Inhalt der Printausgabe

Heinz Strunk
Intim­scha­tulle 50

»Mörder mit vollem Haar!«

1.4. Eiskalt gedoucht, Cornflakes, Maisbrot mit sizilianischem Käse, Maulbeersaft. 12 Grad und 13 Sonnenstunden sind vorhergesagt. Am Schreibtisch »eingelocht«, nicht so schlecht gearbeitet bis in den Nachmittag. Drei Rentnerinnen beim Spazierengehen beobachtet, durchscheinend, schemenhaft, wie eingeäschert. Asche zu Asche, Staub zu Staub.

2.4. Sylvia Wollny über ihren Verlobten Harald Elsenbast, als der (wieder mal) nicht pünktlich heimkommt: »Ich sitze allein zu Hause, und er haut sich die Falten aus dem Sack.«

3.4. Bei Vox »Kitchen Impossible«. Knallkopp 1 (Koch) fragt Knallkopp 2 (Koch): »Mischst du Tiere auf dem Teller?« Knallkopp 2: »Nicht wirklich.« Typischer Koch-Dialog. Abends Lecture »Erwin Strittmatter – Nachrichten aus meinem Leben«: »Die großen Ohren scheinen während des Sterbens noch gewachsen zu sein. Sie haben Herrschaft über das Gesicht angetreten, scheinen aus ihrem Kompetenzbereich herausgetreten zu sein. Das sind Ohren, deren Größe für zehn Generationen ausreicht.«

4.4. Mysteriös, aber sehr gut: »Das Gute am Eishockey ist, wenn nach dem Spiel in der Umkleide die Gebisse getauscht werden.«

5.4. Tagsüber in schlimmem Zustand, daher nichts. Abends auf 3sat das Drama »Haus ohne Gefühle« mit Igor Voss als Igor Voss. Weißwein, später die brandgefährliche Kombi Gin/Bier. Ziemlich betrunken, da den Überblick verloren. (Wieviel war in der Ginflasche eigentlich ursprünglich drin?)

6.4. Morgens rasiert und marschiert. Frühlingsintermezzo, Sonne stechend wie im Hochsommer, man hält es nicht lange aus. Nach dem langen Winter erste Begehung/Bestandsaufnahme der Dachterrasse: kaputt, verdreckt, verwahrlost. Tote Pflanzen, Rost, geplatzte Wasserleitung. Man müsste das Geld haben, die Schäden zu beseitigen, dieses doch eigentlich so schöne Plätzchen auf Vordermann zu bringen, »frühlingsfit« zu machen. »Füße in Flammen«. Sie unten aus der Decke raushängen zu lassen verschafft kaum Linderung.

7.4. Bei den Modellen Honda Spast, Opel Anus und Nissan Qashqai sollte man es statt mit Scheibenwischerreiniger mal mit frisch gemolkener Ficksahne versuchen.

8.4. Ferdinand »Fredl« von Schirach hat schon wieder ein neues Buch veröffentlicht. Wie macht der das bloß? Genie? Wundermensch? Fleißling mit Goeth’schem Output? Mitnichten. Die Schirach-Formel: RAUMGREIFEND ZUM ERFOLG. Sein vorletztes Meisterwerk »Strafe« hatte einen Umfang von 192 Seiten. Mit sehr großen, behindertengerechten Buchstaben, auch Senioren durften die Lupe in der Tasche lassen. I.d.R. hat eine Seite etwa 250 Wörter. Greifen Sie irgendwo in Ihr Bücherregal und zählen Sie nach: Mal sind es 10 Wörter mehr oder 15 Wörter weniger, aber man kommt auf bummelige 250. (Suhrkamp-Wälzer und irgendwelche wissenschaftliche Spezialausgaben ausgenommen.) Beim chronisch zerknirschten Schirach – er trägt die ganze Last der literarischen Verantwortung, ach was: der gesamten Literatur auf seinen schmalen Schultern – sind es allerdings mit etwa 120 Wörtern pro Seite gerade mal die Hälfte. 192 Seiten geteilt durch zwei ergeben: 96 (in Worten SECHSUNDNEUNZIG) Seiten. Das ist nicht viel. Man stelle sich vor, ich würde mich das trauen (»Arbeitsverweigerung: Strunk pimpt seine mickrigen Kurzgeschichten auf Novellenlänge«). Egal. Dreimal dürfen Sie raten, welchen Umfang Schirachs neuester Streich »Kaffee und Zigaretten« hat. Genau. 192. R.A.U.M.G.R.E.I.F.E.N.D.: Eine Seite Kapitelüberschrift, dann eine Leerseite zum erstmal drüber nachdenken, manche Story gerade eine halbe Seite lang. Zudem sind ein Teil der versammelten 48 Glossen, Beobachtungen, Feuilletons, Notizen bereits veröffentlicht, Stichwort Wertschöpfungskette. Die Schirach-Formel, Teil 2: IN DER KÜRZE LIEGT DIE WÜRZE. Weniger ist mehr. Mit Hilfe derartiger Seitenschinderei wieder roundabout 90 Seiten gespart. Auf diese Art lässt sich jedes Jahr bequem ein neuer Bestseller raushauen. Seine halbgebildete Leserschaft, die nicht weiß, dass er sich seinen »Stil« woanders (Coetzee u.a.) abgeguckt hat, stört das natürlich nicht (»Toll, schon wieder ein ganzes Buch durch. Und noch dazu ein Schirach!«). Die Schatulle meint: NEPP!! Um mit Chris Tall (RTL) zu sprechen: »Darf er das?« Vielleicht sollte man mal den Verbraucherschutzbund informieren, um dem adligen Herrn Strafverteidiger sein Handwerk zu legen. Check it out, buddys!

9.4. Zum Thee Fr. Bodenstein. Ihr Sohn wird den Sommer auf Kreta verbringen.

10.4. Tagsüber Teleshopping. Harald Glööckler (»Pompöös«) präsentiert seine neue Schmucklinie. O-Ton: »Es sieht einfach reich aus. Der Ring wirkt, als würde er zehn Millionen Dollar kosten, kostet aber nur 79,99 Euro.« Zum Dinner mit Bertram Leyendieker ins Restaurant Diverso (farcierte Ente mit Trüffelsauce und Bouillon-Kartoffeln). Er erinnert mich an die 3500 Euro, die ich ihm noch schulde. Freundlicherweise lässt er mich abstottern. Aber, mahnend: »Ratenzahlung bedeutet nicht, dass ich rate, wann Sie zahlen.« Gut!

11.4. Tag des Chemiearbeiters.

12.4. Schönes Wetter, Frühling liegt in der Luft. In dem Zusammenhang: Alles blüht auf, was im vergangenen Jahr zugrunde gegangen ist. Nur die Toten erstehen nicht wieder auf, auch wenn sie auf einsehbare Art und Weise zugrunde gegangen, verendet sind, getötet, gefressen wurden. Die Erde ist eine sich selbst versorgende Einheit, sie lebt von ihrer eigenen Materie. Das bedeutet, dass die Lebenden die Toten verzehren, dann gehen auch sie zugrunde und werden ebenfalls verzehrt. Abends Baumkuchen, Lecture »John Burnside – Lügen über meinen Vater«. Leibschneiden, deshalb mit Wärmflasche früh zu Bette.

13.4. Nachmittags im »cafe 2 talk« Schlagzeilen der ausliegenden Zeitschriften/Zeitungen gelesen:

  • WÜRGER VON AACHEN MASTURBIERTE MIT STROM – TOT
  • DICKE LUFT MACHT UNSER GEHIRN KAPUTT
  • SCHROTTOPA (73) KLAUTE 600 METER GLEISE

14.4. Abends Aal-Frikassee, Bier, Grand Marnier Spezial Edition (Flasche 70 Euro), Salzgebäck. Um 23.00 Uhr noch ins Casino Esplanade zu den Kugeln (»Lucky Lady’s Charme«), schwere Verluste, wieder mal völlig betrunken.

15.4. SCHATULLENSERVICE: Falls Sie zufällig Wiesel heißen und eine Immobilienfirma haben: Immobilien Wiesel – schnell wie ein Wiesel zur eigenen Immobilie.

Ein Haustechniker beim Abbau von Equipment nach einem Jazz-Konzert

16.4. Alltagsfrage: Warum gibt es eigentlich Bonushefte?

17.4. 1) Idee: Sich mit einem ereignislosen Radfahrerleben in einem sehr flachen Land wie Holland zufriedengeben. 2) Geiler Spruch: »Sei wie du bist, aber sprich nicht darüber.«

18.4. Groteske Erscheinungen: Sven Plöger, Bushido, Rainer Hunold

19.4. Nach der Qual am Schreibtisch bei schönem Wetter auf eine schnelle Wurst zu Willis Schwenk-Grill. Willi, schon leicht angetüddert, bringt einen nach dem anderen: »Trink aus, bevor der Schaum hart wird!«, »Wenn man einen Dachschaden hat, muss man den Dachdecker rufen«, »Alkoholismus ist der Imperialismus des kleinen Mannes«. Und das Schöne: stimmt alles.

20.4. Abends das Ehepaar Marquart bei Plundergebäck und Weißwein zum TV-Abend. Schmunzelkrimi »Wem gehörte der Wasserkocher?«: Helmut Zierl (diesmal in einer Nebenrolle) als vertrottelter Lkw-Fahrer.

21.4. Wer einen Umzug plant, wird darin umkommen.

22.4. Mittags ins »cafe 2 talk«. Aus »MOTIVATION TÄGLICH«:

  • Die rettende Hand befindet sich immer am Ende des eigenen Arms
  • Wer Geld nicht festhalten kann, hat es nicht verdient
  • Zähle nicht deine Tage, mach, dass deine Tage zählen

23.4. Um 8.30 Uhr von Schmerzen geweckt: Linke Schulter entzündet, Blasen auf beiden Oberschenkeln, Versteifung der Oberlippe. Was ist DAS denn nun schon wieder? An den Schreibtisch gequält, trotz der Maleschen geht mir die Arbeit leicht von der Hand. Oberlippe bis zum Mittag fast wieder normal.

24.4. Ganz geile Namen für Bars: TragBAR. Noch besser: UntragBAR. Abends Lecture »Sandor Marai – Tagebücher 1984 – 1989«: »Erfahrungen verlangen Zeit, aber über ein bestimmtes Wissen hinaus vertieft die Zeit die Erfahrungen nicht. Ich werde einfach älter, nicht mehr und nicht weniger.«

25.4. Die Hookline eines potentiellen Ballermann-Hits könnte gehen: »Mein Liebesdöner wird ganz saftig, wenn ich an dich denke.« Wäre das was? Ich weiß es ja selber nicht so genau. Es könnte sich ruhig mal einer der einschlägigen Produzenten/Texter aus der Szene bei mir melden, vielleicht lässt sich gemeinsam was »entwickeln«. Weitere Textfragmente: Der Duft deiner Vorhaut. Bock of my Pillermann. Auch geil: SUGARDADDY – MEINE WÄHRUNG IST WICHSE.

26.4. Ehepaar Marquart zum Dinner und anschließendem TV-Abend, ZDF-Krimi »Mörder mit vollem Haar«.

27.4. News von Reinhold Beckmann: Nachdem sich sein Lebensratgeber »Ich, Reinhold – Ein Buch wie ein Freund: 99 Lektionen, um besser drauf zu sein« zu einem Kritiker- und einem Publikumserfolg (Vorabdruck in der Schatulle) gemausert hat und auch das parallel veröffentlichte Album »einfach nur so« begeistern konnte, zeigt der kultige Jeansbrillenträger jetzt politisch klare Kante. Nachdem er, für viele unverständlich, der Einladung zu Matthias Mattusseks 65. Geburtstag gefolgt ist, erklärt er in seiner typischen Art den gewitzten Trojaner-Coup. O-Ton Becki: »Ich habe lange überlegt, dann beschlossen, meinen Gitarrenkoffer zu nehmen und ihm mein vergiftetes Geschenk mitzubringen, meine Version des Bob Dylan-Klassikers ›Things have changed‹. Er sollte was zu kauen haben. Schluckbeschwerden bekommen. Ein Ausschnitt aus dem Text: ›Ein trauriger Mann mit traurigem Geist, niemand mehr da, alle längst abgereist.‹« Die Schatulle meint: Geile Aktion von BIG BECKMANN. Chapeau!

28.4. Interessante Reportage auf ZDF-Info: Staubkacke und Turban – das ist Indien.

29.4. Gute Aktion der evangelischen Kirche Norddeutschland, um auf die massenhafte Verfolgung von Christen überall auf der Welt hinzuweisen. Geplant ist ein Sternmarsch mit dem Ziel Neustadt/Holstein. Das Motto des Protestzuges: »Bei jedem Schritt stirbt ein Christ – wie weit gehst du?«

30.4. Immer wieder gewisses Erstaunen darüber, wie wenig Leute sich umbringen. Dabei gibt es gute Gründe doch wie Sand am Meer: letzter Ausweg, Überdruss, ausweglose Lebenssituation, Schulden, Krankheit, Scham, oder weil man sich einfach selber nicht mehr ertragen kann. Meine Meinung: Es gibt für sehr viele Menschen sehr wenig Gründe, am Leben festzuhalten. Ergo: Kluge Menschen bringen sich um, dumme leben weiter. (Kluge Menschen saufen, Dumme fressen usw.)

Nach Notat im Bett.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 HEY, LAAAHAAARS!!!

In einem eher kurzen Interview mit der Tagesschau hast Du, Generalsekretär der SPD, Dich gleich dreimal desselben Stilmittels bedient. Du sagtest, dass »alle wollen, dass die Partei wieder lauter wird«, merktest, dass »es in der Partei ein großes Bedürfnis gibt, über Themen zu reden, die die Menschen interessieren. Und zwar laut über diese Themen zu reden«, und tatest kund, dass Dein Verein zwar in der Regierung bleibt, »aber auch, dass wir laut sagen, wofür die SPD steht«.

Und nun fragen wir uns, warum denn plötzlich alles so laut sein muss. Denkst Du, wer schreit, hat recht? Soll die Botschaft der SPD über die leeren Marktplätze in die Wohnungen der daheimgebliebenen Wählerschichten dringen? Oder ist die SPD, trotz Erneuerung an der Spitze, im Kern so alt, dass die Parteimitglieder selbst sozialdemokratische Kernanliegen nicht mehr registrieren, wenn man sie ihnen nicht ins Ohr schreit? Ach was, es sind ja doch alle drei.

Deine Leisetreter von Titanic

 Sieh an, Kai Pflaume,

die kasachische Version Ihrer Quizsendung »Wer weiß denn sowas?« finden Sie klasse. »Man versteht kein Wort. Es sieht aber sehr ähnlich aus«, sagten Sie dazu der DPA. Man versteht kein Wort? Liegt das womöglich daran, dass Kasachisch gesprochen wird und Sie Kasachisch nicht können? Ansonsten ist es ja dann genauso abgestanden wie das Original.

Weiß: Titanic

 Genial, »Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag«!

»Batterien sollen Strom speichern« ist eine Deiner Überschriften auf der Themenseite »Innovation aus Schleswig-Holstein«. Diese Süddänen scheinen ein sehr plietsches Völkchen zu sein. Als Ergänzung hätten wir noch ein paar eigene Innovationen mit potentiell ähnlich durchschlagendem Charakter: Häuser sollen vor Regen schützen, Feuer soll Wärme spenden und Bier soll betrunken machen.

Deine Düsentriebs von Titanic

 Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Der »Gala« sagten Sie, dass Sie nach der Geburt Ihres ersten Kindes die Augen aufgemacht hätten: »Ich bin anschließend wochenlang durch die Straßen gegangen, habe die vielen Menschen gesehen und gedacht: Die sind alle geboren worden – das ist so abgefahren!«

Und, Frau Hegenbarth, was haben Sie vor Ihrer Niederkunft gedacht, wenn Sie die vielen Menschen gesehen haben? Dass die vom Himmel gefallen oder geschnitzt worden sind? Ein lauter Traum, ein kruder Witz? Wenn Sie Ihre Augen noch eine Weile offenhalten wollen: Auch die ganzen Schnitzel und Pandabären sind einmal geboren worden.

Abgefahren: Titanic

 Küss die Hand, Bad Ischl!

Du Tummelplatz der k.u.k. Schickeria im österreichischen Salzkammergut wirst nun unter dem Motto »Kultur ist unser neues Salz« eine der drei europäischen Kulturhauptstädte 2024. Herzlichen Glückwunsch! Da für uns Dein Land aber eh nur eine einzige große Fressmeile ist, fragen wir uns, welche kulinarischen Zutaten noch so ersetzt werden sollen. Ist die Wirtschaft das neue Rindfleisch? Die Wissenschaft die Zwiebel? Das Soziale der Pfeffer? Und Politik die Paprika edelsüß?

Zu diesem herzhaften Saftgulasch serviert gern den Witz als neuen Serviettenknödel: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Analoge Kuriosität

Wenn in Turin ein Fiat 500, Baujahr 2007 mit ca. 50 km/h auf der Via Santa Giulia über einen halb losen Gullydeckel fährt, dann hört sich das exakt so an wie das Netflix-Intro.

Sascha Dornhöfer

 Gegen den Stich

Alle traditionelle Moralität habe ich hinter mir gelassen. Recht und Unrecht, Gut und Böse sind Kategorien, die für mich keine Bedeutung mehr haben. Ich beschreite nun einen Weg vollkommener sinnlicher Erfahrung, in der menschliche Kategorien zurückbleiben wie der leere Kokon eines neuen, größeren Wesens. Mögen andere mich Teufel oder Dämon zeihen, meinen Lebensstil pervers und mein Vergnügen verboten, ich lasse sie zurück wie kläffende Straßenhunde, an welchen der Moschusgeruch des Karnevals vorbeizieht. Ja, freimütig, vor aller Welt will ich meine Sünde bekennen: Ich habe Lachsbrötchen mit Marmelade gegessen.

Leo Fischer

 Der Schlaf der Vernunft

Neulich hatte ich einen Traum, der mir vielleicht ermöglicht, mein verpfuschtes Leben vom Kopf auf die Füße zu stellen. Mir träumte nämlich der Satz: »Die wirklich wichtigen Dinge habe ich immer ins Wurstfach getan.« Zwar gibt es in meinem Kühlschrank kein Wurstfach, aber nun habe ich eben eines dazu erklärt und, obwohl ich gar keine Wurst esse, mir ein Stück Salami gekauft, meine Steuererklärung sowie die leere Brieftasche dazugelegt, und ich muss sagen, seitdem geht es mir tatsächlich besser.

Tibor Rácskai

 Guter Vorsatz

Die unsäglichsten One-Hit-Wonder meiner Jugend (die noch dazu in den 90ern stattfand) rauf und runter streamen, um ihren Interpreten die Rente ein wenig aufzubessern.

Teja Fischer

 Praktisch

Das mittlere Alter hat auch seine Vorteile – man kann die Jungen und die Alten gleichermaßen doof finden.

Tina Manske

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 20.02.:

    Über seine Delegationsreise mit MdEP Sonneborn in die unbekannte Kaukasusrepublik Arzach berichtet Oliver Maria Schmitt in der FAZ.

  • 13.02.:

    Die "Junge Welt" sieht Moritz Hürtgens Gedichtband "Angst vor Lyrik" in bester TITANIC-Tradition.

  • 10.02.:

    Heinz Strunk erzählt im Interview mit dem "Flensburger Tageblatt" von seiner Bühnenshow, seinen Büchern und Kolumnen.

  • 10.02.:

    Max Goldt spricht bei "rbbKultur" über sein musikalisches Werk.

  • 04.02.:

    Christian Y. Schmidt berichtet über das Leben mit dem Corona-Virus in Peking bei radioeins und im "Freitag".

Titanic unterwegs
28.02.2020 Potsdam, Waschhaus-Arena Max Goldt
29.02.2020 Zürich, Rote Fabrik Oliver Maria Schmitt
29.02.2020 Kassel, verschiedene Veranstaltungsorte »Kasseler Komik Kolloquium«
01.03.2020 Kassel, verschiedene Veranstaltungsorte »Kasseler Komik Kolloquium«