Vom Fachmann für Kenner | Januar 2007


Letztens auf dem Dorffest

»Hi Lukas, sollen wir beide mal eben einen Jägermeister trinken gehen? Das würde doch passen.«

»Wieso würde das passen?«

»Weil, Jägermeister nennt man doch auch Hochsitzcola oder Hörne bzw. Hörnerwhisky.«

»Ja und, was hat das mit mir zu tun?«

»Ich meine nur, weil du ja der Gehörnte bist!«

»Wieso bin ich der Gehörnte?«

»Weil deine Freundin doch letztens mit Timo rumgemacht hat.«

»Was hat die?«

»Ich hol uns dann mal zwei Bier!«

Frank Scheller

Schutzhaftpflicht?

Auch im Intranet meines neuen Arbeitgebers gibt es Mitarbeiter-Seiten, auf denen man eine formalisierte Selbstdarstellung ablassen kann. Der oder die Macher der Webseite erachteten es dabei als angebracht, ein Feld mit der Bezeichnung »Auto-KZ« einzufügen. Ich stand ratlos davor – soll ich etwa mein Auto ins Konzentrationslager schicken? Vielleicht nach Treblinker, Mauthausen oder Warndrejek? Das steht aber nicht im Tarifvertrag!

Theobald Fuchs

Traumflatrate

Gestern träumte ich die ganze Nacht ausgiebig von der ersten Ansprache des neuen Telekom-Chefs Obermann an seine Untergebenen. In Erinnerung blieb mir aber nur der Schlußsatz seines Vortrags: »Wenn ich einen von euch während der Arbeitszeit beim Telefonieren erwische, ist der Teufel los…!«

Uwe Becker

Ist so

Seit ich einen künstlichen Darmausgang habe, geht mir die Verdauung quasi am Arsch vorbei.

Wolfgang Beck

Celebrity

Heutzutage muß man ja nichts mehr leisten, um Promi zu werden. Hier was Dummes gesagt, dort das Brüstchen hergezeigt: mehr ist nicht. Früher war das ganz anders, da stand hinter dem Status der Berühmtheit noch Großes. So erinnere ich mich genau an jenen Sonntag im November 1983, als uns in der Kinderkirche von Martin Luther erzählt wurde, aus Anlaß seines 500. Geburtstags. Und mir, damals fünf Jahre alt, war sofort klar, daß dieser Mann nicht grundlos berühmt, daß sein Name zu Recht überall bekannt ist: Schließlich gibt es nicht so viele Fünfhundertjährige auf der Welt.

Harald Mühlbeyer

Waschtag

Lustig ist auch, wenn man im Supermarkt einem Gruftipärchen begegnet, das gerade Waschmittel für Weißes und Buntes in den Einkaufswagen legt, und man sich denken kann: »Ha! Erwischt!«

Kathrin Müthing

Sonst aber sehr gut

Ich bringe mein Fahrrad zur Reparatur immer in eine gemeinnützige Einrichtung. Die Werkstatt ist sehr billig, und der kleine Haken ist eigentlich nur, daß es psychisch Kranke sind, die das Rad dort reparieren. Wenn die sehr depressiv sind und keinen Sinn darin sehen, dann machen die eben auch meine Bremsen nicht heil.

Mark-Stefan Tietze

Die Hochzeit meines besten Freundes

Was hat man über Hochzeiten nicht alles schon für Sachen gehört. Da erbricht sich der Bräutigam, noch meterbreit vom Vorabend, mitten in der Trauung vor des Pfarrers Füße, die sich plötzlich hintergangen fühlende Ex schreit den Standesbeamten zusammen, oder die Schwiegermutter schneewalzert ihre zwei Zentner volle Breitseite ins Büffet. Nicht so leider bei der Hochzeit meines besten Freundes. Brautpaar, Aufgebot und Gäste erschienen aufgeräumt und pünktlich in Standesamt und Kirche, niemand hatte versehentlich die Trauringe zu Hause liegenlassen, und die anschließende Feier im Gemeindehaus endete Schlag zwei mit Udo Jürgens’ »Ich war noch niemals in New York«.

Ich will es meinem Freund nicht so direkt sagen, aber meiner Meinung nach ist diese Ehe jetzt schon zum Scheitern verurteilt.

Daniel Sibbe

Irgendwie komisch

Ich finde meinen Nachbarn irgendwie komisch: Tagsüber ist er als Briefträger unterwegs und verteilt zu Fuß und mit seinem gelben Fahrrad Werbebriefe, Rechnungen und Mahnungen. Dann kommt er nach Hause, ruht ein wenig, tauscht die Post-Uniform gegen bunte Sportkleidung aus und bereitet sich auf den nächsten Marathon vor. Bei mir ist das ganz anders: Tagsüber sitze ich im Büro und schreibe Werbebriefe, Rechnungen und Mahnungen. Dann komme ich nach Hause, ruhe ein wenig, lege lockere Freizeitkleidung an und schreibe allerlei lustige Texte. Mein Nachbar findet das irgendwie komisch, glaube ich.

Torsten Jansen

Soziales Elend

Neulich: Konzert, Oasis gesehen, aber eigentlich fast gar nichts gesehen, weil ganz hinten gestanden. Wie dann alle irgendwann über ihren Köpfen im Takt klatschten und anschließend mit emporgereckten Händen die Texte skandierten, war die Bühne endlich zur Gänze verdeckt und mir vollkommen klar: Es gibt einfach zu viele Arme auf der Welt.

Philipp Schwenke

Ehrliche Werbung

Beim letzten Wochenend-Flanieren lachte mich aus einem hell erleuchteten Schaufenster eine große Werbetafel an: »Nie mehr zuviel bezahlen«. Daß dies kein leerer Werbespruch, sondern eine seriöse, hundertprozentig zutreffende Prognose war, wurde mir klar, als ich mir den Laden genauer ansah: Es war ein Bestattungsinstitut.

Katharina Greve

Plan B

In der Aral-Tankstelle am Sonntag. Ein Mann tritt in Begleitung eines etwa neunjährigen Kindes an die Kasse und fragt: »Habt ihr Bratensoße?«

Kassiererin: »Nein, haben wir nicht.«

Mann: »Aber ihr hattet doch mal welche.«

Kassiererin: »Äh, nicht daß ich wüßte. Das is ’ne Tankstelle.«

Der Mann blickt verwirrt das Kind an, das nur stumm die Schultern zuckt, und fischt aus den Zeitschriften ein Magazin: »Na dann eben ’ne Packung Marlboro und die Coupé.«

Philip Wolf

Wer…

… als junger Mensch die Schulbank drückt und sich unablässig die Telenovelas im Fernsehen reinzieht und dann denkt, während der Arbeitszeit werde ständig Privates bequatscht, Partnerwechsel betrieben, geliebt, gestritten und gekocht, pedikürt und gesoffen und würden Testamente geändert, Reisen gebucht und Pillen geschluckt, dem sei gesagt: Genau so ist es.

Wer später keine Arbeit bekommt, muß auf all das verzichten.

Thomas Tonn

Guter Grund

»Du wirkst so geknickt, was ist denn los?«

»Ach, ich hab wieder eine Freundin.«

Dirk Warnke

Worüber Sanitäter lachen

Bei der Rettung, so habe ich mir sagen lassen, gibt es eine Art Code, dessen sich die Sanis bedienen, wenn sie ihren Kollegen über Funk eine Neuigkeit mitteilen wollen. Es lassen sich angeblich sogar verschiedene Dialekte unterscheiden, je nachdem ob einer beim Roten Kreuz oder bei den Maltesern oder woanders fährt. So heiße es bei den Rotkreuzlern nicht Arzt, sondern »Druide«, bei den Johannitern aber »höheres Wesen«. Ein Herzinfarkt ist entweder ein »Tennisarm« oder ein »Herz-As«, während ein epileptischer Anfall wieder von allen übereinstimmend als »Dirty Dancing« bezeichnet wird.

Tibor Rácskai

Diskretion ist Ohrensache

Neulich im Taxi in Oberschwaben: Mein Handy klingelt. Kaum habe ich abgenommen und spreche mit meinem Boß in England, dreht die Taxifahrerin das Radio auf ohrenbetäubend laut. Ich bitte sie also, das Radio wieder leise zu stellen, damit ich mein Gespräch fortführen kann. Als ich mich kurze Zeit später nach dem Grund dieser unsinnigen Handlung erkundige, sagt sie: »Ha wisset Se, i wollt bloß net, daß Sie glaubet, i hör mit.« Später bietet sie mir dann noch ein Bonbon an.

Markus Hessenberger

Paßwörter

Weil es viele Computernutzer Spionen immer noch zu einfach machen, indem sie ihre Daten nur mit dem Vornamen von Familienangehörigen oder Städtenamen schützen, raten Experten zu komplizierten Paßwörtern, schrieb die Thüringer Allgemeine. Die Paßwörter sollten aus Groß- und Kleinbuchstaben, dazu aus Satzzeichen und Zahlen bestehen. »Qviyf2,9grmf« knackt so schnell keiner, wurde behauptet. Das würde ich bezweifeln. Immerhin stand es schon in der Zeitung.

Uwe Geishendorf

Befürchtung

Genervt vom grauen Regenwetter, wollte ich mir gerade einen karibischen Sandstrand mit mir darauf vorstellen. Hat aber nicht geklappt. Nun fürchte ich, daß ich auf meinem inneren Auge blind bin.

Tim Wolff

Stuttgart geht aus

An die Schwaben im allgemeinen und die Stuttgarter im besonderen kann man sich, zumindest wenn man so schmerzunempfindlich ist wie ich und wegen einer hervorragend bezahlten Arbeit im Grunde gar keine Wahl hat, durchaus gewöhnen. Als ich neulich zufällig auf eine Zeitschrift namens »Stuttgart geht aus« stieß – wohl eine Art Gastronomieführer –, war mein erster Gedanke allerdings dennoch: »Na endlich! Und hoffentlich wird es auch nie wieder angemacht.«

Thea Unangst

Nur so zur Info

Nur weil man mit dem Darsteller einer Schwulen-Sitcom von einer Preisverleihung nachts rotzbetrunken zum Hotel fährt, heißt das noch gar nichts, Herr Taxifahrer.

Murmel Clausen

Unmoralisches Angebot

Auf der Reeperbahn Nähe Davidswache: Ich stehe an einer Fußgängerampel in einem Menschenpulk und warte auf Grün, als mir jemand auf die Schulter tippt. Sie säuselt mir zu: »Weißt du was, du kriegst von mir so ’nen richtig schönen geilen Tittenfick, für 30 Euro, plus Kaltgetränk.«

»Für 30 Euro?« frage ich erstaunt, was nicht nur pikierte Blicke der Passanten zur Folge hat, sondern auch ihre Gegenfrage: »Ist dir das vielleicht zu viel?« Ich beeile mich, entschieden zu verneinen. Um mich herum meine ich schon die Leute sagen zu hören: »Schau dir diesen Widerling an. Jetzt bietet ihm die Kleine so günstig einen Tittenfick plus Kaltgetränk – und er will sie noch runterhandeln!«

In diesem Moment schaltet glücklicherweise die Fußgängerampel auf Grün, und ich entwische meiner Liebesdienerin. Aber noch den ganzen Tag beschäftigt mich die Frage: Was hätte wohl ein Tittenfick plus Kaltgetränk plus Vorspeisenteller gekostet?

Jörg Armbrüster

Einfach gut

Die Droge Cannabis finde ich vor allem deshalb so gelungen, weil man nur bekifft seine Wäsche von der Waschmaschine in den Trockner umräumen und sich dabei fragen kann, warum die Sachen eigentlich noch nicht getrocknet sind.

Christian Martin

Ums Prinzip

Ein etwas rustikalerer Bekannter berichtet davon, daß er in einer Kneipe grundlos geschlagen wurde und sich mit einer Platzwunde am Kopf und ziemlich benommen in einer Ecke wiederfand. Er habe nicht weiter auf dieses Attentat reagiert, eigentlich sei es ihm egal gewesen. Doch zu denken habe es ihm schon gegeben, es gehe da eben »ums Prinzip«, auch wenn es nicht weiter weh getan hätte.

Florian Haymann

Voyeurismus

Ich gebe gerne zu, daß es mich ziemlich erregt, wenn ich der Fleischfachverkäuferin in den Aufschnitt schauen kann.

Christoph Virchow

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Kleiner Junge aus der Audi-Werbung!

»Mein Vater sagt: Das Gas, mit dem unser Auto fährt, kommt vom Wind.«

Es tut uns wirklich leid, Dir das sagen zu müssen, aber Dein Vater ist ein ausgemachter Trottel. Titanic

 Hey, Sticks’n’Sushi Berlin!

Ihr sucht gerade Kellnerinnen und Kellner und habt dazu bei Facebook eine Stellenanzeige kursieren lassen, die Eure Anforderungen erfreulich deutlich macht: »Bei Sticks’n’Sushi stellen wir nur Mitarbeiter ein, die ein großes Lächeln und ein kleines Ego mitbringen. Wir stellen echte Persönlichkeiten ein. Menschen, die das Wir vor das Ich stellen.«

Ihr sucht also, mit anderen Worten, servile Duckmäuser, die sich klaglos ausbeuten, zusammenschreien und kündigen lassen, auf dass Ihr jederzeit in neuen Stellenanzeigen nach Ersatz für sie suchen könnt. Solche »echten Persönlichkeiten« zu finden, die auf ihre Persönlichkeit zugunsten der Volks- oder Betriebsgemeinschaft verzichten, sollte hierzulande wohl gelingen!

Aber unter uns: Die Chefs in Eurer Fischbude sind weiterhin die mit dem kleinen Lächeln und dem großen Ego, nicht wahr?

Von Persönlichkeit zu Persönlichkeit: Titanic

 Winke winke, Prof. Herfried Münkler!

Winke winke, Prof. Herfried Münkler!

So was wie den »Asylstreit« (CDU/CSU) muss einer wie Sie natürlich analysieren, auch mal im »Stern«: »Dieses leichtfertige Spielen mit der politischen Stabilität ruft ungute Erinnerungen an Weimar hervor« – im Gegensatz zu den vielen guten, die man derzeit bekommt, wenn man »Weimar« hört –, aber: »Soweit wird es nicht kommen.« Sollten Sie den ersten Satz ernst meinen, ist der zweite leichtfertig. Meinen Sie den zweiten ernst, ist der erste Alarmismus, Phrase.

Ja, jetzt, wo wir es sagen: »So wie seinerzeit in der SPD lässt sich die Ursache des Streits auch in der Union nicht allein an persönlichen Feindschaften festmachen. Heute wie damals steht dahinter ein Konflikt um den politischen Kurs.« Ach! »Ich glaube, dass die politische Mitte weiter eine Rolle spielt.« Oha! »Früher sprach man von ›Italienisierung‹ der Politik, heute müsste man von der ›Niederlandisierung‹ sprechen.« Soso. »Der deutschen Europapolitik droht nun das, was ich das ›französische Syndrom‹ nennen würde.« Hm.

Dieses leichtfertige Spielen mit Sinn und Sprache ruft ungute Erinnerungen an andere Ihrer Veröffentlichungen hervor. Man müsste wohl von »Deutschlandisierung« des Denkens sprechen, es ist das, was wir »Politikwissenschaftssyndrom« nennen würden.

Soweit ist es schon gekommen, fürchtet: Titanic

 Großartige Idee, »tz«!

Ein Live-Ticker zum Helene-Fischer-Konzert im Olympiastadion: »Es folgt das Lied ›Lieb mich‹«; »Helene trägt jetzt einen roten Body, an dem eine Art Umhang aus ebenfalls roten Fäden herunterfällt.« Und so weiter. Was erwartet uns als nächstes? Eine Lesung von Juli Zeh im Snapchat-Format? Die Audiospur zur Schach-WM?

Gehörlos durch die Nacht: Titanic

 Innenärgernis Horst Seehofer!

Neulich schalteten wir im ZDF »Aktenzeichen XY – ungelöst« ein – denn soweit sind wir mittlerweile, dass wir »Aktenzeichen XY« zur Ablenkung und Entspannung brauchen –, und da baute sich mittendrinne wer vor unseren Augen auf? Sie, Herr Minister!

Sie sind nämlich heuer Schirmherr des XY-Preises für Zivilcourage, welcher an Personen verliehen wird, die durch beherztes Eingreifen Straftaten verhindert haben. In einem Onlinevideo versichern Sie, damit andere Menschen motivieren zu wollen, »dass sie sich ein Beispiel nehmen, nicht für eine Kultur des Wegschauens, sondern des Helfens und des Zusammenhalts« einzustehen.

Wir müssen an dieser Stelle nachfragen. Wie weit darf Zivilcourage, darf Nothilfe gehen? Angenommen, wir werden Zeuge, wie jemand, sagen wir mittels Abschiebemaßnahmen und qua Verbannung von Rettungsbooten, das Absaufen und anderweitige Krepieren von Flüchtenden verursacht: Haben wir dann die Erlaubnis, wenn nicht die Pflicht, dem Täter gepflegt aufs Maul zu hauen? Reicht Pfefferspray? Die Hunde loslassen?

Rechtsberatungsgesuch von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Polen

Ich war mit Antje in Polen. Wir haben viele Fotos gemacht. Zwischendurch haben wir die Fotos schon mal in einem Express-Laden entwickeln lassen. Wir haben gedacht, das wäre billig in Polen, war es aber gar nicht. Als wir die Fotos abholten, waren die Farben auf den Fotos alle zu farbig, knackebunt, wie ein Comic. Irgendwas ist beim Entwickeln schief gelaufen. »Scheiß Entwicklungsland«, sagte Antje.

Kirsten Fuchs

 Dekoratives Literatur-Syndrom

Wie schlimm es um die Leselust in der Bevölkerung steht, sieht man am anschaulichsten in diversen Möbelhäusern, welche aufzusuchen mich meine renovierungswütige Gattin derzeit ständig nötigt: Da offenbar keine Diebstahlgefahr mehr besteht, wurden Buchattrappen erstmals durch echte Romane ersetzt.

Volker Schwarz

 Anatomie 4.0

So ein Körper ist doch eh nur ein unzulängliches Hilfsmittel, da kommt man ohne Improvisation eh nicht weit. Aber trotzdem weiß ich jetzt schon, dass ich ihn vermissen werde, den alten Racker, wenn ich demnächst digitalisiert werde.

Theobald Fuchs

 Sturmwarnung

Wer Wind sät, wird gar nichts ernten, ihr dummen Städter!

Dipl.agr.oec. Daniel Sibbe

 Alptraum

Geträumt, dass Wolfgang Niedecken mit BAP noch mal durchstarten will und jetzt ein K-Pop-Album aufzeichnet – BIBIM BAP. Schweißgebadet aufgewacht.

Leo Fischer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 21.08.:

    "Spiegel online" über Heinz Strunks neuen Erzählband.

  • 20.08.:

    Oliver Maria Schmitt war für die Taz auf Hausbesuch bei Linken-Sammlerin Sahra Wagenknecht.

Titanic unterwegs
29.08.2018 Berlin, Pfefferberg Theater Max Goldt
02.09.2018 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Otto. Die Ausstellung«
02.09.2018 Erlangen, Galerie Black Cube Bernd Pfarr