Inhalt der Printausgabe

Der Schöne und das Biest

Wieder konkurrieren Gesine Schwan und Horst Köhler um das Amt des Bundespräsidenten. Wie oft denn noch, fragen viele. Zwei Charakterstudien

 

Klingt es nicht wie eine Erzählung aus Grimms Märchen? Im Jahr 2008 hat ein junger Schwarzer die einzigartige Chance, Präsident zu werden. Horst Köhler, ein Mann mit einer Seele so schwarz wie Kohlenstaub, hat das Rennen praktisch schon für sich entschieden. Er sieht irre gut aus, hat irre viel drauf und ist irre im Kopf drin; er hat noch seine eigenen Zähne, Beliebtheitswerte wie sonst nur Hitler und eine Frau, die ebenfalls Eva heißt. Eigentlich hätte die Große Koalition diesen Zampano, Cipolla und Zarastro einfach durchwinken und dann zur Tagesordnung übergehen sollen – so hatte es das Monopolkapital in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen. Doch dann kam alles ganz anders. Bzw. genauso wie vor vier Jahren, als eine schon damals chancenlose Gesine Schwan aufs politische Parkett flatterte. Plötzlich herrscht Wahlkampfstimmung, wieder ringen zwei Kandidaten gleichberechtigt um das höchste Staatsamt. Einer wird gewinnen, die andere verlieren. Der uralte Kampf: Gut gegen Böse, Mann gegen Frau, Schön gegen Häßlich, Dämon kontra Teufelin.

Schwer zu sagen, welcher der beiden aufgeblähten PR-Popanze das Rennen machen wird. Zu ähnlich sind sich Köhler und Schwan. Beide sind Wissenschaftler, beide sind jeweils genau 65 Jahre alt, beide sind politische Nullen und wären daher auch für SPD-Wähler wählbar. Gemeinsam haben sie auch den Vorteil, eigentlich schon Präsident zu sein: Köhler von Deutschland, Schwan von ihrer eigenen doofen Zonen-Uni.
Beide stehen abseits des Parteiengezänks, waren schon immer Außenseiter: Schwan, weil sie so aussieht, Köhler, weil er so unbequem ist. Dieser aufgepeitschte Tausendsassa mit Feuer unterm Hintern und Hummeln in den Eiern hat das Amt des Präsidenten neu definiert: durch unbequeme Fragen, aufsässige Entscheidungen und lästiges Gequatsche. Köhler wollte Stachel sein im Fleisch der Parteiendemokratie, Niespulver im Schnupftabak des politischen Konsenses, blutbeschmierter Widerhaken im Hals des zappelnden Buntbarschs BRD – und es gelang ihm.

Was er sich selbst abverlangt, fordert er auch von anderen. Michael Schumacher etwa verweigerte er das Bundesverdienstkreuz. Begründung: nicht unbequem genug! Einfach so im Kreis fahren, immer den anderen hinterher, immer in dieselbe Richtung! Statt gegen den Strom zu schwimmen, quer zum Alltagsbetrieb zu stehen, einmal innezuhalten im Getöse – oder aber mitten rein in die Balustrade, ein bißchen Dynamik erzeugen in der trägen Masse der apathisch herumhockenden Zuschauer. Köhler ist ein Getriebener, ein Flüchtlingskind, und Flucht bestimmt sein Leben: Von einer Stadt, von einer Amts-zeit in die nächste, von einer Flucht seines Amtsschlosses in die andere. In der Jugend mußte er auf alles verzichten: Seine erste Cola trank er erst mit 18, seine erste Flasche Nagellackentferner mit Magenschmerzen. Härte gegen sich selbst und gegen andere ist sein Credo. Aus neuen Oberhemden nimmt er die Nadeln nicht raus, er trägt Schuhe, die zwei Nummern zu klein sind, und im Bellevue sitzt er statt auf einem Bürostuhl auf einer Erbse.
Gern flucht das adrette Rumpelstilzchen auch auf die »Monster« der internationalen Finanzmärkte. Monster, die der gelernte Manchesterkapitalist miterschaffen hat, die ihm jetzt aber ebenfalls nicht unbequem, nicht monströs genug sind. Andere Bestien hat der Berserker im Maßanzug bereits erschlagen: So war der Bundestag 2005 für ihn »eine handlungsunfähige radioaktive Amöbe aus dem Weltall, deren Strahlung die Reinheit meiner deutschen Spermien bedroht«. Wenig später hatte Köhler den Bundestag aufgelöst, die Amöbe wurde Bundeskanzlerin. So ist Köhler: zackzack und hinterher rumschreien.

Schwan vs. Köhler: Kampf der Giganten

Es wird das spannendste Wettrennen seit »In 80 Tagen um die Welt«! Zum zweiten Mal fordert die verrückte Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan den amtierenden Bundeskönig Köhler zum Titelkampf heraus. Größtes Problem der beiden: Präsident kann in Deutschland nur werden, wer die Mitglieder der Bundesversammlung für sich einnimmt – ein Gremium, das zur Hälfte aus den Nebenerwerbspolitikern des Bundestags besteht, zur anderen Hälfte aus ehrenamtlichen Waffenlobbyisten und wahllos zusammengekauften C-Promis.

Um diese anspruchsvolle Klientel zu überzeugen, wollen die Kandidaten diesmal einen knallharten Wahlkampf führen, mit Kampagnenzentralen nach amerikanischem Vorbild und Kugelschreibern mit witzigen Sprüchen drauf (»Du kannst mich mal kreuzweise«, »Leg Horst aufs Kreuz!«). Beide sind natürlich auf der Höhe der Zeit und wollen für ihren Wahlkampf die Möglichkeiten des Internets nutzen, Gesine Schwan vor allem Google Earth, Konkurrent Köhler dagegen eher »DasTelefonbuch.de«. Im Zentrum des Wahlkampfs soll allerdings das Image der Kandidaten als Männer bzw. Frauen mit Ecken und Kanten stehen.

Gegen diesen labilen Choleriker, der schon mal mit Briefbeschwerern nach Personal und mit Personal nach Möbeln wirft, fährt Gesine Schwan betont weibliche Tugenden auf. Sie ist die Mäßigende, Ertragende, Leidende, er ist der Rasende, der Verletzende, der Sittenstrolch. Sein Lieblingsinstrument: Standpauke, ihre Lieblingspflanze: Mauerblümchen. Zwei Fliegen, mit einer großen Klappe geschlagen. Beide könnte man sich gut als Anführer einer grotesken Sadomaso-Orgie vorstellen, aber Köhler will auf Teufel komm raus nicht in die SPD eintreten.

Also muß Gesine ran. Einige ihrer Kollegen nennen sie ein sympathisches Eigengewächs, andere ein hartnäckiges Unkraut im verwilderten Garten der Sozialdemokratie. Die Dozentin für Makropolitk und Mikromarxismus hat Wiedergänger-, ja Zombiequalitäten: Köhler kann ihr noch so oft eins auf den Dez geben, sie steht einfach immer wieder auf. Für Unverdrossenheit und Lebensmut ist sie berühmt: Alle ihre Studenten schwär-men davon, wie spaßig die fröhliche Politikwissenschaftlerin trockenen Lehrstoff zu transportieren weiß. Noch heute lacht man über ihr Seminar zur »Verelendung des Industrieproletariats im 19. Jahrhundert« im SS 06, eine Riesengaudi ihr Tutorium: »Meine Präsidentschaftskandidaturen 2004ff.«

Politik liegt ihr einfach im Blut, sie hat sie mit der Muttermilch eingesogen und seither nie richtig verdaut. Schon als junge Studentin nahm sie sich Lech Walesa zum Vorbild, wollte unbedingt so werden wie der antikommunistische Bauerntrampel: dick, besoffen und doof wie ein Mops im Haberstroh. Sie hat den Seeheimer Kreis mitgegründet – obwohl sie ihn gerne »Arbeitskreis Schwanensee« genannt hätte. Heute geht es ihr nicht zuletzt darum, das Programm der SPD theoretisch abzusichern – jetzt, da es praktisch schon verspielt ist. In ihrem autobiographischen Buch »Warum tötest du, Gesine?« hat sie drei zentrale politische Anliegen formuliert: Strukturschwache Regionen zerschmettern, Migrantenkinder zu Politikprofessorinnen ausbilden und die parlamentarische Demokratie in einen neuen Weltkrieg stürzen. »Sozialdemokraten kommt es auf jede einzelne Person an, denn jeder Mensch ist anders zu täuschen«, lachte Schwan in einem Kommentar für den Daily Bugle. Moralpredigten liebt sie nicht, geht aber trotzdem jeden Sonntag in die Kirche (katholisch). Wenn die Predigt anfängt, holt sie dann einfach ihren iPod raus, nickt sanft zum Beat von Enya oder Hörbüchern. 

Neben der Moral ist ihr anderes großes Hobby das Lachen. Es gibt kein Foto, auf dem man die fidele Mittneunzigerin nicht wild auflachen sieht. Freunde bezeichnen sie als den Sonnenschein der Partei: setzt man sich ihr ungeschützt aus, bekommt man Krebs. Durchaus versteht sie auch Spaß und Spott auf eigene Kosten. »Machen Sie ruhig Witze über meine komische Frisur«, lachte sie neulich in einem Spiegel-Interview, »und vielleicht auch über die auf meinem Kopf. So wirke ich sympathischer.« Böse Scherze läßt die charamante Endzeitgestalt einfach an ihrem Herzen aus Eis abprallen. Bei ihr ist einfach kein Wässerchen zu trüben – wenn sie nicht gerade nackt darin badet.

Denn dem Stern gestand das fröhliche Naturkind diese geheime Leidenschaft: das Nacktbaden. Gleich ob im Wannsee, in der Menge oder im Badezimmer – diesen frechen Spaß läßt sie sich von niemandem verbieten, da sind sie und ihr Mann Peter Eigen eigen. Ihr Wappen- und Namenstier, der Schwan, teilt viele ihrer Eigenschaften: das Planschen in öffentlichen Gewässern, die seltsam verformte Halspartie und die Eigenschaft, nach jedem kleinen Brotkrümel zu schnappen. »Natürlich habe ich nicht die geringste Chance«, lacht die knuffige Schreckschraube mit dem Herzen aus Zahngold, »aber für ein bißchen Medienaufmerksamkeit muß man heute eben Federn lassen.«
Die Vorzüge, die ihr Amt als Chefin der einzigen deutschen Osteuropa-Universität mit sich bringt, weiß sie zu schätzen: Jeden Montag steht auf ihrem Parkplatz ein neuer Dienstwagen – gestiftet von dankbaren Polen. »Die können auch anders«, lacht sie dann. Sie ist für Polen, was Köhler für Afrika ist: ein Engel, den der Himmel schickte, bzw. ein unbestellter Bescheidwisser ohne Geld. Die intime Kenntnis des freudlosen Nachbarlandes wird ihr im Wahlkampf zugute kommen: Denn auch der Pole Horst Köhler, geboren in Skierbieszów, fällt in ihr Ressort: »Ich weiß, wie der tickt. Nicht ganz richtig.«
Den Kampf gegen ihn führt sie mit klaren Worten. »Ich werde mich nicht konkret über die Amtsführung von Horst Köhler äußern«, bemerkte sie spitz im Spiegel-Interview. Vergleiche der Finanzmärkte mit »Monstern« lehnte sie energisch ab: »Monster machen mir Angst, sie erinnern mich an eine Gespensterbahn«, sagte sie im selben Interview. Da hält sie sich lieber die Augen zu oder schleckt Zuckerwatte. Doch eine Geisterbahnfahrt wird auch der Wahlprozeß selber. Schwan kündigte an, sie wolle »Stimmen aus allen Parteien werben, aus allen«. NPD, DVU und Autofahrerpartei sind leider noch nicht in der Bundesversammlung vertreten, bedankten sich aber schon mal für die »schöne Geste«. Zuletzt kündigte sie an, auch auf CDU/CSU zugehen zu wollen: den Christdemokraten fühle sie sich unter anderem ihrer religiösen Werte wegen nahe. So ist Schwan: allen Werten gleichermaßen aufgeschlossen. Gleich ob religiöse, liberale, grüne, rote, braune, Leber- oder Börsenwerte – aber Werte müssen es sein! Wertlosigkeit ist für Schwan ohne Wert.

Dem schnellen Flug ins Präsidentenamt steht Schwan nur eins im Wege: die Linkspartei. Von ihr wird entscheidend abhängen, ob es dem häßlichen Entlein Schwan gelingen wird, sich zum stolzen häßlichen Schwänlein (Ente) zu wandeln. Denn ohne die Stimmen der Kommunisten wird es nicht gehen. Sich von den Linken abgrenzen und zugleich um ihre Gunst werben; in der Bundesversammlung Hü rufen, im Bundestag Hotpants tragen – das wäre ein Drahtseilakt ohne Netzempfang. Zumal Lafontaine bereits angekündigt hat, Schwan könne sich die Präsidentschaft praktisch schon abschminken – ihre Strategie, durch permantes Beschimpfen des Saarländers als »Demagoge«, »Windhund« oder »Inzestmonster« bei der Linkspartei Sympathien einzuwerben, scheint noch nicht aufzugehen. Die geht nämlich lieber eigene Wege. Derzeit ist sie auf der Suche nach einem eigenen Kandidaten, aus dem bürgerlichen Lager, mit Ausstrahlung auch über die Zielgruppe hinaus. Einer hat sich bereits selbst auf die Wunschliste gesetzt: Horst Köhler. Man wünscht ihm Glück.

 

Leo Fischer/Mark-Stefan Tietze

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
19.09.2019 Berlin, Hausbrauerei Eschenbräu Katharina Greve
19.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler
20.09.2019 Stuttgart, Superjuju Katharina Greve
20.09.2019 Nartum, Haus Kreienhoop Gerhard Henschel