Inhalt der Printausgabe

Grüße aus der rollenden Gruft

Wer etwas über Menschen erfahren will, kann sich dieses eine Buch von Richard David Precht kaufen oder eine Fahrt im Nachtzug buchen, das ist preislich dasselbe. Am schönsten ist es im Sechser-Sitzabteil: finster und geräumig wie eine Familiengruft, und genauso ist die Stimmung. Die Heizung muss defekt sein oder auf Anschlag bollern, um die allgemeine Aggressivität noch weiter zu befeuern, bis zum Morgengrauen, bis die Sonne durchs trübe Fenster blinzelt und der lattenstramme Schaffner in der Tür.

Nachtzüge – Pioniere modernen Kastendenkens. Fein leben lässt es sich im Schlafwagen ...


Man muss nur still und eingezwängt dasitzen und dem Leben seine Dialoge ablauschen. Es ist wie Mitfahrgelegenheit: Menschen, bunt und brutal zusammengewürfelt, und doch, zugleich ein intimes Kammerspiel mit wiederkehrendem Ensemble. Da ist die systemkritische, ewig abgebrannte Abiturientin mit dem nachlässig hochgezwirbelten Dutt; da ist der lebensmüde Schnauzbartträger mittleren Alters und die Rentnerin mit den im Dämmerlicht aufblitzenden Goldplomben, die die ganze Nacht ihre Handtasche geräuschvoll auf- und zuklappt, aus Sorge um ihre Wertsachen und blankem Menschenhass. Und der Schaffner mit dem drolligen Dialekt, der »Fahrkarteln« oder »Kolatschen« sagt. Dabei schiebt er ein Wägelchen mit Produkten für den nächtlichen Bedarf vor sich her – Einwegzahnbürsten, Ohropax, Narkoleptika, Wiener Zirbengeist –, aber nur in meiner Fantasie. Hier muss ich erwähnen: Die Deutsche Bahn hat ihre Nachtzüge schon vor Jahren aufgegeben, aber die österreichische ÖBB fährt edelmütig auch durch unser Land. Klar, es gibt auch richtige Schlafwagen, mit Kronleuchtern, 5G-Netz, Gratis-Paradeiserschnaps und französischen Balkonen, aber die kosten das Hundertfache. Die Sitzabteile sind die Holzklasse fürs Lumpenproletariat, den gesellschaftlichen Rest: FH-Studenten, Foodora-Fahrer, Hebammen unter der Armutsgrenze und mich.

Letzten Herbst fuhr ich wieder von Frankfurt a.M. nach Hamburg. Mit mir im Abteil: eine junge Frau mit hochgebundenen Filzlocken und Mundschutz »Fck Cptlsm«, ein Glatzkopf mit Mundschutz und Schlafbrille, was seinen einzig verbleibenden Sinnesorganen (die Ohren) etwas Geheimnisvolles verlieh, und die obligatorische Alte.
Wir schliefen oder taten so, die Vorhänge gut zugezogen. Finsternis. Nur das Notlämpchen glomm. Eine fast sakrale Stimmung.
»Mooooooin zusammen!«

Göttingen, 3.46 Uhr: Ein drahtiger junger Mann im Anzug riss die Abteiltür auf. Maximilian H., Private-Equity-Manager, 27 Jahre alt, High Performer und Verlobter einer scharfen Agenturbraut, die am Hamburger Hbf. Schlag 7.52 Uhr auf ihn warte, all das erfuhren wir in den ersten 20 Sekunden. Er habe seit drei Tagen nicht geschlafen, rief er aus und raufte sich das angegelte Haar. Er habe gerade einen »Dreimilliarden-Deal eingetütet«, verkündete er, ehe er sich auf den freien Sitz neben mir plumpsen ließ. Ich erwog, aufs stinkende Zugklo zu gehen, um »Private Equity« zu googeln oder um dort weiterzudösen, hier würde es wohl nichts mehr werden. Aber dann wäre mein Leben womöglich um ein zwischenmenschlich erhellendes Gespräch ärmer, dachte ich und blieb.

Im Schummerlicht sah ich den jungen Mann von der Seite an und wurde mal wieder sentimental. Dieser knabenhafte Leistungsträger, dieser Weltenlenker könnte mein Sohn sein. Obwohl ich meinem Sohn stets raten würde, nie mit so viel Geld zu hantieren und seinen Hosenstall immer ordentlich zu schließen.

»Drei Milliarden«, wiederholte er zufrieden und öffnete eine Dose Red Bull. So langsam wurde ich wach. Drei Milliarden, das war wirklich eine sehr große Zahl. Das waren 600 000 000 passable Schlaftabletten. Das war die Summe der jährlichen Finanzflops der Deutschen Bahn.
Drei Milliarden, sagte ich, das sei eine Menge Geld. Das sei es, nickte der Strippenzieher, wobei seine Nasenlöcher vor Behaglichkeit zitterten. Drei Milliarden, brummte die Abiturientin mir gegenüber, die jetzt auch mal aufgewacht war, da müsse er doch einen hübschen Bonus eingesackt haben und sich davon einen Platz im Schlafwagen leisten können, da wäre sicher noch was frei.

»Schlaf?« Der Jungmanager lachte auf, hielt sich spielerisch eine Hand hinters Ohr: »Was ist Schlaf?« Er müsse nicht schlafen, sagte er. Nie mehr werde er schlafen, tönte er, so leistungsbereit, wie er sich fühle, bei all dem Adrenalin, das durch seine Venen rausche, plus literweise Energy Drinks. Schlaf sei was für Lehramts-Studis oder britische Anleger altbackener Pensionsfonds, die er gerade über den Tisch …, »aber pssst!« grinste er und zwinkerte in die Runde.

Er sagte, er sei »auf Red Bull«, aber ich glaube, er war noch auf etwas Härterem, Africola oder Club Mate oder so, so hibbelig, wie er seinen Ellenbogen dauernd gegen meinen Oberarm rammte.
Er arbeite 100 Stunden pro Woche, sagte er und legte eine kleine Kunstpause ein. »Minimum!«
Jetzt konnte ich erst recht nicht mehr schlafen. »Dass andere so viel leisten können«, meldete sich mein schlechtes Gewissen. Das seien ja 20 Stunden am Tag. Da bliebe ja nur noch das Wochenende. »Wochenende? Welches Wochenende?« wieherte der Finanzfuchs.

Die Abiturientin knurrte, sie würde ihm gleich drei Milliarden Mal gegen sein ADHS-krankes Knie treten, wenn er nicht aufhörte, mit diesem das ihrige zu traktieren. Sie ließ noch ein paar Worte fallen, darunter »Kapitalistensau«, »Heuschrecke« und »Finanzfaschist«. Er hielt mit »Wasch dir erst mal deine Haare!« argumentativ dagegen. Ich dachte an die Szene in »Mord im Orient-Express«, in welcher ein Fahrgast durch zwölf Messerstiche erledigt wird, und wartete einfach ab.

Wenn er auch etwas beitragen dürfte, meldete sich der vermummte Mann in der Ecke und zog seine Schlafbrille hoch: Dolle Sache, dass die jungen Leute heute wieder so fleißig seien! Übrigens sei er auch Manager. Facility-Manager. »Hausmeister«, korrigierte der Grünschnabel neben mir, während er gierig mein plattgedrücktes Crobag-Croissant fixierte, das aus meinem Rucksack ragte.
»Zwanzig Euro«, sagte ich gewitzt. Ich bin auch Managerin, Familienmanagerin, denn so nennt man moderne Mehrfachmütter heute. »Scheiße Mann, ich sitze hier mit einem Haufen neoliberaler Arschlöcher!« wisperte die Abiturientin in ihr Handy.

Die einzige, die noch gar nichts gesagt, ja nicht mal die Augen geöffnet hatte, war die Alte. Ich glaube, sie war Anarchistin oder KGB-Agentin, das erkannte ich an ihrem orthopädischen Schuhwerk und dem seelenlosen Pokerface. Sie schien zu schlafen, in den Ohren Schaumstoffstöpsel oder die Trockenpflaumen, an denen sie vorhin bei Fulda noch genagt hatte, und ich fragte mich, was sie unter ihrer schief geknöpften Strickjacke versteckte, Wertsachen oder eine Knarre.

... und sterben im Sitzabteil.


Gern hätte ich mehr über die wundersame Berufswelt des Private-Equity-Managers erfahren. Leider kamen er und der Hausmeister von Buy-out und außerbörslichem Eigenkapital dann ziemlich schnell zu Gott. Um Gott geht es im Nachtzug am Ende immer. Die letzten zwei Stunden versuchten die beiden, sich über existentielle Themen zu unterhalten – Zukunft, Religion, die kleinen Brüste von Katja Kipping –, aber es geriet eher ungelenk, fast rührend. »Fresse«, murmelte die Abiturientin alle paar Minuten, um dem Gespräch wenigstens etwas Verve zu geben.

»Glauben Sie, es gibt die Hölle?« raunte der Hausmeister, aber niemand hatte eine rechte Ahnung, außer dem Schaffner, der, ab Uelzen in der Abteiltür lehnend, verlauten ließ, man befinde sich bereits mittendrin. Kurz darauf sackte der Kopf des blutjungen Karrieremachers endgültig auf meine Schulter. Im Halbschlaf murmelte er noch etwas von Risiko- und Wagniskapital, Targets und einer kuscheligen Bettdecke.

Vor kurzem war in der Zeitung zu lesen, die Deutsche Bahn habe eine neue »Vision«, plane nicht weniger als eine »mobile Revolution«, ja das nächste große Ding seit Einführung der geschlossenen Kacketanks unter den WCs: Nachtzüge! Sie bauen jetzt alle noch mal neu, auf Druck einer »Parlamentarier-Initiative«. »Politiker fordern Nachtzug Berlin-Brüssel«, war zu lesen, und wer will es ihnen, der ewigen Flixbusfahrerei überdrüssig, verdenken. Ich stelle mir das gerne vor: Katarina Barley, Manfred Weber, Ska Keller, Jörg Meuthen, Martin Sonneborn und ein lettischer Sozialliberaler, der immer am Berliner Hbf. zusteigt, gemeinsam in einem Abteil. Mehr Knisterspannung geht nicht. Bringen sie sich gegenseitig um? Wo verstecken sie ihre Wertsachen? Betet Manfred Weber heimlich vorm Einschlafen? Hängt Ska Keller ihren Fjällräven-Kulturbeutel im WC-Raum an den Griff des Seifenspenders? Plopp, fällt er wieder herunter in die Siffbrühe, aber die sympathische Grüne bleibt wie immer superentspannt.

Was folgt: Flaschendrehen, Mutproben mit der Notbremse, Wodka Bull und die zartesten Parlamentariergespräche, über Liebe in Zeiten der Pandemie, die neuesten Thermomix-Rezepte, Gott und politische Theorie. Sonneborn zitiert Bakunin, Meuthen hält mit Heidegger und Hitler dagegen, und am Ende reihert jemand in den Klappmülleimer (ich tippe auf Barley).

Hamburg, 7.52 Uhr: Am Hauptbahnhof hob ich das kahle Kinn des Managers von meiner Schulter. Ehe wir anderen ausstiegen, legten wir den juvenilen Leib vorsichtig über drei Sitze, so kriegte er noch ein paar Stunden Schlaf bis Endstation Sylt. Auf Sylt fallen ein paar Milliarden mehr oder weniger auch nicht mehr auf.

Ich verließ den Bahnhof und schlappte hinein in die Innenstadt, ins pralle Metropolenleben, wo künftig diese Kolumne spielt. Denn eine weltläufige Großstadtkolumne soll dies von nun an sein.


Ella Carina Werner

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Wie haben wir, »Tornado Umzüge«,

uns Eure Arbeitsweise vorzustellen? Brecht Ihr durchs Dach in unsere Wohnungen ein, zerstört für leichteren Transport alle Möbel und sonstigen Gegenstände und verteilt sie dann wahllos überall in der Stadt?

Falls ja, wir sind dabei! Hauptsache, nicht selber schleppen.

Gähnen träge: Deine Faulpelze bei Titanic

 Glückwunsch, Linda Zervakis,

Glückwunsch, Linda Zervakis,

dass Sie den rechtzeitigen Weggang von der Tagesschau geschafft haben, bevor Sie dort für alle Zeiten vor den Teleprompter gekettet werden! Den, hust!, Karrieresprung zu ProSieben begründeten Sie unter anderem mit dem konzeptionellen Mut von Chef Daniel Rosemann: »Ich habe Daniel als Mensch erlebt, der Fernsehen leidenschaftlich denkt und fühlt.«

Mit dem dümmlichen Mediensprech läuten Sie den Wechsel zum Galileo- und GNTM-Sender ja gekonnt ein, Chapeau! Bleibt nur die Frage, wie die von Ihnen erwähnte Leidenschaft zur Co-Moderation mit der Aalglatt-Grinsebacke Matthias Opdenhövel führen konnte.

Dann doch lieber Tagesschau. Titanic

 Grüezi, schweizerische Forschungsanstalt »Agroscope«!

Wie wir in den Nachrichtenarchiven ausgegraben haben, hast Du eine landesweite Aktion mit dem Namen »Beweisstück Unterhose« gestartet. Doch was wie der Episodentitel eines Münsteraner Tatorts klingt, war ein groß angelegtes Wissenschaftsprojekt. »In den kommenden Tagen werden 2000 Bio-Baumwollunterhosen in der gesamten Schweiz in Wiesen, Beeten und Feldern vergraben … Nach einem beziehungsweise zwei Monaten sollen die Unterhosen wieder ausgegraben werden. Die Teilnehmenden schicken Fotos der durchlöcherten Unterhose zusammen mit Bodenproben an die Forschungsanstalt zurück.« So soll ermittelt werden, wie gut die Qualität der Unterhosen, Quatsch: des Bodens ist.

Die Vorstellung von Tausenden Schweizer/innen, die eifrig Schlüpfer im Garten vergraben, ist ja an sich bereits schön. Erst recht lachen mussten wir aber über die dabei geltende Auswertungs-Faustregel: »Je löchriger, desto gesünder«. Da fragen wir uns freilich: Gilt das auch für Euren Emmentaler?

Liebi Grüess Titanic

 MI6-Direktor Richard Moore!

»Er präsentiert James Bond stets die neuesten geheimen Waffen – und soll nun auch im echten Leben das MI6 unterstützen: Der britische Geheimdienst sucht offiziell nach einem ›Q‹«, informierte uns die FAZ und gab auch Aufschluss über Ihre Motivation, eine derart medienwirksame Stellenausschreibung zu veröffentlichen: »Der Behördenleiter hat sich zum Ziel gesetzt, den Dienst in der Öffentlichkeit besser sichtbar zu machen.«

Mal unter uns, Mister Moore: Was genau haben Sie am Wort »Geheimdienst« nicht verstanden?

Vertraut eher Roger Moore: Titanic

 Journalistisches Fehlverhalten, Simon Strauß (»FAZ«),

würden Sie’s wahrscheinlich nennen, wenn einer wie Sie in seinem Kommentar zur Theaterbranche schreibt, dass Klaus Dörr, der als Intendant der Volksbühne zurückgetreten ist, nachdem ganze zehn Frauen von dessen sexuellen Belästigungen berichtet hatten, »wegen erotischen Fehlverhaltens angeklagt« worden sei. Aber wie verhält es sich hiermit: Wenn wir beim Spazierengehen in Frankfurt, anstatt Sie per Handschlag zu grüßen, mit einem Faustschlag zehnmal Ihre Nase treffen – ist das dann auch einfach nur kommunikatives Fehlverhalten?

Winke, winke: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Lavalampen-Radler

Seit jeher haben alte Menschen, die auf dem Fahrrad durch die Ortschaft fahren und dabei kaum voranzukommen scheinen, eine beruhigende, ja lavalampenhaft hypnotische Wirkung auf mich. Neulich näherte ich mich einem dieser Zeitlupen-Radler, einem alten Mann mit Schiebermütze. Als ich ganz nah war, stellte ich fest, dass er trotz rotierender Räder sich keinen Zentimeter von der Stelle rührte. Er wirkte angestrengt und selig zugleich, meinen Gruß erwiderte er mit zahnlosem Lachen. Ich ging meines Weges und bestritt den restlichen Tag mit tiefer Seelenruhe.

Leo Riegel

 Stadtslogans im demografischen Wandel

Lübeck – Mehr Krücken als Venedig

Julia Mateus

 Coachingstufe 3

Ich finde es schon innerhalb meiner Komfortzone manchmal ziemlich anstrengend.

Fabian Lichter

 Traurige Erkenntnis

Jeden Tag trainiere ich mein Haar mit Bürste und Föhn darauf, sich in elegantem Schwung um meinen Kopf zu legen. Jeden Tag. Tue ich es nur ein einziges Mal nicht, hängen sie schlapp dem Erdboden entgegen. Ich muss wohl der Wahrheit ins Gesicht sehen: Meine Haare sind entweder faul oder dumm.

Katharina Greve

 Immerhin weg vom Smartphone

Beim Spazieren ein etwa elfjähriges Mädchen mit Kreide spielen sehen und gedacht: Schön, dass die durchdigitalisierten Kinder des Jahres 2021 so was auch noch machen. Dann näher gekommen. Das Mädchen hatte »Es giebt kein Corona« auf den Gehweg geschrieben.

Cornelius W.M. Oettle

Vermischtes

Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Stephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Max Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 117,80 EURTorsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 117,80 EURStefan Gärtner, Jürgen Roth: "Benehmt euch!"
Stéphane Hessel ist tot – lang leben Stefan Gärtner und Jürgen Roth!
Die TITANIC-Denker und Aufklärungsjournalisten präsentieren mit "Benehmt euch!" die längst überfällige Abrechnung mit Rüpeltum und Volksverrohung: ein Pamphlet gegen bzw. für Internetvermüller, Handyterroristen, Vorfahrtabonnenten und Ganzkörperellbogen.
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 09.06.:

    In der Taz informiert Torsten Gaitzsch über den Foodtrend "High Protein".

  • 31.05.:

    Torsten Gaitzsch erinnert in der Jungen Welt an vergessene TITANIC-Gastautoren.

  • 28.05.:

    500 TITANIC-Ausgaben sind auch Thema auf Bayern 2.

  • 27.05.:

    Christian Y. Schmidt hätte gerne einen – irgendeinen! – Preis.

  • 26.05.:

    Die kulturWELT des BR hat Eckhard Henscheid, Hans Zippert und Moritz Hürtgen anlässlich der 500. Ausgabe TITANIC befragt.

     

Titanic unterwegs
25.06.2021 Wiesloch, Stadtbibliothek Ella Carina Werner
10.10.2021 Celle, Bomann-Museum »Wi(e)der das Böse«