Vom Fachmann für Kenner | Oktober 2008


Träume

Als letztens der Dauerfalschparker in meiner Straße endlich ein Knöllchen bekam, habe ich kurz triumphierend die Faust geballt. Als einige Tage später in der Fischspezialitäten-Fastfood-Filiale, die Ziel meiner täglichen Mittagspause ist, die Fischbrötchen plötzlich ganz aufgeschnitten wurden und ich mich folgerichtig nicht mehr damit herumärgern mußte, wie ich den Fisch nach jedem Biß wieder innerhalb des Brötchens in Position schiebe, da hatte ich vor Glück Tränen in den Augen. Nun frage ich mich, wann der nächste in Betracht kommende Traum – der Frieden in Nahost – zur Erfüllung ansteht.

Bernhard Löwenberg

Flexibel

Baldrian und Kokain sind die ideale Mischung, wenn man weder im Mittelpunkt stehen möchte noch als Langweiler gelten will.

Stefan Sichermann

Ausgemahlen

Anfangs war ich skeptisch, als mir mein Zahnarzt eine Beißschiene gegen das Zähneknirschen verschrieb. Mittlerweile muß ich sagen: Beim Onanieren und bei »Anne Will« hat sie bereits gute Dienste geleistet.

Thomas Kuhlmann

Ein Vorschlag

Puccini, »Turandot« (Arte): Prinz Calaf muß drei Fragen beantworten, um die eiskalte Prinzessin Turandot freien zu können; die darauf aber erst mal überhaupt keinen Bock hat und deshalb, als Calaf auch die zweite Frage richtig beantwortet und das Volk ihm zujubelt, vor Wut ihre Wachen anweist: »Schlagt den Pöbel!«
Unter diesen Umständen würde sogar ich mir G. Jauchs Millionärsquizdreck ansehen: Wenn nach Beantwortung der 100 Euro-Frage das Publikum von der Security verdroschen würde.

Stefan Gärtner

Dicker als Wasser

Ein Bierzelt in der Oberpfalz. Tausende von Menschen lauschen einem politisch wie kulturell hochwertigen Haindling-Konzert und leeren dabei Zigtausende von Maßkrügen. Mein Biertischnachbar bestellt natürlich auch Maß für Maß – aber immer nur Radler. Gegen Ende des Abends läßt er dann die Katze aus dem Sack: »I muaß morgn früah zum Doktor, Bluat obnehmen lossn. Do derf i heit obnd hoit nix trinken.«

Andreas Volz

Gewissensfragen

War es Rassismus, latenter Behindertenhaß oder verklemmte Sexualität, die mich angewidert den Kopf schütteln ließen, als ich in einem Kölner Kiosk einen kopierten Flyer mit folgendem Text erblickte: »Schwarzer Kunstleder-Swinger mit Chrombeinen günstig abzugeben. Nur 80 €!«? Oder machte sich nur meine ewige Plastikallergie bemerkbar?

Heiko Bentrup

Schöne Tradition

In einer Kleinstadt im Norden, in welcher ich neulich weilte, pflegt ein Teil der dortigen Kaufmannschaft, im Bemühen, gleichermaßen seriös wie jovial zu erscheinen, die schöne Tradition, sich möglichst gedrechselt auszudrücken. So wird man etwa, nach Vorzeigen der gewünschten Ware, an der Kasse des Schreibwarenladens beschieden: »Die beiden Sachen? 4,50 soll das sein.« Schon wollte ich anheben, die vermeintliche Frage zu beantworten und die Causa richtigzustellen, da es sich keineswegs um 4,50 handelte, sondern um zwei feine Bleistifte, doch gerade im rechten Moment besann ich mich, es zu halten wie der Ethnologe, also zu schweigen und so dazu beizutragen, das kulturelle Erbe der Menschheit zu bewahren.

Tibor Rácskai

Schau, schlau!

Wer trotz ALG II beim Lachsessen nicht auf den leckeren scharfen Meerrettich verzichten will, kann sich die Geschmackssensation mit einem einfachen Trick ganz umsonst verschaffen: Einfach nach dem Biß ins Lachsbrötchen einige Nasenhaare ausreißen, fertig.

Arne Holst

Spezielle Vorliebe

Eines mache ich potentiellen Liebschaften stets schon am Tresen klar: Im Bett hab ich die Hosen an!

Sascha Dornhöfer

Nahtod-Erfahrung

Wenn irgendwann, im Angesicht des Todes, mein Leben vor meinem inneren Auge noch mal als Film abläuft, taucht dann vorher eigentlich der Hinweis auf, daß ich diesen Film nicht illegal mitschneiden darf? Und müßte ich nicht eigentlich schon gewarnt sein, wenn der Eisverkäufer reinkommt?

Nils Heinrich

Cum grano salis

In einem Ratgeber für musikalische Heimaufnahmen fand ich kürzlich den erstklassigen Tip: »Benutze Hall- und Echo-Effekte, wie du Salz beim Kochen benutzt.« Das hieße dann in meinem Fall: Immer schön rein damit, und je mehr, desto besser!

Mark-Stefan Tietze

Aversionsminimierung

Ein Bekannter, genußvoller Raucher, beklagt regelmäßig eine heftige Unlust auf Zigaretten, welche ihn bereits nach harmlosen Anstrengungen auf dem Fahrrad geradezu anfalle und bis zu drei Stunden anhalten könne. Neulich parierte ein Dritter bei einem Gelage mit dem bedenkenswerten Rat: Durch ein hastig hinuntergespültes Weizenbier unmittelbar nach Verlassen des Fahrradsattels lasse sich die Zeit der Aversion ohne weiteres auf wenige Minuten »runterfahren«

Christof Goddemeier

Wie die Zeit vergeht!

Die junge Dame, die auf der Party nach der Uhrzeit fragt und von mir »zwölf Uhr« zur Antwort bekommt, ist total perplex: »Wie? Eben war’s doch schon eins!« Sichtlich erleichtert löst sie das Rätsel nach einiger Zeit selbst: »Ach so, das war gestern.«

Martin Schwarzbeck

Meine neuen Skills

Mittlerweile traue ich mir fast alles zu. Denn die Fehler, die andere – gerade in höheren Positionen – begehen, die kann ich auch!

Friedrich Krautzberger

Zu arm

In einer Fernsehdokumentation über China beklagte sich ein Junggeselle aus der Provinz, daß man heutzutage ein eigenes Haus brauche, um eine Frau zu finden. Ich fühlte mich sofort entmutigt: Wenn solche Anforderungen schon im armen China gestellt werden, was für Erwartungen haben dann erst Frauen im reichen Deutschland?

Jonas Haas

Münchner Paranoia

Ich war die letzten Jahre nicht mehr auf dem Oktoberfest, aus Angst vor Terroranschlägen. Nicht mal unter der Woche bin ich gegangen, wenn weniger Leute da sind. Ich will eine möglicherweise ja vorhandene soziale Ader potentieller Attentäter nicht ausschließen, die sich sagen: »Gut, wir sind human, wir machen den Anschlag an einem Tag, wo weniger Leute da sind.«

Markus Riexinger

Von nichts kommt nichts

Als Kollege Ertu am Montagmorgen wieder über seinen schweren Laptop klagt, schweigen wir verlegen. Bestimmt hat er sich am Wochenende wieder mächtig was runtergeladen.

Marcel Vega

Maßnahme

Jetzt, da das Oktoberfest wieder begonnen hat, frage ich mich, wieso noch niemand ein anti-alkoholisches Gegenevent zur Wies’n erfunden hat. Den Eröffnungsspruch zum Anti-Bier-Fest kann ich mir jedenfalls schon vorstellen: »O-Saft is’!«

Thorsten Gaitzsch

Im Restaurant

– Sag mal… Rio Reiser ist doch tot, oder?
– Ja.
– Sicher?
– Wie, sicher? Klar ist der tot.
– Rio Reiser, ne?
– Ja-ha!
– Wann is’n der gestorben?
– Keine Ahnung, Mitte der 90er oder so.
– Ganz sicher?
– Ja, verdammt!
– Okay, dann ist gerade Blixa Bargeld aufs Klo gegangen.

Karlo Tobler

Bange Frage

Kita-Eingewöhnung, Gruppe Minimäuse. Mein Sohn stürzt sich sicherheitshalber erst mal auf die Bücher. Ein Bilderbuch mit Fahrzeugen. Jede Doppelseite ein Fahrzeug und ein Satz. Ich lese vor und staune über die Wörter: Löffelbagger, Schwebebühne, Hubkanzel, Gleiskettenfahrzeug… Zum Glück habe ich die Wikipedia jetzt noch exklusiv und meinen Wissensvorsprung sicher. Aber wie lange noch?

Heiko Werning

Merkzettel für Filmregisseure

1. Intro
2. Turbulenzen
3. Überraschendes Ende

Moses Wolff

Bestätigung

Vom Balkon unseres Urlaubsquartiers beobachten wir den Streit zweier kleiner Mädchen. Eines, welches offensichtlich Nala heißt, schreit dem anderen entgegen, daß es eine doofe Zicke sei und seine Eltern viel weniger verdienten als die seinen. Wir wissen zwar nicht, ob es sich bei dem beschimpften Kind um jenes handelt, welches vor wenigen Augenblicken auf dem Hoteltelefon versehentlich bei uns angerufen hatte und eine Nala sprechen wollte, die wir zwar nicht kannten, von der wir aber genervt wegen der Häufigkeit solcher Fehlanrufe behaupteten, sie wolle die Anruferin nicht sprechen, weil diese eine doofe Zicke sei und ihre Eltern viel weniger verdienten als die ihren, vermuten es aber und freuen uns nun, daß wir mit unserer Ad-hoc-Behauptung die Wahrheit so genau getroffen haben.

Uwe Geishendorf

ÖPNV des Grauens

Als ich in einer fremden Stadt mit der Straßenbahn zu einem Auftritt fuhr, hielt die Bahn hintereinander an folgenden Haltestellen: Friedhof – Kirche – Frankenstein. Der Auftritt war dann aber trotzdem schön, niemand kam zu Schaden, und es gab nicht einmal ein unheilvolles Gewitter.

Nadja Schlüter

Englisch-Deutsch

In der Londoner U-Bahn wird man beim Ein- und Aussteigen lapidar vor der Bahnsteig-Lücke gewarnt: »Mind the gap!« Auf dieselbe Gefahr, jedoch in umständlicher deutscher Ausführlichkeit, weist ein großes Schild im Berliner S-Bahnhof hin: »Achtung! Bitte beachten Sie die Lücke zwischen Zug und Bahnsteigkante!«
Das deutsche Schild ist so lang, damit könnte man den doofen Spalt glatt abdecken.

Friedemann Encke

Hoffnungsschimmer

Heute die Kurse beobachtet: Öl, Gold, Dow Jones, DAX – alles im Sturzflug. Wird dafür jetzt evtl. das Geld wieder mehr wert?

Harald Wurst

Ausländer durch die heitere Lupe gesehen

Mit einer Japanerin im Zugabteil zu sitzen, der in einem fort die Stricknadeln zu Boden fallen, ist schon komisch genug. Wie unterhaltsam müßte es erst sein, ihr bei Gelegenheit mal beim Essen zuzusehen!

Hans Kantereit

Stalker

Meine Zurückhaltung und Menschenscheu ist einigermaßen groß. Es müssen schon außergewöhnliche Umstände eintreten, daß ich mit einem Unbekannten die Telefonnummern austausche. Wenn aber dieser Unbekannte nach einer Woche anruft und mich fragt, warum ich mich nicht melde, bei seinem zweiten Anruf vom vertraulichen Du zum Sie übergeht und mir schließlich, nachdem ich seine Forderungen ignoriert habe, wüste Drohungen auf den Anrufbeantworter spricht, dann lehrt mich diese traurige Entwicklung bloß eines: Daß ich mir beim nächsten Mal sehr genau ansehen werde, bei wem ich einen Auffahrunfall verursache.

Michael Ziegelwagner

Unterscheidungshilfe

Freitagabende lassen sich von Donnerstagabenden oder Mittwochabenden unter anderem dadurch unterscheiden, daß man junge Pärchen sehen kann, die mit Salatschüsseln unter den Armen vor Haus­eingängen stehen und die richtige Klingel suchen.

Lars Weisbrod

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Winfried Kretschmann!

Auch Sie haben die Schüler der Bewegung »Fridays for Future« dafür kritisiert, dass sie freitags nicht in die Schule, sondern für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Die Proteste müssten früher oder später ein Ende finden und könnten »nicht ewig so weitergehen«, befanden Sie. Und: Auch Klimaschützer müssten sich an Regeln halten, es gelte die Schulpflicht.

Stimmt genau, Kretschmann, das haben Sie gut erkannt! Die Schüler müssen unbedingt wieder öfter in die Schule! Dann lernen sie noch viel schneller, dass einer wie Sie vollkommen unwählbar ist.

Strike! Titanic

 Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Weil Ihnen u.a. aufgrund jahrzehntelangen Kokainschmuggels in die USA dort eine lebenslange Haft droht, versuchen Sie nun, auf dem ebenso hart umkämpften Modemarkt Fuß zu fassen. Via Instagram kündigte Ihre Ehefrau Emma Coronel Aispuro Ihr gemeinsames Fashion-Label »JGL« an: »Ich habe ein Projekt für eine Modelinie. Ich will meinen und Joaquíns Stil voranbringen.«

Dass auch Ihre Haute Couture süchtig machen und zahlreiche Abnehmer finden wird, steht indes nicht zu bezweifeln – bei Ihrem feinen Näschen für guten Stoff!

War dagegen noch nie en vogue: Titanic

 »Auto Motor und Sport«!

In Deiner Ausgabe vom 28. März hast Du den Audi R8 getestet und mit fünf von fünf Sternen bewertet. Da steht dann zum Beispiel unter »Umwelt« als Pluspunkt »geringe Umweltbelastung dank geringer Stückzahl« sowie, allen Ernstes, »nachhaltig, da voraussichtlich lange Nutzung«. Nun lässt sich derlei natürlich auch über Kreuzfahrtschiffe sagen, die es ja auch nicht in sooo hoher Zahl gibt und die immerhin ein paar Jahrzehnte halten.

Aber Minuspunkte hast Du in dieser Rubrik ebenfalls ausfindig gemacht, wenigstens einen: »Okay, sagen wir, wie es ist: sehr hoher Verbrauch«. Der aber letztlich wurscht ist, denn über dem Testkasten resümierst Du mit brutaler Ehrlichkeit: »Fünf Sterne? Aber der CO2-Ausstoß und der … egal. Einfach egal! Fünf Sterne verdient sich alleine schon der V10, weil er einer der letzten Sauger ist. Am besten heute fahren, morgen ist es zu spät.«

Haha, lustig. Und weißt Du was, »Auto Motor und Sport«, übermorgen ist es sogar noch später, weil wir alle zu tot sind, um Zehnzylinder-Monstren zu fahren.

Du saugst! Titanic

 Gute Idee, Spektrum.de!

Die zukünftige Kolonialisierung des Weltalls und die dazu nötige Raketentechnologie kommt zwar auch dank privater Unternehmen ganz gut voran, doch nach oben ist natürlich – buchstäblich – keine Grenze gesetzt. Und so verkündetest Du, dass die Raumsonde New Horizons auf dem Kuipergürtelobjekt Ultima Thule Alkohol gefunden hat.

Damit wäre der erste Schritt für ein schnelleres Vorantreiben der Besiedlung getan. Jetzt müssen wir dieses Ergebnis nur noch der Schnapsnase Jean-Claude Juncker stecken, und in weniger als zehn Jahren ist jeder noch so kleine Asteroid durch die ESA auf Fusel abgeklopft und besiedelt.

Verneigt sich vor Deiner intergalaktischen Genialität: Titanic

 For fuck’s sake, George Clooney!

In einer englischen TV-Show erzählten Sie uns, dass Sie einmal vor Ihrer Haushälterin die »braune Windel« eines Ihrer Kinder aus dem Müll genommen hätten, um diese dann genüsslich auszulecken. »Sie lief schreiend weg!« feixten Sie. Und wenn Sie, Clooney, jetzt denken, dass an dieser Geschichte auch nur irgendetwas besser wird, weil Sie, wie Sie nachschoben, die Windel vorher mit Nutella präpariert hatten – dann irren Sie krankes Schwein sich aber gewaltig.

Begeben Sie sich in Behandlung! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Technikpionier

Dass meine Zeitmaschinen viel besser funktionieren als sämtliche Konkurrenzmodelle, ist nun wirklich keine Überraschung. Ich bau’ die Dinger ja schließlich schon seit 2069.

Andreas Maier

 Neuer Ethik-Kodex

Um mehr Fairness im Online-Handel zu erreichen, schlage ich vor, dass profitmaximierende Abmahnanwälte hin und wieder auch mal etwas bei ihren Opfern bestellen.

Jan Guthmann

 Zwiebelschlaf, der:

tritt auf nach langen Kochsitzungen mit Zerschneidung von Zwiebelgewächsen. Aufgrund der Überanstrengung und Überessung erfolgt beschleunigtes abendliches Müdewerden. Da in den Augen aber immer noch (!) ätherische Zwiebelöle herumschwimmen, folgt direkt auf jedes noch so beiläufig-friedliche Zufallen derselben ihr unmittelbares, schreckbegleitetes und schmerzvoll-brennendes Wiederaufreißen. Kann sich bis drei Uhr morgens hinziehen und nur überwunden werden, indem die betroffene Person sich einen in Mixed-Pickles-Sud getränkten Waschlappen über den Kopf zieht und die Worte »Gelegenheit macht Zwiebel, jetzt reicht es aber mal« geheimnisvoll vor sich hinmurmelt, aus dem Fenster springt und selig auf dem Komposthaufen verschimmelt.

Adrian Schulz

 Waschzwang

Ich wasche immer erst ab, wenn alle kleinen Löffel dreckig sind. Die gehen mir immer als erstes aus. Wenn ich also beim Morgenkaffee merke, dass ich keinen sauberen kleinen Löffel mehr habe, dann wird richtig krass abgewaschen. Zumindest ein kleiner Löffel.

Dorthe Landschulz

 Ehrliche Speisekarte

Ich fand es bemerkenswert, wie auf dem Menüplan zumindest im Diminutiv auf das Tierleid in der Fleischproduktion hingewiesen wurde: »Heute: Schwein-Elendchen«. Es war dann aber leider doch nur ein Tippfehler.

Jürgen Miedl

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
25.05.2019 Menden, Scaramouche Lyrikpreis »Der große Dinggang«
25.05.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
26.05.2019 Berlin, Volksbühne Heiko Werning mit Paula Irmschler u.a.
28.05.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner