29.08.2015 - 16:01 UHR   HOME > MEDIEN > DEPPEN > JULIAN REICHELT: DIEKMANN FASST MIR AN DEN PO

SO WEH TUT DEM BILD.DE-CHEF DIE PO-BERGAMOTTE:

Julian Reichelt zur Toleranz gezwungen

Designerbrille, Twitter-Skills, Genitalherpes – Julian Reichelt, Chefredakteur von Bild.de, ist von Natur aus mit allem ausgestattet, was sein Bild-Boß Kai Diekmann erst mühsam erwerben mußte. Längst horcht der gesamte deutsche Medienzirkus auf, wenn der smarte Mittdreißiger brüllt. Denn Reichelt ist der kommende Mann – immer wenn ihm jemand Beachtung schenkt. TITANIC tut ihm den Gefallen.

Doch nicht nur TITANIC. Zu seiner großen Freude wurde Reichelt im Juni per Twitter zum »sleazy tabloid editor« (schmierigen Boulevard-Redakteur) geadelt. Und zwar vom amerikanischen Journalisten Glenn Greenwald, der 2013 die Snowden-Dokumente aufbereitete und im Guardian veröffentlichte. Reichelt findet, daß Edward Snowden ein »Terror-Enabler« ist. Und twittert es täglich Dutzende Male. Seit Jahren. Reichelts nächster Coup folgte im August. Die elendige Bild wurde von einem Prozeß gegen zwei IS-Anhänger ausgesperrt, weil sie entgegen richterlicher Anordnung die Angeklagten unverpixelt gezeigt hatte. Klar, daß Reichelt, der im Januar natürlich #Charlie war, im Bild-Kommentar einen »Angriff auf die Pressefreiheit« feststellte. Klar auch, daß Reichelt die darauffolgende Kritik der Taz (ein ironischvergifteter Liebesbrief mit dem Titel »What a Man«) auf allen Kanälen weiterverbreitete. Schon Diekmann pflegte seine Penisfehde mit der Taz – dreimal klar, daß jetzt auch Reichelt einen Harten kriegt. Ist ihm mit Kritik und Schmähung denn überhaupt beizukommen? Oder ist er unverwundbar? Und wo kommt Julian Reichelt überhaupt her?

Das ist das Vorleben des Pervers-Monsters!

Bevor Julian Reichelt im Februar 2014 zum Capo der Bild-Onlineausgabe vereidigt wurde, erblickte er im Jahr 1980, als Abtreibung noch verpönt war, in Hamburg das Licht der Welt. Die Reaktionen im Kreißsaal:

Weil er in der Schule gerne heimlich im Mädchenklo filmte und Gefallen am Verdroschenwerden fand, heuerte er 2002 bei der Bild-Zeitung als Volontär und Kriegsreporter an. Er berichtete »aus Afghanistan, aus dem Irak, aus dem Sudan, aus dem Libanon und aus Thailand« (Wikipedia). Tags sah Reichelt das Grauen, nachts sahen es die Nutten. 2007 wurde er zum Chefreporter, 2008 wurde auf Röntgenbildern der Axel-Springer-Preis für junge Journalisten in Reichelts Rektum entdeckt (Metapher).

Heute ist Reichelt nunalsoaber die Nr. 1 der Online-Bild – dem heißen Draht für alle, die mit dem Schwanz* zwischen den Fingern auf der Suche nach Ärschen, Titten und Tote-Kinder-Fotoalben sind. Der gleiche Abgrund an Abartigem im Grunde wie die Printvorlage, die sich in diesem Land inzwischen schon über fünfmal so lange hält wie seinerzeit der wackere Adolf Hitler. Damit es aber 1000 Jahre Bild werden, gibt es Julian Reichelt, der die ganze Scheiße hauptverantwortlich in Förmchen für Facebook, Twitter, Smartphone und Tablet pressen muß; Fachwort: Optimierung.

Früher stand Bild für Ausländerhetze, Sozialhetze, Angstmacherei, die Ausschlachtung menschlicher Tragödien, schwachsinnigen Promi-Talk und blanken Homohaß. Seit Julian Reichelt dabei ist, fehlt ausgerechnet der Homohaß. TITANIC glaubt: Der Grund dafür ist der Versaut-Sex in seinem Privatleben!

Oder welchen anderen triftigen Grund gibt es dafür, daß Reichelt im März mit Kai Diekmann für die Story »Wie fickt Athen?« nach Griechenland reiste? Der Beweis im Bild:

Julian Reichelt in Angst: Hier wird er von Kai Diekmann (l.) und einem Griechen-Zuhälter (rosa Hemd) gezwungen, sich eine Bergamotte einzuführen. Doch ist neben dem Axel-Springer-Preis (TITANIC berichtete) noch Platz?

RICHTIGSTELLUNG:
In TITANIC 09/2015 berichteten wir von der Bild-Story »Wie fickt Athen?«. Tatsächlich lautete der Titel »Wie tickt Athen?«. Außerdem ist unklar, ob Reichelt zum Einführen der Bergamotte gezwungen werden mußte. Wir bedauern diese Ungenauigkeiten.
Die Redaktion

Es ist nicht einfach, eine so ekelhafte Tätigkeit zum Beruf zu haben. Wer sich dafür schämt, geht als Mensch zugrunde. Es bleibt Julian Reichelt nur, seinen Stolz zu bewahren. Er darf nichts an sich heranlassen!

Selbst wenn Glenn Greenwald vom Guardian (s.o.) geäußert hätte, daß Reichelt – dies schrieb Greenwald nicht – eine »charakterliche Vollsau, ein Schwein, ein mistiges, wenn nicht mindestens ein verblödetes Seuchenrind« sei, dann müßte dieser, der Gescholtene, gute Miene zum bösen Spiel machen, wie ein Esel. Auch daß Julian Reichelt, o je!, für das, was er mit seinem Pißblatt täglich mutwillig anrichte, der Arsch kräftig aufgerissen gehöre, hat Greenwald im übrigen nicht gesagt, das hat er ausgelassen. Gott weiß, warum. Angenommen, die Taz hätte im besagten Liebesbrief nicht mit zurückhaltender Ironie »Wir schmachten dahin und, lieber Julian, sind voller Ehrfurcht« geschrieben, sondern sich einmal komplett vergessen und, eine Anzeige plus Geldstrafe riskierend, etwas wie dies formuliert: »Du bist, lieber Julian, ein bösartiger Wicht, ein Spanner, ein Ausbeuter, IS-Profiteur und Vergewaltiger, dessen Konto mit dem Blut toter Kinder gefüllt wird; wir möchten uns ehrlich sofort übergeben, du Hauptfaschist!« Selbst dann, wenn die Taz zu so etwas imstande wäre (was sie bisher nicht ist), wäre der Bild.de-Chef dazu verdammt, bei seiner Arschironie zu bleiben und diese Ungeheuerlichkeiten, die sich die Taz mal wieder herausgenommen hätte, auch noch weiterzuverbreiten, als fühle er sich kein bißchen ertappt, als sei er wirklich davon überzeugt, daß die Tageszeitung Taz ihn damit nicht absolut zutreffend charakterisiert hätte:

So traurig ist das Reichelt-Schicksal! Doch er versteckt seine bitteren Tränen.

Julian Reichelt ist ein einsamer Mann. Er hat Angst vor dem Islam-Terror, vor Busenblitzern und dem Tag, an dem die Axel-Springer-Akademie eine junge Gestalt auf die Axel-Springer-Straße in Berlin spucken wird, die ihm alle seine Twitter-Follower abjagt, die sein schäbiges Geschäft noch besser und viraler vermarkten kann als er. Dann wird sich zuletzt sogar der gute und fleißige Bildblog von ihm abwenden und ihn nicht mehr als – nehmen wir mal unverfänglich an – »verachtenswerten Zyniker«, »unguten Parasiten« oder »lächerliche, armselige Figur« loben. Und dann bliebe Julian Reichelt nur die langsam verblassende Erinnerung, daß er all dies vor langer Zeit einmal war.

Moritz Hürtgen

*lies: Penis oder Kitzler (Frauen)

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20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Stefan Gärtner: "Putins Weiber"
St. Gärtner ist der Schutzheilige der Alphabetisierten und Literaten. Gerühmt und bekannt als Parodist Daniel Kehlmanns, Ildikó von Kürthys, Arno Geigers und Thomas Gsellas, hat er nun seinen ersten Roman "vorgelegt" (Feuilletonphrase). "Putins Weiber" ist ein Pageturner (Klappentextphrase) des Gut-Schreibers (Idiotenphrase), voll mit Frauen, Alkohol, Psychotherapie, Aphorismen und Geschwätz, seltsamen Nachbarn, noch mehr Frauen, Männerfreundschaft und Autofahrten. So würde Nick Hornby schreiben, wenn ihm Eckhard Henscheid rechtzeitig Lawrence Sterne vorgestellt hätte!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels" (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W. Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben, die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Heiko Werning: "Schlimme Nächte: Von Abstürzen und bösen Überraschungen"Jeder von uns hat schon mal eine erlebt und würde sie am liebsten für immer aus dem Gedächtnis löschen: eine schlimme Nacht. Heiko Werning aber, Lesebühnengott und Reptilienforscher, hat sich an über 30 schlimme Nächte erinnert und sie tapfer aufgeschrieben. Kindlicher Kaninchenmord bei der Nachtwanderung, verpaßte Chancen im malaysischen Massagesalon, Prügeleien mit Fußballfans, psychopathische Spermien-Strickerinnen: diese Nachtmahre werden Sie nicht mehr schlafen lassen!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"
Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 16.08.:

    Der "Nordbayerische Kurier" bringt eine Neuauflage des TITANIC-Festivalberichts zu den Richard-Wagner-Festspielen Bayreuth 2017.

Titanic unterwegs
20.08.2017 Hamburg, HafenCity
  Gerhard Henschel
23.08.2017 Potsdam, Thalia
  Martin Sonneborn
24.08.2017 Berlin, SO36
  Martin Sonneborn
25.08.2017 Frankfurt, Festival der Komik
  Thomas Gsella, Pit Knorr, Hans Zippert

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Briefe an die Leser

 Sie wiederum, Dr. Frank Appel,

Vorstandsvorsitzender der »Deutsche Post DHL Group«, verrieten dem »Tagesspiegel«, wie Ihre Wunschwelt in 20 oder 30 Jahren aussähe: »Ich wünsche mir, daß Menschen dann keine Tätigkeiten mehr machen müssen, die sehr belastend oder monoton sind.«

Soll das etwa heißen, Sie machen Ihre DHL-Paketsparte dicht, weil Sie den Sendungsempfängern das äußerst belastende und unendlich monotone Warten auf den nie kommenden Paketboten ersparen wollen? Weiß das Ihr Aufsichtsrat schon, Appel? Oder ist diese Info in der Post verlorengegangen?

Fragen Ihre Schneckenpostler von der Titanic

 Glückwunsch, Lyriker Jan Wagner!

Der mit 50 000 Euro dotierte Georg-Büchner-Preis geht dieses Jahr an Sie. Und die Jurybegründung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung geht so: »Poetische Sprachkunst, die unsere Wahrnehmung ebenso schärft wie unser Denken.«

Und wenn dann Sie, Jan Wagner, zur Frage nach Ihren Inspirationen zum Beispiel über »eine Säge« küchenphilosophieren: »ein schöner Gegenstand, weil er gleichzeitig trennt, aber auch etwas zu errichten hilft, ein zweideutiger Gegenstand« … na, dann weiß man eben ganz unzweideutig auch, daß Sie und Ihre ebenso schlichten Leser betreffs »Wahrnehmungs- und Gedankenschärfung« getrost noch ein paar Sieben-Meilen-Schnitte zulegen können.

Hofft da sehr auf Ihre nächsten Gedicht-Inspirationsthemen »Kuhherden, Fliegen und Kartoffeln«: Titanic

 Sie wiederum, Reinhard Müller (FAZ),

wissen: »Die Keimzelle der Gesellschaft ist nicht das Reagenzglas.« Das wäre auch tatsächlich ein bißchen profan. Die Keimzelle der Gesellschaft ist nämlich der Heuschober, die Betriebsweihnachtsfeier oder gerne auch mal die ICE-Bordtoilette.

Kennt sich aus mit Bienchen und Blümchen: Titanic

 Stetig staunenswertere SZ!

»Am Geld kann in München all das nicht scheitern – aber sehr wohl aber am mangelnden Willen daran, endlich eine moderne Metropole werden zu wollen.«

Einen mangelnden Willen daran, eine deutschsprachige Zeitung werden zu wollen, möchten wir nicht unterstellen; aber so es Dir an der Fähigkeit darüber mangelt, eine werden zu können, wollen wir die Notwendigkeit davon bezweifeln, eine werden zu müssen.

Geht doch auch so! Titanic

 Hoppla, Angestellte des Kernkraftwerkes Temelin!

Wie wir von CNN erfahren, habt Ihr ein Praktikum im Akw ausgeschrieben, bei dem das Auswahlverfahren darin bestand, Fotos der Bewerberinnen in Bikinis auf Facebook zu veröffentlichen. Die Dame mit den meisten Likes sollte dann den Praktikumsplatz ergattern. Allerdings wurde zwei Tage später die Aktion beendet, Ihr batet um Entschuldigung. Da gab es wohl eine Spaltung zwischen Euch und den Facebook-Usern, was?

So geht es denen, die gegen den (grünen) Strom schwimmen.

Strahlende Grüße Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Mal abschalten

Entspannung für Internet-Junkies: »Silent-Meditation-Retweet«.

Wanja Lindenthal

 Endlich ist es soweit!

Das Unternehmen, mit dem mich ein Angestelltenverhältnis verbindet, wurde jetzt offiziell als karrierefrei erklärt. Ab sofort dürfen den Mitarbeitern keine Nachteile mehr durch Ehrgeizüberfunktion und Selbsteinschätzungsdefizite erwachsen. Auch in den Führungsriegen müssen strenge Quoten für Kompetenzsenker, Sekundärtugendverweigerer und Prokrastinationsopfer erfüllt werden. Die Umstellung aller Personalprozesse auf die Karrierefreiheit wurde aus Mitteln des EU-Programms zur Angleichung der Chancenlosigkeit finanziert. Auch ein Folgeprojekt wurde bereits beantragt: Durch systematische Lohnsenkung und Befristung der Verträge die Situation von Männern zügig an die der weiblichen Mitarbeiter anzupassen. Wir vergammeln damit alle glücklich in der Kaffeeküche unsere Arbeitstage, nur der Chef ist unzufrieden: »Früher durfte ich noch einfach so jedem promovierten Fachbereichsleiter die Ellenbogen in die Fresse rammen. Heute muß ich dafür erst zwanzig Formulare ausfüllen. Fuck you, EU!«

Theobald Fuchs

 Ein Autonomer auf dem Sterbebett

Mein letzter Wille:
’ne Frau mit Zwille.

Christian Y. Schmidt

 Triumph und Passionata

Die resolutesten Verkäuferinnen findet man in der Damenwäscheabteilung. Freudig unterwerfe ich mich diesen Wunderwesen mit kantigen Brillen. Sie haben eine beruhigend schroffe Autorität und scheuen sich nicht, Kundinnen ihnen ungeeignet erscheinende Ware aus den Händen zu nehmen und somit den Kauf zu untersagen. Es ist immer wieder spannend, in welchem Moment sie unbeirrt – ratsch! – den Vorhang der Umkleidekabine aufreißen, um den Sitz des Büstenhalters zu kontrollieren. Niemals würde ich anderen Menschen auch das erlauben: sich hinter mich zu stellen und ohne Warnung die Strumpfhose unter dem Kleid bis kurz unter die Achseln hochzuziehen.

Miriam Wurster

 Trinken mit Spinnern

Wie kriegt man Esoteriker und Alkoholiker an einen Tisch? Einfach zu den Oldesloer Kornkreisen einladen.

Günter Flott