewerbeämter müssen für mich Hebammen einer besseren Welt sein.

Claus Um es mit unserem Freund und Partner Hermann Dose zu sagen: Gert Postel ist early-Nullerjahre Johannes B. Kerner. Genau dieser Mindframe.

TITANIC Was würdet ihr Lowperformern raten, die jetzt erste Zweifel an ihrem eigenen Mindset bekommen haben?

Werner Der erste Schritt ist sicher der, sich der Startupfamily auf Twitter anzuschließen. Denn das sind nicht nur wir, die seit Jahresbeginn den Startupgrind riffen. Der zweite Schritt: 24/7 Business-Podcasts reinballern. Sei es Dirk Kreuter, Matthew Mockridge oder Gary Vee. Der Rest kommt von allein.

Claus Wer unzufrieden ist mit seinem Mindset, der muß raus! Raus aus seiner Comfort-Zone, und da wird es ungemütlich. Wichtig ist deshalb die Initialzündung, die Konfusion, das Ja zum geisteskranken Grind.

TITANIC Welche Entwicklungen könnt ihr auf Twitter beobachten?

Claus Die Ironielayer, die wir heute lesen, die werden sich auflösen und ihre Spuren hinterlassen.

Werner Einige sprechen bereits von der Post-Irony-Phase, wir sind da skeptisch. Fakt ist: Der Grind ist immer intensiver geworden. Koryphäen wie Kurt Prödel predigen nicht ohne Grund den Detox-Gedanken. Ich denke, die Ironie ist das größte Hemmnis des Gründers. Ironie heißt für mich übersetzt: Angst vorm Machen.

Claus Das sehen wir auch heute schon, und aktuelle Studien aus den USA werden das belegen.

TITANIC Was müssen wir uns unter Industrie 5.0 vorstellen?

Werner Industrie 5.0 ist für mich die völlige Diffundierung ins Internet, so wie es Hermann Dose in seinem bahnbrechenden Essay »Mensch Maschine Mikrowelle« skizziert hat. Mensch und Maschine werden hier zum Synonym.

Claus Industrie 5.0 ist die Folge der Einsicht: Das Internet ist unser größtes Vorbild. Wir alle als Hyperspeed Network. Freie Netzwerke, aber nicht auf Gruner-&-Jahr-Basis, sondern auf Mindset-Basis. Und wer da heute keine Vorarbeit leistet, der macht einen eigenkapitalvernichtenden Fehler.

TITANIC Thema Burnout: Realität oder Märchen der Betriebsmediziner?

Werner Dieter Bohlen hat mal bei DSDS gesagt, daß die Burnoutquote nur in Deutschland so hoch sei. Falscher Ansatz. »Burnout« ist nur eine andere Bezeichnung für Ausgehendes-20.-Jahrhundert-Mindset. Wer Leben und Arbeit noch trennt, macht einen Denkfehler.

Claus Burnout ist für mich ein Label, ein lukratives. Die lebensbedrohliche Entgrenzung des Angestellten-Mindsets. Die Folge des Mechanismus Entfremdung x Old Economy x 2017.

Werner Claus, wenn ich das höre, denke ich sofort an 2000, als wir uns kennengelernt haben (lacht).

Claus Das war dieser spontan vorweggenommene Moment, Dax. Dieses Momentum. Wie Tokio ‘80. Der Mond spiegelt sich im Koiteich, geisteskranke Synth-Arpeggios – und wir besprechen die Markteinführung der Compact Disc.

TITANIC Okay, letzte Frage: Wenn ich Montag zum Gründen aufs Gewerbeamt gehe, was sollte ich unbedingt beherzigen?

Werner Ich habe mir kürzlich in Holland ein Tattoo stechen lassen: »Ich gründe, also bin ich.« Quer über die Brust. Das ist die Maxime.

Claus Für mich entscheidet sich das mit der Capslocktaste: Maxime MEINES Willens. JETZT!

Werner Nice!

TITANIC Ein schöneres Schlußwort hätten wir uns nicht vorstellen können. Wollt ihr noch was loswerden an die Leute da draußen?

Claus Ein Punkt ist uns sehr wichtig: Es geht nicht um uns. Es geht um die Idee und um die Startup-Family. Gründen mit Fründen. Oder wie Dax immer sagt: Gründe ein Startup, scheitere, gründe ein noch viel geisteskränkeres Startup. LET’S MAKE BUSINESS!

Werner Wir verstehen uns als Sprachrohr der Generation, die mehr will als Endstation mittleres Management und eine Frau zu Hause, die »Flow« liest. DAS ist der Gamechanger.

TITANIC Werner, Claus, wir danken euch für diese Learnings.

 

 


Das Interview führten Leo Fischer und Fabian Lichter. Startup-Claus und Dax Werner grinden unter den Twitter-Pseudonymen @StartupClaus und @DaxWerner.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Teure Bahn!

Du erhöhst mal wieder die Fahrpreise. Rund zwei Prozent mehr zahlt man ab Dezember für den Fernverkehr. Wir haben dafür Verständnis: Die Druckkosten für die ganzen Fahrgastrechteformulare müssen ja auch wieder enorm gestiegen sein!

Mit 120 Minuten Verspätung grüßt Titanic

 Liebe Tschechen!

Da wir gehört haben, dass einer der fünf reichsten von Euch der Milliardär Kretinsky ist, würden wir gern wissen, um wen es sich bei den vier anderen Superreichen aus Böhmen und (Geldver-)Mähren handelt. Wir tippen auf Trotteloda, Idiotcera, die Depperova sowie, natürlich, den fiesen Geldsak Blödiany.

Eure Scherzkecs auf der Titanić

 Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)!

Als die Diskussion aufkam, ob Ihre Partei mit der AfD koalieren sollte, sagten Sie: »Ich schließe das natürlich auch kategorisch aus.« Das bedeutet also aus dem Merkel-Deutschen übersetzt: Es ist alles möglich?

Dachten sich schon: die Politexperten auf der Titanic

 Krimi-Autorin Rita Falk!

Krimi-Autorin Rita Falk!

Wie Sie der »Passauer Neuen Presse« steckten, spinnen Sie sich Ihre Fälle bei der Gartenarbeit zusammen: »Es ist schon so, dass ich beim Garteln sehr viel nachdenken kann und sehr viele Ideen für meine Krimis sammle.«

Obwohl wir zugegebenermaßen noch keins Ihrer Bücher gelesen haben, dürfte es angesichts Ihrer Inspirationsquelle aber auch nicht schwer zu erraten sein, wer in Ihren Kriminalromanen stets der Mörder ist.

Ziehen Ihnen daher in Sachen Krimis noch immer Ihren Namensvetter Peter Falk vor: die Trenchcoat-Träger von der Titanic

 Sie, Heiko Müller, stellvertretender NRW-Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei,

baten für Ihre Kollegen um Nachsicht, nachdem Rechtsextreme bei einem Aufmarsch in Dortmund ungehindert Parolen wie »Wer Deutschland liebt, ist Antisemit!« hatten skandieren dürfen. »Die Polizei hat nur wenig Handhabe, um einzugreifen«, reagierten Sie auf die Kritik an der Zurückhaltung der Einsatzkräfte. »Die Rechten gehen regelmäßig an die Schmerzgrenze und kaum darüber hinaus. Das ist für Polizisten oft schwer zu ertragen, aber wir leben in einem Staat, in dem die Meinungsäußerung einen hohen Stellenwert hat.«

Mensch, Müller, kein Ding! Dass es für Polizisten oft leichter zu ertragen ist, wenn die Rechten bei ihrer Meinungsäußerung über die Schmerzgrenze hinaus gehen wie in Chemnitz (»Wir sind die Fans – Adolf Hitler Hooligans!«), steht ja ohnehin außer Frage. Bei über 20 Kilo Ausrüstung plus Eigengewicht wird zudem jeder Verständnis dafür aufbringen, dass so eine Hundertschaft während der stundenlangen Latscherei in voller Montur statt der schweren Quarzsand- mal die bequemen Samthandschuhe überstreifen darf. Schließlich handelt es sich bei den Krakeelern nicht um Kapitalverbrecher wie dunkelhäutige Fahrraddiebe oder blassgesichtige Antifa-Sympathis… – aah! Aua, aua! Hilfe, Polizei! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Sympathisanten

In den Siebzigern war das Rote-Armee-Fraktion-Zeichen mit der Kalaschnikow allgegenwärtig, ob an Wände gesprüht oder auf Bekennerschreiben, die in den Nachrichten gezeigt wurden. Ich war noch Kind und verband mit diesem Logo ausgemergelte, langhaarige, rauchende Leute, die eine andere Gesellschaft wollten und Waffengewalt für die Durchsetzung geeignet hielten. Mich wunderte nur irgendwie, dass die Maschinenpistole dieses Zeichens auf den Autohecks von ganz bürgerlichen Leuten auftauchte. Auf polierten, dicken Mercedessen oder vollbeladenen Familienkutschen prangte ein Gewehr. Es war zwar um 90 Grad gekippt, hatte den Lauf nach unten gerichtet, aber es strahlte genau diese bedrohliche Gewaltbereitschaft aus. Erst viel später erfuhr ich, dass es sich bei diesem Symbol um die Umrisse von Sylt handelte.

Miriam Wurster

 Neues Sprichwort

Die größten Spießer tragen die buntesten Socken.

Fabio Kühnemuth

 Gegen den Jugendwahn

Wie alt muss ich eigentlich werden, damit mich das Quengelregal an der Supermarktkasse endlich kaltlässt?

Katharina Greve

 Placebo-Effekt

Wem auf dem Weg in den Urlaub siedend heiß einfällt, dass er das »Mensch ärgere Dich nicht« auf dem Küchentisch vergessen hat, und trotzdem nicht auf den Spielgenuss verzichten möchte, kann die Familie am Zielort im Gepäck danach suchen lassen.

Lukas Jacobs

 Kleine ganz groß

Welch bedeutungsverändernde Wirkung die Groß- und Kleinschreibung haben kann, merkte ich, als ich den ausgestellten Rechnungsbeleg mit »Betrag dankend in Bar erhalten« sah.

Jürgen Miedl

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 17.11.:

    Sowohl die Wiener als auch die Kleine Zeitung besprechen Michael Ziegelwagners Roman "Sebastian – Ferien im Kanzleramt" (den es selbstverständlich als TITANIC-Aboprämie gibt).

  • 17.11.:

    Mark-Stefan Tietze geht für die Taz mit Annegret Kramp-Karrenbauer in den Darkroom.

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    Das Donnerstagsgedicht der Taz-"Wahrheit" kommt heute von Stefan Gärtner.

  • 14.11.:

    Martin Sonneborns Ansprache an Angela Merkel in der ZDF-Mediathek.

  • 14.11.:

    Wie Martin Sonneborn der NPD Redezeit abluchste und Angela Merkel vorzeitig verabschiedete, lesen Sie in der "Stuttgarter Zeitung" und auf merkur.de.

Titanic unterwegs
21.11.2018 Frankfurt, Kaisersaal im Frankfurter Römer Verleihung des »Stoltze-Preises« an Hans Traxler
22.11.2018 Koblenz, JAM-Club Tim Wolff
24.11.2018 Joachimsthal, Lyrikhaus Gerhard Henschel
24.11.2018 Hannover, Wilhelm-Busch-Museum »Bernd Pfarr zum 60. Geburtstag«