Vom Fachmann für Kenner | Oktober 2008


Träume

Als letztens der Dauerfalschparker in meiner Straße endlich ein Knöllchen bekam, habe ich kurz triumphierend die Faust geballt. Als einige Tage später in der Fischspezialitäten-Fastfood-Filiale, die Ziel meiner täglichen Mittagspause ist, die Fischbrötchen plötzlich ganz aufgeschnitten wurden und ich mich folgerichtig nicht mehr damit herumärgern mußte, wie ich den Fisch nach jedem Biß wieder innerhalb des Brötchens in Position schiebe, da hatte ich vor Glück Tränen in den Augen. Nun frage ich mich, wann der nächste in Betracht kommende Traum – der Frieden in Nahost – zur Erfüllung ansteht.

Bernhard Löwenberg

Flexibel

Baldrian und Kokain sind die ideale Mischung, wenn man weder im Mittelpunkt stehen möchte noch als Langweiler gelten will.

Stefan Sichermann

Ausgemahlen

Anfangs war ich skeptisch, als mir mein Zahnarzt eine Beißschiene gegen das Zähneknirschen verschrieb. Mittlerweile muß ich sagen: Beim Onanieren und bei »Anne Will« hat sie bereits gute Dienste geleistet.

Thomas Kuhlmann

Ein Vorschlag

Puccini, »Turandot« (Arte): Prinz Calaf muß drei Fragen beantworten, um die eiskalte Prinzessin Turandot freien zu können; die darauf aber erst mal überhaupt keinen Bock hat und deshalb, als Calaf auch die zweite Frage richtig beantwortet und das Volk ihm zujubelt, vor Wut ihre Wachen anweist: »Schlagt den Pöbel!«
Unter diesen Umständen würde sogar ich mir G. Jauchs Millionärsquizdreck ansehen: Wenn nach Beantwortung der 100 Euro-Frage das Publikum von der Security verdroschen würde.

Stefan Gärtner

Dicker als Wasser

Ein Bierzelt in der Oberpfalz. Tausende von Menschen lauschen einem politisch wie kulturell hochwertigen Haindling-Konzert und leeren dabei Zigtausende von Maßkrügen. Mein Biertischnachbar bestellt natürlich auch Maß für Maß – aber immer nur Radler. Gegen Ende des Abends läßt er dann die Katze aus dem Sack: »I muaß morgn früah zum Doktor, Bluat obnehmen lossn. Do derf i heit obnd hoit nix trinken.«

Andreas Volz

Gewissensfragen

War es Rassismus, latenter Behindertenhaß oder verklemmte Sexualität, die mich angewidert den Kopf schütteln ließen, als ich in einem Kölner Kiosk einen kopierten Flyer mit folgendem Text erblickte: »Schwarzer Kunstleder-Swinger mit Chrombeinen günstig abzugeben. Nur 80 €!«? Oder machte sich nur meine ewige Plastikallergie bemerkbar?

Heiko Bentrup

Schöne Tradition

In einer Kleinstadt im Norden, in welcher ich neulich weilte, pflegt ein Teil der dortigen Kaufmannschaft, im Bemühen, gleichermaßen seriös wie jovial zu erscheinen, die schöne Tradition, sich möglichst gedrechselt auszudrücken. So wird man etwa, nach Vorzeigen der gewünschten Ware, an der Kasse des Schreibwarenladens beschieden: »Die beiden Sachen? 4,50 soll das sein.« Schon wollte ich anheben, die vermeintliche Frage zu beantworten und die Causa richtigzustellen, da es sich keineswegs um 4,50 handelte, sondern um zwei feine Bleistifte, doch gerade im rechten Moment besann ich mich, es zu halten wie der Ethnologe, also zu schweigen und so dazu beizutragen, das kulturelle Erbe der Menschheit zu bewahren.

Tibor Rácskai

Schau, schlau!

Wer trotz ALG II beim Lachsessen nicht auf den leckeren scharfen Meerrettich verzichten will, kann sich die Geschmackssensation mit einem einfachen Trick ganz umsonst verschaffen: Einfach nach dem Biß ins Lachsbrötchen einige Nasenhaare ausreißen, fertig.

Arne Holst

Spezielle Vorliebe

Eines mache ich potentiellen Liebschaften stets schon am Tresen klar: Im Bett hab ich die Hosen an!

Sascha Dornhöfer

Nahtod-Erfahrung

Wenn irgendwann, im Angesicht des Todes, mein Leben vor meinem inneren Auge noch mal als Film abläuft, taucht dann vorher eigentlich der Hinweis auf, daß ich diesen Film nicht illegal mitschneiden darf? Und müßte ich nicht eigentlich schon gewarnt sein, wenn der Eisverkäufer reinkommt?

Nils Heinrich

Cum grano salis

In einem Ratgeber für musikalische Heimaufnahmen fand ich kürzlich den erstklassigen Tip: »Benutze Hall- und Echo-Effekte, wie du Salz beim Kochen benutzt.« Das hieße dann in meinem Fall: Immer schön rein damit, und je mehr, desto besser!

Mark-Stefan Tietze

Aversionsminimierung

Ein Bekannter, genußvoller Raucher, beklagt regelmäßig eine heftige Unlust auf Zigaretten, welche ihn bereits nach harmlosen Anstrengungen auf dem Fahrrad geradezu anfalle und bis zu drei Stunden anhalten könne. Neulich parierte ein Dritter bei einem Gelage mit dem bedenkenswerten Rat: Durch ein hastig hinuntergespültes Weizenbier unmittelbar nach Verlassen des Fahrradsattels lasse sich die Zeit der Aversion ohne weiteres auf wenige Minuten »runterfahren«

Christof Goddemeier

Wie die Zeit vergeht!

Die junge Dame, die auf der Party nach der Uhrzeit fragt und von mir »zwölf Uhr« zur Antwort bekommt, ist total perplex: »Wie? Eben war’s doch schon eins!« Sichtlich erleichtert löst sie das Rätsel nach einiger Zeit selbst: »Ach so, das war gestern.«

Martin Schwarzbeck

Meine neuen Skills

Mittlerweile traue ich mir fast alles zu. Denn die Fehler, die andere – gerade in höheren Positionen – begehen, die kann ich auch!

Friedrich Krautzberger

Zu arm

In einer Fernsehdokumentation über China beklagte sich ein Junggeselle aus der Provinz, daß man heutzutage ein eigenes Haus brauche, um eine Frau zu finden. Ich fühlte mich sofort entmutigt: Wenn solche Anforderungen schon im armen China gestellt werden, was für Erwartungen haben dann erst Frauen im reichen Deutschland?

Jonas Haas

Münchner Paranoia

Ich war die letzten Jahre nicht mehr auf dem Oktoberfest, aus Angst vor Terroranschlägen. Nicht mal unter der Woche bin ich gegangen, wenn weniger Leute da sind. Ich will eine möglicherweise ja vorhandene soziale Ader potentieller Attentäter nicht ausschließen, die sich sagen: »Gut, wir sind human, wir machen den Anschlag an einem Tag, wo weniger Leute da sind.«

Markus Riexinger

Von nichts kommt nichts

Als Kollege Ertu am Montagmorgen wieder über seinen schweren Laptop klagt, schweigen wir verlegen. Bestimmt hat er sich am Wochenende wieder mächtig was runtergeladen.

Marcel Vega

Maßnahme

Jetzt, da das Oktoberfest wieder begonnen hat, frage ich mich, wieso noch niemand ein anti-alkoholisches Gegenevent zur Wies’n erfunden hat. Den Eröffnungsspruch zum Anti-Bier-Fest kann ich mir jedenfalls schon vorstellen: »O-Saft is’!«

Thorsten Gaitzsch

Im Restaurant

– Sag mal… Rio Reiser ist doch tot, oder?
– Ja.
– Sicher?
– Wie, sicher? Klar ist der tot.
– Rio Reiser, ne?
– Ja-ha!
– Wann is’n der gestorben?
– Keine Ahnung, Mitte der 90er oder so.
– Ganz sicher?
– Ja, verdammt!
– Okay, dann ist gerade Blixa Bargeld aufs Klo gegangen.

Karlo Tobler

Bange Frage

Kita-Eingewöhnung, Gruppe Minimäuse. Mein Sohn stürzt sich sicherheitshalber erst mal auf die Bücher. Ein Bilderbuch mit Fahrzeugen. Jede Doppelseite ein Fahrzeug und ein Satz. Ich lese vor und staune über die Wörter: Löffelbagger, Schwebebühne, Hubkanzel, Gleiskettenfahrzeug… Zum Glück habe ich die Wikipedia jetzt noch exklusiv und meinen Wissensvorsprung sicher. Aber wie lange noch?

Heiko Werning

Merkzettel für Filmregisseure

1. Intro
2. Turbulenzen
3. Überraschendes Ende

Moses Wolff

Bestätigung

Vom Balkon unseres Urlaubsquartiers beobachten wir den Streit zweier kleiner Mädchen. Eines, welches offensichtlich Nala heißt, schreit dem anderen entgegen, daß es eine doofe Zicke sei und seine Eltern viel weniger verdienten als die seinen. Wir wissen zwar nicht, ob es sich bei dem beschimpften Kind um jenes handelt, welches vor wenigen Augenblicken auf dem Hoteltelefon versehentlich bei uns angerufen hatte und eine Nala sprechen wollte, die wir zwar nicht kannten, von der wir aber genervt wegen der Häufigkeit solcher Fehlanrufe behaupteten, sie wolle die Anruferin nicht sprechen, weil diese eine doofe Zicke sei und ihre Eltern viel weniger verdienten als die ihren, vermuten es aber und freuen uns nun, daß wir mit unserer Ad-hoc-Behauptung die Wahrheit so genau getroffen haben.

Uwe Geishendorf

ÖPNV des Grauens

Als ich in einer fremden Stadt mit der Straßenbahn zu einem Auftritt fuhr, hielt die Bahn hintereinander an folgenden Haltestellen: Friedhof – Kirche – Frankenstein. Der Auftritt war dann aber trotzdem schön, niemand kam zu Schaden, und es gab nicht einmal ein unheilvolles Gewitter.

Nadja Schlüter

Englisch-Deutsch

In der Londoner U-Bahn wird man beim Ein- und Aussteigen lapidar vor der Bahnsteig-Lücke gewarnt: »Mind the gap!« Auf dieselbe Gefahr, jedoch in umständlicher deutscher Ausführlichkeit, weist ein großes Schild im Berliner S-Bahnhof hin: »Achtung! Bitte beachten Sie die Lücke zwischen Zug und Bahnsteigkante!«
Das deutsche Schild ist so lang, damit könnte man den doofen Spalt glatt abdecken.

Friedemann Encke

Hoffnungsschimmer

Heute die Kurse beobachtet: Öl, Gold, Dow Jones, DAX – alles im Sturzflug. Wird dafür jetzt evtl. das Geld wieder mehr wert?

Harald Wurst

Ausländer durch die heitere Lupe gesehen

Mit einer Japanerin im Zugabteil zu sitzen, der in einem fort die Stricknadeln zu Boden fallen, ist schon komisch genug. Wie unterhaltsam müßte es erst sein, ihr bei Gelegenheit mal beim Essen zuzusehen!

Hans Kantereit

Stalker

Meine Zurückhaltung und Menschenscheu ist einigermaßen groß. Es müssen schon außergewöhnliche Umstände eintreten, daß ich mit einem Unbekannten die Telefonnummern austausche. Wenn aber dieser Unbekannte nach einer Woche anruft und mich fragt, warum ich mich nicht melde, bei seinem zweiten Anruf vom vertraulichen Du zum Sie übergeht und mir schließlich, nachdem ich seine Forderungen ignoriert habe, wüste Drohungen auf den Anrufbeantworter spricht, dann lehrt mich diese traurige Entwicklung bloß eines: Daß ich mir beim nächsten Mal sehr genau ansehen werde, bei wem ich einen Auffahrunfall verursache.

Michael Ziegelwagner

Unterscheidungshilfe

Freitagabende lassen sich von Donnerstagabenden oder Mittwochabenden unter anderem dadurch unterscheiden, daß man junge Pärchen sehen kann, die mit Salatschüsseln unter den Armen vor Haus­eingängen stehen und die richtige Klingel suchen.

Lars Weisbrod

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ulm!

»Du kannst nicht beides haben?« steht fett gelettert auf Anzeigen Deiner neuen Image-Kampagne. Ja, aber was denn »beides«? Die Auflösung folgt: »Doch: In Ulm/Neu-Ulm! Erlebe hier Bayern und Schwaben zusammen in der Zweilandstadt.« Ja, wirklich? Bayern und Schwaben in einer Stadt? Ist das möglich? Wovon wir nur zu träumen wagten, wird endlich wahr! Sodom und Gomorrha! Hoffentlich lässt sich unser Bali-Urlaub noch umbuchen. Aber im Ernst: Auch eine weniger depperte Kampagne würde uns nicht in Dein doppelt versaubeuteltes Nest locken.

Huch! War das jetzt Spott und Hohn? Genau! Denn bei uns, liebes Ulm, kannst Du beides haben!

Pfiati und ade! Titanic

 Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Sie sind von den Delegierten des Fußball-Weltverbandes per Akklamation für vier weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Für Ihre erste Amtszeit fanden Sie dann lobende Worte: »In den vergangenen drei Jahren und vier Monaten ist aus dieser vergifteten, fast kriminellen Organisation das geworden, was sie sein soll. Eine Organisation, die sich um Fußball kümmert und den Fußball entwickelt.«

Und zu diesem Wandel zu einer letalen, vollends kriminellen Organisation beglückwünschen Sie angesichts anhaltender Medienberichte über das sklavengleiche Hausen, Schuften und Sterben auf den WM-Baustellen in Katar ebenso wenig wie zu Ihrer Wiederwahl:

die Menschenrechts-Ultras von Titanic

 Psychoanalytiker und Publizist Carlo Strenger!

Angeblich gehen Sie in Ihrem neuen Buch »Diese verdammten liberalen Eliten« mit diesen verdammten liberalen Eliten, zu denen Sie ja selbst gehören, streng ins Gericht. Doch nach der Lektüre fragen wir uns eins verdammt noch mal schon: Warum nicht noch viel strenger, Strenger?

Illiberal: Titanic

 Ina Tenz!

Sie sind seit zwanzig Jahren Programmdirektorin im Hörfunk und wollen bei Antenne Bayern jetzt ein Lied von Sarah Connor ohne den ersten Satz senden, denn der Satz lautet: »Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt.« Denn Vincent ist jung und schwul, weiß es aber noch nicht. Ein Song mithin, der Mut machen soll usw.

Was Sie nun daran stört? »Als erwachsene Frau gar nichts, aber als Mutter. Ich habe einen neunjährigen Sohn, und wenn er diesen Song im Radio hören und mich dann fragen würde, was diese erste Zeile bedeutet, dann möchte ich mit meinem Sohn nicht im Auto irgendwo auf dem Weg von der Schule zum Gitarrenunterricht über dieses Thema sprechen.«

Aber, Frau Tenz: Wo Sie doch nun so schön dem Klischee der sehr erwachsenen, sehr besorgten Karrieremutter und Elterntaxifahrerin entsprechen, da wird der Sohnemann auch das Klischee bedienen, wonach Neunjährige schon wissen, was ein Porno ist. Meinen S’ nicht auch?

Jederzeit gesprächsbereit: Titanic

 Sächsischer Justizminister Sebastian Gemkow (CDU)!

Als Sprecher der CDU-geführten Bundesländer gegen den Antrag Niedersachsens, das Containern zu legalisieren, haben Sie am fürsorglichsten argumentiert. In einem Fünf-Sterne-Hotel in Travemünde meinte es empathisch aus Ihnen: »Wir wollen nicht, dass sich Menschen in eine solche menschenunwürdige und hygienisch problematische Situation begeben.«

Weil es auch kein Gesetz gibt, das Menschen vor der menschenunwürdigen Situation schützt, Essen aus dem Müll holen zu müssen? Oder weil Sie, Gemkow, sich aus Solidarität ein bisschen schmutzig fühlen wollen, indem Sie den Armen sogar die Brosamen der Wegwerfgesellschaft verweigern? Oder geht es Ihnen schlicht um Entmündigung derer, die auf Mundraub angewiesen sind?

Fragt mit schlechtem Appetit: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gesichtsschnee

Ein ohnehin schon sehr merkwürdiges Gesetz, das – noch erstaunlicher! – weltweit gilt, verlangt von Menschen, die sich in den Bergen aufhalten, dass sie Rasierschaum oberhalb einer Höhe von 6659 Metern ausschließlich als Gesichtsschnee bezeichnen. Wer’s nicht glaubt, kann gern einmal versuchen, in den Bergen oberhalb einer Höhe von 6659 Metern Rasierschaum zu kaufen.

Andreas Maier

 Mein Coach

hat mir aufgrund meines grüblerischen Wesens als wichtigsten Lebenstipp mitgegeben, immer nach vorne zu schauen, die Zukunft fest im Blick zu haben. Seitdem denke ich ständig an den Tod.

Anselm Neft

 Marktversagen

Als Ergebnis einer Google-Recherche nach dem von einem US-Comedian angepriesenen T-Shirt mit der Aufschrift »Neoliberalism sucks!« wurden mir ausnahmslos Hemden mit dem Slogan »Socialism sucks!« angezeigt. Daraus lässt sich nur eines folgern: Das System hat eindeutig abgewirtschaftet, ja ein Eigentor geschossen. Meine Nachfrage konnte schließlich nicht befriedigt werden!

Burkhard Niehues

 Keine Frage des Geldes

Wirklich arm fühlt man sich, wenn einer dieser NGO-Spendenbettler, die in der Fußgängerzone herumstehen, sein Gesicht hinter dem Klemmbrett verschanzt, sobald man auf ihn zugeht.

Julia Mateus

 Geschichtsmoral

Als ich die neueste Verfilmung von Otfried Preußlers »Die kleine Hexe« sah, war ich erneut gepackt von dieser Geschichte. Wie die kleine Hexe ausgestoßen wird, weil sie sich in ihrer grundfalschen Welt aus inneren Beweggründen zum Guten bekennt. Sie hält dem unfassbaren Druck ihrer missratenen Peer Group nicht nur stand, sondern wendet sich aktiv gegen das Böse. So verbrennt sie am Schluss die Zauberbücher ihrer Rivalinnen auf dem Scheiterhaufen, um die bösen Hexen für immer unschädlich zu machen. Die pädagogische Botschaft hinter der ganzen Geschichte ist klar: Bücherverbrennungen sind nicht immer schlecht.

Jürgen Miedl

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 18.07.:

    "Vice" hat Martin Sonneborn im Wahlkampf begleitet.

Titanic unterwegs
11.08.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
22.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hans Traxler. Zum Neunzigsten«
23.09.2019 Lyon, Goethe-Institut Katharina Greve: »Das Hochhaus«
02.12.2019 Neu-Anspach, Freilichtmuseum Hessenpark Greser & Lenz: »Hessen först«