Inhalt der Printausgabe

Januar 2004


BENJAMIN SCHIFFNER
100 DINGE, DIE ICH UNBEDINGT NOCH TUN WILL,
BEVOR ICH 100 WERDE

(BEREITS ZUTREFFENDES BITTE ANKREUZEN)

1 MIT EINER ROLLTREPPE FAHREN ∅ 2 EINEN BAUM FÄLLEN, EIN HAUS EINREISSEN, EIN KIND ZURÜCKGEBEN ∅ 3 AUS LIEBE 100 PFANNKUCHEN BACKEN UND DANN LIEBER DOCH WEGSCHMEISSEN ∅ 4 MIR DIE HAARE VON EINEM VERRÜCKTEN SCHNEIDEN LASSEN ∅ 5 ANDEREN LEIDENSCHAFTLICH NACH DEM MUND REDEN ∅ 6 EINEN MASSENMÖRDER BEIM EINPARKEN ÜBERFAHREN ∅ 7 NICHTSAHNENDEN KINDERGARTENKINDERN HERZ-KREISLAUF-PILLEN ALS "LUTSCHBONBONS AUS PARIS" VERKAUFEN ∅ 8 AUS LEICHTSINN VORÜBERGEHEND VERBITTERN ∅ 9 NACHTS STUNDENLANG WACHLIEGEN, SCHLIESSLICH NOCH MAL AUFSTEHEN UND VORM CD-PLAYER KNIEEND ÜBER KOPFHÖRER ALBERNE UND SENTIMENTALE MUSIK HÖREN, MICH WIEDER HINLEGEN UND WEITER STUNDENLANG WACHLIEGEN ∅ 10 MICH ABSCHMINKEN, OHNE MICH ZUVOR GESCHMINKT ZU HABEN ∅ 11 MIT EINEM DICKEN, SCHWITZENDEN MANN ZEHN STUNDEN IM FAHRSTUHL STECKENBLEIBEN ∅ 12 EIN GEHEIMNIS AUSPLAUDERN, ABER NICHT VERRATEN, WELCHES ∅ 13 FÜR FÜNF MINUTEN ERNSTHAFT EIN LEBEN ALS ABGEHALFTERTE KNALLCHARGE IN BETRACHT ZIEHEN ∅ 14 NACH ALLEN REGELN DER KUNST HEREINGELEGT WERDEN ∅ 15 STERBEN MÜSSEN UND SCHLUSS ∅ 16 AUS PUREM NEID 1 MILLION DOLLAR VERDIENEN ∅ 17 ALLE CHANCEN VERPASSEN ∅ 18 AN DER SUPERMARKTKASSE ZUVIEL PRODUKTE HERAUSBEKOMMEN ∅ 19 MEINE HALTESTELLE VERSCHLAFEN UND UM 1 UHR NACHTS MUTTERSEELENALLEIN IN BRUMBY WIEDER AUFWACHEN, MIT NICHTS ALS 100 JAPANISCHEN YEN UND EINEM BÜNDEL UKRAINISCHER STAATSANLEIHEN IN DER HOSENTASCHE UND EINEM KOMISCHEN GESCHMACK IM MUND ∅ 20 IM DSCHUNGEL HINTERRÜCKS EINEN TIGER ANFALLEN ∅ 21 EINE BESCHWERDE-EMAIL MEINER ELTERN BEKOMMEN, IN DER SIE VERLANGEN, DASS DIE BEREITS GEZAHLTEN MITGLIEDSGEBÜHREN UMSTANDSLOS AUF IHR KREDITKARTENKONTO ZURÜCKGEBUCHT WERDEN, DA DIE AUF DER VON MIR BETRIEBENEN WEBSEITE ANGEBOTENEN VIDEOS NICHT WIRKLICH DEM ENTSPRECHEN, WAS MAN SICH ALLGEMEIN UNTER DEM BEGRIFF "ULTRAHARDCORE" VORSTELLT ∅ 22 EIN MITTEL GEGEN DEN HUNGER IN DER WELT FINDEN UND DEN BEDÜRFTIGEN ZU EINEM ZWAR NICHT DIREKT GÜNSTIGEN, ABER LETZTLICH DOCH ZIEMLICH FAIREN PREIS ÜBERLASSEN ∅ 23 GLEICHZEITIG IM LOTTO, BINGO, FUSSBALL-TOTO, CASINO, SCHACH, MAU MAU UND KARTEN FÜR DIE OPER GEWINNEN ∅ 24 EIN SELTSAMES GEFÜHL HABEN ∅ 25 EINFACH NICHT MEHR WEITERWISSEN ∅ 26 IMMER MAL WIEDER ALLES BESSER WISSEN ∅ 27 ZUFÄLLIG MIT ANSEHEN, WIE EINE KINDERHÜPFBURG MIT LAUTEM KNALL PLATZT UND DIE KINDER IN ALLE HIMMELSRICHTUNGEN DAVONFLIEGEN, ABER SANFT LANDEN UND VON DA AN JEDEN ABEND OHNE WIDERREDE INS BETT GEHEN, WENN DIE ZEIT DAFÜR GEKOMMEN IST ∅ 28 MICH SO LALA FÜHLEN UND TROTZDEM HINGEHEN ∅ 29 MICH SINNLOS AUFREGEN ∅ 30 MICH NIE WIEDER SO VERLIEBEN WIE BEIM ERSTEN MAL ∅ 31 IN DER OPER NEBEN EINEM SCHAF SITZEN, DAS IN DER PARTITUR MITLIEST ∅ 32 DEN NORDPOL ERBEN ∅ 33 EINEN NEUEN FILM SEHEN, DER MIR WIRKLICH GEFÄLLT ∅ 34 VERSEHENTLICH "WICHITA LINEMAN" NOCH EINMAL SCHREIBEN, NUR VIEL SCHLECHTER ∅ 35 JIMMY WEBB EINEN LANGEN BRIEF SCHREIBEN, IN DEM ICH MICH IN ALLER FORM DAFÜR ENTSCHULDIGE, "WICHITA LINEMAN" NOCH EINMAL GESCHRIEBEN ZU HABEN, NUR VIEL SCHLECHTER ∅ 36 EIN SCHNITZEL AUF EX ESSEN ∅ 37 MIT MIR RINGEN UND VERLIEREN ∅ 38 BEIM BLÄTTERN IN EINEM URALTEN SCHMÖKER AUF EINE ZAUBERFORMEL STOSSEN, DIE ALLE FRAUEN IN WUNDERSCHÖNE GESCHÖPFE VERWANDELT ∅ 39 IM SCHLAF KLÜGER WERDEN ∅ 40 MOZART AUF DER STRASSE TREFFEN UND VOR ÜBERRASCHUNG NICHTS ANDERES HERVORBRINGEN ALS DAS ETWAS EINFÄLTIGE: "ICH DACHTE, SIE SIND TOT!" ∅ 41 EINMAL WIRKLICH KOTZEN, WENN ICH ETWAS ZUM KOTZEN FINDE ∅ 42 ZWEIMAL HINTEREINANDER DENSELBEN FEHLER MACHEN ∅ 43 MICH DAFÜR SCHÄMEN ZU LIEBEN ∅ 44 MICH DAFÜR SCHÄMEN, MICH DAFÜR GESCHÄMT ZU HABEN ZU LIEBEN ∅ 45 GEGEN SEINEN WILLEN NOCH MAL MIT DEM HUND RAUSGEHEN ∅ 46 JEMANDEN VERWECHSELN, OHNE ES ZU BEMERKEN ∅ 47 SCHON WIEDER EINFACH NICHT MEHR WEITERWISSEN ∅ 48 UNSINN REDEN, AN DEN ICH ABER SELBST GLAUBE ∅ 49 IN ANGETRUNKENEM ZUSTAND EINE BEERDIGUNG AUFMISCHEN ∅ 50 IN HOCHMODISCHEN HOSEN GESEHEN WERDEN ∅ 51 ES EINFACH NICHT WAHRHABEN WOLLEN ∅ 52 EINEN LÄSTIG GEWORDENEN FREUND EINFACH KALTHERZIG IRGENDWO AUSSETZEN ∅ 53 VON WEITEM FÜR EINEN SCHATTEN MEINER SELBST GEHALTEN WERDEN UND VON NAHEM FÜR GRACE KELLYS BEKIFFTEN GROSSNEFFEN ∅ 54 DIE MUSIK LEISER DREHEN ∅ 55 RICHARD RORTY NICHT KENNEN, ABER SCHLAU DAHERREDEN ∅ 56 UND SCHON WIEDER EINFACH NICHT MEHR WEITERWISSEN ∅ 57 HEREINPLATZEN ∅ 58 EINEM BAUARBEITER HINTERHERPFEIFEN ∅ 59 AUS BEQUEMLICHKEIT JAHRELANG UNGLÜCKLICH VERHEIRATET SEIN ∅ 60 DER UMWELT SCHADEN ∅ 61 AUFWACHEN UND VERWUNDERT FESTSTELLEN, DASS MEIN LEBEN EIN FILM VON JACQUES DEMY IST; DANN EBENSO VERWUNDERT FESTSTELLEN, DASS SICH EIGENTLICH ÜBERHAUPT NICHTS VERÄNDERT HAT UND WIEDER EINSCHLAFEN ∅ 62 AUS JUX UND DOLLEREI DER ALLGEMEINHEIT NUTZEN ∅ 63 ES (1 MILLION MAL) ∅ 64 FICKEN (1,5 MILLION MAL) ∅ 65 HALBHERZIG ABSTREITEN, DASS ICH EINEN ECHTEN CORINTH IM BAD HÄNGEN HABE ∅ 66 IM DUNKELN NACH DER FALSCHEN HAND GREIFEN ∅ 67 HERAUSPLATZEN ∅ 68 AUS LIEBESKUMMER MEINE TEILNAHME AN DER WELTFRIEDENSKONFERENZ ABSAGEN UND DAMIT DEN DRITTEN WELTKRIEG AUSLÖSEN, NUR UM DANN IN EINEM ÄUSSERST VORWURFSVOLLEN TONFALL SAGEN ZU KÖNNEN: "SCHAU, WAS DU ANGERICHTET HAST!" ∅ 69 ZUVIEL REDEN ∅ 70 WÄHREND ICH AUF DEN KELLNER WARTE KLEINE KUGELN AUS DEM WEISSBROT IM BROTKORB FORMEN UND MIR IN BEIDE NASENLÖCHER STECKEN NUR ZU DEM ZWECK, SIE SPÄTER, IN DER ÖFFENTLICHKEIT, WIEDER HERVORZUPULEN UND ZU VERSPEISEN UND DEN UMSTEHENDEN ZURUFEN ZU KÖNNEN: "ES IST NICHT SO, WIE SIE DENKEN!" ∅ 71 DASSELBE MIT SCHWARZBROT ∅ 72 EIN TÄUSCHEND ECHTES FORMULAR "FORMSACHE A14: WIDERSPRUCHSLOSE RÜCKZAHLUNG VON 40000 EURO" ENTWERFEN, DRUCKEN UND AUSFÜLLEN, BEIM FINANZAMT EINREICHEN UND WIDERSPRUCHSLOS 40000 EURO ZURÜCKBEKOMMEN ∅ 73 DEN FRANZÖSISCHEN AUSDRUCK FÜR "HARMLOSE PILZINFEKTION" NICHT WISSEN ∅ 74 MITTEN IN MEINER ERSTEN REGIERUNGSERKLÄRUNG EINEN HYSTERISCHEN LACHANFALL BEKOMMEN UND SOFORT ZURÜCKTRETEN ∅ 75 PARIS HILTON NICHT ZURÜCKRUFEN ∅ 76 VERGESSEN, WAS ICH SAGEN WOLLTE ∅ 77 EINEN EINTRAG IM GUINNESS-BUCH ALS "EINSAMSTER MENSCH DER WELT" BEKOMMEN ∅ 78 VIRTUOS KLAVIER SPIELEN KÖNNEN, ABER KEINEN GEBRAUCH DAVON MACHEN ∅ 79 EINEN DOPPELTEN WHISKY TO GO TRINKEN ∅ 80 VON MEINEN EIGENEN, IM GRUNDE LÄCHERLICHEN GEFÜHLEN TERRORISIERT WERDEN ∅ 81 UND NOCH EINMAL (UND NICHT ZUM LETZTEN MAL) EINFACH NICHT MEHR WEITERWISSEN ∅ 82 VOR WILDFREMDEN MENSCHEN IN TRÄNEN AUSBRECHEN UND DAFÜR AUSGELACHT WERDEN ∅ 83 DAS GANZ GROSSE, WAHRE, EINE UND EINZIGE SCHNÄPPCHEN MEINES LEBENS MACHEN ∅ 84 MIR ETWAS EINBILDEN, DAS ÜBERHAUPT NICHT DEN TATSACHEN ENTSPRICHT ∅ 85 ZUFÄLLIG IN DER ZEITUNG LESEN, DASS SIE MICH DAMALS DOCH GELIEBT HAT ∅ 86 MICH INSTINKTIV FÜR DAS FALSCHE ENTSCHEIDEN ∅ 87 DEN BÜCHNER-PREIS IRRTÜMLICH ZWEIMAL VERLIEHEN BEKOMMEN UND, ALS ENTSCHÄDIGUNG DAFÜR, DEN NOBELPREIS FÜR MASTURBATION ∅ 88 ALS EINZIGER UNVERSEHRT EINEN SCHRECKLICHEN UNFALL MIT EINEM BIS AUF DEN LETZTEN PLATZ VOLLBESETZTEN ARSCHLÖCHER-BUS ÜBERLEBEN ∅ 89 PRÜDE SEIN ∅ 90 MÜDE SEIN VOM EWIGEN WARTEN ∅ 91 KURZZEITIG AN GOTT GLAUBEN, OBWOHL ICH GAR NICHT VERZWEIFELT BIN ∅ 92 HOCHWIRKSAME MEDIKAMENTE NEHMEN ∅ 93 BEI EBAY EINEN BETONMISCHER FÜR 1,00 EURO ERSTEIGERN, IHN DANN ABER NIE BENUTZEN UND FÜR 1,50 EURO WEITERVERSTEIGERN ∅ 94 50 CENT VERJUBELN ∅ 95 IM FERNSEHEN AUFTRETEN UND NICHT BEACHTET WERDEN ∅ 96 EINEN ASTEROIDEN AUF DEN KOPF KRIEGEN ∅ 97 NOCH MAL REINKOMMEN ∅ 98 ZUVIEL ÜBER ALLES NACHDENKEN ∅ 99 JEMANDEN VERWECHSELN, OHNE DASS ER ES BEMERKT ∅ 100 MEINEN EIGENEN GEBURTSTAG VERGESSEN






Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Fühlst Du Dich eigentlich verarscht, Bayerisches Oberstes Landesgericht?

Weil die Umwelthilfe anno 2012 durchgesetzt hat, dass zum Zwecke der Luftreinhaltung Dieselfahrverbote in München verhängt werden müssen, die CSU dieses seit 2014 rechtskräftige Urteil aber nicht umsetzt, verhängtest Du zur Strafe Zwangsgelder gegen den Freistaat Bayern. Doch nicht einmal das brachte die Regierung zum Einlenken. Was vielleicht auch daran liegt, dass, wie wir in der »Neuen Osnabrücker Zeitung« lasen, ein Zwangsgeld in diesem Fall eine »Überweisung eines Betrages von einer Buchungsstelle des Staatshaushaltes zu einer anderen Buchungsstelle« ist. Söder und Konsorten zahlen die Strafen also an sich selbst.

Versteht jetzt immerhin, warum die Umwelthilfe auf Beugehaft pocht: Titanic

 Detective Reinhard Müller (FAZ)!

»Sind deutsche Unternehmen kriminell?« fragten Sie neulich in einem Artikel über Justizministerin Christine Lambrechts Gesetzesentwurf, weil nun auch Unternehmen strafrechtlich haftbar gemacht werden sollen. Und wir glauben, Sie sind da einer ganz brisanten Sache auf der Spur. Bleiben Sie dran!

Ihre Whistleblower von Titanic

 Guter alter Peter Maffay!

Guter alter Peter Maffay!

Pünktlich zum 70. Geburtstag und einer neuen Platte durfte die Presse Ihre Weisheiten verbreiten: »Ich habe keine Angst vorm Alter und finde, jede Falte in meinem Gesicht ist eine Erzählung aus meinem Leben.«

Nun, wie sollen wir es sagen? Vielleicht ist es Ihnen beim Blick in den Spiegel ja auch schon mal aufgefallen: Viel Platz für neue Erzählungen ist da nicht mehr. Die Konsequenzen allerdings müssen jetzt Sie ziehen.

Von Jubilarin zu Jubilar: Titanic

 Bei Fuß, »Dogs«-Autorin Yvonne Adamek!

Sie haben fürs nötigste aller Wartezimmermagazine nachhaltiges Leben mit Hund ausprobiert und festgestellt, dass die Häufchentüten aus Plaste sind: »Es ist ein Teufelskreis. Entweder Scheiße am Schuh oder ein scheißschlechtes Gewissen.«

Diese Entweder-oder-Teufelskreise sind tatsächlich die schlimmsten, noch schlimmer als etwa dieser hier: Doof sein, »Dogs«-Autorin werden, doof bleiben.

Wuff! Titanic

 Und dann, »Welt online«,

wird einem klar, dass keine News-Seite so mittendrin im Ereignisfluss steht wie Du, wie schon die Titel Deiner Texte hinreichend klarmachen: »Und dann lockt der AfD-Chef die CDU mit der bürgerlichen Mehrheit«; »Und dann macht Senftleben AfD-Mann Kalbitz eine deutliche Ansage«; »Und dann fahren die Belgrad-Fans einen Panzer vor«; »Und dann sagt Boris Johnson in gebrochenem Deutsch ›Wir schaffen das‹«; »Und dann verrät Stoiber, warum Hoeneß geht«; »Und dann hat er es ›vermasselt‹« usw. usf.

Und dann scrollt der Leser unwillig über die Seite und kriegt höllische Kopfschmerzen. Und dann macht er plötzlich eine deutliche Ansage. Und dann sagt er in sehr klarer Sprache: »Was für eine Scheiße!« Und dann surft er für immer davon. Und dann geht die »Welt« plötzlich pleite. Und dann verrät Friede Springer, warum Poschardt gehen muss. Und dann hat er es schon wieder »vermasselt«.

Und dann sagt zum Abschied leise Servus: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Mensch vs. Material

Wenn man sich schon beim Auspacken des neuen Brotmessers mit ebendiesem in die Hand säbelt, zeugt das dann von der eigenen Blödheit oder von der Qualität des Messers?

Dorthe Landschulz

 Grenzkontrolle

Ich kam spätabends auf dem Rückweg von meinem Portugal-Urlaub an der spanisch-französischen Grenze in eine Verkehrskontrolle. Routiniert fragte die streng aussehende Polizistin: »Do you take more than 10 000 Euro with you?« Ich musste lachen, sie war sichtlich irritiert, leuchtete mit ihrer Taschenlampe zuerst in mein Auto, darauf in mein Gesicht, musterte mich und fing auch an zu lachen.

Till Dejon

 Die Hausgeburt Satans

Genre-Idee: Comeback des Horror-Exorzismus-Klamauks, diesmal im Ökoelternmilieu spielend, Titel des ersten Films siehe oben.

Julia Mateus

 Am Puls der Zeit

Gehen Partner oder Elternteile, die unter dem Vorwand einer schnellen Erledigung vor die Tür treten, um dann nie wiederzukommen, ihre Familie also spontan verlassen, heutzutage eigentlich nur mal schnell »Sojamilch holen« oder »Vape Liquid« kaufen?

Fabian Eggers

 Phrase, auf ihre Alltagstauglichkeit hin geprüft

Licht am Ende des Tunnels zu sehen bedeutet nicht, dass es draußen nicht wie aus Eimern schüttet.

Tibor Rácskai

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 18.10.:

    Das Onlineradio "detektor.fm" spricht mit Moritz Hürtgen über seinen Gedichtband "Angst vor Lyrik", WDR3 rezensiert das dazugehörige Hörbuch.

Titanic unterwegs
23.10.2019 Kassel, Schlachthof Max Goldt
23.10.2019 Oldenburg, Theater Laboratorium Bernd Eilert: »Eckermann und sein Goethe«
24.10.2019 Oldenburg, Theater Laboratorium Bernd Eilert: »Eckermann und sein Goethe«
24.10.2019 Soest, Alter Schlachthof Max Goldt