Vom Fachmann für Kenner | Januar 2015


Trotzdem stimmig

Neulich habe ich einer im Wesen phlegmatischen Cousine vom Unsinn eines »Blasen-Aktiv-Tees« berichtet, den ich im Reformhaus entdeckt hatte. Daraufhin mußte ich einen temperamentvollen Monolog der Cousine über die Wichtigkeit von Hydroaustausch im Körper, Körpersäfte u.ä. über mich ergehen lassen. Schließlich wieder im Reformhaus gewesen und festgestellt: Das Produkt heißt in Wahrheit »Basen-Aktiv-Tee«.

Michael Höfler

Staubmäuse

Ein paar Gramm Schuppen, Horn und Haar
fall’n täglich ab von mir
und sammeln sanft von Luft bewegt
sich hinter meiner Tür.
Als Staubmaus liegen sie dann da,
unwert und unbeseelt,
dem Kosmos abgetrotzter Müll,
dem Ziel und Wille fehlt.

O führe doch ein göttlich Geist
in diese Staubmaus ein!
Erschüf’ mich neu und machte aus
dem einen Ich nun zwei!
Dann säß’ ich nicht alleine hier
und hätte ein’n zum Saufen.
Warum nur muß es immer so
und kann nicht anders laufen?

Robert Koall

Einkaufen

Immerhin weiß ich jetzt, wie man sich fühlt, wenn man im Supermarkt – von Kunden und Personal angestarrt – inmitten einer Pfütze aus Bier und Glasscherben steht; mit dem Baumwollunterhemd der Freundin in der Hand, das man mit einer Baumwolleinkaufstasche verwechselt hat.

Ulf Wentzien

Uhrinstinkt

Nach dem letzten Routinebesuch beim Urologen telefonierte mich dieser gegen 3:45 Uhr morgens aus dem Schlaf. Völlig aufgelöst erzählte er wie im Fieberwahn, daß ich auf der Hut sein und schleunigst wiederkommen müsse, die Untersuchungsergebnisse könnten von Orchitis über Blasensteine bis hin zum Prostatakarzinom alles mögliche verheißen! Ich konnte ihn jedoch beruhigen und intuitiv die korrekte Diagnose stellen: klarer Fall von nächtlichem Warndrang.

Cornelius Oettle

Zwei Vorsätze

Im neuen Jahr stehen zwei Vorhaben ganz dringend an: Ich werde mir meinen Zopf abschneiden lassen und etwas gegen meine Bierbrüste tun. Nicht noch mal soll mir beim Klogang in der Gaststätte die Tür zur Damentoilette aufgehalten werden.

Thorsten Mausehund

Musikgeschmack

Im Bewegungsbad einer Reha-Klinik bemängelt eine junge Frau, daß dort außerhalb der Therapiezeiten keine Musik zu hören sei: Es könne gerne auch klassische Musik sein, sagt sie, Mozart oder Schiller. »Der Taucher würde passen«, kann ich mir gerade noch verkneifen zu sagen.

Uwe Geishendorf

Literatur in der Drogerie

Wenn eine alte Frau am Regal lauthals sächselnd »Max Frisch, wo ist denn hier Max Frisch?« rätselt und schließlich zufrieden eine Packung »Colgate Max Fresh«-Zahnpasta aus dem Regal fingert, kommen nicht nur Kinder von Deutschlehrern ins Nachdenken. Erspart einem der Wettbewerb denn überhaupt nichts?

Adrian Schulz

Vorwärts immer

Wenn man bei einem bekennenden Ostalgiker zu Besuch ist, kommt man früher oder später auf seinen Trabbi zu sprechen, mein Bekannter stellt da keine Ausnahme dar. Mit strahlenden Augen berichtete er mir von seiner letzten Fahrt auf der Autobahn, 100 km/h hätte Pupsi (tatsächlicher Kosename) locker halten können, mit Tempomat sei das gar kein Problem. Nun habe ich zwar einen gesunden Menschenverstand, aber keinen Schimmer von Autos. Leicht skeptisch fragte ich daher, ob Trabbis tatsächlich Tempomaten hätten, das kam mir nämlich etwas zu luxuriös und modern vor. Der Bekannte lachte nur und verneinte, er lege nur immer den Backstein vom Beifahrersitz aufs Gaspedal.

Ernst Jordan

Verhandlungsgeschick

Ob ich eine Briefmarke habe, fragte mich mein Mitbewohner. Ja, in meinem Zimmer. Er könne sie zum Selbstabholpreis haben. Er war einverstanden.

Frederik Skorzinski

Pro und kontra Vergeßlichkeit

Leidensgenossen der Generation Ü40 beklagen sich, mittlerweile so vergeßlich geworden zu sein, daß sie beispielsweise morgens ständig anstelle des Schlüssels mit irgendeiner Fernbedienung vor ihrem Auto stehen; später im Büro nach Eingabe von »www« im Browser schon nicht mehr wissen, auf welche Website sie eigentlich gehen wollten; und daß sie bei der abendlichen Ankunft zu Hause schließlich auf dem Klingelschild zur Sicherheit noch mal den Vornamen der eigenen Frau nachlesen müssen, um bei der Begrüßung nicht in ein gewaltiges Fettnäpfchen zu treten. Das klingt natürlich sehr betrüblich, ich habe mir die Vorteile meiner neuen Vergeßlichkeit jedoch zunutze gemacht: So schaue ich mir derzeit meine gesamte Filmsammlung aus den 80er, 90er und 00er Jahren noch mal an. Zum Glück habe ich an mindestens 75 Prozent der Handlung keinerlei Erinnerung. Ob Rocky Balboa den Rückkampf gegen Apollo Creed gewinnt? Ich bin schon gespannt! Ja, heute abend werde ich es endlich erfahren. Wenn ich nur die blöde Fernbedienung finden würde… Frau? Fraaaaauuuuuu?!

Jörg Schedlinski

Lautmalerisches

Für den nächsten jener selbstgefälligen Deppen aus dem Milieu der Zeitungsleser und Fernsehglotzer, die ihrer »Bildungsnähe« und »Eloquenz« mittels des ständigen Gebrauchs des in ihren Augen schwer zu prononcierenden Fremdwortes »onomatopoetisch« Ausdruck verleihen wollen, habe ich nur dreierlei übrig: »klatsch!«, »batsch!« und »watsch!«

Karsten Wollny

Innerer Kampf

Trage heute ungleiche Socken. Die Farbe stimmt, aber sie sind unterschiedlich lang. Fühle mich extrem asymmetrisch. Könnte ein anderes Paar anziehen. Müßte dafür aber vom Schreibtisch aufstehen. Irgendwie beruhigend, daß die Faulheit über die Zwangsstörung siegt.

Katharina Greve

Schillernde Berufswelten

Mit verschwommenem Blick sah mich die Postangestellte an, als stünde einer von Tokio Hotel vor ihr. Ihre Rehäuglein glänzten, um ihren Mund herum zuckte es nahezu ekstatisch, sie hatte leichte Schwierigkeiten, zu artikulieren, was sie so sehr in Verzückung versetzte. »Mein erstes Sperrgut!« stieß sie schließlich mit bebender Stimme hervor. Vielleicht werde ich ihr demnächst mit einer Übersee-Nachnahme ein weiteres erstes Mal verschaffen.

Florian Haymann

Kommt alle!

Ich erwäge, einen Poetryslam mit dem Schwerpunkt »Integration« zu veranstalten. Veranstaltungsname: Islam.

Moses Wolff

Körpererfahrung

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Geräusche der menschliche Körper hervorbringen kann; man muß nur gelegentlich in sich hineinhören, Beispiel Mund: Ein grandioses, so nie gehörtes Geschmatze bietet sich dem, der sich In-Ear-Kopfhörer tief in den Gehörgang steckt, ohne jedoch Musik oder sonstigen Lärm einzuschalten, und dabei etwas möglichst Matschiges, etwa einen Big Mac oder einen weichen Cookie verspeist. Zusatztip: Wenn man während des Einführens der kleinen Hörer den Mund weit aufreißt, kann man sie zwischen Ober- und Unterkieferknochen einklemmen.

Nicolai Hagedorn

Im falschen Film

Das Heimkino, das mein alter Freund Magnus bei sich zu Hause eingerichtet hat, ist so perfekt ausgestattet, daß es exakt das gleiche Filmerlebnis bietet wie ein kommerzielles Kino. Was mich daran allerdings doch sehr stört, sind der Kartenabreißer und der Eisverkäufer.

Tanja Schmid

Geldgeil

Der neue BIC-Code endet bei einer signifikant hohen Anzahl von Banken auf »XXX«, genau wie bei den Pornoseiten im Internet. Das muß die vielbeschworene Erotik des Geldes sein.

Tina Manske

Nebenwirkungen

Zu meiner Geschichte, wie ich vor einigen Jahren in Venedig mal 20 Minuten auf einem Vaporetto direkt neben der wunderschönsten Schauspielerin Cate Blanchett gestanden habe, und wie sie mich dabei angelächelt hat, als sie mir kurz auf den Schuh getreten war, und wie zart und leicht rauh auch ihre Stimme klang, als sie »Sorry!« sagte – zu dieser Geschichte habe ich mittlerweile jene kritische Menge an ungläubigen Rückfragen bekommen, daß ich das Erlebte manchmal selbst schon kaum mehr wahrhaben mag und mich hin und wieder einen Aufschneider und Gernegroß schelte. Dieses Gefühl des Unglaubens verfliegt immer erst dann, wenn ich, wie zuletzt am vergangenen Sonntag, morgens aufwache und als erstes höre: »Erzähl mir doch bitte noch mal, wie wir uns damals in Venedig kennengelernt haben, Liebling.«

Peter P. Neuhaus

Buchmarktlücke

Kochbücher, die auf dem Buchmarkt noch dringend fehlen: »1000 raffinierte Rezepte mit Dosenchampignons«, »Vegane Low-Carb-Babybreie To Go«, »Die Bronzezeit-Diät«.

Mark-Stefan Tietze

Kleines Glück im Winter

Das Schöne am Dünnsein ist, daß man sich dick anziehen kann, ohne fett auszusehen.

Tina Wirtz

Zu fromm zum Scheißen

In Rom besichtigte ich einmal den Petersdom und traf dabei auf eine ins Gebet versunkene Frau, der hinten aus ihrem Hosenbund ein Streifen Klopapier hing, etwa einen Meter lang, irgend etwas zwischen Schweif und Schleppe imitierend. Womöglich war sie gerade auf der Toilette gewesen, vielleicht handelte es sich aber auch um eine spezielle Form der Anbetung. Andererseits hatte ich schon immer den Verdacht, daß große Frömmigkeit mit der Unfähigkeit, sich unfallfrei seiner Exkremente zu entledigen, einhergehen, wenn nicht sogar sich bedingen.

Tibor Rácskai

Indiskret

Obwohl ich am Vormittag des 31. Dezember zumeist sehr damit beschäftigt bin, vor dem Feiertag noch schnell wichtige Besorgungen zu machen, gönne ich mir doch jedes Jahr die Zeit für folgenden kleinen Spaß: Ich gehe in eine Drogerie und lege eine große Packung Kondome auf das Band. Nach dem Bezahlen greife ich genau in jenem Moment nach der Ware, in dem mir die Verkäuferin gedankenverloren einen »Guten Rutsch!« oder – mit etwas Glück – sogar »Kommen Sie gut rein!« wünscht. In diesem Moment halte ich inne, schaue mit großen Augen abwechselnd meinen Einkauf und die Verkäuferin an und verlasse dann ohne etwas zu sagen und mit hochgezogenen Augenbrauen das Geschäft.

Sebastian Oelmann

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Carlos Ghosn (Großkapital)!

Carlos Ghosn (Großkapital)!

Einst haben Sie aus Nissan, Renault und Mitsubishi ein internationales Bündnis geschmiedet. Seit November letzten Jahres sitzen Sie in Tokio in Untersuchungshaft; Sie sollen gegen Börsenauflagen verstoßen, Ihr Gehalt falsch ausgewiesen und private Verluste auf Nissan übertragen haben. Selbstverständlich wehren Sie sich gegen die Vorwürfe, wittern »Verrat« und die »Verschwörung« einer »Armee«, die Ihnen gegenüberstehe.

Nun wissen wir nicht, was an den Anklagepunkten dran ist, aber Herrgott, Ghosn, geht man allein nach Ihrem Äußeren, wundern wir uns, dass Ihnen nicht viel ärgere Untaten zur Last gelegt werden. Sie sehen aus wie jemand, der regelmäßig Dinge blafft wie »Ich hab genug gehört« und »Schafft ihn weg!«. Wie jemand, der mit einem Knopf unter der Schreibtischplatte eine Falltür öffnen kann. Jemand, der sich mit Blick aus dem obersten Stockwerk eines Wolkenkratzers einen 60 Jahre alten Whisky einschenkt, den er seiner globusförmigen Hausbar entnommen hat, während einer seiner Konkurrenten gefesselt und geknebelt vor ihm kniet. Kurzum: Man würde Ihre Besetzung als Bond-Bösewicht wegen Klischee-Übererfüllung ablehnen. Von Ihrem spukhaften Nachnamen wollen wir gar nicht erst anfangen!

Heute mal oberflächlich: Titanic

 Schwach, Bundesagentur für Arbeit!

Da wurdest Du dafür kritisiert, dass Du eine Hartz-IV-Empfängerin zum Lösen veritabler Grundschulaufgaben gezwungen hast. Auf die Netzschelte wegen Anweisungen wie »Schreibe unter das Bild das passende Wort« hin knicktest Du sogleich ein: »Wir können gut verstehen, dass die Teilnehmenden dies kritisieren, und teilen diese Meinung auch.«

Dabei, Bundesagentur, schulst Du damit unserer pädagogischen Expertise nach diese am Arbeitsmarkt unentbehrlichen Fähigkeiten: 1. bedenkenlos Befehle ausführen, 2. stupide Jobs erledigen, 3. Hilflosigkeit ertragen wie ein Kind, 4. das Gutsherren-Du akzeptieren und 5., am wichtigsten, komplette Selbstaufgabe!

Regt sowieso eine Umbenennung in Bullshitjob-Agentur an: Titanic

 Huhu, »Welt«-Journalist Peter Praschl!

Ein Texteinstieg muss neugierig machen, packen, sonst wird der Rest nicht gelesen. Das gilt besonders für Bezahlinhalte, deren erster Absatz frei einsehbar ist, und so begannen Sie einen Artikel über Sharon Tate mit den Worten: »Nichts wirkt so belebend wie eine ermordete junge Frau. All diese Fantasien, die sie entfacht – was aus ihr noch hätte werden können.«

Nun lässt sich eine Paywall aber rein technisch schwer überwinden, wenn man beim ersten Satz direkt auf den Bildschirm kotzen muss. Denn abgesehen davon, dass junge Frauen es deutlich weniger erfrischend finden, ermordet zu werden, als Sie und jemand, der sich statt mit Limonade mit Femiziden erfrischt, eher in die Psychiatrie als in die Medien gehört, evoziert Ihr Ekelgeschwalle in uns das Bild, wie Ihnen beim Schreiben solcher Widerlichkeiten die Hose aufgeht, und gegen solch starken Brechreiz ist noch kein Kraut gewachsen.

Immerhin, Praschl, stellt sich, sollte Ihnen etwas zustoßen, nicht die Frage, was aus Ihnen noch hätte werden können. Klar wäre einfach: Es wird keine neuen Texte von Ihnen geben. Und diesen Gedanken findet sehr belebend: Titanic

 Jetzt mal im Ernst, MDR!

In einem Spielbericht hast Du behauptet, alle drei Tore seien »durch einen ruhenden Ball« gefallen. Muss sich der Ball nicht doch ein ganz klein wenig bewegen, damit ein Tor fallen kann?

Fragt in sich ruhend, den Toren beim Fallen zusehend: Titanic

 Toller Service, »Manager Magazin«:

»Prokrastinations-Test: Sind Sie der König der Aufschieber?« Wir wollten uns natürlich sofort testen, aber leider war noch der Abwasch zu erledigen, und spazierengehen wollten wir ja auch, und endlich auf diese eine Mail antworten …

Aber morgen dann ganz sicher! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Feindschaftspreis

Seit ich hier in Berlin wohne, hole ich mir bei meinem bevorzugten asiatischen Restaurant regelmäßig das einzige vegane Gericht. »6,90 Euro – für dich!« hieß es dort stets schmunzelnd vom Chefkellner. Letztes Mal überreichte mir erstmals eine andere Bedienung meine Bestellung: »Macht dann 5,90 Euro.«

Dominik Mauer

 Verpasste Gelegenheiten

»Rückblickend hätte ich schon einiges anders gemacht«, sagt die Mittzwanzigerin am Nebentisch. »Zum Beispiel hätte ich mit meinem Freund damals eigentlich gern mehr Zeit verbracht. Dann hätten wir uns auch viel früher getrennt.«

Tilman Birr

 Genialer Lifehack

Du bist gerade unterwegs und möchtest wissen, wie spät es ist? Dummerweise hast du zwar keine Uhr, dafür aber eine Sozialphobie im Gepäck, kannst also auch keinen Fremden auf der Straße fragen? Kein Problem! Suche einfach den nächsten Supermarkt auf. Wähle eine Tütensuppe aus (ich habe sehr gute Erfahrungen mit der »Frühlingsgemüsesuppe« gemacht), gehe zur Kasse und bezahle sie. Tadaa! Auf dem Bon findest du die Uhrzeit. Auf die Sekunde genau.

Katharina Greve

 Russtikal

Die einen nennen die klassische Technik, wenn einen beim Wandern das Unwetter überrascht, schlicht »nackter Oberkörper« – für mich jedoch ist das »die russische Regenjacke machen«.

Theobald Fuchs

 Das Urteil

Seit sich in unserem Kafka-Lektürekreis herumgesprochen hat, dass die Dohle auf tschechisch »kavka« heißt –was, nebenbei bemerkt, natürlich auch Franz Kafka bekannt war und Spuren in seinem Werk hinterlassen hat –, wird bei uns statt des Ausdrucks »kafkaesk« nur noch das Wort »dohlenartig« verwendet. Anfangs hat mich das ja durchaus amüsiert, aber jetzt, nach etlichen Monaten, wirkt das Ganze auf mich doch eher albern oder zwanghaft. Teilweise finde ich die Situation sogar regelrecht dohlenartig.

Andreas Maier

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 15.03.:

    Die "Junge Welt" im Gespräch mit Martin Sonneborn über Turbopolitik.

  • 15.03.:

    Leo Riegel ist einer der drei Gewinner des NABU-Cartoon-Wettbewerbs. Wir gratulieren!

  • 13.03.:

    Das "Journal Frankfurt" berichtet über Chefredakteur Moritz Hürtgen.

  • 12.03.:

    Zu den Regierungskrisen der vergangenen zwölf Monate zählt die "Süddeutsche Zeitung" u.a. Moritz Hürtgens Twittercoup über einen angeblichen Fraktionsbruch.

  • 08.03.:

    Das "Handelsblatt" hat Martin Sonneborn in Straßburg (EU) getroffen.

Titanic unterwegs
22.03.2019 Wuppertal, Volkshochschule Uwe Becker
23.03.2019 Leipzig, Café »Das Kapital« Katharina Greve
23.03.2019 Leipzig, Buchmesse Thomas Gsella
23.03.2019 Leipzig, LURU-Kino in der Spinnerei Paula Irmschler