Inhalt der Printausgabe

Januar 2004


BENJAMIN SCHIFFNER
100 DINGE, DIE ICH UNBEDINGT NOCH TUN WILL,
BEVOR ICH 100 WERDE

(BEREITS ZUTREFFENDES BITTE ANKREUZEN)

1 MIT EINER ROLLTREPPE FAHREN ∅ 2 EINEN BAUM FÄLLEN, EIN HAUS EINREISSEN, EIN KIND ZURÜCKGEBEN ∅ 3 AUS LIEBE 100 PFANNKUCHEN BACKEN UND DANN LIEBER DOCH WEGSCHMEISSEN ∅ 4 MIR DIE HAARE VON EINEM VERRÜCKTEN SCHNEIDEN LASSEN ∅ 5 ANDEREN LEIDENSCHAFTLICH NACH DEM MUND REDEN ∅ 6 EINEN MASSENMÖRDER BEIM EINPARKEN ÜBERFAHREN ∅ 7 NICHTSAHNENDEN KINDERGARTENKINDERN HERZ-KREISLAUF-PILLEN ALS "LUTSCHBONBONS AUS PARIS" VERKAUFEN ∅ 8 AUS LEICHTSINN VORÜBERGEHEND VERBITTERN ∅ 9 NACHTS STUNDENLANG WACHLIEGEN, SCHLIESSLICH NOCH MAL AUFSTEHEN UND VORM CD-PLAYER KNIEEND ÜBER KOPFHÖRER ALBERNE UND SENTIMENTALE MUSIK HÖREN, MICH WIEDER HINLEGEN UND WEITER STUNDENLANG WACHLIEGEN ∅ 10 MICH ABSCHMINKEN, OHNE MICH ZUVOR GESCHMINKT ZU HABEN ∅ 11 MIT EINEM DICKEN, SCHWITZENDEN MANN ZEHN STUNDEN IM FAHRSTUHL STECKENBLEIBEN ∅ 12 EIN GEHEIMNIS AUSPLAUDERN, ABER NICHT VERRATEN, WELCHES ∅ 13 FÜR FÜNF MINUTEN ERNSTHAFT EIN LEBEN ALS ABGEHALFTERTE KNALLCHARGE IN BETRACHT ZIEHEN ∅ 14 NACH ALLEN REGELN DER KUNST HEREINGELEGT WERDEN ∅ 15 STERBEN MÜSSEN UND SCHLUSS ∅ 16 AUS PUREM NEID 1 MILLION DOLLAR VERDIENEN ∅ 17 ALLE CHANCEN VERPASSEN ∅ 18 AN DER SUPERMARKTKASSE ZUVIEL PRODUKTE HERAUSBEKOMMEN ∅ 19 MEINE HALTESTELLE VERSCHLAFEN UND UM 1 UHR NACHTS MUTTERSEELENALLEIN IN BRUMBY WIEDER AUFWACHEN, MIT NICHTS ALS 100 JAPANISCHEN YEN UND EINEM BÜNDEL UKRAINISCHER STAATSANLEIHEN IN DER HOSENTASCHE UND EINEM KOMISCHEN GESCHMACK IM MUND ∅ 20 IM DSCHUNGEL HINTERRÜCKS EINEN TIGER ANFALLEN ∅ 21 EINE BESCHWERDE-EMAIL MEINER ELTERN BEKOMMEN, IN DER SIE VERLANGEN, DASS DIE BEREITS GEZAHLTEN MITGLIEDSGEBÜHREN UMSTANDSLOS AUF IHR KREDITKARTENKONTO ZURÜCKGEBUCHT WERDEN, DA DIE AUF DER VON MIR BETRIEBENEN WEBSEITE ANGEBOTENEN VIDEOS NICHT WIRKLICH DEM ENTSPRECHEN, WAS MAN SICH ALLGEMEIN UNTER DEM BEGRIFF "ULTRAHARDCORE" VORSTELLT ∅ 22 EIN MITTEL GEGEN DEN HUNGER IN DER WELT FINDEN UND DEN BEDÜRFTIGEN ZU EINEM ZWAR NICHT DIREKT GÜNSTIGEN, ABER LETZTLICH DOCH ZIEMLICH FAIREN PREIS ÜBERLASSEN ∅ 23 GLEICHZEITIG IM LOTTO, BINGO, FUSSBALL-TOTO, CASINO, SCHACH, MAU MAU UND KARTEN FÜR DIE OPER GEWINNEN ∅ 24 EIN SELTSAMES GEFÜHL HABEN ∅ 25 EINFACH NICHT MEHR WEITERWISSEN ∅ 26 IMMER MAL WIEDER ALLES BESSER WISSEN ∅ 27 ZUFÄLLIG MIT ANSEHEN, WIE EINE KINDERHÜPFBURG MIT LAUTEM KNALL PLATZT UND DIE KINDER IN ALLE HIMMELSRICHTUNGEN DAVONFLIEGEN, ABER SANFT LANDEN UND VON DA AN JEDEN ABEND OHNE WIDERREDE INS BETT GEHEN, WENN DIE ZEIT DAFÜR GEKOMMEN IST ∅ 28 MICH SO LALA FÜHLEN UND TROTZDEM HINGEHEN ∅ 29 MICH SINNLOS AUFREGEN ∅ 30 MICH NIE WIEDER SO VERLIEBEN WIE BEIM ERSTEN MAL ∅ 31 IN DER OPER NEBEN EINEM SCHAF SITZEN, DAS IN DER PARTITUR MITLIEST ∅ 32 DEN NORDPOL ERBEN ∅ 33 EINEN NEUEN FILM SEHEN, DER MIR WIRKLICH GEFÄLLT ∅ 34 VERSEHENTLICH "WICHITA LINEMAN" NOCH EINMAL SCHREIBEN, NUR VIEL SCHLECHTER ∅ 35 JIMMY WEBB EINEN LANGEN BRIEF SCHREIBEN, IN DEM ICH MICH IN ALLER FORM DAFÜR ENTSCHULDIGE, "WICHITA LINEMAN" NOCH EINMAL GESCHRIEBEN ZU HABEN, NUR VIEL SCHLECHTER ∅ 36 EIN SCHNITZEL AUF EX ESSEN ∅ 37 MIT MIR RINGEN UND VERLIEREN ∅ 38 BEIM BLÄTTERN IN EINEM URALTEN SCHMÖKER AUF EINE ZAUBERFORMEL STOSSEN, DIE ALLE FRAUEN IN WUNDERSCHÖNE GESCHÖPFE VERWANDELT ∅ 39 IM SCHLAF KLÜGER WERDEN ∅ 40 MOZART AUF DER STRASSE TREFFEN UND VOR ÜBERRASCHUNG NICHTS ANDERES HERVORBRINGEN ALS DAS ETWAS EINFÄLTIGE: "ICH DACHTE, SIE SIND TOT!" ∅ 41 EINMAL WIRKLICH KOTZEN, WENN ICH ETWAS ZUM KOTZEN FINDE ∅ 42 ZWEIMAL HINTEREINANDER DENSELBEN FEHLER MACHEN ∅ 43 MICH DAFÜR SCHÄMEN ZU LIEBEN ∅ 44 MICH DAFÜR SCHÄMEN, MICH DAFÜR GESCHÄMT ZU HABEN ZU LIEBEN ∅ 45 GEGEN SEINEN WILLEN NOCH MAL MIT DEM HUND RAUSGEHEN ∅ 46 JEMANDEN VERWECHSELN, OHNE ES ZU BEMERKEN ∅ 47 SCHON WIEDER EINFACH NICHT MEHR WEITERWISSEN ∅ 48 UNSINN REDEN, AN DEN ICH ABER SELBST GLAUBE ∅ 49 IN ANGETRUNKENEM ZUSTAND EINE BEERDIGUNG AUFMISCHEN ∅ 50 IN HOCHMODISCHEN HOSEN GESEHEN WERDEN ∅ 51 ES EINFACH NICHT WAHRHABEN WOLLEN ∅ 52 EINEN LÄSTIG GEWORDENEN FREUND EINFACH KALTHERZIG IRGENDWO AUSSETZEN ∅ 53 VON WEITEM FÜR EINEN SCHATTEN MEINER SELBST GEHALTEN WERDEN UND VON NAHEM FÜR GRACE KELLYS BEKIFFTEN GROSSNEFFEN ∅ 54 DIE MUSIK LEISER DREHEN ∅ 55 RICHARD RORTY NICHT KENNEN, ABER SCHLAU DAHERREDEN ∅ 56 UND SCHON WIEDER EINFACH NICHT MEHR WEITERWISSEN ∅ 57 HEREINPLATZEN ∅ 58 EINEM BAUARBEITER HINTERHERPFEIFEN ∅ 59 AUS BEQUEMLICHKEIT JAHRELANG UNGLÜCKLICH VERHEIRATET SEIN ∅ 60 DER UMWELT SCHADEN ∅ 61 AUFWACHEN UND VERWUNDERT FESTSTELLEN, DASS MEIN LEBEN EIN FILM VON JACQUES DEMY IST; DANN EBENSO VERWUNDERT FESTSTELLEN, DASS SICH EIGENTLICH ÜBERHAUPT NICHTS VERÄNDERT HAT UND WIEDER EINSCHLAFEN ∅ 62 AUS JUX UND DOLLEREI DER ALLGEMEINHEIT NUTZEN ∅ 63 ES (1 MILLION MAL) ∅ 64 FICKEN (1,5 MILLION MAL) ∅ 65 HALBHERZIG ABSTREITEN, DASS ICH EINEN ECHTEN CORINTH IM BAD HÄNGEN HABE ∅ 66 IM DUNKELN NACH DER FALSCHEN HAND GREIFEN ∅ 67 HERAUSPLATZEN ∅ 68 AUS LIEBESKUMMER MEINE TEILNAHME AN DER WELTFRIEDENSKONFERENZ ABSAGEN UND DAMIT DEN DRITTEN WELTKRIEG AUSLÖSEN, NUR UM DANN IN EINEM ÄUSSERST VORWURFSVOLLEN TONFALL SAGEN ZU KÖNNEN: "SCHAU, WAS DU ANGERICHTET HAST!" ∅ 69 ZUVIEL REDEN ∅ 70 WÄHREND ICH AUF DEN KELLNER WARTE KLEINE KUGELN AUS DEM WEISSBROT IM BROTKORB FORMEN UND MIR IN BEIDE NASENLÖCHER STECKEN NUR ZU DEM ZWECK, SIE SPÄTER, IN DER ÖFFENTLICHKEIT, WIEDER HERVORZUPULEN UND ZU VERSPEISEN UND DEN UMSTEHENDEN ZURUFEN ZU KÖNNEN: "ES IST NICHT SO, WIE SIE DENKEN!" ∅ 71 DASSELBE MIT SCHWARZBROT ∅ 72 EIN TÄUSCHEND ECHTES FORMULAR "FORMSACHE A14: WIDERSPRUCHSLOSE RÜCKZAHLUNG VON 40000 EURO" ENTWERFEN, DRUCKEN UND AUSFÜLLEN, BEIM FINANZAMT EINREICHEN UND WIDERSPRUCHSLOS 40000 EURO ZURÜCKBEKOMMEN ∅ 73 DEN FRANZÖSISCHEN AUSDRUCK FÜR "HARMLOSE PILZINFEKTION" NICHT WISSEN ∅ 74 MITTEN IN MEINER ERSTEN REGIERUNGSERKLÄRUNG EINEN HYSTERISCHEN LACHANFALL BEKOMMEN UND SOFORT ZURÜCKTRETEN ∅ 75 PARIS HILTON NICHT ZURÜCKRUFEN ∅ 76 VERGESSEN, WAS ICH SAGEN WOLLTE ∅ 77 EINEN EINTRAG IM GUINNESS-BUCH ALS "EINSAMSTER MENSCH DER WELT" BEKOMMEN ∅ 78 VIRTUOS KLAVIER SPIELEN KÖNNEN, ABER KEINEN GEBRAUCH DAVON MACHEN ∅ 79 EINEN DOPPELTEN WHISKY TO GO TRINKEN ∅ 80 VON MEINEN EIGENEN, IM GRUNDE LÄCHERLICHEN GEFÜHLEN TERRORISIERT WERDEN ∅ 81 UND NOCH EINMAL (UND NICHT ZUM LETZTEN MAL) EINFACH NICHT MEHR WEITERWISSEN ∅ 82 VOR WILDFREMDEN MENSCHEN IN TRÄNEN AUSBRECHEN UND DAFÜR AUSGELACHT WERDEN ∅ 83 DAS GANZ GROSSE, WAHRE, EINE UND EINZIGE SCHNÄPPCHEN MEINES LEBENS MACHEN ∅ 84 MIR ETWAS EINBILDEN, DAS ÜBERHAUPT NICHT DEN TATSACHEN ENTSPRICHT ∅ 85 ZUFÄLLIG IN DER ZEITUNG LESEN, DASS SIE MICH DAMALS DOCH GELIEBT HAT ∅ 86 MICH INSTINKTIV FÜR DAS FALSCHE ENTSCHEIDEN ∅ 87 DEN BÜCHNER-PREIS IRRTÜMLICH ZWEIMAL VERLIEHEN BEKOMMEN UND, ALS ENTSCHÄDIGUNG DAFÜR, DEN NOBELPREIS FÜR MASTURBATION ∅ 88 ALS EINZIGER UNVERSEHRT EINEN SCHRECKLICHEN UNFALL MIT EINEM BIS AUF DEN LETZTEN PLATZ VOLLBESETZTEN ARSCHLÖCHER-BUS ÜBERLEBEN ∅ 89 PRÜDE SEIN ∅ 90 MÜDE SEIN VOM EWIGEN WARTEN ∅ 91 KURZZEITIG AN GOTT GLAUBEN, OBWOHL ICH GAR NICHT VERZWEIFELT BIN ∅ 92 HOCHWIRKSAME MEDIKAMENTE NEHMEN ∅ 93 BEI EBAY EINEN BETONMISCHER FÜR 1,00 EURO ERSTEIGERN, IHN DANN ABER NIE BENUTZEN UND FÜR 1,50 EURO WEITERVERSTEIGERN ∅ 94 50 CENT VERJUBELN ∅ 95 IM FERNSEHEN AUFTRETEN UND NICHT BEACHTET WERDEN ∅ 96 EINEN ASTEROIDEN AUF DEN KOPF KRIEGEN ∅ 97 NOCH MAL REINKOMMEN ∅ 98 ZUVIEL ÜBER ALLES NACHDENKEN ∅ 99 JEMANDEN VERWECHSELN, OHNE DASS ER ES BEMERKT ∅ 100 MEINEN EIGENEN GEBURTSTAG VERGESSEN






Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Waber, waber, Alard von Kittlitz!

Waber, waber, Alard von Kittlitz!

Eine geschlagene Seite plus Aufmacher spendierte Ihnen die »Zeit«, damit Sie in der Rubrik »Entdecken« die spannende Welt der Astrologie entdecken. »Wer glaubt denn so was?« hieß Ihr Texttrumm, für dessen Herstellung Sie sich erst von einer berufsmäßigen Gaunerin in die Sterne blicken ließen und danach als Ausgleich – wir sind ja schließlich bei der »Zeit« – einen Mann der Wissenschaft (»ein in Harvard studierter, ultragebildeter Hippie«) konsultierten.

Weil Sie mit Ihren geschätzt 25 Jahren zwar schon das Selbstverständnis eines abgeklärten Journalistendarstellers entwickelt, aber scheint’s noch nie vom Forer/Barnum-Effekt gehört haben, brachte Ihr persönliches Horoskop Sie an einigen Stellen dann doch zum Bauklötze Staunen. »Da stand also, in mir bestehe einerseits ein ›grenzauflösender Zug‹, der eine ›Auseinandersetzung möchte mit dem, was jenseits der Realität liegt‹. Gleichzeitig sei da aber auch ein Hang zum Skeptizismus … O ja.«

Ja, scheiß rein, Simsalard von Kittlitz! Einerseits, andererseits. Einerseits können wir uns so einiges vorstellen, andererseits nicht das, was Sie in den Oberzeilen zu Ihrer investigativen Sternstunde insinuierten: »Ich kann die Sorge nicht leugnen, künftig als der verspulte Eso-Trottel der Redaktion dazustehen.« Denn als Trottel dürften Sie dort schon seit langem dastehen.

Leider nicht jenseits von Ihrer Realität: Titanic

 Schokierend, Schokoladenfabrik Lindt & Sprüngli,

was wir auf »Focus online« über Dich lasen: »Die Bewohner von Olten zwischen Zürich und Basel dürften nicht schlecht gestaunt haben, als es vergangenen Freitag begann, Kakaopulver zu schneien. Grund dafür war das Versagen eines Lüftungssystems der örtlichen Schokoladenfabrik von Lindt & Sprüngli.«

Man hört derzeit ja allerorts von seltsamen Wetterkapriolen, aber Kakao-Schauer sind selbst in unserer Klimakrisen-Welt ungewöhnlich. Die aufgetischte Erklärung vom defekten Lüftungssytem schlucken wir allerdings nicht. Sei ehrlich, Lindt & Sprüngli: War das nicht ein verzweifelter Versuch Deiner Oompa Loompas, irgendwie auf ihre Gefangenschaft als Arbeitssklaven aufmerksam zu machen? Oder war es einfach ein ausgeklügelter Werbegag? Sollte Letzteres der Fall sein, hier ein kleiner Tipp: Gratis Schokolade auf eine ganze Stadt schneien zu lassen ist prinzipiell eine süße Idee, nur halt nicht im Hochsommer …

Wissen Deine Werbe-Willy-Wonkas auf der Titanic

 Birgit Herden (»Welt online«),

Sie haben es wirklich gewagt, einen Text mit »Liegt doch Hoffnung in der Herdenimmunität?« zu titulieren? Stark. Aber: die haben wir schon. Titanic

 Wow, Womanizer Friedrich Merz!

Im Taz-Interview auf Ihre fehlende Beliebtheit angesprochen, parierten Sie großartig: »Schauen Sie sich mal an, wie viel Zustimmung ich von Frauen jeden Alters über die sozialen Netzwerke bekomme. Da gibt es zum Beispiel ›Wir Frauen für Friedrich Merz‹, eine von mir nicht beeinflusste, breit angelegte Initiative. Für keinen der beiden anderen Bewerber gibt es etwas Vergleichbares. Und ich freue mich natürlich sehr darüber.«

Klar, welcher Belami wäre da nicht sackstolz? Gemeint war jene Fotoaktion auf Facebook, bei der knapp 200 Frauen (nicht wenige davon Ortsvorsitzende Ihrer Partei) mit Dackel unterm Arm, im Dirndl oder mit irrem Lächeln abgelichtet sind, im je beigefügten Lobhudel-Zitat Sie als »starken Mann« – nicht des 20. Jahrhunderts, sondern »der Stunde« – preisen, Ihr, prust, »Charisma« rühmen und beteuern, Sie seien derjenige Kandidat, der die CDU ins »nächste Jahrzehnt führen« könne – und das, bei aller Kritik und Antipathie, das schaffen rein kalendarisch sogar Sie.

Ihre Frauen und Männer für Norbert Röttgen (gerechterweise) von Titanic

 Schau bzw. hör an, »Radio Wuppertal«!

Vor dem Wuppertaler Landgericht stand im August eine Dealerin, die Heroin von einer Bande aus den Niederlanden bezogen hatte. Und jetzt kommt’s: »Sie soll das Heroin dann in Wuppertal mit größerem Profit weiterverkauft haben.«

Es ist wirklich schlimm, wie sich heutzutage alles nur noch ums Geld dreht. Wo bleibt das Menschliche?

Für mehr Ehrenamt im Drogenhandel: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Tipp für Tierfreunde

Merke: Wer ein Herz für Spinnen hat, sauge nach dem Achtbeiner auch noch einen Sechsbeiner als Proviant mit dem Staubsauger auf.

Katharina Greve

 Hoppla

Dass sich vieles mit dem Alter ändert, damit habe ich gerechnet. Aber wie vieles sich nicht ändert, das war eine Überraschung.

Teja Fischer

 Das Beste kommt zum Schluss

Die gesamte Tragik der Endlichkeit des Lebens wurde wohl selten so schön zusammengefasst wie in diesem Satz, den ich zufällig bei einem Friedhofsbesuch aufschnappte: »Es ist so schade, dass Opa nicht erleben konnte, wie schön sein Grab geworden ist.«

Jürgen Miedl

 Ein Gleichnis

Vier Blinde stehen um einen Elefanten herum und untersuchen ihn, um herauszufinden, worum es sich handelt. Derjenige, der den Rüssel zu greifen bekommt, erklärt: »Es muss ein lebendiger Gartenschlauch sein.« Ein anderer – er streicht über die Flanke des Dickhäuters – spricht: »Nee, das ist ein Elefant«, tastet sich nach oben und ergänzt: »Jepp, hier ist das charakteristische Ohr. Ganz klar, ein Elefant.« Der Dritte befühlt einen Stoßzahn und schlussfolgert: »Elfenbein. Der Fall ist gelöst. Man muss schon sehr dumm sein, um an einen Gartenschlauch oder etwas anderes zu denken …« Der Vierte meldet sich zu Wort: »Moment! Um ganz sicher zu gehen, sollten wir noch den Penis des Tieres anfassen. Los, macht alle mit!« Die vier Blinden nähern sich dem gigantischen Glied und vollführen daran rhythmische Auf- und Abbewegungen.

Da öffnet sich die Stalltür, und der Besitzer des Elefanten kommt herein: »Was geht hier vor? Bei Ganesha, was MACHEN Sie denn da?!«

Werbeeinblendung: »Schützen Sie Ihre Arbeitselefanten! Mit Mahut Security Systems. Für alle Stallarten. Denn die Welt ist voller Perverser.«

Torsten Gaitzsch

 Kompatibilitätsprobleme

Kritik am Schweinesystem ist richtig und wichtig. Ebenso wichtig ist die #metoo-Debatte. Ich habe aber Probleme, beide unter einen Hut zu bekommen. Alles hängt doch an dieser Frage: Darf man das System ficken, wenn das System Nein gesagt hat?

Tilman Birr

Vermischtes

Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.
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Das schreiben die anderen

  • 09.09.:

    Die "Abendzeitung" interviewt Rudi Hurzlmeier.

     

  • 04.09.:

    Ella Carina Werner klärt in der "Taz" über den Alterskult im westlichen Sumatra auf.

  • 03.09.:

    Moritz Hürtgen spricht mit ZDFheute über Satire nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo".

  • 02.09.:

    Über eine Regenlesung der TITANIC BoyGroup berichtet die FAZ.

     

  • 19.08.:

    Oliver Maria Schmitt war für die FAZ auf großer Büßer-, Pilger- und Fürbittfahrt für alle Pest- und Seuchenopfer.

Titanic unterwegs
01.10.2020 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hauck & Bauer: Cartoons« Eröffnung mit A. Engelke
01.11.2020 Fürstenfeldbruck, Kunsthaus Rudi Hurzlmeier: »Malerei«
08.11.2020 Kassel, Caricatura-Galerie »Unkraut vergeht nicht – Garten-Cartoons«
07.03.2021 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hauck & Bauer: Cartoons«