Inhalt der Printausgabe

Die Schönheit des Fersenlaufs

von Ella Carina Werner

Neulich saß ich mit einer Thermosflasche Grog auf einer Parkbank an der Alster und Markus Lanz lief an mir vorbei. Wie aus dem Nichts tauchte der TV-Titan unter den sonnendurchfluteten Blättern der Linden auf, mit azurblauer Fleecejacke, Pulsuhr und langen, ausladenden Schritten. So elegant, fast schwerelos, bis auf das Schnaufen.

Schön ist es, in den Morgenstunden an diesem Hamburger Binnensee herumzulungern. Das Glitzern des Wassers, das Rascheln von Eiche, Ahorn und Linde, das heisere Schnattern der Enten. Ich dachte daran weiterzubechern, da erspähte ich direkt vor mir die Hechelzunge von Frank Otto. Der schöne Otto, Medienmogul und Spross der reichsten Unternehmerfamilie der Stadt, wohnhaft in Blankenese, mit Zweitwohnsitz in der Bunte.

Dann wieder, zum Runterkommen, ein laufender Trupp mir unbekannter Menschen: namenlose Notarinnen, gesichtslose Gynäkologen, schwitzende Stuckateure und zwischendrin Kai Pflaume. Pflaume, der »sympathische Promi-Jogger« (Hamburger Morgenpost), der, und das ist das Beeindruckende, ja schon wieder Heroische, eigentlich in München wohnt.

Und als ich dachte, jetzt ist aber gut, galoppierte ein Mann mit sonnengegerbter Haut und lachsfarbenen Funktionsshorts herbei. Die Zunge hing ihm aus dem Maul oder eine Zigarre. War das nicht diese eine Kiez-Größe? Die Kiez-Typen heißen ja heute nicht mehr Lackschuh-Dieter oder Schnitzel-Walter, sondern Dieter Lackschuh und die jüngeren Jan-Niklas Hansen oder so. Himmel, wenn selbst die Zuhälter joggen, ist die totale neoliberale Selbstoptimierung der Gesellschaft erreicht, ging mir auf, aber beim Näherkommen war es dann doch nur Uli Wickert.

Joggen »hilft auch bei der vielen Arbeit« (Olaf Scholz), etwa nach dem Staubsaugen oder dem Abwasch.

Ich ließ die Thermosflasche sinken. Langsam wurde das Schauspiel ein wenig ermüdend. Langsam wurde es doch etwas zu viel. In jeder anständigen Stadt gibt es irgendwas in Überfülle. In Düsseldorf sind es hochpreisige Geschäfte, in Duisburg vernagelte Geschäfte, in Kassel Waschbären und in Hamburg nun mal Prominente. Sie sind überall. Ein gewisses Quantum schmückt jede Stadt, aber sind sie zu zahlreich, wird es öde und inflationär. Steht man entspannt vor »Pommes 3000«, fläzt sich Tim Mälzer neben dem hängenden Majo-Drücker, auf der Suche nach einem frechen Streetfood-Trend, und wann immer jemand in der Frauensauna laut losgackert, dass der Schweiß spritzt, ist es Susanne Daubner. Doch nirgendwo verdichten sich die namhaften Persönlichkeiten so sehr wie an der Alster.

Das darf nicht überraschen. Ob Wickert, Lanz oder Pflaume, zahllose Prominente erwähnen alle naselang in Interviews, täglich die 7,4 km um diesen prestigevollen Riesentümpel zu joggen. Dass sie eine Modelleisenbahn im Keller haben oder in ihrer Freizeit gerne Laser-Tag-Arenen aufsuchen, liest man dagegen nie. »Nirgends kann man mehr Promis sichten«, jubeln die örtlichen Zeitungen, und: »Morgens den Alster-Joggern zuzusehen ist fast wie fernsehen!« Wobei nichts trauriger ist, als morgens fernzusehen. Außer vielleicht, Rolf Zuckowski beim Joggen an der Alster zu betrachten, den ich eine Woche zuvor hier entdeckte, mit übergroßen Kopfhörern, die Gesichtszüge – war’s ein »Runner’s High«? – gottselig verzerrt. Ob er dabei Fantasy Metal hörte, K-Pop-Hits oder seine eigenen, war am arrhythmischen Kopfnicken nicht zu erkennen.

Kurz: Der Alster-Rundweg ist die deutsche Top-Laufstrecke, um die sich allerlei Mythen ranken. Klaus Störtebeker soll hier kopflos an seiner versammelten Mannschaft vorbeigerannt sein. Gleichfalls Carl Hagenbeck, im Schlepptau ein Elefant, drei Wisente und sieben nackte Pygmäenkinder für die nächste Völkerschau. Nicht zu vergessen Olaf Scholz, mit der grimmigen Miene eines Marathonläufers, auf der Flucht vor G-20-Krawallos und den langen Schatten seiner Vergangenheit.

Allein ein Dutzend »Tagesschau«-Sprecher macht hier täglich Strecke. Die eingerosteten Beine der Teleprompter-Marionetten wirbeln ungelenk hin und her, ja, das gesamte Who-is-Who deutscher TV-Moderatoren tritt sich hier die Zehen in die Hacken wie die Manager am Mount Everest, nur mit weniger Leichen. Niemand weiß, warum die ZDF-Moderatoren hier auch noch alle laufen. Hat Mainz keinen Angebersee? Manchmal erkennt man sie auch nicht, manchmal geht es alles sehr schnell. Der verlebte Greis da im senffarbenen Zweiteiler, war das jetzt Uwe Seeler oder Dagmar Berghoff?

Und der Sportsmann da vorne Giovanni di Lorenzo? Leider ja. Seine endorphin-geweiteten Pupillen funkeln mit der Wasseroberfläche um die Wette. Di Lorenzo läuft, wie nur Zeit-Journalisten laufen können, mit Schlenkerarmen und angespannten Pobacken. Di Lorenzo, die größte Mehrfachbegabung der Stadt, der joggt, nebenher die Enten füttert und über Headset die neue Volontärin zur Sau macht. Ich probiere eine kollegiale Kontaktaufnahme unter Medienschaffenden (»Hallo!«), aber keine Reaktion. Dicht hinter ihm läuft noch ein weiterer, jüngerer Mann, vielleicht sein analoger Schrittzähler oder einer dieser norddeutschen Tiktok-Stars, die hier auch noch alle joggen. Wen ich gern noch sehen würde: Jan Hofer, von Kopf bis Fuß in Trigema-Klamotten, und Jan Delay mit seinem Schlappstil.

Eine Freundin berichtet, sie habe hier einmal Markus Lanz und Johannes B. Kerner gesichtet. Aus entgegengesetzten Richtungen seien sie geradewegs aufeinander zugerannt, und wie gern hätte ich das gesehen. Von links nähert sich in Siebenmeilenstiefeln Lanz. Von rechts, noch 100 Meter entfernt, im Sauseschritt der Kerner (natürlich hasst Kerner Joggen, aber sein PR-Berater hat ihn dazu gedrängt). Südtirol vs. Rheinland, Fersen- vs. Vorfußläufer, das alte vs. das sehr alte Gesicht des ZDF – Showdown der Extraklasse! Noch liegen 80 Meter zwischen ihnen. Noch 50, 30 ... »Hoppla, das ist doch dieser glattzüngige Schlutzkrapfenfresser«, wird Kerner gedacht haben, »kein edgy Typ wie ich! Alles hat er mir genommen: Frauen, Lebensfreude und meine drei guten ZDF-Showformate.« Wut steigt in ihm auf, dass er beinahe sich und das Atmen vergisst.

Kam es zum Schlagabtausch? Plagten Lanz plötzlich Seitenstiche, hervorgerufen durch ein kleines Outdoor-Messer? Starb er gefesselt im Alsterschlick, die blutleeren Lippen voll Entengrütze? Die Wahrheit ist grausamer. Die Freundin schwört Stein und Bein, die beiden hätten einander ein lässiges »Ahoi!« zugerufen, wie es nur Zugezogene aus dem Süden tun. Dann lieber noch, mit Zeigeund Mittelfinger das rechte Auge zugehalten, den irren ZDF-Gruß.

Aufwärmen ist beim Laufen das A und O. Hier das Ensemble des Hamburger Musicals »König der Löwen« (Simba zweiter von rechts).

Die eigentlichen Laufhelden sind jedoch andere: die Nachtjogger. Jeder herabgefallene Ast in der Finsternis, jeder kollabierte Vordermann ist ihnen ein gefährlicher Stolperstein. Allein dass sie so lange aufbleiben können, der Wahnsinn. Udo Lindenberg soll hier im Schutze der Dunkelheit laufen (»Mit einer Grubenlampe. So eine Art Lightshow am Hut«), auch Stuckrad-Barre wurde eine Zeitlang nicht müde zu erwähnen, nach Mitternacht die Alster gleich zweimal zu umrunden.

Gestern Abend trank ich drei Cola Light und blieb sehr lange wach. Um 0:30 Uhr nahm ich die S-Bahn Richtung Alster und trieb mich dort herum. Ein Käuzchen wimmerte, Fledermäuse flatterten, in den Büschen das übliche Gebumse. Ich stand eine Weile dumm herum, ließ ein paar NDR-Moderatoren auf dem Weg in den verdienten Feierabend passieren. Ich spähte Weg auf, Weg ab nach Lindenberg, dem laufenden Lindenberg mit Laufhut und -mantel, wenigstens einem Lindenberg-Double, aber konnte ihn nicht finden. Vermutlich saß er in diesem Augenblick droben im Hotel Atlantic, keine 100 Meter von hier entfernt, im Schlafanzug, die Nasenspitze an die kühle Fensterscheibe gedrückt, und feixte sich einen ob der Journalisten, die hier seit Jahren nach ihm suchten. Der einzige Exzentriker, den ich ausmachen konnte, war ein Typ im Bademantel, der sich vornübergebeugt über den Alsterweg schleppte. Klar, Olli Dittrich, es konnte aber vom Schlurfgang her auch Wolf Biermann gewesen sein.

Apropos Biermann: Wie sprach und schrieb man eigentlich in der DDR über Prominente? Heute in der Bundesrepublik geht es ja eher kritiklos zu, doch im führenden Celebrity-Magazin der DDR stand wahrscheinlich etwas anderes. »Lady Diana und Prinz Charles: Traumhochzeit in London! 3000 geladene Gäste versaufen das jährliche Bruttoinlandsprodukt von Nicaragua.« Der Name des Magazins lautete wohl »Die goldene Bonzen-Revue« oder »Feudal & pervers«. Beliebt waren auch Schnappschüsse von schlemmenden Kapitalisten und anderen Aasgeiern. Tropfende Austernschlürfreste im Mundwinkel, die Zähne diabolisch schwarz vom Krim-Kaviar: »Wolfgang Porsche – kann er das alles essen?« Oder: »Familie Oetker lacht in die Kamera. Wann werden sie endlich enteignet?« Oder auch: »Wolf Biermann – so volksfremd läuft er um den Müggelsee!« Ist in der DDR eigentlich irgendwer gejoggt, oder galt dies als bürgerliche Scheiße, was es ja auch ist?

Eine Weile noch latschte ich ergebnislos den Alsterweg entlang. »Gib’s auf, gib’s auf«, lallte der Bademantelträger in meine Richtung, dessen Stimme jetzt eher nach Bernd Lucke klang. Um 01.30 Uhr nahm ich die letzte S-Bahn zurück nach Hause, ehe der neue Tag zum Leben erwachte und mit ihm unvermeidlich die nimmermüden Füße von Markus Lanz.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Und dass Sie, Ernst Paul Dörfler,

meinen, ein Buch auf den Markt bringen zu müssen, das da betitelt ist »Aufs Land«, finden Sie das nicht, unter uns gesagt, ein wenig: platt?

Fragen die Städter von Titanic

 Universitätsstadt Göttingen,

Universitätsstadt Göttingen,

natürlich: Deine wissenschaftlichen Errungenschaften sind unbestritten, die Liste Deiner Nobelpreisträger ist lang. Planck und Gauß liegen auf Deinen Friedhöfen. Wir kennen die Geschichten. Aber mal ehrlich: So viel Aufmerksamkeit wie letztens, als der an einer Riesenschildkröte erstickte Wels im Kiessee entdeckt wurde, hast Du seit einer halben Ewigkeit nicht bekommen. Deshalb solltest Du die Umbenennung in »Welsstadt Göttingen« zumindest in Erwägung ziehen. Alles andere wäre doch ziemlich undankbar.

Meinen die Welsbürger von Titanic

 Wirtschaftsjournalist Philipp Krohn!

Es sei, dozieren Sie in einem FAZ-Kommentar, »von Vorteil, wenn der Wähler in einer Wahl ein breites Angebot hat. Stehen alle Parteien für dieselben Ideen, fehlt der Wettbewerb, sie zu schärfen.«

Das ist hübsch neoliberal überlegt. Allerdings trifft genau das Gegenteil zu: Erst wenn alle Parteien für dasselbe wären, müssten sie ihre Ideen »schärfen«, um sich voneinander abzuheben. So reicht ein Blick aufs nächstbeste Plakat, um sie alle für unwählbar zu halten.

Eh konkurrenzlos: Titanic

 Ganz ruhig, Heckler & Koch,

denn unser erster Gedanke, als wir im Redaktionsnetzwerk Deutschland die Schlagzeile »Patentstreit um neues Sturmgewehr: Heckler & Koch zieht vor Gericht« lasen, war: Hoffentlich nicht besagtes Sturmgewehr! Vor allem, weil es im Text weiter hieß: »Die US-Firma Magpul und Heckler & Koch treffen sich … im Düsseldorfer Landgericht.«

Findet so was zum Schießen: das mit krachenden Pointen geladene Magazin Titanic

 Scheidender Innenminister Seehofer!

Angesichts der trotz Pandemie gut besuchten Stadien während der Fußball-EM haben Sie die Uefa kritisiert und schlussfolgerten: »Ich habe da ein bisschen den Verdacht, dass es um Kommerz geht.« Am selben Tag lasen wir in einem Tweet Ihres Innenministeriums: »BM Seehofer hat vereinsrechtliche Ermittlungsmaßnahmen gegen die Rockergruppierung ›Bandidos MC Federation West Central‹ angeordnet. Es besteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufen.«

Sind Sie angesichts dieser mutigen Verdächtigungen sicher, dass ein Mann mit Ihrem Scharfsinn sich aus der Politik zurückziehen sollte, Sherlock Horst?

Fragen die Verdachtsfälle von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Hat der

eigene Zynismus schon eine pathologische Stufe erreicht, wenn man im Tagesschau-Corona-Liveblog erst die Meldung liest: »UN: Zahl der Hungernden ist in der Pandemie gestiegen«, dann direkt darunter: »Gastgewerbe leidet nach Lockdown unter Personalmangel« und als Reaktion auf beides denkt: »Kein Wunder«?

Andreas Braune

 Logisch

Wie nennt man es, wenn die am häufigsten gestellten Fragen zu einem Sachverhalt an zentraler Stelle beantwortet sind? – Das Themengebiet wurde weitgehend FAQiert.

Tina Manske

 G’schichtsstund’n

Ja mei, hört’s halt zu, ihr Hundskrüppel! D’ Junge Union wurd’ bereits 1947 gegründet, auch hier bei uns in Bayern. Die Sach’n ist aber die – des wissen heutzutag’ nur die wenigsten! –, dass die »JU« im Freistaat zwischenzeitlich einmal anders hieß, und zwar von Anfang der 60er bis in die frühen 70er Jahre. Als Franz Josef Strauß selig nämlich 1961 endlich zum Vorsitzenden der Christsozialen g’wählt war, nannten sich die jungen CSUler fortan nur noch »Franz Josef Boys«. Erst ein Jahrzehnt später wurde diese Umbenennung wieder z’rückg’nommen, nämlich aus diesen beiden Gründen: Erstens wollt’ man nicht in Verbindung g’setzt werden mit dem damals aufstrebenden Düsseldorfer Kunstverbrecher Joseph Beuys. Und zwoatens sahen sich d’ »Franz Josef Boys« durch die umstrittene Einführung des bayerischen Frauenwahlrechts im Jahr 1968 gezwungen, auch Weiber, also quasi »Girls« mitmachen zu lassen. So endete auch dieses rühmliche Kapitel bayerischer Geschichte, gell?

Moritz Hürtgen

 Wir Kinder vom Bahnhof ZOB

Im Rahmen der Bundesinitiative für gleichwertige Lebensverhältnisse soll auch in Filmförderung in strukturschwachen Regionen investiert werden. Erstes Projekt: ein weiteres Remake des Klassikers »Wir Kinder vom Bahnhof Zoo«, das diesmal jedoch die Jugend-Drogenszene in ländlichen Gebieten thematisieren soll. Titel siehe oben.

Julia Mateus

 Geladen

Während eines nächtlichen Sommergewitters gerieten meine Freundin und ich unlängst in der Fensterfrage aneinander. Sie habe Angst vor Kugelblitzen, sagte sie, hätte es daher gerne geschlossen, ich hingegen, entgegnete ich, hätte zwar generell Verständnis für irrationale Ängste, aber doch nicht bei Treibhaustemperaturen im Zimmer. Nach einigem Hin und Her war sie dann schließlich doch von der Unsinnigkeit ihrer Angst überzeugt. Bei all der negativen Energie, die ich ausstrahlte, sagte sie, sei es schon sehr unwahrscheinlich, dass sich ein Blitz ausgerechnet in meiner Nähe entladen würde. Geht doch.

Fabian Lichter

Vermischtes

Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURGerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURHeinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Stefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 22.07.:

    In der Taz nimmt Stefan Gärtner Abschied von Mitte.

  • 16.07.:

    Moritz Hürtgen schreibt in der Taz über Entpolitisierung durch Hypnose.

  • 02.07.:

    Die Volksstimme fasst zusammen, was ein TITANIC-Titel in Michael Wendlers Kopf auslöste.

  • 30.06.:

    Im Spiegel-Interview (hinter der Bezahlschranke) lobt Otto Waalkes die TITANIC.

  • 29.06.:

    Zum 15. Todestag Robert Gernhardts widmet NDR Kultur dem TITANIC-Mitbegründer ein Audio-Feature.

Titanic unterwegs
06.08.2021 Erfurt, Kleine Synagoge Katharina Greve: »Antisemitismus für Anfänger«
15.08.2021 Hofheim am Taunus, Stadtmuseum »Unkraut vergeht nicht«
15.08.2021 Essen, kunstwerden e.V. »Trio mit vier Stiften«
20.08.2021 Hamburg, Fabrik der Künste »Hamburger Strich«