Inhalt der Printausgabe

WIR LASSEN UNS DAS ÜBERSETZEN NICHT VERBIETEN!

Liebe Leserinnen und Leser, wenn mein Gedichtband (Angst vor ­Lyrik, Kunstmann, 16 Euro, bitte kaufen) ins Niederländische übersetzt ­würde – ich wäre empört. Eine grässliche Sprache! Auch die Translation von Amanda Gormans Gedicht »The Hill We Climb«, das sie zur Inauguration des neuen US-Präsidenten Sleepy Joe vortrug, ­sorgte in Holland und dann weltweit für Aufregung: Marieke Lucas Rijneveld, eine weiße Person, sollte das englische Gedicht ­einer schwarzen Lyrikerin zu holländischem Käse verarbeiten. Nach ­einigem Ärger in sozialen Netzwerken trat Rijneveld vom Auftrag zurück – und die gewiss drittheftigste Debatte über Identitätspolitik seit Jahresbeginn entbrannte. In Deutschland wurden vom Verlag Hoffmann und Campe gleich drei Frauen mit der Übersetzung beauftragt, das Lektorat besorgte ein Twitterbot. Viele sahen jetzt endgültig den Untergang des Abendlandes gekommen. Doch was hilft es, endlos zu disku- und lamentieren? Man muss den Text anpacken – und unerschrocken übersetzen. Die biodeutsche TITANIC-Redaktion demonstriert hier, was selbst in einer linksgrünen Meinungsdiktatur noch möglich ist, wenn man sich nur traut. Viel Spaß mit unserer Übersetzung von »The Hill We Climb«!

Ihr Moritz Hürtgen
TITANIC Chefredakteur

Torsten Gaitzsch

Unser Redaktions-Dr. (Sprachwissenschaftler!) übernimmt die ersten Verse. Sein Ansatz ist tiefpersönlich: Er bringt eigene Erfahrungswelt mit ein (Wandern in Hessen): »Über das Sujet des Berg-Erklimmens gibt es eine Identitätsüberschneidung« (Gaitzsch). Und auch der Dialekt (hessisch) ist wagemutig, ja bold – und reimen tut es sich zu allem ­Überfluss auch noch.

When day comes, we ask ourselves,
where can we find light in this never-ending shade?
The loss we carry,
a sea we must wade.
We’ve braved the belly of the beast.
We’ve learned that quiet isn’t always peace.
And the norms and notions
of what just is, isn’t always justice.
Am Morsche müsse mer uns fraache:
Wo is des Licht im dustern Taache?
Mer schleppe e Värlust mit rum
Im Meer wedd uns dä Rügge krumm
Den Wamb vum Viesch ham wir gemiede
Abbä Ruu is net gleisch Friede!
Wenn des Unrescht daa verendet,
Heißt’s net, dasses aach fair endet.

Thomas Hintner

Senior Layout Commander in Chief Hintner macht Gormans Zeilen noch politischer, als sie es ohnehin schon sind. Aber was soll man auch anderes erwarten von einem PARTEI-­Gründer, der wie Biden für radikale Inhaltspolitik steht?

And yet the dawn is ours
before we knew it.
Somehow we do it.
Somehow we’ve weathered and witnessed
a nation that isn’t broken,
but simply unfinished.
We, the successors of a country and a time
where a skinny Black girl
descended from slaves and raised by a single mother
can dream of becoming president
only to find herself reciting for one.
Und, yeah, das Ducken ist unser Ding,
Bevor wir uns zusammenknäueln.
Irgendwie tun wir das.
Irgendwie haben wir Wetterkenntnisse und Weisheit
Über eine Nation, die nicht zerbrochen,
Aber einfach nicht ganz sauber ist.
Wir sind die Erfolgreichen eines Landes und einer Zeit,
Wo ein dünnes Schwarzes Mädchen,
Das von Slaven abstammt und rasiert wird von einer einzigen Mutter,
Davon träumen kann, einen Präsidenten abzubekommen,
Wenn es sich nur selbst findet und ein Gedicht für ihn aufsagt.

Martina Werner

Senior Layout Commander*in Martina Werner interpretiert sehr frei, reflektiert ihre eigene Rolle als Blattmacherin ­(Gazetten) und verbietet sich nicht den Seitenhieb auf den aggressiven Power-Kapitalismus im Land of the Free: »Wir beschließen unsere Dividenden«.

And yes, we are far from polished,
far from pristine,
but that doesn’t mean
we are striving to form a union that is perfect.
We are striving to forge our union with purpose.
To compose a country, committed to all cultures, colors, characters, and conditions of man.
And so we lift our gaze, not to what stands between us
but what stands before us.
We close the divide because we know to put our future first,
we must first put our differences aside.
We lay down our arms
so we can reach out our arms
to one another.
Und ja, wir sind fern von Polen,
Weit weg von Kristine,
Aber das heißt ja nicht,
Dass wir nicht ein perfektes Einhorn streicheln.
Wir streicheln unser Einhorn (es trägt eine purpurne Hose),
Um ein Land zu komponieren, welches alle Kulturen, Farben und Charaktere kommentiert (und Haarspülung für Männer).
Und so lüpfen wir unsere Gazetten, auf dass sie nicht zwischen uns stehen sollen,
Sondern besser vor uns.
Wir beschließen unsere Dividenden, unsere Zukunft kommt an erster Stelle,
Doch zuerst müssen wir unsere Differenzen zur Seite stellen.
Wir legen unsere Arme ab,
Damit wir sie nach einem anderen ausstrecken können.

Leo Riegel

Zeichner wie Riegel haben es mit Texten nicht, sie sind schlicht zu faul für viele Zeichen, das ist bekannt. Knapp schreibt er kurz nach der Deadline: »Habe es zwei Mal durch Translate laufen lassen, weil die erste Übersetzung erschreckend gut war. Google Translate ist die Sprache der Zukunft.«

We seek harm to none and harmony for all.
Let the globe, if nothing else, say, this is true:
That even as we grieved, we grew.
That even as we hurt, we hoped.
That even as we tired, we tried.
That we’ll forever be tied together, victorious.
Not because we will never again know defeat,
but because we will never again sow division.
Scripture tells us to envision
that everyone shall sit under their own vine and fig tree
and no one shall make them afraid.
Wir suchen Schaden für gehört und Harmonie für alle.
Wenn nichts anders ist, lassen Sie den Globus sagen, dass dies wahr ist:
Selbst als wir trauerten, wuchsen wir.
Wir hofften, dass es so sein würde, dass wir drahtlos waren.
Wir haben es versucht, obwohl wir müde waren.
Dass wir für immer zusammen sein werden, siegreich.
Nicht, weil wir nie wieder eine Niederlage sehen werden,
Wissen weil wir nie wieder Spaltung säen werden.
Die Schrift sagt uns, wir sollen uns vorstellen,
Dass jeder unter seinem eigenen Weinstock und Feigenbaum sitzen sollte
Und niemand sollte sie fürchten.

Moritz Post

Die TITANIC-Übersetzung wird immer radikaler. Verlagsorganisator Post betont seine Identität als digital native und ordnet Emojis versweise an, um »eine Sprache zu etablieren, die sich nicht länger nur aus verschnarchten Seminar­räumen der Universitäten erklären lässt, sondern direkt aus den Herzen der Menschen«.

If we’re to live up to our own time,
then victory won’t lie in the blade, but in all the bridges we’ve made.
That is the promise to glade
The hill we climb.
If only we dare
It’s because being American is more than a pride we inherit.
It’s the past we step into
and how we repair it.
We’ve seen a force that would shatter our nation, rather than share it.
Would destroy our country if it meant delaying democracy.
And this effort very nearly succeeded.
But while democracy can be periodically delayed,
it can never be permanently defeated.
In this truth,
in this faith we trust
For while we have our eyes on the future,
history has its eyes on us.

Paula Irmschler

Unsere redaktionseigene Feminazi-Ikone Irmschler wird sogar von TITANIC-Herausgebern kritisch beäugt – und eignet sich daher wie keine Zweite, Gorman einem strunzdeutschen Publikum näherzubringen. Im Stile von Webphänomenen wie »SMS von letzter Nacht« oder »Jodel« transferiert sie die amerikanische Hochkultur in ein Dummdeutsch, das »auch irgendwo seine Berechtigung hat« (Irmschler). Jeder, der »in Englisch gut aufgepasst« habe, solle Inaugurationslyrik übersetzen dürfen.

This is the era of just redemption.
We feared at its inception
We did not feel prepared to be the heirs
of such a terrifying hour,
but within it, we found the power
to author a new chapter.
To offer hope and laughter to ourselves.
So while once we asked,
how could we possibly prevail over catastrophe?
Now we assert
how could catastrophe possibly prevail over us?
We will not march back to what was,
but move to what shall be
a country that is bruised but whole
benevolent, but bold,
fierce, and free.
Es ist Zeit für derbe Chillung.
Wir hatten Schiss vor diesem Film mit DiCaprio,
Wir waren super lost.
Alter, wie spät war es,
Dann haben wir ’ne Powerbank aufgetrieben,
Um noch mal was zu checken
<3, rofl-lol.
Haben dann noch was geordert,
Um den Absturz wieder zu ownen?
Es geht los, meine Kerle –
Oder hat der Absturz uns geownt?
Wir können nicht wieder zurück,
Aber ziehen jetzt noch weiter. Hab ein Kinder Country gefunden, das komisch aussieht, aber noch ganz ist.
Voll das Wunder, war schon ausgepackt,
Frisch und kostenlos.

Julia Mateus

Naturgemäß kommt Neu-Redakteurin Julia Mateus mit Idealen um die Ecke, die es in den nächsten Jahren noch glattzuschleifen gilt. Sie behauptet, der Übersetzung fehle es bisher an Diversität, und besteht also darauf, nach dem »Google Translator« (vgl. Riegel) auch noch den »Microsoft Bing Translator« ans Werk zu lassen. Im Gegensatz zur Google-Version sei dieser nämlich »reimfähig«.

We will not be turned around
or interrupted by intimidation
because we know our inaction and inertia
will be the inheritance of the next generation.
Our blunders become their burdens,
but one thing is certain.
If we merged mercy with might,
and might with right,
then love becomes our legacy, and change our children’s birthright.
So let us leave behind a country
better than the one we were left with
Every breath, my bronze-pounded chest.
We will raise this wounded world into a wondrous one.
We will rise from the gold-limbed hills of the West.
We will rise from the windswept Northeast
where our forefathers first realized revolution.
Wir lassen uns nicht umdrehen
Oder durch Einschüchterung unterbrechen,
Denn wir wissen: Unsere Untätigkeit und Trägheit
Werden sich bei der nächsten Generation rächen!
Unsere Fehler werden ihre Last.
Aber eine Sache ist sicher (fast!):
Vermischen wir Barmherzigkeit mit Macht
Und lassen das Recht nicht außer acht,
Wär das, was uns hinterbliebe,
Nichts als Liebe!
Und das Geburtsrecht unsrer Kinder wär verändert!
So lasst uns ein Land hinterlassen
Das wir weit weniger hassen
Als das, welches wir vorher hatten.
Mit jedem Atemzug aus meiner bronzenen Brust
Machen wir aus dieser kaputten Welt eine der besten.
Erheben wir uns dafür aus den Hügeln im Westen!
Wir erheben uns auch aus dem Nordosten, dem windigen,
Von wo aus unsere Vorväter die Revolution verkündigten.

Moritz Hürtgen

Die Ehre, die epischen letzten Verse Gormans zu übersetzen, habe ich mir als Chefredakteur freilich nicht nehmen ­lassen. Und weil ich weiß, dass moderne Lyrik gerade in Deutschland keine Chance hat, wenn man nicht auch die alten weißen Männer »abholt«, habe ich mich zu einem Sampling mit Lyrics von Marius Müller-Westernhagen entschieden. Wer will es mir verbieten? American freedom meets deutsche Freiheit! The end.

We will rise from the lake-rimmed cities of the midwestern states.
We will rise from the sunbaked South.
We will rebuild, reconcile and recover
and every known nook of our nation.
And every corner called our country.
Our people diverse and beautiful will emerge,
battered and beautiful.
When day comes, we step out of the shade
aflame and unafraid
The new dawn blooms as we free it.
For there was always light.
If only we’re brave enough to see it.
If only we’re brave enough to be it.
Die Verträge sind in den Midwest-States gemacht,
Und es wurde auch im Süden viel gelacht.
Und was Süßes zum Erholen.
Freiheit, Freiheit in jedem Winkel unserer Nation
Und in jeder Ecke.
Unsere schöne und diverse Kapelle: rum-ta-ta!
Und der Papst auch wunderbar.
Und mein Nachbar sitzt im Schatten.
Freiheit, Freiheit – feurig und ohne Angst.
Freiheit, Freiheit – an einem neuen Morgen.
Freiheit, Freiheit – Ist die einzige, die strahlt.
Mit Pfefferminz bin ich dein tapferer Prinz.
Mit Pfefferminz bin ich dein tapferer Prinz.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Und dass Sie, Ernst Paul Dörfler,

meinen, ein Buch auf den Markt bringen zu müssen, das da betitelt ist »Aufs Land«, finden Sie das nicht, unter uns gesagt, ein wenig: platt?

Fragen die Städter von Titanic

 Scheidender Innenminister Seehofer!

Angesichts der trotz Pandemie gut besuchten Stadien während der Fußball-EM haben Sie die Uefa kritisiert und schlussfolgerten: »Ich habe da ein bisschen den Verdacht, dass es um Kommerz geht.« Am selben Tag lasen wir in einem Tweet Ihres Innenministeriums: »BM Seehofer hat vereinsrechtliche Ermittlungsmaßnahmen gegen die Rockergruppierung ›Bandidos MC Federation West Central‹ angeordnet. Es besteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufen.«

Sind Sie angesichts dieser mutigen Verdächtigungen sicher, dass ein Mann mit Ihrem Scharfsinn sich aus der Politik zurückziehen sollte, Sherlock Horst?

Fragen die Verdachtsfälle von Titanic

 Universitätsstadt Göttingen,

Universitätsstadt Göttingen,

natürlich: Deine wissenschaftlichen Errungenschaften sind unbestritten, die Liste Deiner Nobelpreisträger ist lang. Planck und Gauß liegen auf Deinen Friedhöfen. Wir kennen die Geschichten. Aber mal ehrlich: So viel Aufmerksamkeit wie letztens, als der an einer Riesenschildkröte erstickte Wels im Kiessee entdeckt wurde, hast Du seit einer halben Ewigkeit nicht bekommen. Deshalb solltest Du die Umbenennung in »Welsstadt Göttingen« zumindest in Erwägung ziehen. Alles andere wäre doch ziemlich undankbar.

Meinen die Welsbürger von Titanic

 Ganz ruhig, Heckler & Koch,

denn unser erster Gedanke, als wir im Redaktionsnetzwerk Deutschland die Schlagzeile »Patentstreit um neues Sturmgewehr: Heckler & Koch zieht vor Gericht« lasen, war: Hoffentlich nicht besagtes Sturmgewehr! Vor allem, weil es im Text weiter hieß: »Die US-Firma Magpul und Heckler & Koch treffen sich … im Düsseldorfer Landgericht.«

Findet so was zum Schießen: das mit krachenden Pointen geladene Magazin Titanic

 Wirtschaftsjournalist Philipp Krohn!

Es sei, dozieren Sie in einem FAZ-Kommentar, »von Vorteil, wenn der Wähler in einer Wahl ein breites Angebot hat. Stehen alle Parteien für dieselben Ideen, fehlt der Wettbewerb, sie zu schärfen.«

Das ist hübsch neoliberal überlegt. Allerdings trifft genau das Gegenteil zu: Erst wenn alle Parteien für dasselbe wären, müssten sie ihre Ideen »schärfen«, um sich voneinander abzuheben. So reicht ein Blick aufs nächstbeste Plakat, um sie alle für unwählbar zu halten.

Eh konkurrenzlos: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 G’schichtsstund’n

Ja mei, hört’s halt zu, ihr Hundskrüppel! D’ Junge Union wurd’ bereits 1947 gegründet, auch hier bei uns in Bayern. Die Sach’n ist aber die – des wissen heutzutag’ nur die wenigsten! –, dass die »JU« im Freistaat zwischenzeitlich einmal anders hieß, und zwar von Anfang der 60er bis in die frühen 70er Jahre. Als Franz Josef Strauß selig nämlich 1961 endlich zum Vorsitzenden der Christsozialen g’wählt war, nannten sich die jungen CSUler fortan nur noch »Franz Josef Boys«. Erst ein Jahrzehnt später wurde diese Umbenennung wieder z’rückg’nommen, nämlich aus diesen beiden Gründen: Erstens wollt’ man nicht in Verbindung g’setzt werden mit dem damals aufstrebenden Düsseldorfer Kunstverbrecher Joseph Beuys. Und zwoatens sahen sich d’ »Franz Josef Boys« durch die umstrittene Einführung des bayerischen Frauenwahlrechts im Jahr 1968 gezwungen, auch Weiber, also quasi »Girls« mitmachen zu lassen. So endete auch dieses rühmliche Kapitel bayerischer Geschichte, gell?

Moritz Hürtgen

 Hat der

eigene Zynismus schon eine pathologische Stufe erreicht, wenn man im Tagesschau-Corona-Liveblog erst die Meldung liest: »UN: Zahl der Hungernden ist in der Pandemie gestiegen«, dann direkt darunter: »Gastgewerbe leidet nach Lockdown unter Personalmangel« und als Reaktion auf beides denkt: »Kein Wunder«?

Andreas Braune

 Logisch

Wie nennt man es, wenn die am häufigsten gestellten Fragen zu einem Sachverhalt an zentraler Stelle beantwortet sind? – Das Themengebiet wurde weitgehend FAQiert.

Tina Manske

 Geladen

Während eines nächtlichen Sommergewitters gerieten meine Freundin und ich unlängst in der Fensterfrage aneinander. Sie habe Angst vor Kugelblitzen, sagte sie, hätte es daher gerne geschlossen, ich hingegen, entgegnete ich, hätte zwar generell Verständnis für irrationale Ängste, aber doch nicht bei Treibhaustemperaturen im Zimmer. Nach einigem Hin und Her war sie dann schließlich doch von der Unsinnigkeit ihrer Angst überzeugt. Bei all der negativen Energie, die ich ausstrahlte, sagte sie, sei es schon sehr unwahrscheinlich, dass sich ein Blitz ausgerechnet in meiner Nähe entladen würde. Geht doch.

Fabian Lichter

 Wir Kinder vom Bahnhof ZOB

Im Rahmen der Bundesinitiative für gleichwertige Lebensverhältnisse soll auch in Filmförderung in strukturschwachen Regionen investiert werden. Erstes Projekt: ein weiteres Remake des Klassikers »Wir Kinder vom Bahnhof Zoo«, das diesmal jedoch die Jugend-Drogenszene in ländlichen Gebieten thematisieren soll. Titel siehe oben.

Julia Mateus

Vermischtes

Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Sonneborn/Gsella/Schmitt:&nbsp; "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo:&nbsp;117,80 EURFriedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHeiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo:&nbsp;117,80 EURHeinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 22.07.:

    In der Taz nimmt Stefan Gärtner Abschied von Mitte.

  • 16.07.:

    Moritz Hürtgen schreibt in der Taz über Entpolitisierung durch Hypnose.

  • 02.07.:

    Die Volksstimme fasst zusammen, was ein TITANIC-Titel in Michael Wendlers Kopf auslöste.

  • 30.06.:

    Im Spiegel-Interview (hinter der Bezahlschranke) lobt Otto Waalkes die TITANIC.

  • 29.06.:

    Zum 15. Todestag Robert Gernhardts widmet NDR Kultur dem TITANIC-Mitbegründer ein Audio-Feature.

Titanic unterwegs
06.08.2021 Erfurt, Kleine Synagoge Katharina Greve: »Antisemitismus für Anfänger«
15.08.2021 Hofheim am Taunus, Stadtmuseum »Unkraut vergeht nicht«
15.08.2021 Essen, kunstwerden e.V. »Trio mit vier Stiften«
20.08.2021 Hamburg, Fabrik der Künste »Hamburger Strich«