Vom Fachmann für Kenner | März 2012


Zielgruppenorientierung

Ich frage mich schon eine Weile, warum bei Apple niemand auf die Idee kommt, das iPad als Senioren-iPhone zu vermarkten.

Björn Högsdal

Was Chruschtschow noch nicht wußte

Ein älteres Ehepaar schmökert im Zug in einem Wissensmagazin. Sie entdeckt in einem Artikel über Raumfahrt ein Kinderbild von Juri Gagarin.

Sie: »Wer is’n des?«

Er: »Des is’ der... Juri... Juri Gaggarin. Das erste Kind im All.«

Sie: »Ah, schau an.«

Lukas Münich

Ausgewogenheit

Mein Kontoauszug zeigt zuwenig an, meine Waage zuviel. Neidisch auf diese mageren Topmodels bin ich dennoch nicht. Die leben schließlich auch von der Hand in den Mund!

Laura Eißenberger

Nerven-Kanal

In einem Urknall des Schmerzes explodierte mein Kiefer, ich robbte winselnd zum nächstbesten Zahnarzt. Der aber schien seinen Beruf verfehlt zu haben, denn eigentlich wäre er gerne Reporter geworden, und so kommentierte er die anschließende Wurzelbehandlung: »Ich bin jetzt durch die Krone – Mann, ist das weich da drunter! Alles faul, hab ich’s mir doch gedacht! Hey, was ist das? Das könnte ein Stück Kaugummi sein, dann muß es aber noch einen weiteren Zugang geben! Aber wo?« In der Grabkammer von Tutanchamun gab es den schließlich auch, und es muß da ähnlich gerochen haben, denn der Doktor verzog ein paar Mal das Gesicht, als er weitere Nahrungssedimente des letzten Jahrzehnts aus dem Loch beförderte. Seine Begeisterung war jedoch ungebremst, mit flattrigem Timbre fuhr er fort: »Da ist der Zugang, unterhalb des Zahnfleisches! Jetzt heben wir die Krone mal ab – kein schönes Geräusch, geb’ ich zu, o Mann! Der Nerv hat sich ja schon komplett aufgelöst! Der ist total weich und schmoddrig!« Im nächsten Atemzug bot er mir an, die Malaise mit einer kleinen Fingerkamera aufzuzeichnen, so daß ich auf dem Monitor alles mitverfolgen könnte. Ich stimmte zu. Ich wollte schon immer mal was fürs Fernsehen machen.

Jochen Gerken

Die Luft ist rein

Es müßte ein Raumspray geben, das nach Staubsauger riecht. Jeder kennt den Geruch, wenn man lange und ausgiebig staubgesaugt hat: unangenehm, aber gesäubert. Im Handumdrehen könnte man den Eindruck von Reinlichkeit herbeizaubern. Also ich würd’s kaufen.

Joachim Georg Schmitt

43

Herrlich! Diesen spanischen In-Likör »43« (»Cuarenta y Tres«) gibt es jetzt sogar bei Lidl – auch wenn er nur auf Nachfrage zu finden ist (»Maria, wo steht denn dieser Dreiundvierzig?« – »Häh?«). Ein Degustationsabend unter Kennern führte zu Begeisterung und klärte endlich die Frage, welche 43 Zutaten er außer dem alles überdeckenden Vanillezucker eigentlich enthält: Invertzucker, Malzzucker, Rübenzucker, Rohrzucker, Gummibärchen, Traubenzucker, Fruchtzucker, Zuckerwatte, Getreidezucker, Haushaltszucker, Hagelzucker, Red Bull, braunen Zucker, weißen Zucker, Seidenzucker, Basterdzucker, Puderzucker, Almdudler, Demerara-Zucker, Einmachzucker, Jogger-Gums von Katjes, Grießzucker, Kristallzucker, Sirup, Baileys, Instantzucker, Läuterzucker, Perlzucker, Pilézucker, Gelierzucker, Vollrohrzucker, Spezi, Staubzucker, Teezucker, Karamell, Farin, Süßstoff, Würfelzucker, Palmzucker, weißen Kandis, braunen Kandis, Bridge-Zucker (ohne Gewähr).

Tobias Jelen

Dem Wahren, Schönen, Kurzen

Weil die E-Post auf ihrer Webseite verspricht, das Verfahren sei »Einfach. Bequem. Schnell.« und »modernste Verschlüsselungstechnologien« würden zum Einsatz kommen, meldete ich mich dort an. Danach gab es Probleme, die ich telefonisch beheben wollte.

»Guten Tag, ich habe mich gerade mit meinem Paßwort registriert, aber ich kann mich trotzdem nicht einloggen.«

E-Post-Kundenservice: »Haben Sie alle Sicherheitsmerkmale beachtet? Buchstaben, Zahlen, Groß- und Kleinschreibung, Sonderzeichen?«

»Ja, habe ich. Große und kleine Buchstaben. Zahlen. Mehrere Sonderzeichen.«

»Das dürfen Sie nicht.«

»Aber das wird doch verlangt.«

»Ja, das steht da. Aber das packt der Rechner nicht. Wie lang ist denn Ihr Paßwort?«

»17 Zeichen.«

»17 Zeichen!? Das ist viel zu lang. Da streikt der Rechner!«

»Aber da steht, man soll mindestens acht und höchstens 30 Zeichen…«

»Ja, ja, was da so steht. Ich schicke Ihnen jetzt erst mal ein Entsperrungspaßwort zu, und dann geben Sie ein neues Paßwort ein. Irgendwas Kurzes, Prägnantes: der Name Ihres Mannes, Ihrer Stadt, ein Land, in das Sie gerne reisen. Oder Sie nehmen ein Paßwort, daß Sie schon anderswo verwenden. Nur nichts Kompliziertes!«

Ich nehme jetzt einfach ein Paßwort, das sich schon auf diversen Handarbeitsportalen gut bewährt hat. Einfach. Bequem. Schnell. Die Hacker werden staunen.

Sara Hakemi

Neues aus der Sexforschung

Schon mal bemerkt, daß onanierende Männer sich einen Organismus vortäuschen?

Tom Sundermann

Psychologie

Geschneuzt, das Produkt betrachtet und festgestellt: Ein benutztes Taschentuch ähnelt auf verblüffende Weise den bekannten Klecksbildern vom Rorschachtest. Funktioniert aber nur, wenn beide Nasenlöcher konsistenz- und mengenmäßig ungefähr gleich verschleimt sind.

Viktor Dill

Gekränkt

Der Chirurg, der mich unlängst operierte, war durchaus charmant. Aber als perfekter Gentleman hätte er mir in seinem Arztbrief natürlich verschweigen müssen, daß meine Wundverhältnisse absolut reizlos sind.

Dr. Tanja Hötzle

Verpaßte Gelegenheit

Als frühreifer Achtjähriger bestand ich eine Zeitlang darauf, meiner überaus gutgebauten Mama nahezu täglich den Geschlechtsverkehr anzutragen. Jedes Mal verdrehte sie die Augen und lehnte dankend ab – und irgendwann erfuhr auch mein Vater von meiner Neigung. Als Daumenstock und Mundbirne mich nicht von meinem Begehren abzubringen vermochten, drohte er, mich mutterseelenallein in der Wüste Gobi auszusetzen. Damals gehörten derartige Drohungen zum Repertoire christlich-abendländischer Erziehung. Die Umsetzung wäre aber bei weitem nicht so schlimm gewesen, wie es sich anhört: Wir wären ein munteres Häuflein Perverser gewesen, hätten Uno gespielt und unsere Neigungen jederzeit offen ansprechen können. Und heute würde ich diese Zeit keinesfalls missen wollen!

Christof Goddemeier

A.I.

Als ich in meiner digitalen Musiksammlung überraschenderweise den Titel »Das rote Pferd (Käpt’n Chaos Mix)« entdeckte, war ich fasziniert von den Fortschritten der künstlichen Intelligenz auf diesem Gebiet: Als Interpret war »Kein Künstler« angegeben.

Paul Wendel

Kalte Progression

Meine Hoffnung, daß bei Minusgraden in der Wohnung am Heizungszähler ein Guthaben angerechnet wird, muß ich wohl auf Eis legen.

Harald Wurst

Buchidee ;-)

Ich muß dringend mal bei Rowohlt anrufen! Nach den Bestsellern »Du hast mich auf dem Balkon vergessen :) « und »Ist meine Hose noch bei euch? ;-) « aus der Reihe »SMS von gestern nacht« möchte ich gerne den Folgeband herausbringen: »Ich kann mein Handy nicht finden :) – paradoxe SMS aus aller Welt«, mit Klassikern wie »Kannst Du mir bitte Deine Nummer noch mal schicken, ich habe sie aus Versehen gelöscht :) «, »Ich würde Dir gerne sagen, daß ich mehr will als Freundschaft, aber leider bin ich Analphabet :-( «, und nicht zu vergessen: »Schreckliche Neuigkeiten! Mir wurden beide Daumen amputiert! :-O «

Helge Kuhnert

Haushaltstip für Männer

Nach dem Arbeiten mit Sekundenkleber kann es sinnvoll sein, die Hände ausnahmsweise vor dem Pinkeln zu waschen.

Erich Klepptenberger

Verbrauchsfragen

Dialog im Bioladen: »Wie, Sie nutzen ein altes Auto mit so hohem Verbrauch?« 

»Nur kurze Strecken, ab 100 Kilometer fliege ich lieber.«

Gespräch beendet.

Nils Pooker

Namenwahl

Vor kurzem habe ich erstmals meinen Neffen in den Kindergarten gebracht. Bei der Lektüre der Namensschilder an den Kleiderhaken stellte ich fasziniert fest, wie viele Eltern darauf bedacht sind, einen möglichst ungewöhnlichen Namen für ihren Nachwuchs zu finden. Zwischen all den Leonids, Ayliss‘ und Milows hatte ich auch bald meinen Favoriten ausgemacht. Welch schöne Vorstellung, daß in einem französischen Ikea einmal die Durchsage erklingen könnte, der kleine Mert möge im Småland abgeholt werden!

Jan Schlieter

Fröhliche Hundegeschichten (VIII)

Es ist bekannt, daß es die kleine Promenadenmischung Laika war, die die Sowjets zum ersten Weltraumhund machten, und es ist auch bekannt, daß die tapfere Pionierin nie zur Erde zurückkehrte; als Opfer der Wissenschaft verblieb sie im All. Die offiziellen Berichte über ihr Ende jedoch sind seltsam uneindeutig: Der Sauerstoff habe nicht gereicht, heißt es, das Ventilationssystem habe versagt, und dergleichen mehr. Nur einige wenige alte KGB-Mitglieder kennen Laikas wahres Schicksal, und nur, wenn man ein Fläschchen Wodka mit ihnen trinkt, berichten sie mit Schaudern von den Daten, welche Sputnik zur Erde sandte; damals, als die erste irdische Intelligenz den Schutzschild der Atmosphäre verließ. Demnach schien es so, als habe Laika, die erst sehr aufgeregt war, sich schnell beruhigt, auch, weil in der Kabine plötzlich ein Flüstern zu hören gewesen sei, unirdische Laute voll dunkler Versprechungen, und ein seltsames Kratzen an den Außenwänden, auch ein Geräusch wie von Flügeln. Dann habe Laikas Raumkapsel plötzlich einen neuen Kurs genommen. Mit schrecklicher Entschlossenheit sei Laika durchs Sonnensystem geflogen, schneller und schneller, vorbei an den Monden des Saturn, vorbei schließlich auch am Yuggoth, während obszöne, zyklopische Schatten auf ihr Raumschiff gefallen seien. Dann endeten die Funksprüche. Doch die KGB-Leute glauben zu wissen, welch schrecklichen Kurs Laika nahm, und allein die Ahnung raubt ihnen nachts den Schlaf: Sie fürchten, daß Laika, geleitet von unnatürlichen Kräften, noch weit über Beteigeuze vordrang und bis heute das frostige All durchfliegt, und daß sie eines Tages in die ultimate Leere stoßen wird, ins brodelnde Herz des Chaos, wo der hirnlose Dämonensultan Azatoth Hof hält und das Jaulen irrsinniger Höllenhunde erklingt. Dort wird Laika umgewandelt werden, in ein Geschöpf von unnatürlicher Intelligenz und Stärke, getauft im Namen der Älteren Götter. Ja, zu einer gewaltigen, sternenverschlingenden Bestie wird sie wachsen, und ihr Hirn sich mit verbotenem Wissen füllen. In ihrem Herzen aber wird derselbe Zorn auf die hundehassende Menschheit wohnen, die sie zum Sterben ins All schoß, und ihr Zorn wird sie wärmen, wenn sie sich auf ihren langen Weg zurück begibt, zurück zur Erde, um endlich, endlich zurückzubeißen...

Leo Fischer

Arbeitsrecht

Arbeiten Logopäden eigentlich auch außerhalb ihrer Sprechzeiten?

Leonard Brandbeck

Kunstfehler

Seit mir mein Arzt geraten hat, nur noch zu den Mahlzeiten eine Kleinigkeit zu trinken, bin ich nicht nur ständig blau, sondern werde auch immer dicker.

Tina Manske

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Gute Idee, Spektrum.de!

Die zukünftige Kolonialisierung des Weltalls und die dazu nötige Raketentechnologie kommt zwar auch dank privater Unternehmen ganz gut voran, doch nach oben ist natürlich – buchstäblich – keine Grenze gesetzt. Und so verkündetest Du, dass die Raumsonde New Horizons auf dem Kuipergürtelobjekt Ultima Thule Alkohol gefunden hat.

Damit wäre der erste Schritt für ein schnelleres Vorantreiben der Besiedlung getan. Jetzt müssen wir dieses Ergebnis nur noch der Schnapsnase Jean-Claude Juncker stecken, und in weniger als zehn Jahren ist jeder noch so kleine Asteroid durch die ESA auf Fusel abgeklopft und besiedelt.

Verneigt sich vor Deiner intergalaktischen Genialität: Titanic

 Winfried Kretschmann!

Auch Sie haben die Schüler der Bewegung »Fridays for Future« dafür kritisiert, dass sie freitags nicht in die Schule, sondern für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Die Proteste müssten früher oder später ein Ende finden und könnten »nicht ewig so weitergehen«, befanden Sie. Und: Auch Klimaschützer müssten sich an Regeln halten, es gelte die Schulpflicht.

Stimmt genau, Kretschmann, das haben Sie gut erkannt! Die Schüler müssen unbedingt wieder öfter in die Schule! Dann lernen sie noch viel schneller, dass einer wie Sie vollkommen unwählbar ist.

Strike! Titanic

 »Auto Motor und Sport«!

In Deiner Ausgabe vom 28. März hast Du den Audi R8 getestet und mit fünf von fünf Sternen bewertet. Da steht dann zum Beispiel unter »Umwelt« als Pluspunkt »geringe Umweltbelastung dank geringer Stückzahl« sowie, allen Ernstes, »nachhaltig, da voraussichtlich lange Nutzung«. Nun lässt sich derlei natürlich auch über Kreuzfahrtschiffe sagen, die es ja auch nicht in sooo hoher Zahl gibt und die immerhin ein paar Jahrzehnte halten.

Aber Minuspunkte hast Du in dieser Rubrik ebenfalls ausfindig gemacht, wenigstens einen: »Okay, sagen wir, wie es ist: sehr hoher Verbrauch«. Der aber letztlich wurscht ist, denn über dem Testkasten resümierst Du mit brutaler Ehrlichkeit: »Fünf Sterne? Aber der CO2-Ausstoß und der … egal. Einfach egal! Fünf Sterne verdient sich alleine schon der V10, weil er einer der letzten Sauger ist. Am besten heute fahren, morgen ist es zu spät.«

Haha, lustig. Und weißt Du was, »Auto Motor und Sport«, übermorgen ist es sogar noch später, weil wir alle zu tot sind, um Zehnzylinder-Monstren zu fahren.

Du saugst! Titanic

 Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Weil Ihnen u.a. aufgrund jahrzehntelangen Kokainschmuggels in die USA dort eine lebenslange Haft droht, versuchen Sie nun, auf dem ebenso hart umkämpften Modemarkt Fuß zu fassen. Via Instagram kündigte Ihre Ehefrau Emma Coronel Aispuro Ihr gemeinsames Fashion-Label »JGL« an: »Ich habe ein Projekt für eine Modelinie. Ich will meinen und Joaquíns Stil voranbringen.«

Dass auch Ihre Haute Couture süchtig machen und zahlreiche Abnehmer finden wird, steht indes nicht zu bezweifeln – bei Ihrem feinen Näschen für guten Stoff!

War dagegen noch nie en vogue: Titanic

 For fuck’s sake, George Clooney!

In einer englischen TV-Show erzählten Sie uns, dass Sie einmal vor Ihrer Haushälterin die »braune Windel« eines Ihrer Kinder aus dem Müll genommen hätten, um diese dann genüsslich auszulecken. »Sie lief schreiend weg!« feixten Sie. Und wenn Sie, Clooney, jetzt denken, dass an dieser Geschichte auch nur irgendetwas besser wird, weil Sie, wie Sie nachschoben, die Windel vorher mit Nutella präpariert hatten – dann irren Sie krankes Schwein sich aber gewaltig.

Begeben Sie sich in Behandlung! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Waschzwang

Ich wasche immer erst ab, wenn alle kleinen Löffel dreckig sind. Die gehen mir immer als erstes aus. Wenn ich also beim Morgenkaffee merke, dass ich keinen sauberen kleinen Löffel mehr habe, dann wird richtig krass abgewaschen. Zumindest ein kleiner Löffel.

Dorthe Landschulz

 Neuer Ethik-Kodex

Um mehr Fairness im Online-Handel zu erreichen, schlage ich vor, dass profitmaximierende Abmahnanwälte hin und wieder auch mal etwas bei ihren Opfern bestellen.

Jan Guthmann

 Zwiebelschlaf, der:

tritt auf nach langen Kochsitzungen mit Zerschneidung von Zwiebelgewächsen. Aufgrund der Überanstrengung und Überessung erfolgt beschleunigtes abendliches Müdewerden. Da in den Augen aber immer noch (!) ätherische Zwiebelöle herumschwimmen, folgt direkt auf jedes noch so beiläufig-friedliche Zufallen derselben ihr unmittelbares, schreckbegleitetes und schmerzvoll-brennendes Wiederaufreißen. Kann sich bis drei Uhr morgens hinziehen und nur überwunden werden, indem die betroffene Person sich einen in Mixed-Pickles-Sud getränkten Waschlappen über den Kopf zieht und die Worte »Gelegenheit macht Zwiebel, jetzt reicht es aber mal« geheimnisvoll vor sich hinmurmelt, aus dem Fenster springt und selig auf dem Komposthaufen verschimmelt.

Adrian Schulz

 Technikpionier

Dass meine Zeitmaschinen viel besser funktionieren als sämtliche Konkurrenzmodelle, ist nun wirklich keine Überraschung. Ich bau’ die Dinger ja schließlich schon seit 2069.

Andreas Maier

 Ehrliche Speisekarte

Ich fand es bemerkenswert, wie auf dem Menüplan zumindest im Diminutiv auf das Tierleid in der Fleischproduktion hingewiesen wurde: »Heute: Schwein-Elendchen«. Es war dann aber leider doch nur ein Tippfehler.

Jürgen Miedl

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
25.05.2019 Menden, Scaramouche Lyrikpreis »Der große Dinggang«
25.05.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
26.05.2019 Berlin, Volksbühne Heiko Werning mit Paula Irmschler u.a.
28.05.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner