Inhalt der Printausgabe

Heinz Strunk
Intim­scha­tulle 51

»Auf Schloss Bums klackern die Nüsse«

1.5. Coffee & Cigarettengabe, ohne Breakfast an den Schreibtisch. Habe mir vorgenommen, im Mai auf 120 Arbeitsstunden (am Roman) zu kommen. Sehr kühl. Die Prognosen sprechen von einem Russen-Tief. Wahlweise Kälte-Keil, Sibirien-Hammer, Arktis-Schock, Polar-Frost. Nachmittags lange die Brille gesucht. Abends RTL 2 Eigenproduktion »Vom Flotti zum Hotti«: Zoey-Cheyennes Weg von der kessen Biene zur Sexbombe.

2.5. Schreiberalltag: Zu neuen Qualen ruft ein neuer Tag. Kein einziger Einfall, deshalb Google-Suchverlauf: Harald Elsenbast – Ben Witter Preis – ist Trampolin springen gesund – Kalorienverbrauch Trampolin springen – Stickerei Schanzenviertel – Joggen Nachbrenneffekt – Guacamole Rezepte – Kalorien eine Flasche Rotwein – Patrick Nuo – Afrob – Micky Beisenherz Scheidung – Kölner Treff aktuell – Wieso sagt man bierernst – Bei Tom Tom Navigation aktuellen Standort einstellen – Navigations App – Navigation Test Sieger – Alle Tabs schließen I-Phone. So wird das sicher nichts mit den 120 Arbeitsstunden.

3.5. Freund Charly Hübner schenkt mir »Rosas Rache«, Rosa von Praunheims Tagebücher. Sehr unterhaltsame Lektüre, hier ein paar Auszüge:

1962 Nachmittags im Kino »Conni und Peter machen Musik«. Abends Kriminalhörspiel gehört.

1963 Von Mutti Pullover und Blumenständer zum Geburtstag bekommen. Mit den Eltern Skat gespielt.

1964 Ich will einen Roman schreiben über mein stumpfes Leben und die Sehnsucht nach intelligenten Kameraden.

1965 Weiblichen Torso in Ton geformt. Danach Schuhe geputzt.

1966 Kackende Männer gemalt mit Goldhintergrund nach einer Idee von Kinderbildern.

4.5. Alkoholfragebogen mit wirklich zielführenden Fragen: 1) Wären Sie gerne größer und dicker, um mehr Alkohol vertragen zu können? 2) Macht Ihnen das Führen eines Pkws unter Alkoholeinfluss mehr Spaß? 3) Fällt Ihnen der Umgang mit Abstinenzlern schwer? 4) Haben Sie in schwer erreichbaren Ecken Alkoholdepots angelegt? 5) Trinken Sie gerne auf nüchternen Magen oder wenn Sie erkältet sind? – To be continued! Die Beantwortung der Fragen ist nur sinnreich, wenn sie absolut ehrlich erfolgt!

5.5. Comedysendung auf Sat-1 mit dem außerordentlich fetten Comedian Faisal Kawusi (»Faisal Kawusi Show«). Top-Gag aus dem Eingangs-Standup: »Ist das ein Bauch oder ein Bombengürtel?« Publikum begeistert.

6.5. Tagsüber hauswirtschaftliche Verrichtungen: Aufgeräumt, Belege sortiert, Patrone des Wassersprudlers getauscht, uralte Softporno-VHS-Kassetten entsorgt (Rudelbums in Pension Puff, Auf Schloß Bums klackern die Nüsse, Graf Koks im Rumänenpuff, Ständerjucken auf Menorca).

7.5. »Gestern unterwegs« von Peter Handke: »Die Erleuchtung durch einen begeisterten Ratschlag – nur solch ein Ratschlag ist auch brauchbar; erinnere dich, dass fast alle Ratschläge, die dir gegeben wurden, begeisterungslos und besserwisserisch, wie sie waren, dich nur noch lustloser gemacht haben.«

8.5. Waffles, Cornflakes, Thee, dann frisch an den Schreibtisch. Bis 16.00 Arbeit am gelben Elefanten (Erzählungsband). Zum Dinner mit Meyer-Schulau ins Restaurant Diverso, Kükenleber mit Sauce Demi glace. Guter, unterhaltsamer Abend.

9.5. Weiter in »Rosas Rache«:

1967 Ich war geil schwul und versuchte überall Kontakte, indirekt.

1968 Adele und Manfred waren riesig besoffen, pöbeln Günter Grass an und schlugen sich dann mit ihm. Kurt Mühlenhaupt kam, um mir seine Kamera zu leihen.

1969 Alte Jagdlieder gesungen.

1970 In Ellis Bierbar toller Ledertyp. Genau mein Typ, da hart, breit, etwas fett und strahlend offen. Wir bumsten irre, ich war noch nie so gut im Bett, er war begeistert von mir.

10.5. Im »Café 2 Talk« Zeit vertrödelt. Schlagzeilen in den ausliegenden Zeitungen/Zeitschriften: PORNOSTAR VON EISHOCKEY-PUCK GETROFFEN – BRUST-OP // FRAU WIRFT KARTOFFELSACK AUF PLANSCHENDES KIND // JEDER VIERTE DEUTSCHE IST NACH DEM ONANIEREN UNZUFRIEDEN

11.5. Trotz Appetitlosigkeit halber Zimt-Bagel. Vormittags ein paar Seiten geschrieben, aber zweifelhaft. Mittags Kraftbrühe mit Rindermark, Nuss-Speise. Arbeitsversuche. Apfel Mülleimer.

12.5. Wenn man mit Ford Samen, Nissan Mushroom oder Opel Alarm längere Fahrten unternimmt, sollte man vorher kontrollieren, ob genug Ficksahne im Reservekanister ist.

13.5. Gymnastik, Breakfast im Sitting Room, Graubrot mit polnischer Leberwurst, Mocca double. Arbeit nicht so schlecht wie sonst, fast fünf Stunden. Jetzt nicht nachlassen!

14.5. Telefonat mit Bertram Leyendieker, der aus einem sehr ausführlichen Bericht im »Spiegel« über Drohnen zitiert, Stichwort Chancen und Risiken, Fluch und Segen. Das setzt was in Gang, am Abend bei moussierendem Burgunder fällt mir dann folgender Text ein:

Drohnen, überall nur Drohnen.
Wissen wo wir wohnen, kommen uns holen.
Besonders gefährlich sind Zieldrohnen, mit ihren Methoden.
Aber auch die Mikrodrohnen gehörten verboten.

Drohnen aller Größen mit ihren unzähligen Sensoren.
Dazu zählen auch Kampfdrohnen, kreisen in Gebieten, in denen auch Menschen wohnen.
Immer beliebter werden Helikopterdrohnen,
Angetrieben gleich von mehreren Motoren.

Als Micro Air Vehicles bezeichnet man Kleindrohnen,
Die Hunderte von Metern über der Erdoberfläche thronen.
Der Unterscheid zwischen Modellflugzeug und Drohne?
Die Drohne verfügt über einen separate Antriebskrone.

Schwer im Kommen sind Logistikdrohnen,
Die Waren transportieren von Bier bis zur Marone.
Videodrohnen leiden oft unter zu schneller Materialermüdung,
Überflüssig, dies noch zu betonen.

Für Polizeihubschrauber interessiert sich bald niemand mehr auch nur die Bohne.
Nein, auch hier besetzen bald Polizeidrohnen die Korridore.
Hexakopter und Defikopter – kennst du koane? (bayrische Mundart) –
Werden bald schon in aller Munde sein als die Zukunft der Drohne.

Zur Gattung der friedlichen Drohne zählt die Archäodrohne,
Die für Ausgrabungen genutzt wird von Mexiko bis Sierra Leone.
Mancherorts werden Adler trainiert, um Drohnen vom Himmel zu holen.
Noch heißt es 1:0 für den Vogel, aber wie lange noch?

War wohl sehr gut. Drei Zusatztermine im August.

15.5. Schatullenservice: Slogans zur freien Verfügung. Falls Sie zufällig Wiegel heißen und eine Autoverwertung betreiben: Autoverwertung Wiegel: Unangenehme Kunden wiegeln wir ab.

16.5. Immer weiter in »Rosas Rache«:

1971 Viel onaniert, muss den Sex überwinden.

Wir haben alle gefickt. Blöd, wenn man so geil wird. Ich werde immer geiler, das macht unbefriedigt.

Abends ferngesehen. »Ein Herz spielt falsch« mit O.W. Fischer und Ruth Leuwerick. In der Sauna, ich bumste jemanden in den Arsch.

Mittags zur Fassbinder-Gruppe ins Lokal. Fassbinder fand mich scharf, ging dann aber grußlos.

Berlin, Sauna. Carmen, tolles Mädchen, früher ein Junge, war scharf auf mich. Sie hatte eine tolle Figur. Dann in eine Kabine. Ich und ein anderer fickten einem gemeinsam ins Arschloch. Es ist ein tolles Gefühl.

17.5. Am Abend zur Stimmungsaufhellung edlen farbigen Seidenanzug angezogen, Nudelauflauf mit Salzgurke, Weißwein, TV: »Ich war einmal ein Bumerang«. Selbstfindungskomödie mit Helmut Zierl, der glaubt, in einem früheren Leben nepalesischer Schafhirte gewesen zu sein.

18.5. Abends ARD, Unterhaltungsshow für Superalte mit Jörg Pilawa. Das reine Nichts der ganze Mann. Jörg Pilawa ist der männliche Lana del Rey.

19.5. Zum Thee Fr. Bodenstein. Ihr Sohn für eine Woche in Frankreich. Will eventuell an der Sorbonne studieren. Ich rate zu. Sorbonne ist zwar keine erstklassige Universität mehr, aber immer noch eine gute.

20.5. Karriereschatulle: 1) Der einzige Mensch, der dein Leben verändern kann, bist du. 2) Arme Menschen tauschen Zeit für Geld, reiche Menschen Geld für Zeit. 3) Mach dein Auto zu einer rollenden Bibliothek.

21.5. BRAINSTORMING: Haustier Kackimann // Papst Franziskus operiert am Meniskus // Tschüss Winterspeck, hallo Frühlingsrolle

22.5. Viel zu früh aufgewacht (6.50), »Weiterschlafbier«, das erste seit dem ersten Ersten (haha). Die ganze Kunst besteht darin, es bei nur einem zu belassen. Vormittags schleppende Arbeit, ab Mittag Alibi-Aktivitäten: Einkäufe, Probe vom Petermännchen, Neuordnung des Kleiderschranks, Tiefkühlfach enteist, Spargel gestochen etc., Tätigkeiten auf niedrigem Niveau, aber der Tag bekommt auf diese Weise einen – wenngleich sehr überschaubaren – Sinn. Was ich übrigens gerne erledige, ist das Wässern des Gartens.

23.5. 1971 Teil 2 Wir gehen in eine Bar an den Docks. Jeder stieß jeden. Ich konnte nichts machen. Einen irre starken, riesigen Typ fand ich sofort toll. Er bumste mich die ganze Nacht. Er schlug mich mit der Hand ins Gesicht und auf den Arsch. Mir tat das Ficken etwas weh und ich stöhnte irre. Ich fand ihn toll. Er muss ja dumm sein.

Um 2 Uhr in die schwule Kirche, irre toll. Alles alte Schwuchteln, eine fette Negerin in knallrot und ein Neger mit Glatze in grün. Der Pfarrer bunt und die Messdiener in lila wie bei Genet.

Um sechs ging ich in die Continental Bar und traf einen riesigen Neger mit irre schmaler Taille und Muskeln, die Haare glatt nach hinten gekämmt. Ich ließ mich von ihm mit kleinem Schwanz bumsen, toll. Ich will ihn für einen Film.

24.5. Alltagsfrage: Warum kriegt man eigentlich immer noch so viele E-Mails, wenn man längst tot ist?

25.5. Heute nichts.

26.5. Gedanke: Suppe – Urlaub für den Gaumen.

27.5. Gute Beschimpfung: Schwindliger (wienerischer Ausdruck für einen Idioten – schwindlig im Kopf).

28.5. Tag des Pritschenmeisters.

29.5. 1972 Teil 3 Ich bumste mit jemandem kurz in den Büschen, immer mit schlechtem Gewissen, da ich ja den Film gemacht habe, in dem ich sage, dass ich gegen die Parkficker und anonymen Sex bin. Eine alte Frau sagte, dass mehr Menschen intensiver an Gott glauben würden, wenn sie mehr Gehalt bekämen.

Mich fragte eine Art japanischer Playboy, ob ich mit ihm mitwolle. Wir fuhren eine Stunde heraus. Er wohnte modern, spielte Callas vor, hatte einen ganz kleinen Schwanz und war fast impotent, bumste mich dann aber doch.

30.5. Ganz gut gearbeitet. Das Geheimnis ist das in der Schwebe Gehaltene, keinen Beweis Erfordernde, die Täuschung. Das beherrsche ich recht gut. Am Ende bleiben Kalenderweisheiten. Aber die gelten dann Gott sei Dank wieder für alle. Und jeden. 

31.5. Vormittags nichts. Abends auch nichts. Gedanke 1: Ich habe alles gesehen, was ich sehen wollte, den Rest stelle ich mir lieber vor. Gedanke 2: Es ist besser, klein zu sein, denn die meiste Arbeit ist unten, sagte Oma Tony, als sie beim Kirschenpflücken die höheren Äste nicht erreichen konnte.

Nach Notat im Bett.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Küss die Hand, Bad Ischl!

Du Tummelplatz der k.u.k. Schickeria im österreichischen Salzkammergut wirst nun unter dem Motto »Kultur ist unser neues Salz« eine der drei europäischen Kulturhauptstädte 2024. Herzlichen Glückwunsch! Da für uns Dein Land aber eh nur eine einzige große Fressmeile ist, fragen wir uns, welche kulinarischen Zutaten noch so ersetzt werden sollen. Ist die Wirtschaft das neue Rindfleisch? Die Wissenschaft die Zwiebel? Das Soziale der Pfeffer? Und Politik die Paprika edelsüß?

Zu diesem herzhaften Saftgulasch serviert gern den Witz als neuen Serviettenknödel: Titanic

 Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Wolke Hegenbarth (39), Schauspielerin!

Der »Gala« sagten Sie, dass Sie nach der Geburt Ihres ersten Kindes die Augen aufgemacht hätten: »Ich bin anschließend wochenlang durch die Straßen gegangen, habe die vielen Menschen gesehen und gedacht: Die sind alle geboren worden – das ist so abgefahren!«

Und, Frau Hegenbarth, was haben Sie vor Ihrer Niederkunft gedacht, wenn Sie die vielen Menschen gesehen haben? Dass die vom Himmel gefallen oder geschnitzt worden sind? Ein lauter Traum, ein kruder Witz? Wenn Sie Ihre Augen noch eine Weile offenhalten wollen: Auch die ganzen Schnitzel und Pandabären sind einmal geboren worden.

Abgefahren: Titanic

 HEY, LAAAHAAARS!!!

In einem eher kurzen Interview mit der Tagesschau hast Du, Generalsekretär der SPD, Dich gleich dreimal desselben Stilmittels bedient. Du sagtest, dass »alle wollen, dass die Partei wieder lauter wird«, merktest, dass »es in der Partei ein großes Bedürfnis gibt, über Themen zu reden, die die Menschen interessieren. Und zwar laut über diese Themen zu reden«, und tatest kund, dass Dein Verein zwar in der Regierung bleibt, »aber auch, dass wir laut sagen, wofür die SPD steht«.

Und nun fragen wir uns, warum denn plötzlich alles so laut sein muss. Denkst Du, wer schreit, hat recht? Soll die Botschaft der SPD über die leeren Marktplätze in die Wohnungen der daheimgebliebenen Wählerschichten dringen? Oder ist die SPD, trotz Erneuerung an der Spitze, im Kern so alt, dass die Parteimitglieder selbst sozialdemokratische Kernanliegen nicht mehr registrieren, wenn man sie ihnen nicht ins Ohr schreit? Ach was, es sind ja doch alle drei.

Deine Leisetreter von Titanic

 Sieh an, Kai Pflaume,

die kasachische Version Ihrer Quizsendung »Wer weiß denn sowas?« finden Sie klasse. »Man versteht kein Wort. Es sieht aber sehr ähnlich aus«, sagten Sie dazu der DPA. Man versteht kein Wort? Liegt das womöglich daran, dass Kasachisch gesprochen wird und Sie Kasachisch nicht können? Ansonsten ist es ja dann genauso abgestanden wie das Original.

Weiß: Titanic

 Genial, »Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag«!

»Batterien sollen Strom speichern« ist eine Deiner Überschriften auf der Themenseite »Innovation aus Schleswig-Holstein«. Diese Süddänen scheinen ein sehr plietsches Völkchen zu sein. Als Ergänzung hätten wir noch ein paar eigene Innovationen mit potentiell ähnlich durchschlagendem Charakter: Häuser sollen vor Regen schützen, Feuer soll Wärme spenden und Bier soll betrunken machen.

Deine Düsentriebs von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gegen den Stich

Alle traditionelle Moralität habe ich hinter mir gelassen. Recht und Unrecht, Gut und Böse sind Kategorien, die für mich keine Bedeutung mehr haben. Ich beschreite nun einen Weg vollkommener sinnlicher Erfahrung, in der menschliche Kategorien zurückbleiben wie der leere Kokon eines neuen, größeren Wesens. Mögen andere mich Teufel oder Dämon zeihen, meinen Lebensstil pervers und mein Vergnügen verboten, ich lasse sie zurück wie kläffende Straßenhunde, an welchen der Moschusgeruch des Karnevals vorbeizieht. Ja, freimütig, vor aller Welt will ich meine Sünde bekennen: Ich habe Lachsbrötchen mit Marmelade gegessen.

Leo Fischer

 Praktisch

Das mittlere Alter hat auch seine Vorteile – man kann die Jungen und die Alten gleichermaßen doof finden.

Tina Manske

 Analoge Kuriosität

Wenn in Turin ein Fiat 500, Baujahr 2007 mit ca. 50 km/h auf der Via Santa Giulia über einen halb losen Gullydeckel fährt, dann hört sich das exakt so an wie das Netflix-Intro.

Sascha Dornhöfer

 Guter Vorsatz

Die unsäglichsten One-Hit-Wonder meiner Jugend (die noch dazu in den 90ern stattfand) rauf und runter streamen, um ihren Interpreten die Rente ein wenig aufzubessern.

Teja Fischer

 Der Schlaf der Vernunft

Neulich hatte ich einen Traum, der mir vielleicht ermöglicht, mein verpfuschtes Leben vom Kopf auf die Füße zu stellen. Mir träumte nämlich der Satz: »Die wirklich wichtigen Dinge habe ich immer ins Wurstfach getan.« Zwar gibt es in meinem Kühlschrank kein Wurstfach, aber nun habe ich eben eines dazu erklärt und, obwohl ich gar keine Wurst esse, mir ein Stück Salami gekauft, meine Steuererklärung sowie die leere Brieftasche dazugelegt, und ich muss sagen, seitdem geht es mir tatsächlich besser.

Tibor Rácskai

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURElias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 20.02.:

    Über seine Delegationsreise mit MdEP Sonneborn in die unbekannte Kaukasusrepublik Arzach berichtet Oliver Maria Schmitt in der FAZ.

  • 13.02.:

    Die "Junge Welt" sieht Moritz Hürtgens Gedichtband "Angst vor Lyrik" in bester TITANIC-Tradition.

  • 10.02.:

    Heinz Strunk erzählt im Interview mit dem "Flensburger Tageblatt" von seiner Bühnenshow, seinen Büchern und Kolumnen.

  • 10.02.:

    Max Goldt spricht bei "rbbKultur" über sein musikalisches Werk.

  • 04.02.:

    Christian Y. Schmidt berichtet über das Leben mit dem Corona-Virus in Peking bei radioeins und im "Freitag".

Titanic unterwegs
24.02.2020 Frankfurt, Henscheid TITANIC vs. Karneval – die endgültige Sitzung
25.02.2020 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner
28.02.2020 Potsdam, Waschhaus-Arena Max Goldt
29.02.2020 Zürich, Rote Fabrik Oliver Maria Schmitt