Der Snob zum Mob

Ich bin angezogen, du bist bekleidet. Ich habe gespeist, du hast gegessen. Ich bin auf Reisen, du bist im Urlaub. Ich liebe, du hast Beziehungen. Ich bin gebildet, du wurdest erzogen. Ich schreibe dies auf, du mußt es lesen. Ich bin – he, Moment. Hiergeblieben! Haaaallo!

Leo Fischer

Passgenau

Nachdem die Schlecker-Verkäuferin meine mit mühevoll unterdrücktem Kichern vorgebrachte Frage, ob sie diesen Fußbalsam auch für Größe 39 hätte, er wäre nämlich für meine Frau, mit dem Hinweis verneinte, daß »für die kleinen Größen gerade nichts lagernd« sei und ich doch »nächste Woche wiederkommen« solle, stellte ich, plötzlich unsicher geworden, die Tube ins Regal zurück und verließ das Geschäft. Muß meine Frau eben mal ein paar Tage ohne Fußbalsam auskommen.

Nikolaus Blahacek

Alternative

Man fühlt sich jünger und auch irgendwie erleichtert, wenn noch vor der ersten Einladung zum Tupperware-Abend eine Einladung zur Dildo-Night ins Haus flattert.

Christina Hahn

Tschechische Psychologie

Interessanterweise fällt vielen deutschen Touristen erst bei der Landung auf dem größten tschechischen Flughafen auf – dann aber urplötzlich! –, daß die tschechische Hauptstadt in der tschechischen Sprache anders heißt als auf deutsch. Die Wissenschaft spricht hier von einem Praha-Erlebnis.

Ronja Ruppel

Einfach Müll

Hinweis- und Warnschilder, die inner- und außerhalb von Mehrfamilienhäusern häufig anzutreffen sind, eignen sich nicht für die Bekämpfung der illegalen Entsorgung von Autobatterien und Reifen. Mein Vorschlag für ein solches Schild, das die Anwohner zur selbständigen Beseitigung dieser Abfälle hätte animieren sollen, wurde deshalb vom Vermieter auch abgelehnt: »Jeder unsachgemäß deponierte Kehricht wird von der Hausverwaltung entsorgt!«

Benjamin Spielmann

Um den goldenen Brei herum

Auf einer Geburtstagsfeier bezauberte mich einst ein Freund des Gastgebers, der von eher schlichter Natur war, durch seinen schöpferischen Umgang mit Redewendungen. Daß er zwischendurch mal arbeitslos geworden sei, sagte er zum Beispiel empört, sei nun wirklich nicht »das Rosarote vom Ei gewesen«. Und er habe, allen Unterstellungen zum Trotz, keineswegs die ganze Zeit »auf der faulen Tasche gelegen«! Daran mußte ich jetzt wieder denken, als ich, wiederum auf einem Geburtstagsfest, mit einem hinzugekommenen Nachbarn der Familie plauderte. Über den Besitzer einer neueröffneten und offenbar florierenden Pizzeria im Ort tat er kund: »Der verdient sich da ’n Appel und ’n Ei!« Und fügte zu meinem Entzücken an: »Das ist ’ne richtige Fundgrube für den!«

Mark-Stefan Tietze

Auf dem Boden geblieben

Wollen einem die Kumpel den neuen Proberaum, der weder Strom noch Heizung hat, mit dem Vorzug schmackhaft machen: »Aber man kann super aus dem Fenster in den vorbeilaufenden Bach pinkeln!« – dann muß man sich keine Sorgen machen, daß diese Band irgendwann abgehoben und elitär sein wird.

Stephan Bihs

Paradigmenwechsel

Wenn Ihnen der Rauch nicht paßt, können Sie ja reingehen.

Christoph Virchow

Coitus Interruptus

Wenn man sich nachts voll wie die sprichwörtliche Strandhaubitze in seine Jugendherberge begibt und es gerade noch so auf die obere Etage des Hochbetts schafft, und wenn einem sowieso schon schlecht ist, auch ohne daß das Bett schaukelt wie eine Postkutsche im Wilden Westen – dann sollte man sich unbedingt vergewissern, daß unter einem nicht ein Pärchen schlummert, das irgendwann nachts die Lust auf ein aufregendes Schäferstündchen überkommen könnte. Meistens aber hat sich das Wackeln in den meisten Fällen schon nach dem ersten neben dem Bett aufschlagenden Schwall Erbrochenen für den Rest der Nacht erledigt. Wegmachen muß man das Ganze dann natürlich trotzdem.

Moritz Veltmann

Neues Wort

Nach »satt« für »nicht hungrig« und »sitt« für »nicht durstig« kommt nun »sutt«. Man sagt es, wenn man vorerst genug Luft eingeatmet hat und momentan keine neue möchte.

Felix Jentsch

Ohne Worte

Das, zum Beispiel, ist hart: eine halbe Stunde an einem Fleck herumzuwischen und dann festzustellen, daß es ein Schatten ist.

Vera Henkel

Zeitungskrise

Andere Länder, andere Tierhaltung: Ein Freund war auf einer Indienreise bei einer Familie im Süden des Landes Pensionsgast. Hier hielt man hinter dem Haus ein stattliches Schwein. Auf die Frage, was es denn fressen würde, erhielt er von der Hausherrin die erstaunliche Antwort: »Pig eat shit and newspaper.«

Martin Rohwer

Arglistige Täuschung?

Wenn man mal wieder einen bierfreien Tag einlegt und während des Nachmittagsschlafes träumt, in seiner Stammkneipe zwei Halbe zu trinken – ist das dann rechtlich in Ordnung? Und was soll man zu seinem eigenen Gehirn sagen, das sich auch noch genau diese Frage in genau jenem Traum stellt? Hat es eine hohe ethische Gesinnung? Oder einen Vollpfostenknall?

Jürgen Roth

Babyleicht

Reife Männer unterstützen die olfaktorische Kontaktaufnahme mit reifen Frauen gerne durch exzentrisch-teures Rasierwasser und parfümieren sich aus Flakons, die einer kubistischen Flugzeugwerkstatt zu entstammen scheinen. Um einen unwiderstehlichen Duft zu erlangen, der die anvisierte Damenwelt vor Verzückung regelrecht aus der Fassung bringt, genügt es jedoch oft schon, sich gründlich und flächendeckend mit Babyöl einzureiben.

Thomas Tonn

Wirkt!

Auch wenn viele sie für Aberglauben, Hokuspokus und Geldmacherei halten mögen: Ich bin der Meinung, daß Homöopathie funktioniert. Vier Wochen lang habe ich ausschließlich homöopathische Mengen an Zucker, Fett und Kohlenhydraten konsumiert, und ich habe tatsächlich abgenommen.

Gaston Latz

Der Zweier

Schon zum zweiten Mal bekam ich jetzt Pfeffer- und Salzstreuer, genauer, ein orthographisch fragwürdiges »2er Set Pfeffer & Salz-Streuer« in Herzform geschenkt. Das erste Set hatte ich erfolgreich weiterverschenken können. Mit dem zweiten wird’s schwieriger. Wer weiß schon metallene herzförmige Pfeffer- und Salzstreuer in Eiergröße zu schätzen, genauer: »hochglänzende Metallherzen verbunden mit Magneten«? Wenn Sie ein richtiger Schnelldenker sind, fragen Sie sich jetzt natürlich, an welcher Stelle und wieso überhaupt die beiden Herzen mit Magneten verbunden sind. Ich habe mich das nicht gefragt, einerseits, weil ich kein Schnelldenker bin, andererseits, weil ich das Geschenkset in Händen hielt und genau sehen konnte, was sich der Geschenkseterfinder bei seinem Herzentwurf gedacht hatte. Nicht die Herzen sind nämlich mit Magneten verbunden, sondern jedes, in sich senkrecht zweigeteilte Herz ist mittels Magneten wieder zu einem ganzen verbunden. Dadurch, so die herzige Idee, hat jeder Frühstücker für sein Frühstücksei sein eigenes Pfeffer- und Salzset und muß seinen Mitesser nicht um die entsprechenden Streuer bitten. Der letzte Anlaß für Kommunikation ist damit auch aus der Welt, das Frühstücksschweigen perfekt. Ich danke der Firma »Warbeg GmbH« in Essen-Rüttenscheid. Endlich kann ich meine Knopf-im-Ohr-Kopfhörer ganztägig eingeschaltet lassen.

Ludger Fischer

Smoking kills

Die Tatsache, daß ich nie in meinem Leben geraucht habe, nützt mir leider wenig – nehme ich doch mit schöner Regelmäßigkeit einen kräftigen Schluck aus ausgerechnet jener Bierdose, in der kurz zuvor alle meine Freunde ihre Zigaretten ausgedämpft haben.

Sebastian Klug

Richtigstellung

Rosa Luxemburg war niemals liiert mit Roy Lichtenstein – und auch nicht verwandt.

Severin Groebner

WG-Gespräche

»Gestern war ich in einem Improvisationstheater, wo das Publikum mitgespielt hat. Ich sollte pantomimisch darstellen, was ich den ganzen Tag so getrieben habe.«
»Was hast du dargestellt?«
»Wie ich onanierend vor meinem Computer sitze und mir Pornoseiten reinziehe.«
»Mutig.«
»Ehrlich.«
»Warst du alleine da?«
»Ja. Ich wollte mich ablenken.«
»Von den Pornoseiten?«
»Ja. Hat nicht geklappt.«
»Tja.«

Markus Riexinger

Jetlag-Erkenntnis

Nach einem über zwanzigstündigen Flug kam ich völlig übernächtigt und erschöpft zu Hause an. Letzter Gedanke vorm Einschlafen: Wäre ich Arzt, müßte ich jetzt noch eine Herztransplantation durchführen.

Volker Surmann

Nachgeschmack

Meine Freundin bestellte wie immer die langweilige Ofenkartoffel, ich entschied mich für den geräucherten Zander mit Blutwurstcrostini auf Sellerie-Bohnensalat. Nach dem obligatorischen gegenseitigen Hin- und Hergabeln fand ich meine Wahl bestätigt: »Ich bestell einfach immer das Bessere – und du etwas total Langweiliges.« Sie: »Na, immerhin haben wir uns so ja auch kennengelernt.«

Georg Wolf

Medizinisches Gesuch

Rechts hatte ich eine schlimme Knie-OP. Eine Blinddarmentzündung. Ebenfalls rechts: Zwei Muttermale, die wegen Krebsgefahr zu entfernen waren. Rechts mußten mir die Weisheitszähne gezogen werden. Der rechte Eckzahn fehlt seit meiner Geburt. Rechts habe ich ständig Hexenschüsse. Und rechts hatte ich eine Thrombose (seither wird mein rechter Fuß schneller kalt als der linke). Ich bin mir inzwischen sicher: Meine rechte Körperhälfte hat einfach keine Freude am Leben. Gewiß wird sie früher sterben als meine linke. Ob man sie dann vielleicht operativ entfernen könnte? Meine linke Hälfte könnte danach nämlich noch ein paar richtig dufte Jahre haben.

Anna Leuschner

Mentallica

In der U-Bahn. Ein verkiffter Parkaträger zu seinem eine Gitarre schulternden Zivifreund: »Nee, den Streß mit Arbeit geb ich mir nicht, das gibt nur Ärger. Das Lied von Metallica, ›Nothing else matters‹, ist ja auch voll mein Lebensmotto. Das heißt ja auf deutsch ›Nichts als Probleme‹.« Ich fühlte einen wollüstigen Schauer über meinen Rücken rieseln. Ein Lebensmotto, das auf einem glatten Übersetzungsfehler basierte! Zu gerne hätte ich mich nun an ihn gewandt und ihn aufgeklärt. Aber wahrscheinlich gäbe das auch wieder nichts als… genau.

Annalena Hagenah

Digitale Etikette

Ich habe irgendwo gelesen, daß es heutzutage nicht mehr unbedingt von Stillosigkeit zeugt, Beziehungen auf elektronischem Weg für beendet zu erklären. Ob das wohl auch für Rundmails gilt?

Thea Unangst

Die Großen der Heimat

Eine Bekannte, übrigens gebürtige Bonnerin, teilte mir anschaulich und jede Verwechslungsgefahr ausschließend ihre neue Anschrift mit, und zwar folgendermaßen: »Beethovenallee 49. Beethoven, wie der Hund.«

Aiko Kempen

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Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
17.01.2018 Göttingen, Uni Göttingen
  Leo Fischer
17.01.2018 Dortmund, Subrosa
  Daniel Sibbe u.a.
18.01.2018 Hannover, Pavillon
  Max Goldt
18.01.2018 Berlin, Kookaburra
  Heiko Werning

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Briefe an die Leser

 Firma Allcon Allergie Concepte!

Du vertreibst hypoallergene Waschmittel, Bettlaken, Kopfkissen und was sonst noch zum kribbelfreien Nachtschlaf nötig ist. Wie wir im kostenlosen »Quadrat – Magazin für das Leben in Lüneburg« lesen konnten, bist Du von Lüneburg nun in ein eigenes Gebäude im benachbarten Ort Bardowick gezogen, weswegen Du gleich auf der Titelseite unter dem Bild einer gigantischen lachenden Milbe schreiben läßt: »Allcon und die Hausstaubmilbe haben ein neues Zuhause«.

Wir hoffen doch sehr, daß Du und die Milbe nicht im selben Gebäude logiert. Oder ist das Deine Vorstellung von langfristiger Nachfragesicherung?

Hautneutrale Frage von Deinen Kratzbürsten der Titanic

 Sie sind gemeint, verehrte Kollegen!

Treten Sie beide mal näher, wir möchten Sie einander vorstellen: Da ist Herr Cordt Schnibben, ehemals »Spiegel«, und Herr Knut Cordsen, Bayerischer Rundfunk. Knut Cordsen und Cordt Schnibben – prächtig! Titanic

 Mööönsch, Bademantelmann!

Bist Du krank? Anderweitig eingespannt? Gehst Du einer neuen Beschäftigung nach? Wir machen uns jedenfalls Sorgen. Seit Wochen sehen wir Dich nur noch gelegentlich auf dem Weg zum Supermarkt und zurück, aber gar nicht mehr wie früher tagtäglich im Bademantel auf dem Balkon, wahlweise rauchend und hin und her tigernd auf dem Handy tippend oder flankiert von ähnlich leger gekleideten jungen Damen und Herren.

Gib uns neuen Stoff (Frottee!) für wilde Spekulationen und ausschweifende Phantasien! Unsere Vorstellungskraft ist auch nur beschränkt.

Gruß von gegenüber Titanic

 Ho, ho, ho, »Spiegel online«!

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit berichtetest Du von der erstmals ausgerichteten »Ugly-Sweater«-WM, bei der besonders häßliche Pullover prämiert werden. Die kuriosesten Exemplare präsentierst Du – natürlich – in einer Klickstrecke, versehen mit Kommentaren wie »Haben Sie Reste aus der 4. Klasse, als Sie mit einer Strickliesel sinnfrei meterlange Wollwürste produzierten? Werfen Sie diese auf Ihren Hund« zum Foto eines umstrickten Hundes oder »Modell Siamese Sweater: Stellen Sie sich vor, Sie sind mit Ihrem Erzfeind in einem Pullover eingesperrt – und dann hat der auch noch Fransen!« unter dem Bild eines mit Fransen geschmückten Pullovers für zwei Personen.

Das von Dir gestrickte Szenario ist ja schon beängstigend genug. Aber stell Dir mal vor, Du bist mit einem »Spiegel online«-»Journalisten« in der Redaktion eingesperrt – und dann zeigt der auch noch Klickstrecken! Die er erstellt hat, indem er seine sinnfrei produzierten meterlangen Wortwürste ins Internet geworfen hat. Das ist ästhetisch viel bedenklicher als jeder geschmacksverirrte Pulli!

Hat immer Mut zur Wahrheit: Titanic

 Ey, Prinz Pi!

»Ich bin da, wenn es den Leuten schlecht geht«, erzählten Sie der »Berliner Zeitung«. Unser Rat: Vielleicht darüber einfach mal Gedanken machen.

Hält lieber Abstand: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Kennen ihre Pappenheimer

Zwei Jahre nachdem ich mir übers Internet eine Espressomaschine gekauft habe, bekomme ich bei Facebook immer noch Werbung für Espressomaschinen eingeblendet, was mir aber hervorragend paßt, da die Maschine mit Ablauf der Garantiefrist pünktlich nach zwei Jahren kaputtgegangen ist.

Mark-Stefan Tietze

 Wunsch

Ich möchte diese Art von Autorität ausstrahlen, bei der keiner der dir gegenübersitzenden Fahrgäste in der S-Bahn es wagt, dich vorwurfsvoll anzugucken, wenn es plötzlich anfängt, komisch zu riechen.

Konstantin Hitscher

 Hipster-Tip

Wer im urbanen Raum so richtig auffallen möchte, der trage einfach gut sichtbar einen Stadtplan vor sich her. Wirkt bei mir immer Wunder.

Fabio Kühnemuth

 Es bleibt festzuhalten

Weil mein neu gekauftes Monokel ziemlich stark in die Haut schnitt, fürchtete ich, schon bald wieder gänzlich blind durch die Gegend laufen zu müssen. Habe es dann aber doch mit Fassung getragen.

Niklas Hüttner

 Tier probiert

Nachdem ich am heimischen Eßtisch hatte feststellen müssen, daß der Koch des örtlichen Chinagrills mir entgegen meiner Bitte um vegetarische Zubereitung etwa ein halbes Kilo Huhn ins Nudelgericht gekübelt hatte, und ich gut eine Stunde damit beschäftigt gewesen war, alles irgendwie Animalische herauszufriemeln und beiseite zu legen – wie ich also im Begriff war, die leiblichen Überreste der eigens für mich geschlachteten Kreatur dem Müllschlucker zu übergeben, siegte für einen kurzen Moment über den Ekel die Neugier, die allseits beliebte Speise wenigstens einmal zu versuchen. So biß ich kurzerhand, zum ersten Mal seit mehr als einem Vierteljahrhundert, in ein Stück Fleisch. Ergebnis der Verkostung: Der Geschmack erinnert entfernt an Ei, ist aber gewöhnungsbedürftig streng, die Konsistenz etwas zu fest und faserig. Alles in allem durchaus eßbar, Note 3-. Aber an das richtige Tofuerlebnis kommt ein tierisches Produkt natürlich nicht heran.

Valentin Witt