Vom Fachmann für Kenner | Januar 2007


Letztens auf dem Dorffest

»Hi Lukas, sollen wir beide mal eben einen Jägermeister trinken gehen? Das würde doch passen.«

»Wieso würde das passen?«

»Weil, Jägermeister nennt man doch auch Hochsitzcola oder Hörne bzw. Hörnerwhisky.«

»Ja und, was hat das mit mir zu tun?«

»Ich meine nur, weil du ja der Gehörnte bist!«

»Wieso bin ich der Gehörnte?«

»Weil deine Freundin doch letztens mit Timo rumgemacht hat.«

»Was hat die?«

»Ich hol uns dann mal zwei Bier!«

Frank Scheller

Schutzhaftpflicht?

Auch im Intranet meines neuen Arbeitgebers gibt es Mitarbeiter-Seiten, auf denen man eine formalisierte Selbstdarstellung ablassen kann. Der oder die Macher der Webseite erachteten es dabei als angebracht, ein Feld mit der Bezeichnung »Auto-KZ« einzufügen. Ich stand ratlos davor – soll ich etwa mein Auto ins Konzentrationslager schicken? Vielleicht nach Treblinker, Mauthausen oder Warndrejek? Das steht aber nicht im Tarifvertrag!

Theobald Fuchs

Traumflatrate

Gestern träumte ich die ganze Nacht ausgiebig von der ersten Ansprache des neuen Telekom-Chefs Obermann an seine Untergebenen. In Erinnerung blieb mir aber nur der Schlußsatz seines Vortrags: »Wenn ich einen von euch während der Arbeitszeit beim Telefonieren erwische, ist der Teufel los…!«

Uwe Becker

Ist so

Seit ich einen künstlichen Darmausgang habe, geht mir die Verdauung quasi am Arsch vorbei.

Wolfgang Beck

Celebrity

Heutzutage muß man ja nichts mehr leisten, um Promi zu werden. Hier was Dummes gesagt, dort das Brüstchen hergezeigt: mehr ist nicht. Früher war das ganz anders, da stand hinter dem Status der Berühmtheit noch Großes. So erinnere ich mich genau an jenen Sonntag im November 1983, als uns in der Kinderkirche von Martin Luther erzählt wurde, aus Anlaß seines 500. Geburtstags. Und mir, damals fünf Jahre alt, war sofort klar, daß dieser Mann nicht grundlos berühmt, daß sein Name zu Recht überall bekannt ist: Schließlich gibt es nicht so viele Fünfhundertjährige auf der Welt.

Harald Mühlbeyer

Waschtag

Lustig ist auch, wenn man im Supermarkt einem Gruftipärchen begegnet, das gerade Waschmittel für Weißes und Buntes in den Einkaufswagen legt, und man sich denken kann: »Ha! Erwischt!«

Kathrin Müthing

Sonst aber sehr gut

Ich bringe mein Fahrrad zur Reparatur immer in eine gemeinnützige Einrichtung. Die Werkstatt ist sehr billig, und der kleine Haken ist eigentlich nur, daß es psychisch Kranke sind, die das Rad dort reparieren. Wenn die sehr depressiv sind und keinen Sinn darin sehen, dann machen die eben auch meine Bremsen nicht heil.

Mark-Stefan Tietze

Die Hochzeit meines besten Freundes

Was hat man über Hochzeiten nicht alles schon für Sachen gehört. Da erbricht sich der Bräutigam, noch meterbreit vom Vorabend, mitten in der Trauung vor des Pfarrers Füße, die sich plötzlich hintergangen fühlende Ex schreit den Standesbeamten zusammen, oder die Schwiegermutter schneewalzert ihre zwei Zentner volle Breitseite ins Büffet. Nicht so leider bei der Hochzeit meines besten Freundes. Brautpaar, Aufgebot und Gäste erschienen aufgeräumt und pünktlich in Standesamt und Kirche, niemand hatte versehentlich die Trauringe zu Hause liegenlassen, und die anschließende Feier im Gemeindehaus endete Schlag zwei mit Udo Jürgens’ »Ich war noch niemals in New York«.

Ich will es meinem Freund nicht so direkt sagen, aber meiner Meinung nach ist diese Ehe jetzt schon zum Scheitern verurteilt.

Daniel Sibbe

Irgendwie komisch

Ich finde meinen Nachbarn irgendwie komisch: Tagsüber ist er als Briefträger unterwegs und verteilt zu Fuß und mit seinem gelben Fahrrad Werbebriefe, Rechnungen und Mahnungen. Dann kommt er nach Hause, ruht ein wenig, tauscht die Post-Uniform gegen bunte Sportkleidung aus und bereitet sich auf den nächsten Marathon vor. Bei mir ist das ganz anders: Tagsüber sitze ich im Büro und schreibe Werbebriefe, Rechnungen und Mahnungen. Dann komme ich nach Hause, ruhe ein wenig, lege lockere Freizeitkleidung an und schreibe allerlei lustige Texte. Mein Nachbar findet das irgendwie komisch, glaube ich.

Torsten Jansen

Soziales Elend

Neulich: Konzert, Oasis gesehen, aber eigentlich fast gar nichts gesehen, weil ganz hinten gestanden. Wie dann alle irgendwann über ihren Köpfen im Takt klatschten und anschließend mit emporgereckten Händen die Texte skandierten, war die Bühne endlich zur Gänze verdeckt und mir vollkommen klar: Es gibt einfach zu viele Arme auf der Welt.

Philipp Schwenke

Ehrliche Werbung

Beim letzten Wochenend-Flanieren lachte mich aus einem hell erleuchteten Schaufenster eine große Werbetafel an: »Nie mehr zuviel bezahlen«. Daß dies kein leerer Werbespruch, sondern eine seriöse, hundertprozentig zutreffende Prognose war, wurde mir klar, als ich mir den Laden genauer ansah: Es war ein Bestattungsinstitut.

Katharina Greve

Plan B

In der Aral-Tankstelle am Sonntag. Ein Mann tritt in Begleitung eines etwa neunjährigen Kindes an die Kasse und fragt: »Habt ihr Bratensoße?«

Kassiererin: »Nein, haben wir nicht.«

Mann: »Aber ihr hattet doch mal welche.«

Kassiererin: »Äh, nicht daß ich wüßte. Das is ’ne Tankstelle.«

Der Mann blickt verwirrt das Kind an, das nur stumm die Schultern zuckt, und fischt aus den Zeitschriften ein Magazin: »Na dann eben ’ne Packung Marlboro und die Coupé.«

Philip Wolf

Wer…

… als junger Mensch die Schulbank drückt und sich unablässig die Telenovelas im Fernsehen reinzieht und dann denkt, während der Arbeitszeit werde ständig Privates bequatscht, Partnerwechsel betrieben, geliebt, gestritten und gekocht, pedikürt und gesoffen und würden Testamente geändert, Reisen gebucht und Pillen geschluckt, dem sei gesagt: Genau so ist es.

Wer später keine Arbeit bekommt, muß auf all das verzichten.

Thomas Tonn

Guter Grund

»Du wirkst so geknickt, was ist denn los?«

»Ach, ich hab wieder eine Freundin.«

Dirk Warnke

Worüber Sanitäter lachen

Bei der Rettung, so habe ich mir sagen lassen, gibt es eine Art Code, dessen sich die Sanis bedienen, wenn sie ihren Kollegen über Funk eine Neuigkeit mitteilen wollen. Es lassen sich angeblich sogar verschiedene Dialekte unterscheiden, je nachdem ob einer beim Roten Kreuz oder bei den Maltesern oder woanders fährt. So heiße es bei den Rotkreuzlern nicht Arzt, sondern »Druide«, bei den Johannitern aber »höheres Wesen«. Ein Herzinfarkt ist entweder ein »Tennisarm« oder ein »Herz-As«, während ein epileptischer Anfall wieder von allen übereinstimmend als »Dirty Dancing« bezeichnet wird.

Tibor Rácskai

Diskretion ist Ohrensache

Neulich im Taxi in Oberschwaben: Mein Handy klingelt. Kaum habe ich abgenommen und spreche mit meinem Boß in England, dreht die Taxifahrerin das Radio auf ohrenbetäubend laut. Ich bitte sie also, das Radio wieder leise zu stellen, damit ich mein Gespräch fortführen kann. Als ich mich kurze Zeit später nach dem Grund dieser unsinnigen Handlung erkundige, sagt sie: »Ha wisset Se, i wollt bloß net, daß Sie glaubet, i hör mit.« Später bietet sie mir dann noch ein Bonbon an.

Markus Hessenberger

Paßwörter

Weil es viele Computernutzer Spionen immer noch zu einfach machen, indem sie ihre Daten nur mit dem Vornamen von Familienangehörigen oder Städtenamen schützen, raten Experten zu komplizierten Paßwörtern, schrieb die Thüringer Allgemeine. Die Paßwörter sollten aus Groß- und Kleinbuchstaben, dazu aus Satzzeichen und Zahlen bestehen. »Qviyf2,9grmf« knackt so schnell keiner, wurde behauptet. Das würde ich bezweifeln. Immerhin stand es schon in der Zeitung.

Uwe Geishendorf

Befürchtung

Genervt vom grauen Regenwetter, wollte ich mir gerade einen karibischen Sandstrand mit mir darauf vorstellen. Hat aber nicht geklappt. Nun fürchte ich, daß ich auf meinem inneren Auge blind bin.

Tim Wolff

Stuttgart geht aus

An die Schwaben im allgemeinen und die Stuttgarter im besonderen kann man sich, zumindest wenn man so schmerzunempfindlich ist wie ich und wegen einer hervorragend bezahlten Arbeit im Grunde gar keine Wahl hat, durchaus gewöhnen. Als ich neulich zufällig auf eine Zeitschrift namens »Stuttgart geht aus« stieß – wohl eine Art Gastronomieführer –, war mein erster Gedanke allerdings dennoch: »Na endlich! Und hoffentlich wird es auch nie wieder angemacht.«

Thea Unangst

Nur so zur Info

Nur weil man mit dem Darsteller einer Schwulen-Sitcom von einer Preisverleihung nachts rotzbetrunken zum Hotel fährt, heißt das noch gar nichts, Herr Taxifahrer.

Murmel Clausen

Unmoralisches Angebot

Auf der Reeperbahn Nähe Davidswache: Ich stehe an einer Fußgängerampel in einem Menschenpulk und warte auf Grün, als mir jemand auf die Schulter tippt. Sie säuselt mir zu: »Weißt du was, du kriegst von mir so ’nen richtig schönen geilen Tittenfick, für 30 Euro, plus Kaltgetränk.«

»Für 30 Euro?« frage ich erstaunt, was nicht nur pikierte Blicke der Passanten zur Folge hat, sondern auch ihre Gegenfrage: »Ist dir das vielleicht zu viel?« Ich beeile mich, entschieden zu verneinen. Um mich herum meine ich schon die Leute sagen zu hören: »Schau dir diesen Widerling an. Jetzt bietet ihm die Kleine so günstig einen Tittenfick plus Kaltgetränk – und er will sie noch runterhandeln!«

In diesem Moment schaltet glücklicherweise die Fußgängerampel auf Grün, und ich entwische meiner Liebesdienerin. Aber noch den ganzen Tag beschäftigt mich die Frage: Was hätte wohl ein Tittenfick plus Kaltgetränk plus Vorspeisenteller gekostet?

Jörg Armbrüster

Einfach gut

Die Droge Cannabis finde ich vor allem deshalb so gelungen, weil man nur bekifft seine Wäsche von der Waschmaschine in den Trockner umräumen und sich dabei fragen kann, warum die Sachen eigentlich noch nicht getrocknet sind.

Christian Martin

Ums Prinzip

Ein etwas rustikalerer Bekannter berichtet davon, daß er in einer Kneipe grundlos geschlagen wurde und sich mit einer Platzwunde am Kopf und ziemlich benommen in einer Ecke wiederfand. Er habe nicht weiter auf dieses Attentat reagiert, eigentlich sei es ihm egal gewesen. Doch zu denken habe es ihm schon gegeben, es gehe da eben »ums Prinzip«, auch wenn es nicht weiter weh getan hätte.

Florian Haymann

Voyeurismus

Ich gebe gerne zu, daß es mich ziemlich erregt, wenn ich der Fleischfachverkäuferin in den Aufschnitt schauen kann.

Christoph Virchow

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ina Tenz!

Sie sind seit zwanzig Jahren Programmdirektorin im Hörfunk und wollen bei Antenne Bayern jetzt ein Lied von Sarah Connor ohne den ersten Satz senden, denn der Satz lautet: »Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt.« Denn Vincent ist jung und schwul, weiß es aber noch nicht. Ein Song mithin, der Mut machen soll usw.

Was Sie nun daran stört? »Als erwachsene Frau gar nichts, aber als Mutter. Ich habe einen neunjährigen Sohn, und wenn er diesen Song im Radio hören und mich dann fragen würde, was diese erste Zeile bedeutet, dann möchte ich mit meinem Sohn nicht im Auto irgendwo auf dem Weg von der Schule zum Gitarrenunterricht über dieses Thema sprechen.«

Aber, Frau Tenz: Wo Sie doch nun so schön dem Klischee der sehr erwachsenen, sehr besorgten Karrieremutter und Elterntaxifahrerin entsprechen, da wird der Sohnemann auch das Klischee bedienen, wonach Neunjährige schon wissen, was ein Porno ist. Meinen S’ nicht auch?

Jederzeit gesprächsbereit: Titanic

 Ulm!

»Du kannst nicht beides haben?« steht fett gelettert auf Anzeigen Deiner neuen Image-Kampagne. Ja, aber was denn »beides«? Die Auflösung folgt: »Doch: In Ulm/Neu-Ulm! Erlebe hier Bayern und Schwaben zusammen in der Zweilandstadt.« Ja, wirklich? Bayern und Schwaben in einer Stadt? Ist das möglich? Wovon wir nur zu träumen wagten, wird endlich wahr! Sodom und Gomorrha! Hoffentlich lässt sich unser Bali-Urlaub noch umbuchen. Aber im Ernst: Auch eine weniger depperte Kampagne würde uns nicht in Dein doppelt versaubeuteltes Nest locken.

Huch! War das jetzt Spott und Hohn? Genau! Denn bei uns, liebes Ulm, kannst Du beides haben!

Pfiati und ade! Titanic

 Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Sie sind von den Delegierten des Fußball-Weltverbandes per Akklamation für vier weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Für Ihre erste Amtszeit fanden Sie dann lobende Worte: »In den vergangenen drei Jahren und vier Monaten ist aus dieser vergifteten, fast kriminellen Organisation das geworden, was sie sein soll. Eine Organisation, die sich um Fußball kümmert und den Fußball entwickelt.«

Und zu diesem Wandel zu einer letalen, vollends kriminellen Organisation beglückwünschen Sie angesichts anhaltender Medienberichte über das sklavengleiche Hausen, Schuften und Sterben auf den WM-Baustellen in Katar ebenso wenig wie zu Ihrer Wiederwahl:

die Menschenrechts-Ultras von Titanic

 Sächsischer Justizminister Sebastian Gemkow (CDU)!

Als Sprecher der CDU-geführten Bundesländer gegen den Antrag Niedersachsens, das Containern zu legalisieren, haben Sie am fürsorglichsten argumentiert. In einem Fünf-Sterne-Hotel in Travemünde meinte es empathisch aus Ihnen: »Wir wollen nicht, dass sich Menschen in eine solche menschenunwürdige und hygienisch problematische Situation begeben.«

Weil es auch kein Gesetz gibt, das Menschen vor der menschenunwürdigen Situation schützt, Essen aus dem Müll holen zu müssen? Oder weil Sie, Gemkow, sich aus Solidarität ein bisschen schmutzig fühlen wollen, indem Sie den Armen sogar die Brosamen der Wegwerfgesellschaft verweigern? Oder geht es Ihnen schlicht um Entmündigung derer, die auf Mundraub angewiesen sind?

Fragt mit schlechtem Appetit: Titanic

 Psychoanalytiker und Publizist Carlo Strenger!

Angeblich gehen Sie in Ihrem neuen Buch »Diese verdammten liberalen Eliten« mit diesen verdammten liberalen Eliten, zu denen Sie ja selbst gehören, streng ins Gericht. Doch nach der Lektüre fragen wir uns eins verdammt noch mal schon: Warum nicht noch viel strenger, Strenger?

Illiberal: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Geschichtsmoral

Als ich die neueste Verfilmung von Otfried Preußlers »Die kleine Hexe« sah, war ich erneut gepackt von dieser Geschichte. Wie die kleine Hexe ausgestoßen wird, weil sie sich in ihrer grundfalschen Welt aus inneren Beweggründen zum Guten bekennt. Sie hält dem unfassbaren Druck ihrer missratenen Peer Group nicht nur stand, sondern wendet sich aktiv gegen das Böse. So verbrennt sie am Schluss die Zauberbücher ihrer Rivalinnen auf dem Scheiterhaufen, um die bösen Hexen für immer unschädlich zu machen. Die pädagogische Botschaft hinter der ganzen Geschichte ist klar: Bücherverbrennungen sind nicht immer schlecht.

Jürgen Miedl

 Gesichtsschnee

Ein ohnehin schon sehr merkwürdiges Gesetz, das – noch erstaunlicher! – weltweit gilt, verlangt von Menschen, die sich in den Bergen aufhalten, dass sie Rasierschaum oberhalb einer Höhe von 6659 Metern ausschließlich als Gesichtsschnee bezeichnen. Wer’s nicht glaubt, kann gern einmal versuchen, in den Bergen oberhalb einer Höhe von 6659 Metern Rasierschaum zu kaufen.

Andreas Maier

 Marktversagen

Als Ergebnis einer Google-Recherche nach dem von einem US-Comedian angepriesenen T-Shirt mit der Aufschrift »Neoliberalism sucks!« wurden mir ausnahmslos Hemden mit dem Slogan »Socialism sucks!« angezeigt. Daraus lässt sich nur eines folgern: Das System hat eindeutig abgewirtschaftet, ja ein Eigentor geschossen. Meine Nachfrage konnte schließlich nicht befriedigt werden!

Burkhard Niehues

 Mein Coach

hat mir aufgrund meines grüblerischen Wesens als wichtigsten Lebenstipp mitgegeben, immer nach vorne zu schauen, die Zukunft fest im Blick zu haben. Seitdem denke ich ständig an den Tod.

Anselm Neft

 Keine Frage des Geldes

Wirklich arm fühlt man sich, wenn einer dieser NGO-Spendenbettler, die in der Fußgängerzone herumstehen, sein Gesicht hinter dem Klemmbrett verschanzt, sobald man auf ihn zugeht.

Julia Mateus

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 18.07.:

    "Vice" hat Martin Sonneborn im Wahlkampf begleitet.

Titanic unterwegs
11.08.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
22.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hans Traxler. Zum Neunzigsten«
23.09.2019 Lyon, Goethe-Institut Katharina Greve: »Das Hochhaus«
02.12.2019 Neu-Anspach, Freilichtmuseum Hessenpark Greser & Lenz: »Hessen först«