Vom Fachmann für Kenner | April 2012


Gesundheitstip

Eine Knoblauchzehe, fünf Stunden vor dem Zahnarzttermin gegessen, sorgt in den meisten Fällen dafür, daß die Zähne in einem hervorragenden Zustand sind und keiner Behandlung bedürfen.

Jonas Haas

Faschiertes

Um die Naziszene auszuhungern, arbeite ich gerade an einem zielgruppenorientierten Diätratgeber mit Rezepten wie »Omas Kartoffelschalen-Eintopfsonntag« und »Schuhleder à la Stalingrad«. Arbeitstitel: »Kein Mampf«.

Svenna Triebler

Alle reden übers Wetter

Wie darf man es eigentlich verstehen, wenn man von seinen nach und nach eintreffenden Gästen ständig darauf hingewiesen wird, daß es draußen schneie? Ist es ein Ausdruck der Überraschung, daß im Wohnzimmer kein Blizzard wütet? Verbirgt sich dahinter die Furcht vor Indoor-Schneekanonen? Oder ist es ein versteckter Vorwurf der Knauserigkeit?

Tibor Rácskai

Fröhliche Hundegeschichten (IX)

Im 16. Jahrhundert erlebten die Juden von Prag eine goldene Zeit. Stets war Musik in den Gassen, in den Tresoren glitzerten die Dukaten, und die schweren Eisenpforten des Schtetls waren durch die Großmut des Fürsten das ganze Wochenende über geöffnet, so daß sie citynah shoppen konnten. Überdies hatten sie den mächtigen Rabbi Löw an ihrer Seite. Der war nicht nur ein gelehrter Prediger, sondern auch ein begabter Zauberer, der mit der Kraft der Kabbala Regen machen und beim Poker gewinnen konnte. Nur eines fehlte ihnen zu ihrem Glück: Einen Hund, den hätten sie so gern gehabt, die Juden von Prag. Doch der Fürst hatte es ihnen verboten, weil die Anwohner sich sonst beschwert hätten. Und so mußten sie ihre Wurstzipfel allein essen, mußten ihre Schätze von Gänsen bewachen lassen und mit ihren Frauen spazierengehen. Als es ihnen zu bunt wurde, gingen die Bewohner des Schtetls zu Rabbi Löw und klagten ihm ihr Leid, schlugen sich Dornenranken und Palmwedel auf Rücken und Busen und machten ein rechtes Gezeter. Da ergriff Rabbi Löw einen Luftballon und blies ihm den Atem des Lebens ein, und formte ihn mit zwei Fingern zu der Gestalt eines kleinen Pudels. Und er beugte sich hinab zu ihm und flüsterte ihm den geheimen Namen Gottes ins Ohr (»Abraxas«). Da sprang das Hündchen herum, als wäre es gerade geboren, bellte frech auf, und die Juden von Prag freuten sich. Zu spät erkannten sie, daß das Hündchen von Übel war, denn als magisches Geschöpf hatte es keine Seele: Es spekulierte mit Immobilien, las die Neon und aß Kalbfleisch. Und so nahm Rabbi Löw einen Stift und schrieb das Wort »Meth« auf den Gummihund, was »Tod« bedeutet, und wie der Stift es berührte, platzte das Hündchen auf und ward wieder wie toter Lehm. Die Juden von Prag aber grämten sich nicht lange, sondern hatten bald wieder neue Flausen im Kopf, mit denen sich der geduldige Rabbi selbstverständlich in aller Form auseinandersetzte.

Leo Fischer

Nord-Süd-Dialog

Älterer Österreicher (freundlich): »Pfiat euch.«
Studentin aus dem Ruhrgebiet (empört): »Fick dich selber!«

Daniel Hering

Lehrer Incognita

Noch immer wäre es meinem Neffen Robert lieber, er hätte seinerzeit die Tür zum Kartenraum seiner Schule nicht im falschen Moment geöffnet. Zu zwei Erkenntnissen hatte ihm der unangenehme Zwischenfall mit dem masturbierenden Geographielehrer aber verholfen: 1. Auch 500 Jahre nach Christoph Kolumbus sind noch viele weiße Flecke auf der Landkarte zu finden. Und 2.: In diesem Jahr würde seine Note in Erdkunde bedeutend besser ausfallen als sonst.

Björn Högsdal

Generöse Toleranz

Was mir bei Frauen schon genügt, ist die Akzeptanz männlichen Humors. Es muß gar nichts Eigenständiges sein.

Oliver Szmanda

Gnädiges Schicksal

Es war im ersten Moment schockierend, was mein Vater mir da auf dem Sterbebett beichtete. Ich dachte zunächst: »Das gibt es doch nur in ganz billigen Filmen!«, aber nein, es stimmte: Auch ich bin bei meiner Geburt im Krankenhaus vertauscht worden. Zum Glück aber nur mit meinem Zwillingsbruder.

Georg Weyers-Rojas

Das literarische Besteck

Sigrid Löffler, Hedda Gabler, Mackie Messer.

Achim Stephan

Marktlücke

Ethischer Konsum ist auf dem Vormarsch. So ist es etwa möglich, sozial-ökologisch korrekt Kleidung, Kaffee, Tee, Steine, Blumen, Obst usw. zu kaufen, ohne sich dafür auf eine stundenlange Suche begeben zu müssen. Während also die meisten Hersteller und Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt haben, hinken die Bordellbetreiber, eh schon nicht bekannt für innovative Ideen, mal wieder hinterher. Mir wäre auf die schnelle kein Puff bekannt, der zumindest eine »My fair Lady« im Angebot hätte.

Andreas Flamme

Atheistische Notiz

Die Menschen in Berlin hängen einem interessanten Glauben an: Zwar hört man selten das Vaterunser, doch allerorten das Deinemutter.

Laura Eißenberger

Winterfreuden

Spätwinter in den österreichischen Bergen. Tagsüber hat es getaut und über Nacht wieder gefroren. Alles, was nicht von zwei Metern Schnee bedeckt ist, erweist sich als von einer zentimeterstarken Schicht Blankeis überzogen. Die achtzigjährige Großmutter meiner Freundin möchte das Haus verlassen, ich versuche zu warnen: »Geben Sie bitte acht, heute ist es enorm glatt!« Sie erwidert: »Das macht gar nix. Ich fahr eh mit dem Auto.« Touché.

Sebastian Klug

Zielführung

Wenn man sich vom Navi zwecks Besuch einer Beerdigung zum Friedhof leiten läßt und dieses einem, dort angekommen, emotionslos mitteilt: »Sie haben Ihren Bestimmungort erreicht«, dann hört der Spaß echt auf!

Nicolai Hagedorn

Geteilte Freude

Jüngst erreichte mich der Anruf einer bemitleidenswerten Call-Center-Mitarbeiterin eines bekannten Meinungsforschungsinstituts. Zehn Minuten lang quälten wir uns gemeinsam durch Statements aus unterschiedlichen, aber gleichermaßen langweiligen Themengebieten, von Bausparen bis Fernsehen, zu denen ich jeweils den Grad meiner Zustimmung auf einer Skala von 1 (stimme voll zu) bis 5 (stimme gar nicht zu) angeben sollte. Immerhin: Bei »Opel ist Lebensfreude pur« mußten wir beide sehr herzlich lachen, bevor wir uns darauf einigten, daß zukünftig eine Anlehnung an die Richterskala wünschenswert sei – die ist ja schließlich auch nach oben offen.

Tina Manske

Wissenswertes

Ein renommierter Urologe gab mir im Vertrauen folgenden Hinweis: Gesunder Urin sieht immer aus wie trockener Weißwein. Ich möchte diese Erkenntnis gerne um folgendes ergänzen: Je stärker Weißwein nach gesundem Urin riecht, desto weniger ist er zum Trinken geeignet.

Felix Jentsch

Semantische Leerstelle

Hiermit melde ich die Urheberschaft für den folgenden Neologismus an, der eine lange verwaiste semantische Leerstelle füllt:
Schleich|e|seln, das; auch Verb, ugs. für nervtötend langsames Radfahren; (vor mir schleicheselte eine Trulla auf einem lila Damenrad).
Ich bitte um sofortige Übernahme in den aktiven Wortschatz.

Volker Surmann

Geschmackssache

Gerade versucht, die winzige Schrift auf dem Etikett der Marmelade zu entziffern: »Ohne Geschmack«. Gestutzt, Lesebrille aufgesetzt und noch mal gelesen: »Ohne Gentechnik«. Marmelade probiert und Lesebrille abgesetzt. Nun stimmte es wieder.

Nils Pooker

Relativitätstheorie

Daß ich an jenem Tag nicht bei ganz klarem Verstand sein konnte, bemerkte ich erst, als ich mich im Zug fragte, ob die doch sehr unruhige Fahrweise des ICE nicht mein Flipper-Programm auf Windows beeinträchtigen könnte.

Björn Boch

Intelligente Listen

Zu den faszinierendsten Features von Facebook gehört, daß die unterschiedlichen Besucher eines Profils ganz unterschiedliche Dinge zu Gesicht bekommen. Auf der Seite der neuen Partnerin meines Ex-Freundes sehe ich z.B. ständig Bilder von einer ungepflegten und abgewrackten Frau weit fortgeschrittenen Alters, die sich durch die peinliche Zurschaustellung ihres aufgedunsenen Körpers fast so sehr blamiert wie mit den grotesk infantilen – und übrigens auch orthographisch höchst eigenwilligen – Kommentaren, die sie gelegentlich irgendwo hinterläßt. Meinem Ex hingegen zeigt Facebook auf derselben Seite immer Fotos von einer attraktiven jungen Frau.

Tanja Hötzle

Gefahr am Arbeitsplatz

Berufskrankheit Nr. 138: Spermalunge bei Pornodarstellern.

Milton Hoover

Wind of Change

Handelte es sich bei diesen Zeilen um die eines durchschnittlichen Rocksongs, wäre es ein leichtes, fehlenden Wortwitz und schwache Pointe durch ein pompöses Gitarrensolo zu überspääääääääääooooung dädndaudidädndänddauun dädndauuun diidlidlidlidlildliiiiiiiiiiii!

Moritz Hürtgen

Mischkonsum

Völlig nüchtern stieß ich zu einer fröhlichen Vierergruppe und durfte zum ersten Mal als Außenstehender den feinen Unterschied zwischen Bekifften und Betrunkenen beobachten: Während die beiden Betrunkenen sich anlaßlos mit halbherzigen Beleidigungen übergossen, brauchten die beiden Bekifften nur wenige Sekunden, um festzustellen, daß die einzige Gemeinsamkeit zwischen dem Neujahrstag und einer Zombie-Invasion darin besteht, daß es echt prima ist, wenn man hinterher nicht kehren muß.

Christian Martin

Web 2.0 reloaded

Wenn wir uns die Welt als eine Computersimulation vorstellen, in der alle Menschen ihr Leben lang eingeloggt sind (so wie in »Matrix«): Sind Kinder dann User-Generated Content?

Alexander Tuschinski

Helges Handschrift

In der Pause eines Helge-Schneider-Konzerts durfte ich an der Imbiß-Theke folgenden Dialog mithören:

»Ich nehme ein Pils, was möchtest du, Schatz?«

»Ach egal, irgendwas light.«

Seitdem frage ich mich, ob Helge Schneider bei seinen Auftritten auch die Pausen inszeniert.

Christian Mast

Merksatz für Vegetarier

Mit Carnivoren ist nicht gut Kirschen essen.

Mark-Stefan Tietze

Sportphilosophie

Ein Tennisball ist ja bei näherer Betrachtung ein dreidimensionales Yin-und-Yang-Zeichen. Ach, wieviel Wahrheit steckt doch in so einem kleinen, filzigen Ball! So ist die Zweiheit der sich gegenüberstehenden Tennisspieler in einem Match immer ein Gegenüber von aktiv und passiv, gebend und empfangend, stark und schwach, hübsch und nicht so attraktiv, dynamisch hüpfend und dumpf auf die Fresse fallend. Aber macht das diesen Sport für versnobte Polohemdträger und Perlohrsteckerbesitzerinnen besser? Ich denke nicht.

Katharina Greve

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
16.09.2019 Frankfurt, Henscheid Mark-Stefan Tietze
19.09.2019 Berlin, Hausbrauerei Eschenbräu Katharina Greve
19.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler
20.09.2019 Stuttgart, Superjuju Katharina Greve